{"collection":"Bible & Christianity","html_url":"https://unchartedknowledge.5gfusion.net/browse/bib/wb/ger/jer.htm","path":"bib/wb/ger/jer.htm","source_url":"https://sacred-texts.com/bib/wb/ger/jer.htm","text":"1:1 Dies sind die Geschichten Jeremias, des Sohns Hilkias, aus den Priestern zu Anathoth, im Lande Benjamin,\n1:2 zu welchem geschah das Wort des HERRN zur Zeit Josias, des Sohns Amons, des K\u00f6nigs Judas, im dreizehnten Jahr seines K\u00f6nigreichs,\n1:3 und hernach zur Zeit des K\u00f6nigs Judas Jojakim, des Sohns Josias, bis ans Ende des elften Jahrs Zedekias, des Sohns Josias, des K\u00f6nigs Judas, bis aufs Gef\u00e4ngnis Jerusalems im f\u00fcnften Monden.\n1:4 Und des HERRN Wort geschah zu mir und sprach:\n1:5 Ich kannte dich, ehe denn ich dich in Mutterleibe bereitete, und sonderte dich aus, ehe denn du von der Mutter geboren wurdest, und stellete dich zum Propheten unter die V\u00f6lker.\n1:6 Ich aber sprach: Ach, HERR HERR, ich tauge nicht zu predigen, denn ich bin zu jung!\n1:7 Der HERR sprach aber zu mir: Sage nicht: Ich bin zu jung; sondern du sollst gehen, wohin ich dich sende, und predigen, was ich dich hei\u00dfe.\n1:8 F\u00fcrchte dich nicht vor ihnen; denn ich bin bei dir und will dich erretten, spricht der HERR.\n1:9 Und der HERR reckte seine Hand aus und r\u00fchrete meinen Mund und sprach zu mir: Siehe, ich lege meine Worte in deinen Mund.\n1:10 Siehe, ich setze dich heute dieses Tages \u00fcber V\u00f6lker und K\u00f6nigreiche, da\u00df du ausrei\u00dfen, zerbrechen, verst\u00f6ren und verderben sollst und bauen und pflanzen.\n1:11 Und es geschah des HERRN Wort zu mir und sprach: Jeremia, was siehest du? Ich sprach: Ich sehe einen wackern Stab.\n1:12 Und der HERR sprach zu mir: Du hast recht gesehen; denn ich will wacker sein \u00fcber mein Wort, da\u00df ich's tue.\n1:13 Und es geschah des HERRN Wort zum andernmal zu mir und sprach: Was siehest du? Ich sprach: Ich sehe einen hei\u00dfen siedenden Topf von Mitternacht her.\n1:14 Und der HERR sprach zu mir: Von Mitternacht wird das Ungl\u00fcck ausbrechen \u00fcber alle, die im Lande wohnen.\n1:15 Denn siehe, ich will rufen alle F\u00fcrsten in den K\u00f6nigreichen gegen Mitternacht, spricht der HERR, da\u00df sie kommen sollen und ihre St\u00fchle setzen vor die Tore zu Jerusalem und rings um die Mauern her und vor alle St\u00e4dte Judas.\n1:16 Und ich will das Recht lassen \u00fcber sie gehen um aller ihrer Bosheit willen, da\u00df sie mich verlassen und r\u00e4uchern andern G\u00f6ttern und beten an ihrer H\u00e4nde Werk.\n1:17 So beg\u00fcrte nun deine Lenden und mache dich auf und predige ihnen alles, was ich dich hei\u00dfe! F\u00fcrchte dich nicht vor ihnen, als sollte ich dich abschrecken!\n1:18 Denn ich will dich heute zur festen Stadt, zur eisernen S\u00e4ule, zur ehernen Mauer machen im ganzen Lande wider die K\u00f6nige Judas, wider ihre F\u00fcrsten, wider ihre Priester, wider das Volk im Lande,\n1:19 da\u00df, wenn sie gleich wider dich streiten, dennoch nicht sollen wider dich siegen; denn ich bin bei dir, spricht der HERR, da\u00df ich dich errette.\n2:1 Und des HERRN Wort geschah zu mir und sprach:\n2:2 Gehe hin und predige \u00f6ffentlich zu Jerusalem und sprich: So spricht der HERR: Ich gedenke, da du eine freundliche junge Dirne und eine liebe Braut warest, da du mir folgtest in der W\u00fcste, im Lande, da man nichts s\u00e4et,\n2:3 da Israel des HERRN eigen war und seine erste Frucht. Wer sie fressen wollte, mu\u00dfte Schuld haben und Ungl\u00fcck \u00fcber ihn kommen, spricht der HERR.\n2:4 H\u00f6ret des HERRN Wort, ihr vom Hause Jakob und alle Geschlechter vom Hause Israel!\n2:5 So spricht der HERR: Was haben doch eure V\u00e4ter Fehls an mir gehabt, da\u00df sie von mir wichen und hingen an den unn\u00fctzen G\u00f6tzen, da sie doch nichts erlangeten,\n2:6 und dachten nie keinmal: Wo ist der HERR, der uns aus \u00c4gyptenland f\u00fchrete und leitete uns in der W\u00fcste, im wilden, ungebahnten Lande, im d\u00fcrren, und finstern Lande, im Lande, da niemand wandelte, noch kein Mensch wohnete?\n2:7 Und ich brachte euch in ein gut Land, da\u00df ihr \u00e4\u00dfet seine Fr\u00fcchte und G\u00fcter Und da ihr hineinkamet, verunreinigtet ihr mein Land und machtet mir mein Erbe zum Greuel.\n2:8 Die Priester gedachten nicht: Wo ist der HERR? und die Gelehrten achteten mein nicht, und die Hirten f\u00fchreten die Leute von mir, und die Propheten weissagten vom Baal und hingen an den unn\u00fctzen G\u00f6tzen.\n2:9 Ich mu\u00df mich immer mit euch und mit euren Kindeskindern schelten, spricht der HERR.\n2:10 Gehet hin in die Inseln Chittim und schauet und sendet in Kedar und merket mit Flei\u00df und schauet, ob's daselbst so zugehet,\n2:11 ob die Heiden ihre G\u00f6tter \u00e4ndern, wiewohl sie doch nicht G\u00f6tter sind? Und mein Volk hat doch seine HERRLIchkeit ver\u00e4ndert um einen unn\u00fctzen G\u00f6tzen.\n2:12 Sollte sich doch der Himmel davor entsetzen, erschrecken und sehr erbeben, spricht der HERR.\n2:13 Denn mein Volk tut eine zwiefache S\u00fcnde: mich, die lebendige Quelle, verlassen sie und machen sich hie und da ausgehauene Brunnen, die doch l\u00f6cherig sind und kein Wasser geben.\n2:14 Ist denn Israel ein Knecht oder leibeigen, da\u00df er jedermanns Raub sein mu\u00df?\n2:15 Denn die L\u00f6wen br\u00fcllen \u00fcber ihn und schreien und verw\u00fcsten sein Land und verbrennen seine St\u00e4dte, da\u00df niemand drinnen wohnet.\n2:16 Dazu so zerschlagen die von Noph und Thachpanhes dir den Kopf.\n2:17 Solches machst du dir selbst, da\u00df du den HERRN, deinen Gott, verl\u00e4ssest, so oft er dich den rechten Weg leiten will.\n2:18 Was hilft's dir, da\u00df du nach \u00c4gypten ziehst und willst des Wassers Sihor trinken? Und was hilft's dir, da\u00df du gen Assyrien ziehst und willst des Wassers Phrath trinken?\n2:19 Es ist deiner Bosheit Schuld, da\u00df du so gest\u00e4upet wirst, und deines Ungehorsams, da\u00df du so gestraft wirst: Also mu\u00dft du inne werden und erfahren, was f\u00fcr Jammer und Herzeleid bringet, den HERRN, deinen Gott, verlassen und ihn nicht f\u00fcrchten, spricht der HERR HERR Zebaoth.\n2:20 Denn du hast immerdar dein Joch zerbrochen und deine Bande zerrissen und gesagt: Ich will nicht so unterworfen sein, sondern auf allen hohen H\u00fcgeln und unter allen gr\u00fcnen B\u00e4umen liefest du der Hurerei nach.\n2:21 Ich aber hatte dich gepflanzt zu einem s\u00fc\u00dfen Weinstock, einen ganz rechtschaffenen Samen. Wie bist du mir denn geraten zu einem bittern, wilden Weinstock?\n2:22 Und wenn du dich gleich mit Lauge w\u00fcschest und n\u00e4hmest viel Seife dazu, so glei\u00dft doch deine Untugend desto mehr vor mir, spricht der HERR HERR.\n2:23 Wie darfst du denn sagen: Ich bin nicht unrein, ich h\u00e4nge nicht an Baalim? Siehe an, wie du es treibest im Tal, und bedenke, wie du es ausgerichtet hast!\n2:24 Du l\u00e4ufst umher wie eine Kamelin in der Brunst, und wie ein Wild in der W\u00fcste pflegt, wenn es vor gro\u00dfer Brunst lechzet und l\u00e4uft, da\u00df niemand aufhalten kann. Wer es wissen will, darf nicht weit laufen; am Feiertage sieht man es wohl.\n2:25 Lieber, halte doch und lauf dich nicht so hellig! Aber du sprichst: Das lasse ich; ich mu\u00df mit den Fremden buhlen und ihnen nachlaufen.\n2:26 Wie ein Dieb zuschanden wird, wenn er ergriffen wird, also wird das Haus Israel zuschanden werden samt ihren K\u00f6nigen, F\u00fcrsten, Priestern und Propheten,\n2:27 die zum Holz sagen: Du bist mein Vater; und zum Stein: Du hast mich gezeuget. Denn sie kehren mir den R\u00fccken zu und nicht das Angesicht. Aber wenn die Not hergehet, sprechen sie: Auf, und hilf uns!\n2:28 Wo sind aber denn deine G\u00f6tter, die du dir gemacht hast? Hei\u00df sie aufstehen; la\u00df sehen, ob sie dir helfen k\u00f6nnen in der Not! Denn so manche Stadt, so manchen Gott hast du, Juda.\n2:29 Was wollt ihr noch recht haben wider mich? Ihr seid alle von mir abgefallen, spricht der HERR.\n2:30 Alle Schl\u00e4ge sind verloren an euren Kindern, sie lassen sich doch nicht ziehen. Denn euer Schwert fri\u00dft gleichwohl eure Propheten wie ein w\u00fctiger L\u00f6we.\n2:31 Du b\u00f6se Art; merke auf des HERRN Wort! Bin ich denn Israel eine W\u00fcste oder \u00f6des Land? Warum spricht denn mein Volk: Wir sind die HERREN und m\u00fcssen dir nicht nachlaufen?\n2:32 Vergisset doch eine Jungfrau ihres Schmucks nicht noch eine Braut ihres Schleiers; aber mein Volk vergisset mein ewiglich.\n2:33 Was schm\u00fcckest du viel dein Tun, da\u00df ich dir gn\u00e4dig sein soll? Unter solchem Schein treibest du je mehr und mehr Bosheit.\n2:34 \u00dcber das findet man Blut der armen und unschuldigen Seelen bei dir an allen Orten, und ist nicht heimlich, sondern offenbar an denselben Orten.\n2:35 Noch sprichst du: Ich bin unschuldig; er wende seinen Zorn von mir! Siehe, ich will mit dir rechten, da\u00df du sprichst: Ich habe nicht ges\u00fcndiget.\n2:36 Wie weichst du doch so gerne und f\u00e4llst jetzt dahin, jetzt hieher! Aber du wirst an \u00c4gypten zuschanden werden, wie du an Assyrien zuschanden worden bist.\n2:37 Denn du mu\u00dft von dannen auch wegziehen und deine H\u00e4nde \u00fcber dem Haupt zusammenschlagen; denn der HERR wird deine Hoffnung fehlen lassen und wird dir bei ihnen nichts gelingen.\n3:1 Und spricht: Wenn sich ein Mann von seinem Weibe scheiden l\u00e4sset, und sie zeucht von ihm und nimmt einen andern Mann, darf er sie auch wieder annehmen? Ist's nicht also, da\u00df das Land verunreiniget w\u00fcrde? Du aber hast mit vielen Buhlern gehuret; doch komm wieder zu mir, spricht der HERR.\n3:2 Hebe deine Augen auf zu den H\u00f6hen und siehe, wie du allenthalben Hurerei treibest. An den Stra\u00dfen sitzest du und wartest auf sie, wie ein Araber in der W\u00fcste, und verunreinigest das Land mit deiner Hurerei und Bosheit.\n3:3 Darum mu\u00df auch der Fr\u00fchregen ausbleiben und kein Sp\u00e4tregen kommen. Du hast eine Hurenstirn, du willst dich nicht mehr sch\u00e4men\n3:4 und schreiest gleichwohl zu mir: Lieber Vater, du Meister meiner Jugend!\n3:5 Willst du denn ewiglich z\u00fcrnen und nicht vom Grimm lassen? Siehe, du lehrest und tust B\u00f6ses und l\u00e4ssest dir nicht Steuern.\n3:6 Und der HERR sprach zu mir, zur Zeit des K\u00f6nigs Josia: Hast du auch gesehen, was Israel, die Abtr\u00fcnnige, tat? Sie ging hin auf alle hohen Berge und unter alle gr\u00fcnen B\u00e4ume und trieb daselbst Hurerei.\n3:7 Und ich sprach, da sie solches alles getan hatte: Bekehre dich zu mir! Aber sie bekehrete sich nicht. Und obwohl ihre Schwester Juda, die Verstockte, gesehen hat,\n3:8 wie ich der abtr\u00fcnnigen Israel Ehebruch gestraft und sie verlassen und ihr einen Scheidebrief gegeben habe, noch f\u00fcrchtet sich ihre Schwester, die verstockte Juda, nicht, sondern gehet hin und treibet auch Hurerei.\n3:9 Und von dem Geschrei ihrer Hurerei ist das Land verunreiniget; denn sie treibet Ehebruch mit Steinen und Holz.\n3:10 Und in diesem allem bekehret sich die verstockte Juda, ihre Schwester, nicht zu mir von ganzem Herzen, sondern heuchelt also, spricht der HERR.\n3:11 Und der HERR sprach zu mir: Die abtr\u00fcnnige Israel ist fromm gegen die verstockte Juda.\n3:12 Gehe hin und predige gegen der Mitternacht also und sprich: Kehre wieder, du abtr\u00fcnnige Israel, spricht der HERR, so will ich mein Antlitz nicht gegen euch verstellen; denn ich bin barmherzig, spricht der HERR, und will nicht ewiglich z\u00fcrnen.\n3:13 Allein erkenne deine Missetat, da\u00df du wider den HERRN, deinen Gott, ges\u00fcndiget hast und hin und wieder gelaufen zu den fremden G\u00f6ttern unter allen gr\u00fcnen B\u00e4umen und habt meiner Stimme nicht gehorchet, spricht der HERR.\n3:14 Bekehret euch, ihr abtr\u00fcnnigen Kinder, spricht der HERR; denn ich will euch mir vertrauen und will euch holen, da\u00df einer eine ganze Stadt und zween ein ganz Land f\u00fchren sollen; und will euch bringen gen Zion.\n3:15 Und will euch Hirten geben nach meinem Herzen, die euch weiden sollen mit Lehre und Weisheit.\n3:16 Und soll geschehen, wenn ihr gewachsen und euer viel worden ist im Lande, so soll man, spricht der HERR, zur selbigen Zeit nicht mehr sagen von der Bundeslade des HERRN, auch derselbigen nicht mehr gedenken, noch davon predigen, noch sie besuchen, noch daselbst mehr opfern,\n3:17 sondern zur selbigen Zeit wird man Jerusalem hei\u00dfen: Des HERRN Thron; und werden sich dahin sammeln alle Heiden um des HERRN Namens willen zu Jerusalem und werden nicht mehr wandeln nach den Gedanken ihres b\u00f6sen Herzens.\n3:18 Zu der Zeit wird das Haus Juda gehen zum Haus Israel und werden miteinander kommen von Mitternacht ins Land, das ich euren V\u00e4tern zum Erbe gegeben habe.\n3:19 Und ich sage dir zu: Wie will ich dir so viel Kinder geben und das liebe Land, das sch\u00f6ne Erbe, n\u00e4mlich das Heer der Heiden! Und ich sage dir zu: Du wirst alsdann mich nennen: Lieber Vater! und nicht von mir weichen.\n3:20 Aber das Haus Israel achtet mein nichts, gleichwie ein Weib ihren Buhlen nicht mehr achtet, spricht der HERR.\n3:21 Darum wird man ein kl\u00e4glich Heulen und Weinen der Kinder Israel h\u00f6ren auf den H\u00f6hen, daf\u00fcr da\u00df sie \u00fcbel getan und des HERRN, ihres Gottes, vergessen haben.\n3:22 So kehret nun wieder, ihr abtr\u00fcnnigen Kinder, so will ich euch heilen von eurem Ungehorsam. Siehe, wir kommen zu dir; denn du bist der HERR, unser Gott.\n3:23 Wahrlich, es ist eitel Betrug mit H\u00fcgeln und mit allen Bergen. Wahrlich, es hat Israel keine Hilfe denn am HERRN, unserm Gott.\n3:24 Und unserer V\u00e4ter Arbeit, die wir von Jugend auf gehalten haben, m\u00fcsse mit Schanden untergehen samt ihren Schafen, Rindern, Kindern und T\u00f6chtern.\n3:25 Denn darauf wir uns verlie\u00dfen, das ist uns jetzt eitel Schande, und des wir uns tr\u00f6steten, des m\u00fcssen wir uns jetzt sch\u00e4men. Denn wir s\u00fcndigten damit wider den HERRN, unsern Gott, beide, wir und unsere V\u00e4ter, von unserer Jugend auf, auch bis auf diesen heutigen Tag, und gehorchten nicht der Stimme des HERRN, unsers Gottes.\n4:1 Willst du dich, Israel, bekehren, spricht der HERR, so bekehre dich zu mir. Und so du deine Greuel wegtust von meinem Angesicht, so sollst du nicht vertrieben werden.\n4:2 Alsdann wirst du ohne Heuchelei recht und heilig schw\u00f6ren: So wahr der HERR lebet! Und die Heiden werden in ihm gesegnet werden und sich sein r\u00fchmen.\n4:3 Denn so spricht der HERR zu denen in Juda und zu Jerusalem: Pfl\u00fcget ein Neues und s\u00e4et nicht unter die Hecken.\n4:4 Beschneidet euch dem HERRN und tut weg die Vorhaut eures Herzens, ihr M\u00e4nner in Juda und ihr Leute zu Jerusalem, auf da\u00df nicht mein Grimm ausfahre wie Feuer und brenne, da\u00df niemand l\u00f6schen m\u00f6ge, um eurer Bosheit willen.\n4:5 Ja, dann verk\u00fcndiget in Juda und schreiet laut zu Jerusalem und sprechet: Blaset die Trommeten im Lande! Rufet mit voller Stimme und sprechet: Sammelt euch und lasset uns in die festen St\u00e4dte ziehen!\n4:6 Werfet zu Zion ein Panier auf; h\u00e4ufet euch und s\u00e4umet nicht! Denn ich bringe ein Ungl\u00fcck herzu von Mitternacht und einen gro\u00dfen Jammer.\n4:7 Es f\u00e4hret daher der L\u00f6we aus seiner Hecke, und der Verst\u00f6rer der Heiden zeucht einher aus seinem Ort, da\u00df er dein Land verw\u00fcste und deine St\u00e4dte ausbrenne, da\u00df niemand drinnen wohne.\n4:8 Darum ziehet S\u00e4cke an, klaget und heulet; denn der grimmige Zorn des HERRN will nicht aufh\u00f6ren von uns.\n4:9 Zu der Zeit, spricht der HERR, wird dem K\u00f6nige und den F\u00fcrsten das Herz entfallen; die Priester werden verst\u00fcrzt und die Propheten erschrocken sein.\n4:10 Ich aber sprach: Ach, HERR HERR, du hast's diesem Volk und Jerusalem weit fehlen lassen, da sie sagten: Es wird Friede bei euch sein, so doch das Schwert bis an die Seele reicht.\n4:11 Zur selbigen Zeit wird man diesem Volk und Jerusalem sagen: Es kommt ein d\u00fcrrer Wind \u00fcber dem Gebirge her, als aus der W\u00fcste, des Weges zu der Tochter meines Volks zu, nicht zu worfeln noch zu schwingen.\n4:12 Ja, ein Wind kommt, der ihnen zu stark sein wird; da will ich denn auch mit ihnen rechten.\n4:13 Siehe, er f\u00e4hret daher wie Wolken, und seine Wagen sind wie ein Sturmwind, seine Rosse sind schneller denn Adler. Weh uns, wir m\u00fcssen verst\u00f6ret werden!\n4:14 So wasche nun, Jerusalem, dein Herz von der Bosheit, auf da\u00df dir geholfen werde. Wie lange wollen bei dir bleiben die leidigen Lehren?\n4:15 Denn es kommt ein Geschrei von Dan her und eine b\u00f6se Botschaft vom Gebirge Ephraim her,\n4:16 wie die Heiden r\u00fchmen. Und es ist bis gen Jerusalem erschollen, da\u00df H\u00fcter kommen aus fernen Landen und werden schreien wider die St\u00e4dte Judas.\n4:17 Sie werden sie rings umher belagern wie die H\u00fcter auf dem Felde; denn sie haben mich erz\u00fcrnet, spricht der HERR.\n4:18 Das hast du zu Lohn f\u00fcr dein Wesen und dein Tun. Dann wird dein Herz f\u00fchlen, wie deine Bosheit so gro\u00df ist.\n4:19 Wie ist mir so herzlich weh! Mein Herz pocht mir im Leibe und habe keine Ruhe; denn meine Seele h\u00f6rt der Posaunen Hall und eine Feldschlacht\n4:20 und ein Mordgeschrei \u00fcber das andere; denn das ganze Land wird verheeret, pl\u00f6tzlich werden meine H\u00fctten und meine Gezelte verst\u00f6ret.\n4:21 Wie lange soll ich doch das Panier sehen und der Posaunen Hall h\u00f6ren?\n4:22 Aber mein Volk ist toll und glauben mir nicht; t\u00f6richt sind sie und achten's nicht. Weise sind sie genug, \u00dcbels zu tun; aber wohltun wollen sie nicht lernen.\n4:23 Ich schauete das Land an, siehe, das war w\u00fcste und \u00f6de, und den Himmel, und er war finster.\n4:24 Ich sah die Berge an, und siehe, die bebeten, und alle H\u00fcgel zitterten.\n4:25 Ich sah, und siehe, da war kein Mensch, und alles Gev\u00f6gel unter dem Himmel war weggeflogen.\n4:26 Ich sah, und siehe, das Baufeld war eine W\u00fcste, und alle St\u00e4dte drinnen waren zerbrochen vor dem HERRN und vor seinem grimmigen Zorn.\n4:27 Denn so spricht der HERR: Das ganze Land soll w\u00fcste werden, und will's doch nicht gar aus machen.\n4:28 Darum wird das Land betr\u00fcbt und der Himmel droben traurig sein; denn ich hab's geredet, ich hab's beschlossen und soll mich nicht reuen, will auch nicht davon ablassen.\n4:29 Alle St\u00e4dte werden vor dem Geschrei der Reiter und Sch\u00fctzen fliehen und in die dicken W\u00e4lder laufen und in die Felsen kriechen; alle St\u00e4dte werden verlassen stehen, da\u00df niemand drinnen wohnet.\n4:30 Was willst du alsdann tun, du Verst\u00f6rte? Wenn du dich schon mit Purpur kleiden und mit g\u00fcldenen Kleinoden schm\u00fccken und dein Angesicht schminken w\u00fcrdest, so schm\u00fcckest du dich doch vergeblich; denn die dir jetzt hofieren, werden dich verachten, sie werden dir nach dem Leben trachten.\n4:31 Denn ich h\u00f6re ein Geschrei als einer Geb\u00e4rerin, eine Angst als einer, die in den ersten Kindesn\u00f6ten ist, ein Geschrei der Tochter Zion, die da klagt und die H\u00e4nde auswirft: Ach, wehe mir, ich mu\u00df schier vergehen vor dem W\u00fcrgen!\n5:1 Gehet durch die Gassen zu Jerusalem und schauet und erfahret und suchet auf ihrer Stra\u00dfe, ob ihr jemand findet, der recht tue und nach dem Glauben frage, so will ich ihr gn\u00e4dig sein.\n5:2 Und wenn sie schon sprechen: Bei dem lebendigen Gott! so schw\u00f6ren sie doch falsch.\n5:3 HERR, deine Augen sehen nach dem Glauben. Du schl\u00e4gest sie, aber sie f\u00fchlen's nicht; du plagest sie, aber sie bessern sich nicht. Sie haben ein h\u00e4rter Angesicht denn ein Fels und wollen sich nicht bekehren.\n5:4 Ich dachte aber: Wohlan, der arme Haufe ist unverst\u00e4ndig, wei\u00df nichts um des HERRN Weg und um ihres Gottes Recht.\n5:5 Ich will zu den Gewaltigen gehen und mit ihnen reden, dieselbigen werden um des HERRN Weg und ihres Gottes Recht wissen; aber dieselbigen allesamt hatten das Joch zerbrochen und die Seile zerrissen.\n5:6 Darum wird sie auch der L\u00f6we, der aus dem Walde kommt, zerrei\u00dfen, und der Wolf aus der W\u00fcste wird sie verderben, und der Pardel wird auf ihre St\u00e4dte lauern; alle, die daselbst herausgehen, wird er fressen. Denn ihrer S\u00fcnden sind zu viel, und bleiben verstockt in ihrem Ungehorsam.\n5:7 Wie soll ich dir denn gn\u00e4dig sein, weil mich deine Kinder verlassen und schw\u00f6ren bei dem, der nicht Gott ist? Und nun ich sie gef\u00fcllet habe, treiben sie Ehebruch und laufen ins Hurenhaus.\n5:8 Ein jeglicher wiehert nach seines N\u00e4chsten Weibe, wie die vollen, m\u00fc\u00dfigen Hengste.\n5:9 Und ich sollte sie um solches nicht heimsuchen? spricht der HERR; und meine Seele sollte sich nicht r\u00e4chen an solchem Volk, wie dies ist?\n5:10 St\u00fcrmet ihre Mauern und werfet sie um und macht es nicht gar aus! F\u00fchret ihre Reben weg; denn sie sind nicht des HERRN,\n5:11 sondern sie verachten mich, beide, das Haus Israel und das Haus Juda, spricht der HERR.\n5:12 Sie verleugnen den HERRN und sprechen: Das ist er nicht, und so \u00fcbel wird es uns nicht gehen, Schwert und Hunger werden wir nicht sehen;\n5:13 ja, die Propheten sind W\u00e4scher und haben auch Gottes Wort nicht; es gehe \u00fcber sie selbst also!\n5:14 Darum spricht der HERR, der Gott Zebaoth: Weil ihr solche Rede treibet, siehe, so will ich meine Worte in deinem Munde zu Feuer machen und dies Volk zu Holz, und soll sie verzehren.\n5:15 Siehe, ich will \u00fcber euch vom Hause Israel, spricht der HERR, ein Volk von ferne bringen, ein m\u00e4chtig Volk, die das erste Volk gewesen sind, ein Volk, des Sprache du nicht verstehest und nicht vernehmen kannst, was sie reden.\n5:16 Seine K\u00f6cher sind offene Gr\u00e4ber, es sind eitel Riesen.\n5:17 Sie werden deine Ernte und dein Brot verzehren, sie werden deine S\u00f6hne und T\u00f6chter fressen, sie werden deine Schafe und Rinder verschlingen, sie werden deine Weinst\u00f6cke und Feigenb\u00e4ume verzehren; deine festen St\u00e4dte, darauf du dich verl\u00e4ssest, werden sie mit dem Schwert verderben.\n5:18 Und ich will's, spricht der HERR, zur selbigen Zeit nicht gar aus machen.\n5:19 Und ob sie w\u00fcrden sagen: Warum tut uns der HERR, unser Gott, solches alles? sollst du ihnen antworten: Wie ihr mich, verlassen und fremden G\u00f6ttern dienet in eurem eigenen Lande, also sollt ihr auch Fremden dienen in einem Lande, das nicht euer ist.\n5:20 Solches sollt ihr verk\u00fcndigen im Hause Jakob und predigen in Juda und sprechen:\n5:21 H\u00f6ret zu, ihr tolles Volk, das keinen Verstand hat, die da Augen haben und sehen nicht, Ohren haben und h\u00f6ren nicht!\n5:22 Wollt ihr mich nicht f\u00fcrchten, spricht der HERR, und vor mir nicht erschrecken? Der ich dem Meer den Sand zum Ufer setze, darin es allezeit bleiben mu\u00df, dar\u00fcber es nicht gehen mu\u00df; und ob es schon wallet, so vermag es doch nichts, und ob seine Wellen schon toben, so m\u00fcssen sie doch nicht dar\u00fcberfahren.\n5:23 Aber dies Volk hat ein abtr\u00fcnniges, ungehorsames Herz, bleiben abtr\u00fcnnig und gehen immerfort weg\n5:24 und sprechen nicht einmal in ihrem Herzen: Lasset uns doch den HERRN, unsern Gott, f\u00fcrchten, der uns Fr\u00fchregen und Sp\u00e4tregen zu rechter Zeit gibt und uns die Ernte treulich und j\u00e4hrlich beh\u00fctet.\n5:25 Aber eure Missetaten hindern solches und eure S\u00fcnden wenden solch Gut von euch.\n5:26 Denn man findet unter meinem Volk Gottlose, die den Leuten nachstellen und Fallen zurichten, sie zu fangen, wie die Vogler tun mit Kloben.\n5:27 Und ihre H\u00e4user sind voller T\u00fccke, wie ein Vogelbauer voller Lockv\u00f6gel ist. Daher werden sie gewaltig und reich, fett und glatt.\n5:28 Sie gehen mit b\u00f6sen St\u00fccken um; sie halten kein Recht, dem Waisen f\u00f6rdern sie seine Sache nicht, und gelinget ihnen, und helfen den Armen nicht zum Recht.\n5:29 Sollte ich denn solches nicht heimsuchen, spricht der HERR, und meine Seele sollte sich nicht r\u00e4chen an solchem Volk, wie dies ist?\n5:30 Es stehet greulich und scheu\u00dflich im Lande.\n5:31 Die Propheten lehren falsch, und die Priester herrschen in ihrem Amt, und mein Volk, hat's gern also. Wie will es euch zuletzt darob gehen?\n6:1 Sammelt euch, ihr Kinder Benjamin, aus Jerusalem und blaset die Trommeten auf der Warte Thekoa und werfet auf ein Panier auf der Warte Beth-Cherem; denn es gehet daher ein Ungl\u00fcck von Mitternacht und ein gro\u00dfer Jammer.\n6:2 Die Tochter Zion ist wie eine sch\u00f6ne und lustige Aue.\n6:3 Aber es werden Hirten \u00fcber sie kommen mit ihren Herden, die werden Gezelte rings um sie her aufschlagen und weiden, ein jeglicher an seinem Ort (und sprechen):\n6:4 R\u00fcstet euch zum Kriege wider sie! Wohlauf, la\u00dft uns hinaufziehen, weil es noch hoch Tag ist! Ei, es will Abend werden, und die Schatten werden gro\u00df.\n6:5 Wohlan, so la\u00dft uns auf sein, und sollten wir bei Nacht hinaufziehen, und ihre Pal\u00e4ste verderben!\n6:6 Denn also spricht der HERR Zebaoth: F\u00e4llet B\u00e4ume und macht Sch\u00fctte wider Jerusalem; denn sie ist eine Stadt, die heimgesucht werden soll. Ist doch eitel Unrecht drinnen.\n6:7 Denn gleichwie ein Born sein Wasser quillet, also quillet auch ihre Bosheit. Ihr Frevel und Gewalt schreiet \u00fcber sie; und ihr Morden und Schlagen treiben sie t\u00e4glich vor mir.\n6:8 Bessere dich, Jerusalem, ehe sich mein Herz von dir wende und ich dich zum w\u00fcsten Lande mache, darinnen niemand wohne!\n6:9 So spricht der HERR Zebaoth: Was \u00fcbrig geblieben ist von Israel, das mu\u00df auch nachher abgelesen werden wie am Weinstock. Der Weinleser wird eins nach dem andern in die Butten werfen.\n6:10 Ach, mit wem soll ich doch reden und zeugen? Da\u00df doch jemand h\u00f6ren wollte! Aber ihre Ohren sind unbeschnitten, sie m\u00f6gen's nicht h\u00f6ren. Siehe, sie halten des HERRN Wort f\u00fcr einen Spott und wollen sein nicht.\n6:11 Darum bin ich des HERRN Dr\u00e4uen so voll, da\u00df ich's nicht lassen kann. Sch\u00fctte aus, beide, \u00fcber Kinder auf den Gassen und \u00fcber die Mannschaft im Rat miteinander; denn es sollen beide, Mann und Weib, beide, Alte und der Wohlbetagte, gefangen werden.\n6:12 Ihre H\u00e4user sollen den Fremden zuteil werden samt den \u00c4ckern und Weibern; denn ich will meine Hand ausstrecken, spricht der HERR, \u00fcber des Landes Einwohner.\n6:13 Denn sie geizen allesamt, klein und gro\u00df, und beide Propheten und Priester lehren allesamt falschen Gottesdienst\n6:14 und tr\u00f6sten mein Volk in seinem Ungl\u00fcck, da\u00df Sie es gering achten sollen, und sagen: Friede, Friede! und ist doch nicht Friede.\n6:15 Darum werden sie mit Schanden bestehen, da\u00df sie solche Greuel treiben, wiewohl sie wollen ungesch\u00e4ndet sein und wollen sich nicht sch\u00e4men. Darum m\u00fcssen sie fallen \u00fcber einen Haufen; und wenn ich sie heimsuchen werde, sollen sie fallen, spricht der HERR.\n6:16 So spricht der HERR: Tretet auf die Wege und schauet und fraget nach den vorigen Wegen, welches der gute Weg sei, und wandelt drinnen, so werdet ihr Ruhe finden f\u00fcr eure Seele. Aber sie sprechen: Wir wollen's nicht tun.\n6:17 Ich habe W\u00e4chter \u00fcber euch gesetzt. Merket auf die Stimme der Trommeten! Aber sie sprechen: Wir wollen's nicht tun.\n6:18 Darum so h\u00f6ret, ihr Heiden, und merket samt euren Leuten!\n6:19 Du Erde, h\u00f6re zu! Siehe, ich will ein Ungl\u00fcck \u00fcber dies Volk bringen, n\u00e4mlich ihren verdienten Lohn, da\u00df sie auf meine Worte nicht achten und mein Gesetz verwerfen.\n6:20 Was frage ich nach dem Weihrauch, der aus Reicharabien, und nach den guten Zimmetrinden, die aus fernen Landen kommen? Eure Brandopfer sind mir nicht angenehm und eure Opfer gefallen mir nicht.\n6:21 Darum spricht der HERR also: Siehe, ich will diesem Volk ein \u00c4rgernis stellen, daran sich beide, V\u00e4ter und Kinder miteinander sto\u00dfen, und ein Nachbar mit dem andern umkommen sollen.\n6:22 So spricht der HERR: Siehe, es wird ein Volk kommen von Mitternacht, und ein gro\u00df Volk wird sich erregen hart an unserm Lande,\n6:23 die Bogen und Schild f\u00fchren. Es ist grausam und ohne Barmherzigkeit sie brausen daher wie ein ungest\u00fcm Meer und reiten auf Rossen, ger\u00fcstet wie Kriegsleute, wider dich, du Tochter Zion.\n6:24 Wenn wir von ihnen h\u00f6ren werden, so werden uns die F\u00e4uste entsinken; es wird uns angst und weh werden wie einer Geb\u00e4rerin.\n6:25 Es gehe ja niemand hinaus auf den Acker, niemand gehe \u00fcber Feld; denn es ist allenthalben unsicher vor dem Schwert des Feindes.\n6:26 O Tochter meines Volks, zeuch S\u00e4cke an und lege dich in die Asche; trage Leid wie um einen einigen Sohn und klage wie die, so hoch betr\u00fcbt sind; denn der Verderber kommt \u00fcber uns pl\u00f6tzlich.\n6:27 Ich habe dich zum Schmelzer gesetzt unter mein Volk, das so hart ist, da\u00df du ihr Wesen erfahren und pr\u00fcfen sollst.\n6:28 Sie sind allzumal Abtr\u00fcnnige und wandeln verr\u00e4terisch; sie sind eitel verdorben Erz und Eisen.\n6:29 Der Blasbalg ist verbrannt, das Blei verschwindet; das Schmelzen ist umsonst, denn das B\u00f6se ist nicht davon geschieden.\n6:30 Darum hei\u00dfen sie auch ein verworfen Silber; denn der HERR hat sie verworfen.\n7:1 Dies ist das Wort, welches geschah zu Jeremia vom HERRN, und sprach:\n7:2 Tritt ins Tor im Hause des HERRN und predige, daselbst dies Wort und sprich: H\u00f6ret des HERRN Wort, ihr alle von Juda, die ihr zu diesen Toren eingehet, den HERRN anzubeten.\n7:3 So spricht der HERR Zebaoth, der Gott Israels: Bessert euer Leben und Wesen, so will ich bei euch wohnen an diesem Ort.\n7:4 Verlasset euch nicht auf die L\u00fcgen, wenn sie sagen: Hie ist des HERRN Tempel, hie ist des HERRN Tempel, hie ist des HERRN Tempel!\n7:5 Sondern bessert euer Leben und Wesen, da\u00df ihr recht tut einer gegen den andern\n7:6 und den Fremdlingen, Waisen und Witwen keine Gewalt tut und nicht unschuldig Blut vergie\u00dfet an diesem Ort; und folget nicht nach andern G\u00f6ttern zu eurem eigenen Schaden;\n7:7 so will ich immer und ewiglich bei euch wohnen an diesem Ort, im Lande, das ich euren V\u00e4tern gegeben habe.\n7:8 Aber nun verlasset ihr euch auf L\u00fcgen, die kein n\u00fctze sind.\n7:9 Daneben seid ihr Diebe, M\u00f6rder, Ehebrecher und Meineidige und r\u00e4uchert dem Baal und folget fremden G\u00f6ttern nach, die ihr nicht kennet.\n7:10 Danach kommt ihr denn und tretet vor mich in diesem Hause, das nach meinem Namen genannt ist, und sprechet: Es hat keine Not mit uns, weil wir solche Greuel tun.\n7:11 Haltet ihr denn dies Haus, das nach meinem Namen genannt ist, f\u00fcr eine M\u00f6rdergrube? Siehe, ich sehe es wohl, spricht der HERR.