{"collection":"Bible & Christianity","html_url":"https://unchartedknowledge.5gfusion.net/browse/bib/wb/ger/hos.htm","path":"bib/wb/ger/hos.htm","source_url":"https://sacred-texts.com/bib/wb/ger/hos.htm","text":"1:1 Dies ist das Wort des HERRN, das geschehen ist zu Hosea, dem Sohn Beheris, zur Zeit Usias, Jothams, Ahas und Hiskias, der K\u00f6nige Judas, und zu der Zeit Jerobeams, des Sohns Joas, des K\u00f6nigs Israels.\n1:2 Und da der HERR anfing zu reden durch Hosea, sprach er zu ihm: Gehe hin und nimm ein Hurenweib und Hurenkinder; denn das Land l\u00e4uft vom HERRN der Hurerei nach.\n1:3 Und er ging hin und nahm Gomer, die Tochter Diblaims, welche ward schwanger und gebar ihm einen Sohn.\n1:4 Und der HERR sprach zu ihm: Hei\u00dfe ihn Jesreel; denn es ist noch um eine kleine Zeit, so will ich die Blutschulden in Jesreel heimsuchen \u00fcber das Haus Jehu und will's mit dem K\u00f6nigreich des Hauses Israel ein Ende machen.\n1:5 Zur selbigen Zeit will ich den Bogen Israels zerbrechen im Tal Jesreel.\n1:6 Und sie ward abermal schwanger und gebar eine Tochter. Und er sprach zu ihm: Hei\u00dfe sie Lo-Ryhamo; denn ich will mich nicht mehr \u00fcber das Haus Israel erbarmen, sondern ich will sie wegwerfen.\n1:7 Doch will ich mich erbarmen \u00fcber das Haus Juda und will ihnen helfen durch den HERRN, ihren Gott; ich will ihnen aber nicht helfen durch Bogen, Schwert, Streit, Ro\u00df oder Reiter.\n1:8 Und da sie hatte Lo-Ryhamo entw\u00f6hnet, ward sie wieder schwanger und gebar einen Sohn.\n1:9 Und er sprach: Hei\u00dfe ihn Lo-Ammi; denn ihr seid nicht mein Volk, so will ich auch nicht der Eure sein.\n1:10 Es wird aber die Zahl der Kinder Israel sein wie der Sand am Meer, den man weder messen noch z\u00e4hlen kann. Und soll geschehen an dem Ort, da man zu ihnen gesagt hat: Ihr seid nicht mein Volk, wird man zu ihnen sagen: O ihr Kinder des lebendigen Gottes!\n1:11 Denn es werden die Kinder Juda und die Kinder Israel zuhaufe kommen und werden sich miteinander an ein Haupt halten und aus dem Lande heraufziehen; denn der Tag Jesreels wird ein gro\u00dfer Tag sein.\n2:1 Saget euren Br\u00fcdern, sie sind mein Volk; und zu eurer Schwester, sie sei in Gnaden.\n2:2 Sprechet das Urteil \u00fcber eure Mutter, sie sei nicht mein Weib, und ich will sie nicht haben. Hei\u00dft sie ihre Hurerei von ihrem Angesichte wegtun und ihre Ehebrecherei von ihren Br\u00fcsten,\n2:3 auf da\u00df ich sie nicht nackend ausziehe und darstelle, wie sie war, da sie geboren ward, und ich sie nicht mache wie eine W\u00fcste und wie ein d\u00fcrres Land, da\u00df ich sie nicht Durst sterben lasse,\n2:4 und mich ihrer Kinder nicht erbarme; denn sie sind Hurenkinder,\n2:5 und ihre Mutter ist eine Hure, und die sie getragen hat, h\u00e4lt sich sch\u00e4ndlich und spricht: Ich will meinen Buhlen nachlaufen, die mir geben Brot, Wasser, Wolle, Flachs, \u00d6l und Trinken.\n2:6 Darum siehe, ich will deinen Weg mit Dornen vermachen und eine Wand davor ziehen, da\u00df sie ihren Steig nicht finden soll,\n2:7 und wenn sie ihren Buhlen nachl\u00e4uft, da\u00df sie die nicht ergreifen, und wenn sie die suchet, nicht finden k\u00f6nne und sagen m\u00fcsse: Ich will wiederum zu meinem vorigen Manne gehen, da mir besser war, denn mir jetzt ist.\n2:8 Denn sie will nicht wissen, da\u00df ich es sei, der ihr gibt Korn, Most, \u00d6l und ihr viel Silber und Gold gegeben habe, das sie haben Baal zu Ehren gebraucht.\n2:9 Darum will ich mein Korn und Most wieder nehmen zu seiner Zeit und meine Wolle und Flachs entwenden, damit sie ihre Scham bedecket.\n2:10 Nun will ich ihre Schande aufdecken vor den Augen ihrer Buhlen, und niemand soll sie von meiner Hand erretten.\n2:11 Und ich will's ein Ende machen mit allen ihren Freuden, Festen, Neumonden, Sabbaten und allen ihren Feiertagen.