{"collection":"Bible & Christianity","html_url":"https://unchartedknowledge.5gfusion.net/browse/bib/wb/ger/mar.htm","path":"bib/wb/ger/mar.htm","source_url":"https://sacred-texts.com/bib/wb/ger/mar.htm","text":"1:1 Dies ist der Anfang des Evangeliums von Jesus Christus, dem Sohn Gottes,\n1:2 wie geschrieben stehet in den Propheten: Siehe, ich sende meinen Engel vor dir her, der da bereite deinen Weg vor dir!\n1:3 Es ist eine Stimme eines Predigers in der W\u00fcste: Bereitet den Weg des HERRN, machet seine Steige richtig!\n1:4 Johannes, der war in der W\u00fcste, taufte und predigte von der Taufe der Bu\u00dfe zur Vergebung der S\u00fcnden.\n1:5 Und es ging zu ihm hinaus das ganze j\u00fcdische Land und die von Jerusalem und lie\u00dfen sich alle von ihm taufen im Jordan und bekannten ihre S\u00fcnden.\n1:6 Johannes aber war bekleidet mit Kamelhaaren und mit einem ledernen G\u00fcrtel um seine Lenden und a\u00df Heuschrecken und wilden Honig.\n1:7 Und predigte und sprach: Es kommt einer nach mir, der ist st\u00e4rker denn ich, dem ich nicht genugsam bin, da\u00df ich mich vor ihm b\u00fccke und die Riemen seiner Schuhe aufl\u00f6se.\n1:8 Ich taufe euch mit Wasser; aber er wird euch mit dem Heiligen Geist taufen.\n1:9 Und es begab sich zu derselbigen Zeit, da\u00df Jesus aus Galil\u00e4a von Nazareth kam und lie\u00df sich taufen von Johannes im Jordan.\n1:10 Und alsbald stieg er aus dem Wasser und sah, da\u00df sich der Himmel auftat, und den Geist gleichwie eine Taube herab kommen auf ihn.\n1:11 Und da geschah eine Stimme vom Himmel: Du bist mein lieber Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe.\n1:12 Und bald trieb ihn der Geist in die W\u00fcste.\n1:13 Und war allda in der W\u00fcste vierzig Tage und ward versucht von dem Satan und war bei den Tieren, und die Engel dieneten ihm.\n1:14 Nachdem aber Johannes \u00fcberantwortet ward, kam Jesus nach Galil\u00e4a und predigte das Evangelium vom Reich Gottes\n1:15 und sprach: Die Zeit ist erf\u00fcllet, und das Reich Gottes ist herbeikommen. Tut Bu\u00dfe und glaubt an das Evangelium!\n1:16 Da er aber an dem Galil\u00e4ischen Meer ging, sah er Simon und Andreas, seinen Bruder, da\u00df sie ihre Netze ins Meer warfen; denn sie waren Fischer.\n1:17 Und Jesus sprach zu ihnen: Folget mir nach! Ich will euch zu Menschenfischern machen.\n1:18 Alsbald verlie\u00dfen sie ihre Netze und folgeten ihm nach.\n1:19 Und da er von dannen ein wenig f\u00fcrba\u00df ging, sah er Jakobus, den Sohn des Zebed\u00e4us, und Johannes, seinen Bruder, da\u00df sie die Netze im Schiff flickten; und bald rief er sie.\n1:20 Und sie lie\u00dfen ihren Vater Zebed\u00e4us im Schiff mit den Tagel\u00f6hnern und folgeten ihm nach.\n1:21 Und sie gingen gen Kapernaum; und bald an den Sabbaten ging er in die Schule und lehrete.\n1:22 Und sie entsetzten sich \u00fcber seine Lehre; denn er lehrete gewaltiglich und nicht wie die Schriftgelehrten.\n1:23 Und es war in ihrer Schule ein Mensch, besessen mit einem unsaubern Geist, der schrie\n1:24 und sprach: Halt, was haben wir mit dir zu schaffen, Jesus von Nazareth? Du bist kommen, uns zu verderben. Ich wei\u00df, wer du bist, der Heilige Gottes.\n1:25 Und Jesus bedr\u00e4uete ihn und sprach: Verstumme und fahre aus von ihm!\n1:26 Und der unsaubere Geist ri\u00df ihn und schrie laut und fuhr aus von ihm.\n1:27 Und sie entsetzten sich alle, also da\u00df sie untereinander sich befragten und sprachen: Was ist das? Was ist das f\u00fcr eine neue Lehre? Er gebeut mit Gewalt den unsaubern Geistern, und sie gehorchen ihm.\n1:28 Und sein Ger\u00fccht erscholl bald umher in die Grenze Galil\u00e4as.\n1:29 Und sie gingen bald aus der Schule und kamen in das Haus des Simon und Andreas mit Jakobus und Johannes.\n1:30 Und die Schwieger Simons lag und hatte das Fieber; und alsbald sagten sie ihm von ihr.\n1:31 Und er trat zu ihr und richtete sie auf und hielt sie bei der Hand; und das Fieber verlie\u00df sie bald, und sie dienete ihnen.\n1:32 Am Abend aber, da die Sonne untergegangen war, brachten sie zu ihm allerlei Kranke und Besessene.\n1:33 Und die ganze Stadt versammelte sich vor der T\u00fcr.\n1:34 Und er half vielen Kranken, die mit mancherlei Seuchen beladen waren, und trieb viele Teufel aus und lie\u00df die Teufel nicht reden; denn sie kannten ihn.\n1:35 Und des Morgens vor Tag stund er auf und ging hinaus. Und Jesus ging in eine w\u00fcste St\u00e4tte und betete daselbst.\n1:36 Und Petrus mit denen, die bei ihm waren, eileten ihm nach.\n1:37 Und da sie ihn fanden, sprachen sie zu ihm: Jedermann suchet dich.\n1:38 Und er sprach zu ihnen: La\u00dft uns in die n\u00e4chsten St\u00e4dte gehen, da\u00df ich daselbst auch predige; denn dazu bin ich kommen.\n1:39 Und er predigte in ihren Schulen in ganz Galil\u00e4a und trieb die Teufel aus.\n1:40 Und es kam zu ihm ein Auss\u00e4tziger, der bat ihn, knieete vor ihm und sprach zu ihm: Willst du, so kannst du mich wohl reinigen.\n1:41 Und es jammerte Jesum und reckte die Hand aus, r\u00fchrete ihn an und sprach: Ich will's tun; sei gereiniget!\n1:42 Und als er so sprach, ging der Aussatz alsbald von ihm, und er ward rein.\n1:43 Und Jesus bedr\u00e4uete ihn und trieb ihn alsbald von sich\n1:44 und sprach zu ihm: Siehe zu, da\u00df du niemand nichts sagest, sondern gehe hin und zeige dich dem Priester und opfere f\u00fcr deine Reinigung, was Mose geboten hat, zum Zeugnis \u00fcber sie.\n1:45 Er aber, da er hinauskam, hub er an und sagte viel davon und machte die Geschichte ruchbar, also da\u00df er hinfort nicht mehr konnte \u00f6ffentlich in die Stadt gehen, sondern er war drau\u00dfen in den w\u00fcsten \u00d6rtern. Und sie kamen zu ihm von allen Enden.\n2:1 Und \u00fcber etliche Tage ging er wiederum gen Kapernaum; und es ward ruchbar, da\u00df er im Hause war.\n2:2 Und alsbald versammelten sich viele, also da\u00df sie nicht Raum hatten, auch drau\u00dfen vor der T\u00fcr. Und er sagte ihnen das Wort.\n2:3 Und es kamen etliche zu ihm, die brachten einen Gichtbr\u00fcchigen, von vieren getragen.\n2:4 Und da sie nicht konnten zu ihm kommen vor dem Volk, deckten sie das Dach auf, da er war, und gruben's auf und lie\u00dfen das Bett hernieder, da der Gichtbr\u00fcchige innen lag.\n2:5 Da aber Jesus ihren Glauben sah, sprach er zu dem Gichtbr\u00fcchigen: Mein Sohn, deine S\u00fcnden sind dir vergeben.\n2:6 Es waren aber etliche Schriftgelehrte, die sa\u00dfen allda und gedachten in ihrem Herzen:\n2:7 Wie redet dieser solche Gottesl\u00e4sterung? Wer kann S\u00fcnde vergeben denn allein Gott?\n2:8 Und Jesus erkannte bald in seinem Geist, da\u00df sie also gedachten bei sich selbst, und sprach zu ihnen: Was gedenket ihr solches in euren Herzen?\n2:9 Welches ist leichter, zu dem Gichtbr\u00fcchigen zu sagen: Dir sind deine S\u00fcnden vergeben, oder: Stehe auf, nimm dein Bett und wandele?\n2:10 Auf da\u00df ihr aber wisset, da\u00df des Menschen Sohn Macht hat, zu vergeben die S\u00fcnden auf Erden, sprach er zu dem Gichtbr\u00fcchigen:\n2:11 Ich sage dir, stehe auf, nimm dein Bett und gehe heim!\n2:12 Und alsbald stund er auf, nahm sein Bett und ging hinaus vor allen, also da\u00df sie sich alle entsetzten und preiseten Gott und sprachen: Wir haben solches noch nie gesehen.\n2:13 Und er ging wiederum hinaus an das Meer; und alles Volk kam zu ihm, und er lehrete sie.\n2:14 Und da Jesus vor\u00fcberging, sah er Levi, den Sohn des Alph\u00e4us, am Zoll sitzen und sprach zu ihm: Folge mir nach! Und er stund auf und folgte ihm nach.\n2:15 Und es begab sich, da er zu Tische sa\u00df in seinem Hause, setzten sich viel Z\u00f6llner und S\u00fcnder zu Tische mit Jesu und seinen J\u00fcngern. Denn ihrer war viel, die ihm nachfolgeten.\n2:16 Und die Schriftgelehrten und Pharis\u00e4er, da sie sahen, da\u00df er mit den Z\u00f6llnern und S\u00fcndern a\u00df, sprachen sie zu seinen J\u00fcngern: Warum isset und trinket er mit den Z\u00f6llnern und S\u00fcndern?\n2:17 Da das Jesus h\u00f6rete, sprach er zu ihnen: Die Starken bed\u00fcrfen keines Arztes, sondern die Kranken. Ich bin kommen, zu rufen die S\u00fcnder zur Bu\u00dfe und nicht die Gerechten.\n2:18 Und die J\u00fcnger des Johannes und der Pharis\u00e4er fasteten viel; und es kamen etliche, die sprachen zu ihm: Warum fasten die J\u00fcnger des Johannes und der Pharis\u00e4er, und deine J\u00fcnger fasten nicht?\n2:19 Und Jesus sprach zu ihnen: Wie k\u00f6nnen die Hochzeitsleute fasten, dieweil der Br\u00e4utigam bei ihnen ist? Alsolange der Br\u00e4utigam bei ihnen ist, k\u00f6nnen sie nicht fasten.\n2:20 Es wird aber die Zeit kommen, da\u00df der Br\u00e4utigam von ihnen genommen wird; dann werden sie fasten.\n2:21 Niemand flicket einen Lappen von neuem Tuch an ein alt Kleid; denn der neue Lappen rei\u00dfet doch vom alten, und der Ri\u00df wird \u00e4rger.\n2:22 Und niemand fasset Most in alte Schl\u00e4uche; anders zerrei\u00dfet der Most die Schl\u00e4uche, und der Wein wird versch\u00fcttet, und die Schl\u00e4uche kommen um. Sondern man soll Most in neue Schl\u00e4uche fassen.\n2:23 Und es begab sich, da er wandelte am Sabbat durch die Saat, und seine J\u00fcnger fingen an, indem sie gingen, \u00c4hren auszuraufen.\n2:24 Und die Pharis\u00e4er sprachen zu ihm: Siehe zu, was tun deine J\u00fcnger am Sabbat, das nicht recht ist?\n2:25 Und er sprach zu ihnen: Habt ihr nie gelesen, was David tat, da es ihm not war und ihn hungerte samt denen, die bei ihm waren,\n2:26 wie er ging in das Haus Gottes zur Zeit Abjathars, des Hohenpriesters, und a\u00df die Schaubrote, die niemand durfte essen denn die Priester, und er gab sie auch denen, die bei ihm waren?\n2:27 Und er sprach zu ihnen: Der Sabbat ist um des Menschen willen gemacht und nicht der Mensch um des Sabbats willen.\n2:28 So ist des Menschen Sohn ein HERR auch des Sabbats.\n3:1 Und er ging abermal in die Schule. Und es war da ein Mensch, der hatte eine verdorrete Hand.\n3:2 Und sie hielten auf ihn, ob er auch am Sabbat ihn heilen w\u00fcrde, auf da\u00df sie eine Sache wider ihn h\u00e4tten.\n3:3 Und er sprach zu dem Menschen mit der verdorreten Hand: Tritt hervor!\n3:4 Und er sprach zu ihnen: Soll man am Sabbat Gutes tun oder B\u00f6ses tun, das Leben erhalten oder t\u00f6ten? Sie aber schwiegen stille.\n3:5 Und er sah sie umher an mit Zorn und war betr\u00fcbet \u00fcber ihre verstockten Herzen und sprach zu dem Menschen: Strecke deine Hand aus! Und er streckte sie aus; und die Hand ward ihm gesund wie die andere.\n3:6 Und die Pharis\u00e4er gingen hinaus und hielten alsbald einen Rat mit des Herodes Dienern \u00fcber ihn, wie sie ihn umbr\u00e4chten.\n3:7 Aber Jesus entwich mit seinen J\u00fcngern an das Meer. Und viel Volks folgte ihm nach aus Galil\u00e4a und aus Jud\u00e4a\n3:8 und von Jerusalem und aus Idum\u00e4a und von jenseit des Jordans und die um Tyrus und Sidon wohnen, eine gro\u00dfe Menge, die seine Taten h\u00f6reten, und kamen zu ihm.\n3:9 Und er sprach zu seinen J\u00fcngern, da\u00df sie ihm ein Schifflein hielten um des Volks willen, da\u00df sie ihn nicht dr\u00e4ngeten.\n3:10 Denn er heilete ihrer viele, also da\u00df sie ihn \u00fcberfielen, alle, die geplagt waren, auf da\u00df sie ihn anr\u00fchreten.\n3:11 Und wenn ihn die unsaubern Geister sahen, fielen sie vor ihm nieder, schrieen und sprachen: Du bist Gottes Sohn!