\n7:12 Gehet hin an meinen Ort zu Silo, da vorhin mein Name gewohnet hat, und schauet, was ich daselbst getan habe um der Bosheit willen meines Volks Israel.\n7:13 Weil ihr denn alle solche St\u00fccke treibet, spricht der HERR, und ich stets euch predigen lasse, und ihr wollt nicht h\u00f6ren, ich rufe euch, und ihr wollt nicht antworten:\n7:14 so will ich dem Hause, das nach meinem Namen genannt ist, darauf ihr euch verlasset, und dem Ort, den ich euren V\u00e4tern gegeben habe, eben tun, wie ich Silo getan habe.\n7:15 Und will euch von meinem Angesicht wegwerfen, wie ich weggeworfen habe alle eure Br\u00fcder, den ganzen Samen Ephraims.\n7:16 Und du sollst f\u00fcr dies Volk nicht bitten und sollst f\u00fcr sie keine Klage noch Gebet vorbringen, auch nicht sie vertreten vor mir; denn ich will dich nicht h\u00f6ren.\n7:17 Denn siehest du nicht, was sie tun in den St\u00e4dten Judas und auf den Gassen zu Jerusalem?\n7:18 Die Kinder lesen Holz, so z\u00fcnden die V\u00e4ter das Feuer an, und die Weiber kneten den Teig, da\u00df sie der Melecheth des Himmels Kuchen backen und Trankopfer den fremden G\u00f6ttern geben, da\u00df sie mir Verdrie\u00df tun.\n7:19 Aber sie sollen nicht mir damit, spricht der HERR, sondern ihnen selbst Verdrie\u00df tun und m\u00fcssen zuschanden werden.\n7:20 Darum spricht der HERR HERR: Siehe, mein Zorn und mein Grimm ist ausgesch\u00fcttet \u00fcber diesen Ort, beide, \u00fcber Menschen und \u00fcber Vieh \u00fcber B\u00e4ume auf dem Felde und \u00fcber Fr\u00fcchte des Landes; und der soll brennen, da\u00df niemand l\u00f6schen m\u00f6ge.\n7:21 So spricht der HERR Zebaoth, der Gott Israels: Tut eure Brandopfer und andere Opfer zuhauf und fresset Fleisch.\n7:22 Denn ich habe euren V\u00e4tern des Tages, da ich sie aus \u00c4gyptenland f\u00fchrete, weder gesagt noch geboten von Brandopfern und andern Opfern,\n7:23 sondern dies gebot ich ihnen und sprach: Gehorchet meinem Wort, so will ich euer Gott sein, und ihr sollt mein Volk sein, und wandelt auf allen Wegen; die ich euch gebiete, auf da\u00df es euch wohlgehe.\n7:24 Aber sie wollten nicht h\u00f6ren noch ihre Ohren zuneigen, sondern wandelten nach ihrem eigenen Rat und nach ihres b\u00f6sen Herzens Ged\u00fcnken und gingen hinter sich und nicht vor sich.\n7:25 Ja, von dem Tage an, da ich eure V\u00e4ter aus \u00c4gyptenland gef\u00fchret habe, bis auf diesen Tag habe ich stets zu euch gesandt alle meine Knechte, die Propheten.\n7:26 Aber sie wollen mich nicht h\u00f6ren noch ihre Ohren neigen, sondern sind halsstarrig und machen's \u00e4rger denn ihre V\u00e4ter.\n7:27 Und wenn du ihnen dies alles schon sagest, so werden sie dich doch nicht h\u00f6ren; rufst du ihnen, so werden sie dir nicht antworten.\n7:28 Darum sprich zu ihnen: Dies ist das Volk, das den HERRN, ihren Gott, nicht h\u00f6ren noch sich bessern will. Der Glaube ist untergegangen und ausgerottet von ihrem Munde.\n7:29 Schneide deine Haare ab und wirf sie von dir und heule kl\u00e4glich auf den H\u00f6hen; denn der HERR hat dies Geschlecht, \u00fcber das er zornig ist, verworfen und versto\u00dfen.\n7:30 Denn die Kinder Juda tun \u00fcbel vor meinen Augen, spricht der HERR. Sie setzen ihre Greuel in das Haus, das nach meinem Namen genannt ist, da\u00df sie es verunreinigen,\n7:31 und bauen die Alt\u00e4re Thopheth im Tal Ben-Hinnom, da\u00df sie ihre S\u00f6hne und T\u00f6chter verbrennen, welches ich nie geboten noch in Sinn genommen habe.\n7:32 Darum siehe, es kommt die Zeit, spricht der HERR, da\u00df man es nicht mehr hei\u00dfen soll Thopheth und das Tal Ben-Hinnom, sondern W\u00fcrgetal; und man wird in Thopheth m\u00fcssen begraben, weil sonst kein Raum mehr sein wird.\n7:33 Und die Leichname dieses Volks sollen den V\u00f6geln des Himmels und den Tieren auf Erden zur Speise werden, davon sie niemand scheuchen wird.\n7:34 Und will in den St\u00e4dten Judas und auf den Gassen zu Jerusalem wegnehmen das Geschrei der Freude und Wonne und die Stimme des Br\u00e4utigams und der Braut; denn das Land soll w\u00fcste sein.\n8:1 Zu derselbigen Zeit, spricht der HERR, wird man die Gebeine der K\u00f6nige Judas, die Gebeine ihrer F\u00fcrsten, die Gebeine der Priester, die Gebeine der Propheten, die Gebeine der B\u00fcrger zu Jerusalem aus ihren Gr\u00e4bern werfen.\n8:2 Und werden sie zerstreuen unter der Sonne, Mond und allem Heer des Himmels, welche sie geliebet und ihnen gedienet und ihnen nachgefolget und sie gesucht und angebetet haben. Sie sollen nicht wieder aufgelesen und begraben werden, sondern Kot auf der Erde sein.\n8:3 Und alle \u00fcbrigen von diesem b\u00f6sen Volk, an welchem Ort sie sein werden, dahin ich sie versto\u00dfen habe, werden lieber tot denn lebendig sein wollen, spricht der HERR Zebaoth.\n8:4 Darum sprich zu ihnen: So spricht der HERR: Wo ist jemand, so er f\u00e4llt, der nicht gerne wieder aufst\u00fcnde? Wo ist jemand, so er irre gehet, der nicht gerne wieder zurechtk\u00e4me?\n8:5 Noch will ja dies Volk zu Jerusalem irre gehen f\u00fcr und f\u00fcr. Sie halten so hart an dem falschen Gottesdienst, da\u00df sie sich nicht wollen abwenden lassen.\n8:6 Ich sehe und h\u00f6re, da\u00df sie nichts Rechtes lehren. Keiner ist, dem seine Bosheit leid w\u00e4re und spr\u00e4che: Was mache ich doch? Sie laufen alle ihren Lauf wie ein grimmiger Hengst im Streit.\n8:7 Ein Storch unter dem Himmel wei\u00df seine Zeit, eine Turteltaube, Kranich und Schwalbe merken ihre Zeit, wann sie wiederkommen sollen; aber mein Volk will das Recht des HERRN nicht wissen.\n8:8 Wie m\u00f6get ihr doch sagen: Wir wissen, was recht ist, und haben die heilige Schrift vor uns? Ist's doch eitel L\u00fcgen, was die Schriftgelehrten setzen.\n8:9 Darum m\u00fcssen solche Lehrer zuschanden, erschreckt und gefangen werden; denn was k\u00f6nnen sie Gutes lehren, weil sie des HERRN Wort verwerfen?\n8:10 Darum so will ich ihre Weiber den Fremden geben und ihre \u00c4cker denen, so sie verjagen werden. Denn sie geizen allesamt, beide, klein und gro\u00df, und beide, Priester und Propheten, lehren falschen Gottesdienst\n8:11 und tr\u00f6sten mein Volk in ihrem Ungl\u00fcck, da\u00df sie es gering achten sollen, und sagen: Friede, Friede! und ist doch nicht Friede.\n8:12 Darum werden sie mit Schanden bestehen, da\u00df sie solche Greuel treiben, wiewohl sie wollen ungesch\u00e4ndet sein und wollen sich nicht sch\u00e4men. Darum m\u00fcssen sie fallen \u00fcber einen Haufen, und wenn ich sie heimsuchen werde, sollen sie fallen, spricht der HERR.\n8:13 Ich will sie alle ablesen, spricht der HERR, da\u00df keine Trauben am Weinstock und keine Feigen am Feigenbaum bleiben, ja, auch die Bl\u00e4tter wegfallen sollen; und was ich ihnen gegeben habe, das soll ihnen genommen werden.\n8:14 Wo werden wir dann wohnen? Ja, sammelt euch dann und la\u00dft uns in die festen St\u00e4dte ziehen und daselbst auf Hilfe harren. Denn der HERR, unser Gott, wird uns helfen mit einem bittern Trunk, da\u00df wir so s\u00fcndigen wider den HERRN.\n8:15 Ja, verlasset euch darauf, es solle keine Not haben, so doch nichts Gutes vorhanden ist, und da\u00df ihr sollt heil werden, so doch eitel Schaden vorhanden ist.\n8:16 Man h\u00f6ret, da\u00df ihre Rosse bereits schnauben zu Dan und ihre G\u00e4ule schreien, da\u00df das ganze Land davon erbebet. Und sie fahren daher und werden das Land auffressen mit allem, was drinnen ist, die Stadt samt allen, die drinnen wohnen.\n8:17 Denn siehe, ich will Schlangen und Basilisken unter euch senden, die nicht beschworen sind; die sollen euch stechen, spricht der HERR.\n8:18 Da will ich mich meiner M\u00fche und meines Herzeleides erg\u00f6tzen.\n8:19 Siehe, die Tochter meines Volks wird schreien aus fernem Lande her: Will denn der HERR nicht mehr Gott sein zu Zion, oder soll sie keinen K\u00f6nig mehr haben? Ja, warum haben sie mich so erz\u00fcrnet durch ihre Bilder und fremde, unn\u00fctze Gottesdienste?\n8:20 Die Ernte ist vergangen, der Sommer ist dahin, und uns ist keine Hilfe kommen.\n8:21 Mich jammert herzlich, da\u00df mein Volk so verderbet ist; ich gr\u00e4me mich und gehabe mich \u00fcbel.\n8:22 Ist denn keine Salbe in Gilead? oder ist kein Arzt nicht da? Warum ist denn die Tochter meines Volks nicht geheilet?\n9:1 Ach, da\u00df ich Wasser genug h\u00e4tte in meinem Haupte und meine Augen Tr\u00e4nenquellen w\u00e4ren, da\u00df ich Tag und Nacht beweinen m\u00f6chte die Erschlagenen in meinem Volk!\n9:2 Ach, da\u00df ich eine Herberge h\u00e4tte in der W\u00fcste, so wollte ich mein Volk verlassen und von ihnen ziehen. Denn es sind eitel Ehebrecher und ein frecher Haufe.\n9:3 Sie schie\u00dfen mit ihren Zungen eitel L\u00fcgen und keine Wahrheit und treiben's mit Gewalt im Lande und gehen von einer Bosheit zur andern und achten mich nicht, spricht der HERR.\n9:4 Ein jeglicher h\u00fcte sich vor seinem Freunde und traue auch seinem Bruder nicht; denn ein Bruder unterdr\u00fcckt den andern, und ein Freund verr\u00e4t den andern.\n9:5 Ein Freund t\u00e4uscht den andern und reden kein wahr Wort; sie flei\u00dfigen sich darauf, wie einer den andern betr\u00fcge, und ist ihnen leid, da\u00df sie es nicht \u00e4rger machen k\u00f6nnen.\n9:6 Es ist allenthalben eitel Tr\u00fcgerei unter ihnen, und vor Tr\u00fcgerei wollen sie mich nicht kennen, spricht der HERR.\n9:7 Darum spricht der HERR Zebaoth also: Siehe, ich will sie schmelzen und pr\u00fcfen. Denn was soll ich sonst tun, weil sich mein Volk so zieret?\n9:8 Ihre falschen Zungen sind m\u00f6rderische Pfeile; mit ihrem Munde reden sie freundlich gegen den N\u00e4chsten, aber im Herzen lauern sie auf denselben.\n9:9 Sollte ich nun solches nicht heimsuchen an ihnen, spricht der HERR, und meine Seele sollte sich nicht r\u00e4chen an solchem Volk, als dies ist?\n9:10 Ich mu\u00df auf den Bergen weinen und heulen und bei den H\u00fcrden in der W\u00fcste klagen; denn sie sind so gar verheeret, da\u00df niemand da wandelt, und man auch nicht ein Vieh schreien h\u00f6ret. Es ist beides, V\u00f6gel des Himmels und das Vieh, alles weg.\n9:11 Und ich will Jerusalem zum Steinhaufen und zur Drachenwohnung machen und will die St\u00e4dte Judas w\u00fcste machen, da\u00df niemand drinnen wohnen soll.\n9:12 Wer nun weise w\u00e4re und lie\u00dfe ihm zu Herzen gehen und verk\u00fcndigte, was des HERRN Mund zu ihm sagt, warum das Land verderbet und verheeret wird, wie eine W\u00fcste, da niemand wandelt!\n9:13 Und der HERR sprach: Darum da\u00df sie mein Gesetz verlassen, das ich ihnen vorgegeben habe, und gehorchen meiner Rede nicht, leben auch nicht danach,\n9:14 sondern folgen ihres Herzens Ged\u00fcnken und Baalim, wie sie ihre V\u00e4ter gelehret haben,\n9:15 darum spricht der HERR Zebaoth, der Gott Israels, also: Siehe, ich will dies Volk mit Wermut speisen und mit Galle tr\u00e4nken.\n9:16 Ich will sie unter die Heiden zerstreuen, welche weder sie noch ihre V\u00e4ter kennen, und will das Schwert hinter sie schicken, bis da\u00df es aus mit ihnen sei.\n9:17 So spricht der HERR Zebaoth: Schaffet und bestellet Klageweiber, da\u00df sie kommen, und schicket nach denen, die es wohl k\u00f6nnen,\n9:18 und eilend uns klagen, da\u00df unsere Augen mit Tr\u00e4nen rinnen und unsere Augenlider mit Wasser flie\u00dfen,\n9:19 da\u00df man ein kl\u00e4glich Geschrei h\u00f6re zu Zion, n\u00e4mlich also: Ach, wie sind wir so gar verst\u00f6ret und zuschanden worden! Wir m\u00fcssen das Land r\u00e4umen, denn sie haben unsere Wohnungen geschleift.\n9:20 So h\u00f6ret nun, ihr Weiber, des HERRN Wort und nehmet zu Ohren seines Mundes Rede; lehret eure T\u00f6chter weinen, und eine lehre die andere klagen, n\u00e4mlich also:\n9:21 Der Tod ist zu unsern Fenstern hereingefallen und in unsere Pal\u00e4ste kommen, die Kinder zu w\u00fcrgen auf der Gasse und die J\u00fcnglinge auf der Stra\u00dfe.\n9:22 So spricht der HERR: Sage: Der Menschen Leichname sollen liegen wie der Mist auf dem Felde und wie Garben hinter dem Schnitter, die niemand sammelt.\n9:23 So spricht der HERR: Ein Weiser r\u00fchme sich nicht seiner Weisheit, ein Starker r\u00fchme sich nicht seiner St\u00e4rke, ein Reicher r\u00fchme sich nicht seines Reichtums,\n9:24 sondern wer sich r\u00fchmen will, der r\u00fchme sich des, da\u00df er mich wisse und kenne, da\u00df ich der HERR bin, der Barmherzigkeit, Recht und Gerechtigkeit \u00fcbet auf Erden; denn solches gef\u00e4llt mir, spricht der HERR.\n9:25 Siehe, es kommt die Zeit, spricht der HERR, da\u00df ich heimsuchen werde alle, die Beschnittenen mit den Unbeschnittenen,\n9:26 n\u00e4mlich \u00c4gypten, Juda, Edom, die Kinder Ammon, Moab und alle, die in den \u00d6rtern der W\u00fcste wohnen. Denn alle Heiden haben unbeschnittene Vorhaut, aber das ganze Haus Israel hat unbeschnitten Herz.\n10:1 H\u00f6ret, was der HERR zu euch vom Hause Israel redet.\n10:2 So spricht der HERR: Ihr sollt nicht der Heiden Weise lernen und sollt euch nicht f\u00fcrchten vor den Zeichen des Himmels, wie die Heiden sich f\u00fcrchten:\n10:3 Denn der Heiden G\u00f6tter sind lauter nichts. Sie hauen im Lande einen Baum, und der Werkmeister macht sie mit dem Beil\n10:4 und schm\u00fcckt sie mit Silber und Gold und heftet sie mit N\u00e4geln und H\u00e4mmern, da\u00df sie nicht umfallen.\n10:5 Es sind ja nichts denn S\u00e4ulen \u00fcberzogen. Sie k\u00f6nnen nicht reden, so mu\u00df man sie auch tragen, denn sie k\u00f6nnen nicht gehen. Darum sollt ihr euch nicht vor ihnen f\u00fcrchten, denn sie k\u00f6nnen weder helfen noch Schaden tun.\n10:6 Aber dir, HERR, ist niemand gleich; du bist gro\u00df und dein Name ist gro\u00df und kannst es mit der Tat beweisen.\n10:7 Wer sollte dich nicht f\u00fcrchten, du K\u00f6nig der Heiden? Dir sollte man ja gehorchen; denn es ist unter allen Weisen der Heiden und in allen K\u00f6nigreichen deinesgleichen nicht.\n10:8 Sie sind allzumal Narren und Toren; denn ein Holz mu\u00df ja ein nichtiger Gottesdienst sein.\n10:9 Silbern Blech bringt man auf dem Meer her, Gold aus Uphas, durch den Meister und Goldschmied zugerichtet; gelbe Seide und Purpur zeucht man ihm an, und ist alles der Weisen Werk.\n10:10 Aber der HERR ist ein rechter Gott, ein lebendiger Gott, ein ewiger K\u00f6nig. Vor seinem Zorn bebet die Erde, und die Heiden k\u00f6nnen sein Dr\u00e4uen nicht ertragen.\n10:11 So sprechet nun zu ihnen also: Die G\u00f6tter, so den Himmel und Erde nicht gemacht haben, m\u00fcssen vertilget werden von der Erde und unter dem Himmel.\n10:12 Er aber hat die Erde durch seine Kraft gemacht und den Weltkreis bereitet durch seine Weisheit und den Himmel ausgebreitet durch seinen Verstand.\n10:13 Wenn er donnert, so ist des Wassers die Menge unter dem Himmel, und zeucht die Nebel auf vom Ende der Erde; er macht die Blitze im Regen und l\u00e4\u00dft den Wind kommen aus heimlichen Orten.\n10:14 Alle Menschen sind Narren mit ihrer Kunst, und alle Goldschmiede stehen mit Schanden mit ihren Bildern; denn ihre G\u00f6tzen sind Tr\u00fcgerei und haben kein Leben.\n10:15 Es ist eitel nichts und ein verf\u00fchrerisch Werk; sie m\u00fcssen umkommen, wenn sie heimgesucht werden.\n10:16 Aber also ist der nicht, der Jakobs Schatz ist; sondern er ist's, der alles geschaffen hat, und Israel ist sein Erbteil. Er hei\u00dft HERR Zebaoth.\n10:17 Tu dein Gewerbe weg aus dem Lande, die du wohnest in der festen Stadt!\n10:18 Denn so spricht der HERR: Siehe, ich will die Einwohner des Landes auf diesmal verschleudern und will sie \u00e4ngsten, da\u00df sie es f\u00fchlen sollen.\n10:19 Ach, meines Jammers und Herzeleids! Ich denke aber: Es ist meine Plage, ich mu\u00df sie leiden.\n10:20 Meine H\u00fctte ist zerst\u00f6ret, und alle meine Seile sind zerrissen. Meine Kinder sind weg und nicht mehr vorhanden. Niemand richtet meine H\u00fctte wieder auf, und mein Gezelt schl\u00e4gt niemand wieder auf.\n10:21 Denn die Hirten sind zu Narren worden und fragen nach dem HERRN nicht; darum k\u00f6nnen sie auch nichts Rechtes lehren, sondern alle Herden sind zerstreuet.\n10:22 Siehe, es kommt ein Geschrei daher und ein gro\u00df Beben aus dem Lande von Mitternacht, da\u00df die St\u00e4dte Judas verw\u00fcstet und zur Drachenwohnung werden sollen.\n10:23 Ich wei\u00df, HERR, da\u00df des Menschen Tun stehet nicht in seiner Gewalt und stehet in niemands Macht, wie er wandele oder seinen Gang richte.\n10:24 Z\u00fcchtige mich, HERR, doch mit Ma\u00dfe und nicht in deinem Grimm, auf da\u00df du mich nicht aufreibest!\n10:25 Sch\u00fctte aber deinen Zorn \u00fcber die Heiden, so dich nicht kennen, und \u00fcber die Geschlechter, so deinen Namen nicht anrufen. Denn sie haben Jakob aufgefressen und verschlungen; sie haben ihn aufger\u00e4umet und seine Wohnung verw\u00fcstet.\n11:1 Dies ist das Wort, das zu Jeremia geschah vom HERRN und sprach:\n11:2 H\u00f6ret die Worte dieses Bundes, da\u00df ihr sie denen in Juda und den B\u00fcrgern zu Jerusalem saget.\n11:3 Und sprich zu ihnen: So spricht der HERR, der Gott Israels: Verflucht sei, wer nicht gehorcht den Worten dieses Bundes,\n11:4 den ich euren V\u00e4tern gebot des Tages, da ich sie aus \u00c4gyptenland f\u00fchrete, aus dem eisernen Ofen, und sprach: Gehorchet meiner Stimme und tut, wie ich euch geboten habe, so sollt ihr mein Volk sein, und ich will euer Gott sein,\n11:5 auf da\u00df ich den Eid halten m\u00f6ge, den ich euren V\u00e4tern geschworen habe, ihnen zu geben ein Land, darin Milch und Honig fleu\u00dft, wie es denn heutigestages stehet. Ich antwortete und sprach: HERR, ja, es sei also!\n11:6 Und der HERR sprach zu mir: Predige alle diese Worte in den St\u00e4dten Judas und auf den Gassen zu Jerusalem und sprich: H\u00f6ret die Worte dieses Bundes und tut danach!\n11:7 Denn ich habe eure V\u00e4ter bezeuget von dem Tage an, da ich sie aus \u00c4gyptenland f\u00fchrete, bis auf den heutigen Tag und zeugete fr\u00fch und sprach: Gehorchet meiner Stimme!\n11:8 Aber sie gehorchten nicht, neigten auch ihre Ohren nicht, sondern ein jeglicher ging nach seines b\u00f6sen Herzens Ged\u00fcnken. Darum will ich auch \u00fcber sie gehen lassen alle Worte dieses Bundes, den ich geboten habe zu tun und sie doch nicht danach getan haben.\n11:9 Und der HERR sprach zu mir: Ich wei\u00df wohl, wie sie in Juda und Jerusalem sich rotten.\n11:10 Sie kehren sich eben zu den S\u00fcnden ihrer vorigen V\u00e4ter, welche auch nicht gehorchen wollten meinen Worten und folgten auch andern G\u00f6ttern nach und dieneten ihnen. Also hat das Haus Israel und das Haus Juda (immerdar) meinen Bund gebrochen, den ich mit ihren V\u00e4tern gemacht habe.\n11:11 Darum siehe, spricht der HERR, ich will ein Ungl\u00fcck \u00fcber sie gehen lassen, dem sie nicht sollen entgehen m\u00f6gen; und wenn sie zu mir schreien, will ich sie nicht h\u00f6ren.\n11:12 So la\u00df denn die St\u00e4dte Judas und die B\u00fcrger zu Jerusalem hingehen und zu den G\u00f6ttern schreien, denen sie ger\u00e4uchert haben; aber sie werden ihnen nicht helfen in ihrer Not.\n11:13 Denn manche Stadt, so manche G\u00f6tter hast du, Juda; und so manche Gassen zu Jerusalem sind, so manchen Schandaltar habt ihr aufgerichtet, dem Baal zu r\u00e4uchern.\n11:14 So bitte du nun nicht f\u00fcr dies Volk und tu kein Flehen noch Gebet f\u00fcr sie; denn ich will sie nicht h\u00f6ren, wenn sie zu mir schreien in ihrer Not.\n11:15 Was haben meine Freunde in meinem Hause zu schaffen? Sie treiben alle Schalkheit und meinen, das heilige Fleisch soll es von ihnen nehmen; und wenn sie \u00fcbel tun, sind sie guter Dinge dar\u00fcber.\n11:16 Der HERR nannte dich einen gr\u00fcnen, sch\u00f6nen, fruchtbaren \u00d6lbaum; aber nun hat er mit einem gro\u00dfen Mordgeschrei ein Feuer um denselbigen angez\u00fcndet, da\u00df seine Aste verderben m\u00fcssen.\n11:17 Denn der HERR Zebaoth, der dich gepflanzt hat, hat dir ein Ungl\u00fcck gedr\u00e4uet um der Bosheit. willen des Hauses Israel und des Hauses Juda, welche sie treiben, da\u00df sie mich erz\u00fcrnen mit ihrem R\u00e4uchern, das sie dem Baal tun.\n11:18 Der HERR hat mir's offenbart, da\u00df ich's wei\u00df, und zeigte mir ihr Vornehmen,\n11:19 n\u00e4mlich da\u00df sie mich wie ein arm Schaf zur Schlachtbank f\u00fchren wollen. Denn ich wu\u00dfte nicht, da\u00df sie wider mich beratschlagt hatten und gesagt: La\u00dft uns den Baum mit seinen Fr\u00fcchten verderben und ihn aus dem Lande der Lebendigen ausrotten, da\u00df seines Namens nimmermehr gedacht werde!\n11:20 Aber du, HERR Zebaoth, du gerechter Richter, der du Nieren und Herzen pr\u00fcfest, la\u00df mich deine Rache \u00fcber sie sehen; denn ich habe dir meine Sache befohlen.\n11:21 Darum spricht der HERR also wider die M\u00e4nner zu Anathoth, die dir nach deinem Leben stehen und sprechen: Weissage uns nicht im Namen des HERRN, willst du anders nicht von unsern H\u00e4nden sterben!\n11:22 Darum spricht der HERR Zebaoth also: Siehe, ich will sie heimsuchen; ihre junge Mannschaft sollen mit dem Schwert get\u00f6tet werden und ihre S\u00f6hne und T\u00f6chter Hungers sterben, da\u00df nichts von ihnen \u00fcberbleibe;\n11:23 denn ich will \u00fcber die M\u00e4nner zu Anathoth Ungl\u00fcck gehen lassen des Jahrs, wenn sie heimgesucht werden sollen.\n12:1 HERR, wenn ich gleich mit dir rechten wollte, so beh\u00e4ltst du doch recht; dennoch mu\u00df ich vom Recht mit dir reden. Warum gehet es doch den Gottlosen so wohl, und die Ver\u00e4chter haben alles die F\u00fclle?\n12:2 Du pflanzest sie, da\u00df sie wurzeln und wachsen und bringen Frucht; du l\u00e4ssest sie viel von dir r\u00fchmen und z\u00fcchtigest sie nicht.\n12:3 Mich aber, HERR, kennest du und siehest mich und pr\u00fcfest mein Herz vor dir. Aber du l\u00e4ssest sie frei gehen wie Schafe, da\u00df sie geschlachtet werden, und sparest sie, da\u00df sie gew\u00fcrget werden.\n12:4 Wie lange soll doch das Land so j\u00e4mmerlich stehen, und das Gras auf dem Felde allenthalben verdorren um der Einwohner Bosheit willen, da\u00df beide, Vieh und V\u00f6gel, nimmer da sind? Denn sie sprechen: Ja, er wei\u00df viel, wie es uns gehen wird!\n12:5 Wenn dich die m\u00fcde machen, die zu Fu\u00dfe gehen, wie will dir's gehen, wenn du mit den Reitern laufen sollst? Und so du im Lande, da es Friede ist, Sicherheit suchest, was will mit dir werden bei dem hoff\u00e4rtigen Jordan?\n12:6 Denn es verachten dich auch deine Br\u00fcder und deines Vaters Haus und schreien Zeter \u00fcber dich. Darum vertraue du ihnen nicht, wenn sie gleich freundlich mit dir reden.\n12:7 Darum habe ich mein Haus verlassen m\u00fcssen und mein Erbe meiden und meine liebe Seele in der Feinde Hand geben.\n12:8 Mein Erbe ist mir worden wie ein L\u00f6we im Walde und br\u00fcllet wider mich; darum bin ich ihm gram worden.\n12:9 Mein Erbe ist wie der sprenklige Vogel, um welchen sich die V\u00f6gel sammeln. Wohlauf und sammelt euch, alle Feldtiere; kommet und fresset!\n12:10 Es haben Hirten, und deren viel, meinen Weinberg verderbet und meinen Acker zertreten; sie haben meinen sch\u00f6nen Acker zur W\u00fcste gemacht, sie haben's \u00f6de gemacht.\n12:11 Ich sehe bereits, wie es so j\u00e4mmerlich verw\u00fcstet ist, ja, das ganze Land ist w\u00fcste. Aber es will's niemand zu Herzen nehmen.\n12:12 Denn die Verst\u00f6rer fahren daher \u00fcber alle H\u00fcgel der W\u00fcste, und das fressende Schwert des HERRN von einem Ende des Landes bis zum andern; und kein Fleisch wird Frieden haben.\n12:13 Sie s\u00e4en Weizen, aber Disteln werden sie ernten; sie lassen's ihnen sauer werden; aber sie werden's nicht genie\u00dfen; sie werden ihres Einkommens nicht froh werden vor dem grimmigen Zorn des HERRN.\n12:14 So spricht der HERR wider alle meine b\u00f6sen Nachbarn, so das Erbteil antasten, das ich meinem Volk Israel ausgeteilet habe: Siehe, ich will sie aus ihrem Lande ausrei\u00dfen und das Haus Juda aus ihrem Mittel rei\u00dfen.\n12:15 Und wenn ich sie nun ausgerissen habe, will ich mich wiederum \u00fcber sie erbarmen und will einen jeglichen zu seinem Erbteil und in sein Land wiederbringen.\n12:16 Und soll geschehen, wo sie von meinem Volk lernen werden, da\u00df sie schw\u00f6ren bei meinem Namen: So wahr der HERR lebet, wie sie (zuvor) mein Volk gelehret haben schw\u00f6ren bei Baal, so sollen sie unter meinem Volk erbauet werden.\n12:17 Wo sie aber nicht h\u00f6ren wollen, so will ich solches Volk ausrei\u00dfen und umbringen, spricht der HERR.\n13:1 So spricht der HERR zu mir: Gehe hin und kaufe dir einen leinenen G\u00fcrtel und g\u00fcrte damit deine Lenden und mache ihn nicht na\u00df.\n13:2 Und ich kaufte einen G\u00fcrtel nach dem Befehl des HERRN und g\u00fcrtete ihn um meine Lenden.\n13:3 Da geschah des HERRN Wort zum andernmal zu mir und sprach:\n13:4 Nimm den G\u00fcrtel, den du gekauft und um deine Lenden geg\u00fcrtet hast, und mache dich auf und gehe hin an den Phrath und verstecke ihn daselbst in einen Steinritz.\n13:5 Ich ging hin und versteckte ihn am Phrath, wie mir der HERR geboten hatte.\n13:6 Nach langer Zeit aber sprach der HERR zu mir: Mache dich auf und gehe hin an den Phrath und hole den G\u00fcrtel wieder, den ich dich hie\u00df daselbst verstecken.\n13:7 Ich ging hin an den Phrath und grub auf und nahm den G\u00fcrtel von dem Ort, dahin ich ihn versteckt hatte; und siehe, der G\u00fcrtel war verdorben, da\u00df er nichts mehr taugte.\n13:8 Da geschah des HERRN Wort zu mir und sprach:\n13:9 So spricht der HERR: Eben also will ich auch verderben die gro\u00dfe Hoffart Judas und Jerusalems.\n13:10 Das b\u00f6se Volk, das meine Worte nicht h\u00f6ren will, sondern gehen hin nach Ged\u00fcnken ihres Herzens und folgen andern G\u00f6ttern, da\u00df sie denselbigen dienen und anbeten, sie sollen werden wie der G\u00fcrtel, der nichts mehr taugt.\n13:11 Denn gleichwie ein Mann den G\u00fcrtel um seine Lenden bindet, also habe ich, spricht der HERR, das ganze Haus Israel und das ganze Haus Juda um mich geg\u00fcrtet, da\u00df sie mein Volk sein sollten, zu einem Namen, Lob und Ehren; aber sie wollen nicht h\u00f6ren.\n13:12 So sage ihnen nun dies Wort: So spricht der HERR, der Gott Israels: Es sollen alle Legel mit Wein gef\u00fcllet werden. So werden sie zu dir sagen: Wer wei\u00df das nicht, da\u00df man alle Legel mit Wein f\u00fcllen soll?\n13:13 So sprich zu ihnen: So spricht der HERR: Siehe, ich will alle, die in diesem Lande wohnen, die K\u00f6nige, so auf dem Stuhl Davids sitzen, die Priester und Propheten, und alle Einwohner zu Jerusalem f\u00fcllen, da\u00df sie trunken werden sollen.\n13:14 Und will einen mit dem andern, die V\u00e4ter samt den Kindern, verstreuen, spricht der HERR, und will weder schonen noch \u00fcbersehen, noch barmherzig sein \u00fcber ihrem Verderben.\n13:15 So h\u00f6ret nun und merket auf und trotzet nicht; denn der HERR hat's geredet.\n13:16 Gebet dem HERRN, eurem Gott, die Ehre, ehe denn es finster werde, und ehe eure F\u00fc\u00dfe sich an den dunklen Bergen sto\u00dfen, da\u00df ihr des Lichts wartet, so er's doch gar finster und dunkel machen wird.\n13:17 Wollt ihr aber solches nicht h\u00f6ren, so mu\u00df meine Seele doch heimlich weinen \u00fcber solche Hoffart; meine Augen m\u00fcssen mit Tr\u00e4nen flie\u00dfen, da\u00df des HERRN Herde gefangen wird.\n13:18 Sage dem K\u00f6nige und der K\u00f6nigin: Setzet euch herunter, denn die Krone der HERRLIchkeit ist euch von eurem Haupt gefallen.\n13:19 Die St\u00e4dte gegen Mittag sind verschlossen, und ist niemand, der sie auftue; das ganze Juda ist rein weggef\u00fchret.\n13:20 Hebet eure Augen auf und sehet, wie sie von Mitternacht daherkommen. Wo ist nun die Herde, so dir befohlen war, deine herrliche Herde?\n13:21 Was willst du sagen, wenn er dich so heimsuchen wird? Denn du hast sie so gew\u00f6hnet wider dich, da\u00df sie F\u00fcrsten und H\u00e4upter sein wollen. Was gilt's? es wird dich Angst ankommen wie ein Weib in Kindesn\u00f6ten.\n13:22 Und wenn du in deinem Herzen sagen willst: Warum begegnet doch mir solches? Um der Menge willen deiner Missetat sind dir deine S\u00e4ume aufgedeckt und deine Schenkel (mit Gewalt) gebl\u00f6\u00dfet.\n13:23 Kann auch ein Mohr seine Haut wandeln oder ein Parder seine Flecken? So k\u00f6nnet ihr auch Gutes tun, weil ihr des B\u00f6sen gewohnt seid.\n13:24 Darum will ich sie zerstreuen wie Stoppeln, die vor dem Winde aus der W\u00fcste verweht werden.\n13:25 Das soll dein Lohn sein und dein Teil, den ich dir zugemessen habe, spricht der HERR. Darum da\u00df du mein vergessen hast und verl\u00e4ssest dich auf L\u00fcgen,\n13:26 so will auch ich deine S\u00e4ume hoch aufdecken gegen dir, da\u00df man deine Scham wohl sehen mu\u00df.\n13:27 Denn ich habe gesehen deine Ehebrecherei, deine Geilheit, deine freche Hurerei, ja deine Greuel, beide, auf H\u00fcgeln und auf \u00c4ckern. Wehe dir, Jerusalem! Wann willst du doch immer mehr gereiniget werden?\n14:1 Dies ist das Wort, das der HERR zu Jeremia sagte von der teuren Zeit:\n14:2 Juda liegt j\u00e4mmerlich, ihre Tore stehen elend, es stehet kl\u00e4glich auf dem Lande, und ist zu Jerusalem eine gro\u00dfe D\u00fcrre.\n14:3 Die Gro\u00dfen schicken die Kleinen nach Wasser; aber wenn sie zum Brunnen kommen, finden sie kein Wasser und bringen ihre Gef\u00e4\u00dfe leer wieder. Sie gehen traurig und betr\u00fcbt und verh\u00fcllen ihre H\u00e4upter,\n14:4 darum da\u00df die Erde lechzet, weil es nicht regnet auf die Erde. Die Ackerleute gehen traurig und verh\u00fcllen ihre H\u00e4upter.\n14:5 Denn auch die Hinden, so auf dem Felde werfen, verlassen die Jungen, weil kein Gras w\u00e4chst.\n14:6 Das Wild stehet auf den H\u00fcgeln und schnappet nach der Luft, wie die Drachen, und verschmachtet, weil kein Kraut w\u00e4chst.\n14:7 Ach, HERR, unsere Missetaten haben's ja verdienet; aber hilf doch um deines Namens willen; denn unser Ungehorsam ist gro\u00df, damit wir wider dich ges\u00fcndiget haben.\n14:8 Du bist der Trost Israels und ihr Nothelfer; warum stellest du dich, als w\u00e4rest du ein Gast im Lande, und als ein Fremder, der nur \u00fcber Nacht drinnen bleibt?\n14:9 Warum stellest du dich als ein Held, der verzagt ist, und als ein Riese, der nicht helfen kann? Du bist doch ja unter uns, HERR, und wir hei\u00dfen nach deinem Namen; verla\u00df uns nicht!\n14:10 So spricht der HERR von diesem Volk: Sie laufen gerne hin und wieder und bleiben nicht gerne daheim; darum will ihrer der HERR nicht, sondern er denkt nun an ihre Missetat und will ihre S\u00fcnden heimsuchen.\n14:11 Und der HERR sprach zu mir: Du sollst nicht f\u00fcr dies Volk um Gnade bitten.\n14:12 Denn ob sie gleich fasten, so will ich doch ihr Flehen nicht h\u00f6ren; und ob sie Brandopfer und Speisopfer bringen, so gefallen sie mir doch nicht, sondern ich will sie mit dem Schwert, Hunger und Pestilenz aufreiben.\n14:13 Da sprach ich: Ach, HERR HERR, siehe, die Propheten sagen ihnen: Ihr werdet kein Schwert sehen und keine Teurung bei euch haben, sondern ich will euch guten Frieden geben an diesem Ort.