\n2:12 Ich will ihre Weinst\u00f6cke und Feigenb\u00e4ume w\u00fcst machen, weil sie sagt: Das ist mein Lohn, den mir meine Buhlen geben. Ich will einen Wald daraus machen, da\u00df es die wilden Tiere fressen sollen.\n2:13 Also will ich heimsuchen \u00fcber sie die Tage Baalim, denen sie R\u00e4uchopfer tut, und schm\u00fcckt sich mit Stirnspangen und Halsb\u00e4ndern und l\u00e4uft ihren Buhlen nach und vergi\u00dft mein, spricht der HERR.\n2:14 Darum siehe, ich will sie locken und will sie in eine W\u00fcste f\u00fchren und freundlich mit ihr reden.\n2:15 Da will ich ihr geben ihre Weinberge aus demselben Ort und das Tal Achor, die Hoffnung aufzutun. Und daselbst wird sie singen wie zur Zeit ihrer Jugend, da sie aus \u00c4gyptenland zog.\n2:16 Alsdann spricht der HERR, wirst du mich hei\u00dfen mein Mann und mich nicht mehr mein Baal hei\u00dfen.\n2:17 Denn ich will die Namen der Baalim von ihrem Munde wegtun, da\u00df man derselbigen Namen nicht mehr gedenken soll.\n2:18 Und ich will zur selbigen Zeit ihnen einen Bund machen mit den Tieren auf dem Felde, mit den V\u00f6geln unter dem Himmel und mit dem Gew\u00fcrme auf Erden; und will Bogen, Schwert und Krieg vom Lande zerbrechen und will sie sicher wohnen lassen.\n2:19 Ich will mich mit dir verloben in Ewigkeit; ich will mich mit dir vertrauen in Gerechtigkeit und Gericht, in Gnade und Barmherzigkeit;\n2:20 ja, im Glauben will ich mich mit dir verloben; und du wirst den HERRN erkennen.\n2:21 Zur selbigen Zeit, spricht der HERR, will ich erh\u00f6ren; ich will den Himmel erh\u00f6ren; und der Himmel soll die Erde erh\u00f6ren\n2:22 und die Erde soll Korn, Most und \u00d6l erh\u00f6ren; und dieselbigen sollen Jesreel erh\u00f6ren.\n2:23 Und ich will mir sie auf Erden zum Samen behalten und mich erbarmen \u00fcber die, so in Ungnaden war, und sagen zu dem, das nicht mein Volk war: Du bist mein Volk; und es wird sagen: Du bist mein Gott.\n3:1 Und der HERR sprach zu mir: Gehe noch eins hin und buhle um das buhlerische und ehebrecherische Weib, wie denn der HERR um die Kinder Israel buhlet, und sie doch sich zu fremden G\u00f6ttern kehren und buhlen um eine Kanne Weins.\n3:2 Und ich ward mit ihr eins um f\u00fcnfzehn Silberlinge und anderthalb Homer Gerste.\n3:3 Und sprach zu ihr: Halte dich mein eine Zeitlang und hure nicht und la\u00df keinen andern zu dir; denn ich will mich auch dein halten.\n3:4 Denn die Kinder Israel werden lange Zeit ohne K\u00f6nig, ohne F\u00fcrsten, ohne Opfer, ohne Altar, ohne Leibrock und ohne Heiligtum bleiben.\n3:5 Danach werden sich die Kinder Israel bekehren und den HERRN, ihren Gott, und ihren K\u00f6nig David suchen und werden den HERRN und seine Gnade ehren in der letzten Zeit.\n4:1 H\u00f6ret, ihr Kinder Israel, des HERRN Wort; denn der HERR hat Ursach, zu schelten, die im Lande wohnen. Denn es ist keine Treue, keine Liebe, kein Wort Gottes im Lande,\n4:2 sondern Gottesl\u00e4stern, L\u00fcgen, Morden, Stehlen und Ehebrechen hat \u00fcberhandgenommen, und kommt eine Blutschuld nach der andern.\n4:3 Darum wird das Land j\u00e4mmerlich stehen und allen Einwohnern \u00fcbel gehen; denn es werden auch die Tiere auf dem Felde und die V\u00f6gel unter dem Himmel und die Fische im Meer weggeraffet werden.\n4:4 Doch man darf nicht schelten, noch jemand strafen; denn mein Volk ist wie die, so die Priester schelten.\n4:5 Darum sollst du bei Tage fallen, und der Prophet des Nachts neben dir fallen; also will ich deine Mutter hinrichten.\n4:6 Mein Volk ist dahin, darum da\u00df es nicht lernen will. Denn du verwirfst Gottes Wort, darum will ich dich auch verwerfen, da\u00df du nicht mein Priester sein sollst. Du vergissest des Gesetzes deines Gottes, darum will ich auch deiner Kinder vergessen.\n4:7 Je mehr ihrer wird, je mehr sie wider mich s\u00fcndigen; darum will ich ihre Ehre zuschanden machen.\n4:8 Sie fressen die S\u00fcndopfer meines Volks und sind begierig nach ihren S\u00fcnden.