\n3:12 Und er bedr\u00e4uete sie hart, da\u00df sie ihn nicht offenbar machten.\n3:13 Und er ging auf einen Berg und rief zu sich, welche er wollte, und die gingen hin zu ihm.\n3:14 Und er ordnete die Zw\u00f6lfe, da\u00df sie bei ihm sein sollten, und da\u00df er sie aussendete zu predigen,\n3:15 und da\u00df sie Macht h\u00e4tten, die Seuchen zu heilen und die Teufel auszutreiben,\n3:16 und gab Simon den Namen Petrus;\n3:17 und Jakobus, den Sohn des Zebed\u00e4us, und Johannes, den Bruder des Jakobus, und gab ihnen den Namen Bnehargem, das ist gesagt, Donnerskinder;\n3:18 und Andreas und Philippus und Bartholom\u00e4us und Matth\u00e4us und Thomas und Jakobus, des Alph\u00e4us Sohn, und Thadd\u00e4us und Simon von Kana\n3:19 und Judas Ischariot, der ihn verriet.\n3:20 Und sie kamen nach Hause; und da kam abermal das Volk zusammen, also da\u00df sie nicht Raum hatten zu essen.\n3:21 Und da es h\u00f6reten, die um ihn waren, gingen sie hinaus und wollten ihn halten; denn sie sprachen: Er wird von Sinnen kommen.\n3:22 Die Schriftgelehrten aber, die von Jerusalem herabkommen waren, sprachen: Er hat den Beelzebub und durch den Obersten der Teufel treibt er die Teufel aus.\n3:23 Und er rief sie zusammen und sprach zu ihnen in Gleichnissen: Wie kann ein Satan den andern austreiben?\n3:24 Wenn ein Reich mit ihm selbst untereinander uneins wird, mag es nicht bestehen.\n3:25 Und wenn ein Haus mit ihm selbst untereinander uneins wird, mag es nicht bestehen\n3:26 Setzet sich nun der Satan wider sich selbst und ist mit ihm selbst uneins, so kann er nicht bestehen, sondern es ist aus mit ihm.\n3:27 Es kann niemand einem Starken in sein Haus fallen und seinen Hausrat rauben, es sei denn, da\u00df er zuvor den Starken binde und alsdann sein Haus beraube.\n3:28 Wahrlich, ich sage euch, alle S\u00fcnden werden vergeben den Menschenkindern, auch die Gottesl\u00e4sterung, damit sie Gott l\u00e4stern;\n3:29 wer aber den Heiligen Geist l\u00e4stert, der hat keine Vergebung ewiglich, sondern ist schuldig des ewigen Gerichts.\n3:30 Denn sie sagten: Er hat einen unsaubern Geist.\n3:31 Und es kam seine Mutter und seine Br\u00fcder und stunden drau\u00dfen, schickten zu ihm und lie\u00dfen ihn rufen.\n3:32 Und das Volk sa\u00df um ihn. Und sie sprachen zu ihm: Siehe, deine Mutter und deine Br\u00fcder drau\u00dfen fragen nach dir.\n3:33 Und er antwortete ihnen und sprach: Wer ist meine Mutter und meine Br\u00fcder?\n3:34 Und er sah rings um sich auf die J\u00fcnger, die um ihn im Kreise sa\u00dfen, und sprach: Siehe, das ist meine Mutter und meine Br\u00fcder.\n3:35 Denn wer Gottes Willen tut, der ist mein Bruder und meine Schwester und meine Mutter.\n4:1 Und er fing abermal an zu lehren am Meer. Und es versammelte sich viel Volks zu ihm, also da\u00df er mu\u00dfte in ein Schiff treten und auf dem Wasser sitzen. Und alles Volk stund auf dem Lande am Meer.\n4:2 Und er predigte ihnen lange durch Gleichnisse. Und in seiner Predigt sprach er zu ihnen:\n4:3 H\u00f6ret zu! Siehe, es ging ein S\u00e4mann aus, zu s\u00e4en.\n4:4 Und es begab sich, indem er s\u00e4te, fiel etliches an den Weg; da kamen die V\u00f6gel unter dem Himmel und fra\u00dfen's auf.\n4:5 Etliches fiel in das Steinige, da es nicht viel Erde hatte, und ging bald auf, darum da\u00df es nicht tiefe Erde hatte.\n4:6 Da nun die Sonne aufging, verwelkte es, und dieweil es nicht Wurzel hatte, verdorrete es.\n4:7 Und etliches fiel unter die Dornen, und die Dornen wuchsen empor und erstickten's, und es brachte keine Frucht:\n4:8 Und etliches fiel auf ein gut Land und brachte Frucht, die da zunahm und wuchs; und etliches trug drei\u00dfigf\u00e4ltig und etliches sechzigf\u00e4ltig und etliches hundertf\u00e4ltig.\n4:9 Und er sprach zu ihnen: Wer Ohren hat zu h\u00f6ren, der h\u00f6re!\n4:10 Und da er allein war, fragten ihn um dieses Gleichnis, die um ihn waren, samt den Zw\u00f6lfen.\n4:11 Und er sprach zu ihnen: Euch ist's gegeben, das Geheimnis des Reichs Gottes zu wissen; denen aber drau\u00dfen widerf\u00e4hret es alles durch Gleichnisse,\n4:12 auf da\u00df sie es mit sehenden Augen sehen und doch nicht erkennen und mit h\u00f6renden Ohren h\u00f6ren und doch nicht verstehen, auf da\u00df sie sich nicht dermal einst bekehren, und ihre S\u00fcnden ihnen vergeben werden.\n4:13 Und er sprach zu ihnen: Verstehet ihr dieses Gleichnis nicht, wie wollet ihr denn die andern alle verstehen?\n4:14 Der S\u00e4mann s\u00e4et das Wort.\n4:15 Diese sind's aber, die an dem Wege sind, wo das Wort ges\u00e4et wird, und sie es geh\u00f6ret haben; so kommt alsbald der Satan und nimmt weg das Wort, das in ihr Herz ges\u00e4et war.\n4:16 Also auch die sind's, die aufs Steinige ges\u00e4et sind; wenn sie das Wort geh\u00f6ret haben, nehmen sie es bald mit Freuden auf\n4:17 und haben keine Wurzel in ihnen, sondern sind wetterwendisch; wenn sich Tr\u00fcbsal oder Verfolgung um des Worts willen erhebt, so \u00e4rgern sie sich alsbald.\n4:18 Und diese sind's, die unter die Dornen ges\u00e4et sind, die das Wort h\u00f6ren,\n4:19 und die Sorge dieser Welt und der betr\u00fcgliche Reichtum und viel andere L\u00fcste gehen hinein und ersticken das Wort, und bleibet ohne Frucht.\n4:20 Und diese sind's, die auf ein gut Land ges\u00e4et sind, die das Wort h\u00f6ren und nehmen's an und bringen Frucht, etlicher drei\u00dfigf\u00e4ltig und etlicher sechzigf\u00e4ltig und etlicher hundertf\u00e4ltig.\n4:21 Und er sprach zu ihnen: Z\u00fcndet man auch ein Licht an, da\u00df man's unter einen Scheffel oder unter einen Tisch setze? Mitnichten, sondern da\u00df man's auf einen Leuchter setze.\n4:22 Denn es ist nichts verborgen, das nicht offenbar werde, und ist nichts Heimliches, das nicht hervorkomme.\n4:23 Wer Ohren hat zu h\u00f6ren, der h\u00f6re!\n4:24 Und sprach zu ihnen: Sehet zu, was ihr h\u00f6ret! Mit welcherlei Ma\u00df ihr messet, wird man euch wieder messen; und man wird noch zugeben euch, die ihr dies h\u00f6ret.\n4:25 Denn wer da hat, dem wird gegeben; und wer nicht hat, von dem wird man nehmen, auch was er hat.\n4:26 Und er sprach: Das Reich Gottes hat sich also, als wenn ein Mensch Samen aufs Land wirft\n4:27 und schl\u00e4ft und stehet auf Nacht und Tag, und der Same gehet auf und w\u00e4chset, da\u00df er's nicht wei\u00df.\n4:28 Denn die Erde bringt von ihr selbst zum ersten das Gras, danach die \u00c4hren, danach den vollen Weizen in den \u00c4hren.\n4:29 Wenn sie aber die Frucht gebracht hat, so schicket er bald die Sichel hin; denn die Ernte ist da.\n4:30 Und er sprach: Wem wollen wir das Reich Gottes vergleichen und durch welch Gleichnis wollen wir es vorbilden?\n4:31 Gleichwie ein Senfkorn, wenn das ges\u00e4et wird aufs Land, so ist's das kleinste unter allen Samen auf Erden.\n4:32 Und wenn es ges\u00e4et ist, so nimmt es zu und wird gr\u00f6\u00dfer denn alle Kohlkr\u00e4uter und gewinnet gro\u00dfe Zweige, also da\u00df die V\u00f6gel unter dem Himmel unter seinem Schatten wohnen k\u00f6nnen.\n4:33 Und durch viele solche Gleichnisse sagte er ihnen das Wort, nach dem sie es h\u00f6ren konnten.\n4:34 Und ohne Gleichnis redete er nichts zu ihnen; aber insonderheit legte er's seinen J\u00fcngern alles aus.\n4:35 Und an demselbigen Tage, des Abends, sprach er zu ihnen: La\u00dft uns hin\u00fcberfahren!\n4:36 Und sie lie\u00dfen das Volk gehen und nahmen ihn, wie er im Schiff war; und es waren mehr Schiffe bei ihm.\n4:37 Und es erhub sich ein gro\u00dfer Windwirbel und warf die Wellen in das Schiff, also da\u00df das Schiff voll ward.\n4:38 Und er war hinten auf dem Schiff und schlief auf einem Kissen. Und sie weckten ihn auf und sprachen zu ihm: Meister, fragst du nichts danach, da\u00df wir verderben?\n4:39 Und er stund auf und bedr\u00e4uete den Wind und sprach zu dem Meer: Schweig und verstumme! Und der Wind legte sich, und ward eine gro\u00dfe Stille.\n4:40 Und er sprach zu ihnen: Wie seid ihr furchtsam? Wie, da\u00df ihr keinen Glauben habt?\n4:41 Und sie f\u00fcrchteten sich sehr und sprachen untereinander: Wer ist der? Denn Wind und Meer sind ihm gehorsam.\n5:1 Und sie kamen jenseit des Meers, in die Gegend der Gadarener.\n5:2 Und als er aus dem Schiff trat, lief ihm alsbald entgegen aus den Gr\u00e4bern ein besessener Mensch mit einem unsaubern Geist,\n5:3 der seine Wohnung in den Gr\u00e4bern hatte. Und niemand konnte ihn binden, auch nicht mit Ketten.\n5:4 Denn er war oft mit Fesseln und Ketten gebunden gewesen und hatte die Ketten abgerissen und die Fesseln zerrieben, und niemand konnte ihn z\u00e4hmen.\n5:5 Und er war allezeit, Tag und Nacht, auf den Bergen und in den Gr\u00e4bern, schrie und schlug sich mit Steinen.\n5:6 Da er aber Jesus sah von ferne, lief er zu und fiel vor ihm nieder, schrie laut und sprach:\n5:7 Was hab' ich mit dir zu tun, o Jesu, du Sohn Gottes, des Allerh\u00f6chsten,? Ich beschw\u00f6re dich bei Gott, da\u00df du mich nicht qu\u00e4lest!\n5:8 Er aber sprach zu ihm: Fahre aus, du unsauberer Geist, von dem Menschen!\n5:9 Und er fragte ihn: Wie hei\u00dfest du? Und er antwortete und sprach: Legion hei\u00dfe ich; denn unser ist viel.\n5:10 Und er bat ihn sehr, da\u00df er sie nicht aus derselben Gegend triebe.\n5:11 Und es war daselbst an den Bergen eine gro\u00dfe Herde S\u00e4ue auf der Weide.\n5:12 Und die Teufel baten ihn alle und sprachen: La\u00df uns in die S\u00e4ue fahren!\n5:13 Und alsbald erlaubete ihnen Jesus. Da fuhren die unsaubern Geister aus und fuhren in die S\u00e4ue und die Herde st\u00fcrzte sich mit einem Sturm ins Meer (ihrer war aber bei zweitausend) und ersoffen im Meer.\n5:14 Und die Sauhirten flohen und verk\u00fcndigten das in der Stadt und auf dem Lande. Und sie gingen hinaus, zu sehen, was da geschehen war.\n5:15 Und kamen zu Jesu und sahen den, so von den Teufeln besessen war, da\u00df er sa\u00df und war bekleidet und vern\u00fcnftig, und f\u00fcrchteten sich.\n5:16 Und die es gesehen hatten, sagten ihnen, was dem Besessenen widerfahren war, und von den S\u00e4uen.\n5:17 Und sie fingen an und baten ihn, da\u00df er aus ihrer Gegend z\u00f6ge.\n5:18 Und da er in das Schiff trat, bat ihn der Besessene, da\u00df er m\u00f6chte bei ihm sein.\n5:19 Aber Jesus lie\u00df es ihm nicht zu, sondern sprach zu ihm: Gehe hin in dein Haus und zu den Deinen und verk\u00fcndige ihnen, wie gro\u00dfe Wohltat dir der HERR getan und sich deiner erbarmet hat.\n5:20 Und er ging hin und fing an auszurufen in den zehn St\u00e4dten, wie gro\u00dfe Wohltat ihm Jesus getan hatte. Und jedermann verwunderte sich.\n5:21 Und da Jesus wieder her\u00fcberfuhr im Schiff, versammelte sich viel Volks zu ihm und war an dem Meer.\n5:22 Und siehe, da kam der Obersten einer von der Schule mit Namen Jairus. Und da er ihn sah, fiel er ihm zu F\u00fc\u00dfen\n5:23 und bat ihn sehr und sprach: Meine Tochter ist in den letzten Z\u00fcgen; du wollest kommen und deine Hand auf sie legen, da\u00df sie gesund werde und lebe.\n5:24 Und er ging hin mit ihm. Und es folgte ihm viel Volks nach, und sie dr\u00e4ngeten ihn.\n5:25 Und da war ein Weib, das hatte den Blutgang zw\u00f6lf Jahre gehabt\n5:26 und viel erlitten von vielen \u00c4rzten und hatte all ihr Gut darob verzehrt; und half ihr nichts, sondern vielmehr ward es \u00e4rger mit ihr.