{"collection":"Bible & Christianity","html_url":"https://unchartedknowledge.5gfusion.net/browse/bib/wb/ger/heb.htm","path":"bib/wb/ger/heb.htm","source_url":"https://sacred-texts.com/bib/wb/ger/heb.htm","text":"1:1 Nachdem vorzeiten Gott manchmal und mancherlei Weise geredet hat zu den V\u00e4tern durch die Propheten,\n1:2 hat er am letzten in diesen Tagen zu uns geredet durch den Sohn, welchen er gesetzt hat zum Erben \u00fcber alles, durch welchen er auch die Welt gemacht hat;\n1:3 welcher, sintemal er ist der Glanz seiner HERRLIchkeit und das Ebenbild seines Wesens und tr\u00e4gt alle Dinge mit seinem kr\u00e4ftigen Wort und hat gemacht die Reinigung unserer S\u00fcnden durch sich selbst, hat er sich gesetzt zu der Rechten der Majest\u00e4t in der H\u00f6he,\n1:4 so viel besser worden denn die Engel, so gar viel einen h\u00f6hern Namen er vor ihnen ererbet hat.\n1:5 Denn zu welchem Engel hat er jemals gesagt: Du bist mein Sohn, heute habe ich dich gezeuget? Und abermal: Ich werde sein Vater sein, und er wird mein Sohn sein?\n1:6 Und abermal, da er einf\u00fchret den Erstgeborenen in die Welt, spricht er: Und es sollen ihn alle Gottesengel anbeten.\n1:7 Von den Engeln spricht er zwar: Er macht seine Engel Geister und seine Diener Feuerflammen;\n1:8 aber von dem Sohn: Gott, dein Stuhl w\u00e4hret von Ewigkeit zu Ewigkeit; das Zepter deines Reichs ist ein richtiges Zepter.\n1:9 Du hast geliebet die Gerechtigkeit und gehasset die Ungerechtigkeit; darum hat dich, o Gott, gesalbet dein Gott mit dem \u00d6le der Freuden \u00fcber deine Genossen;\n1:10 und: Du, HERR, hast von Anfang die Erde gegr\u00fcndet, und die Himmel sind deiner H\u00e4nde Werk.\n1:11 Dieselbigen werden vergehen, du aber wirst bleiben; und sie werden alle veralten wie ein Kleid,\n1:12 und wie ein Gewand wirst du sie wandeln, und sie werden sich verwandeln. Du aber bist derselbige, und deine Jahre werden nicht aufh\u00f6ren.\n1:13 Zu welchem Engel aber hat er jemals gesagt: Setze dich zu meiner Rechten, bis ich lege deine Feinde zum Schemel deiner F\u00fc\u00dfe?\n1:14 Sind sie nicht allzumal dienstbare Geister, ausgesandt zum Dienst um derer willen, die ererben sollen die Seligkeit?\n2:1 Darum sollen wir desto mehr wahrnehmen des Worts, das wir h\u00f6ren, da\u00df wir nicht dahinfahren.\n2:2 Denn so das Wort fest worden ist, das durch die Engel geredet ist, und eine jegliche \u00dcbertretung und Ungehorsam hat empfangen seinen rechten Lohn:\n2:3 wie wollen wir entfliehen, so wir eine solche Seligkeit nicht achten? welche, nachdem sie erstlich geprediget ist durch den HERRN, ist sie auf uns kommen durch die, so es geh\u00f6ret haben.\n2:4 Und Gott hat ihr Zeugnis gegeben mit Zeichen, Wundern und mancherlei Kr\u00e4ften und mit Austeilung des Heiligen Geistes nach seinem Willen.\n2:5 Denn er hat nicht den Engeln untertan die zuk\u00fcnftige Welt, davon wir reden.\n2:6 Es bezeuget aber einer an einem Ort und spricht: Was ist der Mensch, da\u00df du sein gedenkest, und des Menschen Sohn, da\u00df du ihn heimsuchest?\n2:7 Du hast ihn eine kleine Zeit der Engel mangeln lassen; mit Preis und Ehren hast du ihn gekr\u00f6net und hast ihn gesetzt \u00fcber die Werke deiner H\u00e4nde;\n2:8 alles hast du untertan zu seinen F\u00fc\u00dfen. In dem, da\u00df er ihm alles hat untertan, hat er nichts gelassen, das ihm nicht untertan sei; jetzt aber sehen wir noch nicht, da\u00df ihm alles untertan sei.\n2:9 Den aber, der eine kleine Zeit der Engel gemangelt hat, sehen wir, da\u00df es Jesus ist, durch Leiden des Todes gekr\u00f6net mit Preis und Ehren, auf da\u00df er von Gottes Gnaden f\u00fcr alle den Tod schmeckete.\n2:10 Denn es ziemete dem, um deswillen alle Dinge sind, und durch den alle Dinge sind, der da viel Kinder hat zur HERRLIchkeit gef\u00fchret, da\u00df er den Herzog ihrer Seligkeit durch Leiden vollkommen machte.\n2:11 Sintemal sie alle von einem kommen, beide, der da heiliget, und die da geheiliget werden. Darum sch\u00e4met er sich auch nicht, sie Br\u00fcder zu hei\u00dfen,\n2:12 und spricht: Ich will verk\u00fcndigen deinen Namen meinen Br\u00fcdern und mitten in der Gemeinde dir Lob singen.\n2:13 Und abermal: Ich will mein Vertrauen auf ihn setzen. Und abermal: Siehe da, ich und die Kinder, welche mir Gott gegeben hat.\n2:14 Nachdem nun die Kinder Fleisch und Blut haben, ist er's gleicherma\u00dfen teilhaftig worden, auf da\u00df er durch den Tod die Macht n\u00e4hme dem, der des Todes Gewalt hatte, das ist, dem Teufel,\n2:15 und erl\u00f6sete die, so durch Furcht des Todes im ganzen Leben Knechte sein mu\u00dften.\n2:16 Denn er nimmt nirgend die Engel an sich, sondern den Samen Abrahams nimmt er an sich.\n2:17 Daher mu\u00dfte er allerdinge seinen Br\u00fcdern gleich werden, auf da\u00df er barmherzig w\u00fcrde und ein treuer Hoherpriester vor Gott, zu vers\u00f6hnen die S\u00fcnde des Volks.\n2:18 Denn darinnen er gelitten hat und versucht ist, kann er helfen denen, die versucht werden.\n3:1 Derhalben, ihr heiligen Br\u00fcder, die ihr mit berufen seid durch die himmlische Berufung, nehmet wahr des Apostels und Hohenpriesters, den wir bekennen, Christi Jesu,\n3:2 der da treu ist dem, der ihn gemacht hat (wie auch Mose) in seinem ganzen Hause.\n3:3 Dieser aber ist gr\u00f6\u00dferer Ehre wert denn Mose, nachdem der eine gr\u00f6\u00dfere Ehre am Hause hat, der es bereitet, denn das Haus.\n3:4 Denn ein jeglich Haus wird von jemand bereitet; der aber alles bereitet, das ist Gott.