\n4:9 Darum soll es dem Volk gleichwie dem Priester gehen; denn ich will ihr Tun heimsuchen und ihnen vergelten, wie sie verdienen,\n4:10 da\u00df sie werden essen und nicht satt werden, Hurerei treiben, und soll ihnen nicht gelingen, darum da\u00df sie den HERRN verlassen haben und ihn nicht achten.\n4:11 Hurerei, Wein und Most machen toll.\n4:12 Mein Volk fragt sein Holz, und sein Stab soll ihm predigen; denn der Hurereigeist verf\u00fchret sie, da\u00df sie wider ihren Gott Hurerei treiben.\n4:13 Oben auf den Bergen opfern sie und auf den H\u00fcgeln r\u00e4uchern sie, unter den Eichen, Linden und Buchen; denn die haben feine Schatten. Darum werden eure T\u00f6chter auch zu Huren und eure Br\u00e4ute zu Ehebrecherinnen werden.\n4:14 Und ich will's auch nicht wehren, wenn eure T\u00f6chter und Br\u00e4ute gesch\u00e4ndet und zu Huren werden, weil ihr einen andern Gottesdienst anrichtet mit den Huren und opfert mit den B\u00fcbinnen. Denn das t\u00f6richte Volk will geschlagen sein.\n4:15 Willst du, Israel, ja huren, da\u00df sich doch nur Juda nicht auch verschulde! Gehet nicht hin gen Gilgal und kommet nicht hinauf gen Beth-Aven und schw\u00f6ret nicht: So wahr der HERR lebet!\n4:16 Denn Israel l\u00e4uft wie eine tolle Kuh, so wird sie auch der HERR weiden lassen wie ein Lamm in der Irre.\n4:17 Denn Ephraim hat sich zu den G\u00f6tzen gestellet; so la\u00df ihn hinfahren!\n4:18 Sie haben sich in die Schwelgerei und Hurerei gegeben; ihre HERREN haben Lust dazu, da\u00df sie Schande anrichten.\n4:19 Der Wind mit seinen Fl\u00fcgeln wird sie gebunden treiben und m\u00fcssen \u00fcber ihrem Opfer zuschanden werden.\n5:1 So h\u00f6ret nun dies, ihr Priester, und merke auf, du Haus Israel, und nimm zu Ohren, du Haus des K\u00f6nigs; denn es wird eine Strafe \u00fcber euch gehen, die ihr ein Strick zu Mizpa und ein ausgespannet Netz zu Thabor worden seid.\n5:2 Mit Schlachten vertiefen sie sich in ihrem Verlaufen, darum mu\u00df ich sie allesamt strafen.\n5:3 Ich kenne Ephraim wohl, und Israel ist vor mir nicht verborgen, da\u00df Ephraim nun eine Hure ist, und Israel ist unrein.\n5:4 Sie denken nicht danach, da\u00df sie sich kehreten zu ihrem Gott; denn sie haben einen Hurengeist in ihrem Herzen und lehren vom HERRN nicht.\n5:5 Darum soll die Hoffart Israels vor ihrem Angesicht gedem\u00fctiget werden, und sollen beide, Israel und Ephraim, fallen um ihrer Missetat willen; auch soll Juda samt ihnen fallen.\n5:6 Alsdann werden sie kommen mit ihren Schafen und Rindern, den HERRN zu suchen, aber nicht finden; denn er hat sich von ihnen gewandt.\n5:7 Sie verachten den HERRN und zeugen fremde Kinder; darum wird sie auch der Neumond fressen mit ihrem Erbteil.\n5:8 Ja, blaset Posaunen zu Gibea, ja, trommetet zu Rama, ja rufet zu Beth-Aven: Hinter dir, Benjamin!\n5:9 Denn Ephraim soll zur W\u00fcste werden zur Zeit, wenn ich sie strafen werde. Davor hab ich die St\u00e4mme Israels treulich gewarnet.\n5:10 Die F\u00fcrsten Judas sind gleich denen, so die Grenze verr\u00fccken; darum will ich meinen Zorn \u00fcber sie aussch\u00fctten wie Wasser.\n5:11 Ephraim leidet Gewalt und wird geplagt; daran geschiehet ihm recht; denn er hat sich gegeben auf (Menschen-)Gebot.\n5:12 Ich bin dem Ephraim eine Motte und dem Hause Juda eine Made.\n5:13 Und da Ephraim seine Krankheit und Juda seine Wunden f\u00fchlete, zog Ephraim hin zu Assur und schickte zum K\u00f6nige zu Jareb; aber er konnte euch nicht helfen noch eure Wunden heilen.\n5:14 Denn ich bin dem Ephraim wie ein L\u00f6we, und dem Hause Juda wie ein junger L\u00f6we. Ich, ich zerrei\u00dfe sie und gehe davon und f\u00fchre sie weg, und niemand kann sie retten.\n5:15 Ich will wiederum an meinen Ort gehen, bis sie ihre Schuld erkennen und mein Angesicht suchen; wenn's ihnen \u00fcbel gehet, so werden sie mich fr\u00fche suchen m\u00fcssen (und sagen):\n6:1 Kommt, wir wollen wieder zum HERRN! Denn er hat uns zerrissen, er wird uns auch heilen; er hat uns geschlagen, er wird uns auch verbinden.