\n5:27 Da die von Jesu h\u00f6rete, kam sie im Volk von hinten zu und r\u00fchrete sein Kleid an.\n5:28 Denn sie sprach: Wenn ich nur sein Kleid m\u00f6chte anr\u00fchren, so w\u00fcrde ich gesund.\n5:29 Und alsbald vertrocknete der Brunn ihres Bluts; und sie f\u00fchlte es am Leibe, da\u00df sie von ihrer Plage war gesund worden.\n5:30 Und Jesus f\u00fchlete alsbald an ihm selbst die Kraft, die von ihm ausgegangen war, und wandte sich um zum Volk und sprach: Wer hat meine Kleider anger\u00fchret?\n5:31 Und die J\u00fcnger sprachen zu ihm: Du siehest, da\u00df dich das Volk dr\u00e4nget, und sprichst: Wer hat mich anger\u00fchret?\n5:32 Und er sah sich um nach der, die das getan hatte.\n5:33 Das Weib aber f\u00fcrchtete sich und zitterte (denn sie wu\u00dfte, was an ihr geschehen war), kam und fiel vor ihm nieder und sagte ihm die ganze Wahrheit.\n5:34 Er sprach aber zu ihr: Meine Tochter, dein Glaube hat dich gesund gemacht. Gehe hin mit Frieden und sei gesund von deiner Plage!\n5:35 Da er noch also redete, kamen etliche vom Gesinde des Obersten der Schule und sprachen: Deine Tochter ist gestorben, was m\u00fchest du weiter den Meister?\n5:36 Jesus aber h\u00f6rete bald die Rede, die da gesagt ward, und sprach zu dem Obersten der Schule: F\u00fcrchte dich nicht; glaube nur!\n5:37 Und lie\u00df niemand ihm nachfolgen denn Petrus und Jakobus und Johannes, den Bruder des Jakobus.\n5:38 Und er kam in das Haus des Obersten der Schule und sah das Get\u00fcmmel, und die da sehr weineten und heuleten\n5:39 Und er ging hinein und sprach zu ihnen: Was tummelt und weinet ihr? Das Kind ist nicht gestorben, sondern es schl\u00e4ft. Und sie verlachten ihn.\n5:40 Und er trieb sie alle aus und nahm mit sich den Vater des Kindes und die Mutter und die bei ihm waren, und ging hinein, da das Kind lag.\n5:41 Und ergriff das Kind bei der Hand und sprach zu ihr: Talitha, kumi! das ist verdolmetschet: M\u00e4gdlein, ich sage dir, stehe auf!\n5:42 Und alsbald stund das M\u00e4gdlein auf und wandelte; es war aber zw\u00f6lf Jahre alt. Und sie entsetzten sich \u00fcber die Ma\u00dfen.\n5:43 Und er verbot ihnen hart, da\u00df es niemand wissen sollte, und sagte, sie sollten ihr zu essen geben.\n6:1 Und er ging aus von dannen und kam in sein Vaterland; und seine J\u00fcnger folgten ihm nach.\n6:2 Und da der Sabbat kam, hub er an zu lehren in ihrer Schule: Und viele, die es h\u00f6reten, verwunderten sich seiner Lehre und sprachen: Woher kommt dem solches? und: Was f\u00fcr Weisheit ist's, die ihm gegeben ist, und solche Taten, die durch seine H\u00e4nde geschehen?\n6:3 Ist er nicht der Zimmermann, Marias Sohn, und der Bruder des Jakobus und Joses und Judas und Simon? Sind nicht auch seine Schwestern allhie bei uns? Und sie \u00e4rgerten sich an ihm.\n6:4 Jesus aber sprach zu ihnen: Ein Prophet gilt nirgend weniger denn im Vaterland und daheim bei den Seinen.\n6:5 Und er konnte allda nicht eine einzige Tat tun; ohne wenig Siechen legte er die H\u00e4nde auf und heilete sie.\n6:6 Und er verwunderte sich ihres Unglaubens. Und er ging umher in die Flecken im Kreis und lehrete.\n6:7 Und er berief die Zw\u00f6lfe und hub an und sandte sie je zwei und zwei und gab ihnen Macht \u00fcber die unsauberen Geister.\n6:8 Und gebot ihnen, da\u00df sie nichts bei sich tr\u00fcgen auf dem Wege denn allein einen Stab, keine Tasche, kein Brot, kein Geld im G\u00fcrtel,\n6:9 sondern w\u00e4ren geschuhet, und da\u00df sie nicht zwei R\u00f6cke anz\u00f6gen.\n6:10 Und sprach zu ihnen: Wo ihr in ein Haus gehen werdet, da bleibet innen, bis ihr von dannen ziehet.\n6:11 Und welche euch nicht aufnehmen noch h\u00f6ren, da gehet von dannen heraus und sch\u00fcttelt den Staub ab von euren F\u00fc\u00dfen zu einem Zeugnis \u00fcber sie. Ich sage euch: Wahrlich, es wird Sodom und Gomorra am J\u00fcngsten Gerichte ertr\u00e4glicher ergehen denn solcher Stadt.\n6:12 Und sie gingen aus und predigten, man sollte Bu\u00dfe tun.\n6:13 Und trieben viele Teufel aus und salbeten viele Sieche mit \u00d6l und machten sie gesund.\n6:14 Und es kam vor den K\u00f6nig Herodes (denn sein Name war nun bekannt); und er sprach: Johannes der T\u00e4ufer ist von den Toten auferstanden; darum tut er solche Taten.\n6:15 Etliche aber sprachen: Er ist Elia; etliche aber: Er ist ein Prophet oder einer von den Propheten.\n6:16 Da es aber Herodes h\u00f6rete, sprach er: Es ist Johannes, den ich enthauptet habe; der ist von den Toten auferstanden.\n6:17 Er aber, Herodes, hatte ausgesandt und Johannes gegriffen und ins Gef\u00e4ngnis gelegt um der Herodias willen, seines Bruders Philippus Weib; denn er hatte sie gefreiet.\n6:18 Johannes aber sprach zu Herodes: Es ist nicht recht, da\u00df du deines Bruders Weib habest.\n6:19 Herodias aber stellete ihm nach und wollte ihn t\u00f6ten und konnte nicht.\n6:20 Herodes aber f\u00fcrchtete Johannes; denn er wu\u00dfte, da\u00df er ein frommer und heiliger Mann war; und verwahrete ihn und gehorchte ihm in vielen Sachen und h\u00f6rete ihn gerne.\n6:21 Und es kam ein gelegener Tag, da\u00df Herodes auf seinen Jahrstag ein Abendmahl gab den Obersten und Hauptleuten und Vornehmsten in Galil\u00e4a.\n6:22 Da trat hinein die Tochter der Herodias und tanzete, und gefiel wohl dem Herodes und denen, die am Tisch sa\u00dfen. Da sprach der K\u00f6nig zum M\u00e4gdlein: Bitte von mir, was du willst; ich will dir's geben.\n6:23 Und schwur ihr einen Eid: Was du wirst von mir bitten, will ich dir geben, bis an die H\u00e4lfte meines K\u00f6nigreichs.\n6:24 Sie ging hinaus und sprach zu ihrer Mutter: Was soll ich bitten? Die sprach: Das Haupt Johannes des T\u00e4ufers.\n6:25 Und sie ging bald hinein mit Eile zum K\u00f6nige, bat und sprach: Ich will, da\u00df du mir gebest jetzt sobald auf einer Sch\u00fcssel das Haupt Johannes des T\u00e4ufers.\n6:26 Der K\u00f6nig ward betr\u00fcbt; doch um des Eides willen und derer, die am Tische sa\u00dfen, wollte er sie nicht lassen eine Fehlbitte tun.\n6:27 Und bald schickte hin der K\u00f6nig den Henker und hie\u00df sein Haupt herbringen. Der ging hin und enthauptete ihn im Gef\u00e4ngnis.\n6:28 Und trug her sein Haupt auf einer Sch\u00fcssel und gab's dem M\u00e4gdlein, und das M\u00e4gdlein gab's ihrer Mutter.\n6:29 Und da das seine J\u00fcnger h\u00f6reten, kamen sie und nahmen seinen Leib und legten ihn in ein Grab.\n6:30 Und die Apostel kamen zu Jesu zusammen und verk\u00fcndigten ihm das alles, und was sie getan und gelehret hatten.\n6:31 Und er sprach zu ihnen: Lasset uns besonders in eine W\u00fcste gehen und ruhet ein wenig. Denn ihrer war viel, die ab und zu gingen, und hatten nicht Zeit genug zu essen.\n6:32 Und er fuhr da in einem Schiff zu einer W\u00fcste besonders.\n6:33 Und das Volk sah sie wegfahren, und viele kannten ihn und liefen daselbst hin miteinander zu Fu\u00df aus allen St\u00e4dten und kamen ihnen zuvor und kamen zu ihm.\n6:34 Und Jesus ging heraus und sah das gro\u00dfe Volk; und es jammerte ihn derselben, denn sie waren wie die Schafe, die keinen Hirten haben; und fing an eine lange Predigt.\n6:35 Da nun der Tag fast dahin war, traten seine J\u00fcnger zu ihm und sprachen: Es ist w\u00fcste hier, und der Tag ist nun dahin.\n6:36 La\u00df sie von dir, da\u00df sie hingehen umher in die D\u00f6rfer und M\u00e4rkte und kaufen sich Brot; denn sie haben nicht zu essen.\n6:37 Jesus aber antwortete und sprach zu ihnen: Gebet ihr ihnen zu essen! Und sie sprachen zu ihm: Sollen wir denn hingehen und zweihundert Pfennig wert Brot kaufen und ihnen zu essen geben?\n6:38 Er aber sprach zu ihnen: Wieviel Brote habt ihr? Gehet hin und sehet! Und da sie es erkundet hatten, sprachen sie: F\u00fcnf und zwei Fische.\n6:39 Und er gebot ihnen, da\u00df sie sich alle lagerten bei Tischen voll auf das gr\u00fcne Gras.\n6:40 Und sie setzten sich nach Schichten, je hundert und hundert, f\u00fcnfzig und f\u00fcnfzig.\n6:41 Und er nahm die f\u00fcnf Brote und zwei Fische und sah auf gen Himmel und dankete und brach die Brote und gab sie den J\u00fcngern, da\u00df sie ihnen vorlegten; und die zwei Fische teilete er unter sie alle.\n6:42 Und sie a\u00dfen alle und wurden satt.\n6:43 Und sie huben auf die Brocken, zw\u00f6lf K\u00f6rbe voll, und von den Fischen.\n6:44 Und die da gegessen hatten, der waren f\u00fcnftausend Mann.\n6:45 Und alsbald trieb er seine J\u00fcnger, da\u00df sie in das Schiff tr\u00e4ten und vor ihm hin\u00fcberf\u00fchren gen Bethsaida, bis da\u00df er das Volk von sich lie\u00dfe.\n6:46 Und da er sie von sich geschafft hatte, ging er hin auf einen Berg, zu beten.\n6:47 Und am Abend war das Schiff mitten auf dem Meer und er auf dem Lande alleine.\n6:48 Und er sah, da\u00df sie Not litten im Rudern; denn der Wind war ihnen entgegen. Und um die vierte Wache der Nacht kam er zu ihnen und wandelte auf dem Meer.\n6:49 Und er wollte vor ihnen \u00fcbergehen. Und da sie ihn sahen auf dem Meer wandeln, meineten sie, es w\u00e4re ein Gespenst, und schrieen.\n6:50 Denn sie sahen ihn alle und erschraken. Aber alsbald redete er mit ihnen und sprach zu ihnen: Seid getrost; ich bin's f\u00fcrchtet euch nicht!\n6:51 Und trat zu ihnen ins Schiff, und der Wind legte sich. Und sie entsetzten sich und verwunderten sich \u00fcber die Ma\u00dfen.\n6:52 Denn sie waren nichts verst\u00e4ndiger worden \u00fcber den Broten, und ihr Herz war erstarret.\n6:53 Und da sie hin\u00fcbergefahren waren, kamen sie in das Land Genezareth und fuhren an.\n6:54 Und da sie aus dem Schiff traten, alsbald kannten sie ihn\n6:55 und liefen alle in die umliegenden L\u00e4nder und huben an, die Kranken umherzuf\u00fchren auf Betten, wo sie h\u00f6reten, da\u00df er war.\n6:56 Und wo er in die M\u00e4rkte oder St\u00e4dte oder D\u00f6rfer einging, da legten sie die Kranken auf den Markt und baten ihn, da\u00df sie nur den Saum seines Kleides an r\u00fchren m\u00f6chten. Und alle, die ihn anr\u00fchreten, wurden gesund.\n7:1 Und es kamen zu ihm die Pharis\u00e4er und etliche von den Schriftgelehrten, die von Jerusalem kommen waren.\n7:2 Und da sie sahen etliche seiner J\u00fcnger mit gemeinen, das ist, mit ungewaschenen H\u00e4nden das Brot essen, versprachen sie es.\n7:3 Denn die Pharis\u00e4er und alle Juden essen nicht, sie waschen denn die H\u00e4nde manchmal; halten also die Aufs\u00e4tze der \u00c4ltesten.\n7:4 Und wenn sie vom Markt kommen, essen sie nicht, sie waschen sich denn. Und des Dings ist viel, das sie zu halten haben angenommen, von Trinkgef\u00e4\u00dfen und Kr\u00fcgen und ehernen Gef\u00e4\u00dfen und Tischen zu waschen.\n7:5 Da fragten ihn nun die Pharis\u00e4er und Schriftgelehrten: Warum wandeln deine J\u00fcnger nicht nach den Aufs\u00e4tzen der \u00c4ltesten, sondern essen das Brot mit ungewaschenen H\u00e4nden?\n7:6 Er aber antwortete und sprach zu ihnen: Wohl fein hat von euch Heuchlern Jesaja geweissagt, wie geschrieben steht: Dies Volk ehret mich mit den Lippen, aber ihr Herz ist ferne von mir.\n7:7 Vergeblich aber ist's, da\u00df sie mir dienen, dieweil sie lehren solche Lehre, die nichts ist denn Menschengebot.\n7:8 Ihr verlasset Gottes Gebot und haltet der Menschen Aufs\u00e4tze, von Kr\u00fcgen und Trinkgef\u00e4\u00dfen zu waschen; und desgleichen tut ihr viel.\n7:9 Und er sprach zu ihnen: Wohl fein habt ihr Gottes Gebot aufgehoben, auf da\u00df ihr eure Aufs\u00e4tze haltet.