{"collection":"Bible & Christianity","html_url":"https://unchartedknowledge.5gfusion.net/browse/bib/wb/ger/deu.htm","path":"bib/wb/ger/deu.htm","source_url":"https://sacred-texts.com/bib/wb/ger/deu.htm","text":"1:1 Das sind die Worte, die Mose redete zum ganzen Israel jenseit des Jordans in der W\u00fcste, auf dem Gefilde gegen dem Schilfmeer, zwischen Paran und Thophel, Laban, Hazeroth und Disahab,\n1:2 elf Tagreisen von Horeb durch den Weg des Gebirges Seir bis gen Kades-Barnea.\n1:3 Und es geschah im vierzigsten Jahr, am ersten Tage des elften Monden, da redete Mose mit den Kindern Israel alles, wie ihm der HERR an sie geboten hatte,\n1:4 nachdem er Sihon, den K\u00f6nig der Amoriter, geschlagen hatte, der zu Hesbon wohnete, dazu Og, den K\u00f6nig zu Basan, der zu Astharoth und zu Edrei wohnete.\n1:5 Jenseit des Jordans im Lande der Moabiter fing an Mose auszulegen dies Gesetz, und sprach:\n1:6 Der HERR, unser Gott, redete mit uns am Berge Horeb und sprach: Ihr seid lange genug an diesem Berge gewesen;\n1:7 wendet euch und ziehet hin, da\u00df ihr zu dem Gebirge der Amoriter kommet und zu allen ihren Nachbarn im Gefilde, auf Bergen und in Gr\u00fcnden, gegen Mittag und gegen die Anfurt des Meers im Lande Kanaan, und zum Berge Libanon bis an das gro\u00dfe Wasser Phrath.\n1:8 Siehe da, ich habe euch das Land, das da vor euch liegt, gegeben; gehet hinein und nehmet es ein, das der HERR euren V\u00e4tern, Abraham, Isaak und Jakob, geschworen hat, da\u00df er's ihnen und ihrem Samen nach ihnen geben wollte.\n1:9 Da sprach ich zu derselben Zeit zu euch: Ich kann euch nicht allein ertragen;\n1:10 denn der HERR euer Gott, hat euch gemehret, da\u00df ihr heutigestages seid wie die Menge der Sterne am Himmel.\n1:11 Der HERR, eurer V\u00e4ter Gott, mache euer noch viel tausend mehr und segne euch, wie er euch geredet hat!\n1:12 Wie kann ich allein solche M\u00fche und Last und Hader von euch ertragen?\n1:13 Schaffet her weise, verst\u00e4ndige und erfahrene Leute unter euren St\u00e4mmen, die will ich \u00fcber euch zu H\u00e4uptern setzen.\n1:14 Da antwortetet ihr mir und sprachet: Das ist ein gut Ding, davon du sagest, da\u00df du es tun willst.\n1:15 Da nahm ich die H\u00e4upter eurer St\u00e4mme, weise und erfahrene M\u00e4nner, und setzte sie \u00fcber euch zu H\u00e4uptern, \u00fcber tausend, \u00fcber hundert, \u00fcber f\u00fcnfzig und \u00fcber zehn, und Amtleute unter euren St\u00e4mmen;\n1:16 und gebot euren Richtern zur selben Zeit und sprach: Verh\u00f6ret eure Br\u00fcder und richtet recht zwischen jedermann und seinem Bruder und dem Fremdling.\n1:17 Keine Person sollt ihr im Gericht ansehen, sondern sollt den Kleinen h\u00f6ren wie den Gro\u00dfen und vor niemandes Person euch scheuen. Denn das Gerichtamt ist Gottes. Wird aber euch eine Sache zu hart sein, die lasset an mich gelangen, da\u00df ich sie h\u00f6re.\n1:18 Also gebot ich euch zu der Zeit alles, was ihr tun solltet.\n1:19 Da zogen wir aus von Horeb und wandelten durch die ganze W\u00fcste, die gro\u00df und grausam ist, wie ihr gesehen habt, auf der Stra\u00dfe zum Gebirge der Amoriter, wie uns der HERR, unser Gott, geboten hatte, und kamen bis gen Kades-Barnea.\n1:20 Da sprach ich zu euch: Ihr seid an das Gebirge der Amoriter kommen, das uns der HERR, unser Gott, geben wird.\n1:21 Siehe da das Land vor dir, das der HERR, dein Gott, dir gegeben hat; zeuch hinauf und nimm's ein, wie der HERR, deiner V\u00e4ter Gott, dir geredet hat. F\u00fcrchte dich nicht und la\u00df dir nicht grauen!\n1:22 Da kamet ihr zu mir alle und sprachet: La\u00dft uns M\u00e4nner vor uns hinsenden, die uns das Land erkunden und uns wieder sagen, durch welchen Weg wir hineinziehen sollen, und die St\u00e4dte, da wir einkommen sollen.\n1:23 Das gefiel mir wohl und nahm aus euch zw\u00f6lf M\u00e4nner, von jeglichem Stamm einen.\n1:24 Da dieselbigen weggingen und hinaufzogen auf das Gebirge und an den Bach Eskol kamen, da besahen sie es\n1:25 und nahmen der Fr\u00fcchte des Landes mit sich und brachten sie herab zu uns; und sagten uns wieder und sprachen: Das Land ist gut, das der HERR, unser Gott, uns gegeben hat.\n1:26 Aber ihr wolltet nicht hinaufziehen und wurdet ungehorsam dem Munde des HERRN, eures Gottes;\n1:27 und murretet in euren H\u00fctten und sprachet: Der HERR ist uns gram; darum hat er uns aus \u00c4gyptenland gef\u00fchret, da\u00df er uns in der Amoriter H\u00e4nde g\u00e4be zu vertilgen.\n1:28 Wo sollen wir hinauf? Unsere Br\u00fcder haben unser Herz verzagt gemacht und gesagt, das Volk sei gr\u00f6\u00dfer und h\u00f6her denn wir; die St\u00e4dte seien gro\u00df und bis an den Himmel vermauert; dazu haben wir die Kinder Enakim daselbst gesehen.\n1:29 Ich sprach aber zu euch: Entsetzet euch nicht und f\u00fcrchtet euch nicht vor ihnen!\n1:30 Der HERR, euer Gott, zeucht vor euch hin und wird f\u00fcr euch streiten, wie er mit euch getan hat in \u00c4gypten vor euren Augen\n1:31 und in der W\u00fcste, da du gesehen hast, wie dich der HERR, dein Gott, getragen hat, wie ein Mann seinen Sohn tr\u00e4gt, durch allen Weg, daher ihr gewandelt habt, bis ihr an diesen Ort kommen seid.\n1:32 Aber das galt nichts bei euch, da\u00df ihr an den HERRN, euren Gott, h\u00e4ttet geglaubet,\n1:33 der vor euch her ging, euch die St\u00e4tte zu weisen, wo ihr euch lagern solltet, des Nachts im Feuer, da\u00df er euch den Weg zeigete, darinnen ihr gehen solltet, und des Tages in der Wolke.\n1:34 Als aber der HERR euer Geschrei h\u00f6rete, ward er zornig und schwur und sprach:\n1:35 Es soll keiner dieses b\u00f6sen Geschlechts das gute Land sehen, das ich ihren V\u00e4tern zu geben geschworen habe,\n1:36 ohne Kaleb, der Sohn Jephunnes, der soll es sehen, und ihm will ich geben das Land, darauf er getreten hat, und seinen Kindern, darum da\u00df er treulich dem HERRN gefolget hat.\n1:37 Auch ward der HERR \u00fcber mich zornig um euretwillen und sprach: Du sollst auch nicht hineinkommen.\n1:38 Aber Josua, der Sohn Nuns, der dein Diener ist, der soll hineinkommen. Denselben st\u00e4rke; denn er soll Israel das Erbe austeilen.\n1:39 Und eure Kinder, davon ihr sagtet, sie w\u00fcrden ein Raub werden, und eure S\u00f6hne, die heutigestages weder Gutes noch B\u00f6ses verstehen, die sollen hineinkommen; denselben will ich's geben, und sie sollen es einnehmen.\n1:40 Ihr aber wendet euch und ziehet nach der W\u00fcste den Weg zum Schilfmeer!\n1:41 Da antwortetet ihr und sprachet zu mir: Wir haben an dem HERRN ges\u00fcndiget; wir wollen hinauf und streiten, wie uns der HERR, unser Gott, geboten hat. Da ihr euch nun r\u00fcstetet, ein jeglicher mit seinem Harnisch, und waret an dem, da\u00df ihr hinaufz\u00f6get aufs Gebirge,\n1:42 sprach der HERR zu mir: Sage ihnen, da\u00df sie nicht hinaufziehen, auch nicht streiten; denn ich bin nicht unter euch; auf da\u00df ihr nicht geschlagen werdet vor euren Feinden.\n1:43 Da ich euch das sagte, gehorchtet ihr nicht und wurdet ungehorsam dem Munde des HERRN und waret vermessen und zoget hinauf aufs Gebirge.\n1:44 Da zogen die Amoriter aus, die auf dem Gebirge wohneten, euch entgegen, und jagten euch, wie die Bienen tun, und schlugen euch zu Seir bis gen Horma.\n1:45 Da ihr nun wiederkamet und weinetet vor dem HERRN, wollte der HERR eure Stimme nicht h\u00f6ren und neigete seine Ohren nicht zu euch.\n1:46 Also bliebet ihr in Kades eine lange Zeit.\n2:1 Da wandten wir uns und zogen aus zur W\u00fcste auf der Stra\u00dfe zum Schilfmeer, wie der HERR zu mir sagte, und umzogen das Gebirge Seir eine lange Zeit.\n2:2 Und der HERR sprach zu mir:\n2:3 Ihr habt dies Gebirge nun genug umzogen; wendet euch gegen Mitternacht.\n2:4 Und gebeut dem Volk und sprich: Ihr werdet durch die Grenze eurer Br\u00fcder, der Kinder Esau, ziehen, die da wohnen zu Seir; und sie werden sich vor euch f\u00fcrchten. Aber verwahret euch mit Flei\u00df,\n2:5 da\u00df ihr sie nicht bekrieget; denn ich werde euch ihres Landes nicht einen Fu\u00dfbreit geben; denn das Gebirge Seir habe ich den Kindern Esau zu besitzen gegeben.\n2:6 Speise sollt ihr ums Geld von ihnen kaufen, da\u00df ihr esset, und Wasser sollt ihr ums Geld von ihnen kaufen, da\u00df ihr trinket.\n2:7 Denn der HERR, dein Gott, hat dich gesegnet in allen Werken deiner H\u00e4nde. Er hat dein Reisen zu Herzen genommen durch diese gro\u00dfe W\u00fcste und ist vierzig Jahre der HERR, dein Gott, bei dir gewesen, da\u00df dir nichts gemangelt hat.\n2:8 Da wir nun durch unsere Br\u00fcder, die Kinder Esau, gezogen waren, die auf dem Gebirge Seir wohneten, auf dem Wege des Gefildes von Elath und Ezeon-Gaber, wandten wir uns und gingen durch den Weg der W\u00fcste der Moabiter.\n2:9 Da sprach der HERR zu mir: Du sollst die Moabiter nicht beleidigen noch bekriegen; denn ich will dir ihres Landes nichts zu besitzen geben, denn ich habe Ar den Kindern Lot zu besitzen gegeben.\n2:10 Die Emim haben vorzeiten drinnen gewohnet; das war ein gro\u00df, stark und hoch Volk wie die Enakim\n2:11 Man hielt sie auch f\u00fcr Riesen, gleichwie Enakim; und die Moabiter hei\u00dfen sie auch Emim.\n2:12 Auch wohneten vorzeiten in Seir die Horiter; und die Kinder Esau vertrieben und vertilgten sie von ihnen und wohneten an ihrer Statt, gleichwie Israel dem Lande seiner Besitzung tat, das ihnen der HERR gab.\n2:13 So macht euch nun auf und ziehet durch den Bach Sared. Und wir zogen herdurch.\n2:14 Die Zeit aber, die wir von Kades-Barnea zogen, bis wir durch den Bach Sared kamen, war achtunddrei\u00dfig Jahre, auf da\u00df alle die Kriegsleute st\u00fcrben im Lager, wie der HERR ihnen geschworen hatte.\n2:15 Dazu war auch die Hand des HERRN wider sie, da\u00df sie umk\u00e4men aus dem Lager, bis da\u00df ihrer ein Ende w\u00fcrde.\n2:16 Und da alle der Kriegsleute ein Ende war, da\u00df sie starben unter dem Volk,\n2:17 redete der HERR mit mir und sprach:\n2:18 Du wirst heute durch die Grenze der Moabiter ziehen bei Ar;\n2:19 und wirst nahe kommen gegen die Kinder Ammon. Die sollst du nicht beleidigen noch bekriegen; denn ich will dir des Landes der Kinder Ammon nichts zu besitzen geben, denn ich hab's den Kindern Lot zu besitzen gegeben.\n2:20 Es ist auch gesch\u00e4tzt f\u00fcr der Riesen Land, und haben auch vorzeiten Riesen drinnen gewohnet; und die Ammoniter hei\u00dfen sie Sammesumim.\n2:21 Das war ein gro\u00df, stark und hoch Volk, wie die Enakim; und der HERR vertilgete sie vor ihnen und lie\u00df sie dieselben besitzen, da\u00df sie an ihrer Statt da wohneten,\n2:22 gleichwie er getan hat mit den Kindern Esau, die auf dem Gebirge Seir wohnen, da er die Horiter vor ihnen vertilgete, und lie\u00df sie dieselben besitzen, da\u00df sie da an ihren Statt wohneten bis auf diesen Tag.\n2:23 Und die Kaphthorim zogen aus Kaphthor und vertilgeten die Avim, die zu Hazerim wohneten bis gen Gaza, und wohneten an ihrer Statt daselbst.\n2:24 Machet euch auf und ziehet aus und gehet \u00fcber den Bach bei Arnon. Siehe, ich habe Sihon, den K\u00f6nig der Amoriter zu Hesbon, in deine H\u00e4nde gegeben mit seinem Lande. Heb an einzunehmen, und streite wider ihn!\n2:25 Heutigestages will ich anheben, da\u00df sich von dir f\u00fcrchten und erschrecken sollen alle V\u00f6lker unter allen Himmeln, da\u00df, wenn sie von dir h\u00f6ren, ihnen bange und wehe werden soll vor deiner Zukunft.\n2:26 Da sandte ich Boten aus der W\u00fcste von morgenw\u00e4rts zu Sihon, dem K\u00f6nige zu Hesbon, mit friedlichen Worten und lie\u00df ihm sagen:\n2:27 Ich will durch dein Land ziehen, und wo die Stra\u00dfe gehet, will ich gehen; ich will weder zur Rechten noch zur Linken ausweichen.\n2:28 Speise sollst du mir ums Geld verkaufen, da\u00df ich esse, und Wasser sollst du mir ums Geld geben, da\u00df ich trinke; ich will nur zu Fu\u00df durchhin gehen;\n2:29 wie mir die Kinder Esau getan haben, die zu Seir wohnen, und die Moabiter, die zu Ar wohnen; bis da\u00df ich komme \u00fcber den Jordan, in das Land, das uns der HERR, unser Gott, geben wird.\n2:30 Aber Sihon, der K\u00f6nig zu Hesbon, wollte uns nicht durchziehen lassen; denn der HERR, dein Gott, verh\u00e4rtete seinen Mut und verstockte ihm sein Herz, auf da\u00df er ihn in deine H\u00e4nde g\u00e4be, wie es jetzt ist am Tage.\n2:31 Und der HERR sprach zu mir: Siehe, ich habe angefangen, zu geben vor dir den Sihon mit seinem Lande; hebet an, einzunehmen und zu besitzen sein Land.\n2:32 Und Sihon zog aus uns entgegen mit all seinem Volk zum Streit gen Jahza.\n2:33 Aber der HERR, unser Gott, gab ihn vor uns, da\u00df wir ihn schlugen mit seinen Kindern und seinem ganzen Volk.\n2:34 Da gewannen wir zu den Zeit alle seine St\u00e4dte und verbanneten alle St\u00e4dte, beide M\u00e4nner, Weiber und Kinder, und lie\u00dfen niemand \u00fcber bleiben.\n2:35 Ohne das Vieh raubten wir f\u00fcr uns und die Ausbeute der St\u00e4dte, die wir gewannen,\n2:36 von Aroer an, die am Ufer des Bachs bei Arnon liegt, und von der Stadt am Wasser bis gen Gilead. Es war keine Stadt, die sich vor uns sch\u00fctzen konnte; der HERR, unser Gott, gab uns alles vor uns.\n2:37 Ohne zu dem Lande der Kinder Ammon kamest du nicht, noch zu allem, das am Bach Jabbok war, noch zu den St\u00e4dten auf dem Gebirge, noch zu allem, das uns der HERR, unser Gott, verboten hatte.\n3:1 Und wir wandten uns und zogen hinauf den Weg zu Basan. Und Og, der K\u00f6nig zu Basan, zog aus uns entgegen mit all seinem Volk, zu streiten bei Edrei.\n3:2 Aber der HERR sprach zu mir: F\u00fcrchte dich nicht vor ihm, denn ich habe ihn und all sein Volk mit seinem Lande in deine H\u00e4nde gegeben; und sollst mit ihm tun, wie du mit Sihon, dem K\u00f6nige der Amoriter, getan hast, der zu Hesbon sa\u00df.\n3:3 Also gab der HERR unser Gott, auch den K\u00f6nig Og zu Basan in unsere H\u00e4nde mit all seinem Volk, da\u00df wir ihn schlugen, bis da\u00df ihm nichts \u00fcberblieb.\n3:4 Da gewannen wir zu der Zeit alle seine St\u00e4dte, und war keine Stadt, die wir ihm nicht nahmen; sechzig St\u00e4dte, die ganze Gegend Argob, im K\u00f6nigreich Ogs zu Basan.\n3:5 Alle diese St\u00e4dte waren fest, mit hohen Mauern, Toren und Riegeln, ohne andere sehr viel Flecken ohne Mauern.\n3:6 Und verbanneten sie, gleichwie wir mit Sihon, dem K\u00f6nige zu Hesbon, taten. Alle St\u00e4dte verbanneten wir, beide mit M\u00e4nnern, Weibern und Kindern.\n3:7 Aber alles Vieh und Raub der St\u00e4dte raubten wir f\u00fcr uns.\n3:8 Also nahmen wir zu der Zeit das Land aus der Hand der zween K\u00f6nige der Amoriter jenseit des Jordans, von dem Bach bei Arnon an bis an den Berg Hermon,\n3:9 welchen die Zidonier Sirion hei\u00dfen, aber die Amoriter hei\u00dfen ihn Senir;\n3:10 alle St\u00e4dte auf der Ebene und das ganze Gilead und das ganze Basan bis gen Salcha und Edrei, die St\u00e4dte des K\u00f6nigreichs Ogs zu Basan.\n3:11 Denn allein der K\u00f6nig Og zu Basan war noch \u00fcbrig von den Riesen. Siehe, sein eisern Bette ist allhie zu Rabbath der Kinder Ammon, neun Ellen lang und vier Ellen breit nach eines Mannes Ellenbogen.\n3:12 Solch Land nahmen wir ein zu derselben Zeit, von Aroer an, die am Bach bei Arnon liegt. Und ich gab das halbe Gebirge Gilead mit seinen St\u00e4dten den Rubenitern und Gaditern.\n3:13 Aber das \u00fcbrige Gilead und das ganze Basan des K\u00f6nigreichs Ogs gab ich dem halben Stamm Manasse, die ganze Gegend Argob zum ganzen Basan; das hei\u00dft der Riesen Land.\n3:14 Jair, der Sohn Manasses, nahm die ganze Gegend Argob bis an die Grenze Gessuri und Maachathi; und hie\u00df das Basan nach seinem Namen Havoth-Jair bis auf den heutigen Tag.\n3:15 Machir aber gab ich Gilead.\n3:16 Und den Rubenitern und Gaditern gab ich des Gileads einen Teil bis an den Bach bei Arnon mitten im Bach, der die Grenze ist, und bis an den Bach Jabbok, der die Grenze ist der Kinder Ammon;\n3:17 dazu das Gefilde und den Jordan, der die Grenze ist, von Cinnereth an bis an das Meer am Gefilde, n\u00e4mlich das Salzmeer, unten am Berge Pisga gegen dem Morgen.\n3:18 Und gebot euch zu derselben Zeit und sprach: Der HERR, euer Gott, hat euch dies Land gegeben einzunehmen; ziehet nun ger\u00fcstet vor euren Br\u00fcdern, den Kindern Israel, her, was streitbar ist;\n3:19 ohne eure Weiber und Kinder und Vieh (denn ich wei\u00df, da\u00df ihr viel Vieh habt) lasset in euren St\u00e4dten bleiben, die ich euch gegeben habe;\n3:20 bis da\u00df den HERR eure Br\u00fcder auch zur Ruhe bringe, wie euch, da\u00df sie auch das Land einnehmen, das ihnen der HERR, euer Gott, geben wird jenseit des Jordans; so sollt ihn dann wiederkehren zu euren Besitzung, die ich euch gegeben habe.\n3:21 Und Josua gebot ich zur selben Zeit und sprach: Deine Augen haben gesehen alles, was der HERR, euer Gott, diesen zween K\u00f6nigen getan hat. Also wird der HERR auch allen K\u00f6nigreichen tun, da du hinzeuchst.\n3:22 F\u00fcrchtet euch nicht vor ihnen; denn der HERR, euer Gott, streitet f\u00fcr euch.\n3:23 Und ich bat den HERRN zu derselben Zeit und sprach:\n3:24 HERR, HERR, du hast angehoben zu erzeigen deinem Knechte deine HERRLIchkeit und deine starke Hand. Denn wo ist ein Gott im Himmel und auf Erden, der es deinen Werken und deiner Macht k\u00f6nnte nachtun?\n3:25 La\u00df mich gehen und sehen das gute Land jenseit des Jordans, dies gute Gebirge und den Libanon.\n3:26 Aber der HERR war erz\u00fcrnet auf mich um euretwillen und erh\u00f6rete mich nicht, sondern sprach zu mir: La\u00df genug sein, sage mir davon nicht mehr!\n3:27 Steige auf die H\u00f6he des Berges Pisga und hebe deine Augen auf gegen den Abend und gegen Mitternacht und gegen Mittag und gegen den Morgen, und sieh es mit Augen; denn du wirst nicht \u00fcber diesen Jordan gehen.\n3:28 Und gebeut dem Josua, da\u00df er getrost und unverzagt sei; denn er soll \u00fcber den Jordan ziehen vor dem Volk her und soll ihnen das Land austeilen, das du sehen wirst.\n3:29 Also blieben wir im Tal gegen dem Hause Peor.\n4:1 Und nun h\u00f6re, Israel, die Gebote und Rechte, die ich euch lehre, da\u00df ihr sie tun sollt, auf da\u00df ihr lebet und hineinkommet und das Land einnehmet, das euch der HERR, euer V\u00e4ter Gott, gibt.\n4:2 Ihr sollt nichts dazutun, das ich euch gebiete, und sollt auch nichts davontun, auf da\u00df ihr bewahren m\u00f6get die Gebote des HERRN, eures Gottes, die ich euch gebiete.\n4:3 Eure Augen haben gesehen, was der HERR getan hat wider den Baal-Peor; denn alle, die dem Baal-Peor folgeten, hat den HERR, dein Gott, vertilget unter euch.\n4:4 Aber ihr, die ihr dem HERRN, eurem Gott, anhinget, lebet alle heutigestages.\n4:5 Siehe, ich habe euch gelehret Gebote und Rechte, wie mir den HERR, mein Gott, geboten hat, da\u00df ihr also tun sollt im Lande, darein ihr kommen werdet, da\u00df ihr's einnehmet.\n4:6 So behaltet es nun und tut's! Denn das wird eure Weisheit und Verstand sein bei allen V\u00f6lkern, wenn sie h\u00f6ren werden alle diese Gebote, da\u00df sie m\u00fcssen sagen: Ei, welch weise und verst\u00e4ndige Leute sind das, und ein herrlich Volk!\n4:7 Denn wo ist so ein herrlich Volk, zu dem G\u00f6tter also nahe sich tun, als der HERR, unser Gott, so oft wir ihn anrufen?\n4:8 Und wo ist so ein herrlich Volk, das so gerechte Sitten und Gebote habe, als all dies Gesetz; das ich euch heutigestages vorlege?\n4:9 H\u00fcte dich nur und bewahre deine Seele wohl, da\u00df du nicht vergessest der Geschichten, die deine Augen gesehen haben, und da\u00df sie nicht aus deinem Herzen kommen all dein Leben lang. Und sollst deinen Kindern und Kindeskindern kundtun\n4:10 den Tag, da du vor dem HERRN, deinem Gott, stundest an dem Berge Horeb, da der HERR zu mir sagte: Versammle mir das Volk, da\u00df sie meine Worte h\u00f6ren und lernen mich f\u00fcrchten all ihre Lebetage auf Erden und lehren ihre Kinder.