\n6:2 Er macht uns lebendig nach zween Tagen, er wird uns am dritten Tage aufrichten, da\u00df wir vor ihm leben werden.\n6:3 Dann werden wir acht darauf haben und flei\u00dfig sein, da\u00df wir den HERRN erkennen. Denn er wird hervorbrechen wie die sch\u00f6ne Morgenr\u00f6te und wird zu uns kommen wie ein Regen, wie ein Sp\u00e4tregen, der das Land feuchtet.\n6:4 Wie will ich dir so wohl tun, Ephraim! Wie will ich dir so wohl tun, Juda! Denn die Gnade, so ich euch erzeigen will, wird sein wie eine Tauwolke des Morgens und wie ein Tau, der fr\u00fchmorgens sich ausbreitet.\n6:5 Darum schlage ich sie durch die Propheten und t\u00f6te sie durch meines Mundes Rede, da\u00df dein Recht ans Licht komme.\n6:6 Denn ich habe Lust an der Liebe und nicht am Opfer und am Erkenntnis Gottes und nicht am Brandopfer.\n6:7 Aber sie \u00fcbertreten den Bund, wie Adam; darin verachten sie mich.\n6:8 Denn Gilead ist eine Stadt voll Abg\u00f6tterei und Blutschulden,\n6:9 Und die Priester samt ihrem Haufen sind wie die Str\u00f6ter, so da lauern auf die Leute und w\u00fcrgen auf dem Wege, der gen Sichem gehet; denn sie tun, was sie wollen.\n6:10 Ich sehe im Hause Israel, da mir vor grauet; denn da huret Ephraim, so verunreiniget sich Israel.\n6:11 Aber Juda wird noch eine Ernte vor sich haben, wenn ich meines Volks Gef\u00e4ngnis wenden werde.\n7:1 Wenn ich Israel heilen will, so findet sich erst die S\u00fcnde Ephraims und die Bosheit Samaria, wie sie Abg\u00f6tterei treiben. Denn wiewohl sie unter sich selbst mit Dieben und auswendig mit R\u00e4ubern geplagt sind,\n7:2 dennoch wollen sie nicht merken, da\u00df ich alle ihre Bosheit merke. Ich sehe aber ihr Wesen wohl, das sie allenthalben treiben.\n7:3 Sie vertr\u00f6sten den K\u00f6nig durch ihre Bosheit und die F\u00fcrsten durch ihre L\u00fcgen\n7:4 und sind allesamt Ehebrecher, gleichwie ein Backofen, den der B\u00e4cker heizet, wenn er hat ausgeknetet, und l\u00e4\u00dft den Teig durchs\u00e4uern und aufgehen.\n7:5 Heute ist unsers K\u00f6nigs Fest (sprechen sie), da fahen die F\u00fcrsten an vom Wein toll zu werden; so zeucht er die Sp\u00f6tter zu sich.\n7:6 Denn ihr Herz ist in hei\u00dfer Andacht wie ein Backofen, wenn sie opfern und die Leute betr\u00fcgen; aber ihr B\u00e4cker schl\u00e4ft die ganze Nacht, und des Morgens brennet er lichterlohe.\n7:7 Noch sind sie so hei\u00dfer Andacht wie ein Backofen. Obgleich ihre Richter aufgefressen werden und alle ihre K\u00f6nige fallen, noch ist keiner unter ihnen, der mich anrufe.\n7:8 Ephraim menget sich unter die V\u00f6lker; Ephraim ist wie ein Kuchen, den niemand umwendet,\n7:9 sondern Fremde fressen seine Kraft, noch will er's nicht merken. Er hat auch graue Haare gekriegt; noch will er's nicht merken.\n7:10 Und die Hoffart Israels wird vor ihren Augen gedem\u00fctiget; noch bekehren sie sich nicht zum HERRN, ihrem Gott, fragen auch nicht nach ihm in diesem allem.\n7:11 Denn Ephraim ist wie eine verlockte Taube, die nichts merken will. Jetzt rufen sie \u00c4gypten an, dann laufen sie zu Assur.\n7:12 Aber indem sie hin und her laufen, will ich mein Netz \u00fcber sie werfen und herunterr\u00fccken wie die V\u00f6gel unter dem Himmel; ich will sie strafen, wie man prediget in ihrer Sammlung.\n7:13 Wehe ihnen, da\u00df sie von mir weichen! Sie m\u00fcssen verst\u00f6ret werden, denn sie sind abtr\u00fcnnig von mir worden. Ich wollte sie wohl erl\u00f6sen, wenn sie nicht wider mich L\u00fcgen lehreten.\n7:14 So rufen sie mich auch nicht an von Herzen, sondern l\u00f6ren auf ihren Lagern. Sie versammeln sich um Korn und Mosts willen und sind mir ungehorsam.\n7:15 Ich lehre sie und st\u00e4rke ihren Arm; aber sie denken B\u00f6ses von mir.