\n7:10 Denn Mose hat gesagt: Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren; und: Wer Vater oder Mutter flucht, der soll des Todes sterben:\n7:11 Ihr aber lehret: Wenn einer spricht zum Vater oder Mutter: Korban, das ist, wenn ich's opfere, so ist dir's viel n\u00fctzer, der tut wohl.\n7:12 Und so la\u00dft ihr hinfort ihn nichts tun seinem Vater oder seiner Mutter\n7:13 und hebet auf Gottes Wort durch eure Aufs\u00e4tze, die ihr aufgesetzt habt; und desgleichen tut ihr viel.\n7:14 Und er rief zu sich das ganze Volk und sprach zu ihnen: H\u00f6ret mir alle zu und vernehmet's!\n7:15 Es ist nichts au\u00dfer dem Menschen, was ihn k\u00f6nnte gemein machen, so es in ihn gehet; sondern was von ihm ausgehet, das ist's, was den Menschen gemein macht.\n7:16 Hat jemand Ohren zu h\u00f6ren, der h\u00f6re!\n7:17 Und da er von dem Volk ins Haus kam, fragten ihn seine J\u00fcnger um dieses Gleichnis\n7:18 Und er sprach zu ihnen: Seid ihr denn auch so unverst\u00e4ndig? Vernehmet ihr noch nicht, da\u00df alles, was au\u00dfen ist und in den Menschen gehet, das kann ihn nicht gemein machen?\n7:19 Denn es gehet nicht in sein Herz, sondern in den Bauch und gehet aus durch den nat\u00fcrlichen Gang, der alle Speise ausfeget.\n7:20 Und er sprach: Was aus dem Menschen gehet, das macht den Menschen gemein.\n7:21 Denn von innen, aus dem Herzen der Menschen, gehen heraus b\u00f6se Gedanken, Ehebruch, Hurerei, Mord,\n7:22 Dieberei, Geiz, Schalkheit; List, Unzucht, Schalksauge, Gottesl\u00e4sterung, Hoffart, Unvernunft.\n7:23 Alle diese b\u00f6sen St\u00fccke gehen von innen heraus und machen den Menschen gemein.\n7:24 Und er stund auf und ging von dannen in die Grenze von Tyrus und Sidon und ging in ein Haus und wollte es niemand wissen lassen und konnte doch nicht verborgen sein.\n7:25 Denn ein Weib hatte von ihm geh\u00f6rt, deren T\u00f6chterlein einen unsauberen Geist hatte. Und sie kam und fiel nieder zu seinen F\u00fc\u00dfen\n7:26 (und es war ein griechisch Weib aus Syroph\u00f6nizien); und sie bat ihn, da\u00df er den Teufel von ihrer Tochter austriebe.\n7:27 Jesus aber sprach zu ihr: La\u00df zuvor die Kinder satt werden! Es ist nicht fein, da\u00df man der Kinder Brot nehme und werfe es vor die Hunde.\n7:28 Sie antwortete aber und sprach zu ihm: Ja, HERR; aber doch essen die H\u00fcndlein unter dem Tisch von den Brosamen der Kinder.\n7:29 Und er sprach zu ihr: Um des Worts willen so gehe hin; der Teufel ist von deiner Tochter ausgefahren.\n7:30 Und sie ging hin in ihr Haus und fand, da\u00df der Teufel war ausgefahren und die Tochter auf dem Bette liegend.\n7:31 Und da er wieder ausging von den Grenzen Tyrus und Sidon, kam er an das Galil\u00e4ische Meer, mitten unter die Grenze der zehn St\u00e4dte.\n7:32 Und sie brachten zu ihm einen Tauben, der stumm war; und sie baten ihn, da\u00df er die Hand auf ihn legte.\n7:33 Und er nahm ihn von dem Volk besonders und legte ihm die Finger in die Ohren und sp\u00fctzete und r\u00fchrete seine Zunge.\n7:34 Und sah auf gen Himmel, seufzete und sprach zu ihm: Hephatha! das ist: Tu dich auf!\n7:35 Und alsbald taten sich seine Ohren auf, und das Band seiner Zunge ward los und redete recht.\n7:36 Und er verbot ihnen, sie sollten es niemand sagen. Je mehr er aber verbot, je mehr sie es ausbreiteten.\n7:37 Und verwunderten sich \u00fcber die Ma\u00dfen und sprachen: Er hat alles wohl gemacht: die Tauben macht er h\u00f6rend und die Sprachlosen redend.\n8:1 Zu der Zeit, da viel Volks da war und hatten nichts zu essen, rief Jesus seine J\u00fcnger zu sich und sprach zu ihnen:\n8:2 Mich jammert des Volks; denn sie haben nun drei Tage bei mir beharret und haben nichts zu essen;\n8:3 und wenn ich sie ungegessen von mir heim lie\u00dfe gehen, w\u00fcrden sie auf dem Wege verschmachten. Denn etliche waren von ferne kommen.\n8:4 Seine J\u00fcnger antworteten ihm: Woher nehmen wir Brot hier in der W\u00fcste, da\u00df wir sie s\u00e4ttigen?\n8:5 Und er fragte sie: Wieviel habt ihr Brots? Sie sprachen: Sieben.\n8:6 Und er gebot dem Volk, da\u00df sie sich auf die Erde lagerten. Und er nahm die sieben Brote und dankete und brach sie und gab sie seinen J\u00fcngern, da\u00df sie dieselbigen vorlegten; und sie legten dem Volk vor.\n8:7 Und hatten ein wenig Fischlein; und er dankte und hie\u00df dieselbigen auch vortragen.\n8:8 Sie a\u00dfen aber und wurden satt und huben die \u00fcbrigen Brocken auf, sieben K\u00f6rbe.\n8:9 Und ihrer war bei viertausend, die da gegessen hatten; und er lie\u00df sie von sich.\n8:10 Und alsbald trat er in ein Schiff mit seinen J\u00fcngern und kam in die Gegend Dalmanuthas.\n8:11 Und die Pharis\u00e4er gingen heraus und fingen an, sich mit ihm zu befragen, versuchten ihn und begehrten von ihm ein Zeichen vom Himmel.\n8:12 Und er seufzete in seinem Geist und sprach: Was sucht doch dies Geschlecht Zeichen? Wahrlich, ich sage euch, es wird diesem Geschlecht kein Zeichen gegeben.\n8:13 Und er lie\u00df sie und trat wiederum in das Schiff und fuhr her\u00fcber.\n8:14 Und sie hatten vergessen, Brot mit sich zu nehmen, und hatten nicht mehr mit sich im Schiff denn ein Brot.\n8:15 Und er gebot ihnen und sprach: Schauet zu und sehet euch vor vor dem Sauerteig der Pharis\u00e4er und vor dem Sauerteig Herodes!\n8:16 Und sie gedachten hin und wieder und sprachen untereinander: Das ist's, da\u00df wir nicht Brot haben.\n8:17 Und Jesus vernahm das und sprach zu ihnen: Was bek\u00fcmmert ihr euch doch, da\u00df ihr nicht Brot habt? Vernehmet ihr noch nichts und seid noch nicht verst\u00e4ndig? Habt ihr noch ein verstarret Herz in euch?\n8:18 Habt Augen und sehet nicht und habt Ohren und h\u00f6ret nicht und denket nicht daran,\n8:19 da ich f\u00fcnf Brote brach unter f\u00fcnftausend, wieviel K\u00f6rbe voll Brocken hubet ihr da auf? Sie sprachen: Zw\u00f6lf.\n8:20 Da ich aber die sieben brach unter die viertausend, wieviel K\u00f6rbe voll Brocken hubet ihr da auf? Sie sprachen: Sieben.\n8:21 Und er sprach zu ihnen: Wie vernehmet ihr denn nichts?\n8:22 Und er kam gen Bethsaida. Und sie brachten zu ihm einen Blinden und baten ihn, da\u00df er ihn anr\u00fchrete.\n8:23 Und er nahm den Blinden bei der Hand und f\u00fchrete ihn hinaus vor den Flecken und sp\u00fctzete in seine Augen und legte seine H\u00e4nde auf ihn, und fragte ihn, ober etwas s\u00e4he.\n8:24 Und er sah auf und sprach: Ich sehe Menschen gehen, als s\u00e4he ich B\u00e4ume.\n8:25 Danach legte er abermal die H\u00e4nde auf seine Augen und hie\u00df ihn abermal sehen; und er ward wieder zurechtgebracht, da\u00df er alles scharf sehen konnte.\n8:26 Und er schickte ihn heim und sprach: Gehe nicht hinein in den Flecken und sage es auch niemand drinnen.\n8:27 Und Jesus ging aus und seine J\u00fcnger in die M\u00e4rkte der Stadt C\u00e4sarea - Philippi. Und auf dem Wege fragte er seine J\u00fcnger und sprach zu ihnen: Wer sagen die Leute, da\u00df ich sei?\n8:28 Sie antworteten: Sie sagen, du seiest Johannes der T\u00e4ufer; etliche sagen, du seiest Elia; etliche, du seiest der Propheten einer.\n8:29 Und er sprach zu ihnen: Ihr aber, wer sagt ihr, da\u00df ich sei? Da antwortete Petrus und sprach zu ihm: Du bist Christus.\n8:30 Und er bedr\u00e4uete sie, da\u00df sie niemand von ihm sagen sollten.\n8:31 Und hub an, sie zu lehren: Des Menschen Sohn mu\u00df viel leiden und verworfen werden von den \u00c4ltesten und Hohenpriestern und Schriftgelehrten und get\u00f6tet werden und \u00fcber drei Tage auferstehen.\n8:32 Und er redete das Wort frei offenbar. Und Petrus nahm ihn zu sich, fing an, ihm zu wehren.\n8:33 Er aber wandte sich um und sah seine J\u00fcnger an und bedr\u00e4uete Petrus und sprach: Geh hinter mich, du Satan! Denn du meinest nicht, was g\u00f6ttlich, sondern was menschlich ist.\n8:34 Und er rief zu sich das Volk samt seinen J\u00fcngern und sprach zu ihnen: Wer mir will nach folgen, der verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach.\n8:35 Denn wer sein Leben will behalten der wird's verlieren; und wer sein Leben verlieret um meinet und des Evangeliums willen, der wird's behalten.\n8:36 Was h\u00fclfe es dem Menschen, wenn er die ganze Welt gew\u00f6nne und n\u00e4hme an seiner Seele Schaden?\n8:37 Oder was kann der Mensch geben, damit er seine Seele l\u00f6se?\n8:38 Wer sich aber mein und meiner Worte sch\u00e4met unter diesem ehebrecherischen und s\u00fcndigen Geschlecht, des wird sich auch des Menschen Sohn sch\u00e4men, wenn er kommen wird in der HERRLIchkeit seines Vaters mit den heiligen Engeln.\n9:1 Und er sprach zu ihnen: Wahrlich, ich sage euch, es stehen etliche hier, die werden den Tod nicht schmecken, bis da\u00df sie sehen das Reich Gottes mit Kraft kommen.\n9:2 Und nach sechs Tagen nahm Jesus zu sich Petrus, Jakobus und Johannes und f\u00fchrte sie auf einen hohen Berg besonders alleine und verkl\u00e4rete sich vor ihnen.\n9:3 Und seine Kleider wurden hell und sehr wei\u00df wie der Schnee, da\u00df sie kein F\u00e4rber auf Erden kann so wei\u00df machen.\n9:4 Und es erschien ihnen Elia mit Mose und hatten eine Rede mit Jesu.\n9:5 Und Petrus antwortete und sprach zu Jesu: Rabbi, hier ist gut sein; lasset uns drei H\u00fctten machen, dir eine, Mose eine und Elia eine.\n9:6 Er wu\u00dfte aber nicht, was er redete; denn sie waren best\u00fcrzt.\n9:7 Und es kam eine Wolke, die \u00fcberschattete sie. Und eine Stimme fiel aus der Wolke und sprach: Das ist mein lieber Sohn; den sollt ihr h\u00f6ren.\n9:8 Und bald danach sahen sie um sich und sahen niemand mehr denn allein Jesum bei ihnen.\n9:9 Da sie aber vom Berge herabgingen, verbot ihnen Jesus, da\u00df sie niemand sagen sollten, was sie gesehen hatten, bis des Menschen Sohn auferst\u00fcnde von den Toten.\n9:10 Und sie behielten das Wort bei sich und befragten sich untereinander: Was ist doch das Auferstehen von den Toten?\n9:11 Und sie fragten ihn und sprachen: Sagen doch die Schriftgelehrten, da\u00df Elia mu\u00df zuvor kommen.\n9:12 Er antwortete aber und sprach zu ihnen: Elia soll ja zuvor kommen und alles wieder zurechtbringen; dazu des Menschen Sohn soll viel leiden und verachtet werden, wie denn geschrieben stehet.\n9:13 Aber ich sage euch: Elia ist kommen, und sie haben an ihm getan, was sie wollten, nachdem von ihm geschrieben stehet.\n9:14 Und, er kam zu seinen J\u00fcngern und sah viel Volks um sie und Schriftgelehrte, die sich mit ihnen befragten.\n9:15 Und alsbald, da alles Volk ihn sah, entsetzten sie sich, liefen zu und gr\u00fc\u00dfeten ihn.\n9:16 Und er fragete die Schriftgelehrten: Was befraget ihr euch mit ihnen?\n9:17 Einer aber aus dem Volk antwortete und sprach: Meister, ich habe meinen Sohn hergebracht zu dir, der hat einen sprachlosen Geist;\n9:18 und wo er ihn erwischet, so rei\u00dft er ihn und sch\u00e4umet und knirschet mit den Z\u00e4hnen und verdorret. Ich habe mit deinen J\u00fcngern geredet, da\u00df sie ihn austrieben, und sie k\u00f6nnen's nicht.\n9:19 Er antwortete ihm aber und sprach: O du ungl\u00e4ubiges Geschlecht, wie lange soll ich bei euch sein? Wie lange soll ich mich mit euch leiden? Bringet ihn her zu mir!\n9:20 Und sie brachten ihn her zu ihm. Und alsbald, da ihn der Geist sah, ri\u00df er ihn und fiel auf die Erde und w\u00e4lzete sich und sch\u00e4umete.