\n3:5 Und Mose zwar war treu in seinem ganzen Hause als ein Knecht zum Zeugnis des, das gesagt sollte werden;\n3:6 Christus aber als ein Sohn \u00fcber sein Haus; welches Haus sind wir, so wir anders das Vertrauen und den Ruhm der Hoffnung bis ans Ende fest behalten.\n3:7 Darum, wie der Heilige Geist spricht: Heute, so ihr h\u00f6ren werdet seine Stimme,\n3:8 so verstocket eure Herzen nicht, als geschah in der Verbitterung, am Tage der Versuchung in der W\u00fcste,\n3:9 da mich eure V\u00e4ter versuchten; sie pr\u00fcften mich und sahen meine Werke vierzig Jahre lang;\n3:10 darum ich entr\u00fcstet ward \u00fcber dies Geschlecht und sprach: Immerdar irren sie mit dem Herzen, aber sie wu\u00dften meine Wege nicht,\n3:11 da\u00df ich auch schwur in meinem Zorn, sie sollten zu meiner Ruhe nicht kommen.\n3:12 Sehet zu, liebe Br\u00fcder, da\u00df nicht jemand unter euch ein arges, ungl\u00e4ubiges Herz habe, das da abtrete von dem lebendigen Gott,\n3:13 sondern ermahnet euch selbst alle Tage, solange es heute hei\u00dft, da\u00df nicht jemand unter euch verstocket werde durch Betrug der S\u00fcnde.\n3:14 Denn wir sind Christi teilhaftig worden, so wir anders das angefangene Wesen bis ans Ende fest behalten,\n3:15 solange gesagt wird: Heute, so ihr seine Stimme h\u00f6ren werdet, so verstocket eure Herzen nicht, wie in der Verbitterung geschah.\n3:16 Denn etliche, da sie h\u00f6reten, richteten eine Verbitterung an, aber nicht alle, die von \u00c4gypten ausgingen durch Mose.\n3:17 \u00dcber welche aber ward er entr\u00fcstet vierzig Jahre lang? Ist's nicht also, da\u00df \u00fcber die, so da s\u00fcndigten, deren Leiber in der W\u00fcste verfielen?\n3:18 Welchen schwur er aber, da\u00df sie nicht zu seiner Ruhe kommen sollten, denn den Ungl\u00e4ubigen?\n3:19 Und wir sehen, da\u00df sie nicht haben k\u00f6nnen hineinkommen um des Unglaubens willen.\n4:1 So lasset uns nun f\u00fcrchten, da\u00df wir die Verhei\u00dfung, einzukommen zu seiner Ruhe, nicht vers\u00e4umen, und unser keiner dahintenbleibe.\n4:2 Denn es ist uns auch verk\u00fcndiget gleichwie jenen; aber das Wort der Predigt half jenen nichts, da nicht glaubeten die, so es h\u00f6reten.\n4:3 Denn wir, die wir glauben, gehen in die Ruhe, wie er spricht: Da\u00df ich schwur in meinem Zorn, sie sollten zu meiner Ruhe nicht kommen. Und zwar, da die Werke von Anbeginn der Welt waren gemacht,\n4:4 sprach er an einem Ort von dem siebenten Tage also: Und Gott ruhete am siebenten Tage von allen seinen Werken.\n4:5 Und hier an diesem Ort abermal: Sie sollen nicht kommen zu meiner Ruhe.\n4:6 Nachdem es nun noch vorhanden ist, da\u00df etliche sollen zu derselbigen kommen, und die, denen es zuerst verk\u00fcndiget ist, sind nicht dazu kommen um des Unglaubens willen,\n4:7 bestimmte er abermal einen Tag nach solcher langen Zeit und sagte durch David: Heute, wie gesagt ist, heute, so ihr seine Stimme h\u00f6ren werdet, so verstocket eure Herzen nicht!\n4:8 Denn so Josua sie h\u00e4tte zur Ruhe gebracht, w\u00fcrde er nicht hernach von einem andern Tage gesagt haben.\n4:9 Darum ist noch eine Ruhe vorhanden dem Volk Gottes.\n4:10 Denn wer zu seiner Ruhe kommen ist, der ruhet auch von seinen Werken, gleich wie Gott von seinen.\n4:11 So lasset uns nun Flei\u00df tun, einzukommen zu dieser Ruhe, auf da\u00df nicht jemand falle in dasselbige Exempel des Unglaubens.\n4:12 Denn das Wort Gottes ist lebendig und kr\u00e4ftig und sch\u00e4rfer denn kein zweischneidig Schwert und durchdringet, bis da\u00df es scheidet Seele und Geist, auch Mark und Bein, und ist ein Richter der Gedanken und Sinne des Herzens.\n4:13 Und ist keine Kreatur vor ihm unsichtbar; es ist aber alles blo\u00df und entdeckt vor seinen Augen; von dem reden wir.\n4:14 Dieweil wir denn einen gro\u00dfen Hohenpriester haben, Jesum, den Sohn Gottes, der gen Himmel gefahren ist, so lasset uns halten an dem Bekenntnis.\n4:15 Denn wir haben nicht einen Hohenpriester, der nicht k\u00f6nnte Mitleid haben mit unserer Schwachheit, sondern der versucht ist allenthalben gleich wie wir, doch ohne S\u00fcnde.\n4:16 Darum lasset uns hinzutreten mit Freudigkeit zu dem Gnadenstuhl, auf da\u00df wir Barmherzigkeit empfangen und Gnade finden auf die Zeit, wenn uns Hilfe not sein wird.\n5:1 Denn ein jeglicher Hoherpriester, der aus den Menschen genommen wird, der wird gesetzt f\u00fcr die Menschen gegen Gott, auf da\u00df er opfere Gaben und Opfer f\u00fcr die S\u00fcnden,\n5:2 der da k\u00f6nnte mitleiden \u00fcber die, so unwissend sind und irren, nachdem er auch selbst umgeben ist mit Schwachheit.\n5:3 Darum mu\u00df er auch, gleichwie f\u00fcr das Volk, also auch f\u00fcr sich selbst opfern f\u00fcr die S\u00fcnden.\n5:4 Und niemand nimmt sich selbst die Ehre, sondern der auch berufen sei von Gott gleichwie Aaron.\n5:5 Also auch Christus hat sich nicht selbst in die Ehre gesetzt, da\u00df er Hoherpriester w\u00fcrde, sondern der zu ihm gesagt hat: Du bist mein Sohn; heute habe ich dich gezeuget.\n5:6 Wie er auch am andern Ort spricht: Du bist ein Priester in Ewigkeit nach der Ordnung Melchisedeks.\n5:7 Und er hat in den Tagen seines Fleisches Gebet und Flehen mit starkem Geschrei und Tr\u00e4nen geopfert zu dem, der ihm von dem Tode konnte aushelfen; und ist auch erh\u00f6ret, darum da\u00df er Gott in Ehren hatte.\n5:8 Und wiewohl er Gottes Sohn war, hat er doch an dem, was er litt, Gehorsam gelernet.