\n4:11 Und ihr tratet herzu und stundet unten an dem Berge; der Berg brannte aber bis mitten an den Himmel; und war da Finsternis, Wolken und Dunkel.\n4:12 Und den HERR redete mit euch mitten aus dem Feuer. Die Stimme seiner Worte h\u00f6rtet ihr; aber kein Gleichnis sahet ihr au\u00dfen der Stimme.\n4:13 Und verk\u00fcndigte euch seinen Bund, den er euch gebot zu tun, n\u00e4mlich die zehn Worte; und schrieb sie auf zwo steinerne Tafeln.\n4:14 Und der HERR gebot mir zur selbigen Zeit, da\u00df ich euch lehren sollte Gebote und Rechte, da\u00df ihn danach t\u00e4tet im Lande, darein ihr ziehet, da\u00df ihr es einnehmet.\n4:15 So bewahret nun eure Seelen wohl; denn ihr habt kein Gleichnis gesehen des Tages, da der HERR mit euch redete aus dem Feuer auf dem Berge Horeb,\n4:16 auf da\u00df ihr euch nicht verderbet und machet euch irgend ein Bild, das gleich sei einem Mann oder Weib\n4:17 oder Vieh auf Erden, oder Vogel unter dem Himmel,\n4:18 oder Gew\u00fcrm auf dem Lande, oder Fisch im Wasser unter der Erde.\n4:19 Da\u00df du auch nicht deine Augen aufhebest gen Himmel und sehest die Sonne und den Mond und die Sterne, das ganze Heer des Himmels, und fallest ab und betest sie an und dienest ihnen, welche der HERR, dein Gott, verordnet hat allen V\u00f6lkern unter dem ganzen Himmel.\n4:20 Euch aber hat den HERR angenommen und aus dem eisernen Ofen, n\u00e4mlich aus \u00c4gypten, gef\u00fchret, da\u00df ihr sein Erbvolk solltet sein, wie es ist an diesem Tage.\n4:21 Und der HERR war so erz\u00fcrnet \u00fcber mich um eures Tuns willen, da\u00df er schwur, ich sollte nicht \u00fcber den Jordan gehen, noch in das gute Land kommen, das dir der HERR, dein Gott, zum Erbteil geben wird,\n4:22 sondern ich mu\u00df in diesem Lande sterben und werde nicht \u00fcber den Jordan gehen. Ihr aber werdet hin\u00fcbergehen und solch gut Land einnehmen.\n4:23 So h\u00fctet euch nun, da\u00df ihr des Bundes des HERRN, eures Gottes, nicht vergesset, den er mit euch gemacht hat, und nicht Bilder machet einigerlei Gleichnis, wie der HERR, dein Gott, geboten hat.\n4:24 Denn der HERR, dein Gott, ist ein verzehrend Feuer und ein eifriger Gott.\n4:25 Wenn ihr nun Kinder zeuget und Kindeskinder und im Lande wohnet und verderbet euch und machet euch Bilder einigerlei Gleichnis, da\u00df ihr \u00fcbel tut vor dem HERRN, eurem Gott, und ihr ihn erz\u00fcrnet,\n4:26 so rufe ich heutigestages \u00fcber euch zu Zeugen Himmel und Erde, da\u00df ihr werdet bald umkommen von dem Lande, in welches ihr gehet \u00fcber den Jordan, da\u00df ihr's einnehmet; ihr werdet nicht lange drinnen bleiben, sondern werdet vertilget werden.\n4:27 Und der HERR wird euch zerstreuen unter die V\u00f6lker; und werdet ein geringer P\u00f6bel \u00fcbrig sein unter den Heiden, dahin euch der HERR treiben wird.\n4:28 Daselbst wirst du dienen den G\u00f6ttern, die Menschenh\u00e4nde Werk sind, Holz und Stein, die weder sehen, noch h\u00f6ren, noch essen, noch riechen.\n4:29 Wenn du aber daselbst den HERRN, deinen Gott, suchen wirst, so wirst du ihn finden, wo du ihn wirst von ganzem Herzen und von ganzer Seele suchen.\n4:30 Wenn du ge\u00e4ngstet sein wirst, und dich treffen werden alle diese Dinge in den letzten Tagen, so wirst du dich bekehren zu dem HERRN, deinem Gott, und seiner Stimme gehorchen.\n4:31 Denn der HERR, dein Gott, ist ein barmherziger Gott; er wird dich nicht lassen noch verderben, wird auch nicht vergessen des Bundes, den er deinen V\u00e4tern geschworen hat.\n4:32 Dann frage nach den vorigen Zeiten, die vor dir gewesen sind, von dem Tage an, da Gott den Menschen auf Erden geschaffen hat, von einem Ende des Himmels zum andern, ob je ein solch gro\u00df Ding geschehen, oder des Gleichen je geh\u00f6ret sei,\n4:33 da\u00df ein Volk Gottes Stimme geh\u00f6rt habe aus dem Feuer reden, wie du geh\u00f6rt hast, und dennoch lebest?\n4:34 Oder ob Gott versucht habe, hineinzugehen und ihm ein Volk mitten aus einem Volk zu nehmen durch Versuchung, durch Zeichen, durch Wunder, durch Streit und durch eine m\u00e4chtige Hand und durch einen ausgereckten Arm und durch sehr schreckliche Taten, wie das alles der HERR, euer Gott, f\u00fcr euch getan hat in \u00c4gypten vor deinen Augen?\n4:35 Du hast's gesehen, auf da\u00df du wissest, da\u00df der HERR allein Gott ist, und keiner mehr.\n4:36 Vom Himmel hat er dich seine Stimme h\u00f6ren lassen, da\u00df er dich z\u00fcchtigte; und auf Erden hat er dir gezeiget sein gro\u00dfes Feuer, und seine Worte hast du aus dem Feuer geh\u00f6ret,\n4:37 darum da\u00df er deine V\u00e4ter geliebet und ihren Samen nach ihnen erw\u00e4hlet hat, und hat dich ausgef\u00fchret mit seinem Angesicht durch seine gro\u00dfe Kraft aus \u00c4gypten,\n4:38 da\u00df er vertriebe vor dir her gro\u00dfe V\u00f6lker und st\u00e4rkere, denn du bist, und dich hineinbr\u00e4chte, da\u00df er dir ihr Land g\u00e4be zum Erbteil, wie es heutigestages stehet.\n4:39 So sollst du nun heutigestages wissen und zu Herzen nehmen, da\u00df der HERR ein Gott ist oben im Himmel und unten auf Erden, und keiner mehr;\n4:40 da\u00df du haltest seine Rechte und Gebote, die ich dir heute gebiete; so wird dir's und deinen Kindern nach dir wohlgehen, da\u00df dein Leben lange w\u00e4hre in dem Lande, das dir der HERR, dein Gott, gibt ewiglich.\n4:41 Da sonderte Mose drei St\u00e4dte aus jenseits des Jordans gegen der Sonnen Aufgang,\n4:42 da\u00df daselbst hinfl\u00f6he, wer seinen N\u00e4chsten totschl\u00e4gt unversehens und ihm vorhin nicht feind gewesen ist; der soll in der St\u00e4dte eine fliehen, da\u00df er lebendig bleibe:\n4:43 Bezer in der W\u00fcste im ebenen Lande unter den Rubenitern; und Ramoth in Gilead unter den Gaditern; und Golan in Basan unter den Manassitern.\n4:44 Das ist das Gesetz, das Mose den Kindern Israel vorlegte.\n4:45 Das ist das Zeugnis und Gebot und Rechte, die Mose den Kindern Israel sagte, da sie aus \u00c4gypten gezogen waren,\n4:46 jenseit des Jordans im Tal gegen dem Hause Peor, im Lande Sihons, des K\u00f6nigs der Amoriter, den zu Hesbon sa\u00df, den Mose und die Kinder Israel schlugen, da sie aus \u00c4gypten gezogen waren,\n4:47 und nahmen sein Land ein, dazu das Land Ogs, des K\u00f6nigs zu Basan, der zween K\u00f6nige der Amoriter, die jenseit des Jordans waren gegen der Sonnen Aufgang,\n4:48 von Aroer an, welche an dem Ufer liegt des Bachs bei Arnon, bis an den Berg Sion, das ist der Hermon,\n4:49 und alles Blachfeld jenseits des Jordans, gegen den Aufgang der Sonne, bis an das Meer im Blachfelde, unten am Berge Pisga.\n5:1 Und Mose rief das ganze Israel und sprach zu ihnen: H\u00f6re, Israel, die Gebote und Rechte, die ich heute vor euren Ohren rede, und lernet sie und behaltet sie, da\u00df ihr danach tut!\n5:2 Der HERR, unser Gott, hat einen Bund mit uns gemacht zu Horeb.\n5:3 Und hat nicht mit unsern V\u00e4tern diesen Bund gemacht, sondern mit uns, die wir hie sind heutigestages und alle leben.\n5:4 Er hat von Angesicht zu Angesicht mit uns aus dem Feuer auf dem Berge geredet.\n5:5 Ich stund zu derselben Zeit zwischen dem HERRN und euch, da\u00df ich euch ansagte des HERRN Wort; denn ihn f\u00fcrchtetet euch vor dem Feuer und ginget nicht auf den Berg. Und er sprach:\n5:6 Ich bin der HERR, dein Gott, der dich aus \u00c4gyptenland gef\u00fchret hat, aus dem Diensthause.\n5:7 Du sollst keine andern G\u00f6tter haben vor mir.\n5:8 Du sollst dir kein Bildnis machen einigerlei Gleichnis, weder oben im Himmel, noch unten auf Erden, noch im Wasser unter der Erde.\n5:9 Du sollst sie nicht anbeten noch ihnen dienen. Denn ich bin der HERR, dein Gott, ein eifriger Gott, der die Missetat der V\u00e4ter heimsucht \u00fcber die Kinder ins dritte und vierte Glied, die mich hassen,\n5:10 und Barmherzigkeit erzeige in viel tausend, die mich lieben und meine Gebote halten.\n5:11 Du sollst den Namen des HERRN, deines Gottes, nicht mi\u00dfbrauchen; denn der HERR wird den nicht ungestraft lassen, der seinen Namen mi\u00dfbrauchet.\n5:12 Den Sabbattag sollst du halten, da\u00df du ihn heiligest, wie dir der HERR, dein Gott, geboten hat.\n5:13 Sechs Tage sollst du arbeiten und alle deine Werke tun.\n5:14 Aber am siebenten Tage ist der Sabbat des HERRN, deines Gottes. Da sollst du keine Arbeit tun, noch dein Sohn, noch deine Tochter, noch dein Knecht, noch deine Magd, noch dein Ochse, noch dein Esel, noch all dein Vieh, noch der Fremdling, der in deinen Toren ist, auf da\u00df dein Knecht und deine Magd ruhe, gleichwie du.\n5:15 Denn du sollst gedenken, da\u00df du auch Knecht in \u00c4gyptenland warst, und der HERR, dein Gott, dich von dannen ausgef\u00fchret hat mit einer m\u00e4chtigen Hand und ausgerecktem Arm. Darum hat dir der HERR, dein Gott, geboten, da\u00df du den Sabbattag halten sollst.\n5:16 Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren, wie dir der HERR, dein Gott, geboten hat, auf da\u00df du lange lebest, und da\u00df dir's wohlgehe in dem Lande, das dir der HERR, dein Gott, geben wird.\n5:17 Du sollst nicht t\u00f6ten.\n5:18 Du sollst nicht ehebrechen.\n5:19 Du sollst nicht stehlen.\n5:20 Du sollst kein falsch Zeugnis reden wider deinen N\u00e4chsten.\n5:21 La\u00df dich nicht gel\u00fcsten deines N\u00e4chsten Weib. Du sollst nicht begehren deines N\u00e4chsten Haus, Acker, Knecht, Magd, Ochsen, Esel noch alles, was sein ist.\n5:22 Das sind die Worte, die der HERR redete zu euren ganzen Gemeine auf dem Berge aus dem Feuer und der Wolke und Dunkel mit gro\u00dfer Stimme, und tat nichts dazu; und schrieb sie auf zwo steinerne Tafeln und gab sie mir.\n5:23 Da ihr aber die Stimme aus der Finsternis h\u00f6retet und den Berg mit Feuer brennen tratet ihr zu mir; alle Obersten unter euren St\u00e4mmen und eure \u00c4ltesten,\n5:24 und sprachet: Siehe, der HERR, unser Gott, hat uns lassen sehen seine HERRLIchkeit und seine Majest\u00e4t; und wir haben seine Stimme aus dem Feuer geh\u00f6ret. Heutigestages haben wir gesehen; da\u00df Gott mit Menschen redet, und sie lebendig bleiben.\n5:25 Und nun, warum sollen wir sterben, da\u00df uns dies gro\u00dfe Feuer verzehre? Wenn wir des HERRN, unsers Gottes, Stimme mehr h\u00f6ren, so m\u00fcssen wir sterben.\n5:26 Denn was ist alles Fleisch, da\u00df es h\u00f6ren m\u00f6ge die Stimme des lebendigen Gottes aus dem Feuer reden, wie wir, und lebendig bleibe?\n5:27 Tritt du hinzu und h\u00f6re alles, was der HERR, unser Gott, sagt, und sage es uns. Alles, was der HERR, unser Gott, mit dir reden wird, das wollen wir h\u00f6ren und tun.\n5:28 Da aber der HERR eure Worte h\u00f6rete, die ihr mit mir redetet, sprach er zur mir: Ich habe geh\u00f6ret die Worte dieses Volks, die sie mit dir geredet haben; es ist alles gut, was sie geredet haben.\n5:29 Ach, da\u00df sie ein solch Herz h\u00e4tten, mich zu f\u00fcrchten und zu halten alle meine Gebote ihr lebenlang, auf da\u00df es ihnen wohlginge und ihren Kindern ewiglich!\n5:30 Gehe hin und sage ihnen: Gehet heim in eure H\u00fctten!\n5:31 Du aber sollst hie vor mir stehen, da\u00df ich mit dir rede alle Gesetze und Gebote und Rechte, die du sie lehren sollst, da\u00df sie danach tun im Lande, das ich ihnen geben werde einzunehmen.\n5:32 So behaltet nun, da\u00df ihr tut, wie euch der HERR, euer Gott, geboten hat, und weichet nicht, weder zur Rechten noch zur Linken,\n5:33 sondern wandelt in allen Wegen, die euch der HERR, euer Gott, geboten hat, auf da\u00df ihr leben m\u00f6get, und euch wohlgehe, und lange lebet im Lande, das ihr einnehmen werdet.\n6:1 Dies sind aber die Gesetze und Gebote und Rechte, die der HERR, euer Gott, geboten hat, da\u00df ihr sie lernen und tun sollt im Lande, dahin ihr ziehet, dasselbe einzunehmen\n6:2 da\u00df du den HERRN, deinen Gott, f\u00fcrchtest, und haltest alle seine Rechte und Gebote, die ich dir gebiete, du und deine Kinder und deine Kindeskinder, alle eure Lebtage, auf da\u00df ihr lange lebet.\n6:3 Israel, du sollst h\u00f6ren und behalten, da\u00df du es tust, da\u00df dir's wohlgehe, und sehr vermehret werdest; wie der HERR, deiner V\u00e4ter Gott, dir geredet hat, ein Land, da Milch und Honig innen fleu\u00dft.\n6:4 H\u00f6re, Israel, der HERR, unser Gott, ist ein einiger HERR.\n6:5 Und du sollst den HERRN, deinen Gott, liebhaben von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von allem Verm\u00f6gen.\n6:6 Und diese Worte, die ich dir heute gebiete, sollst du zu Herzen nehmen.\n6:7 Und sollst sie deinen Kindern sch\u00e4rfen und davon reden, wenn du in deinem Hause sitzest oder auf dem Wege gehest, wenn du dich niederlegest oder aufstehest.\n6:8 Und sollst sie binden zum Zeichen auf deine Hand, und sollen dir ein Denkmal vor deinen Augen sein.\n6:9 Und sollst sie \u00fcber deines Hauses Pfosten schreiben und an die Tore.\n6:10 Wenn dich nun der HERR, dein Gott, in das Land bringen wird, das er deinen V\u00e4tern, Abraham, Isaak und Jakob, geschworen hat, dir zu geben, gro\u00dfe und feine St\u00e4dte, die du nicht gebauet hast,\n6:11 und H\u00e4user alles Guts voll, die du nicht gef\u00fcllet hast, und ausgehauene Brunnen, die du nicht ausgehauen hast, und Weinberge und \u00d6lberge, die du nicht gepflanzt hast, da\u00df du essest und satt wirst:\n6:12 so h\u00fcte dich, da\u00df du nicht des HERRN vergessest, der dich aus \u00c4gyptenland, aus dem Diensthause, gef\u00fchret hat,\n6:13 sondern sollst den HERRN, deinen Gott, f\u00fcrchten und ihm dienen und bei seinem Namen schw\u00f6ren.\n6:14 Und sollst nicht andern G\u00f6ttern nachfolgen, der V\u00f6lker, die um euch her sind;\n6:15 denn der HERR, dein Gott, ist ein eifriger Gott unter dir; da\u00df nicht der Zorn des HERRN, deines Gottes, \u00fcber dich ergrimme und vertilge dich von der Erde.\n6:16 Ihr sollt den HERRN, euren Gott, nicht versuchen, wie ihr ihn versuchtet zu Massa,\n6:17 sondern sollt halten die Gebote des HERRN, eures Gottes, und seine Zeugnisse und seine Rechte, die er geboten hat,\n6:18 da\u00df du tust, was recht und gut ist vor den Augen des HERRN, auf da\u00df dir's wohlgehe, und eingehest und einnehmest das gute Land, das der HERR geschworen hat deinen V\u00e4tern,\n6:19 da\u00df er verjage alle deine Feinde vor dir, wie der HERR geredet hat.\n6:20 Wenn dich nun dein Sohn heute oder morgen fragen wird und sagen: Was sind das f\u00fcr Zeugnisse, Gebote und Rechte, die euch der HERR, unser Gott, geboten hat?\n6:21 so sollst du deinem Sohn sagen: Wir waren Knechte des Pharao in \u00c4gypten, und der HERR f\u00fchrete uns aus \u00c4gypten mit m\u00e4chtiger Hand;\n6:22 und der HERR tat gro\u00dfe und b\u00f6se Zeichen und Wunder \u00fcber \u00c4gypten und Pharao und all seinem Hause vor unsern Augen;\n6:23 und f\u00fchrete uns von dannen, auf da\u00df er uns einf\u00fchrete und g\u00e4be uns das Land, das er unsern V\u00e4tern geschworen hatte;\n6:24 und hat uns geboten, der HERR, zu tun nach allen diesen Rechten, da\u00df wir den HERRN, unsern Gott, f\u00fcrchten, auf da\u00df uns wohlgehe alle unsere Lebtage, wie es gehet heutigestages.\n6:25 Und es wird unsere Gerechtigkeit sein vor dem HERRN, unserm Gott, so wir halten und tun alle diese Gebote, wie er uns geboten hat.\n7:1 Wenn dich der HERR, dein Gott, ins Land bringet, darein du kommen wirst, dasselbe einzunehmen, und ausrottet viele V\u00f6lker vor dir her: die Hethiter, Girgositer, Amoriter, Kanaaniter, Pheresiter, Heviter und Jebusiter, sieben V\u00f6lker, die gr\u00f6\u00dfer und st\u00e4rker sind denn du;\n7:2 und wenn sie der HERR, dein Gott, vor dir gibt, da\u00df du sie schl\u00e4gst: so sollst du sie verbannen, da\u00df du keinen Bund mit ihnen machest noch ihnen Gunst erzeigest.\n7:3 Und sollst dich mit ihnen nicht befreunden. Eure T\u00f6chter sollt ihr nicht geben ihren S\u00f6hnen, und ihre T\u00f6chter sollt ihr nicht nehmen euren S\u00f6hnen;\n7:4 denn sie werden eure S\u00f6hne mir abf\u00e4llig machen, da\u00df sie andern G\u00f6ttern dienen; so wird dann des HERRN Zorn ergrimmen \u00fcber euch und euch bald vertilgen.\n7:5 Sondern also sollt ihr mit ihnen tun: Ihre Alt\u00e4re sollt ihr zerrei\u00dfen, ihre S\u00e4ulen zerbrechen, ihre Haine abhauen und ihre G\u00f6tzen mit Feuer verbrennen.\n7:6 Denn du bist ein heilig Volk Gott, deinem HERRN. Dich hat Gott, dein HERR, erw\u00e4hlet zum Volk des Eigentums aus allen V\u00f6lkern, die auf Erden sind.\n7:7 Nicht hat euch der HERR angenommen und euch erw\u00e4hlet, da\u00df euer mehr w\u00e4re denn alle V\u00f6lker; denn du bist das wenigste unter allen V\u00f6lkern;\n7:8 sondern da\u00df er euch geliebet hat, und da\u00df er seinen Eid hielte, den er euren V\u00e4tern geschworen hat, hat er euch ausgef\u00fchret mit m\u00e4chtiger Hand und hat dich erl\u00f6set von dem Hause des Dienstes, aus der Hand Pharaos, des K\u00f6nigs in \u00c4gypten.\n7:9 So sollst du nun wissen, da\u00df der HERR, dein Gott, ein Gott ist, ein treuer Gott, der den Bund und Barmherzigkeit h\u00e4lt denen, die ihn lieben und seine Gebote halten, in tausend Glied,\n7:10 und vergilt denen, die ihn hassen, vor seinem Angesicht, da\u00df er sie umbringe, und s\u00e4umet sich nicht, da\u00df er denen vergelte vor seinem Angesicht, die ihn hassen.\n7:11 So behalte nun die Gebote und Gesetze und Rechte, die ich dir heute gebiete, da\u00df du danach tust.\n7:12 Und wenn ihr diese Rechte h\u00f6ret und haltet sie und danach tut, so wird der HERR, dein Gott, auch halten den Bund und Barmherzigkeit, die er deinen V\u00e4tern geschworen hat,\n7:13 und wird dich lieben und segnen und mehren und wird die Frucht deines Leibes segnen und die Frucht deines Landes, dein Getreide, Most und \u00d6l, die Fr\u00fcchte deiner K\u00fche und die Fr\u00fcchte deiner Schafe auf dem Lande, das er deinen V\u00e4tern geschworen hat, dir zu geben.\n7:14 Gesegnet wirst du sein \u00fcber alle V\u00f6lker. Es wird niemand unter dir unfruchtbar sein, noch unter deinem Vieh.\n7:15 Der HERR wird von dir tun alle Krankheit und wird keine b\u00f6se Seuche der \u00c4gypter dir auflegen, die du erfahren hast; und wird sie allen deinen Hassern auflegen.\n7:16 Du wirst alle V\u00f6lker fressen, die der HERR, dein Gott, dir geben wird. Du sollst ihrer nicht schonen und ihren G\u00f6ttern nicht dienen; denn das w\u00fcrde dir ein Strick sein.\n7:17 Wirst du aber in deinem Herzen sagen: Dieses Volks ist mehr, denn ich bin; wie kann ich sie vertreiben?\n7:18 so f\u00fcrchte dich nicht vor ihnen. Gedenke, was der HERR, dein Gott, Pharao und allen \u00c4gyptern getan hat\n7:19 durch gro\u00dfe Versuchung, die du mit Augen gesehen hast, und durch Zeichen und Wunder, durch eine m\u00e4chtige Hand und ausgereckten Arm, damit dich der HERR, dein Gott, ausf\u00fchrete. Also wird der HERR, dein Gott, allen V\u00f6lkern tun, vor denen du dich f\u00fcrchtest.\n7:20 Dazu wird der HERR, dein Gott, Hornissen unter sie senden, bis umgebracht werde, was \u00fcbrig ist und sich verbirget vor dir.\n7:21 La\u00df dir nicht grauen vor ihnen; denn der HERR, dein Gott, ist unter dir, der gro\u00dfe und schreckliche Gott.\n7:22 Er, der HERR, dein Gott, wird diese Leute ausrotten vor dir, einzeln nacheinander. Du kannst sie nicht eilend vertilgen, auf da\u00df sich nicht wider dich mehren die Tiere auf dem Felde.\n7:23 Der HERR, dein Gott, wird sie vor dir geben und wird sie mit gro\u00dfer Schlacht erschlagen, bis er sie vertilge.\n7:24 Und wird dir ihre K\u00f6nige in deine H\u00e4nde geben, und sollst ihren Namen umbringen unter dem Himmel. Es wird dir niemand widerstehen, bis du sie vertilgest.\n7:25 Die Bilder ihrer G\u00f6tter sollst du mit Feuer verbrennen und sollst nicht begehren des Silbers oder Goldes, das dran ist, oder zu dir nehmen, da\u00df du dich nicht drinnen verf\u00e4hest; denn solches ist dem HERRN, deinem Gott, ein Greuel.