{"collection":"Bible & Christianity","html_url":"https://unchartedknowledge.5gfusion.net/browse/bib/wb/ger/gal.htm","path":"bib/wb/ger/gal.htm","source_url":"https://sacred-texts.com/bib/wb/ger/gal.htm","text":"1:1 Paulus, ein Apostel (nicht von Menschen, auch nicht durch Menschen, sondern durch Jesum Christum und Gott den Vater, der ihn auferwecket hat von den Toten),\n1:2 und alle Br\u00fcder, die bei mir sind: Den Gemeinden in Galatien.\n1:3 Gnade sei mit euch und Friede von Gott dem Vater und unserm HERRN Jesu Christo,\n1:4 der sich selbst f\u00fcr unsere S\u00fcnden gegeben hat, da\u00df er uns errettete von dieser gegenw\u00e4rtigen argen Welt nach dem Willen Gottes und unsers Vaters,\n1:5 welchem sei Ehre von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen.\n1:6 Mich wundert, da\u00df ihr euch so bald abwenden lasset von dem, der euch berufen hat in die Gnade Christi, auf ein ander Evangelium,\n1:7 so doch kein anderes ist; ohne da\u00df etliche sind, die euch verwirren und wollen das Evangelium Christi verkehren.\n1:8 Aber so auch wir oder ein Engel vom Himmel euch w\u00fcrde Evangelium predigen anders, denn das wir euch geprediget haben, der sei verflucht!\n1:9 Wie wir jetzt gesagt haben, so sagen wir auch abermal: So jemand euch Evangelium prediget anders, denn das ihr empfangen habt, der sei verflucht!\n1:10 Predige ich denn jetzt Menschen oder Gott zu Dienst? Oder gedenke ich, Menschen gef\u00e4llig zu sein? Wenn ich den Menschen noch gef\u00e4llig w\u00e4re, so w\u00e4re ich Christi Knecht nicht.\n1:11 Ich tue euch aber kund, liebe Br\u00fcder, da\u00df das Evangelium, das von mir geprediget ist, nicht menschlich ist.\n1:12 Denn ich hab' es von keinem Menschen empfangen noch gelernet, sondern durch die Offenbarung Jesu Christi.\n1:13 Denn ihr habt je wohl geh\u00f6ret meinen Wandel weiland im Judentum, wie ich \u00fcber die Ma\u00dfen die Gemeinde Gottes verfolgte und verst\u00f6rete sie\n1:14 und nahm zu im Judentum \u00fcber viele meinesgleichen in meinem Geschlecht und eiferte \u00fcber die Ma\u00dfen um das v\u00e4terliche Gesetz.\n1:15 Da es aber Gott wohlgefiel, der mich von meiner Mutter Leibe hat ausgesondert und berufen durch seine Gnade,\n1:16 da\u00df er seinen Sohn offenbarete in mir, da\u00df ich ihn durchs Evangelium verk\u00fcndigen sollte unter den Heiden, alsobald fuhr ich zu und besprach mich nicht dar\u00fcber mit Fleisch und Blut,\n1:17 kam auch nicht gen Jerusalem zu denen, die vor mir Apostel waren, sondern zog hin nach Arabien und kam wiederum gen Damaskus.\n1:18 Danach \u00fcber drei Jahre kam ich gen Jerusalem, Petrus zu schauen, und blieb f\u00fcnfzehn Tage bei ihm.\n1:19 Der andern Apostel aber sah ich keinen ohne Jakobus, des HERRN Bruder.\n1:20 Was ich euch aber schreibe, siehe, Gott wei\u00df, ich l\u00fcge nicht.\n1:21 Danach kam ich in die L\u00e4nder Syrien und Zilizien.\n1:22 Ich war aber unbekannt von Angesicht den christlichen Gemeinden in Jud\u00e4a.\n1:23 Sie hatten aber allein geh\u00f6ret, da\u00df, der uns weiland verfolgte, der prediget jetzt den Glauben, welchen er weiland verst\u00f6rete;\n1:24 und preiseten Gott \u00fcber mir.\n2:1 Danach \u00fcber vierzehn Jahre zog ich abermal hinauf gen Jerusalem mit Barnabas und nahm Titus auch mit mir.