\n5:9 Und da er ist vollendet, ist er worden allen, die ihm gehorsam sind, eine Ursache zur ewigen Seligkeit,\n5:10 genannt von Gott ein Hoherpriester nach der Ordnung Melchisedeks.\n5:11 Davon h\u00e4tten wir wohl viel zu reden; aber es ist schwer, weil ihr so unverst\u00e4ndig seid.\n5:12 Und die ihr solltet l\u00e4ngst Meister sein, bed\u00fcrfet ihr wiederum, da\u00df man euch die ersten Buchstaben der g\u00f6ttlichen Worte lehre, und da\u00df man euch Milch gebe und nicht starke Speise.\n5:13 Denn wem man noch Milch geben mu\u00df, der ist unerfahren in dem Wort der Gerechtigkeit; denn er ist ein junges Kind.\n5:14 Den Vollkommenen aber geh\u00f6rt starke Speise, die durch Gewohnheit haben ge\u00fcbte Sinne zum Unterschied des Guten und des B\u00f6sen.\n6:1 Darum wollen wir die Lehre vom Anfang christliches Lebens jetzt lassen und zur Vollkommenheit fahren, nicht abermal Grund legen von Bu\u00dfe der toten Werke, vom Glauben an Gott,\n6:2 von der Taufe, von der Lehre, vom H\u00e4ndeauflegen, von der Toten Auferstehung und vom ewigen Gerichte.\n6:3 Und das wollen wir tun, so es Gott anders zul\u00e4sset.\n6:4 Denn es ist unm\u00f6glich, da\u00df die, so einmal erleuchtet sind und geschmeckt haben die himmlische Gabe und teilhaftig worden sind des Heiligen Geistes\n6:5 und geschmeckt haben das g\u00fctige Wort Gottes und die Kr\u00e4fte der zuk\u00fcnftigen Welt,\n6:6 wo sie abfallen und wiederum sich selbst den Sohn Gottes kreuzigen und f\u00fcr Spott halten, da\u00df sie sollten wiederum erneuert werden zur Bu\u00dfe.\n6:7 Denn die Erde, die den Regen trinkt, der oft \u00fcber sie kommt, und bequem Kraut tr\u00e4get denen, die sie bauen, empf\u00e4nget Segen von Gott.\n6:8 Welche aber Dornen und Disteln tr\u00e4get, die ist unt\u00fcchtig und dem Fluch nahe, welche man zuletzt verbrennet.\n6:9 Wir versehen uns aber, ihr Liebsten, Besseres zu euch, und da\u00df die Seligkeit n\u00e4her sei, ob wir wohl also reden.\n6:10 Denn Gott ist nicht ungerecht, da\u00df er vergesse eures Werks und Arbeit der Liebe, die ihr beweiset habt an seinem Namen, da ihr den Heiligen dientet und noch dienet.\n6:11 Wir begehren aber, da\u00df euer jeglicher denselbigen Flei\u00df beweise, die Hoffnung festzuhalten bis ans Ende,\n6:12 da\u00df ihr nicht tr\u00e4ge werdet, sondern Nachfolger derer, die durch den Glauben und Geduld ererben die Verhei\u00dfungen.\n6:13 Denn als Gott Abraham verhie\u00df, da er bei keinem Gr\u00f6\u00dferen zu schw\u00f6ren hatte, schwur er bei sich selbst\n6:14 und sprach: Wahrlich, ich will dich segnen und vermehren.\n6:15 Und also trug er Geduld und erlangte die Verhei\u00dfung.\n6:16 Die Menschen schw\u00f6ren wohl bei einem Gr\u00f6\u00dferen, denn sie sind; und der Eid macht ein Ende alles Haders, dabei es fest bleibt unter ihnen.\n6:17 Aber Gott, da er wollte den Erben der Verhei\u00dfung \u00fcberschwenglich beweisen, da\u00df sein Rat nicht wankete, hat er einen Eid dazugetan,\n6:18 auf da\u00df wir durch zwei St\u00fccke, die nicht wanken (denn es ist unm\u00f6glich, da\u00df Gott l\u00fcge), einen starken Trost haben, die wir Zuflucht haben und halten an der angebotenen Hoffnung,\n6:19 welche wir haben als einen sicheren und festen Anker unserer Seele, der auch hineingehet in das Inwendige des Vorhangs,\n6:20 dahin der Vorl\u00e4ufer f\u00fcr uns eingegangen, Jesus, ein Hoherpriester worden in Ewigkeit nach der Ordnung Melchisedeks.\n7:1 Dieser Melchisedek aber war ein K\u00f6nig zu Salem, ein Priester Gottes, des Allerh\u00f6chsten, der Abraham entgegenging, da er von der K\u00f6nige Schlacht wiederkam, und segnete ihn,\n7:2 welchem auch Abraham gab den Zehnten aller G\u00fcter. Aufs erste wird er verdolmetscht ein K\u00f6nig der Gerechtigkeit; danach aber ist er auch ein K\u00f6nig Salem, das ist, ein K\u00f6nig des Friedens;\n7:3 ohne Vater, ohne Mutter, ohne Geschlecht; und hat weder Anfang der Tage noch Ende des Lebens. Er ist aber verglichen dem Sohn Gottes und bleibet Priester in Ewigkeit.\n7:4 Schauet aber, wie gro\u00df ist der, dem auch Abraham, der Patriarch, den Zehnten gibt von der eroberten Beute!\n7:5 Zwar die Kinder Levi, da sie das Priestertum empfangen, haben sie ein Gebot, den Zehnten vom Volk, das ist, von ihren Br\u00fcdern, zu nehmen nach dem Gesetz, wiewohl auch dieselben aus den Lenden Abrahams kommen sind.\n7:6 Aber der, des Geschlecht nicht genannt wird unter ihnen, der nahm den Zehnten von Abraham und segnete den, der die Verhei\u00dfung hatte.\n7:7 Nun ist's ohne alles Widersprechen also, da\u00df das Geringere von dem Besseren gesegnet wird.\n7:8 Und hier nehmen den Zehnten die sterbenden Menschen; aber dort bezeuget er, da\u00df er lebe.\n7:9 Und da\u00df ich also sage, es ist auch Levi, der den Zehnten nimmt, verzehntet durch Abraham.\n7:10 Denn er war je noch in den Lenden des Vaters, da ihm Melchisedek entgegenging.\n7:11 Ist nun die Vollkommenheit durch das levitische Priestertum geschehen (denn unter demselbigen hat das Volk das Gesetz empfangen), was ist denn weiter not zu sagen, da\u00df ein anderer Priester aufkommen solle nach der Ordnung Melchisedeks und nicht nach der Ordnung Aarons?\n7:12 Denn wo das Priestertum ver\u00e4ndert wird, da mu\u00df auch das Gesetz ver\u00e4ndert werden.\n7:13 Denn von dem solches gesagt ist, der ist von einem andern Geschlecht, aus welchem nie keiner des Altars gepfleget hat.