\n14:14 Und der HERR sprach zu mir: Die Propheten weissagen falsch in meinem Namen; ich habe sie nicht gesandt und ihnen nichts befohlen und nichts mit ihnen geredet; sie predigen euch falsche Gesichte, Deutung, Abg\u00f6tterei und ihres Herzens Tr\u00fcgerei.\n14:15 Darum so spricht der HERR von den Propheten, die in meinem Namen weissagen, so ich sie doch nicht gesandt habe, und sie dennoch predigen, es werde kein Schwert noch Teurung in dies Land kommen: Solche Propheten sollen sterben durch Schwert und Hunger.\n14:16 Und das Volk, dem sie weissagen, sollen vom Schwert und Hunger auf den Gassen zu Jerusalem hin und her liegen, da\u00df sie niemand begraben wird; also auch ihre Weiber, S\u00f6hne und T\u00f6chter; und will ihre Bosheit \u00fcber sie sch\u00fctten.\n14:17 Und du sollst zu ihnen sagen dies Wort: Meine Augen flie\u00dfen mit Tr\u00e4nen Tag und Nacht und h\u00f6ren nicht auf; denn die Jungfrau, die Tochter meines Volks, ist greulich zerplagt und j\u00e4mmerlich geschlagen.\n14:18 Gehe ich hinaus aufs Feld, siehe, so liegen da Erschlagene mit dem Schwert; komme ich in die Stadt, so liegen da vor Hunger Verschmachtete. Denn es m\u00fcssen auch die Propheten, dazu auch die Priester, in ein Land ziehen, das sie nicht kennen.\n14:19 Hast du denn Juda verworfen, oder hat deine Seele einen Ekel an Zion? Warum hast du uns denn so geschlagen, da\u00df uns niemand heilen kann? Wir hofften, es sollte Friede werden, so kommt nichts Gutes; wir hofften, wir sollten heil werden, aber siehe, so ist mehr Schadens da.\n14:20 HERR, wir erkennen unser gottlos Wesen und unserer V\u00e4ter Missetat; denn wir haben wider dich ges\u00fcndiget.\n14:21 Aber um deines Namens willen la\u00df uns nicht gesch\u00e4ndet werden; la\u00df den Thron deiner HERRLIchkeit nicht verspottet werden; gedenke doch und la\u00df deinen Bund mit uns nicht aufh\u00f6ren!\n14:22 Es ist doch ja unter der Heiden G\u00f6tzen keiner, der Regen k\u00f6nnte geben; so kann der Himmel auch nicht regnen. Du bist doch ja der HERR, unser Gott, auf den wir hoffen; denn du kannst solches alles tun.\n15:1 Und der HERR sprach zu mir: Und wenngleich Mose und Samuel vor mir st\u00fcnden, so haben ich doch kein Herz zu diesem Volk. Treibe sie weg von mir und la\u00df sie hinfahren!\n15:2 Und wenn sie zu dir sagen: Wo sollen wir hin? so sprich zu ihnen: So spricht der HERR: Wen der Tod trifft, den treffe er; wen das Schwert trifft, den treffe es; wen der Hunger trifft, den treffe er; wen das Gef\u00e4ngnis trifft, den treffe es.\n15:3 Denn ich will sie heimsuchen mit viererlei Plagen, spricht der HERR: mit dem Schwert, da\u00df sie erw\u00fcrget werden; mit Hunden, die sie schleifen sollen; mit den V\u00f6geln des Himmels und mit Tieren auf Erden, da\u00df sie gefressen und verweset werden sollen.\n15:4 Und ich will sie in allen K\u00f6nigreichen auf Erden hin und her treiben lassen um Manasses willen, des Sohns Jehiskias, des K\u00f6nigs Judas, deshalben, das er zu Jerusalem begangen hat.\n15:5 Wer will denn sich dein erbarmen, Jerusalem? Wer wird denn Mitleid mit dir haben? Wer wird denn hingehen und dir Frieden erwerben?\n15:6 Du hast mich verlassen, spricht der HERR, und bist mir abgefallen; darum habe ich meine Hand ausgestreckt wider dich, da\u00df ich dich verderben will; ich bin des Erbarmens m\u00fcde.\n15:7 Ich will sie mit der Worfschaufel zum Lande hinaus worfeln und will mein Volk, so von seinem Wesen sich nicht bekehren will, zu eitel Waisen machen und umbringen.\n15:8 Es sollen mir mehr Witwen unter ihnen werden, denn des Sandes am Meer ist. Ich will \u00fcber die Mutter der jungen Mannschaft kommen lassen einen offenbarlichen Verderber und die Stadt damit pl\u00f6tzlich und unversehens \u00fcberfallen lassen,\n15:9 da\u00df die, so sieben, Kinder hat, soll elend sein und von Herzen seufzen. Denn ihre Sonne soll bei hohem Tage untergehen, da\u00df beide, ihr Ruhm und Freude, ein Ende haben soll. Und die \u00fcbrigen will ich ins Schwert geben vor ihren Feinden, spricht der HERR.\n15:10 Ach, meine Mutter, da\u00df du mich geboren hast, wider den jedermann hadert und zankt im ganzen Lande! Habe ich doch weder auf Wucher geliehen noch genommen, noch flucht mir jedermann.\n15:11 Der HERR sprach: Wohlan, ich will euer etliche \u00fcbrig behalten, denen es soll wieder wohlgehen, und will euch zu Hilfe kommen in der Not und Angst unter den Feinden.\n15:12 Meinest du nicht, da\u00df etwa ein Eisen sei, welches k\u00f6nnte das Eisen und Erz von Mitternacht zerschlagen?\n15:13 Ich will aber zuvor euer Gut und Sch\u00e4tze in die Rapuse geben, da\u00df ihr nichts daf\u00fcr kriegen sollt, und das um aller eurer S\u00fcnden willen, die ihr in allen euren Grenzen begangen habt.\n15:14 Und will euch zu euren Feinden bringen in ein Land, das ihr nicht kennet; denn es ist das Feuer in meinem Zorn \u00fcber euch angegangen.\n15:15 Ach, HERR, du wei\u00dft es; gedenke an uns und nimm dich unser an und r\u00e4che uns an unsern Verfolgern! Nimm uns auf und verzeuch nicht deinen Zorn \u00fcber sie; denn du wei\u00dft, da\u00df wir um deinetwillen geschm\u00e4het werden.\n15:16 Indes enthalte uns dein Wort, wenn wir's kriegen; und dasselbe, dein Wort ist unsers Herzens Freude und Trost; denn wir sind ja nach deinem Namen genannt, HERR, Gott Zebaoth!\n15:17 Wir gesellen uns nicht zu den Sp\u00f6ttern noch freuen uns mit ihnen, sondern bleiben alleine vor deiner Hand; denn du z\u00fcrnest sehr mit uns.\n15:18 Warum w\u00e4hret doch unser Schmerz so lange, und unsere Wunden sind so gar b\u00f6se, da\u00df sie niemand heilen kann? Du bist uns worden wie ein Born, der nicht mehr quellen will.\n15:19 Darum spricht der HERR also: Wo du dich zu mir h\u00e4ltst, so will ich mich zu dir halten, und sollst mein Prediger bleiben; und wo du die Frommen lehrest sich sondern von den b\u00f6sen Leuten, so sollst du mein Lehrer sein; und ehe du solltest zu ihnen fallen, so m\u00fcssen sie eher zu dir fallen.\n15:20 Denn ich habe dich wider dies Volk zur festen ehernen Mauer gemacht; ob sie wider dich streiten, sollen sie dir doch nichts anhaben; denn ich bin bei dir, da\u00df ich dir helfe und dich errette, spricht der HERR.\n15:21 Und will dich auch erretten aus der Hand der B\u00f6sen und erl\u00f6sen aus der Hand der Tyrannen.\n16:1 Und des HERRN Wort geschah zu mir und sprach:\n16:2 Du sollst kein Weib nehmen und weder S\u00f6hne noch T\u00f6chter zeugen an diesem Ort.\n16:3 Denn so spricht der HERR von den S\u00f6hnen und T\u00f6chtern, so an diesem Ort geboren werden, dazu von ihren M\u00fcttern, die sie geb\u00e4ren, und von ihren V\u00e4tern, die sie zeugen in diesem Lande:\n16:4 Sie sollen an Krankheiten sterben und weder beklagt noch begraben werden, sondern sollen Mist werden auf dem Lande, dazu durch Schwert und Hunger umkommen, und ihre Leichname sollen der V\u00f6gel des Himmels und der Tiere auf Erden Speise sein.\n16:5 Denn so spricht der HERR: Du sollst nicht zum Trauerhaus gehen und sollst auch nirgendhin zu klagen gehen noch Mitleid \u00fcber sie haben; denn ich habe meinen Frieden von diesem Volk weggenommen, spricht der HERR, samt meiner Gnade und Barmherzigkeit,\n16:6 da\u00df beide, gro\u00df und klein, sollen in diesem Lande sterben und nicht begraben noch geklaget werden, und niemand wird sich \u00fcber sie zerritzen noch kahl machen.\n16:7 Und man wird auch nicht unter sie Brot austeilen \u00fcber der Klage, sie zu tr\u00f6sten \u00fcber der Leiche, und ihnen auch nicht aus dem Trostbecher zu trinken geben \u00fcber Vater und Mutter.\n16:8 Darum sollst du in kein Trinkhaus gehen, bei ihnen zu sitzen, weder zu essen noch zu trinken.\n16:9 Denn so spricht der HERR Zebaoth, der Gott Israels: Siehe, ich will an diesem Ort aufheben vor euren Augen und bei eurem Leben die Stimme der Freude und Wonne, die Stimme des Br\u00e4utigams und der Braut.\n16:10 Und wenn du solches alles diesem Volk gesagt hast, und sie zu dir sprechen werden: Warum redet der HERR \u00fcber uns all dies gro\u00dfe Ungl\u00fcck? welches ist die Missetat und S\u00fcnde, damit wir wider den HERRN, unsern Gott, ges\u00fcndiget haben?\n16:11 sollst du ihnen sagen: Darum da\u00df eure V\u00e4ter mich verlassen, spricht der HERR, und andern G\u00f6ttern gefolget, denselbigen gedienet und sie angebetet, mich aber verlassen und mein Gesetz nicht gehalten haben,\n16:12 und ihr noch \u00e4rger tut denn eure V\u00e4ter. Denn siehe, ein jeglicher lebt nach seines b\u00f6sen Herzens Ged\u00fcnken, da\u00df er mir nicht gehorche.\n16:13 Darum will ich euch aus diesem Lande sto\u00dfen in ein Land, davon weder ihr noch eure V\u00e4ter wissen; daselbst sollt ihr andern G\u00f6ttern dienen Tag und Nacht; daselbst will ich euch keine Gnade erzeigen.\n16:14 Darum siehe, es kommt die Zeit, spricht der HERR, da\u00df man nicht mehr sagen wird: So wahr der HERR lebt, der die Kinder Israel aus \u00c4gyptenland gef\u00fchret hat,\n16:15 sondern: So wahr der HERR lebt, der die Kinder Israel gef\u00fchret hat aus dem Lande der Mitternacht und aus allen L\u00e4ndern, dahin er sie versto\u00dfen hatte. Denn ich will sie wiederbringen in das Land, das ich ihren V\u00e4tern gegeben habe.\n16:16 Siehe, ich will viel Fischer aussenden, spricht der HERR, die sollen sie fischen; und danach will ich viel J\u00e4ger aussenden, die sollen sie fahen auf allen Bergen und auf allen H\u00fcgeln und in allen Steinritzen.\n16:17 Denn meine Augen sehen auf alle ihre Wege, da\u00df sie vor mir sich nicht verhehlen k\u00f6nnen; und ihre Missetat ist vor meinen Augen unverborgen.\n16:18 Aber zuvor will ich ihre Missetat und S\u00fcnde zwiefach bezahlen, darum da\u00df sie mein Land mit den Leichen ihrer Abg\u00f6tterei verunreiniget und mein Erbe mit ihren Greueln voll gemacht haben.\n16:19 HERR, du bist meine St\u00e4rke und Kraft und meine Zuflucht in der Not. Die Heiden werden zu dir kommen von der Welt Ende und sagen: Unsere V\u00e4ter haben falsche und nichtige G\u00f6tter gehabt, die nichts n\u00fctzen k\u00f6nnen.\n16:20 Wie kann ein Mensch G\u00f6tter machen, die nicht G\u00f6tter sind?\n16:21 Darum siehe, nun will ich sie lehren und meine Hand und Gewalt ihnen kundtun, da\u00df sie erfahren sollen, ich hei\u00dfe der HERR.\n17:1 Die S\u00fcnde Judas ist geschrieben mit eisernen Griffeln und mit spitzigen Demanten geschrieben und auf die Tafel ihres Herzens gegraben und auf die H\u00f6rner an ihren Alt\u00e4ren,\n17:2 da\u00df ihre Kinder gedenken sollen derselben Alt\u00e4re und Haine bei den gr\u00fcnen B\u00e4umen, auf den hohen Bergen.\n17:3 Aber ich will deine H\u00f6hen beide, auf Bergen und Feldern, samt deiner Habe und allen deinen Sch\u00e4tzen in die Rapuse geben um der S\u00fcnde willen, in allen deinen Grenzen begangen.\n17:4 Und du sollst aus deinem Erbe versto\u00dfen werden, das ich dir gegeben habe, und will dich zu Knechten deiner Feinde machen in einem Lande, das du nicht kennest; denn ihr habt ein Feuer meines Zorns angez\u00fcndet, das ewiglich brennen wird.\n17:5 So spricht der HERR: Verflucht ist der Mann, der sich auf Menschen verl\u00e4\u00dft und h\u00e4lt Fleisch f\u00fcr seinen Arm und mit seinem Herzen vom HERRN weicht!\n17:6 Der wird sein wie die Heide in der W\u00fcste und wird nicht sehen den zuk\u00fcnftigen Trost, sondern wird bleiben in der D\u00fcrre, in der W\u00fcste, in einem unfruchtbaren Lande, da niemand wohnet.\n17:7 Gesegnet aber ist der Mann, der sich auf den HERRN verl\u00e4\u00dft, und der HERR seine Zuversicht ist!\n17:8 Der ist wie ein Baum am Wasser gepflanzt und am Bach gewurzelt. Denn obgleich eine Hitze kommt, f\u00fcrchtet er sich doch nicht, sondern seine Bl\u00e4tter bleiben gr\u00fcn, und sorget nicht, wenn ein d\u00fcrres Jahr kommt, sondern er bringet ohne Aufh\u00f6ren Fr\u00fcchte.\n17:9 Es ist das Herz ein trotzig und verzagt Ding; wer kann es ergr\u00fcnden?\n17:10 Ich, der HERR, kann das Herz ergr\u00fcnden und die Nieren pr\u00fcfen; und gebe einem jeglichen nach seinem Tun, nach den Fr\u00fcchten seiner Werke.\n17:11 Denn gleichwie ein Vogel, der sich \u00fcber Eier setzt und br\u00fctet sie nicht aus, also ist der, so unrecht Gut sammelt; denn er mu\u00df davon, wenn er's am wenigsten achtet, und mu\u00df doch zuletzt Spott dazu haben.\n17:12 Aber die St\u00e4tte unsers Heiligtums, n\u00e4mlich der Thron g\u00f6ttlicher Ehre, ist allezeit fest geblieben.\n17:13 Denn, HERR, du bist die Hoffnung Israels. Alle, die dich verlassen, m\u00fcssen zuschanden werden, und die Abtr\u00fcnnigen m\u00fcssen in die Erde geschrieben werden; denn sie verlassen den HERRN, die Quelle des lebendigen Wassers.\n17:14 Heile du mich, HERR, so werde ich heil; hilf du mir, so ist mir geholfen; denn du bist mein Ruhm.\n17:15 Siehe, sie sprechen zu mir: Wo ist denn des HERRN Wort? Lieber, la\u00df hergehen!\n17:16 Aber ich bin drum nicht von dir geflohen, mein Hirte, so habe ich Menschentage nicht begehret, das wei\u00dft du; was ich gepredigt habe, das ist recht vor dir.\n17:17 Sei du mir nur nicht schrecklich, meine Zuversicht in der Not!\n17:18 La\u00df sie zuschanden werden, die mich verfolgen, und mich nicht; la\u00df sie erschrecken und mich nicht; la\u00df den Tag des Ungl\u00fccks \u00fcber sie gehen und zerschlage sie zwiefach!\n17:19 So spricht der HERR zu mir: Gehe hin und tritt unter das Tor des Volks, dadurch die K\u00f6nige Judas aus und ein gehen, und unter alle Tore zu Jerusalem\n17:20 und sprich zu ihnen: H\u00f6ret des HERRN Wort, ihr K\u00f6nige Judas und ganz Juda und alle Einwohner zu Jerusalem, so zu diesem Tor eingehen!\n17:21 So spricht der HERR: H\u00fctet euch und traget keine Last am Sabbattage durch die Tore hinein zu Jerusalem\n17:22 und f\u00fchret keine Last am Sabbattage aus euren H\u00e4usern und tut keine Arbeit, sondern heiliget den Sabbattag, wie ich euren V\u00e4tern geboten habe.\n17:23 Aber sie h\u00f6ren nicht und neigen ihre Ohren nicht, sondern bleiben halsstarrig, da\u00df sie mich ja nicht h\u00f6ren noch sich ziehen lassen.\n17:24 So ihr mich h\u00f6ren werdet, spricht der HERR, da\u00df ihr keine Last traget des Sabbattages durch dieser Stadt Tore ein, sondern denselbigen heiliget, da\u00df ihr keine Arbeit an demselbigen Tage tut,\n17:25 so sollen auch durch dieser Stadt Tore aus und ein gehen K\u00f6nige und F\u00fcrsten, die auf dem Stuhl Davids sitzen, und reiten und fahren, beide, auf Wagen und Rossen, sie und ihre F\u00fcrsten, samt allen, die in Juda und zu Jerusalem wohnen; und soll diese Stadt ewiglich bewohnet werden.\n17:26 Und sollen kommen aus den St\u00e4dten Judas, und die um Jerusalem her liegen, und aus dem Lande Benjamin, aus den Gr\u00fcnden und von den Gebirgen und vom Mittage, die da bringen Brandopfer, Opfer, Speisopfer und Weihrauch zum Hause des HERRN.\n17:27 Werdet ihr mich aber nicht h\u00f6ren, da\u00df ihr den Sabbattag heiliget und keine Last traget durch die Tore zu Jerusalem ein am Sabbattage, so will ich ein Feuer unter ihren Toren anstecken, das die H\u00e4user zu Jerusalem verzehren und nicht gel\u00f6scht werden soll.\n18:1 Dies ist das Wort, das geschah vom HERRN zu Jeremia und sprach:\n18:2 Mache dich auf und gehe hinab in des T\u00f6pfers Haus; daselbst will ich dich meine Worte h\u00f6ren lassen.\n18:3 Und ich ging hinab in des T\u00f6pfers Haus; und siehe, er arbeitete eben auf der Scheibe.\n18:4 Und der Topf, so er aus dem Ton machte, mi\u00dfriet ihm unter den H\u00e4nden. Da machte er wiederum einen andern Topf, wie es ihm gefiel.\n18:5 Da geschah des HERRN Wort zu mir und sprach:\n18:6 Kann ich nicht auch also mit euch umgehen, ihr vom Hause Israel, wie dieser T\u00f6pfer? spricht der HERR. Siehe, wie der Ton ist in des T\u00f6pfers Hand, also seid auch ihr vom Hause Israel in meiner Hand.\n18:7 Pl\u00f6tzlich rede ich wider ein Volk und K\u00f6nigreich, da\u00df ich's ausrotten, zerbrechen und verderben wolle.\n18:8 Wo sich's aber bekehret von seiner Bosheit, dawider ich rede, so soll mich auch reuen das Ungl\u00fcck, das ich ihm gedachte zu tun.\n18:9 Und pl\u00f6tzlich rede ich von einem Volk und K\u00f6nigreich, da\u00df ich's bauen und pflanzen wolle.\n18:10 So es aber B\u00f6ses tut vor meinen Augen, da\u00df es meiner Stimme nicht gehorcht, so soll mich auch reuen das Gute, das ich ihm verhei\u00dfen hatte zu tun.\n18:11 So sprich nun zu denen in Juda und zu den B\u00fcrgern zu Jerusalem: So spricht der HERR: Siehe, ich bereite euch ein Ungl\u00fcck zu und habe Gedanken wider euch; darum kehre sich ein jeglicher von seinem b\u00f6sen Wesen und bessert euer Wesen und Tun.\n18:12 Aber sie sprechen: Da wird nichts aus! Wir wollen nach unsern Gedanken wandeln und ein jeglicher tun nach Ged\u00fcnken seines b\u00f6sen Herzens.\n18:13 Darum spricht der HERR: Fragt doch unter den Heiden, wer hat je desgleichen geh\u00f6ret, da\u00df die Jungfrau Israel so gar greulich Ding tut?\n18:14 Bleibt doch der Schnee l\u00e4nger auf den Steinen im Felde, wenn's vom Libanon herab schneiet, und das Regenwasser verschie\u00dft nicht so bald, als mein Volk mein vergi\u00dft.\n18:15 Sie r\u00e4uchern den G\u00f6ttern und richten \u00c4rgernis an auf ihren Wegen f\u00fcr und f\u00fcr und gehen auf ungebahnten Stra\u00dfen,\n18:16 auf da\u00df ihr Land zur W\u00fcste werde, ihnen zur ewigen Schande, da\u00df, wer vor\u00fcbergehet, sich verwundere und den Kopf sch\u00fcttele.\n18:17 Denn ich will sie durch einen Ostwind zerstreuen vor ihren Feinden; ich will ihnen den R\u00fccken und nicht das Antlitz zeigen, wenn sie verderben.\n18:18 Aber sie sprechen: Kommt und la\u00dft uns wider Jeremia ratschlagen; denn die Priester k\u00f6nnen nicht irren im Gesetz, und die Weisen k\u00f6nnen nicht fehlen mit Raten, und die Propheten k\u00f6nnen nicht unrecht lehren. Kommt her, la\u00dft uns ihn mit der Zunge totschlagen und nichts geben auf alle seine Rede!\n18:19 HERR, habe acht auf mich und h\u00f6re die Stimme meiner Widersacher!\n18:20 Ist's recht, da\u00df man Gutes mit B\u00f6sem vergilt? Denn sie haben meiner Seele eine Grube gegraben. Gedenke doch, wie ich vor dir gestanden bin, da\u00df ich ihr Bestes redete und deinen Grimm von ihnen wendete!\n18:21 So strafe nun ihre Kinder mit Hunger und la\u00df sie ins Schwert fallen, da\u00df ihre Weiber ohne Kinder und Witwen seien, und ihre M\u00e4nner zu Tode geschlagen und ihre junge Mannschaft im Streit durchs Schwert erw\u00fcrget werden,\n18:22 da\u00df ein Geschrei aus ihren H\u00e4usern geh\u00f6ret werde, wie du pl\u00f6tzlich habest Kriegsvolk \u00fcber sie kommen lassen. Denn sie haben eine Grube gegraben, mich zu fahen, und meinen F\u00fc\u00dfen Stricke gelegt.\n18:23 Und weil du, HERR, wei\u00dft alle ihre Anschl\u00e4ge wider mich, da\u00df sie mich t\u00f6ten wollen, so vergib ihnen ihre Missetat nicht und la\u00df ihre S\u00fcnde vor dir nicht ausgetilget werden. La\u00df sie vor dir gest\u00fcrzt werden und handle mit ihnen nach deinem Zorn!\n19:1 So spricht der HERR: Gehe hin und kaufe dir einen irdenen Krug vom T\u00f6pfer samt etlichen von den \u00c4ltesten des Volks und von den \u00c4ltesten der Priester\n19:2 und gehe hinaus ins Tal Ben-Hinnom, das vor dem Ziegeltor liegt, und predige daselbst die Worte, die ich dir sage,\n19:3 und sprich: H\u00f6ret des HERRN Wort, ihr K\u00f6nige Judas und B\u00fcrger zu Jerusalem! So spricht der HERR Zebaoth, der Gott Israels: Siehe, ich will ein solch Ungl\u00fcck \u00fcber diese St\u00e4tte gehen lassen, da\u00df, wer es h\u00f6ren wird, ihm die Ohren klingen sollen,\n19:4 darum da\u00df sie mich verlassen und diese St\u00e4tte einem fremden Gott gegeben haben und andern G\u00f6ttern drinnen ger\u00e4uchert haben, die weder sie noch ihre V\u00e4ter noch die K\u00f6nige Judas gekannt haben, und haben diese St\u00e4tte voll unschuldigen Bluts gemacht.\n19:5 Denn sie haben dem Baal H\u00f6hen gebauet, ihre Kinder zu verbrennen dem Baal zu Brandopfern, welches ich ihnen weder geboten noch davon geredet habe, dazu in mein Herz nie kommen ist.\n19:6 Darum siehe, es wird die Zeit kommen, spricht der HERR, da\u00df man diese St\u00e4tte nicht mehr Thopheth noch das Tal Ben-Hinnom, sondern W\u00fcrgetal hei\u00dfen wird.\n19:7 Denn ich will den Gottesdienst Judas und Jerusalems dieses Orts zerst\u00f6ren und will sie durchs Schwert fallen lassen vor ihren Feinden unter der Hand derer, so nach ihrem Leben stehen, und will ihre Leichname den V\u00f6geln des Himmels und den Tieren auf Erden zu fressen geben;\n19:8 und will diese Stadt w\u00fcst machen und zum Spott, da\u00df alle, die vor\u00fcbergehen, werden sich verwundern \u00fcber alle ihre Plage und ihrer spotten.\n19:9 Ich will sie lassen ihrer S\u00f6hne und T\u00f6chter Fleisch fressen, und einer soll des andern Fleisch fressen in der Not und Angst, damit sie ihre Feinde und die, so nach ihrem Leben stehen, bedr\u00e4ngen werden.\n19:10 Und du sollst den Krug zerbrechen vor den M\u00e4nnern, die mit dir gegangen sind.\n19:11 Und sprich zu ihnen: So spricht der HERR Zebaoth: Eben wie man eines T\u00f6pfers Gef\u00e4\u00df zerbricht, das nicht mag wieder ganz werden, so will ich dies Volk und diese Stadt auch zerbrechen, und sollen dazu im Thopheth begraben werden, weil sonst kein Raum sein wird zu begraben.\n19:12 So will ich mit dieser St\u00e4tte, spricht der HERR, und ihren Einwohnern umgehen, da\u00df diese Stadt werden soll gleichwie Thopheth.\n19:13 Dazu sollen die H\u00e4user zu Jerusalem und die H\u00e4user der K\u00f6nige Judas ebenso unrein werden als die St\u00e4tte Thopheth, ja, alle H\u00e4user, da sie auf den D\u00e4chern ger\u00e4uchert haben allem Heer des Himmels und andern G\u00f6ttern Trankopfer geopfert haben.\n19:14 Und da Jeremia wieder von Thopheth kam, dahin ihn der HERR gesandt hatte zu weissagen, trat er in den Vorhof am Hause des HERRN und sprach zu allem Volk:\n19:15 So spricht der HERR Zebaoth, der Gott Israels: Siehe, ich will \u00fcber diese Stadt und \u00fcber alle ihre St\u00e4dte all das Ungl\u00fcck kommen lassen, das ich wider sie geredet habe, darum da\u00df sie halsstarrig sind und meine Worte nicht h\u00f6ren wollen.\n20:1 Da aber Pashur, ein Sohn Immers, des Priesters, so zum Obersten im Hause des HERRN gesetzt war, Jeremia h\u00f6rete solche Worte weissagen,\n20:2 schlug er den Propheten Jeremia und warf ihn ins Gew\u00f6lbe unter dem Obertor Benjamin, welches am Hause des HERRN ist.\n20:3 Und da es Morgen ward, zog Pashur Jeremia aus dem Gew\u00f6lbe. Da sprach Jeremia zu ihm: Der HERR hei\u00dft dich nicht Pashur, sondern Magur um und um.\n20:4 Denn so spricht der HERR: Siehe, ich will dich samt allen deinen Freunden in die Furcht geben, und sollen fallen durchs Schwert ihrer Feinde; das sollst du mit deinen Augen sehen. Und will das ganze Juda in die Hand des K\u00f6nigs zu Babel \u00fcbergeben; der soll sie wegf\u00fchren gen Babel und mit dem Schwert t\u00f6ten.\n20:5 Auch will ich alle G\u00fcter dieser Stadt samt allem, das sie gearbeitet, und alle Kleinode und alle Sch\u00e4tze der K\u00f6nige Judas in ihrer Feinde Hand geben, da\u00df sie dieselbigen rauben, nehmen und gen Babel bringen.\n20:6 Und du, Pashur, sollst mit allen deinen Hausgenossen gefangen gehen und gen Babel kommen; daselbst sollst du sterben und begraben werden samt allen deinen Freunden, welchen du L\u00fcgen predigest.\n20:7 HERR, du hast mich \u00fcberredet, und ich habe mich \u00fcberreden lassen; du bist mir zu stark gewesen und hast gewonnen. Aber ich bin dar\u00fcber zum Spott worden t\u00e4glich, und jedermann verlacht mich.\n20:8 Denn seit ich geredet, gerufen und gepredigt habe von der Plage und Verst\u00f6rung, ist mir des HERRN Wort zum Hohn und Spott worden t\u00e4glich.\n20:9 Da dachte ich: Wohlan, ich will sein nicht mehr gedenken und nicht mehr in seinem Namen predigen. Aber es ward in meinem Herzen wie ein brennend Feuer, in meinen Gebeinen verschlossen, da\u00df ich's nicht leiden konnte, und w\u00e4re schier vergangen.\n20:10 Denn ich h\u00f6re, wie mich viele schelten und allenthalben schrecken: Hui, verklaget ihn! Wir wollen ihn verklagen, sprechen alle meine Freunde und Gesellen, ob wir ihn \u00fcbervorteilen und ihm beikommen m\u00f6gen und uns an ihm r\u00e4chen.\n20:11 Aber der HERR ist bei mir wie ein starker Held, darum werden meine Verfolger fallen und nicht obliegen, sondern sollen sehr zuschanden werden, darum da\u00df sie so t\u00f6richt handeln; ewig wird die Schande sein, der man nicht vergessen wird.\n20:12 Und nun, HERR Zebaoth, der du die Gerechten pr\u00fcfest, Nieren und Herz siehest, la\u00df mich deine Rache an ihnen sehen; denn ich habe dir meine Sache befohlen.\n20:13 Singet dem HERRN, r\u00fchmet den HERRN, der des Armen Leben aus der Boshaftigen H\u00e4nden errettet!\n20:14 Verflucht sei der Tag, darin ich geboren bin; der Tag m\u00fcsse ungesegnet sein, darin mich meine Mutter geboren hat!\n20:15 Verflucht sei der, so meinem Vater gute Botschaft brachte und sprach: Du hast einen jungen Sohn, da\u00df er ihn fr\u00f6hlich machen wollte.\n20:16 Derselbige Mann m\u00fcsse sein wie die St\u00e4dte, so der HERR umgekehret und ihn nicht gereuet hat, und m\u00fcsse des Morgens h\u00f6ren ein Geschrei und des Mittags ein Heulen!\n20:17 Da\u00df du mich doch nicht get\u00f6tet hast in Mutterleibe! Da\u00df meine Mutter mein Grab gewesen, und ihr Leib ewig schwanger geblieben w\u00e4re!\n20:18 Warum bin ich doch aus Mutterleibe hervorkommen, da\u00df ich solchen Jammer und Herzeleid sehen mu\u00df und meine Tage mit Schanden zubringen?\n21:1 Dies ist das Wort, so vorn HERRN geschah zu Jeremia, da der K\u00f6nig Zedekia zu ihm sandte Pashur, den Sohn Malchias, und Zephanja, den Sohn Maesejas, des Priesters, und lie\u00df ihm sagen:\n21:2 Frage doch den HERRN f\u00fcr uns! Denn Nebukadnezar, der K\u00f6nig zu Babel, streitet wider uns, da\u00df der HERR doch mit uns tun wolle nach allen seinen Wundern, damit er von uns abz\u00f6ge.\n21:3 Jeremia sprach zu ihnen: So saget Zedekia:\n21:4 Das spricht der HERR, der Gott Israels: Siehe, ich will die Waffen zur\u00fcckwenden, die ihr in euren H\u00e4nden habt, damit ihr streitet wider den K\u00f6nig zu Babel und wider die Chald\u00e4er, welche euch drau\u00dfen an der Mauer belagert haben, und will sie zuhauf sammeln mitten in der Stadt.\n21:5 Und ich will wider euch streiten mit ausgereckter Hand, mit starkem Arm, mit gro\u00dfem Zorn, Grimm und Unbarmherzigkeit.\n21:6 Und will die B\u00fcrger dieser Stadt schlagen, beide, Menschen und Vieh, da\u00df sie sterben sollen durch eine gro\u00dfe Pestilenz.\n21:7 Und danach, spricht der HERR, will ich Zedekia, den K\u00f6nig Judas, samt seinen Knechten und dem Volk, das in dieser Stadt vor der Pestilenz, Schwert und Hunger \u00fcberbleiben wird, geben in die H\u00e4nde Nebukadnezars, des K\u00f6nigs zu Babel, und in die H\u00e4nde ihrer Feinde und in die H\u00e4nde derer, so ihnen nach dem Leben stehen, da\u00df er sie mit der Sch\u00e4rfe des Schwerts also schlage, da\u00df kein Schonen noch Gnade noch Barmherzigkeit da sei.\n21:8 Und sage diesem Volk: So spricht der HERR: Siehe, ich lege euch vor den Weg zum Leben und den Weg zum Tode.\n21:9 Wer in dieser Stadt bleibt, der wird sterben m\u00fcssen durchs Schwert, Hunger und Pestilenz; wer aber hinaus sich gibt zu den Chald\u00e4ern, die euch belagern, der soll lebendig bleiben und soll sein Leben als eine Ausbeute behalten.\n21:10 Denn ich habe mein Angesicht \u00fcber diese Stadt gerichtet zum Ungl\u00fcck und zu keinem Guten, spricht der HERR. Sie soll dem K\u00f6nige zu Babel \u00fcbergeben werden, da\u00df er sie mit Feuer verbrenne.\n21:11 Und h\u00f6ret des HERRN Wort, ihr vom Hause des K\u00f6nigs Judas!\n21:12 Du Haus David, so spricht der HERR: Haltet des Morgens Gericht und errettet den Beraubten aus des Frevlers Hand, auf da\u00df mein Grimm nicht ausfahre wie ein Feuer und brenne also, da\u00df niemand l\u00f6schen m\u00f6ge, um eures b\u00f6sen Wesens willen.\n21:13 Siehe, spricht der HERR, ich sage dir, die du wohnest im Grunde, in dem Felsen und auf der Ebene und sprichst: Wer will uns \u00fcberfallen oder in unsere Feste kommen?\n21:14 Ich will euch heimsuchen, spricht der HERR, nach der Frucht eures Tuns; ich will ein Feuer anz\u00fcnden in ihrem Walde, das soll alles umher verzehren.\n22:1 So spricht der HERR: Gehe hinab in das Haus des K\u00f6nigs Judas und rede daselbst dies Wort\n22:2 und sprich: H\u00f6re des HERRN Wort, du K\u00f6nig Judas, der du auf dem Stuhl Davids sitzest, beide, du und deine Knechte und dein Volk, die zu diesen Toren eingehen.\n22:3 So spricht der HERR: Haltet Recht und Gerechtigkeit und errettet den Beraubten von des Frevlers Hand und schindet nicht die Fremdlinge, Waisen und Witwen und tut niemand Gewalt und vergie\u00dfet nicht unschuldig Blut an dieser St\u00e4tte.\n22:4 Werdet ihr solches tun, so sollen durch die Tore dieses Hauses einziehen K\u00f6nige, die auf Davids Stuhl sitzen, beide, zu Wagen und zu Ro\u00df, samt ihren Knechten und Volk.\n22:5 Werdet ihr aber solchem nicht gehorchen, so habe ich bei mir selbst geschworen, spricht der HERR, dies Haus soll verst\u00f6ret werden.\n22:6 Denn so spricht der HERR von dem Hause des K\u00f6nigs Judas: Gilead, du bist mir das Haupt im Libanon; was gilt's, ich will dich zur W\u00fcste und die St\u00e4dte ohne Einwohner machen?\n22:7 Denn ich habe Verderber \u00fcber dich bestellet, einen jeglichen mit seinen Waffen; die sollen deine auserw\u00e4hlten Zedern umhauen und ins Feuer werfen.\n22:8 So werden viel Heiden vor dieser Stadt vor\u00fcbergehen und untereinander sagen: Warum hat der HERR mit dieser gro\u00dfen Stadt also gehandelt?\n22:9 Und man wird antworten: Darum da\u00df sie den Bund des HERRN, ihres Gottes, verlassen und andere G\u00f6tter angebetet und denselbigen gedienet haben.\n22:10 Weinet nicht \u00fcber die Toten und gr\u00e4met euch nicht darum; weinet aber \u00fcber den, der dahinzieht; denn er wird nimmer wiederkommen, da\u00df er sein Vaterland sehen m\u00f6chte.\n22:11 Denn so spricht der HERR von Sallum, dem Sohne Josias, des K\u00f6nigs Judas, welcher K\u00f6nig ist anstatt seines Vaters Josia, der von dieser St\u00e4tte hinausgezogen ist: Er wird nicht wieder herkommen,\n22:12 sondern mu\u00df sterben an dem Ort, dahin er gefangen gef\u00fchret ist, und wird dies Land nicht mehr sehen.\n22:13 Wehe dem, der sein Haus mit S\u00fcnden bauet und seine Gem\u00e4cher mit Unrecht, der seinen N\u00e4chsten umsonst arbeiten l\u00e4\u00dft und gibt ihm seinen Lohn nicht\n22:14 und denkt: Wohlan, ich will mir ein gro\u00df Haus bauen und weite Pal\u00e4ste; und l\u00e4\u00dft ihm Fenster drein bauen und mit Zedern t\u00e4feln und rot malen.\n22:15 Meinest du, du wollest K\u00f6nig sein, weil du mit Zedern prangest? Hat dein Vater nicht auch gegessen und getrunken und hielt dennoch \u00fcber dem Recht und Gerechtigkeit, und ging ihm wohl?