\n2:2 Ich zog aber hinauf aus einer Offenbarung und besprach mich mit ihnen \u00fcber dem Evangelium, das ich predige unter den Heiden, besonders aber mit denen, die das Ansehen hatten, auf da\u00df ich nicht vergeblich liefe oder gelaufen h\u00e4tte.\n2:3 Aber es ward auch Titus nicht gezwungen, sich zu beschneiden, der mit mir war, ob er wohl ein Grieche war.\n2:4 Denn da etliche falsche Br\u00fcder sich mit eingedrungen und neben eingeschlichen waren, zu verkundschaften unsere Freiheit, die wir haben in Christo Jesu, da\u00df sie uns gefangenn\u00e4hmen,\n2:5 wichen wir denselbigen nicht eine Stunde, untertan zu sein, auf da\u00df die Wahrheit des Evangeliums bei euch best\u00fcnde.\n2:6 Von denen aber, die das Ansehen hatten, welcherlei sie weiland gewesen sind, da liegt mir nichts an; denn Gott achtet das Ansehen der Menschen nicht. Mich aber haben die, so das Ansehen hatten, nichts anderes gelehret,\n2:7 sondern wiederum, da sie sahen, da\u00df mir vertrauet war das Evangelium an die Vorhaut, gleichwie Petrus das Evangelium an die Beschneidung\n2:8 (denn der mit Petrus kr\u00e4ftig ist gewesen zum Apostelamt unter die Beschneidung, der ist mit mir auch kr\u00e4ftig gewesen unter die Heiden),\n2:9 und erkannten die Gnade, die mir gegeben war, Jakobus und Kephas und Johannes, die f\u00fcr S\u00e4ulen angesehen waren, gaben sie mir und Barnabas die rechte Hand und wurden mit uns eins, da\u00df wir unter die Heiden, sie aber unter der Beschneidung predigten;\n2:10 allein da\u00df wir der Armen ged\u00e4chten, welches ich auch flei\u00dfig bin gewesen zu tun.\n2:11 Da aber Petrus gen Antiochien kam, widerstund ich ihm unter Augen; denn es war Klage \u00fcber ihn kommen.\n2:12 Denn zuvor, ehe etliche von Jakobus kamen, a\u00df er mit den Heiden; da sie aber kamen, entzog er sich und sonderte sich, darum da\u00df er die von der Beschneidung f\u00fcrchtete.\n2:13 Und heuchelten mit ihm die andern Juden, also da\u00df auch Barnabas verf\u00fchret ward, mit ihnen zu heucheln.\n2:14 Aber da ich sah, da\u00df sie nicht richtig wandelten nach der Wahrheit des Evangeliums, sprach ich zu Petrus vor allen \u00f6ffentlich: So du, der du ein Jude bist, heidnisch lebest und nicht j\u00fcdisch, warum zwingest du denn die Heiden, j\u00fcdisch zu leben?\n2:15 Wiewohl wir von Natur Juden und nicht S\u00fcnder aus den Heiden sind,\n2:16 doch, weil wir wissen, da\u00df der Mensch durch des Gesetzes Werke nicht gerecht wird, sondern durch den Glauben an Jesum Christum, so glauben wir auch an Christum Jesum, auf da\u00df wir gerecht werden durch den Glauben an Christum und nicht durch des Gesetzes Werke; denn durch des Gesetzes Werke wird kein Fleisch gerecht\n2:17 Sollten wir aber, die da suchen durch Christum gerecht zu werden, auch noch selbst als S\u00fcnder erfunden werden, so w\u00e4re Christus ein S\u00fcndendiener. Das sei ferne!\n2:18 Wenn ich aber das, so ich zerbrochen habe, wiederum baue, so mache ich mich selbst zu einem \u00dcbertreter.\n2:19 Ich bin aber durchs Gesetz dem Gesetz gestorben auf da\u00df ich Gott lebe; ich bin mit Christo gekreuziget.\n2:20 Ich lebe aber, doch nun nicht ich, sondern Christus lebet in mir. Denn was ich jetzt lebe im Fleisch, das lebe ich in dem Glauben des Sohnes Gottes, der mich geliebet hat und sich selbst f\u00fcr mich dargegeben.