\n7:14 Denn es ist ja offenbar, da\u00df von Juda aufgegangen ist unser HERR; zu welchem Geschlecht Mose nicht geredet hat vom Priestertum.\n7:15 Und es ist noch viel klarer, so nach der Weise Melchisedeks ein anderer Priester aufkommt,\n7:16 welcher nicht nach dem Gesetz des fleischlichen Gebots gemacht ist, sondern nach der Kraft des unendlichen Lebens.\n7:17 Denn er bezeuget: Du bist ein Priester ewiglich nach der Ordnung Melchisedeks.\n7:18 Denn damit wird das vorige Gesetz aufgehoben, darum da\u00df es zu schwach und nicht n\u00fctze war\n7:19 (denn das Gesetz konnte nichts vollkommen machen), und wird eingef\u00fchret eine bessere Hoffnung, durch welche wir zu Gott nahen;\n7:20 und dazu, das viel ist, nicht ohne Eid. Denn jene sind ohne Eid Priester worden;\n7:21 dieser aber mit dem Eid durch den, der zu ihm spricht: Der HERR hat geschworen, und wird ihn nicht gereuen: Du bist ein Priester in Ewigkeit nach der Ordnung Melchisedeks.\n7:22 Also eines so viel besseren Testaments Ausrichter ist Jesus worden.\n7:23 Und jener sind viel, die Priester wurden, darum da\u00df sie der Tod nicht bleiben lie\u00df;\n7:24 dieser aber darum, da\u00df er bleibet ewiglich, hat er ein unverg\u00e4nglich Priestertum;\n7:25 daher er auch selig machen kann immerdar, die durch ihn zu Gott kommen, und lebet immerdar und bittet f\u00fcr sie.\n7:26 Denn einen solchen Hohenpriester sollten wir haben, der da w\u00e4re heilig, unschuldig, unbefleckt, von den S\u00fcndern abgesondert und h\u00f6her, denn der Himmel ist,\n7:27 dem nicht t\u00e4glich not w\u00e4re wie jenen Hohenpriestern, zuerst f\u00fcr eigene S\u00fcnden Opfer zu tun, danach f\u00fcr des Volks S\u00fcnden; denn das hat er getan einmal, da er sich selbst opferte.\n7:28 Denn das Gesetz macht Menschen zu Hohenpriestern, die da Schwachheit haben; dies Wort aber des Eides, das nach dem Gesetz gesagt ist, setzet den Sohn ewig und vollkommen.\n8:1 Das ist nun die Summa, davon wir reden: Wir haben einen solchen Hohenpriester, der da sitzet zu der Rechten auf dem Stuhl der Majest\u00e4t im Himmel;\n8:2 und ist ein Pfleger der heiligen G\u00fcter und der wahrhaftigen H\u00fctte, welche Gott aufgerichtet hat und kein Mensch.\n8:3 Denn ein jeglicher Hoherpriester wird eingesetzt, zu opfern Gaben und Opfer. Darum mu\u00df auch dieser etwas haben, das er opfere.\n8:4 Wenn er nun auf Erden w\u00e4re, so w\u00e4re er nicht Priester, dieweil da Priester sind, die nach dem Gesetz die Gaben opfern,\n8:5 welche dienen dem Vorbilde und dem Schatten der himmlischen G\u00fcter; wie die g\u00f6ttliche Antwort zu Mose sprach, da er sollte die H\u00fctte vollenden: Schaue zu, sprach er, da\u00df du machest alles nach dem Bilde, das dir auf dem Berge gezeiget ist.\n8:6 Nun aber hat er ein besser Amt erlanget, als der eines besseren Testaments Mittler ist, welches auch auf besseren Verhei\u00dfungen stehet.\n8:7 Denn so jenes, das erste, untadelig gewesen w\u00e4re, w\u00fcrde nicht Raum zu einem andern gesucht.\n8:8 Denn er tadelt sie und sagt: Siehe, es kommen die Tage, spricht der HERR, da\u00df ich \u00fcber das Haus Israel und \u00fcber das Haus Juda ein neu Testament machen will;\n8:9 nicht nach dem Testament, das ich gemacht habe mit ihren V\u00e4tern an dem Tage, da ich ihre Hand ergriff, sie auszuf\u00fchren aus \u00c4gyptenland. Denn sie sind nicht geblieben in meinem Testament; so habe ich ihrer auch nicht wollen achten, spricht der HERR.\n8:10 Denn das ist das Testament, das ich machen will dem Hause Israel nach diesen Tagen, spricht der HERR: Ich will geben meine Gesetze in ihren Sinn, und in ihr Herz will ich sie schreiben, und will ihr Gott sein, und sie sollen mein Volk sein\n8:11 Und soll nicht lehren jemand seinen N\u00e4chsten noch jemand seinen Bruder und sagen: Erkenne den HERRN! Denn sie sollen mich alle kennen, von dem Kleinsten an bis zu dem Gr\u00f6\u00dften.\n8:12 Denn ich will gn\u00e4dig sein ihrer Untugend und ihren S\u00fcnden, und ihrer Ungerechtigkeit will ich nicht mehr gedenken.\n8:13 Indem er sagt: Ein neues, macht er das erste alt. Was aber alt und \u00fcberjahret ist, das ist nahe bei seinem Ende.\n9:1 Es hatte zwar auch das erste seine Rechte des Gottesdienstes und \u00e4u\u00dferliche Heiligkeit.\n9:2 Denn es war da aufgerichtet das Vorderteil der H\u00fctte, darinnen war der Leuchter und der Tisch und die Schaubrote; und diese hei\u00dft das Heilige.\n9:3 Hinter dem andern Vorhang aber war die H\u00fctte, die da hei\u00dft das Allerheiligste.\n9:4 Die hatte das g\u00fcldene Rauchfa\u00df und die Lade des Testaments, allenthalben mit Gold \u00fcberzogen, in welcher war die g\u00fcldene Gelte, die das Himmelbrot hatte, und die Rute Aarons, die gegr\u00fcnet hatte, und die Tafeln des Testaments.\n9:5 Oben dr\u00fcber aber waren die Cherubim der HERRLIchkeit, die \u00fcberschatteten den Gnadenstuhl; von welchem jetzt nicht zu sagen ist insonderheit.\n9:6 Da nun solches also zugerichtet war gingen die Priester allezeit in die vorderste H\u00fctte und richteten aus den Gottesdienst.\n9:7 In die andere aber ging nur einmal im Jahr allein der Hohepriester, nicht ohne Blut, da\u00df er opferte f\u00fcr sein selbst und des Volks Unwissenheit.\n9:8 Damit der Heilige Geist deutete, da\u00df noch nicht offenbart w\u00e4re der Weg zur Heiligkeit, solange die erste H\u00fctte st\u00fcnde,\n9:9 welche mu\u00dfte zu derselbigen Zeit ein Vorbild sein, in welcher Gaben und Opfer geopfert wurden, und konnten nicht vollkommen machen nach dem Gewissen den, der da Gottesdienst tut\n9:10 allein mit Speise und Trank und mancherlei Taufen und \u00e4u\u00dferlicher Heiligkeit, die bis auf die Zeit der Besserung sind aufgelegt.