\n22:16 Er half dem Elenden und Armen zum Recht, und ging ihm wohl. Ist's nicht also, da\u00df solches hei\u00dft mich recht erkennen? spricht der HERR.\n22:17 Aber deine Augen und dein Herz stehen nicht also, sondern auf deinem Geiz, auf unschuldig Blut zu vergie\u00dfen, zu freveln und unterzusto\u00dfen.\n22:18 Darum spricht der HERR von Jojakim, dem Sohn Josias, dem K\u00f6nige Judas: Man wird ihn nicht klagen: Ach Bruder, ach Schwester! Man wird ihn nicht klagen: Ach HERR, ach Edler!\n22:19 Er soll wie ein Esel begraben werden, zerschleift und hinausgeworfen vor die Tore Jerusalems.\n22:20 Ja, dann gehe hinauf auf den Libanon und schreie und la\u00df dich h\u00f6ren zu Basan und schreie von Abarim; denn alle deine Liebhaber sind j\u00e4mmerlich umgebracht.\n22:21 Ich habe dir's vorhergesagt, da es noch wohl um dich stund; aber du sprachest: Ich will nicht h\u00f6ren. Also hast du dein Lebetage getan, da\u00df du meiner Stimme nicht gehorchtest.\n22:22 Der Wind weidet alle deine Hirten, und deine Liebhaber ziehen gefangen dahin; da mu\u00dft du doch zu Spott und zuschanden werden um aller deiner Bosheit willen.\n22:23 Die du jetzt im Libanon wohnest und in Zedern nistest, wie sch\u00f6n wirst du sehen, wenn dir Schmerzen und Wehe kommen werden wie einer in Kindesn\u00f6ten!\n22:24 So wahr ich lebe, spricht der HERR, wenn Chanja, der Sohn Jojakims, der K\u00f6nig Judas, ein Siegelring w\u00e4re an meiner rechten Hand, so wollte ich dich doch abrei\u00dfen\n22:25 und in die H\u00e4nde geben derer, die nach deinem Leben stehen, und vor welchen du dich f\u00fcrchtest, n\u00e4mlich in die H\u00e4nde Nebukadnezars, des K\u00f6nigs zu Babel, und der Chald\u00e4er.\n22:26 Und will dich und deine Mutter, die dich geboren hat, in ein ander Land treiben, das nicht euer Vaterland ist; und sollst daselbst sterben.\n22:27 Und in das Land, da sie von Herzen gerne wieder hin w\u00e4ren, sollen sie nicht wiederkommen.\n22:28 Wie ein elender, verachteter, versto\u00dfener Mann ist doch Chanja! ein unwert Gef\u00e4\u00df! Ach, wie ist er doch samt seinem Samen so vertrieben und in ein unbekanntes Land geworfen!\n22:29 O Land, Land, Land; h\u00f6re des HERRN Wort!\n22:30 So spricht der HERR: Schreibet an diesen Mann f\u00fcr einen Verdorbenen, einen Mann, dem es sein Lebetage nicht gelinget. Denn er wird das Gl\u00fcck nicht haben, da\u00df jemand seines Samens auf dem Stuhl Davids sitze und f\u00fcrder in Juda herrsche.\n23:1 Wehe euch Hirten, die ihr die Herde meiner Weide umbringet und zerstreuet! spricht der HERR.\n23:2 Darum spricht der HERR, der Gott Israels, von den Hirten, die mein Volk weiden: Ihr habt meine Herde zerstreuet und versto\u00dfen und nicht besucht. Siehe, ich will euch heimsuchen um eures b\u00f6sen Wesens willen, spricht der HERR.\n23:3 Und ich will die \u00fcbrigen meiner Herde sammeln aus allen L\u00e4ndern, dahin ich sie versto\u00dfen habe, und will sie wiederbringen zu ihren H\u00fcrden, da\u00df sie sollen wachsen und viel werden.\n23:4 Und ich will Hirten \u00fcber sie setzen, die sie weiden sollen, da\u00df sie sich nicht mehr sollen f\u00fcrchten noch erschrecken noch heimgesucht werden, spricht der HERR.\n23:5 Siehe, es kommt die Zeit, spricht der HERR, da\u00df ich dem David ein gerecht Gew\u00e4chs erwecken will; und soll ein K\u00f6nig sein, der wohl regieren wird und Recht und Gerechtigkeit auf Erden anrichten.\n23:6 Zu derselbigen Zeit soll Juda geholfen werden, und Israel sicher wohnen. Und dies wird sein Name sein, da\u00df man ihn nennen wird: HERR, der unsere Gerechtigkeit ist.\n23:7 Darum siehe, es wird die Zeit kommen, spricht der HERR, da\u00df man nicht mehr sagen wird: So wahr der HERR lebt, der die Kinder Israel aus \u00c4gyptenland gef\u00fchret hat,\n23:8 sondern: So wahr der HERR lebt, der den Samen des Hauses Israel hat herausgef\u00fchret und gebracht aus dem Lande der Mitternacht und aus allen Landen, dahin ich sie versto\u00dfen hatte, da\u00df sie in ihrem Lande wohnen sollen.\n23:9 Wider die Propheten. Mein Herz will mir in meinem Leibe brechen, alle meine Gebeine zittern; mir ist wie einem trunkenen Manne und wie einem, der vom Wein taumelt, vor dem HERRN und vor seinen heiligen Worten,\n23:10 da\u00df das Land so voll Ehebrecher ist, da\u00df das Land so j\u00e4mmerlich stehet, da\u00df es so verflucht ist, und die Auen in der W\u00fcste verdorren; und ihr Leben ist b\u00f6se, und ihr Regiment taugt nicht.\n23:11 Denn beide, Propheten und Priester, sind Sch\u00e4lke, und finde auch in meinem Hause ihre Bosheit, spricht der HERR.\n23:12 Darum ist ihr Weg wie ein glatter Weg im Finstern, darauf sie gleiten und fallen. Denn ich will Ungl\u00fcck \u00fcber sie kommen lassen, das Jahr ihrer Heimsuchung, spricht der HERR.\n23:13 Zwar bei den Propheten zu Samaria sah ich Torheit, da\u00df sie weissageten durch Baal und verf\u00fchreten mein Volk Israel.\n23:14 Aber bei den Propheten zu Jerusalem sehe ich Greuel, wie sie ehebrechen und gehen mit L\u00fcgen um und st\u00e4rken die Boshaftigen, auf da\u00df sich ja niemand bekehre von seiner Bosheit. Sie sind alle vor mir gleichwie Sodom und ihre B\u00fcrger wie Gomorrha.\n23:15 Darum spricht der HERR Zebaoth von den Propheten also: Siehe, ich will sie mit Wermut speisen und mit Galle tr\u00e4nken; denn von den Propheten zu Jerusalem kommt Heuchelei aus ins ganze Land.\n23:16 So spricht der HERR Zebaoth: Gehorchet nicht den Worten der Propheten, so euch weissagen! Sie betr\u00fcgen euch; denn sie predigen ihres Herzens Gesicht und nicht aus des HERRN Munde.\n23:17 Sie sagen denen, die mich l\u00e4stern: Der HERR hat's gesagt, es wird euch wohlgehen. Und allen, die nach ihres Herzens D\u00fcnkel wandeln, sagen sie: Es wird kein Ungl\u00fcck \u00fcber euch kommen.\n23:18 Denn wer ist im Rat des HERRN gestanden, der sein Wort gesehen und geh\u00f6ret habe? Wer hat sein Wort vernommen und geh\u00f6ret?\n23:19 Siehe, es wird ein Wetter des HERRN mit Grimm kommen und ein schrecklich Ungewitter den Gottlosen auf den Kopf allen.\n23:20 Und des HERRN Zorn wird nicht nachlassen, bis er tue und ausrichte, was er im Sinn hat. Hernach werdet ihr's wohl erfahren.\n23:21 Ich sandte die Propheten nicht, noch liefen sie; ich redete nicht zu ihnen, noch weissagten sie.\n23:22 Denn wo sie bei meinem Rat blieben und h\u00e4tten meine Worte meinem Volk geprediget, so h\u00e4tten sie dasselbe von ihrem b\u00f6sen Wesen und von ihrem b\u00f6sen Leben bekehret.\n23:23 Bin ich nicht ein Gott, der nahe ist, spricht der HERR, und nicht ein Gott, der ferne sei?\n23:24 Meinest du, da\u00df sich jemand heimlich verbergen k\u00f6nne, da\u00df ich ihn nicht sehe? spricht der HERR. Bin ich's nicht, der Himmel und Erde f\u00fcllet? spricht der HERR.\n23:25 Ich h\u00f6re es wohl, da\u00df die Propheten predigen und falsch weissagen in meinem Namen und sprechen: Mir hat getr\u00e4umet, mir hat getr\u00e4umet!\n23:26 Wann wollen doch die Propheten aufh\u00f6ren, die falsch weissagen und ihres Herzens Tr\u00fcgerei weissagen\n23:27 und wollen, da\u00df mein Volk meines Namens vergesse \u00fcber ihren Tr\u00e4umen, die einer dem andern predigt, gleichwie ihre V\u00e4ter meines Namens verga\u00dfen \u00fcber dem Baal?\n23:28 Ein Prophet, der Tr\u00e4ume hat, der predige Tr\u00e4ume; wer aber mein Wort hat, der predige mein Wort recht. Wie reimen sich Stroh und Weizen zusammen? spricht der HERR.\n23:29 Ist mein Wort nicht wie ein Feuer, spricht der HERR, und wie ein Hammer, der Felsen zerschmei\u00dft?\n23:30 Darum siehe, ich will an die Propheten, spricht der HERR, die mein Wort stehlen einer dem andern.\n23:31 Siehe, ich will an die Propheten, spricht der HERR, die ihr eigen Wort f\u00fchren und sprechen: Er hat's gesagt.\n23:32 Siehe, ich will an die, so falsche Tr\u00e4ume weissagen, spricht der HERR, und predigen dieselben und verf\u00fchren mein Volk mit ihren L\u00fcgen und losen Teidingen, so ich sie doch nicht gesandt und ihnen nichts befohlen habe, und sie auch diesem Volk nichts n\u00fctze sind, spricht der HERR.\n23:33 Wenn dich dies Volk oder ein Prophet oder ein Priester fragen wird und sagen: Welches ist die Last des HERRN? sollst du zu ihnen sagen, was die Last sei: Ich will euch hinwerfen, spricht der HERR.\n23:34 Und wo ein Prophet oder Priester oder Volk wird sagen: Das ist die Last des HERRN, denselbigen will ich heimsuchen und sein Haus dazu.\n23:35 Also soll aber einer mit dem andern reden und untereinander sagen: Was antwortet der HERR und was sagt der HERR?\n23:36 Und nennet es nicht mehr Last des HERRN; denn einem jeglichen wird sein eigen Wort eine Last sein, weil ihr also die Worte des lebendigen Gottes, des HERRN Zebaoth, unsers Gottes, verkehret.\n23:37 Darum sollt ihr zum Propheten also sagen: Was antwortet dir der HERR und was sagt der HERR?\n23:38 Weil ihr aber sprechet: Last des HERRN, darum spricht der HERR also: Nun ihr dies Wort eine Last des HERRN nennet, und ich zu euch gesandt habe und sagen lassen, ihr sollt es nicht nennen Last des HERRN,\n23:39 siehe, so will ich euch hinwegnehmen und euch samt der Stadt, die ich euch und euren V\u00e4tern gegeben habe, von meinem Angesicht wegwerfen;\n23:40 und will euch ewige Schande und ewige Schmach zuf\u00fcgen, deren nimmer vergessen soll werden.\n24:1 Siehe, der HERR zeigte mir zween Feigenk\u00f6rbe, gestellt vor den Tempel des HERRN, nachdem der K\u00f6nig zu Babel, Nebukadnezar, hatte weggef\u00fchrt Jechanja, den Sohn Jojakims, den K\u00f6nig Judas, samt den F\u00fcrsten Judas, Zimmerleute und Schmiede von Jerusalem, und gen Babel gebracht.\n24:2 In dem einen Korbe waren sehr gute Feigen, wie die ersten reifen Feigen sind; im andern Korbe waren sehr b\u00f6se Feigen, da\u00df man sie nicht essen konnte, so b\u00f6se waren sie.\n24:3 Und der HERR sprach zu mir: Jeremia, was siehest du? Ich sprach: Feigen; die guten Feigen sind sehr gut und die b\u00f6sen sind sehr b\u00f6se, da\u00df man sie nicht essen kann, so b\u00f6se sind sie.\n24:4 Da geschah des HERRN Wort zu mir und sprach:\n24:5 So spricht der HERR, der Gott Israels: Gleichwie diese Feigen gut sind, also will ich mich gn\u00e4diglich annehmen der Gefangenen aus Juda, welche ich habe aus dieser St\u00e4tte lassen ziehen in der Chald\u00e4er Land,\n24:6 und will sie gn\u00e4diglich ansehen und will sie wieder in dies Land bringen und will sie bauen und nicht abbrechen, ich will sie pflanzen und nicht ausraufen.\n24:7 Und will ihnen ein Herz geben, da\u00df sie mich kennen sollen, da\u00df ich der HERR sei. Und sie sollen mein Volk sein, so will ich ihr Gott sein; denn sie werden sich von ganzem Herzen zu mir bekehren.\n24:8 Aber wie die b\u00f6sen Feigen so b\u00f6se sind, da\u00df man sie nicht essen kann, spricht der HERR, also will ich dahingeben Zedekia, den K\u00f6nig Judas, samt seinen F\u00fcrsten, und was \u00fcbrig ist zu Jerusalem und \u00fcbrig in diesem Lande, und die in \u00c4gyptenland wohnen.\n24:9 Ich will ihnen Ungl\u00fcck zuf\u00fcgen und sie in keinem K\u00f6nigreich auf Erden bleiben lassen, da\u00df sie sollen zuschanden werden, zum Sprichwort, zur Fabel und zum Fluch an allen Orten, dahin ich sie versto\u00dfen werde.\n24:10 Und will Schwert, Hunger und Pestilenz unter sie schicken, bis sie umkommen von dem Lande, das ich ihnen und ihren V\u00e4tern gegeben habe.\n25:1 Dies ist das Wort, welches zu Jeremia geschah \u00fcber das ganze Volk Juda im vierten Jahr Jojakims, des Sohns Josias, des K\u00f6nigs Judas (welches ist das erste Jahr Nebukadnezars, des K\u00f6nigs zu Babel),\n25:2 welches auch der Prophet Jeremia redete zu dem ganzen Volk Juda und zu allen B\u00fcrgern zu Jerusalem und sprach:\n25:3 Es ist von dem dreizehnten Jahr an Josias, des Sohns Amons, des K\u00f6nigs Judas, des HERRN Wort zu mir geschehen bis auf diesen Tag, und habe euch nun dreiundzwanzig Jahre mit Flei\u00df geprediget; aber ihr habt nie h\u00f6ren wollen.\n25:4 So hat der HERR auch zu euch gesandt alle seine Knechte, die Propheten, flei\u00dfiglich; aber ihr habt nie h\u00f6ren wollen noch eure Ohren neigen, da\u00df ihr gehorchet,\n25:5 da er sprach: Bekehret euch, ein jeglicher von seinem b\u00f6sen Wege und von eurem b\u00f6sen Wesen, so sollt ihr in dem Lande, das der HERR euch und euren V\u00e4tern gegeben hat, immer und ewiglich bleiben.\n25:6 Folget nicht andern G\u00f6ttern, da\u00df ihr ihnen dienet und sie anbetet, auf da\u00df ihr mich nicht erz\u00fcrnet durch eurer H\u00e4nde Werk, und ich euch Ungl\u00fcck zuf\u00fcgen m\u00fcsse.\n25:7 Aber ihr wolltet mir nicht gehorchen, spricht der HERR, auf da\u00df ihr mich ja wohl erz\u00fcrnetet durch eurer H\u00e4nde Werk zu eurem eigenen Ungl\u00fcck.\n25:8 Darum so spricht der HERR Zebaoth: Weil ihr denn meine Worte nicht h\u00f6ren wollt,\n25:9 siehe, so will ich ausschicken und kommen lassen alle V\u00f6lker gegen Mitternacht, spricht der HERR, auch meinen Knecht Nebukadnezar, den K\u00f6nig zu Babel, und will sie bringen \u00fcber dies Land und \u00fcber die, so drinnen wohnen, und \u00fcber all dieses Volk, so umherliegen, und will sie verbannen und verst\u00f6ren und zum Spott und ewiger W\u00fcste machen.\n25:10 Und will herausnehmen allen fr\u00f6hlichen Gesang, die Stimme des Br\u00e4utigams und der Braut, die Stimme der M\u00fchlen und Licht der Laterne,\n25:11 da\u00df dies ganze Land w\u00fcst und zerst\u00f6ret liegen soll. Und sollen diese V\u00f6lker dem K\u00f6nige zu Babel dienen siebenzig Jahre.\n25:12 Wenn aber die siebenzig Jahre um sind, will ich den K\u00f6nig zu Babel heimsuchen und all dies Volk, spricht der HERR, um ihre Missetat, dazu das Land der Chald\u00e4er, und will es zur ewigen W\u00fcste machen.\n25:13 Also will ich \u00fcber dies Land bringen alle meine Worte, die ich geredet habe wider sie, n\u00e4mlich alles, was in diesem Buch geschrieben stehet, das Jeremia geweissaget hat \u00fcber alle V\u00f6lker.\n25:14 Und sie sollen auch dienen, ob sie gleich gro\u00dfe V\u00f6lker und gro\u00dfe K\u00f6nige sind. Also will ich ihnen vergelten nach ihrem Verdienst und nach den Werken ihrer H\u00e4nde.\n25:15 Denn also spricht zu mir der HERR, der Gott Israels: Nimm diesen Becher Weins voll Zorns von meiner Hand und schenke daraus allen V\u00f6lkern, zu denen ich dich sende,\n25:16 da\u00df sie trinken, taumeln und toll werden vor dem Schwert, das ich unter sie schicken will.\n25:17 Und ich nahm den Becher von der Hand des HERRN und schenkte allen V\u00f6lkern, zu denen mich der HERR sandte,\n25:18 n\u00e4mlich Jerusalem, den St\u00e4dten Judas, ihren K\u00f6nigen und F\u00fcrsten, da\u00df sie w\u00fcst und zerst\u00f6rt liegen und ein Spott und Fluch sein sollen, wie es denn heutigestages stehet;\n25:19 auch Pharao, dem K\u00f6nige in \u00c4gypten, samt seinen Knechten, seinen F\u00fcrsten und seinem ganzen Volk;\n25:20 allen L\u00e4ndern gegen Abend, allen K\u00f6nigen im Lande Uz, allen K\u00f6nigen in der Pal\u00e4stiner Lande, samt Askalon, Gasa, Akaron und den \u00fcbrigen zu Asdod;\n25:21 denen von Edom, denen von Moab, den Kindern Ammon;\n25:22 allen K\u00f6nigen zu Tyrus, allen K\u00f6nigen zu Zidon, den K\u00f6nigen in den Inseln jenseit des Meers;\n25:23 denen von Dedan, denen von Thema, denen von Bus und allen F\u00fcrsten in den \u00d6rtern;\n25:24 allen K\u00f6nigen in Arabien, allen K\u00f6nigen gegen Abend, die in der W\u00fcste wohnen;\n25:25 allen K\u00f6nigen in Simri, allen K\u00f6nigen in Elam, allen K\u00f6nigen in Medien;\n25:26 allen K\u00f6nigen gegen Mitternacht, beide, in der N\u00e4he und Ferne, einem mit dem andern, und allen K\u00f6nigen auf Erden, die auf dem Erdboden sind. Und K\u00f6nig Sesach soll nach diesen trinken.\n25:27 Und sprich zu ihnen: So spricht der HERR Zebaoth, der Gott Israels: Trinket, da\u00df ihr trunken werdet, speiet und niederfallet und nicht aufstehen m\u00f6get vor dem Schwert, das ich unter euch schicken will.\n25:28 Und wo sie den Becher nicht wollen von deiner Hand nehmen und trinken, so sprich zu ihnen: Also spricht der HERR Zebaoth: Nun sollt ihr trinken!\n25:29 Denn siehe, in der Stadt, die nach meinem Namen genannt ist, fahe ich an zu plagen, und ihr solltet ungestraft bleiben? Ihr sollt nicht ungestraft bleiben; denn ich rufe das Schwert \u00fcber alle, die auf Erden wohnen, spricht der HERR Zebaoth.\n25:30 Und du sollst alle diese Worte ihnen weissagen und sprich zu ihnen: Der HERR wird br\u00fcllen aus der H\u00f6he und seinen Donner h\u00f6ren lassen aus seiner heiligen Wohnung; er wird br\u00fcllen \u00fcber seine H\u00fcrden; er wird singen ein Lied, wie die Weintreter, \u00fcber alle Einwohner des Landes, des Hall erschallen wird bis an der Welt Ende.\n25:31 Der HERR hat zu rechten mit den Heiden und will mit allem Fleisch Gericht halten; die Gottlosen wird er dem Schwert \u00fcbergeben, spricht der HERR.\n25:32 So spricht der HERR Zeboath: Siehe, es wird eine Plage kommen von einem Volk zum andern, und ein gro\u00df Wetter wird erweckt werden von der Seite des Landes.\n25:33 Da werden die Erschlagenen vom HERRN zur selbigen Zeit liegen von einem Ende der Erde bis ans andere Ende; die werden nicht geklaget noch aufgehoben noch begraben werden, sondern m\u00fcssen auf dem Felde liegen und zu Mist werden.\n25:34 Heulet nun, ihr Hirten, und schreiet; w\u00e4lzet euch in der Asche, ihr Gewaltigen \u00fcber die Herde! Denn die Zeit ist hie, da\u00df ihr geschlachtet und zerstreuet werdet und zerfallen m\u00fcsset, wie ein k\u00f6stlich Gef\u00e4\u00df.\n25:35 Und die Hirten werden nicht fliehen k\u00f6nnen, und die Gewaltigen \u00fcber die Herde werden nicht entrinnen k\u00f6nnen.\n25:36 Da werden die Hirten schreien, und die Gewaltigen \u00fcber die Herde werden heulen, da\u00df der HERR ihre Weide so verw\u00fcstet hat,\n25:37 und ihre Auen, die so wohl stunden, verderbet sind vor dem grimmigen Zorn des HERRN.\n25:38 Er hat seine H\u00fctte verlassen, wie ein junger L\u00f6we; und ist also ihr Land zerst\u00f6ret vor dem Zorn des Tyrannen und vor seinem grimmigen Zorn.\n26:1 Im Anfang des K\u00f6nigreiches Jojakims, des Sohns Josias, des K\u00f6nigs Judas, geschah dies Wort vom HERRN und sprach:\n26:2 So spricht der HERR: Tritt in den Vorhof am Hause des HERRN und predige allen St\u00e4dten Judas, die da hereingehen anzubeten im Hause des HERRN, alle Worte, die ich dir befohlen habe, ihnen zu sagen, und tue nichts davon,\n26:3 ob sie vielleicht h\u00f6ren wollen und sich bekehren, ein jeglicher von seinem b\u00f6sen Wesen, damit mich auch reuen m\u00f6chte das \u00dcbel, das ich gedenke, ihnen zu tun, um ihres b\u00f6sen Wandels willen.\n26:4 Und sprich zu ihnen: So spricht der HERR: Werdet ihr mir nicht gehorchen, da\u00df ihr in meinem Gesetz wandelt, das ich euch vorgelegt habe,\n26:5 da\u00df ihr h\u00f6ret die Worte meiner Knechte, der Propheten, welche ich stets zu euch gesandt habe, und ihr doch nicht h\u00f6ren wolltet,\n26:6 so will ich's mit diesem Hause machen wie mit Silo und diese Stadt zum Fluch allen Heiden auf Erden machen.\n26:7 Da nun die Priester, Propheten und alles Volk h\u00f6reten Jeremia, da\u00df er solche Worte redete im Hause des HERRN,\n26:8 und Jeremia nun ausgeredet hatte alles, was ihm der HERR befohlen hatte, allem Volk zu sagen, griffen ihn die Priester, Propheten und das ganze Volk und sprachen: Du mu\u00dft sterben!\n26:9 Warum darfst du weissagen im Namen des HERRN und sagen: Es wird diesem Hause gehen wie Silo, und diese Stadt soll so w\u00fcste werden, da\u00df niemand mehr drinnen wohne? Und das ganze Volk sammelte sich im Hause des HERRN wider Jeremia.\n26:10 Da solches h\u00f6reten die F\u00fcrsten Judas, gingen sie aus des K\u00f6nigs Hause hinauf ins Haus des HERRN und setzten sich vor das neue Tor des HERRN.\n26:11 Und die Priester und Propheten sprachen vor den F\u00fcrsten und allem Volk: Dieser ist des Todes schuldig; denn er hat geweissagt wider diese Stadt, wie ihr mit euren Ohren geh\u00f6ret habt.\n26:12 Aber Jeremia sprach zu allen F\u00fcrsten und zu allem Volk: Der HERR hat mich gesandt, da\u00df ich solches alles, das ihr geh\u00f6ret habt, sollte weissagen wider dies Haus und wider diese Stadt.\n26:13 So bessert nun euer Wesen und Wandel und gehorchet der Stimme des HERRN, eures Gottes, so wird den HERRN auch gereuen das \u00dcbel, das er wider euch geredet hat.\n26:14 Siehe, ich bin in euren H\u00e4nden; ihr m\u00f6get es machen mit mir, wie es euch recht und gut d\u00fcnkt.\n26:15 Doch sollt ihr wissen, wo ihr mich t\u00f6tet, so werdet ihr unschuldig Blut laden auf euch selbst, auf diese Stadt und ihre Einwohner. Denn wahrlich, der HERR hat mich zu euch gesandt, da\u00df ich solches alles vor euren Ohren reden sollte.\n26:16 Da sprachen die F\u00fcrsten und das ganze Volk zu den Priestern und Propheten: Dieser ist des Todes nicht schuldig; denn er hat zu uns geredet im Namen des HERRN, unsers Gottes.\n26:17 Und es stunden auf etliche der \u00c4ltesten im Lande und sprachen zum ganzen Haufen des Volks:\n26:18 Zur Zeit Hiskias, des K\u00f6nigs Judas, war ein Prophet, Micha von Maresa, und sprach zum ganzen Volk Juda: So spricht der HERR Zebaoth: Zion soll wie ein Acker gepfl\u00fcget werden, und Jerusalem ein Steinhaufen werden und der Berg des Hauses (des HERRN) zum wilden Walde.\n26:19 Noch lie\u00df ihn Hiskia, der K\u00f6nig Judas, und das ganze Juda darum nicht t\u00f6ten; ja, sie f\u00fcrchteten vielmehr den HERRN und beteten vor dem HERRN. Da reuete auch den HERRN das \u00dcbel, das er wider sie geredet hatte. Darum tun wir sehr \u00fcbel wider unsere Seelen:\n26:20 So war auch einer, der im Namen des HERRN weissagte, Uria, der Sohn Semajas, von Kiriath-Jearim. Derselbe weissagte wider diese Stadt und wider dies Land gleichwie Jeremia.\n26:21 Da aber der K\u00f6nig Jojakim und alle seine Gewaltigen und die F\u00fcrsten seine Worte h\u00f6reten, wollte ihn der K\u00f6nig t\u00f6ten lassen. Und Uria erfuhr das, f\u00fcrchtete sich und floh und zog nach \u00c4gypten.\n26:22 Aber der K\u00f6nig Jojakim schickte Leute nach \u00c4gypten, Elnathan, den Sohn Achbors, und andere mit ihm.\n26:23 Die f\u00fchreten ihn aus \u00c4gypten und brachten ihn zum K\u00f6nige Jojakim; der lie\u00df ihn mit dem Schwert t\u00f6ten und lie\u00df seinen Leichnam unter dem gemeinen P\u00f6bel begraben.\n26:24 Also war die Hand Ahikams, des Sohns Saphans, mit Jeremia, da\u00df er nicht dem Volk in die H\u00e4nde kam, da\u00df sie ihn t\u00f6teten.\n27:1 Im Anfang des K\u00f6nigreichs Jojakims, des Sohns Josias, des K\u00f6nigs Judas, geschah dies Wort vom HERRN zu Jeremia und sprach:\n27:2 So spricht der HERR zu mir: Mache dir ein Joch und h\u00e4nge es an deinen Hals.\n27:3 Und schicke es zum K\u00f6nige in Edom, zum K\u00f6nige in Moab, zum K\u00f6nige der Kinder Ammon, zum K\u00f6nige zu Tyrus und zum K\u00f6nige zu Zidon durch die Boten, so zu Zedekia, dem K\u00f6nige Judas, gen Jerusalem kommen sind.\n27:4 Und befiehl ihnen, da\u00df sie ihren HERREN sagen: So spricht der HERR Zebaoth, der Gott Israels: So sollt ihr euren HERREN sagen:\n27:5 Ich habe die Erde gemacht und Menschen und Vieh, so auf Erden sind, durch meine gro\u00dfe Kraft und ausgereckten Arm und gebe sie, wem ich will.\n27:6 Nun aber habe ich alle diese Lande gegeben in die Hand meines Knechts Nebukadnezar, des K\u00f6nigs zu Babel, und habe ihm auch die wilden Tiere auf dem Felde gegeben, da\u00df sie ihm dienen sollen.\n27:7 Und sollen alle V\u00f6lker dienen ihm und seinem Sohn und seines Sohnes Sohn, bis da\u00df die Zeit seines Landes auch komme; denn es sollen ihm viel V\u00f6lker und gro\u00dfe K\u00f6nige dienen.\n27:8 Welch Volk aber und K\u00f6nigreich dem K\u00f6nige zu Babel, Nebukadnezar, nicht dienen will, und wer seinen Hals nicht wird unter das Joch des K\u00f6nigs zu Babel geben, solch Volk will ich heimsuchen mit Schwert, Hunger und Pestilenz, spricht der HERR, bis da\u00df ich sie durch seine Hand umbringe.\n27:9 Darum so gehorchet nicht euren Propheten, Weissagern, Traumdeutern, Tagew\u00e4hlern und Zauberern, die euch sagen: Ihr werdet nicht dienen m\u00fcssen dem K\u00f6nige zu Babel.\n27:10 Denn sie weissagen euch falsch, auf da\u00df sie euch ferne aus eurem Lande bringen, und ich euch aussto\u00dfe, und ihr umkommet.\n27:11 Denn welch Volk seinen Hals ergibt unter das Joch des K\u00f6nigs zu Babel und dienet ihm, das will ich in seinem Lande lassen, da\u00df es dasselbige baue und bewohne, spricht der HERR.\n27:12 Und ich redete solches alles zu Zedekia, dem K\u00f6nige Judas, und sprach: Ergebet euren Hals unter das Joch des K\u00f6nigs zu Babel und dienet ihm und seinem Volk, so sollt ihr lebendig bleiben.\n27:13 Warum wollt ihr sterben, du und dein Volk, durch Schwert, Hunger und Pestilenz? wie denn der HERR geredet hat \u00fcber das Volk, so dem K\u00f6nige zu Babel nicht dienen will.\n27:14 Darum gehorchet nicht den Worten der Propheten, die euch sagen: Ihr werdet nicht dienen m\u00fcssen dem K\u00f6nige zu Babel. Denn sie weissagen euch falsch,\n27:15 und ich habe sie nicht gesandt, spricht der HERR; sondern sie weissagen falsch in meinem Namen, auf da\u00df ich euch aussto\u00dfe, und ihr umkommet, samt den Propheten, die euch weissagen.\n27:16 Und zu den Priestern und zu all diesem Volk redete ich und sprach: So spricht der HERR: Gehorchet nicht den Worten eurer Propheten, die euch weissagen und sprechen: Siehe, die Gef\u00e4\u00dfe aus dem Hause des HERRN werden nun bald von Babel wieder herkommen. Denn sie weissagen euch falsch.\n27:17 Gehorchet ihnen nicht, sondern dienet dem K\u00f6nige zu Babel, so werdet ihr lebendig bleiben. Warum soll doch diese Stadt zur W\u00fcste werden?\n27:18 Sind sie aber Propheten und haben sie des HERRN Wort, so la\u00dft sie den HERRN Zebaoth erbitten, da\u00df die \u00fcbrigen Gef\u00e4\u00dfe im Hause des HERRN und im Hause des K\u00f6nigs Judas und zu Jerusalem nicht auch gen Babel gef\u00fchret werden.\n27:19 Denn also spricht, der HERR Zebaoth von den S\u00e4ulen und vom Meer und von dem Gest\u00fchle und von den Gef\u00e4\u00dfen, die noch \u00fcbrig sind in dieser Stadt,\n27:20 welche Nebukadnezar, der K\u00f6nig zu Babel, nicht wegnahm, da er Jechanja, den Sohn Jojakims, den K\u00f6nig Judas, von Jerusalem wegf\u00fchrete gen Babel samt allen F\u00fcrsten in Juda und Jerusalem;\n27:21 denn so spricht der HERR Zebaoth, der Gott Israels, von den Gef\u00e4\u00dfen, die noch \u00fcbrig sind im Hause des HERRN und im Hause des K\u00f6nigs Judas und zu Jerusalem:\n27:22 Sie sollen gen Babel gef\u00fchret werden und daselbst bleiben bis auf den Tag, da ich sie heimsuche, spricht der HERR, und ich sie wiederum herauf an diesen Ort bringen lasse.\n28:1 Und im selbigen Jahr, im Anfang des K\u00f6nigreichs Zedekias, des K\u00f6nigs Judas, im f\u00fcnften Monden des vierten Jahres, sprach Hananja, der Sohn Azurs, ein Prophet von Gibeon, zu mir im Hause des HERRN in Gegenwart der Priester und alles Volks und sagte:\n28:2 So spricht der HERR Zebaoth, der Gott Israels: Ich habe das Joch des K\u00f6nigs zu Babel zerbrochen;\n28:3 und ehe zwei Jahre um sind, will ich alle Gef\u00e4\u00dfe des Hauses des HERRN, welche Nebukadnezar, der K\u00f6nig zu Babel, hat von diesem Ort weggenommen und gen Babel gef\u00fchrt, wiederum an diesen Ort bringen.\n28:4 Dazu Jechanja, den Sohn Jojakims, den K\u00f6nig Judas, samt allen Gefangenen aus Juda, die gen Babel gef\u00fchret sind, will ich auch wieder an diesen Ort bringen, spricht der HERR; denn ich will das Joch des K\u00f6nigs zu Babel zerbrechen.\n28:5 Da sprach der Prophet Jeremia zu dem Propheten Hananja in Gegenwart der Priester und des ganzen Volks, die im Hause des HERRN stunden,\n28:6 und sagte: Amen, der HERR tue also! Der HERR best\u00e4tige dein Wort, das du geweissaget hast, da\u00df er die Gef\u00e4\u00dfe aus dem Hause des HERRN von Babel wiederbringe an diesen Ort samt allen Gefangenen.\n28:7 Aber doch h\u00f6re auch dies Wort, das ich vor deinen Ohren rede und vor den Ohren des ganzen Volks:\n28:8 Die Propheten, die vor mir und vor dir gewesen sind von alters her, die haben wider viel L\u00e4nder und gro\u00dfe K\u00f6nigreiche geweissaget, von Krieg, von Ungl\u00fcck und von Pestilenz;\n28:9 wenn aber ein Prophet von Friede weissaget, den wird man kennen, ob ihn der HERR wahrhaftig gesandt hat, wenn sein Wort erf\u00fcllet wird.\n28:10 Da nahm der Prophet Hananja das Joch vom Halse des Propheten Jeremia und zerbrach's.\n28:11 Und Hananja sprach in Gegenwart des ganzen Volks: So spricht der HERR: Ebenso will ich zerbrechen das Joch Nebukadnezars, des K\u00f6nigs zu Babel, ehe zwei Jahre umkommen, vom Halse aller V\u00f6lker. Und der Prophet Jeremia ging seines Weges.\n28:12 Aber der HERRN Wort geschah zu Jeremia, nachdem der Prophet Hananja das Joch zerbrochen hatte vom Halse des Propheten Jeremia, und sprach:\n28:13 Gehe hin und sage Hananja: So spricht der HERR: Du hast das h\u00f6lzerne Joch zerbrochen; so mache nun ein eisern Joch an jenes Statt.\n28:14 Denn so spricht der HERR Zebaoth, der Gott Israels: Ein eisern Joch habe ich allen diesen V\u00f6lkern an den Hals geh\u00e4nget, damit sie dienen sollen Nebukadnezar, dem K\u00f6nige zu Babel, und m\u00fcssen ihm dienen; denn ich habe ihm auch die wilden Tiere gegeben.\n28:15 Und der Prophet Jeremia sprach zum Propheten Hananja: H\u00f6re doch, Hananja! Der HERR hat dich nicht gesandt, und du hast gemacht, da\u00df dies Volk auf L\u00fcgen sich verl\u00e4\u00dft.\n28:16 Darum spricht der HERR also: Siehe, ich will dich vom Erdboden nehmen; dies Jahr sollst du sterben; denn du hast sie mit deiner Rede vom HERRN abgewendet.\n28:17 Also starb der Prophet Hananja desselbigen Jahres im siebenten Monden.\n29:1 Dies sind die Worte im Briefe, den der Prophet Jeremia sandte von Jerusalem zu den \u00fcbrigen \u00c4ltesten die weggef\u00fchrt waren, und zu den Priestern und Propheten und zum ganzen Volk, das Nebukadnezar von Jerusalem hatte weggef\u00fchrt gen Babel\n29:2 (nachdem der K\u00f6nig Jechanja und die K\u00f6nigin mit den K\u00e4mmerern und F\u00fcrsten in Juda und Jerusalem samt den Zimmerleuten und Schmieden zu Jerusalem weg waren),\n29:3 durch Eleasa, den Sohn Saphans, und Gemarja, den Sohn Hilkias, welche Zedekia, der K\u00f6nig Judas, sandte gen Babel zu Nebukadnezar, dem K\u00f6nige zu Babel, und sprach:\n29:4 So spricht der HERR Zebaoth, der Gott Israels, zu allen Gefangenen, die ich habe von Jerusalem lassen wegf\u00fchren gen Babel:\n29:5 Bauet H\u00e4user, darin ihr wohnen m\u00f6get; pflanzet G\u00e4rten, daraus ihr die Fr\u00fcchte essen m\u00f6get;\n29:6 nehmet Weiber und zeuget S\u00f6hne und T\u00f6chter; nehmet euren S\u00f6hnen Weiber und gebet euren T\u00f6chtern M\u00e4nner, da\u00df sie S\u00f6hne und T\u00f6chter zeugen; mehret euch daselbst, da\u00df euer nicht wenig sei.\n29:7 Suchet der Stadt Bestes, dahin ich euch habe lassen wegf\u00fchren, und betet f\u00fcr sie zum HERRN; denn wenn's ihr wohlgehet, so gehet es euch auch wohl.