\n2:21 Ich werfe nicht weg die Gnade Gottes; denn so durch das Gesetz die Gerechtigkeit kommt, so ist Christus vergeblich gestorben.\n3:1 O ihr unverst\u00e4ndigen Galater, wer hat euch bezaubert, da\u00df ihr der Wahrheit nicht gehorchet? welchen Christus Jesus vor die Augen gemalet war, und jetzt unter euch gekreuziget ist!\n3:2 Das will ich allein von euch lernen: Habt ihr den Geist empfangen durch des Gesetzes Werke oder durch die Predigt vom Glauben?\n3:3 Seid ihr so unverst\u00e4ndig? Im Geist habt ihr angefangen, wollt ihr's denn nun im Fleisch vollenden?\n3:4 Habt ihr denn so viel umsonst erlitten? Ist's anders umsonst.\n3:5 Der euch nun den Geist reichet und tut solche Taten unter euch, tut er's durch des Gesetzes Werke oder durch die Predigt vom Glauben?\n3:6 Gleichwie Abraham hat Gott geglaubet, und ist ihm gerechnet zur Gerechtigkeit.\n3:7 So erkennet ihr ja nun, da\u00df, die des Glaubens sind, das sind Abrahams Kinder.\n3:8 Die Schrift aber hat es zuvor ersehen, da\u00df Gott die Heiden durch den Glauben gerecht macht. Darum verk\u00fcndigte sie dem Abraham: In dir sollen alle Heiden gesegnet werden.\n3:9 Also werden nun, die des Glaubens sind, gesegnet mit dem gl\u00e4ubigen Abraham.\n3:10 Denn die mit des Gesetzes Werken umgehen, die sind unter dem Fluch; denn es stehet geschrieben: Verflucht sei jedermann, der nicht bleibet in alledem, das geschrieben stehet in dem Buch des Gesetzes, da\u00df er's tue!\n3:11 Da\u00df aber durchs Gesetz niemand gerecht wird vor Gott, ist offenbar; denn der Gerechte wird seines Glaubens leben.\n3:12 Das Gesetz aber ist nicht des Glaubens, sondern der Mensch, der es tut, wird dadurch leben.\n3:13 Christus aber hat uns erl\u00f6set von dem Fluch des Gesetzes, da er ward ein Fluch f\u00fcr uns (denn es stehet geschrieben: Verflucht sei jedermann, der am Holz h\u00e4nget!),\n3:14 auf da\u00df der Segen Abrahams unter die Heiden k\u00e4me in Christo Jesu, und wir also den verhei\u00dfenen Geist empfingen durch den Glauben.\n3:15 Liebe Br\u00fcder, ich will nach menschlicher Weise reden: Verachtet man doch eines Menschen Testament nicht, wenn es best\u00e4tiget ist, und tut auch nichts dazu.\n3:16 Nun ist je die Verhei\u00dfung Abraham und seinem Samen zugesagt. Er spricht nicht: durch die Samen, als durch viele, sondern als durch einen, durch deinen Samen, welcher ist Christus.\n3:17 Ich sage aber davon: Das Testament, das von Gott zuvor best\u00e4tiget ist auf Christum, wird nicht aufgehoben, da\u00df die Verhei\u00dfung sollte durchs Gesetz aufh\u00f6ren, welches gegeben ist \u00fcber vierhundertunddrei\u00dfig Jahre hernach.\n3:18 Denn so das Erbe durch das Gesetz erworben w\u00fcrde, so w\u00fcrde es nicht durch Verhei\u00dfung gegeben. Gott aber hat es Abraham durch Verhei\u00dfung frei geschenkt.\n3:19 Was soll denn das Gesetz? Es ist dazukommen um der S\u00fcnde willen, bis der Same k\u00e4me, dem die Verhei\u00dfung geschehen ist, und ist gestellet von den Engeln durch die Hand des Mittlers.\n3:20 Ein Mittler aber ist nicht eines einigen Mittler; Gott aber ist einig.\n3:21 Wie? Ist denn das Gesetz wider Gottes Verhei\u00dfungen? Das sei ferne! Wenn aber ein Gesetz gegeben w\u00e4re, das da k\u00f6nnte lebendig machen, so k\u00e4me die Gerechtigkeit wahrhaftig aus dem Gesetze.