\n9:21 Und er fragte seinen Vater: Wie lange ist's, da\u00df ihm das widerfahren ist? Er sprach: Von Kind auf.\n9:22 Und oft hat er ihn in Feuer und Wasser geworfen, da\u00df er ihn umbr\u00e4chte. Kannst du aber was, so erbarme dich unser und hilf uns!\n9:23 Jesus aber sprach zu ihm: Wenn du k\u00f6nntet glauben! Alle Dinge sind m\u00f6glich dem, der da glaubet.\n9:24 Und alsbald schrie des Kindes Vater mit Tr\u00e4nen und sprach: Ich glaube, lieber HERR; hilf meinem Unglauben!\n9:25 Da nun Jesus sah, da\u00df das Volk zulief, bedr\u00e4uete er den unsauberen Geist und sprach zu ihm: Du sprachloser und tauber Geist, ich gebiete dir, da\u00df du von ihm ausfahrest und fahrest hinfort nicht in ihn!\n9:26 Da schrie er und ri\u00df ihn sehr und fuhr aus. Und er ward, als w\u00e4re er tot, da\u00df auch viele sagten: Er ist tot.\n9:27 Jesus aber ergriff ihn bei der Hand und richtete ihn auf; und er stund auf.\n9:28 Und da er heimkam, fragten ihn seine J\u00fcnger besonders: Warum konnten wir ihn nicht austreiben?\n9:29 Und er sprach: Diese Art kann mitnichten ausfahren denn durch Beten und Fasten.\n9:30 Und sie gingen von dannen hinweg und wandelten durch Galil\u00e4a; und er wollte nicht, da\u00df es jemand wissen sollte.\n9:31 Er lehrete aber seine J\u00fcnger und sprach zu ihnen: Des Menschen Sohn wird \u00fcberantwortet werden in der Menschen H\u00e4nde. Und sie werden ihn t\u00f6ten; und wenn er get\u00f6tet ist, so wird er am dritten Tage auferstehen.\n9:32 Sie aber vernahmen das Wort nicht und f\u00fcrchteten sich, ihn zu fragen.\n9:33 Und er kam gen Kapernaum. Und da er daheim war, fragte er sie: Was handeltet ihr miteinander auf dem Wege?\n9:34 Sie aber schwiegen; denn sie hatten miteinander auf dem Wege gehandelt, welcher der Gr\u00f6\u00dfte w\u00e4re.\n9:35 Und er setzte sich und rief den Zw\u00f6lfen und sprach zu ihnen: So jemand will der Erste sein, der soll der Letzte sein vor allen und aller Knecht.\n9:36 Und er nahm ein Kindlein und stellete es mitten unter sie und herzete dasselbige und sprach zu ihnen:\n9:37 Wer ein solches Kindlein in meinem Namen aufnimmt, der nimmt mich auf; und wer mich aufnimmt, der nimmt nicht mich auf, sondern den, der mich gesandt hat.\n9:38 Johannes aber antwortete ihm und sprach: Meister, wir sahen einen, der trieb Teufel in deinem Namen aus, welcher uns nicht nachfolget; und wir verboten's ihm darum, da\u00df er uns nicht nachfolget.\n9:39 Jesus aber sprach: Ihr sollt's ihm nicht verbieten. Denn es ist niemand, der eine Tat tue in meinem Namen und m\u00f6ge bald \u00fcbel von mir reden.\n9:40 Wer nicht wider uns ist, der ist f\u00fcr uns.\n9:41 Wer aber euch tr\u00e4nket mit einem Becher Wassers in meinem Namen darum, da\u00df ihr Christo angeh\u00f6ret, wahrlich, ich sage euch, es wird ihm nicht unvergolten bleiben.\n9:42 Und wer der Kleinen einen \u00e4rgert, die an mich glauben, dem w\u00e4re es besser, da\u00df ihm ein M\u00fchlstein an seinen Hals geh\u00e4nget w\u00fcrde, und er ins Meer geworfen w\u00fcrde.\n9:43 So dich aber deine Hand \u00e4rgert, so haue sie ab. Es ist dir besser, da\u00df du als ein Kr\u00fcppel zum Leben eingehest, denn da\u00df du zwo H\u00e4nde habest und fahrest in die H\u00f6lle, in das ewige Feuer,\n9:44 da ihr Wurm nicht stirbt und ihr Feuer nicht verlischt.\n9:45 \u00c4rgert dich dein Fu\u00df, so haue ihn ab. Es ist dir besser, da\u00df du lahm zum Leben eingehest, denn da\u00df du zwei F\u00fc\u00dfe habest und werdest in die H\u00f6lle geworfen, in das ewige Feuer,\n9:46 da ihr Wurm nicht stirbt und ihr Feuer nicht verlischt.\n9:47 \u00c4rgert dich dein Auge, so wirf's von dir. Es ist dir besser, da\u00df du ein\u00e4ugig in das Reich Gottes gehest, denn da\u00df du zwei Augen habest und werdest in das h\u00f6llische Feuer geworfen,\n9:48 da ihr Wurm nicht stirbt und ihr Feuer nicht verlischt.\n9:49 Es mu\u00df alles mit Feuer gesalzen werden, und alles Opfer wird mit Salz gesalzen.\n9:50 Das Salz ist gut; so aber das Salz dumm wird, womit wird man w\u00fcrzen? Habt Salz bei euch und habt Frieden untereinander!\n10:1 Und er machte sich auf und kam von dannen in die \u00d6rter des j\u00fcdischen Landes jenseit des Jordans. Und das Volk ging abermal mit Haufen zu ihm, und wie seine Gewohnheit war, lehrete er sie abermal.\n10:2 Und die Pharis\u00e4er traten zu ihm und fragten ihn, ob ein Mann sich scheiden m\u00f6ge von seinem Weibe; und versuchten ihn damit.\n10:3 Er antwortete aber und sprach: Was hat euch Mose geboten?\n10:4 Sie sprachen: Mose hat zugelassen, einen Scheidebrief zu schreiben und sich zu scheiden.\n10:5 Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Um eures Herzens H\u00e4rtigkeit willen hat er euch solch Gebot geschrieben.\n10:6 Aber von Anfang der Kreatur hat sie Gott geschaffen ein M\u00e4nnlein und Fr\u00e4ulein.\n10:7 Darum wird der Mensch seinen Vater und Mutter lassen und wird seinem Weibe anhangen,\n10:8 und werden sein die zwei ein Fleisch. So sind sie nun nicht zwei, sondern ein Fleisch.\n10:9 Was denn Gott zusammengef\u00fcget hat, soll der Mensch nicht scheiden.\n10:10 Und daheim fragten ihn abermal seine J\u00fcnger um dasselbige.\n10:11 Und er sprach zu ihnen: Wer sich scheidet von seinem Weibe und freiet eine andere, der bricht die Ehe an ihr.\n10:12 Und so sich ein Weib scheidet von ihrem Manne und freiet einen andern, die bricht ihre Ehe.\n10:13 Und sie brachten Kindlein zu ihm, da\u00df er sie anr\u00fchrete. Die J\u00fcnger aber fuhren die an, die sie trugen.\n10:14 Da es aber Jesus sah, ward er unwillig und sprach zu ihnen: La\u00dft die Kindlein zu mir kommen und wehret ihnen nicht; denn solcher ist das Reich Gottes.\n10:15 Wahrlich, ich sage euch, wer das Reich Gottes nicht empf\u00e4nget als ein Kindlein, der wird nicht hineinkommen.\n10:16 Und er herzete sie und legte die H\u00e4nde auf sie und segnete sie.\n10:17 Und da er hinausgegangen war auf den Weg, lief einer vorne vor, kniete vor ihn und fragte ihn: Guter Meister, was soll ich tun, da\u00df ich das ewige Leben ererbe?\n10:18 Aber Jesus sprach zu ihm: Was hei\u00dfest du mich gut? Niemand ist gut denn der einige Gott.\n10:19 Du wei\u00dfest ja die Gebote wohl: Du sollst nicht ehebrechen. Du sollst nicht t\u00f6ten. Du sollst nicht stehlen. Du sollst nicht falsch Zeugnis reden. Du sollst niemand t\u00e4uschen. Ehre deinen Vater und Mutter.\n10:20 Er antwortete aber und sprach zu ihm: Meister, das habe ich alles gehalten von meiner Jugend auf.\n10:21 Und Jesus sah ihn an und liebte ihn und sprach zu ihm: Eines fehlet dir. Gehe hin, verkaufe alles, was du hast, und gib's den Armen, so wirst du einen Schatz im Himmel haben; und komm, folge mir nach und nimm das Kreuz auf dich.\n10:22 Er aber ward Unmuts \u00fcber der Rede und ging traurig davon; denn er hatte viele G\u00fcter.\n10:23 Und Jesus sah um sich und sprach zu seinen J\u00fcngern: Wie schwerlich werden die Reichen in das Reich Gottes kommen!\n10:24 Die J\u00fcnger aber entsetzten sich \u00fcber seine Rede. Aber Jesus antwortete wiederum und sprach zu ihnen: Liebe Kinder, wie schwerlich ist's, da\u00df die, so ihr Vertrauen auf Reichtum setzen, ins Reich Gottes kommen!\n10:25 Es ist leichter, da\u00df ein Kamel durch ein Nadel\u00f6hr gehe, denn da\u00df ein Reicher ins Reich Gottes komme.\n10:26 Sie entsetzten sich aber noch viel mehr und sprachen untereinander: Wer kann denn selig werden?\n10:27 Jesus aber sah sie an und sprach: Bei den Menschen ist's unm\u00f6glich, aber nicht bei Gott; denn alle Dinge sind m\u00f6glich bei Gott.\n10:28 Da sagte Petrus zu ihm: Siehe, wir haben alles verlassen und sind dir nachgefolget.\n10:29 Jesus antwortete und sprach: Wahrlich, ich sage euch, es ist niemand, so er verl\u00e4\u00dft Haus oder Br\u00fcder oder Schwestern oder Vater oder Mutter oder Weib oder Kinder oder \u00c4cker um meinetwillen und um des Evangeliums willen,\n10:30 der nicht hundertf\u00e4ltig empfange jetzt in dieser Zeit H\u00e4user und Br\u00fcder und Schwestern und M\u00fctter und Kinder und \u00c4cker mit Verfolgungen und in der zuk\u00fcnftigen Welt das ewige Leben.\n10:31 Viele aber werden die Letzten sein, die die Ersten sind, und die Ersten sein, die die Letzten sind.\n10:32 Sie waren aber auf dem Wege und gingen hinauf gen Jerusalem. Und Jesus ging vor ihnen; und sie entsetzten sich, folgeten ihm nach und f\u00fcrchteten sich. Und Jesus nahm abermal zu sich die Zw\u00f6lfe und sagte ihnen, was ihm widerfahren w\u00fcrde:\n10:33 Siehe, wir gehen hinauf gen Jerusalem, und des Menschen Sohn wird \u00fcberantwortet werden den Hohenpriestern und Schriftgelehrten; und sie werden ihn verdammen zum Tode und \u00fcberantworten den Heiden.\n10:34 Die werden ihn verspotten und gei\u00dfeln und verspeien und t\u00f6ten; und am dritten Tage wird er auferstehen.\n10:35 Da gingen zu ihm Jakobus und Johannes, die S\u00f6hne des Zebed\u00e4us, und sprachen: Meister, wir wollen, da\u00df du uns tuest, was wir dich bitten werden.\n10:36 Er sprach zu ihnen: Was wollt, ihr, da\u00df ich euch tue?\n10:37 Sie sprachen zu ihm: Gib uns, da\u00df wir sitzen, einer zu deiner Rechten und einer zu deiner Linken, in deiner HERRLIchkeit.\n10:38 Jesus aber sprach zu ihnen: Ihr wisset nicht, was ihr bittet. K\u00f6nnt ihr den Kelch trinken, den ich trinke, und euch taufen lassen mit der Taufe, da ich mit getauft werde?\n10:39 Sie sprachen zu ihm: Ja, wir k\u00f6nnen es wohl. Jesus aber sprach zu ihnen: Zwar ihr werdet den Kelch trinken, den ich trinke, und getauft werden mit der Taufe, da ich mit getauft werde;\n10:40 zu sitzen aber zu meiner Rechten und zu meiner Linken, stehet mir nicht zu, euch zu geben, sondern welchen es bereitet ist.\n10:41 Und da das die Zehn h\u00f6reten, wurden sie unwillig \u00fcber Jakobus und Johannes.\n10:42 Aber Jesus rief sie und sprach zu ihnen: Ihr wisset, da\u00df die weltlichen F\u00fcrsten herrschen, und die M\u00e4chtigen unter ihnen haben Gewalt.\n10:43 Aber also soll es unter euch nicht sein, sondern welcher will gro\u00df werden unter euch, der soll euer Diener sein.\n10:44 Und welcher unter euch will der Vornehmste werden, der soll aller Knecht sein.\n10:45 Denn auch des Menschen Sohn ist nicht kommen, da\u00df er sich dienen lasse, sondern da\u00df er diene und gebe sein Leben zur Bezahlung f\u00fcr viele.\n10:46 Und sie kamen gen Jericho. Und da er aus Jericho ging, er und seine J\u00fcnger und ein gro\u00df Volk, da sa\u00df ein Blinder, Bartim\u00e4us, des Tim\u00e4us Sohn, am Wege und bettelte.\n10:47 Und da er h\u00f6rete, da\u00df es Jesus von Nazareth war, fing er an zu schreien und zu sagen: Jesu, du Sohn Davids, erbarme dich mein!\n10:48 Und viele bedr\u00e4ueten ihn, er sollte stillschweigen. Er aber schrie viel mehr: Du Sohn Davids, erbarme dich mein!\n10:49 Und Jesus stund stille und lie\u00df ihn rufen. Und sie riefen den Blinden und sprachen zu ihm: Sei getrost, stehe auf! Er rufet dich.\n10:50 Und er warf sein Kleid von sich, stund auf und kam zu Jesu.\n10:51 Und Jesus antwortete und sprach zu ihm: Was willst du, da\u00df ich dir tun soll? Der Blinde sprach zu ihm: Rabuni, da\u00df ich sehend werde.\n10:52 Jesus aber sprach zu ihm: Gehe hin; dein Glaube hat dir geholfen. Und alsbald ward er sehend und folgte ihm nach auf dem Wege.