\n29:8 Denn so spricht der HERR Zebaoth, der Gott Israels: La\u00dft euch die Propheten, die bei euch sind, und die Wahrsager nicht betr\u00fcgen und gehorchet euren Tr\u00e4umen nicht, die euch tr\u00e4umen;\n29:9 denn sie weissagen euch falsch in meinem Namen. Ich habe sie nicht gesandt, spricht der HERR.\n29:10 Denn so spricht der HERR: Wenn zu Babel siebenzig Jahre aus sind, so will ich euch besuchen und will mein gn\u00e4diges Wort \u00fcber euch erwecken, da\u00df ich euch wieder an diesen Ort bringe.\n29:11 Denn ich wei\u00df wohl, was ich f\u00fcr Gedanken \u00fcber euch habe, spricht der HERR, n\u00e4mlich Gedanken des Friedens und nicht des Leides, da\u00df ich euch gebe das Ende, des ihr wartet.\n29:12 Und ihr werdet mich anrufen und hingehen und mich bitten, und ich will euch erh\u00f6ren.\n29:13 Ihr werdet mich suchen und finden. Denn so ihr mich von ganzem Herzen suchen werdet,\n29:14 so will ich mich von euch finden lassen, spricht der HERR, und will euer Gef\u00e4ngnis wenden und euch sammeln aus allen V\u00f6lkern und von allen Orten, dahin ich euch versto\u00dfen habe, spricht der HERR; und will euch wiederum an diesen Ort bringen, von dannen ich euch habe lassen wegf\u00fchren.\n29:15 Denn ihr meinet, der HERR habe euch zu Babel Propheten auferweckt.\n29:16 Denn also spricht der HERR vom K\u00f6nige, der auf Davids Stuhl sitzt, und von allem Volk, das in dieser Stadt wohnet, n\u00e4mlich von euren Br\u00fcdern, die nicht mit euch hinaus gefangen gezogen sind;\n29:17 ja, also spricht der HERR Zebaoth: Siehe, ich will Schwert, Hunger und Pestilenz unter sie schicken und will mit ihnen umgehen wie mit den b\u00f6sen Feigen, da einem vor ekelt zu essen;\n29:18 und will hinter ihnen her sein mit Schwert, Hunger und Pestilenz; und will sie in keinem K\u00f6nigreich auf Erden bleiben lassen, da\u00df sie sollen zum Fluch, zum Wunder, zum Hohn und zum Spott unter allen V\u00f6lkern werden, dahin ich sie versto\u00dfen werde,\n29:19 darum da\u00df sie meinen Worten nicht gehorchen, spricht der HERR, der ich meine Knechte, die Propheten, zu euch stets gesandt habe; aber ihr wolltet nicht h\u00f6ren, spricht der HERR.\n29:20 Ihr aber alle, die ihr gefangen seid weggef\u00fchret, die ich von Jerusalem habe gen Babel ziehen lassen, h\u00f6ret des HERRN Wort!\n29:21 So spricht der HERR Zebaoth, der Gott Israels, wider Ahab, den Sohn Kolajas, und wider Zedekia, den Sohn Masejas, die euch falsch weissagen in meinem Namen: Siehe, ich will sie geben in die H\u00e4nde Nebukadnezars, des K\u00f6nigs zu Babel, der soll sie schlagen lassen vor euren Augen,\n29:22 da\u00df man wird aus denselbigen einen Fluch machen unter allen Gefangenen aus Juda, die zu Babel sind, und sagen: Der HERR tue dir wie Zedekia und Ahab, welche der K\u00f6nig zu Babel auf Feuer braten lie\u00df,\n29:23 darum da\u00df sie eine Torheit in Israel begingen und trieben Ehebruch mit der andern Weibern und predigten falsch in meinem Namen, das ich ihnen nicht befohlen hatte. Solches wei\u00df ich und zeuge es, spricht der HERR.\n29:24 Und wider Semaja von Nehalam sollst du sagen:\n29:25 So spricht der HERR Zebaoth, der Gott Israels: Darum da\u00df du unter deinem Namen hast Briefe gesandt zu allem Volk, das zu Jerusalem ist, und zum Priester Zephanja, dem Sohn Masejas, und zu allen Priestern und gesagt:\n29:26 Der HERR hat dich zum Priester gesetzt anstatt des Priesters Jehojada, da\u00df ihr sollt Aufseher sein im Hause des HERRN \u00fcber alle Wahnsinnigen und Weissager, da\u00df du sie in Kerker und Stock legest.\n29:27 Nun, warum strafst du denn nicht Jeremia von Anathoth, der euch weissaget,\n29:28 darum da\u00df er zu uns gen Babel geschickt hat und lassen sagen: Es wird noch lange w\u00e4hren; bauet H\u00e4user, darin ihr wohnet, und pflanzet G\u00e4rten, da\u00df ihr die Fr\u00fcchte davon esset.\n29:29 Denn Zephanja, der Priester, hatte denselben Brief gelesen und den Propheten Jeremia lassen zuh\u00f6ren.\n29:30 Darum geschah des HERRN Wort zu Jeremia und sprach:\n29:31 Sende hin zu allen Gefangenen und la\u00df ihnen sagen: So spricht der HERR wider Semaja von Nehalam: Darum da\u00df euch Semaja weissaget, und ich habe ihn doch nicht gesandt, und macht, da\u00df ihr auf L\u00fcgen vertrauet,\n29:32 darum spricht der HERR also: Siehe, ich will Semaja von Nehalam heimsuchen samt seinem Samen, da\u00df der Seinen keiner soll unter diesem Volk bleiben, und soll das Gute nicht sehen, das ich meinem Volk tun will, spricht der HERR; denn er hat sie mit seiner Rede vom HERRN abgewendet.\n30:1 Dies ist das Wort, das vom HERRN geschah zu Jeremia:\n30:2 So spricht der HERR, der Gott Israels: Schreibe dir alle Worte in ein Buch, die ich zu dir rede.\n30:3 Denn siehe, es kommt die Zeit, spricht der HERR, da\u00df ich das Gef\u00e4ngnis meines Volks, beide, Israels und Judas, wenden will, spricht der HERR, und will sie wiederbringen in das Land, das ich ihren V\u00e4tern gegeben habe, da\u00df sie es besitzen sollen.\n30:4 Dies sind aber die Worte, welche der HERR redet von Israel und Juda.\n30:5 Denn so spricht der HERR: Wir h\u00f6ren ein Geschrei des Schreckens; es ist eitel Furcht da und kein Friede.\n30:6 Aber forschet doch und sehet, ob ein Mannsbild geb\u00e4ren m\u00f6ge? Wie geht es denn zu, da\u00df ich alle M\u00e4nner sehe ihre H\u00e4nde auf ihren H\u00fcften haben, wie Weiber in Kindesn\u00f6ten, und alle Angesichte so bleich sind?\n30:7 Es ist ja ein gro\u00dfer Tag, und seinesgleichen ist nicht gewesen, und ist eine Zeit der Angst in Jakob; noch soll ihm daraus geholfen werden.\n30:8 Es soll aber geschehen zu derselbigen Zeit, spricht der HERR Zebaoth, da\u00df ich sein Joch von deinem Halse zerbrechen will und deine Bande zerrei\u00dfen, da\u00df er darin nicht mehr den Fremden dienen mu\u00df,\n30:9 sondern dem HERRN, ihrem Gott, und ihrem K\u00f6nige David, welchen ich ihnen erwecken will.\n30:10 Darum f\u00fcrchte du dich nicht, mein Knecht Jakob, spricht der HERR, und entsetze dich nicht, Israel! Denn siehe, ich will dir helfen aus fernen Landen und deinem Samen aus dem Lande ihres Gef\u00e4ngnisses, da\u00df Jakob soll wiederkommen, in Frieden leben und Gen\u00fcge haben; und niemand soll ihn schrecken.\n30:11 Denn ich bin bei dir, spricht der HERR, da\u00df ich dir helfe. Denn ich will's mit allen Heiden ein Ende machen, dahin ich dich zerstreuet habe; aber mit dir will ich's nicht ein Ende machen; z\u00fcchtigen aber will ich dich mit Ma\u00dfe, da\u00df du dich nicht unschuldig haltest.\n30:12 Denn also spricht der HERR: Dein Schade ist verzweifelt b\u00f6se, und deine Wunden sind unheilbar.\n30:13 Deine Sache handelt niemand, da\u00df er sie verb\u00e4nde; es kann dich niemand heilen.\n30:14 Alle deine Liebhaber vergessen dein, fragen nichts danach. Ich habe dich geschlagen, wie ich einen Feind schl\u00fcge, mit unbarmherziger Staupe um deiner gro\u00dfen Missetat und um deiner starken S\u00fcnden willen.\n30:15 Was schreiest du \u00fcber deinen Schaden und \u00fcber deinen verzweifelt b\u00f6sen Schmerzen? Habe ich dir doch solches getan um deiner gro\u00dfen Missetat und um deiner starken S\u00fcnden willen.\n30:16 Darum alle, die dich gefressen haben, sollen gefressen werden, und alle, die dich ge\u00e4ngstet haben, sollen alle gefangen werden, und die dich beraubet haben, sollen beraubet werden, und alle, die dich gepl\u00fcndert haben, sollen gepl\u00fcndert werden.\n30:17 Aber dich will ich wieder gesund machen und deine Wunden heilen, spricht der HERR, darum da\u00df man dich nennet die Versto\u00dfene, und Zion sei, nach der niemand frage.\n30:18 So spricht der HERR: Siehe, ich will das Gef\u00e4ngnis der H\u00fctten Jakobs wenden und mich \u00fcber seine Wohnung erbarmen; und die Stadt soll wieder auf ihre H\u00fcgel gebauet werden, und der Tempel soll stehen nach seiner Weise.\n30:19 Und soll von dannen herausgehen Lob- und Freudengesang; denn ich will sie mehren und nicht mindern; ich will sie herrlich machen und nicht kleinern.\n30:20 Ihre S\u00f6hne sollen sein gleichwie vorhin, und ihre Gemeine vor mir gedeihen; denn ich will heimsuchen alle, die sie plagen.\n30:21 Und ihr F\u00fcrst soll aus ihnen herkommen und ihr HERRSCher von ihnen ausgehen und er soll zu mir nahen; denn wer ist der, so mit willigem Herzen zu mir nahet? spricht der HERR.\n30:22 Und ihr sollt mein Volk sein, und ich will euer Gott sein.\n30:23 Siehe, es wird ein Wetter des HERRN mit Grimm kommen, ein schrecklich Ungewitter wird den Gottlosen auf den Kopf fallen.\n30:24 Denn des HERRN grimmiger Zorn wird nicht nachlassen, bis er tue und ausrichte, was er im Sinn hat. Zur letzten Zeit werdet ihr solches erfahren.\n31:1 Zur selbigen Zeit, spricht der HERR, will ich aller Geschlechter Israels Gott sein, und sie sollen mein Volk sein.\n31:2 So spricht der HERR: Das Volk, so \u00fcberblieben ist vom Schwert, hat Gnade funden in der W\u00fcste; Israel zeucht hin zu seiner Ruhe.\n31:3 Der HERR ist mir erschienen von ferne: Ich habe dich je und je geliebet, darum habe ich dich zu mir gezogen aus lauter G\u00fcte.\n31:4 Wohlan, ich will dich wiederum bauen, da\u00df du sollst gebauet hei\u00dfen. Du Jungfrau Israel, du sollst noch fr\u00f6hlich pauken und herausgehen an den Tanz.\n31:5 Du sollst wiederum Weinberge pflanzen an den Bergen Samaria; pflanzen wird man und dazu pfeifen.\n31:6 Denn es wird die Zeit noch kommen, da\u00df die H\u00fcter an dem Gebirge Ephraim werden rufen: Wohlauf und la\u00dft uns hinaufgehen gen Zion zu dem HERRN, unserm Gott!\n31:7 Denn also spricht der HERR: Rufet \u00fcber Jakob mit Freuden und jauchzet \u00fcber das Haupt unter den Heiden; rufet laut, r\u00fchmet und sprechet: HERR, hilf deinem Volk, den \u00dcbrigen in Israel!\n31:8 Siehe, ich will sie aus dem Lande der Mitternacht bringen und will sie sammeln aus den Enden der Erde, beide, Blinde, Lahme, Schwangere und Kindbetterinnen, da\u00df sie mit gro\u00dfem Haufen wieder hieher kommen sollen.\n31:9 Sie werden weinend kommen und betend, so will ich sie leiten; ich will sie leiten an den Wasserb\u00e4chen auf schlechtem Wege, da\u00df sie sich nicht sto\u00dfen; denn ich bin Israels Vater, so ist Ephraim mein erstgeborner Sohn.\n31:10 H\u00f6ret, ihr Heiden, des HERRN Wort und verk\u00fcndiget es ferne in die Inseln und sprechet: Der Israel zerstreuet hat, der wird's auch wieder sammeln, und wird sie h\u00fcten wie ein Hirte seine Herde.\n31:11 Denn der HERR wird Jakob erl\u00f6sen und von der Hand des M\u00e4chtigen erretten.\n31:12 Und sie werden kommen und auf der H\u00f6he zu Zion jauchzen und werden sich zu den Gaben des HERRN h\u00e4ufen, n\u00e4mlich zum Getreide, Most, \u00d6l und jungen Schafen und Ochsen, da\u00df ihre Seele wird sein wie ein wasserreicher Garten und nicht mehr bek\u00fcmmert sein sollen.\n31:13 Alsdann werden die Jungfrauen fr\u00f6hlich am Reigen sein, dazu die junge Mannschaft und die Alten miteinander. Denn ich will ihr Trauern in Freude verkehren und sie tr\u00f6sten und sie erfreuen nach ihrer Betr\u00fcbnis.\n31:14 Und ich will der Priester Herz voll Freude machen, und mein Volk soll meiner Gaben die F\u00fclle haben, spricht der HERR.\n31:15 So spricht der HERR: Man h\u00f6ret eine kl\u00e4gliche Stimme und bitteres Weinen auf der H\u00f6he; Rahel weinet \u00fcber ihre Kinder und will sich nicht tr\u00f6sten lassen \u00fcber ihre Kinder, denn es ist aus mit ihnen.\n31:16 Aber der HERR spricht also: la\u00df dein Schreien und Weinen und die Tr\u00e4nen deiner Augen; denn deine Arbeit wird wohl belohnet werden, spricht der HERR. Sie sollen wiederkommen aus dem Lande des Feindes.\n31:17 Und deine Nachkommen haben viel Gutes zu gewarten, spricht der HERR; denn deine Kinder sollen wieder in ihre Grenze kommen.\n31:18 Ich habe wohl geh\u00f6ret, wie Ephraim klagt: Du hast mich gez\u00fcchtiget, und ich bin auch gez\u00fcchtiget wie ein geil Kalb. Bekehre du mich, so werde ich bekehret; denn du, HERR, bist mein Gott!\n31:19 Da ich bekehret ward, tat ich Bu\u00dfe; denn nachdem ich gewitzigt bin, schlage ich mich auf die H\u00fcfte. Denn ich bin zuschanden worden und stehe schamrot; denn ich mu\u00df leiden den Hohn meiner Jugend.\n31:20 Ist nicht Ephraim mein teurer Sohn und mein trautes Kind? Denn ich denke noch wohl daran, was ich ihm geredet habe; darum bricht mir mein Herz gegen ihn, da\u00df ich mich sein erbarmen mu\u00df, spricht der HERR.\n31:21 Richte dir auf Grabzeichen, setze dir Trauermale und richte dein Herz auf die gebahnte Stra\u00dfe, darauf ich gewandelt habe. Kehre wieder, Jungfrau Israel; kehre dich wieder zu diesen deinen St\u00e4dten!\n31:22 Wie lange willst du in der Irre gehen, du abtr\u00fcnnige Tochter? Denn der HERR wird ein Neues im Lande erschaffen: das Weib wird den Mann umgeben.\n31:23 So spricht der HERR Zebaoth, der Gott Israels: Man wird noch dies Wort wieder reden im Lande Juda und in seinen St\u00e4dten, wenn ich ihr Gef\u00e4ngnis wenden werde: Der HERR segne dich, du Wohnung der Gerechtigkeit, du heiliger Berg!\n31:24 Und Juda samt allen seinen St\u00e4dten sollen drinnen wohnen, dazu Ackerleute und die mit Herden umherziehen.\n31:25 Denn ich will die m\u00fcden Seelen erquicken und die bek\u00fcmmerten Seelen s\u00e4ttigen.\n31:26 Darum bin ich aufgewacht und sah auf und habe so sanft geschlafen.\n31:27 Siehe, es kommt die Zeit, spricht der HERR, da\u00df ich das Haus Israel und das Haus Juda besamen will, beide, mit Menschen und Vieh.\n31:28 Und gleichwie ich \u00fcber sie gewacht habe, auszureuten, zu rei\u00dfen, abzubrechen, zu verderben und zu plagen, also will ich \u00fcber sie wachen, zu bauen und zu pflanzen, spricht der HERR.\n31:29 Zur selbigen Zeit wird man nicht mehr sagen: Die V\u00e4ter haben Herlinge gegessen, und der Kinder Z\u00e4hne sind stumpf worden,\n31:30 sondern ein jeglicher wird um seiner Missetat willen sterben; und welcher Mensch Herlinge isset, dem sollen seine Z\u00e4hne stumpf werden.\n31:31 Siehe, es kommt die Zeit, spricht der HERR, da will ich mit dem Hause Israel und mit dem Hause Juda einen neuen Bund machen,\n31:32 nicht wie der Bund gewesen ist, den ich mit ihren V\u00e4tern machte, da ich sie bei der Hand nahm, da\u00df ich sie aus \u00c4gyptenland f\u00fchrete, welchen Bund sie nicht gehalten haben, und ich sie zwingen mu\u00dfte, spricht der HERR,\n31:33 sondern das soll der Bund sein, den ich mit dem Hause Israel machen will nach dieser Zeit, spricht der HERR: Ich will mein Gesetz in ihr Herz geben und in ihren Sinn schreiben; und sie sollen mein Volk sein, so will ich ihr Gott sein.\n31:34 Und wird keiner den andern noch ein Bruder den andern lehren und sagen: Erkenne den HERRN! sondern sie sollen mich alle kennen, beide, klein und gro\u00df, spricht der HERR. Denn ich will ihnen ihre Missetat vergeben und ihrer S\u00fcnde nimmermehr gedenken.\n31:35 So spricht der HERR, der die Sonne dem Tage zum Licht gibt und den Mond und die Sterne nach ihrem Lauf der Nacht zum Licht, der das Meer bewegt, da\u00df seine Wellen brausen, HERR Zebaoth ist sein Name:\n31:36 Wenn solche Ordnungen abgehen vor mir, spricht der HERR, so soll auch aufh\u00f6ren der Same Israels, da\u00df er nicht mehr ein Volk vor mir sei ewiglich.\n31:37 So spricht der HERR: Wenn man den Himmel oben kann messen und den Grund der Erde erforschen, so will ich auch verwerfen den ganzen Samen Israels um alles, das sie tun, spricht der HERR.\n31:38 Siehe, es kommt die Zeit, spricht der HERR, da\u00df die Stadt des HERRN soll gebauet werden vom Turm Hananeel an bis ans Ecktor.\n31:39 Und die Richtschnur wird neben demselben weiter herausgehen bis an den H\u00fcgel Gareb und sich gen Gaath wenden.\n31:40 Und das ganze Tal der Leichen und der Asche samt dem ganzen Acker bis an den Bach Kidron, bis zu der Ecke am Ro\u00dftor gegen Morgen wird dem HERRN heilig sein, da\u00df es nimmermehr zerbrochen noch abgebrochen soll werden.\n32:1 Dies ist das Wort, das vom HERRN geschah zu Jeremia im zehnten Jahr Zedekias, des K\u00f6nigs Judas, welches ist das achtzehnte Jahr Nebukadnezars.\n32:2 Dazumal belagerte das Heer des K\u00f6nigs zu Babel Jerusalem. Aber der Prophet Jeremia lag gefangen im Vorhofe des Gef\u00e4ngnisses am Hause des K\u00f6nigs Judas,\n32:3 dahin Zedekia, der K\u00f6nig Judas, ihn hatte lassen verschlie\u00dfen und gesagt: Warum weissagest du und sprichst: So spricht der HERR: Siehe, ich gebe diese Stadt in die H\u00e4nde des K\u00f6nigs zu Babel, und er soll sie gewinnen,\n32:4 und Zedekia, der K\u00f6nig Judas, soll den Chald\u00e4ern nicht entrinnen, sondern ich will ihn dem K\u00f6nige zu Babel in die H\u00e4nde geben, da\u00df er m\u00fcndlich mit ihm reden und mit seinen Augen ihn sehen soll;\n32:5 und er wird Zedekia gen Babel f\u00fchren, da soll er auch bleiben, bis da\u00df ich ihn heimsuche, spricht der HERR; denn ob ihr schon wider die Chald\u00e4er streitet, soll euch doch nichts gelingen.\n32:6 Und Jeremia sprach: Es ist des HERRN Wort geschehen zu mir und spricht:\n32:7 Siehe, Hanameel, der Sohn Sallums, deines Vetters, kommt zu dir und wird sagen: Lieber, kaufe du meinen Acker zu Anathoth; denn du hast das n\u00e4chste Freundrecht dazu, da\u00df du ihn kaufen sollst.\n32:8 Also kam Hanameel, meines Vetters Sohn, wie der HERR gesagt hatte, zu mir vor den Hof des Gef\u00e4ngnisses und sprach zu mir: Lieber, kaufe meinen Acker zu Anathoth, der im Lande Benjamin liegt; denn du hast Erbrecht dazu und du bist der N\u00e4chste; Lieber, kaufe ihn! Da merkte ich, da\u00df es des HERRN Wort w\u00e4re,\n32:9 und kaufte den Acker von Hanameel, meines Vetters Sohn, zu Anathoth und wog ihm das Geld dar, sieben Sekel und zehn Silberlinge,\n32:10 und schrieb einen Brief und versiegelte ihn und nahm Zeugen dazu und wog das Geld dar auf einer Waage.\n32:11 Und nahm zu mir den versiegelten Kaufbrief nach dem Recht und Gewohnheit und eine offene Abschrift\n32:12 und gab den Kaufbrief Baruch, dem Sohn Nerias, des Sohns Mahasejas, in Gegenwart Hanameels, meines Vetters, und der Zeugen, die im Kaufbriefe geschrieben stunden, und aller Juden, die am Hofe des Gef\u00e4ngnisses wohneten,\n32:13 und befahl Baruch vor ihren Augen und sprach:\n32:14 So spricht der HERR Zebaoth, der Gott Israels: Nimm diese Briefe, den versiegelten Kaufbrief samt dieser offenen Abschrift und lege sie in ein irden Gef\u00e4\u00df, da\u00df sie lange bleiben m\u00f6gen.\n32:15 Denn so spricht der HERR Zebaoth, der Gott Israels: Noch soll man H\u00e4user, \u00c4cker und Weinberge kaufen in diesem Lande.\n32:16 Und da ich den Kaufbrief hatte Baruch, dem Sohn Nerias, gegeben, betete ich zum HERRN und sprach:\n32:17 Ach, HERR HERR, siehe, du hast Himmel und Erde gemacht durch deine gro\u00dfe Kraft und durch deinen ausgestreckten Arm, und ist kein Ding vor dir unm\u00f6glich;\n32:18 der du wohltust viel Tausenden und vergiltst die Missetat der V\u00e4ter in den Busen ihrer Kinder nach ihnen, du gro\u00dfer und starker Gott; HERR Zebaoth ist dein Name;\n32:19 gro\u00df von Rat und m\u00e4chtig von Tat; und deine Augen stehen offen \u00fcber alle Wege der Menschenkinder, da\u00df du einem jeglichen gebest nach seinem Wandel und nach der Frucht seines Wesens;\n32:20 der du in \u00c4gyptenland hast Zeichen und Wunder getan bis auf diesen Tag, beide, an Israel und Menschen, und hast dir einen Namen gemacht, wie er heutigestages ist,\n32:21 und hast dein Volk Israel aus \u00c4gyptenland gef\u00fchret durch Zeichen und Wunder, durch eine m\u00e4chtige Hand, durch ausgestreckten Arm und durch gro\u00df Schrecken\n32:22 und hast ihnen dies Land gegeben, welches du ihren V\u00e4tern geschworen hattest, da\u00df du es ihnen geben wolltest, ein Land, da Milch und Honig innen fleu\u00dft,\n32:23 und da sie hineinkamen und es besa\u00dfen, gehorchten sie deiner Stimme nicht, wandelten auch nicht nach deinem Gesetze, und alles, was du ihnen gebotest, da\u00df sie tun sollten, das lie\u00dfen sie, darum du auch ihnen all dies Ungl\u00fcck lie\u00dfest widerfahren:\n32:24 Siehe, diese Stadt ist belagert, da\u00df sie gewonnen und vor Schwert, Hunger und Pestilenz in der Chald\u00e4er H\u00e4nde, welche wider sie streiten, gegeben werden mu\u00df; und wie du geredet hast, so gehet es, das siehest du;\n32:25 und du, HERR HERR, sprichst zu mir: Kaufe du einen Acker um Geld und nimm Zeugen dazu, so doch die Stadt in der Chald\u00e4er H\u00e4nde gegeben wird?\n32:26 Und des HERRN Wort geschah zu Jeremia und sprach:\n32:27 Siehe, ich, der HERR, bin ein Gott alles Fleisches. Sollte mir etwas unm\u00f6glich sein?\n32:28 Darum so spricht der HERR also: Siehe, ich gebe diese Stadt in der Chald\u00e4er H\u00e4nde und in die Hand Nebukadnezars, des K\u00f6nigs zu Babel; und er soll sie gewinnen.\n32:29 Und die Chald\u00e4er so wider diese Stadt streiten, werden hereinkommen und sie mit Feuer anstecken und verbrennen samt den H\u00e4usern, da sie auf den D\u00e4chern Baal ger\u00e4uchert und andern G\u00f6ttern Trankopfer geopfert haben, auf da\u00df sie mich erz\u00fcrneten.\n32:30 Denn die Kinder Israel und die Kinder Juda haben von ihrer Jugend auf getan, das mir \u00fcbel gef\u00e4llt, und die Kinder Israel haben mich erz\u00fcrnet durch ihrer H\u00e4nde Werk, spricht der HERR.\n32:31 Denn seit der Zeit diese Stadt gebauet ist, bis auf diesen Tag, hat sie mich zornig und grimmig gemacht, da\u00df ich sie mu\u00df von meinem Angesicht wegtun\n32:32 um all der Bosheit willen der Kinder Israel und der Kinder Juda, die sie getan haben, da\u00df sie mich erz\u00fcrneten. Sie, ihre K\u00f6nige, F\u00fcrsten, Priester und Propheten, und die in Juda und Jerusalem wohnen,\n32:33 haben mir den R\u00fccken und nicht das Angesicht zugekehret, wiewohl ich sie stets lehren lie\u00df; aber sie wollten nicht h\u00f6ren noch sich bessern.\n32:34 Dazu haben sie ihre Greuel in das Haus gesetzt, das von mir den Namen hat, da\u00df sie es verunreinigten,\n32:35 und haben die H\u00f6hen des Baal gebauet im Tal Ben-Hinnom, da\u00df sie ihre S\u00f6hne und T\u00f6chter dem Moloch verbrenneten, davon ich ihnen nichts befohlen habe, und ist mir nie in Sinn kommen, da\u00df sie solchen Greuel tun sollten, damit sie Juda also zu S\u00fcnden br\u00e4chten.\n32:36 Und nun, um deswillen spricht der HERR, der Gott Israels, also von dieser Stadt, davon ihr saget, da\u00df sie werde vor Schwert, Hunger und Pestilenz in die H\u00e4nde des K\u00f6nigs zu Babel gegeben:\n32:37 Siehe, ich will sie sammeln aus allen Landen, dahin ich sie versto\u00dfe durch meinen gro\u00dfen Zorn, Grimm und Unbarmherzigkeit, und will sie wiederum an diesen Ort bringen, da\u00df sie sollen sicher wohnen.\n32:38 Und sie sollen mein Volk sein, so will ich ihr Gott sein\n32:39 und will ihnen einerlei Herz und Wesen geben, da\u00df sie mich f\u00fcrchten sollen ihr Leben lang, auf da\u00df ihnen und ihren Kindern nach ihnen wohlgehe.\n32:40 Und will einen ewigen Bund mit ihnen machen, da\u00df ich nicht will ablassen, ihnen Gutes zu tun, und will ihnen meine Furcht ins Herz geben, da\u00df sie nicht von mir weichen.\n32:41 Und soll meine Lust sein, da\u00df ich ihnen Gutes tun soll; und ich will sie in diesem Lande pflanzen, treulich, von ganzem Herzen und von ganzer Seele.\n32:42 Denn so spricht der HERR: Gleichwie ich \u00fcber dies Volk habe kommen lassen all dies gro\u00dfe Ungl\u00fcck, also will ich auch alles Gute \u00fcber sie kommen lassen, das ich ihnen geredet habe.\n32:43 Und sollen noch \u00c4cker gekauft werden in diesem Lande, davon ihr saget, es werde w\u00fcst liegen, da\u00df weder Leute noch Vieh drinnen bleibe, und werde in der Chald\u00e4er H\u00e4nde gegeben.\n32:44 Dennoch wird man \u00c4cker um Geld kaufen und verbriefen, versiegeln und bezeugen im Lande Benjamin und um Jerusalem her und in den St\u00e4dten Judas, in St\u00e4dten auf den Gebirgen, in St\u00e4dten in Gr\u00fcnden und in St\u00e4dten gegen Mittag. Denn ich will ihr Gef\u00e4ngnis wenden, spricht der HERR.\n33:1 Und des HERRN Wort geschah zu Jeremia zum andernmal, da er noch im Vorhof des Gef\u00e4ngnisses verschlossen war, und sprach:\n33:2 So spricht der HERR, der solches macht, tut und ausrichtet; HERR ist sein Name:\n33:3 Rufe mich, so will ich dir antworten und will dir anzeigen gro\u00dfe und gewaltige Dinge, die du nicht wei\u00dft.\n33:4 Denn so spricht der HERR, der Gott Israels, von den H\u00e4usern dieser Stadt und von den H\u00e4usern der K\u00f6nige Judas, welche abgebrochen sind, Bollwerk zu machen zur Wehre,\n33:5 und von denen, so hereinkommen sind, da\u00df sie wider die Chald\u00e4er streiten m\u00f6gen, da\u00df sie dieselbigen f\u00fcllen m\u00fcssen mit toten Leichnamen, welche ich in meinem Zorn und Grimm erschlagen will; denn ich habe mein Angesicht von dieser Stadt verborgen um aller ihrer Bosheit willen:\n33:6 Siehe, ich will sie heilen und gesund machen und will sie des Gebets um Frieden und Treue gew\u00e4hren.\n33:7 Denn ich will das Gef\u00e4ngnis Judas und das Gef\u00e4ngnis Israels wenden und will sie bauen wie von Anfang;\n33:8 und will sie reinigen von aller Missetat, damit sie wider mich ges\u00fcndiget haben, und will ihnen vergeben alle Missetat, damit sie wider mich ges\u00fcndigt und \u00fcbertreten haben.\n33:9 Und das soll mir ein fr\u00f6hlicher Name, Ruhm und Preis sein unter allen Heiden auf Erden, wenn sie h\u00f6ren werden all das Gute, das ich ihnen tue. Und werden sich verwundern und entsetzen \u00fcber all dem Guten und \u00fcber all dem Frieden, den ich ihnen geben will.\n33:10 So spricht der HERR: An diesem Ort, davon ihr saget: Er ist w\u00fcst, weil weder Leute noch Vieh in den St\u00e4dten Judas und auf den Gassen zu Jerusalem bleibet, die so verw\u00fcstet sind, da\u00df weder Leute noch B\u00fcrger noch Vieh drinnen ist,\n33:11 wird man dennoch wiederum h\u00f6ren Geschrei von Freude und Wonne, die Stimme des Br\u00e4utigams und der Braut und die Stimme derer, so da sagen: Danket dem HERRN Zebaoth, da\u00df er so gn\u00e4dig ist und tut immerdar Gutes! und derer, so da Dankopfer bringen zum Hause des HERRN. Denn ich will des Landes Gef\u00e4ngnis wenden wie von Anfang, spricht der HERR.\n33:12 So spricht der HERR Zebaoth: An diesem Ort, der so w\u00fcst ist, da\u00df weder Leute noch Vieh drinnen sind, und in allen seinen St\u00e4dten werden dennoch wiederum Hirtenh\u00e4user sein, die da Herden weiden,\n33:13 beide, in St\u00e4dten auf den Gebirgen und in St\u00e4dten in Gr\u00fcnden und in St\u00e4dten gegen Mittag, im Lande Benjamin und um Jerusalem her und in St\u00e4dten Judas; es sollen dennoch wiederum die Herden gez\u00e4hlet aus- und eingehen, spricht der HERR.\n33:14 Siehe, es kommt die Zeit, spricht der HERR, da\u00df ich das gn\u00e4dige Wort erwecken will, welches ich dem Hause Israel und dem Hause Juda geredet habe.\n33:15 In denselbigen Tagen und zur selbigen Zeit will ich dem David ein gerecht Gew\u00e4chs aufgehen lassen; und soll ein K\u00f6nig sein, der wohl regieren wird, und soll Recht und Gerechtigkeit anrichten auf Erden.\n33:16 Zur selbigen Zeit soll Juda geholfen werden und Jerusalem sicher wohnen; und man wird ihn nennen: Der HERR, der unsere Gerechtigkeit ist.\n33:17 Denn so spricht der HERR: Es soll nimmermehr fehlen, es soll einer von David sitzen auf dem Stuhl des Hauses Israel.\n33:18 Desgleichen soll's nimmermehr fehlen, es sollen Priester und Leviten sein vor mir, die da Brandopfer tun und Speisopfer anz\u00fcnden und Opfer schlachten ewiglich.\n33:19 Und des HERRN Wort geschah zu Jeremia und sprach:\n33:20 So spricht der HERR: Wenn mein Bund aufh\u00f6ren wird mit dem Tage und Nacht, da\u00df nicht Tag und Nacht sei zu seiner Zeit,\n33:21 so wird auch mein Bund aufh\u00f6ren mit meinem Knechte David, da\u00df er nicht einen Sohn habe zum K\u00f6nige auf seinem Stuhl, und mit den Leviten und Priestern, meinen Dienern.\n33:22 Wie man des Himmels Heer nicht z\u00e4hlen noch den Sand am Meer nicht messen kann, also will ich mehren den Samen Davids, meines Knechts, und die Leviten, die mir dienen.\n33:23 Und des HERRN Wort geschah zu Jeremia und sprach:\n33:24 Hast du nicht gesehen, was dies Volk redet und spricht: Hat doch der HERR auch die zwei Geschlechter verworfen, welche er auserw\u00e4hlet hatte; und l\u00e4stern mein Volk, als sollten sie nicht mehr mein Volk sein.\n33:25 So spricht der HERR: Halte ich meinen Bund nicht mit Tag und Nacht noch die Ordnung des Himmels und der Erde,\n33:26 so will ich auch verwerfen den Samen Jakobs und Davids, meines Knechts, da\u00df ich nicht aus ihrem Samen nehme, die da herrschen \u00fcber den Samen Abrahams, Isaaks und Jakobs. Denn ich will ihr Gef\u00e4ngnis wenden und mich \u00fcber sie erbarmen.\n34:1 Dies ist das Wort, das vom HERRN geschah zu Jeremia, da Nebukadnezar, der K\u00f6nig zu Babel, samt all seinem Heer und allen K\u00f6nigreichen auf Erden, so unter seiner Gewalt waren, und allen V\u00f6lkern stritten wider Jerusalem und alle ihre St\u00e4dte, und sprach:\n34:2 So spricht der HERR, der Gott Israels: Gehe hin und sage Zedekia, dem K\u00f6nige Judas, und sprich zu ihm: So spricht der HERR: Siehe, ich will diese Stadt in die H\u00e4nde des K\u00f6nigs zu Babel geben, und er soll sie mit Feuer verbrennen.\n34:3 Und du sollst seiner Hand nicht entrinnen, sondern gegriffen und in seine Hand gegeben werden, da\u00df du ihn mit Augen sehen und m\u00fcndlich mit ihm reden wirst und gen Babel kommen.\n34:4 So h\u00f6re doch, Zedekia, du K\u00f6nig Judas, des HERRN Wort! So spricht der HERR von dir: Du sollst nicht durchs Schwert sterben\n34:5 sondern du sollst im Frieden sterben. Und wie man \u00fcber deine V\u00e4ter, die vorigen K\u00f6nige, so vor dir gewesen sind, gebrannt hat, so wird man auch \u00fcber dich brennen und dich klagen: Ach, HERR! Denn ich habe es geredet, spricht der HERR.\n34:6 Und der Prophet Jeremia redete alle diese Worte zu Zedekia, dem K\u00f6nige Judas, zu Jerusalem,\n34:7 da das Heer des K\u00f6nigs zu Babel schon stritt wider Jerusalem und wider alle \u00fcbrigen St\u00e4dte Judas, n\u00e4mlich wider Lachis und Aseka; denn diese waren, als die festen St\u00e4dte, noch \u00fcberblieben unter den St\u00e4dten Judas.\n34:8 Dies ist das Wort, so vom HERRN geschah zu Jeremia, nachdem der K\u00f6nig Zedekia einen Bund gemacht hatte mit dem ganzen Volk zu Jerusalem, ein Freijahr auszurufen,\n34:9 da\u00df ein jeglicher seinen Knecht und ein jeglicher seine Magd, so Ebr\u00e4er und Ebr\u00e4erinnen w\u00e4ren, sollte freigeben, da\u00df kein Jude den andern unter denselben leibeigen hielte.\n34:10 Da gehorchten alle F\u00fcrsten und alles Volk, die solchen Bund eingegangen waren, da\u00df ein jeglicher sollte seinen Knecht und seine Magd freigeben und sie nicht mehr leibeigen halten, und gaben sie los.\n34:11 Aber danach kehreten sie sich um und forderten die Knechte und M\u00e4gde wieder zu sich, die sie freigegeben hatten, und zwangen sie, da\u00df sie Knechte und M\u00e4gde sein mu\u00dften.