\n7:26 Darum sollst du nicht in dein Haus den Greuel bringen, da\u00df du nicht verbannet werdest, wie dasselbe ist, sondern du sollst einen Ekel und Greuel daran haben, denn es ist verbannet.\n8:1 Alle Gebote, die ich dir heute gebiete, sollt ihr halten, da\u00df ihr danach tut, auf da\u00df ihr lebet und gemehret werdet und einkommet und einnehmet das Land, das der HERR euren V\u00e4tern geschworen hat.\n8:2 Und gedenkest all des Weges, durch den dich der HERR, dein Gott, geleitet hat diese vierzig Jahre in der W\u00fcste, auf da\u00df er dich dem\u00fctigte und versuchte, da\u00df kund w\u00fcrde, was in deinem Herzen w\u00e4re, ob du seine Gebote halten w\u00fcrdest oder nicht.\n8:3 Er dem\u00fctigte dich und lie\u00df dich hungern, und speisete dich mit Man, das du und deine V\u00e4ter nie erkannt hattest, auf da\u00df er dir kundt\u00e4te, da\u00df der Mensch nicht lebe vom Brot allein, sondern von allem, das aus dem Munde des HERRN gehet.\n8:4 Deine Kleider sind nicht veraltet an dir, und deine F\u00fc\u00dfe sind nicht geschwollen diese vierzig Jahre.\n8:5 So erkennest du ja in deinem Herzen, da\u00df der HERR, dein Gott, dich gezogen hat, wie ein Mann seinen Sohn zeucht.\n8:6 So halte nun die Gebote des HERRN, deines Gottes, da\u00df du in seinen Wegen wandelst und f\u00fcrchtest ihn.\n8:7 Denn der HERR, dein Gott, f\u00fchret dich in ein gut Land, ein Land, da B\u00e4che und Brunnen und Seen innen sind, die an den Bergen und in den Auen flie\u00dfen;\n8:8 ein Land, da Weizen, Gerste, Weinst\u00f6cke, Feigenb\u00e4ume und Granat\u00e4pfel innen sind; ein Land, da \u00d6lb\u00e4ume und Honig innen w\u00e4chset;\n8:9 ein Land, da du Brot genug zu essen hast, da auch nichts mangelt; ein Land, dessen Steine Eisen sind, da du Erz aus den Bergen hauest.\n8:10 Und wenn du gegessen hast und satt bist, da\u00df du den HERRN, deinen Gott, lobest f\u00fcr das gute Land, das er dir gegeben hat!\n8:11 So h\u00fcte dich nun, da\u00df du des HERRN, deines Gottes, nicht vergessest damit, da\u00df du seine Gebote und seine Gesetze und Rechte, die ich dir heute gebiete, nicht haltest;\n8:12 da\u00df, wenn du nun gegessen hast und satt bist und sch\u00f6ne H\u00e4user erbauest und drinnen wohnest,\n8:13 und deine Rinder und Schafe und Silber und Gold und alles, was du hast, sich mehret,\n8:14 da\u00df dann dein Herz sich nicht erhebe, und vergessest des HERRN, deines Gottes, der dich aus \u00c4gyptenland gef\u00fchret hat, aus dem Diensthause,\n8:15 und hat dich geleitet durch die gro\u00dfe und grausame W\u00fcste, da feurige Schlangen und Skorpione und eitel D\u00fcrre und kein Wasser war, und lie\u00df dir Wasser aus dem harten Felsen gehen,\n8:16 und speisete dich mit Man in der W\u00fcste, von welchem deine V\u00e4ter nichts gewu\u00dft haben, auf da\u00df er dich dem\u00fctigte und versuchte, da\u00df er dir hernach wohlt\u00e4te.\n8:17 Du m\u00f6chtest sonst sagen in deinem Herzen: Meine Kr\u00e4fte und meiner H\u00e4nde St\u00e4rke haben mir dies Verm\u00f6gen ausgerichtet;\n8:18 sondern da\u00df du ged\u00e4chtest an den HERRN, deinen Gott; denn er ist's, der dir Kr\u00e4fte gibt, solch m\u00e4chtige Taten zu tun, auf da\u00df er hielte seinen Bund, den er deinen V\u00e4tern geschworen hat, wie es gehet heutigestages.\n8:19 Wirst du aber des HERRN, deines Gottes, vergessen und andern G\u00f6ttern nachfolgen und ihnen dienen und sie anbeten, so bezeuge ich heute \u00fcber euch, da\u00df ihr umkommen werdet;\n8:20 eben wie die Heiden, die der HERR umbringet vor eurem Angesicht, so werdet ihr auch umkommen, darum da\u00df ihr nicht gehorsam seid der Stimme des HERRN, eures Gottes.\n9:1 H\u00f6re, Israel, du wirst heute \u00fcber den Jordan gehen, da\u00df du einkommest, einzunehmen die V\u00f6lker, die gr\u00f6\u00dfer und st\u00e4rker sind denn du, gro\u00dfe St\u00e4dte, vermauert bis in den Himmel,\n9:2 ein gro\u00df, hoch Volk, die Kinder Enakim, die du erkannt hast, von denen du auch geh\u00f6ret hast: Wer kann wider die Kinder Enaks bestehen?\n9:3 So sollst du wissen heute, da\u00df der HERR, dein Gott, gehet vor dir her, ein verzehrend Feuer. Er wird sie vertilgen und wird sie unterwerfen vor dir her und wird sie vertreiben und umbringen bald, wie dir der HERR geredet hat.\n9:4 Wenn nun der HERR, dein Gott, sie ausgesto\u00dfen hat vor dir her, so sprich nicht in deinem Herzen: Der HERR hat mich hereingef\u00fchret, das Land einzunehmen, um meiner Gerechtigkeit willen, so doch der HERR diese Heiden vertreibet vor dir her um ihres gottlosen Wesens willen.\n9:5 Denn du kommst nicht herein, ihr Land einzunehmen, um deiner Gerechtigkeit und deines aufrichtigen Herzens willen, sondern der HERR, dein Gott, vertreibt diese Heiden um ihres gottlosen Wesens willen, da\u00df er das Wort halte, das der HERR geschworen hat deinen V\u00e4tern, Abraham, Isaak und Jakob.\n9:6 So wisse nun, da\u00df der HERR, dein Gott, dir nicht um deiner Gerechtigkeit willen dies gute Land gibt einzunehmen, sintemal du ein halsstarrig Volk bist.\n9:7 Gedenke und vergi\u00df nicht, wie du den HERRN, deinen Gott, erz\u00fcrnetest in der W\u00fcste. Von dem Tage an, da du aus \u00c4gyptenland zogest, bis ihr kommen seid an diesen Ort, seid ihr ungehorsam gewesen dem HERRN.\n9:8 Denn in Horeb erz\u00fcrnetet ihr den HERRN, also da\u00df er vor Zorn euch vertilgen wollte;\n9:9 da ich auf den Berg gegangen war, die steinernen Tafeln zu empfahen, die Tafeln des Bundes, den der HERR mit euch machte, und ich vierzig Tage und vierzig N\u00e4chte auf dem Berge blieb und kein Brot a\u00df und kein Wasser trank,\n9:10 und mir der HERR die zwo steinernen Tafeln gab, mit dem Finger Gottes beschrieben, und darauf alle Worte, wie der HERR mit euch aus dem Feuer auf dem Berge geredet hatte am Tage der Versammlung.\n9:11 Und nach den vierzig Tagen und vierzig N\u00e4chten gab mir der HERR die zwo steinernen Tafeln des Bundes\n9:12 und sprach zu mir: Mache dich auf, gehe eilend hinab von hinnen; denn dein Volk, das du aus \u00c4gypten gef\u00fchret hast, hat's verderbet. Sie sind schnell getreten von dem Wege, den ich ihnen geboten habe; sie haben ihnen ein gegossen Bild gemacht.\n9:13 Und der HERR sprach zu mir: Ich sehe, da\u00df dies Volk ein halsstarrig Volk ist.\n9:14 La\u00df ab von mir, da\u00df ich sie vertilge und ihren Namen austilge unter dem Himmel; ich will aus dir ein st\u00e4rker und gr\u00f6\u00dfer Volk machen, denn dies ist.\n9:15 Und als ich mich wandte und von dem Berge ging, der mit Feuer brannte, und die zwo Tafeln des Bundes auf meinen beiden H\u00e4nden hatte,\n9:16 da sah ich, und siehe, da hattet ihr euch an dem HERRN, eurem Gott, vers\u00fcndiget, da\u00df ihr euch ein gegossen Kalb gemacht und bald von dem Wege getreten waret, den euch der HERR geboten hatte.\n9:17 Da fa\u00dfete ich beide Tafeln und warf sie aus beiden H\u00e4nden und zerbrach sie vor euren Augen.\n9:18 Und fiel vor dem HERRN, wie zuerst, vierzig Tage und vierzig N\u00e4chte und a\u00df kein Brot und trank kein Wasser um aller eurer S\u00fcnden willen, die ihr getan hattet, da ihr solches \u00dcbel tatet vor dem HERRN, ihn zu erz\u00fcrnen.\n9:19 Denn ich f\u00fcrchtete mich vor dem Zorn und Grimm, damit der HERR \u00fcber euch erz\u00fcrnet war, da\u00df er euch vertilgen wollte. Aber der HERR erh\u00f6rete mich dasmal auch.\n9:20 Auch war der HERR sehr zornig \u00fcber Aaron, da\u00df er ihn vertilgen wollte; aber ich bat auch f\u00fcr Aaron zur selbigen Zeit.\n9:21 Aber eure S\u00fcnde, das Kalb, das ihr gemacht hattet, nahm ich und verbrannte es mit Feuer und zerschlug es und zermalmete es, bis es Staub ward, und warf den Staub in den Bach, der vom Berge fleu\u00dft.\n9:22 Auch so erz\u00fcrnetet ihr den HERRN zu Thabeera und zu Massa und bei den Lustgr\u00e4bern.\n9:23 Und da er euch aus Kades-Barnea sandte und sprach: Gehet hinauf und nehmet das Land ein, das ich euch gegeben habe, waret ihr ungehorsam des HERRN Mund, eures Gottes, und glaubtet an ihn nicht und gehorchtet seiner Stimme nicht.\n9:24 Denn ihr seid ungehorsam dem HERRN gewesen, solange ich euch gekannt habe.\n9:25 Da fiel ich vor dem HERRN vierzig Tage und vierzig N\u00e4chte, die ich da lag; denn der HERR sprach, er wollte euch vertilgen.\n9:26 Ich aber bat den HERRN und sprach: HERR, HERR, verderbe dein Volk und dein Erbteil nicht, das du durch deine gro\u00dfe Kraft erl\u00f6set und mit m\u00e4chtiger Hand aus \u00c4gypten gef\u00fchret hast!\n9:27 Gedenke an deine Knechte, Abraham, Isaak und Jakob. Sieh nicht an die H\u00e4rtigkeit und das gottlose Wesen und S\u00fcnde dieses Volks,\n9:28 da\u00df nicht das Land sage, daraus du uns gef\u00fchret hast: Der HERR konnte sie nicht ins Land bringen, das er ihnen geredet hatte, und hat sie darum ausgef\u00fchret, da\u00df er ihnen gram war, da\u00df er sie t\u00f6tete in der W\u00fcste.\n9:29 Denn sie sind dein Volk und dein Erbteil, das du mit deinen gro\u00dfen Kr\u00e4ften und mit deinem ausgereckten Arm hast ausgef\u00fchret.\n10:1 Zu derselben Zeit sprach der HERR zu mir: Haue dir zwo steinerne Tafeln, wie die ersten, und komm zu mir auf den Berg und mache dir eine h\u00f6lzerne Lade,\n10:2 so will ich auf die Tafeln schreiben die Worte, die auf den ersten waren, die du zerbrochen hast; und sollst sie in die Lade legen.\n10:3 Also machte ich eine Lade von F\u00f6hrenholz und hieb zwo steinerne Tafeln, wie die ersten waren, und ging auf den Berg und hatte die zwo Tafeln in meinen H\u00e4nden.\n10:4 Da schrieb er auf die Tafeln, wie die erste Schrift war, die zehn Worte, die der HERR zu euch redete aus dem Feuer auf dem Berge, zur Zeit der Versammlung; und der HERR gab sie mir.\n10:5 Und ich wandte mich und ging vom Berge; und legte die Tafeln in die Lade, die ich gemacht hatte, da\u00df sie daselbst w\u00e4ren, wie mir der HERR geboten hatte.\n10:6 Und die Kinder Israel zogen aus von Beroth-Bne-Jakan gen Moser. Daselbst starb Aaron und ist daselbst begraben; und sein Sohn Eleasar ward f\u00fcr ihn Priester.\n10:7 Von dannen zogen sie aus gen Gudegoda; von Gudegoda gen Jathbath, ein Land, da B\u00e4che sind.\n10:8 Zur selben Zeit sonderte der HERR den Stamm Levi aus, die Lade des Bundes des HERRN zu tragen und zu stehen vor dem HERRN, ihm zu dienen und seinen Namen zu loben, bis auf diesen Tag.\n10:9 Darum sollen die Leviten, kein Teil noch Erbe haben mit ihren Br\u00fcdern; denn der HERR ist ihr Erbe, wie der HERR, dein Gott, ihnen geredet hat.\n10:10 Ich aber stund auf dem Berge, wie vorhin, vierzig Tage und vierzig N\u00e4chte; und der HERR erh\u00f6rete mich auch dasmal und wollte dich nicht verderben.\n10:11 Er sprach aber zu mir: Mache dich auf und gehe hin, da\u00df du vor dem Volk her ziehest, da\u00df sie einkommen und das Land einnehmen, das ich ihren V\u00e4tern geschworen habe, ihnen zu geben.\n10:12 Nun, Israel, was fordert der HERR, dein Gott, von dir, denn da\u00df du den HERRN, deinen Gott, f\u00fcrchtest, da\u00df du in allen seinen Wegen wandelst und liebest ihn und dienest dem HERRN, deinem Gott, von ganzem Herzen und von ganzer Seele,\n10:13 da\u00df du die Gebote des HERRN haltest und seine Rechte, die ich dir heute gebiete, auf da\u00df dir's wohlgehe?\n10:14 Siehe, Himmel und aller Himmel Himmel und Erde und alles, was drinnen ist, das ist des HERRN, deines Gottes.\n10:15 Noch hat er allein zu deinen V\u00e4tern Lust gehabt, da\u00df er sie liebete, und hat ihren Samen erw\u00e4hlet nach ihnen, euch, \u00fcber alle V\u00f6lker, wie es heutigestages stehet.\n10:16 So beschneidet nun eures Herzens Vorhaut und seid f\u00fcrder nicht halsstarrig.\n10:17 Denn der HERR, euer Gott, ist ein Gott aller G\u00f6tter und HERR \u00fcber alle HERREN, ein gro\u00dfer Gott, m\u00e4chtig und schrecklich, der keine Person achtet und kein Geschenk nimmt\n10:18 und schaffet Recht den Waisen und Witwen und hat die Fremdlinge lieb, da\u00df er ihnen Speise und Kleider gebe.\n10:19 Darum sollt ihr auch die Fremdlinge lieben; denn ihr seid auch Fremdlinge gewesen in \u00c4gyptenland.\n10:20 Den HERRN, deinen Gott, sollst du f\u00fcrchten, ihm sollst du dienen, ihm sollst du anhangen und bei seinem Namen schw\u00f6ren.\n10:21 Er ist dein Ruhm und dein Gott, der bei dir solche gro\u00dfe und schreckliche Dinge getan hat, die deine Augen gesehen haben.\n10:22 Deine V\u00e4ter zogen hinab nach \u00c4gypten mit siebenzig Seelen; aber nun hat dich der HERR, dein Gott, gemehret wie die Sterne am Himmel.\n11:1 So sollst du nun den HERRN, deinen Gott, lieben und sein Gesetz, seine Weise, seine Rechte und seine Gebote halten dein Leben lang.\n11:2 Und erkennet heute, das eure Kinder nicht wissen noch gesehen haben, n\u00e4mlich die Z\u00fcchtigung des HERRN, eures Gottes, seine HERRLIchkeit, dazu seine m\u00e4chtige Hand und ausgereckten Arm\n11:3 und seine Zeichen und Werke, die er getan hat unter den \u00c4gyptern, an Pharao, dem K\u00f6nige in \u00c4gypten, und an all seinem Lande;\n11:4 und was er an der Macht der \u00c4gypter getan hat, an ihren Rossen und Wagen, da er das Wasser des Schilfmeers \u00fcber sie f\u00fchrete, da sie euch nachjagten, und sie der HERR umbrachte, bis auf diesen Tag;\n11:5 und was er euch getan hat in der W\u00fcste, bis ihr an diesen Ort kommen seid;\n11:6 was er Dathan und Abiram getan hat, den Kindern Eliabs, des Sohnes Rubens, wie die Erde ihren Mund auftat und verschlang sie mit ihrem Gesinde und H\u00fctten und all ihrem Gut, das sie erworben hatten mitten unter dem ganzen Israel.\n11:7 Denn eure Augen haben die gro\u00dfen Werke des HERRN gesehen, die er getan hat.\n11:8 Darum sollt ihr alle die Gebote halten, die ich dir heute gebiete, auf da\u00df ihr gest\u00e4rket werdet, einzukommen und das Land einzunehmen, dahin ihr ziehet, da\u00df ihr's einnehmet;\n11:9 und da\u00df du lange lebest auf dem Lande, das der HERR euren V\u00e4tern geschworen hat, ihnen zu geben und ihrem Samen, ein Land, da Milch und Honig innen fleu\u00dft.\n11:10 Denn das Land, da du hinkommst, es einzunehmen, ist nicht wie \u00c4gyptenland, davon ihr ausgezogen seid, da du deinen Samen s\u00e4en und selbst tr\u00e4nken mu\u00dftest wie einen Kohlgarten,\n11:11 sondern es hat Berge und Auen, die der Regen vom Himmel tr\u00e4nken mu\u00df,\n11:12 auf welch Land der HERR, dein Gott, acht hat, und die Augen des HERRN, deines Gottes, immerdar drauf sehen von Anfang des Jahrs bis ans Ende.\n11:13 Werdet ihr nun meine Gebote h\u00f6ren, die ich euch heute gebiete, da\u00df ihr den HERRN, euren Gott, liebet und ihm dienet von ganzem Herzen und von ganzer Seele,\n11:14 so will ich eurem Lande Regen geben zu seiner Zeit, Fr\u00fchregen und Sp\u00e4tregen, da\u00df du einsammelst dein Getreide, deinen Most und dein \u00d6l;\n11:15 und will deinem Vieh Gras geben auf deinem Felde, da\u00df ihr esset und satt werdet.\n11:16 H\u00fctet euch aber, da\u00df sich euer Herz nicht \u00fcberreden lasse, da\u00df ihr abtretet und dienet andern G\u00f6ttern und betet sie an,\n11:17 und da\u00df dann der Zorn des HERRN ergrimme \u00fcber euch und schlie\u00dfe den Himmel zu, da\u00df kein Regen komme, und die Erde ihr Gew\u00e4chs nicht gebe, und bald umkommet von dem guten Lande, das euch der HERR gegeben hat.\n11:18 So fasset nun diese Worte zu Herzen und in eure Seele und bindet sie zum Zeichen auf eure Hand, da\u00df sie ein Denkmal vor euren Augen seien.\n11:19 Und lehret sie eure Kinder, da\u00df du davon redest, wenn du in deinem Hause sitzest oder auf dem Wege gehest, wenn du dich niederlegest und wenn du aufstehest.\n11:20 Und schreibe sie an die Pfosten deines Hauses und an deine Tore,\n11:21 da\u00df du und deine Kinder lange lebest auf dem Lande, das der HERR deinen V\u00e4tern geschworen hat, ihnen zu geben, solange die Tage vom Himmel auf Erden w\u00e4hren.\n11:22 Denn wo ihr diese Gebote alle werdet halten, die ich euch gebiete, da\u00df ihr danach tut, da\u00df ihr den HERRN, euren Gott, liebet und wandelt in allen seinen Wegen und ihm anhanget,\n11:23 so wird der HERR alle diese V\u00f6lker vor euch her vertreiben, da\u00df ihr gr\u00f6\u00dfere und st\u00e4rkere V\u00f6lker einnehmet, denn ihr seid.\n11:24 Alle \u00d6rter, darauf eure Fu\u00dfsohle tritt, sollen euer sein; von der W\u00fcste an und von dem Berge Libanon und von dem Wasser Phrath bis ans \u00e4u\u00dferste Meersoll eure Grenze sein.\n11:25 Niemand wird euch widerstehen m\u00f6gen. Eure Furcht und Schrecken wird der HERR \u00fcber alle Lande kommen lassen, darin ihr reiset, wie er euch geredet hat.\n11:26 Siehe, ich lege euch heute vor den Segen und den Fluch:\n11:27 den Segen, so ihr gehorchet den Geboten des HERRN, eures Gottes, die ich euch heute gebiete;\n11:28 den Fluch aber, so ihr nicht gehorchen werdet den Geboten des HERRN, eures Gottes, und abtretet von dem Wege, den ich euch heute gebiete, da\u00df ihr andern G\u00f6ttern nachwandelt, die ihr nicht kennet.\n11:29 Wenn dich der HERR, dein Gott, in das Land bringet, da du einkommst, da\u00df du es einnehmest, so sollst du den Segen sprechen lassen auf dem Berge Grisim und den Fluch auf dem Berge Ebal,\n11:30 welche sind jenseit des Jordans, der Stra\u00dfe nach gegen der Sonnen Niedergang, im Lande der Kanaaniter, die auf dem Blachfelde wohnen gegen Gilgal \u00fcber, bei dem Hain More.\n11:31 Denn du wirst \u00fcber den Jordan gehen, da\u00df du einkommest, das Land einzunehmen, das euch der HERR, euer Gott, gegeben hat, da\u00df ihr's einnehmet und drinnen wohnet.\n11:32 So haltet nun, da\u00df ihr tut nach allen Geboten und Rechten, die ich euch heute vorlege.\n12:1 Das sind die Gebote und Rechte, die ihr halten sollt, da\u00df ihr danach tut im Lande, das der HERR, deiner V\u00e4ter Gott, dir gegeben hat einzunehmen, solange ihr auf Erden lebet.\n12:2 Verst\u00f6ret alle Orte, da die Heiden, die ihr einnehmen werdet, ihren G\u00f6ttern gedienet haben, es sei auf hohen Bergen, auf H\u00fcgeln oder unter gr\u00fcnen B\u00e4umen;\n12:3 und rei\u00dfet um ihre Alt\u00e4re und zerbrechet ihre S\u00e4ulen und verbrennet mit Feuer ihre Haine; und die G\u00f6tzen ihrer G\u00f6tter tut ab und vertilget ihren Namen aus demselben Ort.\n12:4 Ihr sollt dem HERRN, eurem Gott, nicht also tun,\n12:5 sondern an dem Ort, den der HERR, euer Gott, erw\u00e4hlen wird aus allen euren St\u00e4mmen, da\u00df er seinen Namen daselbst l\u00e4sset wohnen, sollt ihr forschen und dahin kommen\n12:6 und eure Brandopfer, und eure anderen Opfer und eure Zehnten und eurer H\u00e4nde Hebe und eure Gel\u00fcbde und eure freiwilligen Opfer und die Erstgeburt eurer Rinder und Schafe dahin bringen.\n12:7 Und sollt daselbst vor dem HERRN, eurem Gott, essen und fr\u00f6hlich sein \u00fcber allem, das ihr und euer Haus bringet, darinnen dich der HERR, dein Gott, gesegnet hat.\n12:8 Ihr sollt der keins tun, das wir heute allhie tun, ein jeglicher, was ihn recht d\u00fcnket.\n12:9 Denn ihr seid bisher noch nicht zur Ruhe kommen noch zu dem Erbteil, das dir der HERR, dein Gott, geben wird.\n12:10 Ihr werdet aber \u00fcber den Jordan gehen und im Lande wohnen, das euch der HERR, euer Gott, wird zum Erbe austeilen, und wird euch Ruhe geben von allen euren Feinden um euch her, und werdet sicher wohnen.\n12:11 Wenn nun der HERR, dein Gott, einen Ort erw\u00e4hlet, da\u00df sein Name daselbst wohne, sollt ihr daselbst hinbringen alles, was ich euch gebiete: eure Brandopfer, eure anderen Opfer, eure Zehnten, eurer H\u00e4nde Hebe und alle eure freien Gel\u00fcbde, die ihr dem HERRN geloben werdet.\n12:12 Und sollt fr\u00f6hlich sein vor dem HERRN, eurem Gott, ihr und eure S\u00f6hne und eure T\u00f6chter und eure Knechte und eure M\u00e4gde und die Leviten, die in euren Toren sind; denn sie haben kein Teil noch Erbe mit euch.