\n7:16 Sie bekehren sich, aber nicht recht, sondern sind wie ein falscher Bogen; darum werden ihre F\u00fcrsten durchs Schwert fallen; ihr Dr\u00e4uen soll in \u00c4gyptenland zum Spott werden.\n8:1 Rufe laut wie eine Posaune (und sprich): Er kommt schon \u00fcber das Haus des HERRN wie ein Adler, darum da\u00df sie meinen Bund \u00fcbertreten und von meinem Gesetz abtr\u00fcnnig werden.\n8:2 Werden sie dann zu mir schreien: Du bist mein Gott; wir kennen dich, Israel.\n8:3 Israel verwirft das Gute; darum mu\u00df sie der Feind verfolgen.\n8:4 Sie machen K\u00f6nige, aber ohne mich; sie setzen F\u00fcrsten, und ich mu\u00df nicht wissen. Aus ihrem Silber und Gold machen sie G\u00f6tzen, da\u00df sie ja bald ausgerottet werden.\n8:5 Dein Kalb, Samaria, verst\u00f6\u00dft er; mein Zorn ist \u00fcber sie ergrimmet; es kann nicht lange stehen, sie m\u00fcssen gestraft werden.\n8:6 Denn das Kalb ist aus Israel herkommen, und ein Werkmann hat's gemacht, und kann ja kein Gott sein; darum soll das Kalb Samaria zerpulvert werden.\n8:7 Denn sie s\u00e4en Wind und werden Ungewitter einernten; ihre Saat soll nicht aufkommen und ihr Gew\u00e4chs kein Mehl geben; und ob es geben w\u00fcrde, sollen's doch Fremde fressen.\n8:8 Israel wird aufgefressen; die Heiden gehen mit ihnen um wie mit einem unwerten Gef\u00e4\u00df,\n8:9 darum da\u00df sie hinauf zum Assur laufen wie ein Wild in der Irre. Ephraim schenkt den Buhlern und gibt den Heiden Tribut.\n8:10 Dieselben Heiden will ich nun \u00fcber sie sammeln; sie sollen der Last des K\u00f6nigs und der F\u00fcrsten bald m\u00fcde werden.\n8:11 Denn Ephraim hat der Alt\u00e4re viel gemacht zu s\u00fcndigen; so sollen auch die Alt\u00e4re ihm zur S\u00fcnde geraten.\n8:12 Wenn ich ihm gleich viel von meinem Gesetz schreibe, so wird's geachtet wie eine fremde Lehre.\n8:13 Da\u00df sie nun viel opfern und Fleisch herbringen und essen es, so hat doch der HERR kein Gefallen daran, sondern er will ihrer Missetat gedenken und ihre S\u00fcnden heimsuchen, die sich zu \u00c4gypten kehren.\n8:14 Israel vergi\u00dft seines Sch\u00f6pfers und bauet Kirchen, so macht Juda viel fester St\u00e4dte; aber ich will Feuer in seine St\u00e4dte schicken, welches soll seine H\u00e4user verzehren.\n9:1 Du darfst dich nicht freuen, Israel, noch r\u00fchmen wie die V\u00f6lker; denn du hurest wider deinen Gott, damit du suchest Hurenlohn, da\u00df alle Tennen voll Getreide werden.\n9:2 Darum so sollen dich die Tennen und Kelter nicht n\u00e4hren, und der Most soll dir fehlen.\n9:3 Und sollen nicht bleiben im Lande des HERRN, sondern Ephraim mu\u00df wieder nach \u00c4gypten und mu\u00df in Assyrien, das unrein ist, essen,\n9:4 daselbst sie dem HERRN kein Trankopfer vom Wein noch etwas zu Gefallen tun k\u00f6nnen. Ihr Opfer soll sein wie der Betr\u00fcbten Brot, an welchem unrein werden alle, die davon essen; denn ihr Brot m\u00fcssen sie f\u00fcr sich selbst essen, und soll nicht in des HERRN Haus gebracht werden.\n9:5 Was wollt ihr alsdann auf den Jahrzeiten und auf den Feiertagen des HERRN tun?\n9:6 Siehe, sie m\u00fcssen weg vor dem Verst\u00f6rer! \u00c4gypten wird sie sammeln, und Moph wird sie begraben. Nesseln werden wachsen, da jetzt ihr liebes G\u00f6tzensilber stehet, und Dornen in ihren H\u00fctten.\n9:7 Die Zeit der Heimsuchung ist kommen, die Zeit der Vergeltung; des wird Israel inne werden. Die Propheten sind Narren, und die Rottengeister sind wahnsinnig um deiner gro\u00dfen Missetat und um der gro\u00dfen feindseligen Abg\u00f6tterei willen.\n9:8 Die W\u00e4chter in Ephraim hielten sich etwa an meinen Gott; aber nun sind sie Propheten, die Stricke legen auf allen ihren Wegen durch die feindselige Abg\u00f6tterei im Hause ihres Gottes.\n9:9 Sie verderben's zu tief, wie zur Zeit Gibeas; darum wird er ihrer Missetat gedenken und ihre S\u00fcnde heimsuchen.