\n9:11 Christus aber ist kommen, da\u00df er sei ein Hoherpriester der zuk\u00fcnftigen G\u00fcter, durch eine gr\u00f6\u00dfere und vollkommenere H\u00fctte, die nicht mit der Hand gemacht ist, das ist, die nicht also gebauet ist;\n9:12 Auch nicht durch der B\u00f6cke oder K\u00e4lber Blut, sondern er ist durch sein eigen Blut einmal in das Heilige eingegangen und hat eine ewige Erl\u00f6sung erfunden.\n9:13 Denn so der Ochsen und der B\u00f6cke Blut und die Asche, von der Kuh gesprenget, heiliget die Unreinen zu der leiblichen Reinigkeit,\n9:14 wieviel mehr wird das Blut Christi, der sich selbst ohne allen Wandel durch den Heiligen Geist Gott geopfert hat, unser Gewissen reinigen von den toten Werken, zu dienen dem lebendigen Gott!\n9:15 Und darum ist er auch ein Mittler des Neuen Testaments, auf da\u00df durch den Tod, so geschehen ist zur Erl\u00f6sung von den \u00dcbertretungen, die unter dem ersten Testament waren, die, so berufen sind, das verhei\u00dfene ewige Erbe empfangen.\n9:16 Denn wo ein Testament ist, da mu\u00df der Tod geschehen des, der das Testament machte.\n9:17 Denn ein Testament wird fest durch den Tod, anders hat es noch nicht Macht, wenn der noch lebet, der es gemacht hat.\n9:18 Daher auch das erste nicht ohne Blut gestiftet ward.\n9:19 Denn als Mose ausgeredet hatte von allen Geboten nach dem Gesetz zu allem Volk, nahm er K\u00e4lber - und Bocksblut mit Wasser und Purpurwolle und Ysop und besprengete das Buch und alles Volk.\n9:20 Und sprach: Das ist das Blut des Testaments, das Gott euch geboten hat.\n9:21 Und die H\u00fctte und alles Ger\u00e4te des Gottesdienstes besprengete er desselbigengleichen mit Blut.\n9:22 Und wird fast alles mit Blut gereiniget nach dem Gesetz. Und ohne Blutvergie\u00dfen geschieht keine Vergebung.\n9:23 So mu\u00dften nun der himmlischen Dinge Vorbilder mit solchem gereiniget werden; aber sie selbst, die himmlischen, m\u00fcssen bessere Opfer haben, denn jene waren.\n9:24 Denn Christus ist nicht eingegangen in das Heilige, so mit H\u00e4nden gemacht ist (welches ist ein Gegenbild des rechtschaffenen), sondern in den Himmel selbst, nun zu erscheinen vor dem Angesichte Gottes f\u00fcr uns.\n9:25 Auch nicht, da\u00df er sich oftmals opfere, gleichwie der Hohepriester gehet alle Jahr in das Heilige mit fremdem Blut.\n9:26 Sonst h\u00e4tte er oft m\u00fcssen leiden von Anfang der Welt her. Nun aber am Ende der Welt ist er einmal erschienen, durch sein eigen Opfer die S\u00fcnde aufzuheben.\n9:27 Und wie den Menschen ist gesetzt, einmal zu sterben, danach aber das Gericht,\n9:28 also ist Christus einmal geopfert, wegzunehmen vieler S\u00fcnden. Zum andernmal aber wird er ohne S\u00fcnde erscheinen denen, die auf ihn warten, zur Seligkeit.\n10:1 Denn das Gesetz hat den Schatten von den zuk\u00fcnftigen G\u00fctern, nicht das Wesen der G\u00fcter selbst. Alle Jahr mu\u00df man opfern immer einerlei Opfer und kann nicht, die da opfern, vollkommen machen;\n10:2 sonst h\u00e4tte das Opfern aufgeh\u00f6ret, wo die, so am Gottesdienst sind, kein Gewissen mehr h\u00e4tten von den S\u00fcnden, wenn sie' einmal gereiniget w\u00e4ren;\n10:3 sondern es geschieht nur durch dieselbigen ein Ged\u00e4chtnis der S\u00fcnden alle Jahr.\n10:4 Denn es ist unm\u00f6glich, durch Ochsen - und Bocksblut S\u00fcnden wegzunehmen.\n10:5 Darum, da er in die Welt kommt, spricht er: Opfer und Gaben hast du nicht gewollt; den Leib aber hast du mir zubereitet.\n10:6 Brandopfer und S\u00fcndopfer gefallen dir nicht.\n10:7 Da sprach ich: Siehe, ich komme; im Buch stehet vornehmlich von mir geschrieben, da\u00df ich tun soll, Gott, deinen Willen.\n10:8 Droben, als er gesagt hatte: Opfer und Gaben, Brandopfer und S\u00fcndopfer hast du nicht gewollt; sie gefallen dir auch nicht (welche nach dem Gesetz geopfert werden),\n10:9 da sprach er: Siehe, ich komme zu tun, Gott, deinen Willen. Da hebt er das erste auf, da\u00df er das andere einsetze.\n10:10 In welchem Willen wir sind geheiliget, einmal geschehen durch das Opfer des Leibes Jesu Christi.\n10:11 Und ein jeglicher Priester ist eingesetzt, da\u00df er alle Tage Gottesdienst pflege und oftmals einerlei Opfer tue, welche nimmermehr k\u00f6nnen die S\u00fcnden abnehmen.\n10:12 Dieser aber, da er hat ein Opfer f\u00fcr die S\u00fcnden geopfert, das ewiglich gilt, sitzt er nun zur Rechten Gottes\n10:13 und wartet hinfort, bis da\u00df seine Feinde zum Schemel seiner F\u00fc\u00dfe gelegt werden.\n10:14 Denn mit einem Opfer hat er in Ewigkeit vollendet, die geheiliget werden.\n10:15 Es bezeuget uns aber das auch der Heilige Geist. Denn nachdem er zuvor gesagt hatte:\n10:16 Das ist das Testament, das ich ihnen machen will nach diesen Tagen, spricht der HERR: Ich will mein Gesetz in ihr Herz geben, und in ihre Sinne will ich es schreiben,\n10:17 und ihrer S\u00fcnden und ihrer Ungerechtigkeit will ich nicht mehr gedenken.\n10:18 Wo aber derselbigen Vergebung ist, da ist nicht mehr Opfer f\u00fcr die S\u00fcnde.