\n12:13 H\u00fcte dich, da\u00df du nicht deine Brandopfer opferst an allen Orten, die du siehest,\n12:14 sondern an dem Ort, den der HERR erw\u00e4hlet in irgendeinem deiner St\u00e4mme, da sollst du dein Brandopfer opfern und tun alles, was ich dir gebiete.\n12:15 Doch magst du schlachten und Fleisch essen in allen deinen Toren nach aller Lust deiner Seele, nach dem Segen des HERRN, deines Gottes, den er dir gegeben hat; beide der Reine und der Unreine m\u00f6gen's essen, wie ein Reh oder Hirsch.\n12:16 Ohne das Blut sollst du nicht essen, sondern auf die Erde gie\u00dfen, wie Wasser.\n12:17 Du magst aber nicht essen in deinen Toren vom Zehnten deines Getreides, deines Mosts, deines \u00d6ls, noch von der Erstgeburt deiner Rinder, deiner Schafe oder von irgend einem deiner Gel\u00fcbde, die du gelobet hast, oder von deinem freiwilligen Opfer, oder von deiner Hand Hebe;\n12:18 sondern vor dem HERRN, deinem Gott, sollst du solches essen an dem Ort, den der HERR, dein Gott, erw\u00e4hlet, du und deine S\u00f6hne, deine T\u00f6chter, deine Knechte, deine M\u00e4gde und der Levit, der in deinem Tor ist; und sollst fr\u00f6hlich sein vor dem HERRN, deinem Gott, \u00fcber allem, das du bringest.\n12:19 Und h\u00fcte dich, da\u00df du den Leviten nicht verl\u00e4ssest, solange du auf Erden lebest.\n12:20 Wenn aber der HERR, dein Gott, deine Grenze weitern wird, wie er dir geredet hat, und sprichst: Ich will Fleisch essen, weil deine Seele Fleisch zu essen gel\u00fcstet, so i\u00df Fleisch nach aller Lust deiner Seele.\n12:21 Ist aber die St\u00e4tte ferne von dir, die der HERR, dein Gott, erw\u00e4hlet hat, da\u00df er seinen Namen daselbst wohnen lasse, so schlachte von deinen Rindern oder Schafen, die dir der HERR gegeben hat, wie ich dir geboten habe, und i\u00df es in deinen Toren nach aller Lust deiner Seele.\n12:22 Wie man ein Reh oder Hirsch isset, magst du es essen; beide der Reine und der Unreine m\u00f6gen's zugleich essen.\n12:23 Allein merke, da\u00df du das Blut nicht essest; denn das Blut ist die Seele, darum sollst du die Seele nicht mit dem Fleisch essen,\n12:24 sondern sollst es auf die Erde gie\u00dfen, wie Wasser.\n12:25 Und sollst es darum nicht essen, da\u00df dir's wohlgehe und deinen Kindern nach dir, da\u00df du getan hast, was recht ist vor dem HERRN.\n12:26 Aber wenn du etwas heiligen willst von dem Deinen, oder geloben, so sollst du es aufladen und bringen an den Ort, den der HERR erw\u00e4hlet hat,\n12:27 und dein Brandopfer mit Fleisch und Blut tun auf den Altar des HERRN, deines Gottes. Das Blut deines Opfers sollst du gie\u00dfen auf den Altar des HERRN, deines Gottes, und das Fleisch essen.\n12:28 Siehe zu und h\u00f6re alle diese Worte, die ich dir gebiete, auf da\u00df dir's wohlgehe und deinen Kindern nach dir ewiglich, da\u00df du getan hast, was recht und gef\u00e4llig ist vor dem HERRN, deinem Gott.\n12:29 Wenn der HERR, dein Gott, vor dir her die Heiden ausrottet, da\u00df du hinkommest, sie einzunehmen, und sie eingenommen hast und in ihrem Lande wohnest,\n12:30 so h\u00fcte dich, da\u00df du nicht in den Strick fallest ihnen nach, nachdem sie vertilget sind vor dir, und nicht fragest nach ihren G\u00f6ttern und sprechest: Wie diese V\u00f6lker haben ihren G\u00f6ttern gedienet, also will ich auch tun.\n12:31 Du sollst nicht also an dem HERRN, deinem Gott, tun; denn sie haben ihren G\u00f6ttern getan alles, was dem HERRN ein Greuel ist, und das er hasset; denn sie haben auch ihre S\u00f6hne und T\u00f6chter mit Feuer verbrannt ihren G\u00f6ttern.\n12:32 Alles, was ich euch gebiete, das sollt ihr halten, da\u00df ihr danach tut. Ihr sollt nichts dazutun noch davontun.\n13:1 Wenn ein Prophet oder Tr\u00e4umer unter euch wird aufstehen und gibt dir ein Zeichen oder Wunder,\n13:2 und das Zeichen oder Wunder kommt, davon er dir gesagt hat, und spricht: La\u00df uns andern G\u00f6ttern folgen, die ihr nicht kennet, und ihnen dienen:\n13:3 so sollst du nicht gehorchen den Worten solches Propheten oder Tr\u00e4umers; denn der HERR, euer Gott, versucht euch, da\u00df er erfahre, ob ihr ihn von ganzem Herzen und von ganzer Seele lieb habt.\n13:4 Denn ihr sollt dem HERRN, eurem Gott, folgen und ihn f\u00fcrchten und seine Gebote halten und seiner Stimme gehorchen und ihm dienen und ihm anhangen.\n13:5 Der Prophet aber oder der Tr\u00e4umer soll sterben, darum da\u00df er euch von dem HERRN, eurem Gott, der euch aus \u00c4gyptenland gef\u00fchret und dich von dem Diensthause erl\u00f6set hat, abzufallen gelehret und dich aus dem Wege verf\u00fchret hat; den der HERR, dein Gott, geboten hat, drinnen zu wandeln, auf da\u00df du den B\u00f6sen von dir tust.\n13:6 Wenn dich dein Bruder, deiner Mutter Sohn, oder dein Sohn, oder deine Tochter, oder das Weib in deinen Armen, oder dein Freund, der dir ist wie dein Herz, \u00fcberreden w\u00fcrde heimlich und sagen: La\u00df uns gehen und andern G\u00f6ttern dienen, die du nicht kennest, noch deine V\u00e4ter,\n13:7 die unter den V\u00f6lkern um euch her sind, sie seien dir nahe oder ferne, von einem Ende der Erde bis an das andere:\n13:8 so bewillige nicht und gehorche ihm nicht. Auch soll dein Auge seiner nicht schonen, und sollst dich seiner nicht erbarmen noch ihn verbergen,\n13:9 sondern sollst ihn erw\u00fcrgen. Deine Hand soll die erste \u00fcber ihm sein, da\u00df man ihn t\u00f6te, und danach die Hand des ganzen Volks.\n13:10 Man soll ihn zu Tode steinigen, denn er hat dich wollen verf\u00fchren von dem HERRN, deinem Gott, der dich aus \u00c4gyptenland Von dem Diensthause gef\u00fchret hat,\n13:11 auf da\u00df ganz Israel h\u00f6re und f\u00fcrchte sich, und nicht mehr solch \u00dcbel vornehme unter euch.\n13:12 Wenn du h\u00f6rest von irgend einer Stadt, die dir der HERR, dein Gott, gegeben hat, drinnen zu wohnen, da\u00df man sagt:\n13:13 Es sind etliche Kinder Belials ausgegangen unter dir und haben die B\u00fcrger ihrer Stadt verf\u00fchrt und gesagt: La\u00dft uns gehen und andern G\u00f6ttern dienen, die ihr nicht kennet,\n13:14 so sollst du flei\u00dfig suchen, forschen und fragen. Und so sich findet die Wahrheit, da\u00df gewi\u00df also ist, da\u00df der Greuel unter euch geschehen ist,\n13:15 so sollst du die B\u00fcrger derselben Stadt schlagen mit des Schwerts Sch\u00e4rfe und sie verbannen mit allem, das drinnen ist, und ihr Vieh mit der Sch\u00e4rfe des Schwerts.\n13:16 Und allen ihren Raub sollst du sammeln mitten auf die Gassen und mit Feuer verbrennen, beide Stadt und allen ihren Raub miteinander dem HERRN, deinem Gott, da\u00df sie auf einem Haufen liege ewiglich und nimmer gebauet werde.\n13:17 Und la\u00df nichts von dem Bann an deiner Hand hangen, auf da\u00df der HERR von dem Grimm seines Zorns abgewendet werde und gebe dir Barmherzigkeit und erbarme sich deiner und mehre dich, wie er deinen V\u00e4tern geschworen hat,\n13:18 darum da\u00df du der Stimme des HERRN, deines Gottes, gehorchet hast, zu halten alle seine Gebote, die ich dir heute gebiete, da\u00df du tust, was recht ist vor den Augen des HERRN, deines Gottes.\n14:1 Ihr seid Kinder des HERRN, eures Gottes; ihr sollt euch nicht Male stechen noch kahl scheren \u00fcber den Augen \u00fcber einem Toten.\n14:2 Denn du bist ein heilig Volk dem HERRN, deinem Gott, und der HERR hat dich erw\u00e4hlet, da\u00df du sein Eigentum seiest aus allen V\u00f6lkern, die auf Erden sind.\n14:3 Du sollst keinen Greuel essen.\n14:4 Dies ist aber das Tier, das ihr essen sollt: Ochsen, Schafe, Ziegen,\n14:5 Hirsch, Rehe, B\u00fcffel, Steinbock, Tendeln, Urochs und Elen\n14:6 und alles Tier, das seine Klauen spaltet und wiederk\u00e4uet, sollt ihr essen.\n14:7 Das sollt ihr aber nicht essen, das wiederk\u00e4uet und die Klauen nicht spaltet. Das Kamel, der Hase und Kaninchen, die da wiederk\u00e4uen und doch die Klauen nicht spalten, sollen euch unrein sein.\n14:8 Das Schwein, ob es wohl die Klauen spaltet, so wiederk\u00e4uet es doch nicht, soll euch unrein sein. Ihres Fleisches sollt ihr nicht essen und ihr Aas sollt ihr nicht anr\u00fchren.\n14:9 Das ist, das ihr essen sollt von allem, das in Wassern ist: alles, was Flo\u00dffedern und Schuppen hat, sollt ihr essen.\n14:10 Was aber keine Flo\u00dffedern noch Schuppen hat, sollt ihr nicht essen; denn es ist euch unrein.\n14:11 Alle reinen V\u00f6gel esset.\n14:12 Das sind sie aber, die ihr nicht essen sollt: der Adler, der Habicht, der Fischaar;\n14:13 der Taucher, der Weihe, der Geier mit seiner Art\n14:14 und alle Raben mit ihrer Art,\n14:15 der Strau\u00df, die Nachteule, der Kuckuck, der Sperber mit seiner Art,\n14:16 das K\u00e4uzlein, der Uhu, die Fledermaus,\n14:17 die Rohrdommel, der Storch, der Schwan,\n14:18 der Reiher, der H\u00e4her mit seiner Art, der Wiedehopf, die Schwalbe;\n14:19 und alles Gev\u00f6gel, das kreucht, soll euch unrein sein, und sollt es nicht essen.\n14:20 Das reine Gev\u00f6gel sollt ihr essen.\n14:21 Ihr sollt kein Aas essen; dem Fremdling in deinem Tor magst du es geben, da\u00df er's esse, oder verkaufe es einem Fremden; denn du bist ein heilig Volk dem HERRN, deinem Gott. Du sollst das B\u00f6cklein nicht kochen, weil es noch seine Mutter s\u00e4uget.\n14:22 Du sollst alle Jahr den Zehnten absondern alles Einkommens deiner Saat, das aus deinem Acker kommt;\n14:23 und sollst es essen vor dem HERRN, deinem Gott, an dem Ort, den er erw\u00e4hlet, da\u00df sein Name daselbst wohne, n\u00e4mlich vom Zehnten deines Getreides, deines Mosts, deines \u00d6ls und der Erstgeburt deiner Rinder und deiner Schafe, auf da\u00df du lernest f\u00fcrchten den HERRN, deinen Gott, dein Leben lang.\n14:24 Wenn aber des Weges dir zu viel ist, da\u00df du solches nicht hintragen kannst, darum da\u00df der Ort dir zu ferne ist, den der HERR, dein Gott, erw\u00e4hlet hat, da\u00df er seinen Namen daselbst wohnen lasse (denn der HERR, dein, Gott, hat dich gesegnet),\n14:25 so gib's um Geld und fasse das Geld in deine Hand und gehe an den Ort, den der HERR, dein Gott, erw\u00e4hlet hat,\n14:26 und gib das Geld um alles, was deine Seele gel\u00fcstet, es sei um Rinder, Schafe, Wein, starken Trank oder um alles, das deine Seele w\u00fcnschet. Und i\u00df daselbst vor dem HERRN, deinem Gott, und sei fr\u00f6hlich, du und dein Haus\n14:27 und der Levit, der in deinem Tor ist; du sollst ihn nicht verlassen, denn er hat kein Teil noch Erbe mit dir.\n14:28 \u00dcber drei Jahre sollst du aussondern alle Zehnten deines Einkommens desselben Jahrs und sollst es lassen in deinem Tor.\n14:29 So soll kommen der Levit, der kein Teil noch Erbe mit dir hat, und der Fremdling und der Waise und die Witwe, die in deinem Tor sind, und essen und sich s\u00e4ttigen, auf da\u00df dich der HERR, dein Gott, segne in allen Werken deiner Hand, die du tust.\n15:1 \u00dcber sieben Jahre sollst du ein Erla\u00dfjahr halten.\n15:2 Also soll's aber zugehen mit dem Erla\u00dfjahr: Wenn einer seinem N\u00e4chsten etwas borget, der soll's ihm erlassen und soll's nicht einmahnen von seinem N\u00e4chsten oder von seinem Bruder; denn es hei\u00dft ein Erla\u00dfjahr dem HERRN.\n15:3 Von einem Fremden magst du es einmahnen; aber dem, der dein Bruder ist, sollst du es erlassen.\n15:4 Es soll allerdinge kein Bettler unter euch sein; denn der HERR wird dich segnen im Lande, das dir der HERR, dein Gott, geben wird zum Erbe einzunehmen;\n15:5 allein da\u00df du der Stimme des HERRN, deines Gottes, gehorchest und haltest alle diese Gebote, die ich dir heute gebiete, da\u00df du danach tust!\n15:6 Denn der HERR, dein Gott, wird dich segnen, wie er dir geredet hat. So wirst du vielen V\u00f6lkern leihen, und du wirst von niemand borgen. Du wirst \u00fcber viele V\u00f6lker herrschen, und \u00fcber dich wird niemand herrschen.\n15:7 Wenn deiner Br\u00fcder irgend einer arm ist in irgend einer Stadt in deinem Lande, das der HERR, dein Gott, dir geben wird, so sollst du dein Herz nicht verh\u00e4rten noch deine Hand zuhalten gegen deinen armen Bruder,\n15:8 sondern sollst sie ihm auftun und ihm leihen, nach dem er mangelt.\n15:9 H\u00fcte dich, da\u00df nicht in deinem Herzen ein Belialst\u00fcck sei, das da spreche: Es nahet herzu das siebente Jahr, das Erla\u00dfjahr, und sehest deinen armen Bruder unfreundlich an und gebest ihm nicht; so wird er \u00fcber dich zum HERRN rufen, so wirst du es S\u00fcnde haben;\n15:10 sondern du sollst ihm geben, und dein Herz nicht verdrie\u00dfen lassen, da\u00df du ihm gibst; denn um solches willen wird dich der HERR, dein Gott, segnen in allen deinen Werken und was du vornimmst.\n15:11 Es werden allezeit Arme sein im Lande; darum gebiete ich dir und sage, da\u00df du deine Hand auftust deinem Bruder, der bedr\u00e4ngt und arm ist in deinem Lande.\n15:12 Wenn sich dein Bruder, ein Ebr\u00e4er oder Ebr\u00e4erin, dir verkauft, so soll er dir sechs Jahre dienen; im siebenten Jahr sollst du ihn frei losgeben.\n15:13 Und wenn du ihn frei losgibst, sollst du ihn nicht leer von dir gehen lassen,\n15:14 sondern sollst ihm auflegen von deinen Schafen, von deiner Tenne, von deiner Kelter, da\u00df du gebest von dem, das dir der HERR, dein Gott, gesegnet hat.\n15:15 Und gedenke, da\u00df du auch Knecht warest in \u00c4gyptenland, und der HERR, dein Gott, dich erl\u00f6set hat; darum gebiete ich dir solches heute.\n15:16 Wird er aber zur dir sprechen: Ich will nicht ausziehen von dir, denn ich habe dich und dein Haus lieb (weil ihm wohl bei dir ist),\n15:17 so nimm einen Pfriemen und bohre ihn durch sein Ohr an der T\u00fcr und la\u00df ihn ewiglich deinen Knecht sein. Mit deiner Magd sollst du auch also tun.\n15:18 Und la\u00df dich's nicht schwer d\u00fcnken, da\u00df du ihn frei losgibst: denn er hat dir als ein zwief\u00e4ltiger Tagl\u00f6hner sechs Jahre gedienet; so wird der HERR, dein Gott, dich segnen in allem, was du tust.\n15:19 Alle Erstgeburt, die unter deinen Rindern und Schafen geboren wird, das ein M\u00e4nnlein ist, sollst du dem HERRN, deinem Gott, heiligen. Du sollst nicht ackern mit dem Erstling deiner Ochsen und nicht bescheren die Erstlinge deiner Schafe.\n15:20 Vor dem HERRN, deinem Gott, sollst du sie essen j\u00e4hrlich an der St\u00e4tte, die der HERR erw\u00e4hlet, du und dein Haus.\n15:21 Wenn es aber einen Fehl hat, da\u00df es hinket, oder blind ist, oder sonst irgend einen b\u00f6sen Fehl, so sollst du es nicht opfern dem HERRN, deinem Gott,\n15:22 sondern in deinem Tor sollst du es essen, du seiest unrein oder rein, wie ein Reh und Hirsch;\n15:23 allein da\u00df du seines Bluts nicht essest, sondern auf die Erde gie\u00dfest, wie Wasser.\n16:1 Halte den Mond Abib, da\u00df du Passah haltest dem HERRN, deinem Gott; denn im Mond Abib hat dich der HERR, dein Gott, aus \u00c4gypten gef\u00fchret bei der Nacht.\n16:2 Und sollst dem HERRN, deinem Gott, das Passah schlachten, Schafe und Rinder, an der St\u00e4tte, die der HERR erw\u00e4hlen wird, da\u00df sein Name daselbst wohne.\n16:3 Du sollst kein Ges\u00e4uertes auf das Fest essen. Sieben Tage sollst du unges\u00e4uert Brot des Elends essen; denn mit Furcht bist du aus \u00c4gyptenland gezogen, auf da\u00df du des Tages deines Auszugs aus \u00c4gyptenland gedenkest dein Leben lang.\n16:4 Es soll in sieben Tagen kein Ges\u00e4uertes gesehen werden in allen deinen Grenzen; und soll auch nichts vom Fleisch, das des Abends am ersten Tage geschlachtet ist \u00fcber Nacht bleiben bis an den Morgen.\n16:5 Du kannst nicht Passah schlachten in irgend deiner Tore einem, die dir der HERR, dein Gott, gegeben hat,\n16:6 sondern an der St\u00e4tte, die der HERR, dein Gott, erw\u00e4hlen wird, da\u00df sein Name daselbst wohne, da sollst du das Passah schlachten des Abends, wenn die Sonne ist untergegangen, zu der Zeit, als du aus \u00c4gypten zogest;\n16:7 Und sollst es kochen und essen an der St\u00e4tte, die der HERR, dein Gott, erw\u00e4hlen wird, und danach dich wenden des Morgens und heimgehen in deine H\u00fctte.\n16:8 Sechs Tage sollst du Unges\u00e4uertes essen, und am siebenten Tag ist die Versammlung des HERRN, deines Gottes; da sollst du keine Arbeit tun.\n16:9 Sieben Wochen sollst du dir z\u00e4hlen und anheben zu z\u00e4hlen, wenn man anf\u00e4het mit der Sichel in der Saat.\n16:10 Und sollst halten das Fest der Wochen dem HERRN, deinem Gott, da\u00df du eine freiwillige Gabe deiner Hand gebest, nachdem dich der HERR, dein Gott, gesegnet hat;\n16:11 und sollst fr\u00f6hlich sein vor Gott, deinem HERRN, du und dein Sohn, deine Tochter, dein Knecht; deine Magd und der Levit, der in deinem Tor ist, der Fremdling, der Waise und die Witwe, die unter dir sind, an der St\u00e4tte, die der HERR, dein Gott, erw\u00e4hlet hat, da\u00df sein Name da wohne.\n16:12 Und gedenke, da\u00df du Knecht in \u00c4gypten gewesen bist, da\u00df du haltest und tust nach diesen Geboten.\n16:13 Das Fest der Laubh\u00fctten sollst du halten sieben Tage, wenn du hast eingesammelt von deiner Tenne und von deiner Kelter;\n16:14 und sollst fr\u00f6hlich sein auf dein Fest, du und dein Sohn, deine Tochter, dein Knecht, deine Magd, der Levit, der Fremdling, der Waise und die Witwe, die in deinem Tor sind.\n16:15 Sieben Tage sollst du dem HERRN, deinem Gott, das Fest halten an der St\u00e4tte, die der HERR erw\u00e4hlen wird. Denn der HERR, dein Gott, wird dich segnen in all deinem Einkommen und in allen Werken deiner H\u00e4nde; darum sollst du fr\u00f6hlich sein.\n16:16 Dreimal des Jahrs soll alles, was m\u00e4nnlich ist unter dir, vor dem HERRN, deinem Gott, erscheinen an der St\u00e4tte, die der HERR erw\u00e4hlen wird: aufs Fest der unges\u00e4uerten Brote, aufs Fest der Wochen und aufs Fest der Laubh\u00fctten. Es soll aber nicht leer vor dem HERRN erscheinen,\n16:17 ein jeglicher nach der Gabe seiner Hand, nach dem Segen, den dir der HERR, dein Gott, gegeben hat.\n16:18 Richter und Amtleute sollst du dir setzen in allen deinen Toren, die dir der HERR, dein Gott, geben wird unter deinen St\u00e4mmen, da\u00df sie das Volk richten mit rechtem Gericht.\n16:19 Du sollst das Recht nicht beugen und sollst auch keine Person ansehen noch Geschenk nehmen; denn die Geschenke machen die Weisen blind und verkehren die Sachen der Gerechten.\n16:20 Was recht ist, dem sollst du nachjagen, auf da\u00df du leben und einnehmen m\u00f6gest das Land, das dir der HERR, dein Gott, geben wird.\n16:21 Du sollst keinen Hain von B\u00e4umen pflanzen bei dem Altar des HERRN, deines Gottes, den du dir machest.\n16:22 Du sollst dir keine S\u00e4ule aufrichten, welche der HERR, dein Gott, hasset.\n17:1 Du sollst dem HERRN, deinem Gott, keinen Ochsen oder Schaf opfern, das einen Fehl oder irgend etwas B\u00f6ses an ihm hat; denn es ist dem HERRN, deinem Gott, ein Greuel.\n17:2 Wenn unter dir in der Tore einem, die dir der HERR, dein Gott, geben wird, funden wird ein Mann oder Weib, der da \u00dcbels tut vor den Augen des HERRN, deines Gottes, da\u00df er seinen Bund \u00fcbergehet\n17:3 und hingehet und dienet andern G\u00f6ttern und betet sie an, es sei Sonne oder Mond, oder irgend ein Heer des Himmels, das ich nicht geboten habe,\n17:4 und wird dir angesagt und h\u00f6rest es, so sollst du wohl danach fragen. Und wenn du findest, da\u00df gewi\u00df wahr ist, da\u00df solcher Greuel in Israel geschehen ist,\n17:5 so sollst du denselben Mann oder dasselbe Weib ausf\u00fchren, die solches \u00dcbel getan haben, zu deinem Tor und sollst sie zu Tod steinigen.\n17:6 Auf zweier oder dreier Zeugen Mund soll sterben, wer des Todes wert ist; aber auf eines Zeugen Mund soll er nicht sterben.\n17:7 Die Hand der Zeugen soll die erste sein, ihn zu t\u00f6ten, und danach die Hand alles Volks, da\u00df du den B\u00f6sen von dir tust.