\n34:12 Da geschah des HERRN Wort zu Jeremia vom HERRN und sprach:\n34:13 So spricht der HERR, der Gott Israels: Ich habe einen Bund gemacht mit euren V\u00e4tern, da ich sie aus \u00c4gyptenland, aus dem Diensthause, f\u00fchrete, und sprach:\n34:14 Wenn sieben Jahre um sind, so soll ein jeglicher seinen Bruder, der ein Ebr\u00e4er ist und sich ihm verkauft und sechs Jahre gedienet hat, frei von sich lassen. Aber eure V\u00e4ter gehorchten mir nicht und neigten ihre Ohren nicht.\n34:15 So habt ihr euch heute bekehret und getan, das mir wohlgefiel, da\u00df ihr ein Freijahr lie\u00dfet ausrufen, ein jeglicher seinem N\u00e4chsten, und habt des einen Bund gemacht vor mir im Hause, das nach meinem Namen genannt ist.\n34:16 Aber ihr seid umgeschlagen und entheiliget meinen Namen; und ein jeglicher fordert seinen Knecht und seine Magd wieder, die ihr hattet freigegeben, da\u00df sie ihr selbst eigen w\u00e4ren, und zwinget sie nun, da\u00df sie eure Knechte und M\u00e4gde sein m\u00fcssen.\n34:17 Darum spricht der HERR also: Ihr gehorchet mir nicht, da\u00df ihr ein Freijahr ausriefet, ein jeglicher seinem Bruder und seinem N\u00e4chsten; siehe, so rufe ich, spricht der HERR, euch ein Freijahr aus zum Schwert, zur Pestilenz, zum Hunger und will euch in keinem K\u00f6nigreich auf Erden bleiben lassen.\n34:18 Und will die Leute, so meinen Bund \u00fcbertreten und die Worte des Bundes, den sie vor mir gemacht haben, nicht halten, so machen wie das Kalb, das sie in zwei St\u00fccke geteilet haben und zwischen den Teilen hingegangen sind,\n34:19 n\u00e4mlich die F\u00fcrsten Judas, die F\u00fcrsten Jerusalems, die K\u00e4mmerer, die Priester und das ganze Volk im Lande, so zwischen des Kalbes St\u00fccken hingegangen sind.\n34:20 Und will sie geben in ihrer Feinde Hand und derer, die ihnen nach dem Leben stehen, da\u00df ihre Leichname sollen den V\u00f6geln unter dem Himmel und den Tieren auf Erden zur Speise werden.\n34:21 Und Zedekia, den K\u00f6nig Judas, und seine F\u00fcrsten will ich geben in die H\u00e4nde ihrer Feinde und derer, die ihnen nach dem Leben stehen, und dem Heer des K\u00f6nigs zu Babel, die jetzt von euch abgezogen sind.\n34:22 Denn siehe, ich will ihnen befehlen, spricht der HERR, und will sie wieder vor diese Stadt bringen, und sollen wider sie streiten und sie gewinnen und mit Feuer verbrennen; und will die St\u00e4dte Judas verw\u00fcsten, da\u00df niemand mehr da wohnen soll.\n35:1 Dies ist das Wort, das vom HERRN geschah zu Jeremia zur Zeit Jojakims, des Sohns Josias, des K\u00f6nigs Judas, und sprach:\n35:2 Gehe hin in der Rechabiter Haus und rede mit ihnen und f\u00fchre sie in des HERRN Haus in der Kapellen eine, und schenke ihnen Wein.\n35:3 Da nahm ich Jasanja, den Sohn Jeremias, des Sohns Habazinjas, samt seinen Br\u00fcdern und allen seinen S\u00f6hnen und das ganze Haus der Rechabiter\n35:4 und f\u00fchrete sie in des HERRN Haus, in die Kapelle der Kinder Hanans, des Sohns Jegdaljas, des Mannes Gottes, welche neben der F\u00fcrsten Kapelle ist, \u00fcber der Kapelle Masejas, des Sohns Sallums, des Torh\u00fcters.\n35:5 Und ich setzte den Kindern von der Rechabiter Hause Becher voll Weins und Schalen vor und sprach zu ihnen: Trinket Wein!\n35:6 Sie aber antworteten: Wir trinken nicht Wein; denn unser Vater Jonadab, der Sohn Rechabs, hat uns geboten und gesagt: Ihr und eure Kinder sollet nimmermehr keinen Wein trinken\n35:7 und kein Haus bauen, keinen Samen s\u00e4en, keinen Weinberg pflanzen noch haben, sondern sollet in H\u00fctten wohnen euer Leben lang, auf da\u00df ihr lange lebet im Lande, darin ihr wallet.\n35:8 Also gehorchen wir der Stimme unsers Vaters Jonadab, des Sohns Rechabs, in allem, das er uns geboten hat, da\u00df wir keinen Wein trinken unser Leben lang, weder wir noch unsere Weiber noch S\u00f6hne noch T\u00f6chter,\n35:9 und bauen auch keine H\u00e4user, darin wir wohneten, und haben weder Weinberge noch \u00c4cker noch Samen,\n35:10 sondern wohnen in H\u00fctten und gehorchen und tun alles, wie unser Vater Jonadab geboten hat.\n35:11 Als aber Nebukadnezar der K\u00f6nig zu Babel, herauf ins Land zog, sprachen wir: Kommt, la\u00dft uns gen Jerusalem ziehen vor dem Heer der Chald\u00e4er und Syrer; und sind also zu Jerusalem geblieben.\n35:12 Da geschah des HERRN Wort zu Jeremia und sprach:\n35:13 So spricht der HERR Zebaoth, der Gott Israels: Gehe hin und sprich zu denen in Juda und zu den B\u00fcrgern zu Jerusalem: Wollt ihr euch denn nicht bessern, da\u00df ihr meinen Worten gehorchet? spricht der HERR.\n35:14 Die Worte Jonadabs, des Sohns Rechabs, die er seinen Kindern geboten hat da\u00df sie nicht sollen Wein trinken, werden gehalten; und trinken keinen Wein bis auf diesen Tag, darum da\u00df sie ihres Vaters Gebot gehorchen. Ich aber habe stets euch predigen lassen; doch gehorchet ihr mir nicht.\n35:15 So habe ich auch stets zu euch gesandt alle meine Knechte, die Propheten, und lassen sagen: Bekehret euch, ein jeglicher von seinem b\u00f6sen Wesen, und bessert euren Wandel und folget nicht andern G\u00f6ttern nach, ihnen zu dienen, so sollt ihr im Lande bleiben, welches ich euch und euren V\u00e4tern gegeben habe. Aber ihr wolltet eure Ohren nicht neigen noch mir gehorchen,\n35:16 so doch die Kinder Jonadabs, des Sohns Rechabs, haben ihres Vaters Gebot, das er ihnen geboten hat, gehalten. Aber dies Volk gehorchet mir nicht.\n35:17 Darum so spricht der HERR, der Gott Zebaoth und der Gott Israels: Siehe, ich will \u00fcber Juda und \u00fcber alle B\u00fcrger zu Jerusalem kommen lassen all das Ungl\u00fcck, das ich wider sie geredet habe, darum da\u00df ich zu ihnen geredet habe, und sie nicht wollen h\u00f6ren, ich habe gerufen, und sie mir nicht wollen antworten.\n35:18 Und zum Hause der Rechabiter sprach Jeremia: So spricht der HERR Zebaoth, der Gott Israels: Darum da\u00df ihr dem Gebot eures Vaters Jonadab habt gehorchet und alle seine Gebote gehalten und alles getan, was er euch geboten hat,\n35:19 darum spricht der HERR Zebaoth, der Gott Israels, also: Es soll dem Jonadab, dem Sohn Rechabs, nimmer fehlen, es soll jemand von den Seinen allezeit vor mir stehen.\n36:1 Im vierten Jahr Jojakims, des Sohns Josias, des K\u00f6nigs Judas, geschah dies Wort zu Jeremia vom HERRN und sprach:\n36:2 Nimm ein Buch und schreibe darein alle Reden, die ich zu dir geredet habe \u00fcber Israel, \u00fcber Juda und alle V\u00f6lker von der Zeit an, da ich zu dir geredet habe, n\u00e4mlich von der Zeit Josias an bis auf diesen Tag,\n36:3 ob vielleicht das Haus Juda, wo sie h\u00f6ren all das Ungl\u00fcck, das ich ihnen gedenke zu tun, sich bekehren wollten, ein jeglicher von seinem b\u00f6sen Wesen, damit ich ihnen ihre Missetat und S\u00fcnde vergeben k\u00f6nnte.\n36:4 Da rief Jeremia Baruch, den Sohn Nerias. Derselbige Baruch schrieb in ein Buch aus dem Munde Jeremias alle Reden des HERRN, die er zu ihm geredet hatte.\n36:5 Und Jeremia gebot Baruch und sprach: Ich bin gefangen, da\u00df ich nicht kann in des HERRN Haus gehen.\n36:6 Du aber gehe hinein und lies das Buch, darein du des HERRN Reden aus meinem Munde geschrieben hast, vor dem Volk im Hause des HERRN am Fasttage; und sollst sie auch lesen vor den Ohren des ganzen Juda, die aus ihren St\u00e4dten hereinkommen,\n36:7 ob sie vielleicht sich mit Beten vor dem HERRN dem\u00fctigen wollten und sich bekehren, ein jeglicher von seinem b\u00f6sen Wesen; denn der Zorn und Grimm ist gro\u00df, davon der HERR wider dies Volk geredet hat.\n36:8 Und Baruch, der Sohn Nerias, tat alles, wie ihm der Prophet Jeremia befohlen hatte, da\u00df er die Reden des HERRN aus dem Buch l\u00e4se im Hause des HERRN.\n36:9 Es begab sich aber im f\u00fcnften Jahr Jojakims, des Sohns Josias, des K\u00f6nigs Judas, im neunten Monden, da\u00df man ein Fasten verk\u00fcndigte vor dem HERRN allem Volk zu Jerusalem und allem Volk, das aus den St\u00e4dten Judas gen Jerusalem kommt.\n36:10 Und Baruch las aus dem Buch die Reden Jeremias im Hause des HERRN, in der Kapelle Gemarjas, des Sohns Saphans, des Kanzlers, im obern Vorhofe vor dem neuen Tor am Hause des HERRN, vor dem ganzen Volk.\n36:11 Da nun Michaja, der Sohn Gemarjas, des Sohns Saphans, alle Reden des HERRN geh\u00f6ret hatte aus dem Buch,\n36:12 ging er hinab in des K\u00f6nigs Haus, in die Kanzlei. Und siehe, daselbst sa\u00dfen alle F\u00fcrsten: Elisama, der Kanzler, Delaja, der Sohn Semajas, Elnathan, der Sohn Achbors, Gemarja, der Sohn Saphans, und Zedekia, der Sohn Hananjas, samt allen F\u00fcrsten.\n36:13 Und Michaja zeigte ihnen an alle Reden, die er geh\u00f6ret hatte, da Baruch las aus dem Buch vor den Ohren des Volks.\n36:14 Da sandten alle F\u00fcrsten Judi, den Sohn Nethanjas, des Sohns Selemjas, des Sohns Chusis, nach Baruch und lie\u00dfen ihm sagen:. Nimm das Buch, daraus du vor dem Volk gelesen hast, mit dir und komm! Und Baruch, der Sohn Nerias, nahm das Buch mit sich und kam zu ihnen.\n36:15 Und sie sprachen zu ihm: Setze dich und lies, da\u00df wir's h\u00f6ren! Und Baruch las ihnen vor ihren Ohren.\n36:16 Und da sie alle die Reden h\u00f6reten, entsetzten sie sich einer gegen den andern und sprachen zu Baruch: Wir wollen alle diese Reden dem K\u00f6nige anzeigen.\n36:17 Und fragten den Baruch: Sage uns, wie hast du alle diese Reden aus seinem Munde geschrieben?\n36:18 Baruch sprach zu ihnen: Er las mir alle diese Reden aus seinem Munde, und ich schrieb sie mit Tinte ins Buch.\n36:19 Da sprachen die F\u00fcrsten zu Baruch: Gehe hin und verbirg dich mit Jeremia, da\u00df niemand wisse, wo ihr seid!\n36:20 Sie aber gingen hinein zum K\u00f6nige in den Vorhof und lie\u00dfen das Buch behalten in der Kammer Elisamas, des Kanzlers, und sagten vor dem K\u00f6nige an alle diese Reden.\n36:21 Da sandte der K\u00f6nig den Judi, das Buch zu holen. Derselbige nahm es aus der Kammer Elisamas, des Kanzlers. Und Judi las vor dem K\u00f6nige und allen F\u00fcrsten, die bei dem K\u00f6nige stunden.\n36:22 Der K\u00f6nig aber sa\u00df im Winterhause, im neunten Monden, vor dem Kamin.\n36:23 Als aber Judi drei oder vier Blatt gelesen hatte, zerschnitt er's mit einem Schreibmesser und warf es ins Feuer, das im Kaminherde war, bis das Buch ganz verbrannte im Feuer.\n36:24 Und niemand entsetzte sich noch zerri\u00df seine Kleider, weder der K\u00f6nig noch seine Knechte, so doch alle diese Reden geh\u00f6ret hatten.\n36:25 Wiewohl Elnathan, Delaja und Gemarja baten den K\u00f6nig, er wollte das Buch nicht verbrennen; aber er gehorchte ihnen nicht.\n36:26 Dazu gebot noch der K\u00f6nig Jerahmeel, dem Sohn Hamelechs, und Seraja, dem Sohn Asriels, und Selemja, dem Sohn Abdeels, sie sollten Baruch, den Schreiber, und Jeremia, den Propheten, greifen. Aber der HERR hatte sie verborgen.\n36:27 Da geschah des HERRN Wort zu Jeremia, nachdem der K\u00f6nig das Buch und die Reden, so Baruch hatte geschrieben aus dem Munde Jeremias, verbrannt hatte, und sprach:\n36:28 Nimm dir wiederum ein ander Buch und schreibe alle vorigen Reden darein, die im ersten Buch stunden, welches Jojakim, der K\u00f6nig Judas, verbrannt hat,\n36:29 und sage von Jojakim, dem K\u00f6nige Judas: So spricht der HERR; Du hast dies Buch verbrannt und gesagt: Warum hast du darein geschrieben, da\u00df der K\u00f6nig von Babel werde kommen und dies Land verderben und machen, da\u00df weder Leute noch Vieh drinnen mehr sein werden?\n36:30 Darum spricht der HERR von Jojakim, dem K\u00f6nige Judas: Er soll keiner von den Seinen auf dem Stuhl Davids sitzen, und sein Leichnam soll hingeworfen des Tages in der Hitze und des Nachts in dem Frost liegen.\n36:31 Und ich will ihn und seinen Samen und seine Knechte heimsuchen um ihrer Missetat willen. Und ich will \u00fcber sie und \u00fcber die B\u00fcrger zu Jerusalem und \u00fcber die in Juda kommen lassen all das Ungl\u00fcck, das ich ihnen geredet habe, und sie doch nicht gehorchen.\n36:32 Da nahm Jeremia ein ander Buch und gab es Baruch, dem Sohn Nerias, dem Schreiber. Der schrieb darein aus dem Munde Jeremias alle die Reden, so in dem Buch stunden, das Jojakim, der K\u00f6nig Judas, hatte mit Feuer verbrennen lassen; und \u00fcber dieselbigen wurden der Reden noch viel mehr, denn jener waren.\n37:1 Und Zedekia, der Sohn Josias, ward K\u00f6nig anstatt Jechanjas, des Sohns Jojakims; denn Nebukadnezar, der K\u00f6nig zu Babel, machte ihn zum K\u00f6nige im Lande Juda.\n37:2 Aber er und seine Knechte und das Volk im Lande gehorchten nicht des HERRN Worten, die er durch den Propheten Jeremia redete.\n37:3 Es sandte gleichwohl der K\u00f6nig Zedekia Juchal, den Sohn Selemjas, und Zephanja, den Sohn Masejas, den Priester, zum Propheten Jeremia und lie\u00df ihm sagen: Bitte den HERRN, unsern Gott, f\u00fcr uns!\n37:4 Denn Jeremia ging nun unter dem Volk aus und ein, und legte ihn niemand ins Gef\u00e4ngnis.\n37:5 So war das Heer Pharaos aus \u00c4gypten gezogen, und die Chald\u00e4er, so vor Jerusalem gelegen, da sie solch Ger\u00fccht geh\u00f6rt hatten, waren von Jerusalem abgezogen.\n37:6 Und des HERRN Wort geschah zum Propheten Jeremia und sprach:\n37:7 So spricht der HERR, der Gott Israels: So saget dem K\u00f6nige Judas, der euch zu mir gesandt hat, mich zu fragen: Siehe, das Heer Pharaos, das euch zu Hilfe ist ausgezogen, wird wiederum heim nach \u00c4gypten ziehen,\n37:8 und die Chald\u00e4er werden wieder kommen und wider diese Stadt streiten und sie gewinnen und mit Feuer verbrennen.\n37:9 Darum spricht der HERR also: Betr\u00fcget eure Seelen nicht, da\u00df ihr denket, die Chald\u00e4er werden von uns abziehen. Sie werden nicht abziehen.\n37:10 Und wenn ihr schon schl\u00fcget das ganze Heer der Chald\u00e4er, so wider euch streiten, und blieben ihrer etliche verwundet \u00fcber, so w\u00fcrden sie doch ein jeglicher in seinem Gezelt sich aufmachen und diese Stadt mit Feuer verbrennen.\n37:11 Als nun der Chald\u00e4er Heer von Jerusalem war abgezogen um des Heers willen Pharaos,\n37:12 ging Jeremia aus Jerusalem und wollte ins Land Benjamin gehen, \u00c4cker zu bestellen unter dem Volk.\n37:13 Und da er unter das Tor Benjamin kam, da war einer bestellet zum Torh\u00fcter mit Namen Jeria, der Sohn Selemjas, des Sohns Hananjas; derselbige griff den Propheten Jeremia und sprach: Du willst zu den Chald\u00e4ern fallen.\n37:14 Jeremia sprach: Das ist nicht wahr, ich will nicht zu den Chald\u00e4ern fallen. Aber Jeria wollte ihn nicht h\u00f6ren, sondern griff Jeremia und brachte ihn zu den F\u00fcrsten.\n37:15 Und die F\u00fcrsten wurden zornig \u00fcber Jeremia und lie\u00dfen ihn schlagen und warfen ihn ins Gef\u00e4ngnis im Hause Jonathans, des Schreibers; denselbigen setzten sie zum Kerkermeister.\n37:16 Also ging Jeremia in die Grube und Kerker und lag lange Zeit daselbst.\n37:17 Und Zedekia, der K\u00f6nig, sandte hin und lie\u00df ihn holen und fragte ihn heimlich in seinem Hause und sprach: Ist auch ein Wort vom HERRN vorhanden? Jeremia sprach: Ja, denn du wirst dem K\u00f6nige zu Babel in die H\u00e4nde gegeben werden.\n37:18 Und Jeremia sprach zum K\u00f6nige Zedekia: Was habe ich wider dich, wider deine Knechte und wider dies Volk ges\u00fcndiget, da\u00df sie mich in den Kerker geworfen haben?\n37:19 Wo sind nun eure Propheten, die euch weissagten und sprachen: Der K\u00f6nig zu Babel wird nicht \u00fcber euch noch \u00fcber dies Land kommen?\n37:20 Und nun, mein HERR K\u00f6nig, h\u00f6re mich und la\u00df meine Bitte vor dir gelten und la\u00df mich nicht wieder in Jonathans, des Schreibers, Haus bringen, da\u00df ich nicht sterbe daselbst.\n37:21 Da befahl der K\u00f6nig Zedekia, da\u00df man Jeremia im Vorhofe des Gef\u00e4ngnisses behalten sollte, und lie\u00df ihm des Tages ein Laiblein Brot geben aus der B\u00e4ckergasse, bis da\u00df alles Brot in der Stadt auf war. Also blieb Jeremia im Vorhofe des Gef\u00e4ngnisses.\n38:1 Es h\u00f6reten aber Saphatja, der Sohn Mathans, und Gedalja, der Sohn Pashurs, und Juchal, der Sohn Selemjas, und Pashur, der Sohn Malchias, die Rede, so Jeremia zu allem Volk redete und sprach:\n38:2 So spricht der HERR: Wer in dieser Stadt bleibet, der wird durch Schwert, Hunger und Pestilenz sterben m\u00fcssen; wer aber hinausgehet zu den Chald\u00e4ern, der soll lebend bleiben und wird sein Leben wie eine Beute davonbringen.\n38:3 Denn also spricht der HERR: Diese Stadt soll \u00fcbergeben werden dem Heer des K\u00f6nigs zu Babel, und sollen sie gewinnen.\n38:4 Da sprachen die F\u00fcrsten zum K\u00f6nige: La\u00df doch diesen Mann t\u00f6ten; denn mit der Weise wendet er die Kriegsleute ab, so noch \u00fcbrig sind in dieser Stadt, desgleichen das ganze Volk auch, weil er solche Worte zu ihnen sagt. Denn der Mann sucht nicht, was zum Frieden diesem Volk, sondern was zum Ungl\u00fcck dienet.\n38:5 Der K\u00f6nig Zedekia sprach: Siehe, er ist in euren H\u00e4nden; denn der K\u00f6nig kann nichts wider euch.\n38:6 Da nahmen sie Jeremia und warfen ihn in die Grube Malchias, des Sohns Hamelechs, die am Vorhofe des Gef\u00e4ngnisses war, und lie\u00dfen ihn an Seilen hinab in die Grube, da nicht Wasser, sondern Schlamm war. Und Jeremia sank in den Schlamm.\n38:7 Als aber Ebed-Melech, der Mohr, ein K\u00e4mmerer in des K\u00f6nigs Hause, h\u00f6rete, da\u00df man Jeremia hatte in die Grube geworfen, und der K\u00f6nig eben sa\u00df im Tor Benjamin,\n38:8 da ging Ebed-Melech aus des K\u00f6nigs Hause und redete mit dem K\u00f6nige und sprach:\n38:9 Mein HERR K\u00f6nig, die M\u00e4nner handeln \u00fcbel mit dem Propheten Jeremia, da\u00df sie ihn haben in die Grube geworfen, da er mu\u00df Hungers sterben; denn es ist kein Brot mehr in der Stadt.\n38:10 Da befahl der K\u00f6nig Ebed-Melech, dem Mohren, und sprach: Nimm drei\u00dfig M\u00e4nner mit dir von diesen und zeuch den Propheten Jeremia aus der Grube, ehe denn er sterbe.\n38:11 Und Ebed-Melech nahm die M\u00e4nner mit sich und ging in des K\u00f6nigs Haus unter die Schatzkammer und nahm daselbst zerrissene und vertragene alte Lumpen und lie\u00df sie an einem Seil hinab zu Jeremia in die Grube.\n38:12 Und Ebed-Melech, der Mohr, sprach zu Jeremia: Lege diese zerrissenen und vertragenen alten Lumpen unter deine Achseln um das Seil. Und Jeremia tat also.\n38:13 Und sie zogen Jeremia herauf aus der Grube an den Stricken. Und blieb also Jeremia im Vorhofe des Gef\u00e4ngnisses.\n38:14 Und der K\u00f6nig Zedekia sandte hin und lie\u00df den Propheten Jeremia zu sich holen unter den dritten Eingang am Hause des HERRN. Und der K\u00f6nig sprach zu Jeremia: Ich will dich etwas fragen; Lieber, verhalte mir nichts!\n38:15 Jeremia sprach zu Zedekia: Sage ich dir etwas, so t\u00f6test du mich doch; gebe ich dir aber einen Rat, so gehorchest du mir nicht.\n38:16 Da schwur der K\u00f6nig Zedekia dem Jeremia heimlich und sprach: So wahr der HERR lebt, der uns diese Seele gemacht hat, so will ich dich nicht t\u00f6ten noch den M\u00e4nnern in die H\u00e4nde geben, die dir nach deinem Leben stehen.\n38:17 Und Jeremia sprach zu Zedekia: So spricht der HERR, der Gott Zebaoth, der Gott Israels: Wirst du hinausgehen zu den F\u00fcrsten des K\u00f6nigs zu Babel, so sollst du leben bleiben, und diese Stadt soll nicht verbrannt werden, sondern du und dein Haus sollen bei Leben bleiben.\n38:18 Wirst du aber nicht hinausgehen zu den F\u00fcrsten des K\u00f6nigs zu Babel, so wird diese Stadt den Chald\u00e4ern in die H\u00e4nde gegeben, und werden sie mit Feuer verbrennen, und du wirst auch nicht ihren H\u00e4nden entrinnen.\n38:19 Der K\u00f6nig Zedekia sprach zu Jeremia: Ich besorge mich aber, da\u00df ich den Juden, so zu den Chald\u00e4ern gefallen sind, m\u00f6chte \u00fcbergeben werden, da\u00df sie mein spotten.\n38:20 Jeremia sprach: Man wird dich nicht \u00fcbergeben. Lieber, gehorche doch der Stimme des HERRN, die ich dir sage, so wird dir's wohlgehen und du wirst lebend bleiben.\n38:21 Wirst du aber nicht hinausgehen, so ist dies das Wort, das mir der HERR gezeiget hat:\n38:22 Siehe, alle Weiber, die noch vorhanden sind in dem Hause des K\u00f6nigs Judas, werden hinaus m\u00fcssen zu den F\u00fcrsten des K\u00f6nigs zu Babel. Dieselbigen werden dann sagen: Ach, deine Tr\u00f6ster haben dich \u00fcberredet und verf\u00fchret und in Schlamm gef\u00fchret und lassen dich nun stecken!\n38:23 Also werden dann alle deine Weiber und Kinder hinaus m\u00fcssen zu den Chald\u00e4ern, und du selbst wirst ihren H\u00e4nden nicht entgehen, sondern du wirst vom K\u00f6nige zu Babel gegriffen, und diese Stadt wird mit Feuer verbrannt werden.\n38:24 Und Zedekia sprach zu Jeremia: Siehe zu, da\u00df niemand diese Rede erfahre, so wirst du nicht sterben.\n38:25 Und ob es die F\u00fcrsten erf\u00fchren, da\u00df ich mit dir geredet habe, und k\u00e4men zu dir und spr\u00e4chen: Sage an, was hast du mit dem K\u00f6nige geredet, leugne es uns nicht, so wollen wir dich nicht t\u00f6ten; und was hat der K\u00f6nig mit dir geredet?\n38:26 so sprich: Ich habe den K\u00f6nig gebeten, da\u00df er mich nicht wiederum lie\u00dfe in Jonathans Haus f\u00fchren; ich m\u00f6chte daselbst sterben.\n38:27 Da kamen alle F\u00fcrsten zu Jeremia und fragten ihn; und er sagte ihnen, wie ihm der K\u00f6nig befohlen hatte. Da lie\u00dfen sie von ihm, weil sie nichts erfahren konnten.\n38:28 Und Jeremia blieb im Vorhofe des Gef\u00e4ngnisses bis auf den Tag, da Jerusalem gewonnen ward.\n39:1 Und es geschah, da\u00df Jerusalem gewonnen ward. Denn im neunten Jahr Zedekias, des K\u00f6nigs Judas, im zehnten Monden kam Nebukadnezar, der K\u00f6nig zu Babel, und all sein Heer vor Jerusalem und belagerten dieselbige.\n39:2 Und im elften Jahr Zedekias, am neunten Tag des vierten Monden, brach man in die Stadt.\n39:3 Und zogen hinein alle F\u00fcrsten des K\u00f6nigs zu Babel und hielten unter dem Mitteltor, n\u00e4mlich Nergal-Sarezer, Sangar-Nebo, Sarsechim, der oberste K\u00e4mmerer, Nergal-Sarezer, der Hofmeister, und alle andern F\u00fcrsten des K\u00f6nigs zu Babel.\n39:4 Als sie nun Zedekia, der K\u00f6nig Judas, sah samt seinen Kriegsleuten, flohen sie bei Nacht zur Stadt hinaus bei des K\u00f6nigs Garten durchs Tor zwischen zweien Mauern und zogen durchs Feld hindurch.\n39:5 Aber der Chald\u00e4er Heer jagten ihnen nach und ergriffen Zedekia im Felde bei Jericho und fingen ihn und brachten ihn zu Nebukadnezar, dem K\u00f6nige zu Babel, gen Riblath, die im Lande Hemath liegt; der sprach ein Urteil \u00fcber ihn.\n39:6 Und der K\u00f6nig zu Babel lie\u00df die Kinder Zedekias vor seinen Augen t\u00f6ten zu Riblath und t\u00f6tete alle F\u00fcrsten Judas.\n39:7 Aber Zedekia lie\u00df er die Augen ausstechen und ihn mit Ketten binden, da\u00df er ihn gen Babel f\u00fchrete.\n39:8 Und die Chald\u00e4er verbrannten beide, des K\u00f6nigs Haus und der B\u00fcrger H\u00e4user, und zerbrachen die Mauern zu Jerusalem.\n39:9 Was aber noch von Volk in der Stadt war und was sonst zu ihnen gefallen war, die f\u00fchrete Nebusar-Adan, der Hofmeister, alle miteinander gen Babel gefangen.\n39:10 Aber von dem geringen Volk, das nichts hatte, lie\u00df zur selbigen Zeit Nebusar-Adan, der Hauptmann, etliche im Land Juda und gab ihnen Weinberge und D\u00f6rflein ein.\n39:11 Aber Nebukadnezar, der K\u00f6nig zu Babel, hatte Nebusar-Adan, dem Hauptmanne, befohlen von Jeremia und gesagt:\n39:12 Nimm hin und la\u00df dir ihn befohlen sein und tue ihm kein Leid, sondern wie er's von dir begehret, so mache es mit ihm.\n39:13 Da sandte hin Nebusar-Adan, der Hauptmann, und Nebu-Sasban, der oberste K\u00e4mmerer, Nergal-Sarezer, der Hofmeister, und alle F\u00fcrsten des K\u00f6nigs zu Babel\n39:14 und lie\u00dfen Jeremia holen aus dem Vorhofe des Gef\u00e4ngnisses und befahlen ihn Gedalja, dem Sohn Ahikams, des Sohns Saphans, da\u00df er ihn hinaus in sein Haus f\u00fchrete und bei dem Volk bliebe.\n39:15 Es war auch des HERRN Wort geschehen zu Jeremia, weil er noch im Vorhofe des Gef\u00e4ngnisses gefangen lag, und gesprochen:\n39:16 Gehe hin und sage Ebed-Melech, dem Mohren: So spricht der HERR Zebaoth, der Gott Israels: Siehe, ich will meine Worte kommen lassen \u00fcber diese Stadt zum Ungl\u00fcck und zu keinem Guten, und du sollst es sehen zur selbigen Zeit.\n39:17 Aber dich will ich erretten zur selbigen Zeit, spricht der HERR, und sollst den Leuten nicht zuteil werden, vor welchen du dich f\u00fcrchtest.\n39:18 Denn ich will dir davon helfen, da\u00df du nicht durchs Schwert fallest, sondern sollst dein Leben wie eine Beute davonbringen, darum da\u00df du mir vertrauet hast, spricht der HERR.\n40:1 Dies ist das Wort, so vom HERRN geschah zu Jeremia, da ihn Nebusar-Adan, der Hauptmann, loslie\u00df zu Rama; denn er war auch mit Ketten gebunden unter allen denen, die zu Jerusalem und in Juda gefangen waren, da\u00df man sie gen Babel wegf\u00fchren sollte.\n40:2 Da nun der Hauptmann Jeremia zu sich hatte lassen holen, sprach er zu ihm: Der HERR, dein Gott, hat dies Ungl\u00fcck \u00fcber diese St\u00e4tte geredet\n40:3 und hat es auch kommen lassen und getan, wie er geredet hat; denn ihr habt ges\u00fcndiget wider den HERRN und seiner Stimme nicht gehorchet; darum ist euch solches widerfahren.\n40:4 Nun siehe, ich habe dich heute losgemacht von den Ketten, damit deine H\u00e4nde gebunden waren. Gef\u00e4llt dir's, mit mir gen Babel zu ziehen, so komm, du sollst mir befohlen sein; gef\u00e4llt dir's aber nicht, mit mir gen Babel zu ziehen, so la\u00df es anstehen. Siehe, da hast du das ganze Land vor dir; wo dich's gut d\u00fcnkt und dir gef\u00e4llt, da zeuch hin.\n40:5 Denn weiter hinaus wird kein Wiederkehren sein. Darum magst du kehren zu Gedalja, dem Sohn Ahikams, des Sohns Saphans, welchen der K\u00f6nig zu Babel gesetzt hat \u00fcber die St\u00e4dte in Juda, und bei demselbigen unter dem Volk bleiben; oder gehe, wohin dir's wohlgef\u00e4llt. Und der Hauptmann gab ihm Zehrung und Geschenke und lie\u00df ihn gehen.\n40:6 Also kam Jeremia zu Gedalja, dem Sohn Ahikams, gen Mizpa und blieb bei ihm unter dem Volk, das im Lande noch \u00fcbrig war.\n40:7 Da nun die Hauptleute, so auf dem Felde sich enthielten, samt ihren Leuten erfuhren, da\u00df der K\u00f6nig zu Babel hatte Gedalja, den Sohn Ahikams, \u00fcber das Land gesetzt und beide, \u00fcber M\u00e4nner und Weiber, Kinder und die Geringen im Lande, welche nicht gen Babel gef\u00fchret waren,\n40:8 kamen sie zu Gedalja gen Mizpa, n\u00e4mlich Ismael, der Sohn Nethanjas, Johanan und Jonathan, die S\u00f6hne Kareahs, und Seraja, der Sohn Thanhumeths, und die S\u00f6hne Ephai von Netophath und Jesanja, der Sohn Maachathis, samt ihren M\u00e4nnern.\n40:9 Und Gedalja, der Sohn Ahikams, des Sohns Saphans, tat ihnen und ihren M\u00e4nnern einen Eid und sprach: F\u00fcrchtet euch nicht, da\u00df ihr den Chald\u00e4ern untertan sein sollet; bleibet im Lande und seid dem K\u00f6nige zu Babel untertan, so wird's euch wohlgehen.\n40:10 Siehe, ich wohne hie zu Mizpa, da\u00df ich den Chald\u00e4ern diene, die zu uns kommen. Darum so sammelt ein den Wein und Feigen und \u00d6l und leget es in eure Gef\u00e4\u00dfe und wohnet in euren St\u00e4dten, die ihr bekommen habt.\n40:11 Auch alle Juden, so im Lande Moab und der Kinder Ammon und in Edom und in allen L\u00e4ndern waren, da sie h\u00f6reten, da\u00df der K\u00f6nig zu Babel h\u00e4tte lassen etliche in Juda \u00fcberbleiben und \u00fcber sie gesetzt Gedalja, den Sohn Ahikams, des Sohns Saphans,\n40:12 kamen sie alle wieder von allen Orten, dahin sie versto\u00dfen waren, ins Land Juda zu Gedalja gen Mizpa und sammelten ein sehr viel Weins und Sommerfr\u00fcchte.\n40:13 Aber Johanan, der Sohn Kareahs, samt all den Hauptleuten, so auf dem Felde sich enthalten hatten, kamen zu Gedalja gen Mizpa\n40:14 und sprachen zu ihm: Wei\u00dft du auch, da\u00df Baalis, der K\u00f6nig der Kinder Ammon, gesandt hat Ismael, den Sohn Nethanjas, da\u00df er dich soll erschlagen? Das wollte ihnen aber Gedalja, der Sohn Ahikams, nicht glauben.\n40:15 Da sprach Johanan, der Sohn Kareahs, zu Gedalja heimlich zu Mizpa: Lieber, ich will hingehen und Ismael, den Sohn Nethanjas, schlagen, da\u00df es niemand erfahren soll. Warum soll er dich erschlagen, da\u00df alle Juden, so zu dir versammelt sind, zerstreuet werden und die noch aus Juda \u00fcberblieben sind, umkommen?\n40:16 Aber Gedalja, der Sohn Ahikams, sprach zu Johanan, dem Sohn Kareahs: Du sollst das nicht tun; es ist nicht wahr, das du von Ismael sagest.\n41:1 Aber im siebenten Monden kam Ismael, der Sohn Nethanjas, des Sohns Elisamas, aus k\u00f6niglichem Stamm, samt den Obersten des K\u00f6nigs und zehn M\u00e4nner mit ihm zu Gedalja, dem Sohn Ahikams, gen Mizpa und a\u00dfen daselbst zu Mizpa miteinander.\n41:2 Und Ismael, der Sohn Nethanjas, machte sich auf samt den zehn M\u00e4nnern, die bei ihm waren, und schlugen Gedalja, den Sohn Ahikams, des Sohns Saphans, mit dem Schwert zu Tode, darum da\u00df ihn der K\u00f6nig zu Babel \u00fcber das Land gesetzt hatte.\n41:3 Dazu alle Juden die bei Gedalja waren zu Mizpa, und die Chald\u00e4er, die sie daselbst fanden, und alle Kriegsleute schlug Ismael.\n41:4 Des andern Tages, nachdem Gedalja erschlagen war und noch niemand wu\u00dfte,\n41:5 kamen achtzig M\u00e4nner von Sichem, von Silo und von Samaria und hatten die B\u00e4rte abgeschoren und ihre Kleider zerrissen und sich zerritzt und trugen Speisopfer und Weihrauch mit sich, da\u00df sie es br\u00e4chten ins Haus des HERRN.\n41:6 Und Ismael, der Sohn Nethanjas, ging heraus von Mizpa, denselbigen entgegen, ging daher und weinete. Als er nun an sie kam, sprach er zu ihnen: Ihr sollt zu Gedalja, dem Sohn Ahikams, kommen.\n41:7 Da sie aber mitten in die Stadt kamen, ermordete sie Ismael, der Sohn Nethanjas, und die M\u00e4nner, so bei ihm waren, bei dem Brunnen.\n41:8 Aber es waren zehn. M\u00e4nner darunter, die sprachen zu Ismael: Lieber, t\u00f6te uns nicht; wir haben Sch\u00e4tze im Acker liegen von Weizen, Gerste, \u00d6l und Honig. Also lie\u00df er ab und t\u00f6tete sie nicht mit den andern.\n41:9 Der Brunnen aber, darein Ismael die toten Leichname warf, welche er hatte erschlagen, samt dem Gedalja, ist der, den der K\u00f6nig Assa machen lie\u00df wider Baesa, den K\u00f6nig Israels; den f\u00fcllete Ismael, der Sohn Nethanjas, mit den Erschlagenen.\n41:10 Und was \u00fcbriges Volks war zu Mizpa, auch des K\u00f6nigs T\u00f6chter, f\u00fchrete Ismael, der Sohn Nethanjas, gefangen weg samt allem \u00fcbrigen Volk zu Mizpa, \u00fcber welche Nebusar-Adan, der Hauptmann, hatte gesetzt Gedalja, den Sohn Ahikams; und zog hin und wollte hin\u00fcber zu den Kindern Ammon.\n41:11 Da aber Johanan, der Sohn Kareahs, erfuhr und alle Hauptleute des Heers, die bei ihm waren, all das \u00dcbel, das Ismael, der Sohn Nethanjas, begangen hatte,\n41:12 nahmen sie zu sich alle M\u00e4nner und zogen hin wider Ismael, den Sohn Nethanjas, zu streiten, und trafen ihn an bei dem gro\u00dfen Wasser an Gibeon.