\n11:1 Und da sie nahe zu Jerusalem kamen, gen Bethphage und Bethanien an den \u00d6lberg, sandte er seiner J\u00fcnger zwei\n11:2 und sprach zu ihnen: Gehet hin in den Flecken, der vor euch liegt, und alsbald; wenn ihr hineinkommt, werdet ihr finden ein F\u00fcllen angebunden, auf welchem nie kein Mensch gesessen ist. L\u00f6set es ab und f\u00fchret es her!\n11:3 Und so jemand zu euch sagen wird: Warum tut ihr das? so sprechet: Der HERR bedarf sein; so wird er's bald hersenden.\n11:4 Und gingen hin und fanden das F\u00fcllen gebunden an der T\u00fcr, drau\u00dfen auf dem Wegscheid, und l\u00f6seten es ab.\n11:5 Und etliche, die da stunden, sprachen zu ihnen: Was machet ihr, da\u00df ihr das F\u00fcllen abl\u00f6set?\n11:6 Sie sagten aber zu ihnen, wie ihnen Jesus geboten hatte; und die lie\u00dfen's zu.\n11:7 Und sie f\u00fchreten das F\u00fcllen zu Jesu und legten ihre Kleider darauf, und er setzte sich darauf.\n11:8 Viele aber breiteten ihre Kleider auf den Weg. Etliche hieben Maien von den B\u00e4umen und streueten sie auf den Weg.\n11:9 Und die vorne vorgingen, und die hernach folgeten, schrieen und sprachen: Hosianna! Gelobet sei, der da kommt in dem Namen des HERRN!\n11:10 Gelobet sei das Reich unsers Vaters David, das da kommt in dem Namen des HERRN! Hosianna in der H\u00f6he!\n11:11 Und der HERR ging ein zu Jerusalem und in den Tempel. Und er besah alles; und am Abend ging er hinaus gen Bethanien mit den Zw\u00f6lfen.\n11:12 Und des andern Tages, da sie von Bethanien gingen, hungerte ihn.\n11:13 Und sah einen Feigenbaum von ferne, der Bl\u00e4tter hatte. Da trat er hinzu, ob er etwas darauf f\u00e4nde. Und da er hinzukam, fand er nichts denn nur Bl\u00e4tter; denn es war noch nicht Zeit, da\u00df Feigen sein sollten.\n11:14 Und Jesus antwortete und sprach zu ihm: Nun esse von dir niemand keine Frucht ewiglich! Und seine J\u00fcnger h\u00f6reten das.\n11:15 Und sie kamen gen Jerusalem. Und Jesus ging in den Tempel, fing an und trieb aus die Verk\u00e4ufer und K\u00e4ufer in dem Tempel; und die Tische der Wechsler und die St\u00fchle der Taubenkr\u00e4mer stie\u00df, er um\n11:16 und lie\u00df nicht zu, da\u00df jemand etwas durch den Tempel tr\u00fcge.\n11:17 Und er lehrete und sprach zu ihnen: Stehet nicht geschrieben: Mein Haus soll hei\u00dfen ein Bethaus allen V\u00f6lkern? Ihr aber habt eine M\u00f6rdergrube daraus gemacht.\n11:18 Und es kam vor die Schriftgelehrten und Hohenpriester; und sie trachteten, wie sie ihn umbr\u00e4chten. Sie f\u00fcrchteten sich aber vor ihm; denn alles Volk verwunderte sich seiner Lehre.\n11:19 Und des Abends ging er hinaus vor die Stadt.\n11:20 Und am Morgen gingen sie vor\u00fcber und sahen den Feigenbaum, da\u00df er verdorret war bis auf die Wurzel.\n11:21 Und Petrus gedachte daran und sprach zu ihm: Rabbi, siehe, der Feigenbaum, den du verflucht hast, ist verdorret.\n11:22 Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Habt Glauben an Gott!\n11:23 Wahrlich, ich sage euch, wer zu diesem Berge spr\u00e4che: Heb' dich und wirf dich ins Meer! und zweifelte nicht in seinem Herzen, sondern glaubte, da\u00df es geschehen w\u00fcrde, was er sagt, so wird's ihm geschehen, was er sagt.\n11:24 Darum sage ich euch: Alles, was ihr bittet in eurem Gebet, glaubet nur, da\u00df ihr's empfangen werdet, so wird's euch werden.\n11:25 Und wenn ihr stehet und betet, so vergebet, wo ihr etwas wider jemand habt, auf da\u00df auch euer Vater im Himmel euch vergebe eure Fehle.\n11:26 Wenn ihr aber nicht vergeben werdet, so wird auch euer Vater, der im Himmel ist, eure Fehle nicht vergeben.\n11:27 Und sie kamen abermal gen Jerusalem. Und da er in den Tempel ging, kamen zu ihm die Hohenpriester und Schriftgelehrten und die \u00c4ltesten\n11:28 und sprachen zu ihm: Aus was f\u00fcr Macht tust du das, und wer hat dir die Macht gegeben, da\u00df du solches tust?\n11:29 Jesus aber antwortete und sprach zu ihnen: Ich will euch auch ein Wort fragen; antwortet mir, so will ich euch sagen, aus was f\u00fcr Macht ich das tue:\n11:30 Die Taufe Johannes, war sie vom Himmel oder von Menschen? Antwortet mir!\n11:31 Und sie gedachten bei sich selbst und sprachen: Sagen wir, sie war vom Himmel, so wird er sagen: Warum habt ihr denn ihm nicht geglaubet?\n11:32 Sagen wir aber, sie war von Menschen, so f\u00fcrchten wir uns vor dem Volk. Denn sie hielten alle, da\u00df Johannes ein rechter Prophet w\u00e4re.\n11:33 Und sie antworteten und sprachen zu Jesu: Wir wissen's nicht. Und Jesus antwortete und sprach zu ihnen: So sage ich euch auch nicht, aus was f\u00fcr Macht ich solches tue.\n12:1 Und er fing an, zu ihnen durch Gleichnisse zu reden: Ein Mensch pflanzete einen Weinberg und f\u00fchrete einen Zaun darum und grub eine Kelter und bauete einen Turm und tat ihn aus den Weing\u00e4rtnern und zog \u00fcber Land.\n12:2 Und sandte einen Knecht, da die Zeit kam, zu den Weing\u00e4rtnern, da\u00df er von den Weing\u00e4rtnern n\u00e4hme von der Frucht des Weinberges.\n12:3 Sie nahmen ihn aber und st\u00e4upten ihn und lie\u00dfen ihn leer von sich.\n12:4 Abermal sandte er zu ihnen einen andern Knecht; demselben zerwarfen sie den Kopf mit Steinen und lie\u00dfen ihn geschm\u00e4het von sich.\n12:5 Abermal sandte er einen andern, denselben t\u00f6teten sie; und viele andere: etliche st\u00e4upten sie, etliche t\u00f6teten sie.\n12:6 Da hatte er noch einen einigen Sohn, der war ihm lieb; den sandte er zum letzten auch zu ihnen und sprach: Sie werden sich vor meinem Sohn scheuen.\n12:7 Aber dieselben Weing\u00e4rtner sprachen untereinander: Dies ist der Erbe; kommt, la\u00dft uns ihn t\u00f6ten, so wird das Erbe unser sein.\n12:8 Und sie nahmen ihn und t\u00f6teten ihn und warfen ihn heraus vor den Weinberg.\n12:9 Was wird nun der HERR des Weinberges tun? Er wird kommen und die Weing\u00e4rtner umbringen und den Weinberg andern geben.\n12:10 Habt ihr auch nicht gelesen diese Schrift: Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, der ist zum Eckstein worden;\n12:11 von dem HERRN ist das geschehen, und es ist wunderbarlich vor unsern Augen?\n12:12 Und sie trachteten danach, wie sie ihn griffen, und f\u00fcrchteten sich doch vor dem Volk; denn sie vernahmen, da\u00df er auf sie dieses Gleichnis geredet hatte. Und sie lie\u00dfen ihn und gingen davon.\n12:13 Und sie sandten zu ihm etliche von den Pharis\u00e4ern und des Herodes Dienern, da\u00df sie ihn fingen in Worten.\n12:14 Und sie kamen und sprachen zu ihm: Meister, wir wissen, da\u00df du wahrhaftig bist und fragest nach niemand; denn du achtest nicht das Ansehen der Menschen, sondern du lehrest den Weg Gottes recht. Ist's recht, da\u00df man dem Kaiser Zins gebe, oder nicht? Sollen wir ihn geben oder nicht geben?\n12:15 Er aber merkete ihre Heuchelei und sprach zu ihnen: Was versuchet ihr mich? Bringet mir einen Groschen, da\u00df ich ihn sehe.\n12:16 Und sie brachten ihm. Da sprach er: Wes ist das Bild und die \u00dcberschrift? Sie sprachen zu ihm: Des Kaisers.\n12:17 Da antwortete Jesus und sprach zu ihnen: So gebet dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist. Und sie verwunderten sich sein.\n12:18 Da traten die Sadduz\u00e4er zu ihm, die da halten, es sei keine Auferstehung; die fragten ihn und sprachen:\n12:19 Meister, Mose hat uns geschrieben: Wenn jemands Bruder stirbt und l\u00e4\u00dft ein Weib und l\u00e4\u00dft keine Kinder, so soll sein Bruder desselbigen Weib nehmen und seinem Bruder Samen erwecken.\n12:20 Nun sind sieben Br\u00fcder gewesen. Der erste nahm ein Weib; der starb und lie\u00df keinen Samen.\n12:21 Und der andere nahm sie und starb und lie\u00df auch nicht Samen. Der dritte desselbigengleichen.\n12:22 Und nahmen sie alle sieben und lie\u00dfen nicht Samen. Zuletzt nach allen starb das Weib auch.\n12:23 Nun in der Auferstehung, wenn sie auferstehen, wessen Weib wird sie sein unter ihnen? Denn sieben haben sie zum Weibe gehabt.\n12:24 Da antwortete Jesus und sprach zu ihnen: Ist's nicht also? Ihr irret darum, da\u00df ihr nichts wisset von der Schrift noch von der Kraft Gottes.\n12:25 Wenn sie von den Toten auferstehen werden, so werden sie nicht freien noch sich freien lassen, sondern sie sind wie die Engel im Himmel.\n12:26 Aber von den Toten, da\u00df sie auferstehen werden, habt ihr nicht gelesen im Buch des Mose bei dem Busch, Wie Gott zu ihm sagte und sprach: Ich bin der Gott Abrahams und der Gott Isaaks und der Gott Jakobs?\n12:27 Gott aber ist nicht der Toten, sondern der Lebendigen Gott. Darum irret ihr sehr.\n12:28 Und es trat zu ihm der Schriftgelehrten einer, der ihnen zugeh\u00f6ret hatte, wie sie sich miteinander befragten, und sah, da\u00df er ihnen fein geantwortet hatte, und fragte ihn: Welches ist das vornehmste Gebot vor allen?\n12:29 Jesus aber antwortete ihm: Das vornehmste Gebot vor allen Geboten ist das: H\u00f6re, Israel, der HERR, unser Gott, ist ein einiger Gott!\n12:30 Und: Du sollst Gott, deinen HERRN, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von ganzem Gem\u00fcte und von allen deinen Kr\u00e4ften. Das ist das vornehmste Gebot.\n12:31 Und das andere ist ihm gleich: Du sollst deinen N\u00e4chsten lieben wie dich selbst; es ist kein ander gr\u00f6\u00dfer Gebot denn diese.\n12:32 Und der Schriftgelehrte sprach zu ihm: Meister, du hast wahrlich recht geredet; denn es ist ein Gott, und ist kein anderer au\u00dfer ihm.\n12:33 Und denselbigen lieben von ganzem Herzen; von ganzem Gem\u00fcte, von ganzer Seele und von allen Kr\u00e4ften und lieben seinen N\u00e4chsten wie sich selbst, das ist mehr denn Brandopfer und alle Opfer.\n12:34 Da Jesus aber sah, da\u00df er vern\u00fcnftiglich antwortete, sprach er zu ihm: Du bist nicht ferne von dem Reich Gottes. Und es durfte ihn niemand weiter fragen.\n12:35 Und Jesus antwortete und sprach, da er lehrete im Tempel: Wie sagen die Schriftgelehrten, Christus sei Davids Sohn.\n12:36 Er aber, David, spricht durch den Heiligen Geist: Der HERR hat gesagt zu meinem HERRN: Setze dich zu meiner Rechten, bis da\u00df ich lege deine Feinde zum Schemel deiner F\u00fc\u00dfe.\n12:37 Da hei\u00dft ihn ja David seinen HERRN; woher ist er denn sein Sohn? Und viel Volks h\u00f6rete ihn gerne.\n12:38 Und er lehrete sie und sprach zu ihnen: Sehet euch vor vor den Schriftgelehrten, die in langen Kleidern gehen und lassen sich gerne auf dem Markte gr\u00fc\u00dfen\n12:39 und sitzen gerne obenan in den Schulen und \u00fcber Tisch im Abendmahl;\n12:40 sie fressen der Witwen H\u00e4user und wenden langes Gebet vor: dieselben werden desto mehr Verdammnis empfangen.\n12:41 Und Jesus setzte sich gegen den Gotteskasten und schauete, wie das Volk Geld einlegte in den Gotteskasten. Und viel Reiche legten viel ein.\n12:42 Und es kam eine arme Witwe und legte zwei Scherflein ein; die machen einen Heller.\n12:43 Und er rief seine J\u00fcnger zu sich und sprach zu ihnen: Wahrlich, ich sage euch, diese arme Witwe hat mehr in den Gotteskasten gelegt denn alle, die eingelegt haben.\n12:44 Denn sie haben alle von ihrem \u00fcbrigen eingelegt; diese aber hat von ihrer Armut alles, was sie hatte, ihre ganze Nahrung, eingelegt.\n13:1 Und da er aus dem Tempel ging, sprach zu ihm seiner J\u00fcnger einer: Meister, siehe, welche Steine und welch ein Bau ist das!\n13:2 Und Jesus antwortete und sprach zu ihm: Siehest du wohl allen diesen gro\u00dfen Bau? Nicht ein Stein wird auf dem andern bleiben, der nicht zerbrochen werde.