\n17:8 Wenn eine Sache vor Gericht dir zu schwer sein wird, zwischen Blut und Blut, zwischen Handel und Handel, zwischen Schaden und Schaden, und was z\u00e4nkische Sachen sind in deinen Toren, so sollst du dich aufmachen und hinaufgehen zu der St\u00e4tte; die dir der HERR, dein Gott, erw\u00e4hlen wird,\n17:9 und zu den Priestern, den Leviten und zu dem Richter, der zu der Zeit sein wird, kommen und fragen; die sollen dir das Urteil sprechen.\n17:10 Und du sollst tun nach dem, das sie dir sagen an der St\u00e4tte, die der HERR erw\u00e4hlet hat, und sollst es halten, da\u00df du tust nach allem, das sie dich lehren werden.\n17:11 Nach dem Gesetz, das sie dich lehren, und nach dem Recht, das sie dir sagen, sollst du dich halten, da\u00df du von demselben nicht abweichest weder zur Rechten noch zur Linken.\n17:12 Und wo jemand vermessen handeln w\u00fcrde, da\u00df er dem Priester nicht gehorchte, der daselbst in des HERRN, deines Gottes, Amt stehet, oder dem Richter, der soll sterben; und sollst den B\u00f6sen aus Israel tun\n17:13 da\u00df alles Volk h\u00f6re und sich f\u00fcrchte und nicht mehr vermessen sei.\n17:14 Wenn du ins Land kommst, das dir der HERR, dein Gott, geben wird, und nimmst es ein und wohnest drinnen, und wirst sagen: Ich will einen K\u00f6nig \u00fcber mich setzen, wie alle V\u00f6lker um mich her haben,\n17:15 so sollst du den zum K\u00f6nige \u00fcber dich setzen, den der HERR, dein Gott, erw\u00e4hlen wird. Du sollst aber aus deinen Br\u00fcdern einen zum K\u00f6nige \u00fcber dich setzen. Du kannst nicht irgend einen Fremden, der nicht dein Bruder ist, \u00fcber dich setzen.\n17:16 Allein da\u00df er nicht viele Rosse halte und f\u00fchre das Volk nicht wieder in \u00c4gypten um der Rosse Menge willen, weil der HERR euch gesagt hat, da\u00df ihr fort nicht wieder durch diesen Weg kommen sollt.\n17:17 Er soll auch nicht viele Weiber nehmen, da\u00df sein Herz nicht abgewandt werde; und soll auch nicht viel Silber und Gold sammeln.\n17:18 Und wenn er nun sitzen wird auf dem Stuhl seines K\u00f6nigreichs, soll er dies andere Gesetz von den Priestern, den Leviten, nehmen und auf ein Buch schreiben lassen.\n17:19 Das soll bei ihm sein und soll drinnen lesen sein Leben lang, auf da\u00df er lerne f\u00fcrchten den HERRN, seinen Gott, da\u00df er halte alle Worte dieses Gesetzes und die Rechte, da\u00df er danach tue.\n17:20 Er soll sein Herz nicht erheben \u00fcber seine Br\u00fcder und soll nicht weichen von dem Gebot, weder zur Rechten noch zur Linken, auf da\u00df er seine Tage verl\u00e4ngere auf seinem K\u00f6nigreich, er und seine Kinder in Israel.\n18:1 Die Priester, die Leviten des ganzen Stamms Levi, sollen nicht Teil noch Erbe haben mit Israel. Die Opfer des HERRN und sein Erbteil sollen sie essen.\n18:2 Darum sollen sie kein Erbe unter ihren Br\u00fcdern haben, da\u00df der HERR ihr Erbe ist, wie er ihnen geredet hat.\n18:3 Das soll aber das Recht der Priester sein an dem Volk und an denen, die da opfern, es sei Ochse oder Schaf, da\u00df man dem Priester gebe den Arm und beide Backen und den Wanst\n18:4 und das Erstling deines Korns, deines Mosts und deines \u00d6ls und das Erstling von der Schur deiner Schafe.\n18:5 Denn der HERR, dein Gott, hat ihn erw\u00e4hlet aus allen deinen St\u00e4mmen, da\u00df er stehe am Dienst im Namen des HERRN, er und seine S\u00f6hne ewiglich.\n18:6 Wenn ein Levit kommt aus irgend einem deiner Tore oder sonst irgend aus ganz Israel, da er ein Gast ist, und kommt nach aller Lust seiner Seele an den Ort, den der HERR erw\u00e4hlet hat,\n18:7 da\u00df er diene im Namen des HERRN, seines Gottes, wie alle seine Br\u00fcder, die Leviten, die daselbst vor dem HERRN stehen,\n18:8 die sollen gleichen Teil zu essen haben, \u00fcber das er hat von dem verkauften Gut seiner V\u00e4ter.\n18:9 Wenn du in das Land kommst, das dir der HERR, dein Gott, geben wird, so sollst du nicht lernen tun die Greuel dieser V\u00f6lker.\n18:10 Da\u00df nicht unter dir funden werde, der seinen Sohn oder Tochter durchs Feuer gehen lasse, oder ein Weissager oder ein Tagew\u00e4hler, oder der auf Vogelgeschrei achte, oder ein Zauberer,\n18:11 oder Beschw\u00f6rer oder Wahrsager oder Zeichendeuter, oder der die Toten frage.\n18:12 Denn wer solches tut, der ist dem HERRN ein Greuel, und um solcher Greuel willen vertreibt sie der HERR, dein Gott, vor dir her.\n18:13 Du aber sollst ohne Wandel sein mit dem HERRN, deinem Gott.\n18:14 Denn diese V\u00f6lker, die du einnehmen wirst, gehorchen den Tagew\u00e4hlern und Weissagern; aber du sollst dich nicht also halten gegen den HERRN, deinen Gott.\n18:15 Einen Propheten wie mich wird der HERR, dein Gott, dir erwecken aus dir und aus deinen Br\u00fcdern, dem sollt ihr gehorchen.\n18:16 Wie du denn von dem HERRN, deinem Gott, gebeten hast zu Horeb am Tage der Versammlung und sprachest: Ich will fort nicht mehr h\u00f6ren die Stimme des HERRN, meines Gottes, und das gro\u00dfe Feuer nicht mehr sehen, da\u00df ich nicht sterbe.\n18:17 Und der HERR sprach zu mir: Sie haben wohl geredet.\n18:18 Ich will ihnen einen Propheten, wie du bist, erwecken aus ihren Br\u00fcdern und meine Worte in seinen Mund geben; der soll zu ihnen reden alles, was ich ihm gebieten werde.\n18:19 Und wer meine Worte nicht h\u00f6ren wird, die er in meinem Namen reden wird, von dem will ich's fordern.\n18:20 Doch wenn ein Prophet vermessen ist, zu reden in meinem Namen, das ich ihm nicht geboten habe zu reden, und welcher redet in dem Namen anderer G\u00f6tter, derselbe Prophet soll sterben.\n18:21 Ob du aber in deinem Herzen sagen w\u00fcrdest: Wie kann ich merken, welches Wort der HERR nicht geredet hat?\n18:22 Wenn der Prophet redet in dem Namen des HERRN, und wird nichts draus und kommt nicht, das ist das Wort, das der HERR nicht geredet hat: der Prophet hat es aus Vermessenheit geredet, darum scheue dich nicht vor ihm.\n19:1 Wenn der HERR, dein Gott, die V\u00f6lker ausgerottet hat, welcher Land dir der HERR, dein Gott, geben wird, da\u00df du sie einnehmest, und in ihren St\u00e4dten und H\u00e4usern wohnest,\n19:2 sollst du dir drei St\u00e4dte aussondern im Lande, das dir der HERR, dein Gott, geben wird einzunehmen.\n19:3 Und sollst gelegene Orte w\u00e4hlen und die Grenze deines Landes, das dir der HERR, dein Gott, austeilen wird, in drei Kreise scheiden, da\u00df dahin fliehe, wer einen Totschlag getan hat.\n19:4 Und das soll die Sache sein, da\u00df dahin fliehe, der einen Totschlag getan hat, da\u00df er lebendig bleibe: Wenn jemand seinen N\u00e4chsten schl\u00e4gt, nicht vors\u00e4tzlich, und hat vorhin keinen Ha\u00df auf ihn gehabt,\n19:5 sondern als wenn jemand mit seinem N\u00e4chsten in den Wald ginge, Holz zu hauen, und holete mit der Hand die Axt aus, das Holz abzuhauen, und das Eisen f\u00fchre vom Stiel und tr\u00e4fe seinen N\u00e4chsten, da\u00df er st\u00fcrbe, der soll in dieser St\u00e4dte eine fliehen, da\u00df er lebendig bleibe,\n19:6 auf da\u00df nicht der Blutr\u00e4cher dem Totschl\u00e4ger nachjage, weil sein Herz erhitzt ist, und ergreife ihn, weil der Weg so ferne ist, und schlage ihm seine Seele, so doch kein Urteil des Todes an ihm ist, weil er keinen Ha\u00df vorhin zu ihm getragen hat.\n19:7 Darum gebiete ich dir, da\u00df du drei St\u00e4dte aussonderst.\n19:8 Und so der HERR, dein Gott, deine Grenze weitern wird, wie er deinen V\u00e4tern geschworen hat, und gibt dir alles Land, das er geredet hat, deinen V\u00e4tern zu geben\n19:9 (so du anders alle diese Gebote halten wirst, da\u00df du danach tust, die ich dir heute gebiete, da\u00df du den HERRN, deinen Gott, liebest und in seinen Wegen wandelst dein Leben lang), so sollst du noch drei St\u00e4dte tun zu diesen dreien,\n19:10 auf da\u00df nicht unschuldig Blut in deinem Lande vergossen werde, das dir der HERR, dein Gott, gibt zum Erbe, und kommen Blutschulden auf dich.\n19:11 Wenn aber jemand Ha\u00df tr\u00e4gt wider seinen N\u00e4chsten und lauert auf ihn und macht sich \u00fcber ihn und schl\u00e4gt ihm seine Seele tot und fleucht in dieser St\u00e4dte eine,\n19:12 so sollen die \u00c4ltesten in seiner Stadt hinschicken und ihn von dannen holen lassen und ihn in die H\u00e4nde des Blutr\u00e4chers geben, da\u00df er sterbe.\n19:13 Deine Augen sollen sein nicht verschonen, und sollst das unschuldige Blut aus Israel tun, da\u00df dir's wohlgehe.\n19:14 Du sollst deines N\u00e4chsten Grenze nicht zur\u00fccktreiben, die die Vorigen gesetzt haben in deinem Erbteil, das du erbest im Lande das dir der HERR, dein Gott, gegeben hat einzunehmen.\n19:15 Es soll kein einzelner Zeuge wider jemand auftreten \u00fcber irgend einer Missetat oder S\u00fcnde, es sei, welcherlei S\u00fcnde es sei, die man tun kann, sondern in dem Munde zweier oder dreier Zeugen soll die Sache bestehen.\n19:16 Wenn ein freveler Zeuge wider jemand auftritt, \u00fcber ihn zu bezeugen eine \u00dcbertretung,\n19:17 so sollen die beiden M\u00e4nner, die eine Sache miteinander haben, vor dem HERRN, vor den Priestern und Richtern stehen, die zur selben Zeit sein werden;\n19:18 und die Richter sollen wohl forschen. Und wenn der falsche Zeuge hat ein falsch Zeugnis wider seinen Bruder gegeben,\n19:19 so sollt ihr ihm tun, wie er gedachte seinem Bruder zu tun, da\u00df du den B\u00f6sen von dir wegtust,\n19:20 auf da\u00df die andern h\u00f6ren, sich f\u00fcrchten und nicht mehr solche b\u00f6se St\u00fccke vornehmen zu tun unter dir.\n19:21 Dein Auge soll sein nicht schonen. Seele um Seele, Auge um Auge, Zahn um Zahn, Hand um Hand, Fu\u00df um Fu\u00df.\n20:1 Wenn du in einen Krieg zeuchst wider deine Feinde und siehest Rosse und Wagen des Volks, das gr\u00f6\u00dfer sei, denn du, so f\u00fcrchte dich nicht vor ihnen; denn der HERR, dein Gott, der dich aus \u00c4gyptenland gef\u00fchret hat, ist mir dir.\n20:2 Wenn ihr nun hinzukommt zum Streit, so soll der Priester herzutreten und mit dem Volk reden\n20:3 und zu ihnen sprechen: Israel, h\u00f6re zu! Ihr gehet heute in den Streit wider eure Feinde. Euer Herz verzage nicht; f\u00fcrchtet euch nicht und erschrecket nicht und lasset euch nicht grauen vor ihnen;\n20:4 denn der HERR, euer Gott, gehet mit euch, da\u00df er f\u00fcr euch streite mit euren Feinden, euch zu helfen.\n20:5 Aber die Amtleute sollen mit dem Volk reden und sagen: Welcher ein neu Haus gebauet hat und hat's noch nicht eingeweihet, der gehe hin und bleibe in seinem Hause, auf da\u00df er nicht sterbe im Krieg, und ein anderer weihe es ein.\n20:6 Welcher einen Weinberg gepflanzet hat und hat ihn noch nicht gemein gemacht, der gehe hin und bleibe daheim, da\u00df er nicht im Kriege sterbe, und ein anderer mache ihn gemein.\n20:7 Welcher ein Weib ihm vertrauet hat und hat sie noch nicht heimgeholet, der gehe hin und bleibe daheim, da\u00df er nicht im Kriege sterbe, und ein anderer hole sie heim.\n20:8 Und die Amtleute sollen weiter mit dem Volk reden und sprechen: Welcher sich f\u00fcrchtet und ein verzagtes Herz hat, der gehe hin und bleibe daheim, auf da\u00df er nicht auch seiner Br\u00fcder Herz feige mache, wie sein Herz ist.\n20:9 Und wenn die Amtleute ausgeredet haben mit dem Volk, so sollen sie die Hauptleute vor das Volk an die Spitze stellen.\n20:10 Wenn du vor eine Stadt zeuchst, sie zu bestreiten, so sollst du ihr den Frieden anbieten.\n20:11 Antwortet sie dir friedlich und tut dir auf, so soll all das Volk, das drinnen funden wird, dir zinsbar und untertan sein.\n20:12 Will sie aber nicht friedlich mit dir handeln und will mit dir kriegen, so belagere sie.\n20:13 Und wenn sie der HERR, dein Gott, dir in die Hand gibt, so sollst du alles; was m\u00e4nnlich drinnen ist, mit des Schwerts Sch\u00e4rfe schlagen;\n20:14 ohne die Weiber, Kinder und Vieh und alles, was in der Stadt ist, und allen Raub sollst du unter dich austeilen; und sollst essen von der Ausbeute deiner Feinde, die dir der HERR, dein Gott, gegeben hat.\n20:15 Also sollst du allen St\u00e4dten tun, die sehr ferne von dir liegen und nicht hie von den St\u00e4dten sind dieser V\u00f6lker.\n20:16 Aber in den St\u00e4dten dieser V\u00f6lker, die dir der HERR, dein Gott, zum Erbe geben wird, sollst du nichts leben lassen, was den Odem hat,\n20:17 sondern sollst sie verbannen, n\u00e4mlich die Hethiter, Amoriter, Kanaaniter, Pheresiter, Heviter und Jebusiter, wie dir der HERR, dein Gott, geboten hat,\n20:18 auf da\u00df sie euch nicht lehren tun alle die Greuel, die sie ihren G\u00f6ttern tun, und ihr euch vers\u00fcndiget an dem HERRN, eurem Gott.\n20:19 Wenn du vor einer Stadt lange Zeit liegen mu\u00dft, wider die du streitest, sie zu erobern, so sollst du die B\u00e4ume nicht verderben, da\u00df du mit \u00c4xten dran fahrest; denn du kannst davon essen, darum sollst du sie nicht ausrotten. Ist's doch Holz auf dem Felde und nicht Mensch, da\u00df es vor dir ein Bollwerk sein m\u00f6ge.\n20:20 Welches aber B\u00e4ume sind, die du wei\u00dft, da\u00df man nicht davon isset, die sollst du verderben und ausrotten und Bollwerk draus bauen wider die Stadt, die mit dir krieget, bis da\u00df du ihrer m\u00e4chtig werdest.\n21:1 Wenn man einen Erschlagenen findet im Lande, das dir der HERR, dein Gott, geben wird einzunehmen, und liegt im Felde, und man nicht wei\u00df, wer ihn erschlagen hat,\n21:2 so sollen deine \u00c4ltesten, und Richter hinausgehen und von dem Erschlagenen messen an die St\u00e4dte, die umher liegen.\n21:3 Welche Stadt die n\u00e4chste ist, derselben \u00c4ltesten sollen eine junge Kuh von den Rindern nehmen, damit man nicht gearbeitet noch am Joch gezogen hat,\n21:4 und sollen sie hinabf\u00fchren in einen kiesichten Grund, der weder gearbeitet noch bes\u00e4et ist, und daselbst im Grunde ihr den Hals abhauen.\n21:5 Da sollen herzukommen die Priester, die Kinder Levi; denn der HERR, dein Gott, hat sie erw\u00e4hlet, da\u00df sie ihm dienen und seinen Namen loben, und nach ihrem Munde sollen alle Sachen und alle Sch\u00e4den gehandelt werden.\n21:6 Und alle \u00c4ltesten derselben Stadt sollen herzutreten zu dem Erschlagenen und ihre H\u00e4nde waschen \u00fcber die junge Kuh, der im Grunde der Hals abgehauen ist,\n21:7 und sollen antworten und sagen: Unsere H\u00e4nde haben dies Blut nicht vergossen, so haben's auch unsere Augen nicht gesehen.\n21:8 Sei gn\u00e4dig deinem Volk Israel, das du, der HERR, erl\u00f6set hast; lege nicht das unschuldige Blut auf dein Volk Israel! So werden sie \u00fcber dem Blut vers\u00f6hnet sein.\n21:9 Also sollst du das unschuldige Blut von dir tun, da\u00df du tust, was recht ist vor den Augen des HERRN.\n21:10 Wenn du in einen Streit zeuchst wider deine Feinde, und der HERR, dein Gott, gibt dir sie in deine H\u00e4nde, da\u00df du ihre Gefangenen wegf\u00fchrest,\n21:11 und siehest unter den Gefangenen ein sch\u00f6n Weib und hast Lust zu ihr, da\u00df du sie zum Weibe nehmest,\n21:12 so f\u00fchre sie in dein Haus und la\u00df ihr das Haar abscheren und ihre N\u00e4gel beschneiden\n21:13 und die Kleider ablegen, darinnen sie gefangen ist, und la\u00df sie sitzen in deinem Hause und beweinen einen Mond lang ihren Vater und ihre Mutter; danach schlaf bei ihr und nimm sie zur Ehe und la\u00df sie dein Weib sein.\n21:14 Wenn du aber nicht Lust zu ihr hast, so sollst du sie auslassen, wo sie hin will, und nicht um Geld verkaufen noch versetzen, darum da\u00df du sie gedem\u00fctiget hast.\n21:15 Wenn jemand zwei Weiber hat, eine, die er lieb hat, und eine, die er hasset, und sie ihm Kinder geb\u00e4ren, beide die liebe und die feindselige, da\u00df der Erstgeborene der feindseligen ist,\n21:16 und die Zeit kommt, da\u00df er seinen Kindern das Erbe austeile, so kann er nicht den Sohn der liebsten zum erstgeborenen Sohn machen f\u00fcr den erstgeborenen Sohn der feindseligen,\n21:17 sondern er soll den Sohn der feindseligen f\u00fcr den ersten Sohn erkennen, da\u00df er ihm zwief\u00e4ltig gebe alles, das vorhanden ist; denn derselbe ist seine erste Kraft, und der Erstgeburt Recht ist sein.\n21:18 Wenn jemand einen eigenwilligen und ungehorsamen Sohn hat, der seines Vaters und Mutter Stimme nicht gehorchet, und wenn sie ihn z\u00fcchtigen, ihnen nicht gehorchen will,\n21:19 so soll ihn sein Vater und Mutter greifen und zu den \u00c4ltesten der Stadt f\u00fchren und zu dem Tor desselben Orts\n21:20 und zu den \u00c4ltesten der Stadt sagen: Dieser unser Sohn ist eigenwillig und ungehorsam und gehorcht unserer Stimme nicht und ist ein Schlemmer und Trunkenbold.\n21:21 So sollen ihn steinigen alle Leute derselben Stadt, da\u00df er sterbe, und sollst also den B\u00f6sen von dir tun, da\u00df es ganz Israel h\u00f6re und sich f\u00fcrchte.\n21:22 Wenn jemand eine S\u00fcnde getan hat, die des Todes w\u00fcrdig ist, und wird also get\u00f6tet, da\u00df man ihn an ein Holz h\u00e4nget,\n21:23 so soll sein Leichnam nicht \u00fcber Nacht an dem Holz bleiben, sondern sollst ihn desselben Tages begraben; denn ein Gehenkter ist verflucht bei Gott auf da\u00df du dein Land nicht verunreinigest, das dir der HERR, dein Gott, gibt zum Erbe.\n22:1 Wenn du deines Bruders Ochsen oder Schaf siehest irre gehen, so sollst du dich nicht entziehen von ihnen, sondern sollst sie wieder zu deinem Bruder f\u00fchren.\n22:2 Wenn aber dein Bruder dir nicht nahe ist und kennest ihn nicht, so sollst du sie in dein Haus nehmen, da\u00df sie bei dir seien, bis sie dein Bruder suche, und dann ihm wiedergebest.\n22:3 Also sollst du tun mit seinem Esel, mit seinem Kleide und mit allem Verlorenen, das dein Bruder verlieret, und du es findest; du kannst dich nicht entziehen.\n22:4 Wenn du deines Bruders Esel oder Ochsen siehest fallen auf dem Wege, so sollst du dich nicht von ihm entziehen, sondern sollst ihm aufhelfen.\n22:5 Ein Weib soll nicht Mannsger\u00e4te tragen, und ein Mann soll nicht Weiberkleider antun; denn wer solches tut, der ist dem HERRN, deinem Gott, ein Greuel.\n22:6 Wenn du auf dem Wege findest ein Vogelnest auf einem Baum oder auf der Erde mit Jungen oder mit Eiern, und da\u00df die Mutter auf den Jungen oder auf den Eiern sitzet, so sollst du nicht die Mutter mit den Jungen nehmen,\n22:7 sondern sollst die Mutter fliegen lassen und die Jungen nehmen, auf da\u00df dir's wohlgehe und lange lebest.\n22:8 Wenn du ein neu Haus bauest, so mache eine Lehne drum auf deinem Dache, auf da\u00df du nicht Blut auf dein Haus ladest, wenn jemand herabfiele.\n22:9 Du sollst deinen Weinberg nicht mit mancherlei bes\u00e4en, da\u00df du nicht zur F\u00fclle heiligest solchen Samen, den du ges\u00e4et hast neben dem Einkommen des Weinberges.\n22:10 Du sollst nicht ackern zugleich mit einem Ochsen und Esel.\n22:11 Du sollst nicht anziehen ein Kleid von Wolle und Leinen zugleich gemenget.\n22:12 Du sollst dir L\u00e4pplein machen an den vier Fittichen deines Mantels, damit du dich bedeckest.\n22:13 Wenn jemand ein Weib nimmt und wird ihr gram, wenn er sie beschlafen hat,\n22:14 und legt ihr was Sch\u00e4ndliches auf und bringet ein b\u00f6s Geschrei \u00fcber sie aus und spricht: Das Weib habe ich genommen, und da ich mich zu ihr tat, fand ich sie nicht Jungfrau:\n22:15 so sollen der Vater und Mutter der Dirne sie nehmen und vor die \u00c4ltesten der Stadt in dem Tor hervorbringen der Dirne Jungfrauschaft.\n22:16 Und der Dirne Vater soll zu den \u00c4ltesten sagen: Ich habe diesem Manne meine Tochter zum Weibe gegeben; nun ist er ihr gram worden\n22:17 und legt ein sch\u00e4ndlich Ding auf sie und spricht: Ich habe deine Tochter nicht Jungfrau funden; hie ist die Jungfrauschaft meiner Tochter. Und sollen die Kleider vor den \u00c4ltesten der Stadt ausbreiten.\n22:18 So sollen die \u00c4ltesten der Stadt den Mann nehmen und z\u00fcchtigen\n22:19 und um hundert Sekel Silbers b\u00fc\u00dfen und dieselben der Dirne Vater geben, darum da\u00df er eine Jungfrau in Israel ber\u00fcchtiget hat; und soll sie zum Weibe nehmen, da\u00df er sie sein Leben lang nicht lassen m\u00f6ge.