\n41:13 Da nun alles Volk, so bei Ismael war, sah den Johanan, den Sohn Kareahs, und alle die Hauptleute des Heers, die bei ihm waren, wurden sie froh.\n41:14 Und das ganze Volk, das Ismael hatte von Mizpa weggef\u00fchret, wandte sich um und kehrete wiederum zu Johanan, dem Sohn Kareahs.\n41:15 Aber Ismael, der Sohn Nethanjas, entrann dem Johanan mit acht M\u00e4nnern und zog zu den Kindern Ammon.\n41:16 Und Johanan, der Sohn Kareahs, samt allen Hauptleuten des Heers, so bei ihm waren, nahmen all das \u00fcbrige Volk, so sie wiedergebracht hatten von Ismael, dem Sohn Nethanjas, aus Mizpa zu sich (weil Gedalja, der Sohn Ahikams, erschlagen war), n\u00e4mlich die Kriegsm\u00e4nner, Weiber und Kinder und K\u00e4mmerer, so sie von Gibeon hatten wiedergebracht,\n41:17 und zogen hin und kehreten ein zum Kimham zur Herberge, der bei Bethlehem wohnete, und wollten nach \u00c4gypten ziehen vor den Chald\u00e4ern.\n41:18 Denn sie f\u00fcrchteten sich vor ihnen, weil Ismael, der Sohn Nethanjas, Gedalja, den Sohn Ahikams, erschlagen hatte, den der K\u00f6nig zu Babel \u00fcber das Land gesetzt hatte.\n42:1 Da traten herzu alle Hauptleute des Heers, Johanan, der Sohn Kareahs, Jesanja, der Sohn Hosajas, samt dem ganzen Volk, beide, klein und gro\u00df,\n42:2 und sprachen zum Propheten Jeremia: Lieber, la\u00df unser Gebet vor dir gelten und bitte f\u00fcr uns den HERRN, deinen Gott, um all diese \u00dcbrigen (denn unser ist leider wenig geblieben von vielen, wie du uns selbst siehest mit deinen Augen),\n42:3 da\u00df uns der HERR, dein Gott, wollte anzeigen, wohin wir ziehen und was wir tun sollen.\n42:4 Und der Prophet Jeremia sprach zu ihnen: Wohlan, ich will gehorchen; und siehe, ich will den HERRN, euren Gott, bitten, wie ihr gesagt habt; und alles, was euch der HERR antworten wird, das will ich euch anzeigen und will euch nichts verhalten.\n42:5 Und sie sprachen zu Jeremia: Der HERR sei ein gewisser und wahrhaftiger Zeuge zwischen uns, wo wir nicht tun werden alles, das dir der HERR, dein Gott, an uns befehlen wird.\n42:6 Es sei Gutes oder B\u00f6ses, so wollen wir gehorchen der Stimme des HERRN, unsers Gottes, zu dem wir dich senden, auf da\u00df uns wohlgehe, so wir der Stimme des HERRN, unsers Gottes, gehorchen.\n42:7 Und nach zehn Tagen geschah des HERRN Wort zu Jeremia.\n42:8 Da rief er Johanan, den Sohn Kareahs, und alle Hauptleute des Heers, die bei ihm waren, und alles Volk, beide, klein und gro\u00df,\n42:9 und sprach zu ihnen: So spricht der HERR, der Gott Israels, zu dem ihr mich gesandt habt, da\u00df ich euer Gebet vor ihn sollte bringen:\n42:10 Werdet ihr in diesem Lande bleiben, so will, ich euch bauen und nicht zerbrechen; ich will euch pflanzen und nicht ausreuten; denn es hat mich schon gereuet das \u00dcbel, das ich euch getan habe.\n42:11 Ihr sollt euch nicht f\u00fcrchten vor dem K\u00f6nige zu Babel, vor dem ihr euch f\u00fcrchtet, spricht der HERR; ihr sollt euch vor ihm nicht f\u00fcrchten; denn ich will bei euch sein, da\u00df ich euch helfe und von seiner Hand errette.\n42:12 Ich will euch Barmherzigkeit erzeigen und mich \u00fcber euch erbarmen und euch wieder in euer Land bringen.\n42:13 Werdet ihr aber sagen: Wir wollen nicht im Lande bleiben, damit ihr ja nicht gehorchet der Stimme des HERRN, eures Gottes,\n42:14 sondern sagen: Nein, wir wollen nach \u00c4gyptenland ziehen, da\u00df wir keinen Krieg sehen noch der Posaunen Schall h\u00f6ren und nicht Hunger Brots halben leiden m\u00fcssen; daselbst wollen wir bleiben:\n42:15 nun, so h\u00f6ret des HERRN Wort, ihr \u00dcbrigen aus Juda! So spricht der HERR Zebaoth, der Gott Israels: Werdet ihr euer Angesicht richten, nach \u00c4gyptenland zu ziehen, da\u00df ihr daselbst bleiben wollet,\n42:16 so soll euch das Schwert, vor dem ihr euch f\u00fcrchtet, in \u00c4gyptenland treffen; und der Hunger, des ihr euch besorget, soll stets hinter euch her sein in \u00c4gypten, und sollet daselbst sterben.\n42:17 Denn sie seien, wer sie wollen, die ihr Angesicht richten, da\u00df sie nach \u00c4gypten ziehen, daselbst zu bleiben, die sollen sterben durchs Schwert, Hunger und Pestilenz; und soll keiner \u00fcberbleiben noch entrinnen dem \u00dcbel, das ich \u00fcber sie will kommen lassen.\n42:18 Denn so spricht der HERR Zebaoth, der Gott Israels: Gleichwie mein Zorn und Grimm \u00fcber die Einwohner zu Jerusalem gegangen ist, so soll er auch \u00fcber euch gehen, wo ihr nach \u00c4gypten ziehet, da\u00df zum Fluch, zum Wunder, Schwur und Schande werdet und diese St\u00e4tte nicht mehr sehen sollet.\n42:19 Das Wort des HERRN gilt euch, ihr \u00dcbrigen aus Juda, da\u00df ihr nicht nach \u00c4gypten ziehet. Darum so wisset, da\u00df ich euch heute bezeuge.\n42:20 Ihr werdet sonst euer Leben verwahrlosen. Denn ihr habt mich gesandt zum HERRN, eurem Gott, und gesagt: Bitte den HERRN, unsern Gott, f\u00fcr uns; und alles, was der HERR, unser Gott, sagen wird, das zeige uns an, so wollen wir danach tun.\n42:21 Das habe ich euch heute zu wissen getan; aber ihr wollt der Stimme des HERRN, eures Gottes, nicht gehorchen noch allem dem, das er mir an euch befohlen hat.\n42:22 So sollt ihr nun wissen, da\u00df ihr durchs Schwert, Hunger und Pestilenz sterben m\u00fcsset an dem Ort, dahin ihr gedenkt zu ziehen, da\u00df ihr daselbst wohnen wollet.\n43:1 Da Jeremia alle Worte des HERRN, ihres Gottes, hatte ausgeredet zu allem Volk, wie ihm denn der HERR, ihr Gott, alle diese Worte an sie befohlen hatte,\n43:2 sprach Asarja, der Sohn Hosajas, und Johanan, der Sohn Kareahs, und alle frechen M\u00e4nner zu Jeremia: Du l\u00fcgest! Der HERR, unser Gott, hat dich nicht zu uns gesandt noch gesagt: Ihr sollt nicht nach \u00c4gypten ziehen, daselbst zu wohnen,\n43:3 sondern Baruch, der Sohn Nerias, beredet dich des uns zuwider, auf da\u00df wir den Chald\u00e4ern \u00fcbergeben werden, da\u00df sie uns t\u00f6ten und gen Babel wegf\u00fchren.\n43:4 Also gehorchte Johanan, der Sohn Kareahs, und alle Hauptleute des Heers samt dem ganzen Volk der Stimme des HERRN nicht, da\u00df sie im Lande Juda w\u00e4ren geblieben,\n43:5 sondern Johanan, der Sohn Kareahs, und alle Hauptleute des Heers nahmen zu sich alle \u00dcbrigen aus Juda, so von allen V\u00f6lkern, dahin sie geflohen, wiederkommen waren, da\u00df sie im Lande Juda wohneten,\n43:6 n\u00e4mlich Mann, Weiber und Kinder, dazu des K\u00f6nigs T\u00f6chter und alle Seelen, die Nebusar-Adan, der Hauptmann, bei Gedalja, dem Sohn Ahikams, des Sohns Saphans, hatte gelassen, auch den Propheten Jeremia und Baruch, den Sohn Nerias,\n43:7 und zogen nach \u00c4gyptenland, denn sie wollten der Stimme des HERRN nicht gehorchen, und kamen gen Thachpanhes.\n43:8 Und des HERRN Wort geschah zu Jeremia zu Thachpanhes und sprach:\n43:9 Nimm gro\u00dfe Steine und verscharre sie im Ziegelofen, der vor der T\u00fcr am Hause Pharaos ist zu Thachpanhes, da\u00df die M\u00e4nner aus Juda zusehen\n43:10 und sprich zu ihnen: So spricht der HERR Zebaoth, der Gott Israels: Siehe, ich will hinsenden und meinen Knecht Nebukadnezar, den K\u00f6nig zu Babel, holen lassen und will seinen Stuhl oben auf diese Steine setzen, die ich verscharret habe; und er soll sein Gezelt dar\u00fcber schlagen.\n43:11 Und er soll kommen und \u00c4gyptenland schlagen und t\u00f6ten, wen es trifft, gefangen f\u00fchren, wen es trifft, mit dem Schwert schlagen, wen es trifft.\n43:12 Und ich will die H\u00e4user der G\u00f6tter in \u00c4gypten mit Feuer anstecken, da\u00df er sie verbrenne und wegf\u00fchre. Und er soll ihm \u00c4gyptenland anziehen, wie ein Hirte sein Kleid anzeucht, und mit Frieden von dannen ziehen.\n43:13 Er soll die Bilds\u00e4ulen zu Beth-Semes in \u00c4gyptenland zerbrechen und die G\u00f6tzenkirchen in \u00c4gypten mit Feuer verbrennen.\n44:1 Dies ist das Wort, das zu Jeremia geschah an alle Juden, so in \u00c4gyptenland wohneten, n\u00e4mlich zu Migdal, zu Thachpanhes, zu Noph und die im Lande Pathros wohneten, und sprach:\n44:2 So spricht der HERR Zebaoth, der Gott Israels: Ihr habt gesehen all das \u00dcbel, das ich habe kommen lassen \u00fcber Jerusalem und \u00fcber alle St\u00e4dte in Juda; und siehe, heutigestages sind sie w\u00fcst, und wohnet niemand drinnen;\n44:3 und das um ihrer Bosheit willen, die sie taten, da\u00df sie mich erz\u00fcrneten und hingingen und r\u00e4ucherten und dieneten andern G\u00f6ttern, welche weder sie noch ihr noch eure V\u00e4ter kannten.\n44:4 Und ich sandte stets zu euch alle meine Knechte, die Propheten, und lie\u00df euch sagen: Tut doch nicht solche Greuel, die ich hasse!\n44:5 Aber sie gehorchten nicht, neigten auch ihre Ohren von ihrer Bosheit nicht, da\u00df sie sich bekehreten und andern G\u00f6ttern nicht ger\u00e4uchert h\u00e4tten.\n44:6 Darum ging auch mein Zorn und Grimm an und entbrannte \u00fcber die St\u00e4dte Judas und \u00fcber die Gassen zu Jerusalem, da\u00df sie zur W\u00fcste und \u00f6de worden sind, wie es heutigestages stehet.\n44:7 Nun, so spricht der HERR, der Gott Zebaoth, der Gott Israels: Warum tut ihr doch so gro\u00df \u00dcbel wider euer eigen Leben, damit unter euch ausgerottet werde beide, Mann und Weib, beide, Kind und S\u00e4ugling aus Juda, und nichts von euch \u00fcberbleibe,\n44:8 da\u00df ihr mich so erz\u00fcrnet durch eurer H\u00e4nde Werk und r\u00e4uchert andern G\u00f6ttern in \u00c4gyptenland, dahin ihr gezogen seid, daselbst zu herbergen, auf da\u00df ihr ausgerottet und zum Fluch und Schmach werdet unter allen Heiden auf Erden?\n44:9 Habt ihr vergessen des Ungl\u00fccks eurer V\u00e4ter, des Ungl\u00fccks der K\u00f6nige Judas, des Ungl\u00fccks ihrer Weiber, dazu eures eigenen Ungl\u00fccks und eurer Weiber Ungl\u00fccks, das euch begegnet ist im Lande Juda und auf den Gassen zu Jerusalem?\n44:10 Noch sind sie bis auf diesen Tag nicht gedem\u00fctiget, f\u00fcrchten sich auch nicht und wandeln nicht in meinem Gesetz und Rechten, die ich euch und euren V\u00e4tern vorgestellet habe.\n44:11 Darum spricht der HERR Zebaoth, der Gott Israels, also: Siehe, ich will mein Angesicht wider euch richten zum Ungl\u00fcck, und ganz Juda soll ausgerottet werden.\n44:12 Und ich will die \u00dcbrigen aus Juda nehmen, so ihr Angesicht gerichtet haben, nach \u00c4gyptenland zu ziehen, da\u00df sie daselbst herbergen; es soll ein Ende mit ihnen allen werden in \u00c4gyptenland. Durchs Schwert sollen sie fallen und durch Hunger sollen sie umkommen, beide, klein und gro\u00df; sie sollen durch Schwert und Hunger sterben und sollen ein Schwur, Wunder, Fluch und Schmach werden.\n44:13 Ich will auch die Einwohner in \u00c4gyptenland mit dem Schwert, Hunger und Pestilenz heimsuchen, gleichwie ich zu Jerusalem getan habe,\n44:14 da\u00df aus den \u00dcbrigen Judas keiner soll entrinnen noch \u00fcberbleiben, die doch darum hieher kommen sind nach \u00c4gyptenland zur Herberge, da\u00df sie wiederum ins Land Juda kommen m\u00f6chten, dahin sie gerne wollten wiederkommen und wohnen; aber es soll keiner wieder dahin kommen, ohne welche von hinnen fliehen.\n44:15 Da antworteten dem Jeremia alle M\u00e4nner, die da wohl wu\u00dften, da\u00df ihre Weiber andern G\u00f6ttern r\u00e4ucherten, und alle Weiber, so mit gro\u00dfem Haufen dastunden, samt allem Volk, die in \u00c4gyptenland wohneten und in Pathros, und sprachen:\n44:16 Nach dem Wort, das du im Namen des HERRN uns sagest, wollen wir dir nicht gehorchen,\n44:17 sondern wir wollen tun nach all dem Wort, das aus unserm Munde gehet, und wollen Melecheth des Himmels r\u00e4uchern und derselbigen Trankopfer opfern, wie wir und unsere V\u00e4ter, unsere K\u00f6nige und F\u00fcrsten getan haben in den St\u00e4dten Judas und auf den Gassen zu Jerusalem. Da hatten wir auch Brot genug und ging uns wohl und sahen kein Ungl\u00fcck.\n44:18 Seit der Zeit aber wir haben abgelassen, Melecheth des Himmels zu r\u00e4uchern und Trankopfer zu opfern, haben wir allen Mangel gelitten und sind durch Schwert und Hunger umkommen.\n44:19 Auch wenn wir Melecheth des Himmels r\u00e4uchern und Trankopfer opfern, das tun wir ja nicht ohne unserer M\u00e4nner Willen, da\u00df wir derselbigen Kuchen backen und Trankopfer opfern, sie zu bek\u00fcmmern.\n44:20 Da sprach Jeremia zum ganzen Volk, beide, M\u00e4nnern und Weibern, und allem Volk, die ihm so geantwortet hatten:\n44:21 Ich meine ja, der HERR habe gedacht an das R\u00e4uchern, so ihr in den St\u00e4dten Judas und auf den Gassen zu Jerusalem getrieben habt, samt euren V\u00e4tern K\u00f6nigen, F\u00fcrsten und allem Volk im Lande, und hat's zu Herzen genommen,\n44:22 da\u00df er nicht mehr leiden konnte euren b\u00f6sen Wandel und Greuel, die ihr tatet; daher auch euer Land zur W\u00fcste, zum Wunder und zum Fluch worden ist, da\u00df niemand drinnen wohnet, wie es heutigestages stehet.\n44:23 Darum da\u00df ihr ger\u00e4uchert habt und wider den HERRN ges\u00fcndiget und der Stimme des HERRN nicht gehorchet und in seinem Gesetz, Rechten und Zeugnis nicht gewandelt habt, darum ist auch euch solch Ungl\u00fcck widerfahren, wie es heutigestages stehet.\n44:24 Und Jeremia sprach zu allem Volk und zu allen Weibern: H\u00f6ret des HERRN Wort, alle ihr aus Juda, so in \u00c4gyptenland sind!\n44:25 So spricht der HERR Zebaoth, der Gott Israels: Ihr und eure Weiber habt mit eurem Munde geredet und mit euren H\u00e4nden vollbracht, da\u00df ihr saget: Wir wollen unsere Gel\u00fcbde halten, die wir gelobet haben Melecheth des Himmels, da\u00df wir derselbigen r\u00e4uchern und Trankopfer opfern. Wohlan, ihr habt eure Gel\u00fcbde erf\u00fcllet und eure Gel\u00fcbde gehalten.\n44:26 So h\u00f6ret nun des HERRN Wort, ihr alle aus Juda, die ihr in \u00c4gyptenland wohnet! Siehe, ich schw\u00f6re bei meinem gro\u00dfen Namen, spricht der HERR, da\u00df mein Name nicht mehr soll durch einiges Menschen Mund aus Juda genannt werden im ganzen \u00c4gyptenland, der da sage: So wahr der HERR HERR lebet!\n44:27 Siehe, ich will \u00fcber sie wachen zum Ungl\u00fcck und zu keinem Guten, da\u00df, wer aus Juda in \u00c4gyptenland ist, soll durchs Schwert und Hunger umkommen, bis es ein Ende mit ihnen habe.\n44:28 Welche aber dem Schwert entrinnen, die werden doch aus \u00c4gyptenland ins Land Juda wiederkommen m\u00fcssen mit geringem Haufen. Und also werden dann alle die \u00dcbrigen aus Juda, so nach \u00c4gyptenland gezogen waren, da\u00df sie daselbst herbergeten, erfahren, wes Wort wahr worden sei, meines oder ihres.\n44:29 Und zum Zeichen, spricht der HERR, da\u00df ich euch an diesem Ort heimsuchen will, damit ihr wisset, da\u00df mein Wort soll wahr werden \u00fcber euch zu m Ungl\u00fcck,\n44:30 so spricht der HERR also: Siehe, ich will Pharao Haphra, den K\u00f6nig in \u00c4gypten, \u00fcbergeben in die H\u00e4nde seiner Feinde und derer, die ihm nach seinem Leben stehen, gleichwie ich Zedekia, den K\u00f6nig Judas, \u00fcbergeben habe in die Hand Nebukadnezars, des K\u00f6nigs zu Babel, seines Feindes, und der ihm nach seinem Leben stund.\n45:1 Dies ist das Wort, so der Prophet Jeremia redete zu Baruch, dem Sohne Nerias, da er diese Rede auf ein Buch schrieb aus dem Munde Jeremias im vierten Jahr Jojakims, des Sohns Josias, des K\u00f6nigs Judas, und sprach:\n45:2 So spricht der HERR Zebaoth, der Gott Israels, von dir, Baruch:\n45:3 Du sprichst: Wehe mir! Wie hat mir der HERR Jammer \u00fcber meinen Schmerzen zugef\u00fcget; ich seufze mich m\u00fcde und finde keine Ruhe.\n45:4 Sage ihm also: So spricht der HERR: Siehe, was ich gebauet habe, das breche ich ab, und was ich gepflanzet habe, das reute ich aus samt diesem ganzen meinem eigenen Lande.\n45:5 Und du begehrest dir gro\u00dfe Dinge. Begehre es nicht! Denn siehe, ich will Ungl\u00fcck kommen lassen \u00fcber alles Fleisch, spricht der HERR; aber deine Seele will ich dir zur Beute geben, an welchen Ort du ziehest.\n46:1 Dies ist das Wort des HERRN, das zu dem Propheten Jeremia geschehen ist wider alle Heiden.\n46:2 Wider \u00c4gypten. Wider das Heer Pharao Nechos, des K\u00f6nigs in \u00c4gypten, welches lag am Wasser Phrath, zu Karchemis, das der K\u00f6nig zu Babel, Nebukadnezar, schlug im vierten Jahr Jojakims, des Sohns Josias, des K\u00f6nigs Judas:\n46:3 R\u00fcstet Schilde und Tartschen und ziehet in den Streit!\n46:4 Spannet Rosse an und lasset Reiter aufsitzen! Setzet die Helme auf und sch\u00e4rfet die Spie\u00dfe und ziehet Panzer an!\n46:5 Wie kommt's aber, da\u00df ich sehe, da\u00df sie verzagt sind und die Flucht geben, und ihre Helden erschlagen sind? Sie fliehen, da\u00df sie sich auch nicht umsehen. Schrecken ist um und um, spricht der HERR.\n46:6 Der Schnelle kann nicht entfliehen noch der Starke entrinnen. Gegen Mitternacht am Wasser Phrath sind sie gefallen und daniedergelegt.\n46:7 Wo ist nun der, so heraufzog wie ein Strom, und seine Wellen sich erhuben wie des Wassers?\n46:8 \u00c4gypten zog herauf wie ein Strom, und seine Wellen erhuben sich wie des Wassers und sprach: Ich will hinaufziehen, das Land bedecken und die Stadt verderben samt denen, die drinnen wohnen.\n46:9 Wohlan, sitzet auf die Rosse, rennet mit den Wagen, lasset die Helden ausziehen, die Mohren und aus Put, die den Schild f\u00fchren, und die Sch\u00fctzen aus Lydien!\n46:10 Denn dies ist der Tag des HERRN HERRN Zebaoth, ein Tag der Rache, da\u00df er sich an seinen Feinden r\u00e4che, da das Schwert fressen und von ihrem Blut voll und trunken werden wird. Denn sie m\u00fcssen dem HERRN HERRN Zebaoth ein Schlachtopfer werden im Lande gegen Mitternacht, am Wasser Phrath.\n46:11 Gehe hinauf gen Gilead und hole Salbe, Jungfrau, Tochter aus \u00c4gypten! Aber es ist umsonst, da\u00df du viel arzeneiest; du wirst doch nicht heil.\n46:12 Deine Schande ist unter die Heiden erschollen, deines Heulens ist das Land voll; denn ein Held f\u00e4llt \u00fcber den andern, und liegen beide miteinander danieder.\n46:13 Dies ist das Wort des HERRN, das er zu dem Propheten Jeremia redete, da Nebukadnezar, der K\u00f6nig zu Babel, daherzog, \u00c4gyptenland zu schlagen:\n46:14 Verk\u00fcndiget in \u00c4gypten und saget es an zu Migdal; saget es an zu Noph und Thachpanhes und sprechet: Stelle dich zur Wehre; denn das Schwert wird fressen, was um dich her ist.\n46:15 Wie geht es zu, da\u00df deine Gewaltigen zu Boden fallen und m\u00f6gen nicht bestehen? Der HERR hat sie so gest\u00fcrzt.\n46:16 Er macht, da\u00df ihrer viele fallen, da\u00df einer mit dem andern daniederliegt. Da sprachen sie: Wohlauf, la\u00dft uns wieder zu unserm Volk ziehen in unser Vaterland vor dem Schwert des Tyrannen!\n46:17 Daselbst schrie man ihnen nach: Pharao, der K\u00f6nig in \u00c4gypten, liegt; er hat sein Gezelt gelassen.\n46:18 So wahr als ich lebe, spricht der K\u00f6nig, der HERR Zebaoth hei\u00dft, er wird daherziehen so hoch, wie der Berg Tabor unter den Bergen ist und wie der Karmel am Meer ist.\n46:19 Nimm dein Wanderger\u00e4t, du Einwohnerin, Tochter \u00c4gypten; denn Noph wird w\u00fcst und verbrannt werden, da\u00df niemand drinnen wohnen wird.\n46:20 \u00c4gypten ist ein sehr sch\u00f6nes Kalb; aber es kommt von Mitternacht der Schl\u00e4chter.\n46:21 Und Tagl\u00f6hner, so drinnen wohnen, sind auch wie gem\u00e4stete K\u00e4lber; aber sie m\u00fcssen sich dennoch wenden, fl\u00fcchtig werden miteinander und werden nicht bestehen; denn der Tag ihres Unfalls wird \u00fcber sie kommen, n\u00e4mlich die Zeit ihrer Heimsuchung.\n46:22 Sie fahren daher, da\u00df der Harnisch prasselt, und kommen mit Heereskraft und bringen \u00c4xte \u00fcber sie wie die Holzhauer.\n46:23 Dieselbigen werden hauen also in ihrem Walde, spricht der HERR, da\u00df nicht zu z\u00e4hlen ist; denn ihrer ist mehr weder Heuschrecken, die niemand z\u00e4hlen kann.\n46:24 Die Tochter \u00c4gyptens steht mit Schanden, denn sie ist dem Volk von Mitternacht in die H\u00e4nde gegeben.\n46:25 Der HERR Zebaoth, der Gott Israels, spricht: Siehe, ich will heimsuchen den Regenten zu No und den Pharao und \u00c4gypten samt seinen G\u00f6ttern und K\u00f6nigen, ja Pharao mit allen, die sich auf ihn verlassen,\n46:26 da\u00df ich sie gebe in die H\u00e4nde denen, die ihnen nach ihrem Leben stehen, und in die H\u00e4nde Nebukadnezars, des K\u00f6nigs zu Babel, und seiner Knechte. Und danach sollst du bewohnet werden wie vor alters, spricht der HERR.\n46:27 Aber du, mein Knecht Jakob, f\u00fcrchte dich nicht, und du, Israel, verzage nicht! Denn siehe, ich will dir aus fernen Landen und deinem Samen aus dem Lande seines Gef\u00e4ngnisses helfen, da\u00df Jakob soll wiederkommen und in Frieden sein und die F\u00fclle haben, und niemand soll ihn schrecken.\n46:28 Darum f\u00fcrchte dich nicht, du Jakob, mein Knecht, spricht der HERR; denn ich bin bei dir. Mit allen Heiden, dahin ich dich versto\u00dfen habe, will ich's ein Ende machen; aber mit dir will ich's nicht ein Ende machen, sondern ich will dich z\u00fcchtigen mit Ma\u00dfe, auf da\u00df ich dich nicht ungestraft lasse.\n47:1 Dies ist das Wort des HERRN, das zum Propheten Jeremia geschah wider die Philister, ehe denn Pharao Gaza schlug.\n47:2 So spricht der HERR: Siehe, es kommen Wasser herauf von Mitternacht, die eine Flut machen werden und beide, Land und was drinnen ist, beide, St\u00e4dte und die, so drinnen wohnen, wegrei\u00dfen werden, da\u00df die Leute werden schreien und alle Einwohner im Lande heulen\n47:3 vor dem Get\u00fcmmel ihrer starken Rosse, so dahertraben, und vor dem Rasseln ihrer Wagen und Poltern ihrer R\u00e4der, da\u00df sich die V\u00e4ter nicht werden umsehen nach den Kindern, so verzagt werden sie sein\n47:4 vor dem Tage, so da kommt, zu verst\u00f6ren alle Philister und auszureuten Tyrus und Zidon samt ihren andern Gehilfen. Denn der HERR wird die Philister, die das \u00dcbrige sind aus der Insel Kaphthor, verst\u00f6ren.\n47:5 Gaza wird kahl werden und Askalon samt den \u00dcbrigen in ihren Gr\u00fcnden verderbet. Wie lange ritzest du dich?\n47:6 O du Schwert des HERRN, wann willst du doch aufh\u00f6ren? Fahre doch in deine Scheide und ruhe und sei still!\n47:7 Aber wie kannst du aufh\u00f6ren, weil der HERR dir Befehl getan hat wider Askalon, der dich wider die Anfurt am Meer bestellet?\n48:1 Wider Moab So spricht der HERR Zebaoth, der Gott Israels: Wehe der Stadt Nebo, denn sie ist zerst\u00f6ret und liegt elend! Kiriathaim ist gewonnen; die Feste steht elend und ist zerrissen.\n48:2 Der Trotz Moabs ist aus, den sie an Hesbon hatten; denn man gedenkt B\u00f6ses wider sie, n\u00e4mlich: Kommt, wir wollen sie ausrotten, da\u00df sie kein Volk mehr seien! Und du, Madmen, mu\u00dft auch verderbet werden; das Schwert wird hinter dich kommen.\n48:3 Man h\u00f6ret ein Geschrei zu Horonaim von Verst\u00f6ren und gro\u00dfem Jammer.\n48:4 Moab ist zerschlagen; man h\u00f6ret ihre Jungen schreien.\n48:5 Denn sie gehen mit Weinen den Weg hinauf gen Luhith, und die Feinde h\u00f6ren ein Jammergeschrei den Weg von Horonaim herab,\n48:6 n\u00e4mlich: Hebet euch weg und errettet euer Leben! Aber du wirst sein wie die Heide in der W\u00fcste.\n48:7 Darum da\u00df du dich auf deine Geb\u00e4ude verl\u00e4ssest und auf deine Sch\u00e4tze, sollst du auch gewonnen werden; und Kamos mu\u00df hinaus gefangen wegziehen samt seinen Priestern und F\u00fcrsten.\n48:8 Denn der Verst\u00f6rer wird \u00fcber alle St\u00e4dte kommen, da\u00df nicht eine Stadt entrinnen wird. Es sollen beide, die Gr\u00fcnde verderbet und die Ebenen verst\u00f6ret werden; denn der HERR hat's gesagt.\n48:9 Gebet Moab Federn! Er wird ausgehen, als fl\u00f6ge er; und ihre St\u00e4dte werden w\u00fcste liegen, da\u00df niemand drinnen wohnen wird.\n48:10 Verflucht sei, der des HERRN Werk l\u00e4ssig tut! Verflucht sei, der sein Schwert aufh\u00e4lt, da\u00df es nicht Blut vergie\u00dfe!\n48:11 Moab ist von seiner Jugend auf sicher gewesen und auf seinen Hefen stille gelegen und ist nie aus einem Fa\u00df ins andere gegossen und nie ins Gef\u00e4ngnis gezogen; darum ist sein Geschmack ihm geblieben und sein Geruch nicht ver\u00e4ndert worden.\n48:12 Darum siehe, spricht der HERR, es kommt die Zeit, da\u00df ich ihnen will Schr\u00f6ter schicken, die sie ausschroten sollen und ihre F\u00e4sser ausleeren und ihre L\u00e4gel zerschmettern.\n48:13 Und Moab soll \u00fcber dem Kamos zuschanden werden, gleichwie das Haus Israel \u00fcber Bethel zuschanden worden ist, darauf sie sich verlie\u00dfen.\n48:14 Wie d\u00fcrft ihr sagen: Wir sind die Helden und die rechten Kriegsleute?\n48:15 so doch Moab mu\u00df verst\u00f6ret und ihre St\u00e4dte erstiegen werden und ihre beste Mannschaft zur Schlachtbank herabgehen m\u00fcssen, spricht der K\u00f6nig, welcher hei\u00dft der HERR Zebaoth.\n48:16 Denn der Unfall Moabs wird schier kommen, und ihr Ungl\u00fcck eilet sehr.\n48:17 Lieber, habt doch Mitleid mit ihnen, die ihr um sie her wohnet und ihren Namen kennet, und sprechet: Wie ist die starke Rute und der herrliche Stab so zerbrochen!\n48:18 Herab von der HERRLIchkeit, du Tochter, die du zu Dibon wohnest, und sitze in der D\u00fcrre! Denn der Verst\u00f6rer Moabs wird zu dir hinaufkommen und deine Festen zerrei\u00dfen.\n48:19 Tritt auf die Stra\u00dfe und schaue, du Einwohnerin Aroers; frage die, so da fliehen und entrinnen, und sprich: Wie geht es?\n48:20 Ach, Moab ist verw\u00fcstet und verderbet, heulet und schreiet! Sagt es an zu Arnon, da\u00df Moab verst\u00f6ret sei.\n48:21 Die Strafe ist \u00fcber das ebene Land gegangen, n\u00e4mlich \u00fcber Holon, Jahza, Mephaath,\n48:22 Dibon, Nebo, Beth-Diblathaim,\n48:23 Kiriathaim, Beth-Gamul, Beth-Meon,\n48:24 Kirioth, Bazra und \u00fcber alle St\u00e4dte im Lande Moab, sie liegen ferne oder nahe.\n48:25 Das Horn Moabs ist abgehauen und ihr Arm ist zerbrochen, spricht der HERR.\n48:26 Machet sie trunken (denn sie hat sich wider den HERRN erhaben), da\u00df sie speien und die H\u00e4nde ringen m\u00fcsse, auf da\u00df sie auch zum Gesp\u00f6tt werde.\n48:27 Denn Israel hat dein Gesp\u00f6tt sein m\u00fcssen, als w\u00e4re er unter den Dieben gefunden; und weil du solches wider sie redest, sollst du auch weg m\u00fcssen.\n48:28 O ihr Einwohner in Moab, verlasset die St\u00e4dte und wohnet in den Felsen; und tut wie die Tauben, so da nisten in den hohlen L\u00f6chern.\n48:29 Man hat immer gesagt von dem stolzen Moab, da\u00df er sehr stolz sei, hoff\u00e4rtig, hochm\u00fctig, trotzig und \u00fcberm\u00fctig.\n48:30 Aber der HERR spricht: Ich erkenne seinen Zorn wohl, da\u00df er nicht so viel vermag, und untersteht sich, mehr zu tun, denn sein Verm\u00f6gen ist\n48:31 Darum mu\u00df ich \u00fcber Moab heulen und \u00fcber das ganze Moab schreien und \u00fcber die Leute zu Kir-Heres klagen.\n48:32 Ich mu\u00df \u00fcber dich, Jaeser, du Weinstock zu Sibma, weinen, denn deine Reben sind \u00fcber das Meer gefahren und bis ans Meer Jaeser kommen. Der Verst\u00f6rer ist in deine Ernte und Weinlese gefallen.\n48:33 Freude und Wonne ist aus dem Felde weg und aus dem Lande Moab, und man wird keinen Wein mehr keltern, der Weintreter wird nicht mehr sein Lied singen\n48:34 von des Geschreies wegen zu Hesbon bis gen Eleale, welches bis gen Jahza erschallet, von Zoar an, der dreij\u00e4hrigen Kuh, bis gen Horonaim; denn auch die Wasser Nimrim sollen versiegen.\n48:35 Und ich will, spricht der HERR, in Moab damit ein Ende machen, da\u00df sie nicht mehr auf den H\u00f6hen opfern und ihren G\u00f6ttern r\u00e4uchern sollen.\n48:36 Darum brummet mein Herz \u00fcber Moab wie eine Trommete und \u00fcber die Leute zu Kir-Heres brummet mein Herz wie eine Trommete; denn sie haben's \u00fcbermacht, darum m\u00fcssen sie zu Boden gehen.\n48:37 Alle K\u00f6pfe werden kahl sein und alle B\u00e4rte abgeschoren, aller H\u00e4nde zerritzt, und jedermann wird S\u00e4cke anziehen.\n48:38 Auf allen D\u00e4chern und Gassen, allenthalben in Moab wird man klagen; denn ich habe Moab zerbrochen wie ein unwertes Gef\u00e4\u00df, spricht der HERR.\n48:39 O wie ist sie verderbt, wie heulen sie! Wie sch\u00e4ndlich h\u00e4ngen sie die K\u00f6pfe! Und Moab ist zum Spott und zum Schrecken worden allen, so um sie her wohnen,\n48:40 Denn so spricht der HERR: Siehe, er fleugt daher wie ein Adler und breitet seine Fl\u00fcgel aus \u00fcber Moab.\n48:41 Kiriath ist gewonnen, und die festen St\u00e4dte sind eingenommen; und das Herz der Helden in Moab wird zur selbigen Zeit sein wie einer Frauen Herz in Kindesn\u00f6ten.\n48:42 Denn Moab mu\u00df vertilget werden, da\u00df sie kein Volk mehr seien, darum da\u00df es sich wider den HERRN erhaben hat.\n48:43 Furcht, Grube und Strick kommt \u00fcber dich, du Einwohner in Moab, spricht der HERR.\n48:44 Wer der Furcht entfleucht, der wird in die Grube fallen, und wer aus der Grube kommt, der wird im Strick gefangen werden; denn ich will \u00fcber Moab kommen lassen ein Jahr ihrer Heimsuchung, spricht der HERR.\n48:45 Die aus der Schlacht entrinnen, werden Zuflucht suchen zu Hesbon; aber es wird ein Feuer aus Hesbon und eine Flamme aus Sihon gehen, welche die \u00d6rter in Moab und die kriegerischen Leute verzehren wird.\n48:46 Wehe dir, Moab! Verloren ist das Volk Kamos; denn man hat deine S\u00f6hne und T\u00f6chter genommen und gefangen weggef\u00fchret.\n48:47 Aber in der zuk\u00fcnftigen Zeit will ich das Gef\u00e4ngnis Moabs wenden, spricht der HERR. Das sei gesagt von der Strafe \u00fcber Moab.\n49:1 Wider die Kinder Ammon spricht der HERR also: Hat denn Israel nicht Kinder, oder hat er keinen Erben? Warum besitzt denn Malchom das Land Gad und sein Volk wohnet in jener St\u00e4dten?\n49:2 Darum siehe, es kommt die Zeit, spricht der HERR, da\u00df ich will ein Kriegsgeschrei erschallen lassen \u00fcber Rabbath der Kinder Ammon, da\u00df sie soll auf einem Haufen w\u00fcst liegen und ihre T\u00f6chter mit Feuer angesteckt werden. Aber Israel soll besitzen die, von denen sie besessen waren, spricht der HERR.\n49:3 Heule, o Hesbon! denn Al ist verst\u00f6ret. Schreiet, ihr T\u00f6chter Rabba, und ziehet S\u00e4cke an; klaget und laufet auf den Mauern herum! Denn Malchom wird gefangen weggef\u00fchret samt seinen Priestern und F\u00fcrsten.\n49:4 Was trotzest du auf deine Auen? Deine Auen sind vers\u00e4uft, du ungehorsame Tochter, die du dich auf deine Sch\u00e4tze verl\u00e4ssest und sprichst in deinem Herzen: Wer darf sich an mich machen?\n49:5 Siehe, spricht der HERR HERR Zebaoth, ich will Furcht \u00fcber dich kommen lassen von allen, die um dich her wohnen, da\u00df ein jeglicher seines Weges vor sich hinaus versto\u00dfen werde, und niemand sei, der die Fl\u00fcchtigen sammle.\n49:6 Aber danach will ich wieder wenden das Gef\u00e4ngnis der Kinder Ammon, spricht der HERR.\n49:7 Wider Edom. So spricht der HERR Zebaoth: Ist denn keine Weisheit mehr zu Theman? Ist denn kein Rat mehr bei den Klugen? Ist ihre Weisheit so lose?\n49:8 Fliehet, wendet euch und verkriechet euch tief, ihr B\u00fcrger zu Dedan; denn ich lasse einen Unfall \u00fcber Esau kommen, die Zeit seiner Heimsuchung.