\n13:3 Und da er auf dem \u00d6lberge sa\u00df gegen\u00fcber dem Tempel, fragten ihn besonders Petrus und Jakobus und Johannes und Andreas:\n13:4 Sage uns, wann wird das alles geschehen, und was wird das Zeichen sein wann das alles soll vollendet werden?\n13:5 Jesus antwortete ihnen und fing an zu sagen: Sehet zu, da\u00df euch nicht jemand verf\u00fchre!\n13:6 Denn es werden viele kommen unter meinem Namen und sagen: Ich bin Christus, und werden viele verf\u00fchren.\n13:7 Wenn ihr aber h\u00f6ren werdet von Kriegen und Kriegsgeschrei, so f\u00fcrchtet euch nicht; denn es mu\u00df also geschehen. Aber das Ende ist noch nicht da.\n13:8 Es wird sich ein Volk \u00fcber das andere emp\u00f6ren und ein K\u00f6nigreich \u00fcber das andere. Und es werden geschehen Erdbeben hin und wieder, und wird sein teure Zeit und Schrecken. Das ist der Not Anfang.\n13:9 Ihr aber, sehet euch vor! Denn sie werden euch \u00fcberantworten vor die Rath\u00e4user und Schulen; und ihr m\u00fcsset gest\u00e4upet werden und vor F\u00fcrsten und K\u00f6nige m\u00fcsset ihr gef\u00fchret werden um meinetwillen zu einem Zeugnis \u00fcber sie.\n13:10 Und das Evangelium mu\u00df zuvor geprediget werden unter alle V\u00f6lker.\n13:11 Wenn sie euch nun f\u00fchren und \u00fcberantworten werden, so sorget nicht, was ihr reden sollt, und bedenket euch nicht zuvor, sondern was euch zu derselbigen Stunde gegeben wird, das redet. Denn ihr seid's nicht, die da reden, sondern der Heilige Geist.\n13:12 Es wird aber \u00fcberantworten ein Bruder den andern zum Tode und der Vater den Sohn, und die Kinder werden sich emp\u00f6ren wider die Eltern und werden sie helfen t\u00f6ten.\n13:13 Und werdet gehasset sein von jedermann um meines Namens willen. Wer aber beharret bis an das Ende, der wird selig.\n13:14 Wenn ihr aber sehen werdet den Greuel der Verw\u00fcstung, von dem der Prophet Daniel gesagt hat, da\u00df er stehet, da er nicht soll (wer es lieset, der vernehme es!), alsdann, wer in Jud\u00e4a ist, der fliehe auf die Berge;\n13:15 und wer auf dem Dache ist, der steige nicht hernieder ins Haus und komme nicht hinein, etwas zu holen aus seinem Hause;\n13:16 und wer auf dem Felde ist, der wende sich nicht um, seine Kleider zu holen.\n13:17 Wehe aber den Schwangern und S\u00e4ugerinnen zu der Zeit!\n13:18 Bittet aber, da\u00df eure Flucht nicht geschehe im Winter.\n13:19 Denn in diesen Tagen werden solche Tr\u00fcbsale sein, als sie nie gewesen sind bisher vom Anfang der Kreaturen, die Gott geschaffen hat, und als auch nicht werden wird.\n13:20 Und so der HERR diese Tage nicht verk\u00fcrzt h\u00e4tte, w\u00fcrde kein Mensch selig; aber um der Auserw\u00e4hlten willen, die er auserw\u00e4hlet hat, hat er diese Tage verk\u00fcrzt.\n13:21 Wenn nun jemand zu der Zeit wird zu euch sagen: Siehe, hier ist Christus! siehe, da ist er! so glaubet nicht.\n13:22 Denn es werden sich erheben falsche Christi und falsche Propheten, die Zeichen und Wunder tun, da\u00df sie auch die Auserw\u00e4hlten verf\u00fchren, so es m\u00f6glich w\u00e4re.\n13:23 Ihr aber, sehet euch vor! Siehe, ich hab's euch alles zuvor gesagt.\n13:24 Aber zu der Zeit, nach dieser Tr\u00fcbsal, werden Sonne und Mond ihren Schein verlieren.\n13:25 Und die Sterne werden vom Himmel fallen, und die Kr\u00e4fte der Himmel werden sich bewegen.\n13:26 Und dann werden sie sehen des Menschen Sohn kommen in den Wolken mit gro\u00dfer Kraft und HERRLIchkeit.\n13:27 Und dann wird er seine Engel senden und wird versammeln seine Auserw\u00e4hlten von den vier Winden, von dem Ende der Erde bis zum Ende der Himmel.\n13:28 An dem Feigenbaum lernet ein Gleichnis. Wenn jetzt seine Zweige saftig werden und Bl\u00e4tter gewinnen, so wisset ihr, da\u00df der Sommer nahe ist.\n13:29 Also auch, wenn ihr sehet, da\u00df solches geschiehet, so wisset, da\u00df es nahe vor der T\u00fcr ist.\n13:30 Wahrlich, ich sage euch, dies Geschlecht wird nicht vergehen, bis da\u00df dies alles geschehe.\n13:31 Himmel und Erde werden vergehen; meine Worte aber werden nicht vergehen.\n13:32 Von dem Tage aber und der Stunde wei\u00df niemand, auch die Engel nicht im Himmel, auch der Sohn nicht, sondern allein der Vater.\n13:33 Sehet zu, wachet und betet; denn ihr wisset nicht, wann es Zeit ist.\n13:34 Gleich wie ein Mensch, der \u00fcber Land zog und lie\u00df sein Haus und gab seinen Knechten Macht, einem jeglichen sein Werk, und gebot dem T\u00fcrh\u00fcter, er sollte wachen.\n13:35 So wachet nun; denn ihr wisset nicht, wann der HERR des Hauses kommt, ob er kommt am Abend oder zu Mitternacht oder um den Hahnenschrei oder des Morgens,\n13:36 auf da\u00df er nicht schnell komme und finde euch schlafend.\n13:37 Was ich aber euch sage, das sage ich allen: Wachet!\n14:1 Und nach zwei Tagen war Ostern und die Tage der s\u00fc\u00dfen Brote. Und die Hohenpriester und Schriftgelehrten suchten, wie sie ihn mit List griffen und t\u00f6teten.\n14:2 Sie sprachen aber: Ja nicht auf das Fest, da\u00df nicht ein Aufruhr im Volk werde!\n14:3 Und da er zu Bethanien war in Simons, des Auss\u00e4tzigen, Hause und sa\u00df zu Tisch, da kam ein Weib, die hatte ein Glas mit ungef\u00e4lschtem und k\u00f6stlichem Nardenwasser; und sie zerbrach das Glas und go\u00df es auf sein Haupt.\n14:4 Da waren etliche, die wurden unwillig und sprachen: Was soll doch dieser Unrat?\n14:5 Man k\u00f6nnte das Wasser um mehr denn dreihundert Groschen verkauft haben und dasselbe den Armen geben. Und murreten \u00fcber sie.\n14:6 Jesus aber sprach: Lasset sie mit Frieden! Was bek\u00fcmmert ihr sie? Sie hat ein gut Werk an mir getan.\n14:7 Ihr habt allezeit Arme bei euch; und wann ihr wollet, k\u00f6nnet ihr ihnen Gutes tun; mich aber habt ihr nicht allezeit.\n14:8 Sie hat getan, was sie konnte; sie ist zuvorkommen, meinen Leichnam zu salben zu meinem Begr\u00e4bnis.\n14:9 Wahrlich, ich sage euch, wo dies Evangelium geprediget wird in aller Welt, da wird man auch das sagen zu ihrem Ged\u00e4chtnis, was sie jetzt getan hat.\n14:10 Und Judas Ischariot, einer von den Zw\u00f6lfen, ging hin zu den Hohenpriestern, da\u00df er ihn verriete.\n14:11 Da sie das h\u00f6reten, wurden sie froh und verhie\u00dfen, ihm das Geld zu geben. Und er suchte, wie er ihn f\u00fcglich verriete.\n14:12 Und am ersten Tage der s\u00fc\u00dfen Brote, da man das Osterlamm opferte, sprachen seine J\u00fcnger zu ihm: Wo willst du, da\u00df wir hingehen und bereiten, da\u00df du das Osterlamm essest?\n14:13 Und er sandte seiner J\u00fcnger zwei und sprach zu ihnen: Gehet hin in die Stadt, und es wird euch ein Mensch begegnen, der tr\u00e4gt einen Krug mit Wasser; folget ihm nach.\n14:14 Und wo er eingehet, da sprechet zu dem Hauswirte: Der Meister l\u00e4\u00dft dir sagen: Wo ist das Gasthaus, darinnen ich das Osterlamm esse mit meinen J\u00fcngern?\n14:15 Und er wird euch einen gro\u00dfen Saal zeigen, der gepflastert und bereit ist; daselbst richtet f\u00fcr uns zu.\n14:16 Und die J\u00fcnger gingen aus und kamen in die Stadt und fanden's, wie er ihnen gesagt hatte; und bereiteten das Osterlamm.\n14:17 Am Abend aber kam er mit den Zw\u00f6lfen.\n14:18 Und als sie zu Tische sa\u00dfen und a\u00dfen, sprach Jesus: Wahrlich, ich sage euch, einer unter euch, der mit mir isset, wird mich verraten.\n14:19 Und sie wurden traurig und sagten zu ihm, einer nach dem andern: Bin ich's? und der andere: Bin ich's?\n14:20 Er antwortete und sprach zu ihnen: Einer aus den Zw\u00f6lfen, der mit mir in die Sch\u00fcssel tauchet.\n14:21 Zwar des Menschen Sohn gehet hin, wie von ihm geschrieben stehet; wehe aber dem Menschen, durch welchen des Menschen Sohn verraten wird! Es w\u00e4re demselben Menschen besser, da\u00df er nie geboren w\u00e4re.\n14:22 Und indem sie a\u00dfen, nahm Jesus das Brot, dankete und brach's und gab's ihnen und sprach: Nehmet, esset; das ist mein Leib.\n14:23 Und nahm den Kelch und dankete und gab ihnen den; und sie tranken alle daraus.\n14:24 Und er sprach zu ihnen: Das ist mein Blut des Neuen Testaments, das f\u00fcr viele vergossen wird.\n14:25 Wahrlich, ich sage euch, da\u00df ich hinfort nicht trinken werde vom Gew\u00e4chse des Weinstocks bis auf den Tag, da ich's neu trinke in dem Reich Gottes.\n14:26 Und da sie den Lobgesang gesprochen hatten, gingen sie hinaus an den \u00d6lberg.\n14:27 Und Jesus sprach zu ihnen: Ihr werdet euch in dieser Nacht alle an mir \u00e4rgern. Denn es stehet geschrieben: Ich werde den Hirten schlagen, und die Schafe werden sich zerstreuen.\n14:28 Aber nachdem ich auferstehe, will ich vor euch hingehen nach Galil\u00e4a.\n14:29 Petrus aber sagte zu ihm: Und wenn sie sich alle \u00e4rgerten, so wollte doch ich mich nicht \u00e4rgern.\n14:30 Und Jesus sprach zu ihm: Wahrlich, ich sage dir, heute in dieser Nacht, ehe denn der Hahn zweimal kr\u00e4het, wirst du mich dreimal verleugnen.\n14:31 Er aber redete noch weiter: Ja, wenn ich mit dir auch sterben m\u00fc\u00dfte, wollt' ich dich nicht verleugnen. Desselbigengleichen sagten sie alle.\n14:32 Und sie kamen zu dem Hofe mit Namen Gethsemane. Und er sprach zu seinen J\u00fcngern: Setzet euch hier, bis ich hingehe und bete.\n14:33 Und nahm zu sich Petrus und Jakobus und Johannes und fing an zu zittern und zu zagen.\n14:34 Und sprach zu ihnen: Meine Seele ist betr\u00fcbt bis an den Tod; enthaltet euch hier und wachet.\n14:35 Und ging ein wenig f\u00fcrba\u00df, fiel auf die Erde und betete, da\u00df, so es m\u00f6glich w\u00e4re, die Stunde vor\u00fcberginge,\n14:36 und sprach: Abba, mein Vater, es ist dir alles m\u00f6glich, \u00fcberhebe mich dieses Kelchs; doch nicht was ich will, sondern was du willst.\n14:37 Und kam und fand sie schlafend und sprach zu Petrus: Simon, schl\u00e4fest du? Vermochtest du nicht eine Stunde zu wachen?\n14:38 Wachet und betet, da\u00df ihr nicht in Versuchung fallet! Der Geist ist willig; aber das Fleisch ist schwach.\n14:39 Und ging wieder hin und betete und sprach dieselbigen Worte.\n14:40 Und kam wieder und fand sie abermal schlafend; denn ihre Augen waren voll Schlafs, und wu\u00dften nicht, was sie ihm antworteten.\n14:41 Und er kam zum drittenmal und sprach zu ihnen: Ach, wollt ihr nun schlafen und ruhen? Es ist genug; die Stunde ist kommen. Siehe, des Menschen Sohn wird \u00fcberantwortet in der S\u00fcnder H\u00e4nde.\n14:42 Stehet auf, la\u00dft uns gehen; siehe, der mich verr\u00e4t, ist nahe!\n14:43 Und alsbald, da er noch redete, kam herzu Judas, der Zw\u00f6lfen einer, und eine gro\u00dfe Schar mit ihm, mit Schwertern und mit Stangen von den Hohenpriestern und Schriftgelehrten und \u00c4ltesten.\n14:44 Und der Verr\u00e4ter hatte ihnen ein Zeichen gegeben und gesagt: Welchen ich k\u00fcssen werde, der ist's; den greifet und f\u00fchret ihn gewi\u00df.\n14:45 Und da er kam, trat er bald zu ihm und sprach zu ihm: Rabbi, Rabbi! und k\u00fcssete ihn.\n14:46 Die aber legten ihre H\u00e4nde an ihn und griffen ihn.\n14:47 Einer aber von denen, die dabeistunden, zog sein Schwert aus und schlug des Hohenpriesters Knecht und hieb ihm ein Ohr ab.\n14:48 Und Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Ihr seid ausgegangen als zu einem M\u00f6rder mit Schwertern und mit Stangen, mich zu fangen.