\n3:22 Aber die Schrift hat es alles beschlossen unter die S\u00fcnde, auf da\u00df die Verhei\u00dfung k\u00e4me durch den Glauben an Jesum Christum, gegeben denen, die da glauben.\n3:23 Ehe denn aber der Glaube kam, wurden wir unter dem Gesetz verwahret und verschlossen auf den Glauben, der da sollte offenbart werden.\n3:24 Also ist das Gesetz unser Zuchtmeister gewesen auf Christum, da\u00df wir durch den Glauben gerecht w\u00fcrden.\n3:25 Nun aber der Glaube kommen ist, sind wir nicht mehr unter dem Zuchtmeister.\n3:26 Denn ihr seid alle Gottes Kinder durch den Glauben an Christum Jesum.\n3:27 Denn wieviel euer getauft sind, die haben Christum angezogen.\n3:28 Hier ist kein Jude noch Grieche, hier ist kein Knecht noch Freier, hier ist kein Mann noch Weib; denn ihr seid allzumal einer in Christo Jesu.\n3:29 Seid ihr aber Christi, so seid ihr ja Abrahams Samen und nach der Verhei\u00dfung Erben.\n4:1 Ich sage aber, solange der Erbe ein Kind ist, so ist unter ihm und einem Knechte kein Unterschied, ob er wohl ein HERR ist aller G\u00fcter,\n4:2 sondern er ist unter den Vorm\u00fcndern und Pflegern bis auf die bestimmte Zeit vom Vater.\n4:3 Also auch wir, da wir Kinder waren, waren wir gefangen unter den \u00e4u\u00dferlichen Satzungen.\n4:4 Da aber die Zeit erf\u00fcllet ward, sandte Gott seinen Sohn, geboren von einem Weibe und unter das Gesetz getan,\n4:5 auf da\u00df er die, so unter dem Gesetz waren, erl\u00f6sete, da\u00df wir die Kindschaft empfingen.\n4:6 Weil ihr denn Kinder seid, hat Gott gesandt den Geist seines Sohnes in eure Herzen, der schreiet: Abba, lieber Vater!\n4:7 Also ist nun hier kein Knecht mehr, sondern eitel Kinder. Sind's aber Kinder, so sind's auch Erben Gottes durch Christum.\n4:8 Aber zu der Zeit, da ihr Gott nicht erkanntet, dientet ihr denen, die von Natur nicht G\u00f6tter sind.\n4:9 Nun ihr aber Gott erkannt habt, ja vielmehr von Gott erkannt seid, wie wendet ihr euch denn um wieder zu den schwachen und d\u00fcrftigen Satzungen, welchen ihr von neuem an dienen wollt?\n4:10 Ihr haltet Tage und Monden und Feste und Jahrzeiten.\n4:11 Ich f\u00fcrchte f\u00fcr euch, da\u00df ich nicht vielleicht umsonst habe an euch gearbeitet.\n4:12 Seid doch wie ich, denn ich bin wie ihr. Liebe Br\u00fcder, ich bitte euch, ihr habt mir kein Leid getan.\n4:13 Denn ihr wisset, da\u00df ich euch in Schwachheit nach dem Fleisch das Evangelium geprediget habe zum erstenmal.\n4:14 Und meine Anfechtungen, die ich leide nach dem Fleisch, habt ihr nicht verachtet noch verschm\u00e4het, sondern als einen Engel Gottes nahmet ihr mich auf, ja als Christum Jesum.\n4:15 Wie waret ihr dazumal so selig! Ich bin euer Zeuge, da\u00df, wenn es m\u00f6glich gewesen w\u00e4re, ihr h\u00e4ttet eure Augen ausgerissen und mir gegeben.\n4:16 Bin ich denn also euer Feind worden, da\u00df ich euch die Wahrheit vorhalte?\n4:17 Sie eifern um euch nicht fein, sondern sie wollen euch von mir abf\u00e4llig machen, da\u00df ihr um sie sollt eifern.\n4:18 Eifern ist gut, wenn's immerdar geschiehet um das Gute und nicht allein, wenn ich gegenw\u00e4rtig bei euch bin.\n4:19 Meine lieben Kinder, welche ich abermal mit \u00c4ngsten geb\u00e4re, bis da\u00df Christus in euch eine Gestalt gewinne.\n4:20 Ich wollte aber, da\u00df ich jetzt bei euch w\u00e4re, und meine Stimme wandeln k\u00f6nnte, denn ich bin irre an euch.