\n10:19 So wir denn nun haben, liebe Br\u00fcder, die Freudigkeit zum Eingang in das Heilige durch das Blut Jesu,\n10:20 welchen er uns zubereitet hat zum neuen und lebendigen Wege durch den Vorhang, das ist, durch sein Fleisch,\n10:21 und haben einen Hohenpriester \u00fcber das Haus Gottes:\n10:22 so lasset uns hinzugehen mit wahrhaftigem Herzen, in v\u00f6lligem Glauben, besprenget in unsern Herzen und los von dem b\u00f6sen Gewissen und gewaschen am Leibe mit reinem Wasser;\n10:23 und lasset uns halten an dem Bekenntnis der Hoffnung und nicht wanken denn er ist treu, der sie verhei\u00dfen hat.\n10:24 Und lasset uns untereinander unser selbst wahrnehmen mit Reizen zur Liebe und guten Werken\n10:25 und nicht verlassen unsere Versammlung, wie etliche pflegen, sondern untereinander ermahnen, und das viel mehr, soviel ihr sehet, da\u00df sich der Tag nahet.\n10:26 Denn so wir mutwillig s\u00fcndigen, nachdem wir die Erkenntnis der Wahrheit empfangen haben, haben wir f\u00fcrder kein ander Opfer mehr f\u00fcr die S\u00fcnden,\n10:27 sondern ein schrecklich Warten des Gerichts und des Feuereifers, der die Widerw\u00e4rtigen verzehren wird.\n10:28 Wenn jemand das Gesetz Mose's bricht, der mu\u00df sterben ohne Barmherzigkeit durch zween oder drei Zeugen.\n10:29 Wieviel meinet ihr, \u00e4rgere Strafe wird der verdienen, der den Sohn Gottes mit F\u00fc\u00dfen tritt und das Blut des Testaments unrein achtet, durch welches er geheiliget ist, und den Geist der Gnaden schm\u00e4het?\n10:30 Denn wir wissen den, der da sagte: Die Rache ist mein; ich will vergelten, spricht der HERR. Und abermal: Der HERR wird sein Volk richten.\n10:31 Schrecklich ist's, in die H\u00e4nde des lebendigen Gottes zu fallen.\n10:32 Gedenket aber an die vorigen Tage, in welchen ihr, erleuchtet, erduldet habt einen gro\u00dfen Kampf des Leidens,\n10:33 zum Teil selbst durch Schmach und Tr\u00fcbsal ein Schauspiel worden, zum Teil Gemeinschaft gehabt mit denen, denen es also gehet.\n10:34 Denn ihr habt mit meinen Banden Mitleid gehabt und den Raub eurer G\u00fcter mit Freuden erduldet, als die ihr wisset, da\u00df ihr bei euch selbst eine bessere und bleibende Habe im Himmel habt.\n10:35 Werfet euer Vertrauen nicht weg, welches eine gro\u00dfe Belohnung hat.\n10:36 Geduld aber ist euch not, auf da\u00df ihr den Willen Gottes tut und die Verhei\u00dfung empfanget.\n10:37 Denn noch \u00fcber eine kleine Weile, so wird kommen, der da kommen soll, und nicht verziehen.\n10:38 Der Gerechte aber wird des Glaubens leben. Wer aber weichen wird, an dem wird meine Seele kein Gefallen haben.\n10:39 Wir aber sind nicht von denen, die da weichen und verdammt werden, sondern von denen, die da glauben und die Seele erretten.\n11:1 Es ist aber der Glaube eine gewisse Zuversicht des, das man hoffet, und nicht zweifeln an dem, das man nicht siehet.\n11:2 Durch den haben die Alten Zeugnis \u00fcberkommen.\n11:3 Durch den Glauben merken wir, da\u00df die Welt durch Gottes Wort fertig ist, da\u00df alles, was man siehet, aus nichts worden ist.\n11:4 Durch den Glauben hat Abel Gott ein gr\u00f6\u00dfer Opfer getan denn Kain, durch welchen er Zeugnis \u00fcberkommen hat, da\u00df er gerecht sei, da Gott zeugete von seiner Gabe; und durch denselbigen redet er noch, wiewohl er gestorben ist.\n11:5 Durch den Glauben ward Enoch weggenommen, da\u00df er den Tod nicht s\u00e4he, und ward nicht gefunden, darum da\u00df ihn Gott wegnahm; denn vor seinem Wegnehmen hat er Zeugnis gehabt, da\u00df er Gott gefallen habe.\n11:6 Aber ohne Glauben ist's unm\u00f6glich, Gott gefallen; denn wer zu Gott kommen will, der mu\u00df glauben, da\u00df er sei und denen, die ihn suchen, ein Vergelter sein werde.\n11:7 Durch den Glauben hat Noah Gott geehret und die Arche zubereitet zum Heil seines Hauses, da er einen g\u00f6ttlichen Befehl empfing von dem das man noch nicht sah; durch welchen er verdammte die Welt und hat ererbet die Gerechtigkeit, die durch den Glauben kommt.\n11:8 Durch den Glauben ward gehorsam Abraham, da er berufen ward, auszugehen in das Land, das er ererben sollte; und ging aus und wu\u00dfte nicht, wo er hink\u00e4me.\n11:9 Durch den Glauben ist er ein Fremdling gewesen in dem verhei\u00dfenen Lande als in einem fremden und wohnete in H\u00fctten mit Isaak und Jakob, den Miterben derselbigen Verhei\u00dfung.\n11:10 Denn er wartete auf eine Stadt, die einen Grund hat, welcher Baumeister und Sch\u00f6pfer Gott ist.\n11:11 Durch den Glauben empfing auch Sara Kraft, da\u00df sie schwanger ward, und gebar \u00fcber die Zeit ihres Alters; denn sie achtete ihn treu, der es verhei\u00dfen hatte.\n11:12 Darum sind auch von einem, wie wohl erstorbenen Leibes, viele geboren wie die Sterne am Himmel und wie der Sand am Rande des Meeres, der unz\u00e4hlig ist.\n11:13 Diese alle sind gestorben im Glauben und haben die Verhei\u00dfung nicht empfangen, sondern sie von ferne gesehen und sich der vertr\u00f6stet und wohl gen\u00fcgen lassen und bekannt, da\u00df sie G\u00e4ste und Fremdlinge auf Erden sind.\n11:14 Denn die solches sagen, die geben zu verstehen, da\u00df sie ein Vaterland suchen.\n11:15 Und zwar, wo sie das gemeinet h\u00e4tten, von welchem sie waren ausgezogen, hatten sie ja Zeit, wieder umzukehren.\n11:16 Nun aber begehren sie eines besseren, n\u00e4mlich eines himmlischen. Darum sch\u00e4met sich Gott ihrer nicht, zu hei\u00dfen ihr Gott; denn er hat ihnen eine Stadt zubereitet.\n11:17 Durch den Glauben opferte Abraham den Isaak, da er versucht ward, und gab dahin den Eingebornen, da er schon die Verhei\u00dfung empfangen hatte,\n11:18 von welchem gesagt war: In Isaak wird dir dein Same gehei\u00dfen werden,\n11:19 und dachte: Gott kann auch wohl von den Toten erwecken; daher er auch ihn zum Vorbilde wieder nahm.