\n9:10 Ich fand Israel in der W\u00fcste wie Trauben und sah eure V\u00e4ter wie die ersten Feigen am Feigenbaum; aber hernach gingen sie zu Baal-Peor und gelobten sich dem sch\u00e4ndlichen Abgott und wurden ja so greulich als ihre Buhlen.\n9:11 Darum mu\u00df die HERRLIchkeit Ephraims wie ein Vogel wegfliegen, da\u00df sie weder geb\u00e4ren noch tragen noch schwanger werden sollen.\n9:12 Und ob sie ihre Kinder gleich erz\u00f6gen, will ich sie doch ohne Kinder machen, da\u00df sie nicht Leute sein sollen. Auch wehe ihnen, wenn ich von ihnen bin gewichen!\n9:13 Ephraim, als ich es ansehe, ist gepflanzet und h\u00fcbsch wie Tyrus, mu\u00df aber nun ihre Kinder herauslassen dem Totschl\u00e4ger.\n9:14 HERR, gib ihnen! Was willst du ihnen aber geben? Gib ihnen unfruchtbare Leiber und versiegene Br\u00fcste!\n9:15 Alle ihre Bosheit geschieht zu Gilgal, daselbst bin ich ihnen feind; und ich will sie auch um ihres b\u00f6sen Wesens willen aus meinem Hause sto\u00dfen und nicht mehr Liebe erzeigen; denn alle ihre F\u00fcrsten sind Abtr\u00fcnnige.\n9:16 Ephraim ist geschlagen; ihre Wurzel ist verdorret, da\u00df sie keine Frucht mehr bringen k\u00f6nnen. Und ob sie geb\u00e4ren w\u00fcrden, will ich doch die liebe Frucht ihres Leibes t\u00f6ten.\n9:17 Mein Gott wird sie verwerfen, darum, da\u00df sie ihn nicht h\u00f6ren wollen, und m\u00fcssen unter den Heiden in der Irre gehen.\n10:1 Israel ist ein verw\u00fcsteter Weinstock; seine Frucht ist eben auch also. Soviel Fr\u00fcchte er hatte, soviel Alt\u00e4re hatte er gemacht. Wo das Land am besten war, da stifteten sie die sch\u00f6nsten Kirchen.\n10:2 Ihr Herz ist zertrennet; nun wird sie ihre Schuld finden. Ihre Alt\u00e4re sollen zerbrochen, und ihre Kirchen sollen verst\u00f6ret werden.\n10:3 Alsdann m\u00fcssen sie sagen: Wir haben keinen K\u00f6nig; denn wir f\u00fcrchten den HERRN nicht, was kann uns der K\u00f6nig nun helfen?\n10:4 Sie schwuren vergeblich und machten einen Bund; und solcher Rat gr\u00fcnete auf allen Furchen im Felde wie Galle.\n10:5 Die Einwohner zu Samaria sorgen f\u00fcr die K\u00e4lber zu Beth-Aven; denn sein Volk trauert um ihn; \u00fcber welchem doch seine Kamarim sich pflegten zu freuen seiner HERRLIchkeit halben; denn es ist von ihnen weggef\u00fchret.\n10:6 Ja, das Kalb ist nach Assyrien gebracht, zum Geschenk dem K\u00f6nige zu Jareb. Also mu\u00df Ephraim mit Schanden stehen, und Israel sch\u00e4ndlich gehen mit seinem Vornehmen.\n10:7 Denn der K\u00f6nig zu Samaria ist dahin wie ein Schaum auf dem Wasser.\n10:8 Die H\u00f6hen zu Aven sind vertilget, damit sich Israel vers\u00fcndigte; Disteln und Dornen wachsen auf ihren Alt\u00e4ren. Und sie werden sagen: Ihr Berge, bedecket uns, und ihr H\u00fcgel, fallet \u00fcber uns!\n10:9 Israel, du hast seit der Zeit Gibeas ges\u00fcndiget, dabei sind sie auch geblieben; aber es soll sie nicht des Streits zu Gibea gleichen ergreifen, so wider die b\u00f6sen Leute geschah,\n10:10 sondern ich will sie z\u00fcchtigen nach meinem Wunsch, da\u00df V\u00f6lker sollen \u00fcber sie versammelt kommen, wenn ich sie werde strafen um ihre zwo S\u00fcnden.\n10:11 Ephraim ist wie ein Kalb, gew\u00f6hnt, da\u00df es gerne drischet. Ich will ihm \u00fcber seinen sch\u00f6nen Hals fahren; ich will Ephraim reiten, Juda soll pfl\u00fcgen und Jakob eggen.\n10:12 Darum s\u00e4et euch Gerechtigkeit und erntet Liebe und pfl\u00fcget anders, weil es Zeit ist, den HERRN zu suchen, bis da\u00df er komme und regne \u00fcber euch Gerechtigkeit.\n10:13 Denn ihr pfl\u00fcget B\u00f6ses und erntet \u00dcbeltat und esset L\u00fcgenfr\u00fcchte.\n10:14 Weil du dich denn verl\u00e4ssest auf dein Wesen und auf die Menge deiner Helden, so soll sich ein Get\u00fcmmel erheben in deinem Volk, da\u00df alle deine Festen verst\u00f6ret werden. Gleichwie Salman verst\u00f6rete das Haus Arbeels zur Zeit des Streits, da die Mutter \u00fcber den Kindern zu Tr\u00fcmmern ging,\n10:15 ebenso soll's euch zu Bethel auch gehen um euren gro\u00dfen Bosheit willen, da\u00df der K\u00f6nig Israels fr\u00fche morgens untergehe.