\n4:21 Saget mir, die ihr unter dem Gesetz sein wollt: Habt ihr das Gesetz nicht geh\u00f6ret?\n4:22 Denn es stehet geschrieben, da\u00df Abraham zween S\u00f6hne hatte, einen von der Magd, den andern von der Freien.\n4:23 Aber der von der Magd war, ist nach dem Fleisch geboren; der aber von der Freien, ist durch die Verhei\u00dfung geboren.\n4:24 Die Worte bedeuten etwas. Denn das sind die zwei Testamente, eines von dem Berge Sinai, das zur Knechtschaft gebieret, welches ist die Hagar.\n4:25 Denn Hagar hei\u00dfet in Arabien der Berg Sinai und langet bis gen Jerusalem, das zu dieser Zeit ist, und ist dienstbar mit seinen Kindern.\n4:26 Aber das Jerusalem, das droben ist, das ist die Freie, die ist unser aller Mutter.\n4:27 Denn es stehet geschrieben: Sei fr\u00f6hlich, du Unfruchtbare, die du nicht gebierest, und brich hervor und rufe, die du nicht schwanger bist! Denn die Einsame hat viel mehr Kinder, denn die den Mann hat.\n4:28 Wir aber, liebe Br\u00fcder, sind Isaak nach der Verhei\u00dfung Kinder.\n4:29 Aber gleichwie zu der Zeit, der nach dem Fleisch geboren war, verfolgete den, der nach dem Geist geboren war, also gehet es jetzt auch.\n4:30 Aber was spricht die Schrift? Sto\u00df die Magd hinaus mit ihrem Sohn! Denn der Magd Sohn soll nicht erben mit dem Sohn der Freien.\n4:31 So sind wir nun, liebe Br\u00fcder, nicht der Magd Kinder, sondern der Freien.\n5:1 So bestehet nun in der Freiheit, damit uns Christus befreiet hat, und lasset euch nicht wiederum in das knechtische Joch fangen!\n5:2 Siehe, ich, Paulus, sage euch: Wo ihr euch beschneiden lasset, so ist euch Christus kein n\u00fctze.\n5:3 Ich zeuge abermal einem jeden, der sich beschneiden l\u00e4\u00dft, da\u00df er noch das ganze Gesetz schuldig ist zu tun.\n5:4 Ihr habt Christum verloren, die ihr durch das Gesetz gerecht werden wollt, und seid von der Gnade gefallen.\n5:5 Wir aber warten im Geist durch den Glauben der Gerechtigkeit, der man hoffen mu\u00df.\n5:6 Denn in Christo Jesu gilt weder Beschneidung noch Vorhaut etwas, sondern der Glaube, der durch die Liebe t\u00e4tig ist.\n5:7 Ihr liefet fein. Wer hat euch aufgehalten, der Wahrheit nicht zu gehorchen?\n5:8 Solch \u00dcberreden ist nicht von dem, der euch berufen hat.\n5:9 Ein wenig Sauerteig vers\u00e4uert den ganzen Teig.\n5:10 Ich versehe mich zu euch in dem HERRN, ihr werdet nicht anders gesinnet sein. Wer euch aber irremacht, der wird sein Urteil tragen, er sei, wer er wolle.\n5:11 Ich aber, liebe Br\u00fcder, so ich die Beschneidung noch predige, warum leide ich denn Verfolgung? So h\u00e4tte das \u00c4rgernis des Kreuzes aufgeh\u00f6ret.\n5:12 Wollte Gott, da\u00df sie auch ausgerottet w\u00fcrden, die euch verst\u00f6ren!\n5:13 Ihr aber, liebe Br\u00fcder, seid zur Freiheit berufen Allein sehet zu, da\u00df ihr durch die Freiheit dem Fleisch nicht Raum gebet, sondern durch die Liebe diene einer dem andern.\n5:14 Denn alle Gesetze werden in einem Wort erf\u00fcllet, in dem: Liebe deinen N\u00e4chsten wie dich selbst.\n5:15 So ihr euch aber untereinander bei\u00dfet und fresset, so sehet zu, da\u00df ihr nicht untereinander verzehret werdet.\n5:16 Ich sage aber: Wandelt im Geist, so werdet ihr die L\u00fcste des Fleisches nicht vollbringen.