\n11:20 Durch den Glauben segnete Isaak von den zuk\u00fcnftigen Dingen den Jakob und Esau.\n11:21 Durch den Glauben segnete Jakob, da er starb, beide S\u00f6hne Josephs und neigete sich gegen seines Zepters Spitze.\n11:22 Durch den Glauben redete Joseph vom Auszug der Kinder Israel, da er starb, und tat Befehl von seinen Gebeinen.\n11:23 Durch den Glauben ward Mose, da er geboren war, drei Monden verborgen von seinen Eltern, darum da\u00df sie sahen, wie er ein sch\u00f6n Kind war, und f\u00fcrchteten sich nicht vor des K\u00f6nigs Gebot.\n11:24 Durch den Glauben wollte Mose, da er gro\u00df ward, nicht mehr ein Sohn hei\u00dfen der Tochter Pharaos\n11:25 und erw\u00e4hlete viel lieber, mit dem Volk Gottes Ungemach zu leiden, denn die zeitliche Erg\u00f6tzung der S\u00fcnde zu haben,\n11:26 und achtete die Schmach Christi f\u00fcr gr\u00f6\u00dferen Reichtum denn die Sch\u00e4tze \u00c4gyptens; denn er sah an die Belohnung.\n11:27 Durch den Glauben verlie\u00df er \u00c4gypten und f\u00fcrchtete nicht des K\u00f6nigs Grimm; denn er hielt sich an den, den er nicht sah, als s\u00e4he er ihn.\n11:28 Durch den Glauben hielt er Ostern und das Blutvergie\u00dfen, auf da\u00df, der die Erstgeburten w\u00fcrgete, sie nicht tr\u00e4fe.\n11:29 Durch den Glauben gingen sie durch das Rote Meer als durch trocken Land; welches die \u00c4gypter auch versuchten und ersoffen.\n11:30 Durch den Glauben fielen die Mauern Jerichos, da sie sieben Tage umhergegangen waren.\n11:31 Durch den Glauben ward die Hure Rahab nicht verloren mit den Ungl\u00e4ubigen, da sie die Kundschafter freundlich aufnahm.\n11:32 Und was soll ich mehr sagen? Die Zeit w\u00fcrde mir zu kurz, wenn ich sollte erz\u00e4hlen von Gideon und Barak und Simson und Jephthah und David und Samuel und den Propheten,\n11:33 welche haben durch den Glauben K\u00f6nigreiche bezwungen, Gerechtigkeit gewirket, die Verhei\u00dfung erlanget, der L\u00f6wen Rachen verstopfet,\n11:34 des Feuers Kraft ausgel\u00f6scht, sind des Schwerts Sch\u00e4rfe entronnen, sind kr\u00e4ftig worden aus der Schwachheit, sind stark worden im Streit, haben der Fremden Heer daniedergelegt.\n11:35 Die Weiber haben ihre Toten von der Auferstehung wieder genommen; die andern aber sind zerschlagen und haben keine Erl\u00f6sung angenommen, auf da\u00df sie die Auferstehung, die besser ist, erlangeten.\n11:36 Etliche haben Spott und Gei\u00dfeln erlitten, dazu Bande und Gef\u00e4ngnis.\n11:37 Sie sind gesteiniget, zerhackt, zerstochen, durchs Schwert get\u00f6tet; sie sind umhergegangen in Pelzen und Ziegenfellen, mit Mangel, mit Tr\u00fcbsal, mit Ungemach\n11:38 (deren die Welt nicht wert war) und sind im Elend gegangen in den W\u00fcsten, auf den Bergen und in den Kl\u00fcften und L\u00f6chern der Erde.\n11:39 Diese alle haben durch den Glauben Zeugnis \u00fcberkommen und nicht empfangen die Verhei\u00dfung,\n11:40 darum da\u00df Gott etwas Besseres f\u00fcr uns zuvor versehen hat, da\u00df sie nicht ohne uns vollendet w\u00fcrden.\n12:1 Darum auch wir, dieweil wir solchen Haufen Zeugen um uns haben, lasset uns ablegen die S\u00fcnde, so uns immer anklebt und tr\u00e4ge macht, und lasset uns laufen durch Geduld in dem Kampf, der uns verordnet ist,\n12:2 und aufsehen auf Jesum, den Anf\u00e4nger und Vollender des Glaubens, welcher, da er wohl h\u00e4tte m\u00f6gen Freude haben, erduldete er das Kreuz und achtete der Schande nicht und ist gesessen zur Rechten auf dem Stuhl Gottes.\n12:3 Gedenket an den, der ein solches Widersprechen von den S\u00fcndern wider sich erduldet hat, da\u00df ihr nicht in eurem Mut matt werdet und ablasset.\n12:4 Denn ihr habt noch nicht bis aufs Blut widerstanden \u00fcber dem K\u00e4mpfen wider die S\u00fcnde\n12:5 und habt bereits vergessen des Trostes, der zu euch redet als zu den Kindern: Mein Sohn, achte nicht gering die Z\u00fcchtigung des HERRN und verzage nicht, wenn du von ihm gestraft wirst;\n12:6 denn welchen der HERR liebhat, den z\u00fcchtiget er; er st\u00e4upt aber einen jeglichen Sohn, den er aufnimmt.\n12:7 So ihr die Z\u00fcchtigung erduldet, so erbeut sich euch Gott als Kindern; denn wo ist ein Sohn, den der Vater nicht z\u00fcchtiget?\n12:8 Seid ihr aber ohne Z\u00fcchtigung, welcher sie alle sind teilhaftig worden, so seid ihr Bastarde und nicht Kinder.\n12:9 Auch so wir haben unsere leiblichen V\u00e4ter zu Z\u00fcchtigern gehabt und sie gescheuet, sollten wir denn nicht viel mehr untertan sein dem geistlichen Vater, da\u00df wir leben?\n12:10 Und jene zwar haben uns gez\u00fcchtiget wenige Tage nach ihrem D\u00fcnken, dieser aber zu Nutz, auf da\u00df wir seine Heiligung erlangen.\n12:11 Alle Z\u00fcchtigung aber, wenn sie da ist, d\u00fcnkt sie uns nicht Freude, sondern Traurigkeit sein; aber danach wird sie geben eine friedsame Frucht der Gerechtigkeit denen, die dadurch ge\u00fcbet sind.\n12:12 Darum richtet wieder auf die l\u00e4ssigen H\u00e4nde und die m\u00fcden Kniee\n12:13 und tut gewissen Tritt mit euren F\u00fc\u00dfen, da\u00df nicht jemand strauchele wie ein Lahmer, sondern vielmehr gesund werde.\n12:14 Jaget nach dem Frieden gegen jedermann und der Heiligung, ohne welche wird niemand den HERRN sehen.