\n11:1 Da Israel jung war, hatte ich ihn lieb und rief ihn; meinen Sohn, aus \u00c4gypten.\n11:2 Aber wenn man sie jetzt ruft, so wenden sie sich davon und opfern den Baalim und r\u00e4uchern den Bildern.\n11:3 Ich nahm Ephraim bei seinen Armen und leitete ihn; aber sie merkten's nicht, wie ich ihnen half.\n11:4 Ich lie\u00df sie ein menschlich Joch ziehen und in Seilen der Liebe gehen und half ihnen das Joch an ihrem Halse tragen und gab ihnen Futter,\n11:5 da\u00df er sich ja nicht wieder sollte nach \u00c4gyptenland kehren. So ist nun Assur ihr K\u00f6nig worden; denn sie wollen sich nicht bekehren.\n11:6 Darum soll das Schwert \u00fcber ihre St\u00e4dte kommen und soll ihre Riegel aufreiben und fressen um ihres Vornehmens willen.\n11:7 Mein Volk ist m\u00fcde, sich zu mir zu kehren; und wie man ihnen prediget, so richtet sich keiner auf.\n11:8 Was soll ich aus dir machen, Ephraim? Soll ich dich sch\u00fctzen, Israel? Soll ich nicht billig ein Adama aus dir machen und dich wie Zeboim zurichten? Aber mein Herz ist anderes Sinnes, meine Barmherzigkeit ist zu br\u00fcnstig,\n11:9 da\u00df ich nicht tun will nach meinem grimmigen Zorn, noch mich kehren, Ephraim gar zu verderben; denn ich bin Gott und nicht ein Mensch und bin der Heilige unter dir. Ich will aber nicht in die Stadt kommen.\n11:10 Alsdann wird man dem HERRN nachfolgen; und er wird br\u00fcllen wie ein L\u00f6we; und wenn er wird br\u00fcllen, so werden erschrecken die, so gegen Abend sind.\n11:11 Und die in \u00c4gypten werden auch erschrecken wie ein Vogel, und die im Lande Assur wie Tauben; und ich will sie in ihre H\u00e4user setzen, spricht der HERR.\n12:1 In Ephraim ist allenthalben L\u00fcge wider mich und im Hause Israel falscher Gottesdienst. Aber Juda h\u00e4lt noch fest an Gott und am rechten heiligen Gottesdienst.\n12:2 Ephraim aber weidet sich vom Winde und l\u00e4uft dem Ostwinde nach und macht t\u00e4glich der Abg\u00f6tterei und des Schadens mehr; sie machen mit Assur einen Bund und bringen Balsam nach \u00c4gypten.\n12:3 Darum wird der HERR die Sache Judas f\u00fchren und Jakob heimsuchen nach seinem Wesen und ihm vergelten nach seinem Verdienst.\n12:4 Ja (sagen sie), er hat im Mutterleibe seinen Bruder untertreten und von allen Kr\u00e4ften mit Gott gek\u00e4mpfet.\n12:5 Er k\u00e4mpfte mit dem Engel und siegete, denn er weinete und bat ihn; daselbst hat er ihn ja zu Bethel funden und daselbst hat er mit uns geredet.\n12:6 Aber der HERR ist der Gott Zebaoth; HERR ist sein Name.\n12:7 So bekehre dich nun zu deinem Gott, halte Barmherzigkeit und Recht und hoffe stets auf deinen Gott!\n12:8 Aber der Kaufmann hat eine falsche Waage in seiner Hand und betr\u00fcgt gerne.\n12:9 Denn Ephraim spricht: Ich bin reich, ich habe genug; man wird mir keine Missetat finden in aller meiner Arbeit, das S\u00fcnde sei.\n12:10 Ich aber, der HERR, bin dein Gott aus \u00c4gyptenland her, und der ich dich noch in den H\u00fctten wohnen lasse, wie man zur Jahrzeit pfleget,\n12:11 und rede zu den Propheten; und ich bin's der so viel Weissagung gibt und durch die Propheten mich anzeige.\n12:12 In Gilead ist's Abg\u00f6tterei, und zu Gilgal opfern sie Ochsen vergeblich; und haben so viel Alt\u00e4re, als Mandeln auf dem Felde stehen.\n12:13 Jakob mu\u00dfte fliehen in das Land Syrien, und Israel mu\u00dfte um ein Weib dienen, um ein Weib mu\u00dfte er h\u00fcten.\n12:14 Aber hernach f\u00fchrete der HERR Israel aus \u00c4gypten durch einen Propheten und lie\u00df sein h\u00fcten durch einen Propheten.\n13:1 Da Ephraim schrecklich lehrete, ward er in Israel erhoben. Danach vers\u00fcndigten sie sich durch Baal und wurden dar\u00fcber get\u00f6tet.