\n49:9 Es sollen Weinleser \u00fcber dich kommen, die dir kein Nachlesen lassen; und Diebe des Nachts sollen \u00fcber dich kommen, die sollen ihnen genug verderben.\n49:10 Denn ich habe Esau entbl\u00f6\u00dfet und seine heimlichen Orte ge\u00f6ffnet, da\u00df er sich nicht verstecken kann; sein Same, seine Br\u00fcder und seine Nachbarn sind verst\u00f6ret, da\u00df ihrer keiner mehr da ist.\n49:11 Doch was \u00fcbrig bleibt von deinen Waisen, denen will ich das Leben g\u00f6nnen, und deine Witwen werden auf mich hoffen.\n49:12 Denn so spricht der HERR: Siehe, diejenigen, so es nicht verschuldet hatten, den Kelch zu trinken, m\u00fcssen trinken, und du solltest ungestraft bleiben? Du sollst nicht ungestraft bleiben, sondern du mu\u00dft auch trinken.\n49:13 Denn ich habe bei mir selbst geschworen, spricht der HERR, da\u00df Bazra soll ein Wunder, Schmach, W\u00fcste und Fluch werden und alle ihre St\u00e4dte eine ewige W\u00fcste.\n49:14 Ich habe geh\u00f6ret vom HERRN, da\u00df eine Botschaft unter die Heiden gesandt sei: Sammelt euch und kommet her wider sie; machet euch auf zum Streit!\n49:15 Denn siehe, ich habe dich gering gemacht unter den Heiden und verachtet unter den Menschen.\n49:16 Dein Trotz und deines Herzens Hochmut hat dich betrogen, weil du in Felsenkl\u00fcften wohnest und hohe Gebirge inne hast. Wenn du denn gleich dein Nest so hoch machtest als der Adler, dennoch will ich dich von dannen herunterst\u00fcrzen, spricht der HERR.\n49:17 Also soll Edom w\u00fcste werden, da\u00df alle die, so vor\u00fcbergehen, sich wundern und pfeifen werden \u00fcber alle ihre Plage,\n49:18 gleichwie Sodom und Gomorrha samt ihren Nachbarn umgekehret ist, spricht der HERR, da\u00df niemand daselbst wohnen noch kein Mensch drinnen hausen soll.\n49:19 Denn siehe, er kommt herauf wie ein L\u00f6we vom stolzen Jordan her wider die feste H\u00fctte; denn ich will ihn daselbst her eilends laufen lassen. Und wer wei\u00df, wer der J\u00fcngling ist, den ich wider sie r\u00fcsten werde? Denn wer ist mir gleich? Wer will mich meistern, und wer ist der Hirte, der mir widerstehen kann?\n49:20 So h\u00f6ret nun den Ratschlag des HERRN, den er \u00fcber Edom hat, und seine Gedanken, die er \u00fcber die Einwohner in Theman hat! Was gilt's, ob nicht die Hirtenknaben sie schleifen werden und ihre Wohnung zerst\u00f6ren,\n49:21 da\u00df die Erde beben wird, wenn es ineinanderf\u00e4llt; und ihr Geschrei wird man am Schilfmeer h\u00f6ren.\n49:22 Siehe, er fleugt herauf wie ein Adler und wird seine Fl\u00fcgel ausbreiten \u00fcber Bazra. Zur selbigen Zeit wird das Herz der Helden in Edom sein wie das Herz einer Frau in Kindesn\u00f6ten.\n49:23 Wider Damaskus. Hemath und Arpad stehen j\u00e4mmerlich; sie sind verzagt, denn sie h\u00f6ren ein b\u00f6ses Geschrei; die am Meer wohnen, sind so erschrocken, da\u00df sie nicht Ruhe haben k\u00f6nnen.\n49:24 Damaskus ist verzagt und gibt die Flucht; sie zappelt und ist \u00c4ngsten und Schmerzen wie eine Frau in Kindesn\u00f6ten.\n49:25 Wie, ist sie nun nicht verlassen, die ber\u00fchmte und fr\u00f6hliche Stadt?\n49:26 Darum werden ihre junge Mannschaft auf ihren Gassen daniederliegen und alle ihre Kriegsleute untergehen zur selbigen Zeit, spricht der HERR Zebaoth.\n49:27 Und ich will die Mauern zu Damaskus mit Feuer anstecken, da\u00df es die Pal\u00e4ste Benhadads verzehren soll.\n49:28 Wider Kedar und die K\u00f6nigreiche Hazors, welche Nebukadnezar, der K\u00f6nig zu Babel, schlug. So spricht der HERR: Wohlauf, ziehet herauf nach Kedar und verst\u00f6ret die Kinder gegen Morgen!\n49:29 Man wird ihnen ihre H\u00fctten und Herde nehmen; ihre Gezelte, alle Ger\u00e4te und Kamele werden sie wegf\u00fchren; und man wird schrecklich \u00fcber sie rufen um und um.\n49:30 Fliehet, hebet euch eilends davon! Verkriechet euch tief, ihr Einwohner in Hazor, spricht der HERR; denn Nebukadnezar, der K\u00f6nig zu Babel, hat etwas im Sinn wider euch und meinet euch.\n49:31 Wohlauf, ziehet herauf wider ein Volk, das genug hat und sicher wohnet, spricht der HERR: sie haben weder T\u00fcr noch Riegel und wohnen alleine.\n49:32 Ihre Kamele sollen geraubet und die Menge ihres Viehes genommen werden; und ich will sie zerstreuen in alle Winde, die in den Winkeln wohnen; und von allen Orten her will ich ihr Ungl\u00fcck \u00fcber sie kommen lassen, spricht der HERR,\n49:33 da\u00df Hazor soll eine Drachenwohnung und eine ewige W\u00fcste werden, da\u00df niemand daselbst wohne und kein Mensch drinnen hause.\n49:34 Dies ist das Wort des HERRN, welches geschah zu Jeremia, dem Propheten, wider Elam im Anfang des K\u00f6nigreichs Zedekias, des K\u00f6nigs Judas, und sprach:\n49:35 So spricht der HERR Zebaoth: Siehe, ich will den Bogen Elams zerbrechen, ihre vornehmste Gewalt.\n49:36 Und will die vier Winde aus den vier \u00d6rtern des Himmels \u00fcber sie kommen lassen und will sie in alle dieselbigen Winde zerstreuen, da\u00df kein Volk sein soll, dahin nicht Vertriebene aus Elam kommen werden.\n49:37 Und ich will Elam verzagt machen vor ihren Feinden und denen, die ihnen nach ihrem Leben stehen, und Ungl\u00fcck \u00fcber sie kommen lassen mit meinem grimmigen Zorn, spricht der HERR; und will das Schwert hinter ihnen her schicken, bis ich sie aufreibe.\n49:38 Meinen Stuhl will ich in Elam setzen und will beide, den K\u00f6nig und die F\u00fcrsten, daselbst umbringen, spricht der HERR.\n49:39 Aber in zuk\u00fcnftiger Zeit will ich das Gef\u00e4ngnis Elams wieder wenden, spricht der HERR.\n50:1 Dies ist das Wort, welches der HERR durch den Propheten Jeremia geredet hat wider Babel und das Land der Chald\u00e4er:\n50:2 Verk\u00fcndiget unter den Heiden und lasset erschallen; werfet ein Panier auf! Lasset erschallen und verberget es nicht und sprechet: Babel ist gewonnen, Bel stehet mit Schanden, Merodach ist zerschmettert, ihre G\u00f6tzen stehen mit Schanden, und ihre G\u00f6tter sind zerschmettert.\n50:3 Denn es zeucht von Mitternacht ein Volk herauf wider sie, welches wird ihr Land zur W\u00fcste machen, da\u00df niemand drinnen wohnen wird, sondern beide, Leute und Vieh, davonfliehen werden.\n50:4 In denselbigen Tagen und zur selbigen Zeit, spricht der HERR, werden kommen die Kinder Israel samt den Kindern Juda und weinend daherziehen und den HERRN, ihren Gott, suchen.\n50:5 Sie werden forschen nach dem Wege gen Zion, daselbst hin sich kehren: Kommt und lasset uns zum HERRN f\u00fcgen mit einem ewigen Bunde, des nimmermehr vergessen werden soll.\n50:6 Denn mein Volk ist wie eine verlorne Herde; ihre Hirten haben sie verf\u00fchret und auf den Bergen in der Irre gehen lassen, da\u00df sie von Bergen auf die H\u00fcgel gegangen sind und ihrer H\u00fcrden vergessen.\n50:7 Alles, was sie antraf, das fra\u00df sie; und ihre Feinde sprachen: Wir tun nicht unrecht, darum da\u00df sie sich haben vers\u00fcndiget an dem HERRN in der Wohnung der Gerechtigkeit und an dem HERRN, der ihrer V\u00e4ter Hoffnung ist.\n50:8 Fliehet aus Babel und ziehet aus der Chald\u00e4er Lande und stellet euch als B\u00f6cke vor der Herde her!\n50:9 Denn siehe, ich will gro\u00dfe V\u00f6lker mit Haufen aus dem Lande gegen Mitternacht erwecken und wider Babel heraufbringen, die sich wider sie sollen r\u00fcsten, welche sie auch sollen gewinnen; seine Pfeile sind wie eines guten Kriegers, der nicht fehlet.\n50:10 Und das Chald\u00e4erland soll ein Raub werden, da\u00df alle, die sie berauben, sollen genug davon haben, spricht der HERR,\n50:11 darum da\u00df ihr euch des freuet und r\u00fchmet, da\u00df ihr mein Erbteil gepl\u00fcndert habt, und lecket wie die geilen K\u00e4lber und wiehert wie die starken G\u00e4ule.\n50:12 Eure Mutter stehet mit gro\u00dfen Schanden, und die euch geboren hat, ist zum Spott worden; siehe, unter den Heiden ist sie die geringste, w\u00fcst, d\u00fcrr und \u00f6de.\n50:13 Denn vor dem Zorn des HERRN mu\u00df sie unbewohnet und ganz w\u00fcst bleiben, da\u00df alle, so vor Babel \u00fcbergehen, werden sich verwundern und pfeifen \u00fcber alle ihre Plage.\n50:14 R\u00fcstet euch wider Babel umher, alle Sch\u00fctzen; schie\u00dfet in sie, sparet der Pfeile nicht; denn sie hat wider den HERRN ges\u00fcndiget.\n50:15 Jauchzet \u00fcber sie um und um, sie mu\u00df sich geben; ihre Grundfesten sind gefallen, ihre Mauern sind abgebrochen; denn das ist des HERRN Rache. R\u00e4chet euch an ihr; tut ihr, wie sie getan hat!\n50:16 Rottet aus von Babel beide den S\u00e4emann und den Schnitter in der Ernte, da\u00df ein jeglicher vor dem Schwert des Tyrannen sich kehre zu seinem Volk und ein jeglicher fliehe in sein Land.\n50:17 Israel hat m\u00fcssen sein eine zerstreuete Herde, die die L\u00f6wen verscheucht haben. Am ersten fra\u00df sie der K\u00f6nig zu Assyrien; danach \u00fcberw\u00e4ltigte sie Nebukadnezar, der K\u00f6nig zu Babel.\n50:18 Darum spricht der HERR Zebaoth, der Gott Israels, also: Siehe, ich will den K\u00f6nig zu Babel heimsuchen und sein Land, gleichwie ich den K\u00f6nig zu Assyrien heimgesucht habe.\n50:19 Israel aber will ich wieder heim zu seiner Wohnung bringen, da\u00df sie auf Karmel und Basan weiden, und ihre Seele auf dem Gebirge Ephraim und Gilead ges\u00e4ttiget werden soll.\n50:20 Zur selbigen Zeit und in denselbigen Tagen wird man die Missetat Israels suchen, spricht der HERR, aber es wird keine da sein, und die S\u00fcnde Judas, aber es wird keine funden werden; denn ich will sie vergeben denen, so ich \u00fcberbleiben lasse.\n50:21 Zeuch hinauf wider das Land, das alles verbittert hat; zeuch hinauf wider die Einwohner der Heimsuchung; verheere und verbanne ihre Nachkommen, spricht der HERR, und tue alles, was ich dir befohlen habe!\n50:22 Es ist ein Kriegsgeschrei im Lande und gro\u00dfer Jammer.\n50:23 Wie geht es zu, da\u00df der Hammer der ganzen Welt zerbrochen und zerschlagen ist? Wie geht es zu, da\u00df Babel eine W\u00fcste worden ist unter allen Heiden?\n50:24 Ich habe dir gestellet, Babel; darum bist du auch gefangen, ehe du dich's versahest; du bist getroffen und ergriffen, denn du hast dem HERRN getrotzet.\n50:25 Der HERR hat seinen Schatz aufgetan und die Waffen seines Zorns hervorgebracht; denn solches hat der HERR HERR Zebaoth in der Chald\u00e4er Lande ausgerichtet.\n50:26 Kommt her wider sie, ihr vom Ende, \u00f6ffnet ihre Kornh\u00e4user, werfet sie in einen Haufen und verbannet sie, da\u00df ihr nichts \u00fcbrig bleibe!\n50:27 Erw\u00fcrget alle ihre Rinder, f\u00fchret sie hinab zur Schlachtbank! Wehe ihnen! Denn der Tag ist kommen, die Zeit ihrer Heimsuchung.\n50:28 Man h\u00f6ret ein Geschrei der Fl\u00fcchtigen und derer, so entronnen sind aus dem Lande Babel, auf da\u00df sie verk\u00fcndigen zu Zion die Rache des HERRN, unsers Gottes, und die Rache seines Tempels.\n50:29 Rufet vielen wider Babel, belagert sie um und um, alle Bogensch\u00fctzen, und la\u00dft keinen davonkommen. Vergeltet ihr, wie sie verdienet hat; wie sie getan, hat, so tut ihr wieder! Denn sie hat stolz gehandelt wider den HERRN, den Heiligen in Israel.\n50:30 Darum sollen ihre junge Mannschaft fallen auf ihren Gassen und alle ihre Kriegsleute untergehen zur selbigen Zeit, spricht der HERR.\n50:31 Siehe, du Stolzer, ich will an dich, spricht der HERR HERR Zebaoth; denn dein Tag ist kommen, die Zeit deiner Heimsuchung.\n50:32 Da soll der Stolze st\u00fcrzen und fallen, da\u00df ihn niemand aufrichte; ich will seine St\u00e4dte mit Feuer anstecken, das soll alles, was um ihn her ist, verzehren.\n50:33 So spricht der HERR Zebaoth: Siehe, die Kinder Israel samt den Kindern Juda m\u00fcssen Gewalt und Unrecht leiden; alle, die sie gefangen weggef\u00fchret haben, halten sie und wollen sie nicht loslassen.\n50:34 Aber ihr Erl\u00f6ser ist stark, der hei\u00dft HERR Zebaoth; der wird ihre Sache so ausf\u00fchren, da\u00df er das Land bebend und die Einwohner zu Babel zitternd mache.\n50:35 Schwert soll kommen, spricht der HERR, \u00fcber die Chald\u00e4er und \u00fcber die Einwohner zu Babel und \u00fcber ihre F\u00fcrsten und \u00fcber ihre Weisen.\n50:36 Schwert soll kommen \u00fcber ihre Weissager, da\u00df sie zu Narren werden. Schwert soll kommen \u00fcber ihre Starken, da\u00df sie verzagen.\n50:37 Schwert soll kommen \u00fcber ihre Rosse und Wagen und allen P\u00f6bel, so drinnen ist, da\u00df sie zu Weibern werden. Schwert soll kommen \u00fcber ihre Sch\u00e4tze, da\u00df sie gepl\u00fcndert werden.\n50:38 Trockenheit soll kommen \u00fcber ihre Wasser, da\u00df sie versiegen; denn es ist ein G\u00f6tzenland und trotzen auf ihre schrecklichen G\u00f6tzen.\n50:39 Darum sollen ungeheure Tiere und V\u00f6gel drinnen wohnen und die jungen Strau\u00dfen; und soll nimmermehr bewohnet werden, und niemand drinnen hausen f\u00fcr und f\u00fcr,\n50:40 gleichwie Gott Sodom und Gomorrha samt ihren Nachbarn umgekehret hat, spricht der HERR, da\u00df niemand drinnen wohne, noch kein Mensch drinnen hause.\n50:41 Siehe, es kommt ein Volk von Mitternacht her; viel Heiden und viel K\u00f6nige werden von der Seite des Landes sich aufmachen.\n50:42 Die haben Bogen und Schild, sie sind grausam und unbarmherzig; ihr Geschrei ist wie das Brausen des Meers; sie reiten auf Rossen, ger\u00fcstet wie Kriegsm\u00e4nner wider dich, du Tochter Babel.\n50:43 Wenn der K\u00f6nig zu Babel ihr Ger\u00fccht h\u00f6ren wird, so werden ihm die F\u00e4uste entsinken; ihm wird so angst und bange werden wie einer Frau in Kindesn\u00f6ten.\n50:44 Siehe, er kommt herauf wie ein L\u00f6we vom stolzen Jordan wider die festen H\u00fctten; denn ich will ihn daselbst her eilends laufen lassen. Und wer wei\u00df, wer der J\u00fcngling ist, den ich wider sie r\u00fcsten werde? Denn wer. ist mir gleich? Wer will mich meistern, und wer ist der Hirte, der mir widerstehen kann?\n50:45 So h\u00f6ret nun den Ratschlag des HERRN, den er \u00fcber Babel hat, und seine Gedanken, die er hat \u00fcber die Einwohner im Lande der Chald\u00e4er! Was gilt's, ob nicht die Hirtenknaben sie schleifen werden und ihre Wohnung zerst\u00f6ren?\n50:46 Und die Erde wird beben von dem Geschrei, und wird unter den Heiden erschallen, wenn Babel gewonnen wird.\n51:1 So spricht, der HERR: Siehe, ich will einen scharfen Wind erwecken wider Babel und wider ihre Einwohner, die sich wider mich gesetzt haben.\n51:2 Ich will auch Worfler gen Babel schicken, die sie worfeln sollen und ihr Land ausfegen, die allenthalben um sie sein werden am Tage ihres Ungl\u00fccks.\n51:3 Denn ihre Sch\u00fctzen werden nicht schie\u00dfen, und ihre Geharnischten werden sich nicht wehren k\u00f6nnen. So verschonet nun ihrer jungen Mannschaft nicht, verbannet all ihr Heer,\n51:4 da\u00df die Erschlagenen da liegen, im Lande der Chald\u00e4er und die Erstochenen auf ihren Gassen.\n51:5 Denn Israel und Juda sollen nicht Witwen von ihrem Gott, dem HERRN Zebaoth, gelassen werden. Denn jener Land hat sich hoch verschuldet am Heiligen in Israel.\n51:6 Fliehet aus Babel, damit ein jeglicher seine Seele errette, da\u00df ihr nicht untergehet in ihrer Missetat! Denn dies ist die Zeit der Rache des HERRN, der ein Vergelter ist und will sie bezahlen.\n51:7 Der g\u00fcldene Kelch zu Babel, der alle Welt trunken gemacht hat, ist in der Hand des HERRN. Alle Heiden haben von ihrem Wein getrunken, darum sind die Heiden so toll worden.\n51:8 Wie pl\u00f6tzlich ist Babel gefallen und zerschmettert! Heulet \u00fcber sie; nehmet auch Salben zu ihren Wunden, ob sie vielleicht m\u00f6chte heil werden.\n51:9 Wir heilen Babel; aber sie will nicht heil werden. So la\u00dft sie fahren, und la\u00dft uns ein jeglicher in sein Land ziehen! Denn ihre Strafe reicht bis an den Himmel und langet hinauf bis an die Wolken.\n51:10 Der HERR hat unsere Gerechtigkeit hervorgebracht. Kommt, la\u00dft uns zu Zion erz\u00e4hlen die Werke des HERRN, unsers Gottes!\n51:11 Ja, polieret nun die Pfeile wohl und r\u00fcstet die Schilde! Der HERR hat den Mut der K\u00f6nige in Medien erweckt. Denn seine Gedanken stehen wider Babel, da\u00df er sie verderbe; denn dies ist die Rache des HERRN, die Rache seines Tempels.\n51:12 Ja, stecket nun Panier auf die Mauern zu Babel, nehmet die Wache ein, setzet W\u00e4chter, bestellet die Hut! Denn der HERR gedenket etwas und wird auch tun, was er wider die Einwohner zu Babel geredet hat.\n51:13 Die du an gro\u00dfen Wassern wohnest und gro\u00dfe Sch\u00e4tze hast: dein Ende ist kommen, und dein Geiz ist aus.\n51:14 Der HERR Zebaoth hat bei seiner Seele geschworen: Ich will dich mit Menschen f\u00fcllen, als w\u00e4ren's K\u00e4fer, die sollen dir ein Liedlein singen,\n51:15 der die Erde durch seine Kraft gemacht hat und den Weltkreis durch seine Weisheit bereitet und den Himmel ordentlich zugerichtet.\n51:16 Wenn er donnert, so ist da Wasser die Menge unter dem Himmel; er zeucht die Nebel auf vom Ende der Erde; er macht die Blitze im Regen und l\u00e4\u00dft den Wind kommen aus heimlichen \u00d6rtern.\n51:17 Alle Menschen sind Narren mit ihrer Kunst, und alle Goldschmiede stehen mit Schanden mit ihren Bildern; denn ihre G\u00f6tzen sind Tr\u00fcgerei und haben kein Leben.\n51:18 Es ist eitel nichts und verf\u00fchrerisch Werk; sie m\u00fcssen umkommen, wenn sie heimgesucht werden.\n51:19 Aber also ist der nicht, der Jakobs Schatz ist, sondern der alle Dinge schafft, der ist's; und Israel ist die Rute seines Erbes. Er hei\u00dft HERR Zebaoth.\n51:20 Du bist mein Hammer, meine Kriegswaffe; durch dich habe ich die Heiden zerschmissen und die K\u00f6nigreiche zerst\u00f6ret.\n51:21 Ich will deine Rosse und Reiter zerscheitern; ich will deine Wagen und Fuhrm\u00e4nner zerschmei\u00dfen;\n51:22 ich will deine M\u00e4nner und Weiber zerschmei\u00dfen; ich will deine Alten und Jungen zerschmei\u00dfen; ich will deine J\u00fcnglinge und Jungfrauen zerschmei\u00dfen;\n51:23 ich will deine Hirten und Herde zerschmei\u00dfen; ich will deine Bauern und Joch zerschmei\u00dfen; ich will deine F\u00fcrsten und HERREN zerschmei\u00dfen.\n51:24 Denn ich will Babel und allen Einwohnern der Chald\u00e4er vergelten alle ihre Bosheit, die sie an Zion begangen haben vor euren Augen, spricht der HERR.\n51:25 Siehe, ich will an dich, du sch\u00e4dlicher Berg, der du alle Welt verderbest, spricht der HERR; ich will meine Hand \u00fcber dich strecken und dich von den Felsen herabw\u00e4lzen und will einen verbrannten Berg aus dir machen,\n51:26 da\u00df man weder Eckstein noch Grundstein aus dir nehmen k\u00f6nne, sondern eine ewige W\u00fcste sollst du sein, spricht der HERR.\n51:27 Werfet Panier auf im Lande, blaset die Posaunen unter den Heiden, heiliget die Heiden wider sie; rufet wider sie die K\u00f6nigreiche Ararat, Meni und Askenas; bestellet Hauptleute wider sie; bringet Rosse herauf wie flatternde K\u00e4fer!\n51:28 Heiliget die Heiden wider sie, n\u00e4mlich die K\u00f6nige aus Medien samt allen ihren F\u00fcrsten und HERREN und das ganze Land ihrer HERRSChaft,\n51:29 da\u00df das Land erbebe und erschrecke; denn die Gedanken des HERRN wollen erf\u00fcllet werden wider Babel, da\u00df er das Land Babel zur W\u00fcste mache, darin niemand wohne.\n51:30 Die Helden zu Babel werden nicht zu Felde ziehen d\u00fcrfen, sondern m\u00fcssen in der Festung bleiben. Ihre St\u00e4rke ist aus und sind Weiber worden; ihre Wohnungen sind angesteckt und ihre Riegel zerbrochen.\n51:31 Es l\u00e4uft hie einer und da einer dem andern entgegen, und eine Botschaft begegnet hie und da der andern, dem K\u00f6nige zu Babel anzusagen, da\u00df seine Stadt gewonnen sei bis ans Ende,\n51:32 und die Furt eingenommen und die Seen ausgebrannt sind, und die Kriegsleute seien bl\u00f6de worden.\n51:33 Denn also spricht der HERR Zebaoth, der Gott Israels: Die Tochter Babel ist wie eine Tenne, wenn man darauf drischet; es wird ihre Ernte gar schier kommen.\n51:34 Nebukadnezar, der K\u00f6nig zu Babel, hat mich gefressen und umgebracht; er hat aus mir ein leer Gef\u00e4\u00df gemacht; er hat mich verschlungen wie ein Drache; er hat seinen Bauch gef\u00fcllet mit meinem Niedlichsten; er hat mich versto\u00dfen.\n51:35 Nun aber findet sich \u00fcber Babel der Frevel an mir begangen, und mein Fleisch, spricht die Einwohnerin zu Zion, und mein Blut \u00fcber die Einwohner zu Chald\u00e4a, spricht Jerusalem.\n51:36 Darum spricht der HERR also: Siehe, ich will dir deine Sache ausf\u00fchren und dich r\u00e4chen; ich will ihr Meer austrocknen und ihre Brunnen versiegen lassen.\n51:37 Und Babel soll zum Steinhaufen und zur Drachenwohnung werden, zum Wunder und zum Anpfeifen; da\u00df niemand drinnen wohnet.\n51:38 Sie sollen miteinander br\u00fcllen wie die L\u00f6wen und schreien wie die jungen L\u00f6wen.\n51:39 Ich will sie mit ihrem Trinken in die Hitze setzen und will sie trunken machen, da\u00df sie fr\u00f6hlich werden und einen ewigen Schlaf schlafen, von dem sie nimmermehr aufwachen sollen, spricht der HERR.\n51:40 Ich will sie herunterf\u00fchren wie L\u00e4mmer zur Schlachtbank, wie die Widder mit den B\u00f6cken.\n51:41 Wie ist Sesach so gewonnen und die Ber\u00fchmte in aller Welt so eingenommen! Wie ist Babel so zum Wunder worden unter den Heiden!\n51:42 Es ist ein Meer \u00fcber Babel gegangen; und sie ist mit desselbigen Wellen Menge bedeckt.\n51:43 Ihre St\u00e4dte sind zur W\u00fcste und zu einem d\u00fcrren, \u00f6den Lande worden, im Lande, da niemand innen wohnet und da kein Mensch innen wandelt.\n51:44 Denn ich habe den Bel zu Babel heimgesucht und habe aus seinem Rachen gerissen, das er verschlungen hatte; und sollen die Heiden nicht mehr zu ihm laufen; denn es sind auch die Mauern zu Babel zerfallen.\n51:45 Ziehet heraus, mein Volk, und errette ein jeglicher seine Seele vor dem grimmigen Zorn des HERRN!\n51:46 Euer Herz m\u00f6chte sonst weich werden und verzagen vor dem Geschrei, das man im Lande h\u00f6ren wird. Denn es wird ein Geschrei im Jahr gehen und nach demselbigen im andern Jahr auch ein Geschrei \u00fcber Gewalt im Lande, und wird ein F\u00fcrst wider den andern sein.\n51:47 Darum siehe, es kommt die Zeit, da\u00df ich die G\u00f6tzen zu Babel heimsuchen will, und ihr ganzes Land zuschanden werden soll, und ihre Erschlagenen drinnen liegen werden.\n51:48 Himmel und Erde und alles, was drinnen ist, werden jauchzen \u00fcber Babel, da\u00df ihre Verst\u00f6rer von Mitternacht kommen sind, spricht der HERR.\n51:49 Und wie Babel in Israel die Erschlagenen gef\u00e4llet hat, also sollen zu Babel die Erschlagenen gef\u00e4llet werden im ganzen Lande.\n51:50 So ziehet nun hin, die ihr dem Schwert entronnen seid, und s\u00e4umet euch nicht! Gedenket des HERRN in fernem Lande und la\u00dft euch Jerusalem im Herzen sein.\n51:51 Wir waren zuschanden worden, da wir die Schmach h\u00f6ren mu\u00dften, und die Schande unser Angesicht bedeckte, da die Fremden \u00fcber das Heiligtum des Hauses des HERRN kamen.\n51:52 Darum siehe, die Zeit kommt, spricht der HERR, da\u00df ich ihre G\u00f6tzen heimsuchen will, und im ganzen Lande sollen die t\u00f6dlich Verwundeten seufzen.\n51:53 Und wenn Babel gen Himmel stiege und ihre Macht in der H\u00f6he fest machte, so sollen doch Verst\u00f6rer von mir \u00fcber sie kommen, spricht der HERR.\n51:54 Man h\u00f6rt ein Geschrei zu Babel und einen gro\u00dfen Jammer in der Chald\u00e4er Lande.\n51:55 Denn der HERR verst\u00f6ret Babel; er verderbet sie mit solchem gro\u00dfen Geschrei und Get\u00fcmmel, da\u00df ihre Wellen brausen wie die gro\u00dfen Wasser.\n51:56 Denn es ist \u00fcber Babel der Verst\u00f6rer kommen; ihre Helden werden gefangen, ihre Bogen werden zerbrochen; denn der Gott der Rache, der HERR, bezahlet sie.\n51:57 Ich will ihre F\u00fcrsten, Weisen, HERREN und Hauptleute und Krieger trunken machen, da\u00df sie einen ewigen Schlaf sollen schlafen, davon sie nimmermehr aufwachen, spricht der K\u00f6nig, der da hei\u00dft HERR Zebaoth.\n51:58 So spricht der HERR Zebaoth: Die Mauern der gro\u00dfen Babel sollen untergraben und ihre hohen Tore mit Feuer angesteckt werden, da\u00df der Heiden Arbeit verloren sei und verbrannt werde, was die V\u00f6lker mit M\u00fche erbauet haben.\n51:59 Dies ist das Wort, das der Prophet Jeremia befahl Seraja, dem Sohn Nerias, des Sohns Mahseas, da er zog mit Zedekia, dem K\u00f6nige in Juda, gen Babel im vierten Jahr seines K\u00f6nigreichs. Und Seraja war ein friedsamer F\u00fcrst.\n51:60 Und Jeremia schrieb all das Ungl\u00fcck, so \u00fcber Babel kommen sollte, in ein Buch, n\u00e4mlich alle diese Worte, die wider Babel geschrieben sind.\n51:61 Und Jeremia sprach zu Seraja: Wenn du gen Babel kommst, so schaue zu und lies alle diese Worte\n51:62 und sprich: HERR, du hast geredet wider diese St\u00e4tte, da\u00df du sie willst ausrotten, da\u00df niemand drinnen wohne, weder Mensch noch Vieh, sondern ewiglich w\u00fcst sei.\n51:63 Und wenn du das Buch hast ausgelesen, so binde einen Stein daran und wirf's in den Phrath\n51:64 und sprich: Also soll Babel versenkt werden und nicht wieder aufkommen von dem Ungl\u00fcck, das ich \u00fcber sie bringen will, sondern vergehen. So ferne hat Jeremia geredet.\n52:1 Zedekia war einundzwanzig Jahre alt, da er K\u00f6nig ward, und regierete elf Jahre zu Jerusalem. Seine Mutter hie\u00df Hamutal, eine Tochter Jeremias zu Libna.\n52:2 Und tat, das dem HERRN \u00fcbel gefiel, gleichwie Jojakim getan hatte.\n52:3 Denn es ging des HERRN Zorn \u00fcber Jerusalem und Juda, bis er sie von seinem Angesicht verwarf. Und Zedekia fiel ab vom K\u00f6nige zu Babel.\n52:4 Aber im neunten Jahr seines K\u00f6nigreichs, am zehnten Tage des zehnten Monden, kam Nebukadnezar, der K\u00f6nig zu Babel, samt all seinem Heer wider Jerusalem und belagerten sie und machten eine Schanze ringsumher.\n52:5 Und blieb also, die Stadt belagert bis ins elfte Jahr des K\u00f6nigs Zedekia.\n52:6 Aber am neunten Tage des vierten Monden nahm der Hunger \u00fcberhand in der Stadt, und hatte das Volk vom Lande nichts mehr zu essen.\n52:7 Da brach man in die Stadt; und alle Kriegsleute gaben die Flucht und zogen zur Stadt hinaus bei der Nacht, des Weges zum Tor zwischen den zwo Mauern, zum Garten des K\u00f6nigs. Aber die Chald\u00e4er lagen um die Stadt her.\n52:8 Und da diese zogen des Weges durchs Feld, jagte der Chald\u00e4er Heer dem K\u00f6nige nach und ergriffen Zedekia in dem Felde bei Jericho; da zerstreuete sich all sein Heer von ihm.\n52:9 Und sie fingen den K\u00f6nig und brachten ihn hinauf dem K\u00f6nige zu Babel gen Riblath, die im Lande Hemath liegt; der sprach ein Urteil \u00fcber ihn.\n52:10 Allda lie\u00df der K\u00f6nig zu Babel die Kinder Zedekias vor seinen Augen erw\u00fcrgen und erw\u00fcrgete alle F\u00fcrsten Judas zu Riblath.\n52:11 Aber Zedekia lie\u00df er die Augen ausstechen und lie\u00df ihn mit zwo Ketten binden; und f\u00fchrete ihn also der K\u00f6nig zu Babel gen Babel und legte ihn ins Gef\u00e4ngnis, bis da\u00df er starb.\n52:12 Am zehnten Tag des f\u00fcnften Monden, welches ist das neunzehnte Jahr Nebukadnezars, des K\u00f6nigs zu Babel, kam Nebusar-Adan, der Hauptmann, der stets um den K\u00f6nig zu Babel war, gen Jerusalem\n52:13 und verbrannte des HERRN Haus und des K\u00f6nigs Haus und alle H\u00e4user zu Jerusalem; alle gro\u00dfen H\u00e4user verbrannte er mit Feuer.\n52:14 Und das ganze Heer, der Chald\u00e4er, so bei dem Hauptmann war, rissen um alle Mauern zu Jerusalem ringsumher.\n52:15 Aber das arme Volk und andere Volk, so noch \u00fcbrig war in der Stadt, und die zum K\u00f6nig zu Babel fielen, und das \u00fcbrige Handwerksvolk f\u00fchrete Nebusar-Adan, der Hauptmann, gefangen weg.\n52:16 Und vom armen Volk auf dem Lande lie\u00df Nebusar-Adan, der Hauptmann, bleiben Weing\u00e4rtner und Ackerleute.\n52:17 Aber die ehernen S\u00e4ulen am Hause des HERRN und das Gest\u00fchle und das eherne Meer am Hause des HERRN zerbrachen die Chald\u00e4er und f\u00fchreten all das Erz von denselbigen gen Babel.\n52:18 Und die Kessel, Schaufeln, Messer, Becken, Kellen und alle ehernen Gef\u00e4\u00dfe, die man im Gottesdienst pflegte zu brauchen, nahmen sie weg.\n52:19 Dazu nahm der Hauptmann, was g\u00fclden und silbern war, an Bechern, R\u00e4ucht\u00f6pfen, Becken, Kesseln, Leuchtern, L\u00f6ffeln und Schalen,\n52:20 die zwo S\u00e4ulen, das einzelne Meer, die zw\u00f6lf ehernen Rinder, die anstatt des Gest\u00fchles stunden, welche der K\u00f6nig Salomo hatte lassen machen zum Hause des HERRN. Dieses alles Ger\u00e4tes Erz war unerme\u00dflich viel.\n52:21 Der zwo S\u00e4ulen aber war eine jegliche achtzehn Ellen hoch, und eine Schnur zw\u00f6lf Ellen lang reichte um sie her, und war vier Finger dick und inwendig hohl.\n52:22 Und stund auf jeglicher ein eherner Knauf, f\u00fcnf Ellen hoch, und Reife und Granat\u00e4pfel waren an jeglichem Knauf ringsumher, alles ehern; und war eine S\u00e4ule wie die andere, die Granat\u00e4pfel auch.\n52:23 Es waren der Granat\u00e4pfel sechsundneunzig dran, und aller Granat\u00e4pfel waren hundert an einem Reif ringsumher.\n52:24 Und der Hauptmann nahm den Priester Seraja aus der ersten Ordnung und den Priester Zephanja aus der andern Ordnung und drei T\u00fcrh\u00fcter\n52:25 und einen K\u00e4mmerer aus der Stadt, welcher \u00fcber die Kriegsleute gesetzt war, und sieben M\u00e4nner, welche um den K\u00f6nig sein mu\u00dften, die in der Stadt funden wurden, dazu Sopher, den Heerf\u00fcrsten, der das Landvolk zu mustern pflegte, dazu sechzig Mann Landvolks, so in der Stadt funden wurden.\n52:26 Diese nahm Nebusar-Adan, der Hauptmann, und brachte sie dem K\u00f6nige zu Babel gen Riblath.\n52:27 Und der K\u00f6nig zu Babel schlug sie tot zu Riblath, die im Lande Hemath liegt. Also ward Juda aus seinem Lande weggef\u00fchret.\n52:28 Dies ist das Volk, welches Nebukadnezar weggef\u00fchret hat, n\u00e4mlich im siebenten Jahr dreitausend und dreiundzwanzig Juden,\n52:29 im achtzehnten Jahr aber des Nebukadnezar achthundert und zweiunddrei\u00dfig Seelen aus Jerusalem.\n52:30 Und im dreiundzwanzigsten Jahr des Nebukadnezar f\u00fchrete Nebusar-Adan, der Hauptmann, siebenhundert und f\u00fcnfundvierzig Seelen weg aus Juda. Aller Seelen sind viertausend und sechshundert.\n52:31 Aber im siebenunddrei\u00dfigsten Jahr, nachdem Jojachin, der K\u00f6nig zu Juda, weggef\u00fchret war, am f\u00fcnfundzwanzigsten Tage des zw\u00f6lften Monden, erhub Evil-Merodach, der K\u00f6nig zu Babel, im Jahr, da er K\u00f6nig ward, das Haupt Jojachins, des K\u00f6nigs Judas, und lie\u00df ihn aus dem Gef\u00e4ngnis.\n52:32 Und redete freundlich mit ihm; und setzte seinen Stuhl \u00fcber der K\u00f6nige St\u00fchle, die bei ihm zu Babel waren.\n52:33 Und wandelte ihm seines Gef\u00e4ngnisses Kleider, da\u00df er vor ihm a\u00df stets sein Leben lang.\n52:34 Und ihm ward stets seine Unterhaltung vom K\u00f6nige zu Babel gegeben, wie es ihm verordnet war, sein ganzes Leben lang, bis an sein Ende.","title":"German Bible: Jeremiah","type":"page"}