\n22:20 Ist's aber die Wahrheit, da\u00df die Dirne nicht ist Jungfrau funden,\n22:21 so soll man, sie heraus vor die T\u00fcr ihres Vaters Hauses f\u00fchren, und die Leute der Stadt sollen sie zu Tod steinigen, darum da\u00df sie eine Torheit in Israel begangen und in ihres Vaters Hause gehuret hat; und sollst das B\u00f6se von dir tun.\n22:22 Wenn jemand erfunden wird, der bei einem Weibe schl\u00e4ft, die einen Ehemann hat, so sollen sie beide sterben, der Mann und das Weib, bei der er geschlafen hat; und sollst das B\u00f6se von Israel tun.\n22:23 Wenn eine Dirne jemand vertraut ist, und ein Mann kriegt sie in der Stadt und schl\u00e4ft bei ihr,\n22:24 so sollt ihr sie alle beide zu der Stadt Tor ausf\u00fchren und sollt sie beide steinigen, da\u00df sie sterben: die Dirne darum, da\u00df sie nicht geschrieen hat, weil sie in der Stadt war; den Mann darum, da\u00df er seines N\u00e4chsten Weib gesch\u00e4ndet hat; und sollst das B\u00f6se von dir tun.\n22:25 Wenn aber jemand eine vertraute Dirne auf dem Felde kriegt und ergreift sie und schl\u00e4ft bei ihr, so soll der Mann allein sterben, der bei ihr geschlafen hat.\n22:26 Und der Dirne sollst du nichts tun, denn sie hat keine S\u00fcnde des Todes wert getan, sondern gleichwie jemand sich wider seinen N\u00e4chsten erh\u00fcbe und schl\u00fcge seine Seele tot, so ist dies auch.\n22:27 Denn er fand sie auf dem Felde, und die vertraute Dirne schrie, und war niemand, der ihr half.\n22:28 Wenn jemand an eine Jungfrau kommt, die nicht vertrauet ist, und ergreift sie und schl\u00e4ft bei ihr, und findet sich also,\n22:29 So soll, der sie beschlafen hat, ihrem Vater f\u00fcnfzig Sekel Silbers geben und soll sie zum Weibe haben, darum da\u00df er sie geschw\u00e4cht hat; er kann sie nicht lassen sein Leben lang.\n22:30 Niemand soll seines Vaters Weib nehmen und nicht aufdecken seines Vaters Decke.\n23:1 Es soll kein Zersto\u00dfener noch Verschnittener in die Gemeine des HERRN kommen.\n23:2 Es soll auch kein Hurenkind in die Gemeine des HERRN kommen, auch nach dem zehnten Glied, sondern soll schlecht nicht in die Gemeine des HERRN kommen.\n23:3 Die Ammoniter und Moabiter sollen nicht in die Gemeine des HERRN kommen, auch nach dem zehnten Glied, sondern sie sollen nimmermehr hineinkommen,\n23:4 darum da\u00df sie euch nicht zuvorkamen mit Brot und Wasser auf dem Wege, da ihr aus \u00c4gypten zoget, und dazu wider euch dingeten den Bileam den Sohn Beors von Pethor aus Mesopotamien, da\u00df er dich verfluchen sollte.\n23:5 Aber der HERR, dein Gott, wollte Bileam nicht h\u00f6ren und wandelte dir den Fluch in den Segen, darum da\u00df dich der HERR, dein Gott, lieb hatte.\n23:6 Du sollst ihnen weder Gl\u00fcck noch Gutes w\u00fcnschen dein Leben lang ewiglich.\n23:7 Den Edomiter sollst du nicht f\u00fcr Greuel halten; er ist dein Bruder. Den \u00c4gypter sollst du auch nicht f\u00fcr Greuel halten; denn du bist ein Fremdling in seinem Lande gewesen.\n23:8 Die Kinder, die sie im dritten Gliede zeugen, sollen in die Gemeine des HERRN kommen.\n23:9 Wenn du aus dem Lager gehest wider deine Feinde, so h\u00fcte dich vor allem B\u00f6sen.\n23:10 Wenn jemand unter dir ist, der nicht rein ist, da\u00df ihm des Nachts was widerfahren ist, der soll hinaus vor das Lager gehen und nicht wieder hineinkommen,\n23:11 bis er vor Abends sich mit Wasser bade. Und wenn die Sonne untergegangen ist, soll er wieder ins Lager gehen.\n23:12 Und du sollst au\u00dfen vor dem Lager einen Ort haben, dahin du zur Not hinausgehest.\n23:13 Und sollst ein Sch\u00e4uflein haben, und wenn du dich drau\u00dfen setzen willst, sollst du damit graben; und wenn du gesessen bist, sollst du zuscharren, was von dir gegangen ist.\n23:14 Denn der HERR, dein Gott, wandelt unter deinem Lager, da\u00df er dich errette, und gebe deine Feinde vor dir. Darum soll dein Lager heilig sein, da\u00df keine Schande unter dir gesehen werde, und er sich von dir wende.\n23:15 Du sollst den Knecht nicht seinem HERRN \u00fcberantworten, der von ihm zu dir sich entwandt hat.\n23:16 Er soll bei dir bleiben an dem Ort, den er erw\u00e4hlet in deiner Tore einem ihm zu gut; und sollst ihn nicht schinden.\n23:17 Es soll keine Hure sein unter den T\u00f6chtern Israels, und kein Hurer unter den S\u00f6hnen Israels.\n23:18 Du sollst keinen Hurenlohn noch Hundgeld in das Haus Gottes, deines HERRN, bringen aus irgend einem Gel\u00fcbde; denn das ist dem HERRN, deinem Gott, beides ein Greuel.\n23:19 Du sollst an deinem Bruder nicht wuchern, weder mit Geld, noch mit Speise, noch mit allem, damit man wuchern kann.\n23:20 An dem Fremden magst du wuchern, aber nicht an deinem Bruder, auf da\u00df dich der HERR, dein Gott, segne in allem, das du vornimmst im Lande, dahin du kommst, dasselbe einzunehmen.\n23:21 Wenn du dem HERRN, deinem Gott, ein Gel\u00fcbde tust, so sollst du es nicht verziehen zu halten; denn der HERR, dein Gott, wird's von dir fordern, und wird dir S\u00fcnde sein.\n23:22 Wenn du das Geloben unterwegen l\u00e4ssest, so ist dir's keine S\u00fcnde.\n23:23 Aber was zu deinen Lippen ausgegangen ist, sollst du halten und danach tun, wie du dem HERRN, deinem Gott, freiwillig gelobet hast, das du mit deinem Munde geredet hast.\n23:24 Wenn du in deines N\u00e4chsten Weinberg gehest, so magst du der Trauben essen nach deinem Willen, bis du satt habest; aber du sollst nichts in dein Gef\u00e4\u00df tun.\n23:25 Wenn du in die Saat deines N\u00e4chsten gehest, so magst du mit der Hand \u00c4hren abrupfen; aber mit der Sichel sollst du nicht drinnen hin und her fahren.\n24:1 Wenn jemand ein Weib nimmt und ehelicht sie, und sie nicht Gnade findet vor seinen Augen um etwa einer Unlust willen, so soll er einen Scheidebrief schreiben und ihr in die Hand geben und sie aus seinem Hause lassen.\n24:2 Wenn sie dann aus seinem Hause gegangen ist und hingehet und wird eines andern Weib,\n24:3 und derselbe andere Mann ihr auch gram wird und einen Scheidebrief schreibt und ihr in die Hand gibt und sie aus seinem Hause l\u00e4sset; oder so derselbe andere Mann stirbt, der sie zum Weibe genommen hatte:\n24:4 so kann sie ihr erster Mann, der sie auslie\u00df, nicht wiederum nehmen, da\u00df sie sein Weib sei, nachdem sie ist unrein; denn solches ist ein Greuel vor dem HERRN, auf da\u00df du das Land nicht zu S\u00fcnden machest, das dir der HERR, dein Gott, zum Erbe gegeben hat.\n24:5 Wenn jemand neulich ein Weib genommen hat, der soll nicht in die Heerfahrt ziehen, und man soll ihm nichts auflegen. Er soll frei in seinem Hause sein ein Jahr lang, da\u00df er fr\u00f6hlich sei mit seinem Weibe, das er genommen hat.\n24:6 Du sollst nicht zu Pfande nehmen den untersten und obersten M\u00fchlstein; denn er hat dir die Seele zu Pfand gesetzt.\n24:7 Wenn jemand funden wird, der aus seinen Br\u00fcdern eine Seele stiehlt aus den Kindern Israel und versetzt oder verkauft sie, solcher Dieb soll sterben, da\u00df du das B\u00f6se von dir tust.\n24:8 H\u00fcte dich vor der Plage des Aussatzes, da\u00df du mit Flei\u00df haltest und tust alles, das dich die Priester, die Leviten, lehren; und wie sie euch gebieten, das sollt ihr halten und danach tun.\n24:9 Bedenke, was der HERR, dein Gott, tat mit Mirjam auf dem Wege, da ihr aus \u00c4gypten zoget.\n24:10 Wenn du deinem N\u00e4chsten irgend eine Schuld borgest, so sollst du nicht in sein Haus gehen und ihm ein Pfand nehmen,\n24:11 sondern du sollst drau\u00dfen stehen, und er, dem du borgest, soll sein Pfand zu dir herausbringen.\n24:12 Ist er aber ein D\u00fcrftiger, so sollst du dich nicht schlafen legen \u00fcber seinem Pfande,\n24:13 sondern sollst ihm sein Pfand wiedergeben, wenn die Sonne untergehet, da\u00df er in seinem Kleide schlafe und segne dich. Das wird dir vor dem HERRN, deinem Gott, eine Gerechtigkeit sein.\n24:14 Du sollst dem D\u00fcrftigen und Armen seinen Lohn nicht vorbehalten, er sei von deinen Br\u00fcdern oder Fremdling, der in deinem Lande und in deinen Toren ist,\n24:15 sondern sollst ihm seinen Lohn des Tages geben, da\u00df die Sonne nicht dr\u00fcber untergehe; denn er ist d\u00fcrftig und erh\u00e4lt seine Seele damit, auf da\u00df er nicht wider dich den HERRN anrufe, und sei dir S\u00fcnde.\n24:16 Die V\u00e4ter sollen nicht f\u00fcr die Kinder noch die Kinder f\u00fcr die V\u00e4ter sterben, sondern ein jeglicher soll f\u00fcr seine S\u00fcnde sterben.\n24:17 Du sollst das Recht des Fremdlings und des Waisen nicht beugen und sollst der Witwe nicht das Kleid zum Pfande nehmen.\n24:18 Denn du sollst gedenken, da\u00df du Knecht in \u00c4gypten gewesen bist, und der HERR, dein Gott, dich von dannen erl\u00f6set hat. Darum gebiete ich dir, da\u00df du solches tust.\n24:19 Wenn du auf deinem Acker geerntet hast und einer Garbe vergessen hast auf dem Acker, so sollst du nicht umkehren, dieselbe zu holen, sondern sie soll des Fremdlings, des Waisen und der Witwe sein, auf da\u00df dich der HERR, dein Gott, segne in allen Werken deiner H\u00e4nde.\n24:20 Wenn du deine \u00d6lb\u00e4ume hast gesch\u00fcttelt, so sollst du nicht nachsch\u00fctteln; es soll des Fremdlings, des Waisen und der Witwe sein.\n24:21 Wenn du deinen Weinberg gelesen hast, so sollst du nicht nachlesen; es soll des Fremdlings, des Waisen und der Witwe sein.\n24:22 Und sollst gedenken, da\u00df du Knecht in \u00c4gyptenland gewesen bist; darum gebiete ich dir, da\u00df du solches tust.\n25:1 Wenn ein Hader ist zwischen M\u00e4nnern, so soll man sie vor Gericht bringen und sie richten und den Gerechten rechtsprechen und den Gottlosen verdammen.\n25:2 Und so der Gottlose Schl\u00e4ge verdienet hat, soll ihn der Richter hei\u00dfen niederfallen, und sollen ihn vor ihm schlagen nach dem Ma\u00df und Zahl seiner Missetat.\n25:3 Wenn man ihm vierzig Schl\u00e4ge gegeben hat, soll man ihn nicht mehr schlagen, auf da\u00df nicht, so man mehr Schl\u00e4ge gibt, er zu viel geschlagen werde, und dein Bruder scheu\u00dflich vor deinen Augen sei,\n25:4 Du sollst dem Ochsen, der da drischet, nicht das Maul verbinden.\n25:5 Wenn Br\u00fcder beieinander wohnen, und einer stirbt ohne Kinder, so soll des Verstorbenen Weib nicht einen fremden Mann drau\u00dfen nehmen, sondern ihr Schwager soll sie beschlafen und zum Weihe nehmen und sie ehelichen.\n25:6 Und den ersten Sohn, den sie gebieret, soll er best\u00e4tigen nach dem Namen seines verstorbenen Bruders, da\u00df, sein Name nicht vertilget werde aus Israel.\n25:7 Gef\u00e4llt es aber dem Manne nicht, da\u00df er seine Schw\u00e4gerin nehme, so soll sie, seine Schw\u00e4gerin, hinaufgehen unter das Tor vor die \u00c4ltesten und sagen: Mein Schwager weigert sich, seinem Bruder einen Namen zu erwecken in Israel, und will mich nicht ehelichen.\n25:8 So sollen ihn die \u00c4ltesten der Stadt fordern und mit ihm reden. Wenn er dann stehet und spricht: Es gef\u00e4llt mir nicht, sie zu nehmen,\n25:9 so soll seine Schw\u00e4gerin zu ihm treten vor den \u00c4ltesten und ihm einen Schuh ausziehen von seinen F\u00fc\u00dfen und ihn anspeien; und soll antworten und sprechen: Also soll man tun einem jeden Manne, der seines Bruders Haus nicht erbauen will.\n25:10 Und sein Name soll in Israel hei\u00dfen des Barf\u00fc\u00dfers Haus.\n25:11 Wenn sich zween M\u00e4nner miteinander hadern, und des einen Weib l\u00e4uft zu, da\u00df sie ihren Mann errette von der Hand des, der ihn schl\u00e4gt, und strecket ihre Hand aus und ergreifet ihn bei seiner Scham,\n25:12 so sollst du ihr die Hand abhauen, und dein Auge soll ihrer nicht verschonen.\n25:13 Du sollst nicht zweierlei Gewicht in deinem Sack, gro\u00df und klein, haben;\n25:14 und in deinem Hause soll nicht zweierlei Scheffel, gro\u00df und klein, sein.\n25:15 Du sollst ein v\u00f6llig und recht Gewicht und einen v\u00f6lligen und rechten Scheffel haben, auf da\u00df dein Leben lange w\u00e4hre in dem Lande, das dir der HERR, dein Gott, geben wird.\n25:16 Denn wer solches tut, der ist dem HERRN, deinem Gott, ein Greuel, wie alle, die \u00fcbel tun.\n25:17 Gedenke, was dir die Amalekiter taten auf dem Wege, da ihr aus \u00c4gypten zoget:\n25:18 wie sie dich angriffen auf dem Wege und schlugen deine Hintersten, alle die Schwachen, die dir hinten nachzogen, da du m\u00fcde und matt warst, und f\u00fcrchteten Gott nicht.\n25:19 Wenn nun der HERR, dein Gott, dich zur Ruhe bringet von allen deinen Feinden umher im Lande, das dir der HERR, dein Gott, gibt zum Erbe einzunehmen, so sollst du das Ged\u00e4chtnis der Amalekiter austilgen unter dem Himmel. Das vergi\u00df nicht!\n26:1 Wenn du ins Land kommst, das dir der HERR, dein Gott, zum Erbe geben wird, und nimmst es ein und wohnest drinnen,\n26:2 so sollst du nehmen allerlei erste Fr\u00fcchte des Landes, die aus der Erde kommen, die der HERR, dein Gott, dir gibt, und sollst sie in einen Korb legen und hingehen an den Ort, den der HERR, dein Gott, erw\u00e4hlen wird, da\u00df sein Name daselbst wohne,\n26:3 und sollst zu dem Priester kommen, der zu der Zeit da ist, und zu ihm sagen: Ich bekenne heute dem HERRN, deinem Gott, da\u00df ich kommen bin in das Land, das der HERR unsern V\u00e4tern geschworen hat, uns zu geben.\n26:4 Und der Priester soll den Korb nehmen von deiner Hand und vor dem Altar des HERRN, deines Gottes, niedersetzen.\n26:5 Da sollst du antworten und sagen vor dem HERRN, deinem Gott: Die Syrer wollten meinen Vater umbringen; der zog hinab nach \u00c4gypten und war daselbst ein Fremdling mit geringem Volk und ward daselbst ein gro\u00df, stark und viel Volk.\n26:6 Aber die \u00c4gypter handelten uns \u00fcbel und zwangen uns und legten einen harten Dienst auf uns.\n26:7 Da schrieen wir zu dem HERRN, dem Gott unserer V\u00e4ter; und der HERR erh\u00f6rete unser Schreien und sah unser Elend, Angst und Not\n26:8 und f\u00fchrete uns aus \u00c4gypten mit m\u00e4chtiger Hand und ausgerecktem Arm und mit gro\u00dfem Schrecken, durch Zeichen und Wunder;\n26:9 und brachte uns an diesen Ort und gab uns dies Land, da Milch und Honig innen fleu\u00dft.\n26:10 Nun bringe ich die ersten Fr\u00fcchte des Landes, die du, HERR, mir gegeben hast. Und sollst sie lassen vor dem HERRN, deinem Gott, und anbeten vor dem HERRN, deinem Gott,\n26:11 und fr\u00f6hlich sein \u00fcber allem Gut, das dir der HERR, dein Gott, gegeben hat und deinem Hause, du und der Levit und der Fremdling, der bei dir ist.\n26:12 Wenn du alle Zehnten deines Einkommens zusammengebracht hast im dritten Jahr, das ist ein Zehnten-Jahr, so sollst du dem Leviten, dem Fremdling, dem Waisen und der Witwe geben, da\u00df sie essen in deinem Tor und satt werden.\n26:13 Und sollst sprechen vor dem HERRN, deinem Gott: Ich habe gebracht, das geheiliget ist, aus meinem Hause; und habe es gegeben den Leviten, den Fremdlingen, den Waisen und den Witwen nach all deinem Gebot, das du mir geboten hast; ich habe deine Gebote nicht \u00fcbergangen noch vergessen.\n26:14 Ich habe nicht davon gegessen in meinem Leide und habe nicht davon getan in Unreinigkeit; ich habe nicht zu den Toten davon gegeben; ich bin der Stimme des HERRN, meines Gottes, gehorsam gewesen und habe getan alles, wie du mir geboten hast.\n26:15 Sieh herab von deiner heiligen Wohnung vom Himmel und segne dein Volk Israel und das Land, das du uns gegeben hast, wie du unsern V\u00e4tern geschworen hast, ein Land, da Milch und Honig innen fleu\u00dft.\n26:16 Heutigestages gebeut dir der HERR, dein Gott, da\u00df du tust nach allen diesen Geboten und Rechten, da\u00df du sie haltest und danach tust von ganzem Herzen und von ganzer Seele.\n26:17 Dem HERRN hast du heute geredet, da\u00df er dein Gott sei, da\u00df du in allen seinen Wegen wandelst und haltest seine Gesetze, Gebote und Rechte und seiner Stimme gehorchest.\n26:18 Und der HERR hat dir heute geredet, da\u00df du sein eigen Volk sein sollst, wie er dir geredet hat, da\u00df du alle seine Gebote haltest,\n26:19 und er dich das h\u00f6chste mache, und du ger\u00fchmet, gepreiset und geehret werdest \u00fcber alle V\u00f6lker, die er gemacht hat; da\u00df du dem HERRN, deinem Gott, ein heilig Volk seiest, wie er geredet hat.\n27:1 Und Mose gebot samt den \u00c4ltesten Israels dem Volk und sprach: Behaltet alle Gebote, die ich euch heute gebiete!\n27:2 Und zu der Zeit, wenn ihr \u00fcber den Jordan gehet ins Land, das dir der HERR, dein Gott, geben wird, sollst du gro\u00dfe Steine aufrichten und sie mit Kalk t\u00fcnchen\n27:3 und drauf schreiben alle Worte dieses Gesetzes, wenn du hin\u00fcberkommst, auf da\u00df du kommest ins Land, das der HERR, dein Gott, dir geben wird, ein Land, da Milch und Honig innen fleu\u00dft, wie der HERR, deiner V\u00e4ter Gott, dir geredet hat.\n27:4 Wenn ihr nun \u00fcber den Jordan gehet, so sollt ihr solche Steine aufrichten (davon ich euch heute gebiete) auf dem Berge Ebal und mit Kalk t\u00fcnchen.\n27:5 Und sollst daselbst dem HERRN, deinem Gott, einen steinernen Altar bauen, dar\u00fcber kein Eisen f\u00e4hret.\n27:6 Von ganzen Steinen sollst du diesen Altar dem HERRN, deinem Gott, bauen und Brandopfer drauf opfern dem HERRN, deinem Gott.\n27:7 Und sollst Dankopfer opfern und daselbst essen und fr\u00f6hlich sein vor dem HERRN, deinem Gott.\n27:8 Und sollst auf die Steine alle Worte dieses Gesetzes schreiben, klar und deutlich.\n27:9 Und Mose samt den Priestern, den Leviten, redeten mit dem ganzen Israel und sprachen: Merke und h\u00f6re zu, Israel! Heute dieses Tages bist du ein Volk worden des HERRN; deines Gottes,\n27:10 da\u00df du der Stimme des HERRN, deines Gottes, gehorsam seiest und tust nach seinen Geboten und Rechten, die ich dir heute gebiete.\n27:11 Und Mose gebot dem Volk desselben Tages und sprach:\n27:12 Diese sollen stehen auf dem Berge Grisim, zu segnen das Volk, wenn ihr \u00fcber den Jordan gegangen seid: Simeon, Levi, Juda, Isaschar, Joseph und Benjamin.\n27:13 Und diese sollen stehen auf dem Berge Ebal, zu fluchen: Ruben, Gad, Asser, Sebulon, Dan und Naphthali.\n27:14 Und die Leviten sollen anheben und sagen zu jedermann von Israel mit lauter Stimme:\n27:15 Verflucht sei, wer einen G\u00f6tzen oder gegossen Bild macht, einen Greuel des HERRN, ein Werk der Werkmeister H\u00e4nde, und setzt es verborgen! Und alles Volk soll antworten und sagen: Amen.\n27:16 Verflucht sei, wer seinem Vater oder Mutter fluchet! Und alles Volk soll sagen: Amen.\n27:17 Verflucht sei, wer seines N\u00e4chsten Grenze engert! Und alles Volk soll sagen: Amen.\n27:18 Verflucht sei, wer einen Blinden irren macht auf dem Wege! Und alles Volk soll sagen: Amen.\n27:19 Verflucht sei, wer das Recht des Fremdlings, des Waisen und der Witwe beuget! Und alles Volk soll sagen: Amen.\n27:20 Verflucht sei, wer bei seines Vaters Weib liegt, da\u00df er aufdecke den Fittich seines Vaters! Und alles Volk soll sagen: Amen.\n27:21 Verflucht sei, wer irgend bei einem Vieh liegt! Und alles Volk soll sagen: Amen.\n27:22 Verflucht sei, wer bei seiner Schwester liegt, die seines Vaters oder seiner Mutter Tochter ist! Und alles Volk soll sagen: Amen.\n27:23 Verflucht sei, wer bei seiner Schwieger liegt! Und alles Volk soll sagen: Amen.\n27:24 Verflucht sei, wer seinen N\u00e4chsten heimlich schl\u00e4gt! Und alles Volk soll sagen: Amen.\n27:25 Verflucht sei, wer Geschenke nimmt, da\u00df er die Seele des unschuldigen Bluts schl\u00e4gt! Und alles Volk soll sagen: Amen.\n27:26 Verflucht sei, wer nicht alle Worte dieses Gesetzes erf\u00fcllet, da\u00df er danach tue! Und alles Volk soll sagen; Amen.\n28:1 Und wenn du der Stimme des HERRN, deines Gottes, gehorchen wirst, da\u00df du haltest und tust alle seine Gebote, die ich dir heute gebiete, so wird dich der HERR, dein Gott, das h\u00f6chste machen \u00fcber alle V\u00f6lker auf Erden,\n28:2 und werden \u00fcber dich kommen alle diese Segen und werden dich treffen, darum da\u00df du der Stimme des HERRN, deines Gottes, bist gehorsam gewesen.