\n5:17 Denn das Fleisch gel\u00fcstet wider den Geist und den Geist wider das Fleisch. Dieselbigen sind wider einander, da\u00df ihr nicht tut, was ihr wollt.\n5:18 Regieret euch aber der Geist, so seid ihr nicht unter dem Gesetze.\n5:19 Offenbar sind aber die Werke des Fleisches, als da sind: Ehebruch, Hurerei, Unreinigkeit, Unzucht,\n5:20 Abg\u00f6tterei, Zauberei, Feindschaft, Hader, Neid, Zorn, Zank, Zwietracht, Rotten, Ha\u00df, Mord,\n5:21 Saufen, Fressen und dergleichen; von welchen ich euch habe zuvor gesagt und sage noch zuvor, da\u00df, die solches tun, werden das Reich Gottes nicht erben.\n5:22 Die Frucht aber des Geistes ist: Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, G\u00fctigkeit, Glaube, Sanftmut, Keuschheit.\n5:23 Wider solche ist das Gesetz nicht.\n5:24 Welche aber Christo angeh\u00f6ren, die kreuzigen ihr Fleisch samt den L\u00fcsten und Begierden.\n5:25 So wir im Geist leben, so lasset uns auch im Geist wandeln.\n5:26 Lasset uns nicht eitler Ehre geizig sein, untereinander zu entr\u00fcsten und zu hassen!\n6:1 Liebe Br\u00fcder, so ein Mensch etwa von einem Fehl \u00fcbereilet w\u00fcrde, so helfet ihm wieder zurecht mit sanftm\u00fctigem Geist, die ihr geistlich seid. Und siehe auf dich selbst, da\u00df du nicht auch versucht werdest!\n6:2 Einer trage des andern Last, so werdet ihr das Gesetz Christi erf\u00fcllen.\n6:3 So aber sich jemand l\u00e4sset d\u00fcnken, er sei etwas, so er doch nichts ist, der betr\u00fcget sich selbst.\n6:4 Ein jeglicher aber pr\u00fcfe sein selbst Werk, und alsdann wird er an sich selber Ruhm haben und nicht an einem andern.\n6:5 Denn ein jeglicher wird seine Last tragen.\n6:6 Der aber unterrichtet wird mit dem Wort, der teile mit allerlei Gutes dem, der ihn unterrichtet.\n6:7 Irret euch nicht; Gott l\u00e4\u00dft sich nicht spotten! Denn was der Mensch s\u00e4et, das wird er ernten.\n6:8 Wer auf sein Fleisch s\u00e4et, der wird von dem Fleisch das Verderben ernten; wer aber auf den Geist s\u00e4et, der wird von dem Geist das ewige Leben ernten.\n6:9 Lasset uns aber Gutes tun und nicht m\u00fcde werden; denn zu seiner Zeit werden wir auch ernten ohne Aufh\u00f6ren.\n6:10 Als wir denn nun Zeit haben, so lasset uns Gutes tun an jedermann, allermeist aber an des Glaubens Genossen.\n6:11 Sehet, mit wie vielen Worten hab' ich euch geschrieben mit eigener Hand!\n6:12 Die sich wollen angenehm machen nach dem Fleisch, die zwingen euch zu beschneiden, allein da\u00df sie nicht mit dem Kreuz Christi verfolget werden.\n6:13 Denn auch sie selbst, die sich beschneiden lassen, halten das Gesetz nicht, sondern sie wollen, da\u00df ihr euch beschneiden lasset, auf da\u00df sie sich von eurem Fleisch r\u00fchmen m\u00f6gen.\n6:14 Es sei aber ferne von mir r\u00fchmen denn allein von dem Kreuz unsers HERRN Jesu Christi, durch welchen mir die Welt gekreuziget ist und ich der Welt.\n6:15 Denn in Christo Jesu gilt weder Beschneidung noch Vorhaut etwas, sondern eine neue Kreatur.\n6:16 Und wieviel nach dieser Regel einhergehen, \u00fcber die sei Friede und Barmherzigkeit und \u00fcber den Israel Gottes!\n6:17 Hinfort mache mir niemand weiter M\u00fche; denn ich trage die Malzeichen des HERRN Jesu an meinem Leibe.\n6:18 Die Gnade unsers HERRN Jesu Christi sei mit eurem Geist, liebe Br\u00fcder! Amen.","title":"German Bible: Galatians","type":"page"}