\n13:2 Aber nun machen sie der S\u00fcnden viel mehr und aus ihrem Silber Bilder, wie sie es erdenken k\u00f6nnen, n\u00e4mlich G\u00f6tzen, welche doch eitel Schmiedewerk sind. Noch predigen sie von denselben: Wer die K\u00e4lber k\u00fcssen will, der soll Menschen opfern.\n13:3 Dieselbigen werden haben die Morgenwolke und den Tau, der fr\u00fche f\u00e4llt, ja, wie die Spreu, die von der Tenne verweht wird, und wie der Rauch von der Feuermauer.\n13:4 Ich bin aber der HERR, dein Gott, aus \u00c4gyptenland her; und du solltest ja keinen andern Gott kennen denn mich und keinen Heiland ohne allein mich.\n13:5 Ich nahm mich ja dein an in der W\u00fcste, im d\u00fcrren Lande;\n13:6 Aber weil sie geweidet sind, da\u00df sie satt worden sind und genug haben, erhebt sich ihr Herz; darum vergessen sie mein.\n13:7 So will ich auch werden gegen sie wie ein L\u00f6we, und wie ein Parder auf dem Wege will ich auf sie lauern.\n13:8 Ich will ihnen begegnen wie ein B\u00e4r, dem seine Jungen genommen sind, und will ihr verstocktes Herz zerrei\u00dfen und will sie daselbst wie ein L\u00f6we fressen; die wilden Tiere sollen sie zerrei\u00dfen.\n13:9 Israel, du bringest dich in Ungl\u00fcck; denn dein Heil stehet allein bei mir.\n13:10 Wo ist dein K\u00f6nig hin, der dir helfen m\u00f6ge in allen deinen St\u00e4dten? und deine Richter, davon du sagtest: Gib mir K\u00f6nige und F\u00fcrsten?\n13:11 Wohlan, ich gab dir einen K\u00f6nig in meinem Zorn und will dir ihn in meinem Grimm wegnehmen.\n13:12 Die Missetat Ephraims ist zusammengebunden, und ihre S\u00fcnde ist behalten.\n13:13 Denn es soll ihnen wehe werden wie einer Geb\u00e4rerin; denn es sind unvorsichtige Kinder. Es wird die Zeit kommen, da\u00df sie nicht bleiben werden vor dem Jammer der Kinder.\n13:14 Aber ich will sie erl\u00f6sen aus der H\u00f6lle und vom Tod erretten. Tod, ich will dir ein Gift sein; H\u00f6lle, ich will dir eine Pestilenz sein! Doch ist der Trost vor meinen Augen verborgen.\n13:15 Denn er wird zwischen Br\u00fcdern Frucht bringen. Es wird ein Ostwind kommen; der HERR wird aus der W\u00fcste herauffahren und ihren Brunn austrocknen und ihre Quelle versiegen und wird rauben den Schatz alles k\u00f6stlichen Ger\u00e4tes.\n13:16 Samaria wird w\u00fcst werden, denn sie sind ihrem Gott ungehorsam. Sie sollen durchs Schwert fallen und ihre jungen Kinder zerschmettert und ihre schwangeren Weiber zerrissen werden.\n14:1 Bekehre dich, Israel, zu dem HERRN, deinem Gott; denn du bist gefallen um deiner Missetat willen.\n14:2 Nehmet diese Worte mit euch und bekehret euch zum HERRN und sprechet zu ihm: Vergib uns alle S\u00fcnde und tue uns wohl, so wollen wir opfern die Farren unserer Lippen!\n14:3 Assur soll uns nicht helfen, und wollen nicht mehr auf Rossen reiten, auch nicht mehr sagen zu den Werken unserer H\u00e4nde: Ihr seid unser Gott; sondern la\u00df die Waisen bei dir Gnade finden,\n14:4 so will ich ihr Abtreten wieder heilen, gerne will ich sie lieben; dann soll mein Zorn sich von ihnen wenden.\n14:5 Ich will Israel wie ein Tau sein, da\u00df er soll bl\u00fchen wie eine Rose; und seine Wurzeln sollen ausschlagen wie Libanon,\n14:6 und seine Zweige sich ausbreiten, da\u00df er sei so sch\u00f6n als ein \u00d6lbaum; und soll so guten Ruch geben wie Libanon.\n14:7 Und sollen wieder unter seinem Schatten sitzen. Von Korn sollen sie sich n\u00e4hren und bl\u00fchen wie ein Weinstock; sein Ged\u00e4chtnis soll sein wie der Wein am Libanon.\n14:8 Ephraim, was sollen mir weiter die G\u00f6tzen? Ich will ihn erh\u00f6ren und f\u00fchren; ich will sein wie eine gr\u00fcnende Tanne; an mir soll man deine Frucht finden.\n14:9 Wer ist weise, der dies verstehe, und klug, der dies merke? Denn die Wege des HERRN sind richtig, und die Gerechten wandeln drinnen; aber die \u00dcbertreter fallen drinnen.","title":"German Bible: Hosea","type":"page"}