\n12:15 Und sehet darauf, da\u00df nicht jemand Gottes Gnade vers\u00e4ume, da\u00df nicht etwa eine bittere Wurzel aufwachse und Unfrieden anrichte, und viele durch dieselbige verunreiniget werden;\n12:16 da\u00df nicht jemand sei ein Hurer oder ein Gottloser wie Esau, der um einer Speise willen seine Erstgeburt verkaufte.\n12:17 Wisset aber, da\u00df er hernach, da er den Segen ererben wollte, verworfen ist; denn er fand keinen Raum zur Bu\u00dfe, wiewohl er sie mit Tr\u00e4nen suchte.\n12:18 Denn ihr seid nicht kommen zu dem Berge, den man anr\u00fchren konnte, und mit Feuer brannte, noch zu dem Dunkel und Finsternis und Ungewitter\n12:19 noch zu dem Hall der Posaune und zur Stimme der Worte, welcher sich weigerten, die sie h\u00f6reten, da\u00df ihnen das Wort ja nicht gesagt w\u00fcrde\n12:20 (denn sie mochten's nicht ertragen, was da gesagt ward. Und wenn ein Tier den Berg anr\u00fchrete, sollte es gesteiniget oder mit einem Gescho\u00df erschossen werden.\n12:21 Und also erschrecklich war das Gesicht, da\u00df Mose sprach: Ich bin erschrocken und zittere),\n12:22 sondern ihr seid kommen zu dem Berge Zion und zu der Stadt des lebendigen Gottes, zu dem himmlischen Jerusalem, und zu der Menge vieler tausend Engel\n12:23 und zu der Gemeinde der Erstgebornen, die im Himmel angeschrieben sind, und zu Gott, dem Richter \u00fcber alle, und zu den Geistern der vollkommenen Gerechten\n12:24 und zu dem Mittler des Neuen Testaments, Jesus, und zu dem Blut der Besprengung, das da besser redet denn Abels.\n12:25 Sehet zu, da\u00df ihr euch des nicht weigert, der da redet! Denn jene nicht entflohen sind, die sich weigerten, da er auf Erden redete, viel weniger wir, so wir uns des weigern, der vom Himmel redet,\n12:26 welches Stimme zu der Zeit die Erde bewegete. Nun aber verhei\u00dfet er und spricht: Noch einmal will ich bewegen nicht allein die Erde, sondern auch den Himmel.\n12:27 Aber solches \u00bbNoch einmal\u00ab zeigt an, da\u00df das Bewegliche soll ver\u00e4ndert werden, als das gemacht ist, auf da\u00df da bleibe das Unbewegliche.\n12:28 Darum, dieweil wir empfangen ein unbeweglich Reich, haben wir Gnade, durch welche wir sollen Gott dienen, ihm zu gefallen, mit Zucht und Furcht.\n12:29 Denn unser Gott ist ein verzehrend Feuer.\n13:1 Bleibet fest in der br\u00fcderlichen Liebe!\n13:2 Gastfrei zu sein vergesset nicht; denn durch dasselbige haben etliche ohne ihr Wissen Engel beherberget.\n13:3 Gedenket der Gebundenen als die Mitgebundenen und derer, die Tr\u00fcbsal leiden, als die ihr auch noch im Leibe lebet.\n13:4 Die Ehe soll ehrlich gehalten werden bei allen und das Ehebett unbefleckt; die Hurer aber und Ehebrecher wird Gott richten.\n13:5 Der Wandel sei ohne Geiz; und lasset euch begn\u00fcgen an dem, was da ist. Denn er hat gesagt: Ich will dich nicht verlassen noch vers\u00e4umen,\n13:6 also da\u00df wir d\u00fcrfen sagen: Der HERR ist mein Helfer, und will mich nicht f\u00fcrchten; was sollte mir ein Mensch tun?\n13:7 Gedenket an eure Lehrer, die euch das Wort Gottes gesagt haben, welcher Ende schauet an und folget ihrem Glauben nach.\n13:8 Jesus Christus gestern und heute und derselbe auch in Ewigkeit.\n13:9 Lasset euch nicht mit mancherlei und fremden Lehren umtreiben; denn es ist ein k\u00f6stlich Ding, da\u00df das Herz fest werde, welches geschieht durch Gnade, nicht durch Speisen, davon keinen Nutzen haben, so damit umgehen.\n13:10 Wir haben einen Altar, davon nicht Macht haben zu essen, die der H\u00fctte pflegen.\n13:11 Denn welcher Tiere Blut getragen wird durch den Hohenpriester in das Heilige f\u00fcr die S\u00fcnde, derselbigen Leichname werden verbrannt au\u00dfer dem Lager.\n13:12 Darum auch Jesus, auf da\u00df er heiligte das Volk durch sein eigen Blut, hat er gelitten au\u00dfen vor dem Tor.\n13:13 So lasset uns nun zu ihm hinausgehen au\u00dfer dem Lager und seine Schmach tragen.\n13:14 Denn wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zuk\u00fcnftige suchen wir.\n13:15 So lasset uns nun opfern durch ihn das Lobopfer Gott allezeit, das ist, die Frucht der Lippen, die seinen Namen bekennen.\n13:16 Wohlzutun und mitzuteilen vergesset nicht; denn solche Opfer gefallen Gott wohl.\n13:17 Gehorchet euren Lehrern und folget ihnen; denn sie wachen \u00fcber eure Seelen, als die da Rechenschaft daf\u00fcr geben sollen, auf da\u00df sie das mit Freuden tun und nicht mit Seufzen; denn das ist euch nicht gut.\n13:18 Betet f\u00fcr uns! Unser Trost ist der, da\u00df wir ein gut Gewissen haben und flei\u00dfigen uns, guten Wandel zu f\u00fchren bei allen.\n13:19 Ich ermahne euch aber zum \u00dcberflu\u00df, solches zu tun, auf da\u00df ich aufs schierste wieder zu euch komme.\n13:20 Gott aber des Friedens, der von den Toten ausgef\u00fchret hat den gro\u00dfen Hirten der Schafe durch das Blut des ewigen Testaments, unsern HERRN Jesum,\n13:21 der mache euch fertig in allem guten Werk, zu tun seinen Willen, und schaffe in euch, was vor ihm gef\u00e4llig ist, durch Jesum Christum, welchem sei Ehre von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen.\n13:22 Ich ermahne euch aber, liebe Br\u00fcder, haltet das Wort der Ermahnung zugute; denn ich habe euch kurz geschrieben.\n13:23 Wisset, da\u00df der Bruder Timotheus wieder ledig ist, mit welchem, so er bald kommt, will ich euch sehen.\n13:24 Gr\u00fc\u00dfet alle eure Lehrer und alle Heiligen. Es gr\u00fc\u00dfen euch die Br\u00fcder aus Italien.\n13:25 Die Gnade sei mit euch allen! Amen.","title":"German Bible: Hebrews","type":"page"}