\n28:3 Gesegnet wirst du sein in der Stadt, gesegnet auf dem Acker.\n28:4 Gesegnet wird sein die Frucht deines Leibes, die Frucht deines Landes und die Frucht deines Viehes und die Fr\u00fcchte deiner Ochsen und die Fr\u00fcchte deiner Schafe.\n28:5 Gesegnet wird sein, dein Korb und dein \u00dcbriges.\n28:6 Gesegnet wirst du sein, wenn du ein gehest, gesegnet, wenn du ausgehest.\n28:7 Und der HERR wird deine Feinde, die sich wider dich auflehnen, vor dir schlagen; durch einen Weg sollen sie ausziehen wider dich und durch sieben Wege vor dir fliehen.\n28:8 Der HERR wird gebieten dem Segen, da\u00df er mit dir sei in deinem Keller und in allem, das du vornimmst, und wird dich segnen in dem Lande, das dir der HERR, dein Gott, gegeben hat.\n28:9 Der HERR wird dich ihm zum heiligen Volk aufrichten, wie er dir geschworen hat, darum da\u00df du die Gebote des HERRN, deines Gottes, h\u00e4ltst und wandelst in seinen Wegen,\n28:10 da\u00df alle V\u00f6lker auf Erden werden sehen, da\u00df du nach dem Namen des HERRN genennet bist, und werden sich vor dir f\u00fcrchten.\n28:11 Und der HERR wird machen, da\u00df du \u00dcberflu\u00df an G\u00fctern haben wirst, an der Frucht deines Leibes, an der Frucht deines Viehes, an der Frucht deines Ackers, auf dem Lande, das der HERR deinen V\u00e4tern geschworen hat, dir zu geben.\n28:12 Und der HERR wird dir seinen guten Schatz auftun, den Himmel, da\u00df er deinem Lande Regen gebe zu seiner Zeit, und da\u00df er segne alle Werke deiner H\u00e4nde. Und du wirst vielen V\u00f6lkern leihen, du aber wirst von niemand borgen.\n28:13 Und der HERR wird dich zum Haupt machen und nicht zum Schwanz, und wirst oben schweben und nicht unten liegen, darum da\u00df du gehorsam bist den Geboten des HERRN, deines Gottes, die ich dir heute gebiete, zu halten und zu tun,\n28:14 und da\u00df du nicht weichest von irgend einem Wort, das ich euch heute gebiete, weder zur Rechten noch zur Linken, damit du andern G\u00f6ttern nachwandelst, ihnen zu dienen.\n28:15 Wenn du aber nicht gehorchen wirst der Stimme des HERRN, deines Gottes, da\u00df du haltest und tust alle seine Gebote und Rechte, die ich dir heute gebiete, so werden alle diese Fl\u00fcche \u00fcber dich kommen und dich treffen.\n28:16 Verflucht wirst du sein in der Stadt, verflucht auf dem Acker.\n28:17 Verflucht wird sein dein Korb und dein \u00fcbriges.\n28:18 Verflucht wird sein die Frucht deines Leibes, die Frucht deines Landes, die Frucht deiner Ochsen und die Frucht deiner Schafe.\n28:19 Verflucht wirst du sein, wenn du eingehest, verflucht, wenn du ausgehest.\n28:20 Der HERR wird unter dich senden Unfall, Unrat und Ungl\u00fcck in allem, das du vor die Hand nimmst, da\u00df du tust, bis du vertilget werdest und bald untergehest um deines b\u00f6sen Wesens willen, da\u00df du mich verlassen hast.\n28:21 Der HERR wird dir die Sterbedr\u00fcse anh\u00e4ngen, bis da\u00df er dich vertilge in dem Lande, dahin du kommst, dasselbe einzunehmen.\n28:22 Der HERR wird dich schlagen mit Schwulst, Fieber, Hitze, Brunst, D\u00fcrre, giftiger Luft und Gelbsucht und wird dich verfolgen, bis er dich umbringe.\n28:23 Dein Himmel, der \u00fcber deinem Haupt ist, wird ehern sein, und die Erde unter dir eisern.\n28:24 Der HERR wird deinem Lande Staub und Asche f\u00fcr Regen geben vom Himmel auf dich, bis du vertilget werdest.\n28:25 Der HERR wird dich vor deinen Feinden schlagen. Durch einen Weg wirst du zu ihnen ausziehen, und durch sieben Wege wirst du vor ihnen fliehen; und wirst zerstreuet werden unter alle Reiche auf Erden.\n28:26 Dein Leichnam wird eine Speise sein allem Gev\u00f6gel des Himmels und allem Tier auf Erden; und niemand wird sein, der sie scheucht.\n28:27 Der HERR wird dich schlagen mit Dr\u00fcsen \u00c4gyptens, mit Feigwarzen, mit Grind und Kr\u00e4tze, da\u00df du nicht kannst heil werden.\n28:28 Der HERR wird dich schlagen mit Wahnsinn, Blindheit und Rasen des Herzens;\n28:29 und wirst tappen im Mittag, wie ein Blinder tappet im Dunkeln; und wirst auf deinem Wege kein Gl\u00fcck haben und wirst Gewalt und Unrecht leiden m\u00fcssen dein Leben lang; und niemand wird dir helfen.\n28:30 Ein Weib wirst du dir vertrauen lassen, aber ein anderer wird bei ihr schlafen. Ein Haus wirst du bauen, aber du wirst nicht drinnen wohnen. Einen Weinberg wirst du pflanzen, aber du wirst ihn nicht gemein machen.\n28:31 Dein Ochse wird vor deinen Augen geschlachtet werden, aber du wirst nicht davon essen. Dein Esel wird vor deinem Angesicht mit Gewalt genommen und dir nicht wiedergegeben werden. Dein Schaf wird deinen Feinden gegeben werden, und niemand wird dir helfen.\n28:32 Deine S\u00f6hne und deine T\u00f6chter werden einem andern Volk gegeben werden, da\u00df deine Augen zusehen und verschmachten \u00fcber ihnen t\u00e4glich, und wird keine St\u00e4rke in deinen H\u00e4nden sein.\n28:33 Die Fr\u00fcchte deines Landes und alle deine Arbeit wird ein Volk verzehren, das du nicht kennest; und wirst Unrecht leiden und zersto\u00dfen werden dein Leben lang.\n28:34 Und wirst unsinnig werden vor dem, das deine Augen sehen m\u00fcssen.\n28:35 Der HERR wird dich schlagen mit einer b\u00f6sen Dr\u00fcse an den Knieen und Waden, da\u00df du nicht kannst geheilet werden, von den Fu\u00dfsohlen an bis auf die Scheitel.\n28:36 Der HERR wird dich und deinen K\u00f6nig, den du \u00fcber dich gesetzt hast, treiben unter ein Volk, das du nicht kennest noch deine V\u00e4ter; und wirst daselbst dienen andern G\u00f6ttern, Holz und Steinen.\n28:37 Und wirst ein Scheusal und ein Sprichwort und Spott sein unter allen V\u00f6lkern, da dich der HERR hingetrieben hat.\n28:38 Du wirst viel Samens ausf\u00fchren auf das Feld und wenig einsammeln; denn die Heuschrecken werden's abfressen.\n28:39 Weinberge wirst du pflanzen und bauen, aber keinen Wein trinken noch lesen; denn die W\u00fcrmer werden's verzehren.\n28:40 \u00d6lb\u00e4ume wirst du haben in allen deinen Grenzen, aber du wirst dich nicht salben mit \u00d6l; denn dein \u00d6lbaum wird ausgerissen werden.\n28:41 S\u00f6hne und T\u00f6chter wirst du zeugen und doch nicht haben; denn sie werden gefangen weggef\u00fchrt werden.\n28:42 Alle deine B\u00e4ume und Fr\u00fcchte deines Landes wird das Ungeziefer fressen.\n28:43 Der Fremdling, der bei dir ist, wird \u00fcber dich steigen und immer oben schweben; du aber wirst heruntersteigen und immer unterliegen.\n28:44 Er wird dir leihen, du aber wirst ihm nicht leihen; er wird das Haupt sein, und du wirst der Schwanz sein.\n28:45 Und werden alle diese Fl\u00fcche \u00fcber dich kommen und dich verfolgen und treffen, bis du vertilget werdest, darum da\u00df du der Stimme des HERRN, deines Gottes, nicht gehorchet hast, da\u00df du seine Gebote und Rechte hieltest, die er dir geboten hat.\n28:46 Darum werden Zeichen und Wunder an dir sein und an deinem Samen ewiglich,\n28:47 da\u00df du dem HERRN, deinem Gott, nicht gedienet hast mit Freude und Lust deines Herzens, da du allerlei genug hattest.\n28:48 Und wirst deinem Feinde, den dir der HERR zuschicken wird, dienen in Hunger und Durst, in Bl\u00f6\u00dfe und allerlei Mangel, und er wird ein eisern Joch auf deinen Hals legen, bis da\u00df er dich vertilge.\n28:49 Der HERR wird ein Volk \u00fcber dich schicken von ferne, von der Welt Ende, wie ein Adler fleugt, des Sprache du nicht verstehest,\n28:50 ein frech Volk, das nicht ansiehet die Person des Alten noch schonet der J\u00fcnglinge;\n28:51 und wird verzehren die Frucht deines Viehes und die Frucht deines Landes, bis du vertilget werdest; und wird dir nichts \u00fcberlassen an Korn, Most, \u00d6l, an Fr\u00fcchten der Ochsen und Schafe, bis da\u00df dich's umbringe;\n28:52 und wird dich \u00e4ngsten in allen deinen Toren, bis da\u00df es niederwerfe deine hohen und festen Mauern, darauf du dich verl\u00e4ssest, in all deinem Lande; und wirst ge\u00e4ngstet werden in allen deinen Toren, in deinem ganzen Lande, das dir der HERR, dein Gott, gegeben hat.\n28:53 Du wirst die Frucht deines Leibes fressen, das Fleisch deiner S\u00f6hne und deiner T\u00f6chter, die dir der HERR, dein Gott, gegeben hat, in der Angst und Not, damit dich dein Feind dr\u00e4ngen wird;\n28:54 da\u00df ein Mann, der zuvor sehr z\u00e4rtlich und in L\u00fcsten gelebt hat unter euch, wird seinem Bruder und dem Weibe in seinen Armen und dem Sohn, der noch \u00fcbrig ist von seinen S\u00f6hnen, verg\u00f6nnen,\n28:55 zu geben jemand unter ihnen von dem Fleisch seiner S\u00f6hne, das er frisset, sintemal ihm nichts \u00fcbrig ist von allem Gut, in der Angst und Not, damit dich dein Feind dr\u00e4ngen wird in allen deinen Toren.\n28:56 Ein Weib unter euch, das zuvor z\u00e4rtlich und in L\u00fcsten gelebt hat, da\u00df sie nicht versucht hat, ihre Fu\u00dfsohlen auf die Erde zu setzen vor Z\u00e4rtlichkeit und Wollust, die wird dem Mann in ihren Armen und ihrem Sohn und ihrer Tochter verg\u00f6nnen\n28:57 die Aftergeburt, die zwischen ihren eigenen Beinen ist ausgegangen, dazu ihre S\u00f6hne, die sie geboren hat; denn sie werden sie vor allerlei Mangel heimlich essen, in der Angst und Not, damit dich dein Feind dr\u00e4ngen wird in deinen Toren.\n28:58 Wo du nicht wirst halten, da\u00df du tust alle Worte dieses Gesetzes, die in diesem Buch geschrieben sind, da\u00df du f\u00fcrchtest diesen herrlichen und schrecklichen Namen, den HERRN, deinen Gott,\n28:59 so wird der HERR wunderlich mit dir umgehen, mit Plagen auf dich und deinen Samen, mit gro\u00dfen und langwierigen Plagen, mit b\u00f6sen und langwierigen Krankheiten,\n28:60 und wird dir zuwenden alle Seuche \u00c4gyptens, davor du dich f\u00fcrchtest, und werden dir anhangen.\n28:61 Dazu alle Krankheit und alle Plage, die nicht geschrieben sind in dem Buch dieses Gesetzes, wird der HERR \u00fcber dich kommen lassen, bis du vertilget werdest.\n28:62 Und wird euer wenig P\u00f6bels \u00fcberbleiben, die ihr vorhin gewesen seid wie die Sterne am Himmel nach der Menge, darum da\u00df du nicht gehorchet hast der Stimme des HERRN, deines Gottes.\n28:63 Und wie sich der HERR \u00fcber euch zuvor freute, da\u00df er euch Gutes t\u00e4te und mehrete euch, also wird er sich \u00fcber euch freuen, da\u00df er euch umbringe und vertilge; und werdet verst\u00f6ret werden von dem Lande, da du jetzt einzeuchst, es einzunehmen.\n28:64 Denn der HERR wird dich zerstreuen unter alle V\u00f6lker, von einem Ende der Welt bis ans andere; und wirst daselbst andern G\u00f6ttern dienen, die du nicht kennest noch deine V\u00e4ter, Holz und Steinen.\n28:65 Dazu wirst du unter denselben V\u00f6lkern kein bleibend Wesen haben, und deine Fu\u00dfsohlen werden keine Ruhe haben. Denn der HERR wird dir daselbst ein bebendes Herz geben und verschmachtete Augen und verdorrete Seele,\n28:66 da\u00df dein Leben wird vor dir schweben. Nacht und Tag wirst du dich f\u00fcrchten und deines Lebens nicht sicher sein.\n28:67 Des Morgens wirst du sagen: Ach, da\u00df ich den Abend erleben m\u00f6chte! Des Abends wirst du sagen: Ach, da\u00df ich den Morgen erleben m\u00f6chte! vor Furcht deines Herzens, die dich schrecken wird, und vor dem, das du mit deinen Augen sehen wirst.\n28:68 Und der HERR wird dich mit Schiffen voll wieder nach \u00c4gypten f\u00fchren durch den Weg, davon ich gesagt habe: Du sollst ihn nicht mehr sehen. Und ihr werdet daselbst euren Feinden zu Knechten und M\u00e4gden verkauft werden, und wird kein K\u00e4ufer da sein.\n29:1 Dies sind die Worte des Bundes, den der HERR Mose geboten hat, zu machen mit den Kindern Israel in der Moabiter Lande, zum andernmal, nachdem er denselben mit ihnen gemacht hatte in Horeb.\n29:2 Und Mose rief dem ganzen Israel und sprach zu ihnen: Ihr habt gesehen alles, was der HERR getan hat in \u00c4gypten vor euren Augen dem Pharao mit allen seinen Knechten und seinem ganzen Lande,\n29:3 die gro\u00dfen Versuchungen, die deine Augen gesehen haben, da\u00df es gro\u00dfe Zeichen und Wunder waren.\n29:4 Und der HERR hat euch bis auf diesen heutigen Tag noch nicht gegeben ein Herz, das verst\u00e4ndig w\u00e4re, Augen, die da s\u00e4hen, und Ohren, die da h\u00f6reten.\n29:5 Er hat euch vierzig Jahre in der W\u00fcste lassen wandeln; eure Kleider sind an euch nicht veraltet, und dein Schuh ist nicht veraltet an deinen F\u00fc\u00dfen.\n29:6 Ihr habt kein Brot gegessen und keinen Wein getrunken noch stark Getr\u00e4nke, auf da\u00df du wissest, da\u00df ich der HERR, euer Gott, bin.\n29:7 Und da ihr kamet an diesen Ort, zog aus der K\u00f6nig Sihon zu Hesbon und der K\u00f6nig Og zu Basan uns entgegen, mit uns zu streiten. Und wir haben sie geschlagen\n29:8 und ihr Land eingenommen und zum Erbteil gegeben den Rubenitern und Gaditern und dem halben Stamm der Manassiter.\n29:9 So haltet nun die Worte dieses Bundes und tut danach, auf da\u00df ihr weislich handeln m\u00f6get in all eurem Tun.\n29:10 Ihr stehet heute alle vor dem HERRN, eurem Gott, die Obersten eurer St\u00e4mme, eure \u00c4ltesten, eure Amtleute, ein jedermann in Israel,\n29:11 eure Kinder, eure Weiber, dein Fremdling, der in deinem Lager ist, beide dein Holzhauer und dein Wassersch\u00f6pfer,\n29:12 da\u00df du einhergehen sollst in dem Bunde des HERRN, deines Gottes, und in dem Eide, den der HERR, dein Gott, heute mit dir macht,\n29:13 auf da\u00df er dich heute ihm zum Volk aufrichte, und er dein Gott sei, wie er dir geredet hat und wie er deinen V\u00e4tern, Abraham, Isaak und Jakob, geschworen hat.\n29:14 Denn ich mache diesen Bund und diesen Eid nicht mit euch alleine,\n29:15 sondern beide mit euch, die ihr heute hie seid und mit uns stehet vor dem HERRN, unserm Gott, und mit denen, die heute nicht mit uns sind.\n29:16 Denn ihr wisset, wie wir in \u00c4gyptenland gewohnet haben und mitten durch die Heiden gezogen sind, durch welche ihr zoget,\n29:17 und sahet ihre Greuel und ihre G\u00f6tzen, Holz und Stein, Silber und Gold, die bei ihnen waren.\n29:18 Da\u00df nicht vielleicht ein Mann, oder ein Weib, oder ein Gesinde, oder ein Stamm unter euch sei, des Herz heute sich von dem HERRN, unserm Gott, gewandt habe, da\u00df es hingehe und diene den G\u00f6ttern dieser V\u00f6lker, und werde vielleicht eine Wurzel unter euch, die da Galle und Wermut trage,\n29:19 und ob er schon h\u00f6re die Worte dieses Fluchs, dennoch sich segne in seinem Herzen und spreche: Es gehet mir wohl, weil ich wandele, wie es mein Herz d\u00fcnket; auf da\u00df die Trunkene mit der Durstigen dahinfahre.\n29:20 Da wird der HERR dem nicht gn\u00e4dig sein, sondern dann wird sein Zorn und Eifer rauchen \u00fcber solchen Mann, und werden sich auf ihn legen alle Fl\u00fcche, die in diesem Buch geschrieben sind. Und der HERR wird seinen Namen austilgen unter dem Himmel\n29:21 und wird ihn absondern zum Ungl\u00fcck aus allen St\u00e4mmen Israels laut aller Fl\u00fcche des Bundes, der in dem Buch dieses Gesetzes geschrieben ist.\n29:22 So werden dann sagen die Nachkommen eurer Kinder, die nach euch aufkommen werden, und die Fremden, die aus fernen Landen kommen, so sie die Plagen dieses Landes sehen und die Krankheiten, damit sie der HERR beladen hat,\n29:23 da\u00df er all ihr Land mit Schwefel und Salz verbrannt hat, da\u00df es nicht bes\u00e4et werden mag, noch w\u00e4chset, noch kein Kraut drinnen aufgehet, gleichwie Sodom und Gomorrha, Adama und Zeboim umgekehret sind, die der HERR in seinem Zorn und Grimm umgekehret hat.\n29:24 So werden alle V\u00f6lker sagen: Warum hat der HERR diesem Lande also getan? Was ist das f\u00fcr so gro\u00dfer, grimmiger Zorn?\n29:25 So wird man sagen: Darum da\u00df sie den Bund des HERRN, ihrer V\u00e4ter Gott, verlassen haben, den er mit ihnen machte, da er sie aus \u00c4gyptenland f\u00fchrete;\n29:26 und sind hingegangen und haben andern G\u00f6ttern gedienet und sie angebetet, solche G\u00f6tter, die sie nicht kennen, und die ihnen nichts gegeben haben;\n29:27 darum ist des HERRN Zorn ergrimmet \u00fcber dies Land, da\u00df er \u00fcber sie hat kommen lassen alle Fl\u00fcche, die in diesem Buch geschrieben stehen;\n29:28 und der HERR hat sie aus ihrem Lande gesto\u00dfen mit gro\u00dfem Zorn, Grimm und Ungnade und hat sie in ein ander Land geworfen, wie es stehet heutigestages.\n29:29 Das Geheimnis des HERRN, unsers Gottes, ist offenbaret uns und unsern Kindern ewiglich, da\u00df wir tun sollen alle Worte dieses Gesetzes.\n30:1 Wenn nun \u00fcber dich kommt dies alles, es sei der Segen oder der Fluch, die ich dir vorgelegt habe, und in dein Herz gehest, wo du unter den Heiden bist, da dich der HERR, dein Gott, hin versto\u00dfen hat,\n30:2 und bekehrest dich zu dem HERRN, deinem Gott, da\u00df du seiner Stimme gehorchest, du und deine Kinder, von ganzem Herzen und von ganzer Seele in allem, das ich dir heute gebiete,\n30:3 so wird der HERR, dein Gott, dein Gef\u00e4ngnis wenden und sich deiner erbarmen und wird dich wieder versammeln aus allen V\u00f6lkern, dahin dich der HERR, dein Gott, verstreuet hat.\n30:4 Wenn du bis an der Himmel Ende versto\u00dfen w\u00e4rest, so wird dich doch der HERR, dein Gott, von dannen sammeln und dich von dannen holen;\n30:5 und wird dich in das Land bringen, das deine V\u00e4ter besessen haben, und wirst es einnehmen, und wird dir Gutes tun und dich mehren \u00fcber deine V\u00e4ter.\n30:6 Und der HERR, dein Gott, wird dein Herz beschneiden und das Herz deines Samens, da\u00df du den HERRN, deinen Gott, liebest von ganzem Herzen und von ganzer Seele, auf da\u00df du leben m\u00f6gest.\n30:7 Aber diese Fl\u00fcche wird der HERR, dein Gott, alle auf deine Feinde legen und auf die, die dich hassen und verfolgen.\n30:8 Du aber wirst dich bekehren und der Stimme des HERRN gehorchen, da\u00df du tust alle seine Gebote, die ich dir heute gebiete.\n30:9 Und der HERR, dein Gott, wird dir Gl\u00fcck geben in allen Werken deiner H\u00e4nde, an der Frucht deines Leibes, an der Frucht deines Viehes, an der Frucht deines Landes, da\u00df dir's zu gut komme. Denn der HERR wird sich wenden, da\u00df er sich \u00fcber dir freue, dir zu gut, wie er sich \u00fcber deinen V\u00e4tern gefreuet hat,\n30:10 darum da\u00df du der Stimme des HERRN, deines Gottes; gehorchest, zu halten seine Gebote und Rechte, die geschrieben stehen im Buch dieses Gesetzes, so du dich wirst bekehren zu dem HERRN, deinem Gott, von ganzem Herzen und von ganzer Seele.\n30:11 Denn das Gebot, das ich dir heute gebiete, ist dir nicht verborgen, noch zu ferne,\n30:12 noch im Himmel, da\u00df du m\u00f6chtest sagen: Wer will uns in den Himmel fahren und uns holen, da\u00df wir's h\u00f6ren und tun?\n30:13 Es ist auch nicht jenseit des Meers, da\u00df du m\u00f6chtest sagen: Wer will uns \u00fcber das Meer fahren und uns holen, da\u00df wir's h\u00f6ren und tun?\n30:14 Denn es ist das Wort fast nahe bei dir in deinem Munde und in deinem Herzen, da\u00df du es tust.\n30:15 Siehe, ich habe dir heute vorgelegt das Leben und das Gute, den Tod und das B\u00f6se;\n30:16 der ich dir heute gebiete, da\u00df du den HERRN, deinen Gott, liebest und wandelst in seinen Wegen, und seine Gebote, Gesetze und Rechte haltest und leben m\u00f6gest und gemehret werdest, da\u00df dich der HERR, dein Gott, segne im Lande, da du einzeuchst, dasselbe einzunehmen.\n30:17 Wendest du aber dein Herz und gehorchest nicht, sondern l\u00e4ssest dich verf\u00fchren, da\u00df du andere G\u00f6tter anbetest und ihnen dienest,\n30:18 so verk\u00fcndige ich euch heute, da\u00df ihr umkommen werdet und nicht lange in dem Lande bleiben, da du hineinzeuchst \u00fcber den Jordan, dasselbe einzunehmen.\n30:19 Ich nehme Himmel und Erde heute \u00fcber euch zu Zeugen. Ich habe euch Leben und Tod, Segen und Fluch vorgelegt, da\u00df du das Leben erw\u00e4hlest und du und dein Same leben m\u00f6gest,\n30:20 da\u00df ihr den HERRN, euren Gott, liebet und seiner Stimme gehorchet und ihm anhanget. Denn das ist dein Leben und dein langes Alter, da\u00df du im Lande wohnest, das der HERR deinen V\u00e4tern, Abraham, Isaak und Jakob, geschworen hat, ihnen zu geben.\n31:1 Und Mose ging hin und redete diese Worte mit dem ganzen Israel;\n31:2 und sprach zu ihnen: Ich bin heute hundertundzwanzig Jahre alt, ich kann nicht mehr aus und ein gehen; dazu hat der HERR zu mir gesagt: Du sollst nicht \u00fcber diesen Jordan gehen.\n31:3 Der HERR, dein Gott, wird selber vor dir hergehen; er wird selber diese V\u00f6lker vor dir her vertilgen, da\u00df du sie einnehmest. Josua, der soll vor dir hin\u00fcbergehen, wie der HERR geredet hat.\n31:4 Und der HERR wird ihnen tun, wie er getan hat Sihon und Og, den K\u00f6nigen der Amoriter, und ihrem Lande, welche er vertilget hat.\n31:5 Wenn sie nun der HERR vor euch geben wird, so sollt ihr ihnen tun nach allem Gebot, das ich euch geboten habe.\n31:6 Seid getrost und unverzagt, f\u00fcrchtet euch nicht und lasset euch nicht vor ihnen grauen; denn der HERR, dein Gott, wird selber mit dir wandeln und wird die Hand nicht abtun noch dich verlassen.\n31:7 Und Mose rief Josua und sprach zu ihm vor den Augen des ganzen Israel: Sei getrost und unverzagt; denn du wirst dies Volk ins Land bringen, das der HERR ihren V\u00e4tern geschworen hat, ihnen zu geben, und du wirst es unter sie austeilen.\n31:8 Der HERR aber, der selber vor euch hergehet, der wird mit dir sein und wird die Hand nicht abtun noch dich verlassen. F\u00fcrchte dich nicht und erschrick nicht!\n31:9 Und Mose schrieb dies Gesetz und gab's den Priestern, den Kindern Levi, die die Lade des Bundes des HERRN trugen, und allen \u00c4ltesten Israels;\n31:10 und gebot ihnen und sprach: Je \u00fcber sieben Jahre, zur Zeit des Erla\u00dfjahrs, am Fest der Laubh\u00fctten,\n31:11 wenn das ganze Israel kommt, zu erscheinen vor dem HERRN, deinem Gott, an dem Ort, den er erw\u00e4hlen wird, sollst du dies Gesetz vor dem ganzen Israel ausrufen lassen vor ihren Ohren,\n31:12 n\u00e4mlich vor der Versammlung des Volks, beide der M\u00e4nner und Weiber, Kinder und deines Fremdlings, der in deinem Tor ist; auf da\u00df sie h\u00f6ren und lernen, damit sie den HERRN, ihren Gott, f\u00fcrchten und halten, da\u00df sie tun alle Worte dieses Gesetzes,\n31:13 und da\u00df ihre Kinder, die es nicht wissen, auch h\u00f6ren und lernen; damit sie den HERRN, euren Gott, f\u00fcrchten alle eure Lebtage, die ihr auf dem Lande lebet, darein ihr gehet \u00fcber den Jordan einzunehmen.\n31:14 Und der HERR sprach zu Mose: Siehe, deine Zeit ist herbeikommen, da\u00df du sterbest. Rufe Josua und tretet in die H\u00fctte des Stifts, da\u00df ich ihm Befehl tue. Mose ging hin mit Josua, und traten in die H\u00fctte des Stifts.\n31:15 Der HERR aber erschien in der H\u00fctte in einer Wolkens\u00e4ule; und dieselbe Wolkens\u00e4ule stund in der H\u00fctte T\u00fcr.\n31:16 Und der HERR sprach zu Mose: Siehe, du wirst schlafen mit deinen V\u00e4tern; und dies Volk wird aufkommen und wird fremden G\u00f6ttern nachhuren, des Landes, darein sie kommen, und wird mich verlassen und den Bund fahren lassen, den ich mit ihm gemacht habe.\n31:17 So wird mein Zorn ergrimmen \u00fcber sie zur selben Zeit und werde sie verlassen und mein Antlitz vor ihnen verbergen, da\u00df sie verzehret werden. Und wenn sie dann viel Ungl\u00fcck und Angst treffen wird, werden sie sagen: Hat mich nicht dies \u00dcbel alles betreten, weil mein Gott nicht mit mir ist?\n31:18 Ich aber werde mein Antlitz verbergen zu der Zeit um alles B\u00f6sen willen, das sie getan haben, da\u00df sie sich zu andern G\u00f6ttern gewandt haben.\n31:19 So schreibet euch nun dies Lied und lehret es die Kinder Israel und leget es in ihren Mund, da\u00df mir das Lied ein Zeuge sei unter den Kindern Israel.\n31:20 Denn ich will sie ins Land bringen, das ich ihren V\u00e4tern geschworen habe, da Milch und Honig innen fleu\u00dft. Und wenn sie essen und satt und fett werden, so werden sie sich wenden zu andern G\u00f6ttern und ihnen dienen, und mich l\u00e4stern und meinen Bund fahren lassen.\n31:21 Und wenn sie dann viel Ungl\u00fcck und Angst betreten wird, so soll dies Lied ihnen antworten zum Zeugnis; denn es soll nicht vergessen werden aus dem Munde ihres Samens. Denn ich wei\u00df ihre Gedanken, damit sie schon jetzt umgehen, ehe ich sie ins Land bringe, das ich geschworen habe.\n31:22 Also schrieb Mose dies Lied zur selbigen Zeit und lehrete es die Kinder Israel.\n31:23 Und befahl Josua, dem Sohn Nuns, und sprach: Sei getrost und unverzagt; denn du sollst die Kinder Israel ins Land f\u00fchren, das ich ihnen geschworen habe, und ich will mit dir sein.\n31:24 Da nun Mose die Worte dieses Gesetzes ganz ausgeschrieben hatte in ein Buch,\n31:25 gebot er den Leviten, die die Lade des Zeugnisses des HERRN trugen, und sprach:\n31:26 Nehmet das Buch dieses Gesetzes und leget es in die Seite der Lade des Bundes des HERRN, eures Gottes, da\u00df es daselbst ein Zeuge sei wider dich.\n31:27 Denn ich kenne deinen Ungehorsam und Halsstarrigkeit. Siehe, weil ich noch heute mit euch lebe, seid ihr ungehorsam gewesen wider den HERRN; wieviel mehr nach meinem Tode.\n31:28 So versammelt nun vor mich alle \u00c4ltesten eurer St\u00e4mme und eure Amtleute, da\u00df ich diese Worte vor ihren Ohren rede und Himmel und Erde wider sie zu Zeugen nehme.\n31:29 Denn ich wei\u00df, da\u00df ihr's nach meinem Tode verderben werdet und aus dem Wege treten, den ich euch geboten habe. So wird euch dann Ungl\u00fcck begegnen hernach; darum da\u00df ihr \u00fcbel getan habt vor den Augen des HERRN, da\u00df ihr ihn erz\u00fcrnet durch eurer H\u00e4nde Werk.\n31:30 Also redete Mose die Worte dieses Liedes ganz aus vor den Ohren der ganzen Gemeine Israel:\n32:1 Merket auf, ihr Himmel, ich will reden; und die Erde h\u00f6re die Rede meines Mundes!\n32:2 Meine Lehre triefe wie der Regen, und meine Rede flie\u00dfe wie Tau, wie der Regen auf das Gras und wie die Tropfen auf das Kraut.\n32:3 Denn ich will den Namen des HERRN preisen. Gebt unserm Gott allein die Ehre!\n32:4 Er ist ein Fels. Seine Werke sind unstr\u00e4flich; denn alles, was er tut, das ist recht. Treu ist Gott und kein B\u00f6ses an ihm; gerecht und fromm ist er.\n32:5 Die verkehrte und b\u00f6se Art f\u00e4llt von ihm ab; sie sind Schandflecken und nicht seine Kinder.\n32:6 Dankest du also dem HERRN, deinem Gott, du toll und t\u00f6richt Volk? Ist er nicht dein Vater und dein HERR? Ist's nicht er allein, der dich gemacht und bereitet hat?\n32:7 Gedenke der vorigen Zeit bis daher und betrachte, was er getan hat an den alten V\u00e4tern. Frage deinen Vater, der wird dir's verk\u00fcndigen, deine \u00c4ltesten, die werden dir's sagen.\n32:8 Da der Allerh\u00f6chste die V\u00f6lker zerteilete und zerstreuete der Menschen Kinder, da setzte er die Grenzen der V\u00f6lker nach der Zahl der Kinder Israel.\n32:9 Denn des HERRN Teil ist sein Volk; Jakob ist die Schnur seines Erbes.\n32:10 Er fand ihn in der W\u00fcste, in der d\u00fcrren Ein\u00f6de, da es heulet. Er f\u00fchrete ihn und gab ihm das Gesetz. Er beh\u00fctete ihn wie seinen Augapfel,\n32:11 wie ein Adler ausf\u00fchret seine Jungen und \u00fcber ihnen schwebet. Er breitete seine Fittiche aus und nahm ihn und trug sie auf seinen Fl\u00fcgeln.\n32:12 Der HERR allein leitete ihn, und war kein fremder Gott mit ihm.\n32:13 Er lie\u00df ihn hoch herfahren auf Erden und n\u00e4hrete ihn mit den Fr\u00fcchten des Feldes, und lie\u00df ihn Honig saugen aus den Felsen und \u00d6l aus den harten Steinen,\n32:14 Butter von den K\u00fchen und Milch von den Schafen, samt dem Fett von den L\u00e4mmern, und feiste Widder und B\u00f6cke mit fetten Nieren, und Weizen, und tr\u00e4nkte ihn mit gutem Traubenblut.\n32:15 Da er aber fett und satt ward, ward er geil. Er ist fett und dick und stark worden und hat den Gott fahren lassen, der ihn gemacht hat Er hat den Fels seines Heils gering geachtet;\n32:16 und hat ihn zu Eifer gereizet durch Fremde, durch die Greuel hat er ihn erz\u00fcrnet.\n32:17 Sie haben den Feldteufeln geopfert und nicht ihrem Gott, den G\u00f6ttern, die sie nicht kannten, den neuen, die zuvor nicht gewesen sind, die eure V\u00e4ter nicht geehret haben.\n32:18 Deinen Fels, der dich gezeuget hat, hast du aus der Acht gelassen und hast vergessen Gottes, der dich gemacht hat.\n32:19 Und da es der HERR sah, ward er zornig \u00fcber seine S\u00f6hne und T\u00f6chter.\n32:20 Und er sprach: Ich will mein Antlitz vor ihnen verbergen, will sehen, was ihnen zuletzt widerfahren wird; denn es ist eine verkehrte Art, es sind untreue Kinder.\n32:21 Sie haben mich gereizet an dem, das nicht Gott ist; mit ihrer Abg\u00f6tterei haben sie mich erz\u00fcrnet und ich will sie wieder reizen an dem, das nicht ein Volk ist; an einem n\u00e4rrischen Volk will ich sie erz\u00fcrnen.\n32:22 Denn das Feuer ist angegangen durch meinen Zorn und wird brennen bis in die unterste H\u00f6lle; und wird verzehren das Land mit seinem Gew\u00e4chs und wird anz\u00fcnden die Grundfeste der Berge.\n32:23 Ich will alles Ungl\u00fcck \u00fcber sie h\u00e4ufen, ich will alle meine Pfeile in sie schie\u00dfen.\n32:24 Vor Hunger sollen sie verschmachten und verzehret werden vom Fieber und j\u00e4hem Tode. Ich will der Tiere Z\u00e4hne unter sie schicken und der Schlangen Gift.\n32:25 Auswendig wird sie das Schwert berauben und inwendig das Schrecken; beide, J\u00fcnglinge und Jungfrauen, die S\u00e4uglinge mit dem grauen Manne.\n32:26 Ich will sagen: Wo sind sie? Ich werde ihr Ged\u00e4chtnis aufheben unter den Menschen,\n32:27 wenn ich nicht den Zorn der Feinde scheuete, da\u00df nicht ihre Feinde stolz w\u00fcrden und m\u00f6chten sagen: Unsere Macht ist hoch, und der HERR hat nicht solches alles getan.\n32:28 Denn es ist ein Volk, da kein Rat innen ist, und ist kein Verstand in ihnen.\n32:29 O da\u00df sie weise w\u00e4ren und vern\u00e4hmen solches, da\u00df sie verst\u00fcnden, was ihnen hernach begegnen wird!\n32:30 Wie geht es zu, da\u00df einer wird ihrer tausend jagen und zween werden zehntausend fl\u00fcchtig machen? Ist's nicht da\u00df sie ihr Fels verkauft hat, und der HERR hat sie \u00fcbergeben?\n32:31 Denn unser Fels ist nicht wie ihr Fels, des sind unsere Feinde selbst Richter.\n32:32 Denn ihr Weinstock ist des Weinstocks zu Sodom und von dem Acker Gomorrhas; ihre Trauben sind Galle, sie haben bittere Beeren;\n32:33 ihr Wein ist Drachengift und w\u00fctiger Ottern Galle.\n32:34 Ist solches nicht bei mir verborgen und versiegelt in meinen Sch\u00e4tzen?\n32:35 Die Rache ist mein; ich will vergelten. Zu seiner Zeit soll ihr Fu\u00df gleiten; denn die Zeit ihres Ungl\u00fccks ist nahe, und ihr K\u00fcnftiges eilet herzu.\n32:36 Denn der HERR wird sein Volk richten und \u00fcber seine Knechte wird er sich erbarmen. Denn er wird ansehen, da\u00df ihre Macht dahin, ist, und beide das Verschlossene und Verlassene weg ist.\n32:37 Und man wird sagen: Wo sind ihre G\u00f6tter, ihr Fels, darauf sie traueten,\n32:38 von welcher Opfer sie Fett a\u00dfen und tranken den Wein ihres Trankopfers? Lasset sie aufstehen und euch helfen und euch sch\u00fctzen!\n32:39 Sehet ihr nun, da\u00df ich's allein bin, und ist kein Gott neben mir? Ich kann t\u00f6ten und lebendig machen; ich kann schlagen und kann heilen, und ist niemand, der aus meiner Hand errette.\n32:40 Denn ich will meine Hand in den Himmel heben und will sagen: Ich lebe ewiglich.\n32:41 Wenn ich den Blitz meines Schwerts wetzen werde, und meine Hand zur Strafe greifen wird, so will ich mich wieder r\u00e4chen an meinen Feinden und denen, die mich hassen, vergelten.\n32:42 Ich will meine Pfeile mit Blut trunken machen, und mein Schwert soll Fleisch fressen \u00fcber dem Blut der Erschlagenen und \u00fcber dem Gef\u00e4ngnis und \u00fcber dem entbl\u00f6\u00dften Haupt des Feindes.\n32:43 Jauchzet alle die ihr sein Volk seid; denn er wird das Blut seiner Knechte r\u00e4chen und wird sich an seinen Feinden r\u00e4chen und gn\u00e4dig sein dem Lande seines Volks.\n32:44 Und Mose kam und redete alle Worte dieses Liedes vor den Ohren des Volks, er und Josua, der Sohn Nuns.\n32:45 Da nun Mose solches alles ausgeredet hatte zum ganzen Israel,\n32:46 sprach er zu ihnen: Nehmet zu Herzen alle Worte, die ich euch heute bezeuge, da\u00df ihr euren Kindern befehlet, da\u00df sie halten und tun alle Worte dieses Gesetzes.\n32:47 Denn es ist nicht ein vergeblich Wort an euch, sondern es ist euer Leben; und solch Wort wird euer Leben verl\u00e4ngern auf dem Lande, da ihr hingehet \u00fcber den Jordan, da\u00df ihr's einnehmet.\n32:48 Und der HERR redete mit Mose desselben Tages und sprach:\n32:49 Gehe auf das Gebirge Abarim, auf den Berg Nebo, der da liegt im Moabiterlande gegen Jericho \u00fcber, und besiehe das Land Kanaan, das ich den Kindern Israel zum Eigentum geben werde,\n32:50 und stirb auf dem Berge, wenn du hinaufkommen bist, und versammle dich zu deinem Volk, gleichwie dein Bruder Aaron starb auf dem Berge Hor und sich zu seinem Volk versammelte,\n32:51 darum da\u00df ihr euch an mir vers\u00fcndiget habt unter den Kindern Israel bei dem Haderwasser zu Kades in der W\u00fcste Zin, da\u00df ihr mich, nicht, heiligtet unter den Kindern Israel;\n32:52 denn du sollst das Land gegen dir sehen, das ich den Kindern Israel gebe, aber du sollst nicht hineinkommen:\n33:1 Dies ist der Segen, damit Mose, der Mann Gottes, die Kinder Israel vor seinem Tode segnete,\n33:2 und sprach: Der HERR ist von Sinai kommen und ist ihnen aufgegangen von Seir; er ist hervorgebrochen von dem Berge Paran und ist kommen mit viel tausend Heiligen; zu seiner rechten Hand ist ein feuriges Gesetz an sie.\n33:3 Wie hat er die Leute so lieb! Alle seine Heiligen sind in deiner Hand; sie werden sich setzen zu deinen F\u00fc\u00dfen und werden lernen von deinen Worten.\n33:4 Mose hat uns das Gesetz geboten, dem Erbe der Gemeine Jakobs.\n33:5 Und er verwaltete das Amt eines K\u00f6nigs und hielt zusammen die H\u00e4upter des Volks samt den St\u00e4mmen Israels.\n33:6 Ruben lebe und sterbe nicht, und sein P\u00f6bel sei gering!\n33:7 Dies ist der Segen Judas. Und er sprach: HERR, erh\u00f6re die Stimme Judas, mache ihn zum Regenten in seinem Volk und la\u00df seine Macht gro\u00df werden, und ihm m\u00fcsse wider seine Feinde geholfen werden!\n33:8 Und zu Levi sprach er: Dein Recht und dein Licht bleibe bei deinem heiligen Mann, den du versuchet hast zu Massa, da ihr hadertet am Haderwasser.\n33:9 Wer zu seinem Vater und zu seiner Mutter spricht: Ich sehe ihn nicht, und zu seinem Bruder: Ich kenne ihn nicht, und zu seinem Sohn: Ich wei\u00df nicht: die halten deine Rede und bewahren deinen Bund;\n33:10 die werden Jakob deine Rechte lehren und den Israel dein Gesetz; die werden R\u00e4uchwerk vor deine Nase legen und ganze Opfer auf deinen Altar.\n33:11 HERR, segne sein Verm\u00f6gen und la\u00df dir gefallen die Werke seiner H\u00e4nde; zerschlage den R\u00fccken derer, die sich wider ihn auflehnen, und derer, die ihn hassen, da\u00df sie nicht aufkommen.\n33:12 Und zu Benjamin sprach er: Das Liebliche des HERRN wird sicher wohnen; allezeit wird er \u00fcber ihm halten und wird zwischen seinen Schultern wohnen.\n33:13 Und zu Joseph sprach er: Sein Land liegt im Segen des HERRN. Da sind edle Fr\u00fcchte vom Himmel, vom Tau und von der Tiefe, die unten liegt.\n33:14 Da sind edle Fr\u00fcchte von der Sonne und edle reife Fr\u00fcchte der Monden\n33:15 und von den hohen Bergen gegen Morgen und von den H\u00fcgeln f\u00fcr und f\u00fcr\n33:16 und edle Fr\u00fcchte von der Erde, und was drinnen ist. Die Gnade des, der in dem Busch wohnete, komme auf das Haupt Josephs und auf den Scheitel des Nasir unter seinen Br\u00fcdern.\n33:17 Seine HERRLIchkeit ist wie ein erstgeborner Ochse, und seine H\u00f6rner sind wie Einh\u00f6rners H\u00f6rner; mit denselben wird er die V\u00f6lker sto\u00dfen zuhauf bis an des Landes Ende. Das sind die Tausende Ephraims und die Tausende Manasses.\n33:18 Und zu Sebulon sprach er: Sebulon, freue dich deines Auszugs! Aber, Isaschar, freue dich deiner H\u00fctten!\n33:19 Sie werden die V\u00f6lker auf den Berg rufen und daselbst opfern Opfer der Gerechtigkeit. Denn sie werden die Menge des Meers saugen und die versenkten Sch\u00e4tze im Sande.\n33:20 Und zu Gad sprach er: Gad sei gesegnet, der Raummacher; er liegt wie ein L\u00f6we und raubet den Arm und die Scheitel.\n33:21 Und er sah, da\u00df ihm ein Haupt gegeben war, ein Lehrer, der verborgen ist, welcher kam mit den Obersten des Volks und verschaffte die Gerechtigkeit des HERRN und seine Rechte an Israel.\n33:22 Und zu Dan sprach er: Dan ein junger L\u00f6we; er wird flie\u00dfen von Basan.\n33:23 Und zu Naphthali sprach er: Naphthali wird genug haben, was er begehret, und wird voll Segens des HERRN sein; gegen Abend und Mittag wird sein Besitz sein.\n33:24 Und zu Asser sprach er: Asser sei gesegnet mit S\u00f6hnen; er sei angenehm seinen Br\u00fcdern und tunke seinen Fu\u00df in \u00d6l!\n33:25 Eisen und Erz sei an seinen Schuhen; dein Alter sei wie deine Jugend.\n33:26 Es ist kein Gott als der Gott des Gerechten. Der im Himmel sitzt, der sei deine Hilfe, und des HERRLIchkeit in Wolken ist.\n33:27 Das ist die Wohnung Gottes von Anfang und unter den Armen ewiglich. Und er wird vor dir her deinen Feind austreiben und sagen: Sei vertilget!\n33:28 Israel wird sicher alleine wohnen; der Brunn Jakobs wird sein auf dem Lande, da Korn und Most ist; dazu sein Himmel wird mit Tau triefen.\n33:29 Wohl dir, Israel, wer ist dir gleich? O Volk, das du durch den HERRN selig wirst, der deiner Hilfe Schild und das Schwert deines Sieges ist! Deinen Feinden wird's fehlen; aber du wirst auf ihrer H\u00f6he einhertreten.\n34:1 Und Mose ging von dem Gefilde der Moabiter auf den Berg Nebo, auf die Spitze des Gebirges Pisga, gegen Jericho \u00fcber. Und der HERR zeigte ihm das ganze Land Gilead bis gen Dan\n34:2 und das ganze Naphthali und das Land Ephraim und Manasse und das ganze Land Juda bis an das \u00e4u\u00dferste Meer\n34:3 und gegen Mittag und die Gegend der Breite Jerichos, der Palmenstadt, bis gen Zoar.\n34:4 Und der HERR sprach zu ihm: Dies ist das Land, das ich Abraham, Isaak und Jakob geschworen habe, und gesagt: Ich will es deinem Samen geben. Du hast es mit deinen Augen gesehen, aber du sollst nicht hin\u00fcbergehen.\n34:5 Also starb Mose, der Knecht des HERRN, daselbst im Lande der Moabiter nach dem Wort des HERRN.\n34:6 Und er begrub ihn im Tal, im Lande der Moabiter, gegen dem Hause Peor. Und hat niemand sein Grab erfahren bis auf diesen heutigen Tag.\n34:7 Und Mose war hundertundzwanzig Jahre alt, da er starb. Seine Augen waren nicht dunkel worden, und seine Kraft war nicht verfallen.\n34:8 Und die Kinder Israel beweineten Mose im Gefilde der Moabiter drei\u00dfig Tage. Und wurden vollendet die Tage des Weinens und Klagens \u00fcber Mose.\n34:9 Josua aber, der Sohn Nuns, ward erf\u00fcllet mit dem Geist der Weisheit; denn Mose hatte seine H\u00e4nde auf ihn gelegt. Und die Kinder Israel gehorchten ihm und taten, wie der HERR Mose geboten hatte.\n34:10 Und es stund hinfort kein Prophet in Israel auf wie Mose, den der HERR erkannt h\u00e4tte von Angesicht zu Angesicht\n34:11 zu allerlei Zeichen und Wundern, dazu ihn der HERR sandte, da\u00df er sie t\u00e4te in \u00c4gyptenland, an Pharao und an allen seinen Knechten und an all seinem Lande,\n34:12 und zu aller dieser m\u00e4chtigen Hand und gro\u00dfen Gesichten, die Mose tat vor den Augen des ganzen Israel.","title":"German Bible: Deuteronomy","type":"page"}