\n14:49 Ich bin t\u00e4glich bei euch im Tempel gewesen und habe gelehret, und ihr habt mich nicht gegriffen; aber auf da\u00df die Schrift erf\u00fcllet werde.\n14:50 Und die J\u00fcnger verlie\u00dfen ihn alle und flohen.\n14:51 Und es war ein J\u00fcngling, der folgete ihm nach, der war mit Leinwand bekleidet auf der blo\u00dfen Haut; und die J\u00fcnglinge griffen ihn.\n14:52 Er aber lie\u00df die Leinwand fahren und floh blo\u00df von ihnen.\n14:53 Und sie f\u00fchreten Jesum zu dem Hohenpriester, dahin zusammenkommen waren alle Hohenpriester und \u00c4ltesten und Schriftgelehrten.\n14:54 Petrus aber folgete ihm nach von ferne bis hinein in des Hohenpriesters Palast; und er war da und sa\u00df bei den Knechten und w\u00e4rmete sich bei dem Licht.\n14:55 Aber die Hohenpriester und der ganze Rat suchten Zeugnis wider Jesum, auf da\u00df sie ihn zum Tode br\u00e4chten, und fanden nichts.\n14:56 Viele gaben falsch Zeugnis wider ihn; aber ihr Zeugnis stimmte nicht \u00fcberein.\n14:57 Und etliche stunden auf und gaben falsch Zeugnis wider ihn und sprachen:\n14:58 Wir haben geh\u00f6ret, da\u00df er sagte: Ich will den Tempel, der mit H\u00e4nden gemacht ist, abbrechen und in dreien Tagen einen andern bauen, der nicht mit H\u00e4nden gemacht sei.\n14:59 Aber ihr Zeugnis stimmete noch nicht \u00fcberein.\n14:60 Und der Hohepriester stund auf unter sie und fragte Jesum und sprach: Antwortest du nichts zu dem, was diese wider dich zeugen?\n14:61 Er aber schwieg stille und antwortete nichts. Da fragte ihn der Hohepriester abermal und sprach zu ihm: Bist du Christus, der Sohn des Hochgelobten?\n14:62 Jesus aber sprach: Ich bin's. Und ihr werdet sehen des Menschen Sohn sitzen zur rechten Hand der Kraft und kommen mit des Himmels Wolken.\n14:63 Da zerri\u00df der Hohepriester seinen Rock und sprach: Was bed\u00fcrfen wir weiter Zeugen?\n14:64 Ihr habt geh\u00f6ret die Gottesl\u00e4sterung; was d\u00fcnket euch? Sie aber verdammeten ihn alle, da\u00df er des Todes schuldig w\u00e4re.\n14:65 Da fingen an etliche, ihn zu verspeien und zu verdecken sein Angesicht und mit F\u00e4usten zu schlagen und zu ihm zu sagen: Weissage uns! Und die Knechte schlugen ihn ins Angesicht.\n14:66 Und Petrus war danieden im Palast; da kam des Hohenpriester M\u00e4gde eine.\n14:67 Und da sie sah Petrus sich w\u00e4rmen, schauete sie ihn an und sprach: Und du warest auch mit Jesu von Nazareth.\n14:68 Er leugnete aber und sprach: Ich kenne ihn nicht, wei\u00df auch nicht, was du sagest. Und er ging hinaus in den Vorhof; und der Hahn kr\u00e4hete.\n14:69 Und die Magd sah ihn und hub abermal an, zu sagen denen, die dabei stunden: Dieser ist der einer.\n14:70 Und er leugnete abermal. Und nach einer kleinen Weile sprachen abermal zu Petrus, die dabeistunden: Wahrlich, du bist der einer; denn du bist ein Galil\u00e4er, und deine Sprache lautet gleich also.\n14:71 Er aber fing an, sich zu verfluchen und zu schw\u00f6ren: Ich kenne des Menschen nicht, von dem ihr saget.\n14:72 Und der Hahn kr\u00e4hete zum andernmal. Da gedachte Petrus an das Wort, das Jesus zu ihm sagte: Ehe der Hahn zweimal kr\u00e4het, wirst du mich dreimal verleugnen. Und er hub an zu weinen.\n15:1 Und bald am Morgen hielten die Hohenpriester einen Rat mit den \u00c4ltesten und Schriftgelehrten, dazu der ganze Rat, und banden Jesum und f\u00fchreten ihn hin und \u00fcberantworteten ihn Pilatus.\n15:2 Und Pilatus fragte ihn: Bist du ein K\u00f6nig der Juden? Er antwortete aber und sprach zu ihm: Du sagst es.\n15:3 Und die Hohenpriester beschuldigten ihn hart.\n15:4 Pilatus aber fragte ihn abermal und sprach: Antwortest du nichts? Siehe, wie hart sie dich verklagen!\n15:5 Jesus aber antwortete nichts mehr, also da\u00df sich auch Pilatus verwunderte.\n15:6 Er pflegte aber ihnen auf das Osterfest einen Gefangenen loszugeben, welchen sie begehrten.\n15:7 Es war aber einer, genannt Barabbas, gefangen mit den Aufr\u00fchrerischen die im Aufruhr einen Mord begangen hatten.\n15:8 Und das Volk ging hinauf und bat, da\u00df er t\u00e4te, wie er pflegete.\n15:9 Pilatus aber antwortete ihnen: Wollt ihr, da\u00df ich euch den K\u00f6nig der Juden losgebe?\n15:10 Denn er wu\u00dfte, da\u00df ihn die Hohenpriester aus Neid \u00fcberantwortet hatten.\n15:11 Aber die Hohenpriester reizten das Volk, da\u00df er ihnen viel lieber den Barabbas losg\u00e4be.\n15:12 Pilatus aber antwortete wiederum und sprach zu ihnen: Was wollt ihr denn, da\u00df ich tue dem, den ihr schuldiget, er sei ein K\u00f6nig der Juden?\n15:13 Sie schrieen abermal: Kreuzige ihn!\n15:14 Pilatus aber sprach zu ihnen: Was hat er \u00dcbels getan? Aber sie schrieen noch viel mehr: Kreuzige ihn!\n15:15 Pilatus aber gedachte, dem Volk genugzutun, und gab ihnen Barabbas los und \u00fcberantwortete ihnen Jesum, da\u00df er gegei\u00dfelt und gekreuziget w\u00fcrde.\n15:16 Die Kriegsknechte aber f\u00fchreten ihn hinein in das Richthaus und riefen zusammen die ganze Schar;\n15:17 und zogen ihm einen Purpur an und flochten eine dornene Krone und setzten sie ihm auf;\n15:18 und fingen an, ihn zu gr\u00fc\u00dfen: Gegr\u00fc\u00dfet seiest du, der Juden K\u00f6nig!\n15:19 Und schlugen ihm das Haupt mit dem Rohr und verspeieten ihn und fielen auf die Kniee und beteten ihn an.\n15:20 Und da sie ihn verspottet hatten, zogen sie ihm den Purpur aus und zogen ihm seine eigenen Kleider an und f\u00fchreten ihn aus, da\u00df sie ihn kreuzigten.\n15:21 Und zwangen einen, der vor\u00fcberging, mit Namen Simon von Kyrene; der vom Felde kam (der ein Vater war des Alexander und Rufus), da\u00df er ihm das Kreuz tr\u00fcge.\n15:22 Und sie brachten ihn an die St\u00e4tte Golgatha, das ist verdolmetscht: Sch\u00e4delst\u00e4tte.\n15:23 Und sie gaben ihm Myrrhen im Wein zu trinken; und er nahm's nicht zu sich.\n15:24 Und da sie ihn gekreuziget hatten, teilten sie seine Kleider und warfen das Los darum, welcher was \u00fcberk\u00e4me.\n15:25 Und es war um die dritte Stunde, da sie ihn kreuzigten.\n15:26 Und es war oben \u00fcber ihn geschrieben, was man ihm schuld gab, n\u00e4mlich: Ein K\u00f6nig der Juden.\n15:27 Und sie kreuzigten mit ihm zwei M\u00f6rder, einen zu seiner Rechten und einen zur Linken.\n15:28 Da ward die Schrift erf\u00fcllet, die da sagt: Er ist unter die \u00dcbelt\u00e4ter gerechnet.\n15:29 Und die vor\u00fcbergingen, l\u00e4sterten ihn und sch\u00fcttelten ihre H\u00e4upter und sprachen: Pfui dich, wie fein zerbrichst du den Tempel und bauest ihn in dreien Tagen!\n15:30 Hilf dir nun selber und steig herab vom Kreuz!\n15:31 Desselbigengleichen die Hohenpriester verspotteten ihn untereinander samt den Schriftgelehrten und sprachen: Er hat andern geholfen und kann sich selber nicht helfen.\n15:32 Ist er Christus und K\u00f6nig in Israel, so steige er nun vom Kreuze, da\u00df wir sehen und glauben. Und die mit ihm gekreuzigt waren, schm\u00e4heten ihn auch.\n15:33 Und nach der sechsten Stunde ward eine Finsternis \u00fcber das ganze Land bis um die neunte Stunde.\n15:34 Und um die neunte Stunde rief Jesus laut und sprach: Eli, Eli, lama asabthani? das ist verdolmetscht: Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?\n15:35 Und etliche, die dabeistunden, da sie das h\u00f6reten, sprachen sie: Siehe, er rufet den Elia!\n15:36 Da lief einer und f\u00fcllete einen Schwamm mit Essig und steckte ihn auf ein Rohr und tr\u00e4nkete ihn und sprach: Halt, la\u00df sehen, ob Elia komme und ihn herabnehme.\n15:37 Aber Jesus schrie laut und verschied.\n15:38 Und der Vorhang im Tempel zerri\u00df in zwei St\u00fccke, von oben an bis unten aus.\n15:39 Der Hauptmann aber, der dabeistund ihm gegen\u00fcber und sah, da\u00df er mit solchem Geschrei verschied, sprach er: Wahrlich, dieser Mensch ist Gottes Sohn gewesen!\n15:40 Und es waren auch Weiber da, die von ferne solches schaueten, unter welchen war Maria Magdalena und Maria, des kleinen Jakobus und des Joses Mutter, und Salome,\n15:41 die ihm auch nachgefolget, da er in Galil\u00e4a war, und gedienet hatten, und viel andere, die mit ihm hinauf gen Jerusalem gegangen waren.\n15:42 Und am Abend, dieweil es der R\u00fcsttag war, welcher ist der Vorsabbat,\n15:43 kam Joseph von Arimathia, ein ehrbarer Ratsherr, welcher auch auf das Reich Gottes wartete; der wagte es und ging hinein zu Pilatus und bat um den Leichnam Jesu.\n15:44 Pilatus aber verwunderte sich, da\u00df er schon tot war, und rief den Hauptmann und fragte ihn, ob er l\u00e4ngst gestorben w\u00e4re.\n15:45 Und als er's erkundet von dem Hauptmann, gab er Joseph den Leichnam.\n15:46 Und er kaufte eine Leinwand und nahm ihn ab und wickelte ihn in die Leinwand und legte ihn in ein Grab, das war in einen Fels gehauen, und w\u00e4lzete einen Stein vor des Grabes T\u00fcr.\n15:47 Aber Maria Magdalena und Maria Joses schaueten zu wo er hingelegt ward.\n16:1 Und da der Sabbat vergangen war, kauften Maria Magdalena und Maria des Jakobus und Salome Spezerei, auf da\u00df sie k\u00e4men und salbeten ihn.\n16:2 Und sie kamen zum Grabe an einem Sabbater sehr fr\u00fche, da die Sonne aufging.\n16:3 Und sie sprachen untereinander: Wer w\u00e4lzet uns den Stein von des Grabes T\u00fcr?\n16:4 Und sie sahen dahin und wurden gewahr, da\u00df der Stein abgew\u00e4lzet war; denn er war sehr gro\u00df.\n16:5 Und sie gingen hinein in das Grab und sahen einen J\u00fcngling zur rechten Hand sitzen, der hatte ein lang wei\u00df Kleid an. Und sie entsetzten sich.\n16:6 Er aber sprach zu ihnen: Entsetzet euch nicht! Ihr suchet Jesum von Nazareth, den Gekreuzigten; er ist auferstanden und ist nicht hier. Siehe da die St\u00e4tte, da sie ihn hinlegten.\n16:7 Gehet aber hin und sagt's seinen J\u00fcngern und Petrus, da\u00df er vor euch hingehen wird nach Galil\u00e4a; da werdet ihr ihn sehen, wie er euch gesagt hat.\n16:8 Und sie gingen schnell heraus und flohen von dem Grabe; denn es war sie Zittern und Entsetzen ankommen. Und sagten niemand nichts; denn sie f\u00fcrchteten sich.\n16:9 Jesus aber, da er auferstanden war fr\u00fche am ersten Tage der Sabbater, erschien er am ersten der Maria Magdalena, von welcher er sieben Teufel ausgetrieben hatte.\n16:10 Und sie ging hin und verk\u00fcndigte es denen, die mit ihm gewesen waren, die da Leid trugen und weineten.\n16:11 Und dieselbigen, da sie h\u00f6reten, da\u00df er lebete und w\u00e4re ihr erschienen, glaubten sie nicht.\n16:12 Danach da zwei aus ihnen wandelten, offenbarte er sich unter einer andern Gestalt, da sie aufs Feld gingen.\n16:13 Und dieselbigen gingen auch hin und verk\u00fcndigten das den andern; denen glaubten sie auch nicht.\n16:14 Zuletzt, da die Elfe zu Tische sa\u00dfen, offenbarete er sich und schalt ihren Unglauben und ihres Herzens H\u00e4rtigkeit, da\u00df sie nicht geglaubt hatten denen, die ihn gesehen hatten auferstanden.\n16:15 Und sprach zu ihnen: Gehet hin in alle Welt und prediget das Evangelium aller Kreatur!\n16:16 Wer da glaubet und getauft wird, der wird selig werden; wer aber nicht glaubet, der wird verdammt werden.\n16:17 Die Zeichen aber, die da folgen werden denen, die da glauben, sind die: In meinem Namen werden sie Teufel austreiben, mit neuen Zungen reden,\n16:18 Schlangen vertreiben, und so sie etwas T\u00f6dliches trinken, wird's ihnen nicht schaden; auf die Kranken werden sie die H\u00e4nde legen, so wird's besser mit ihnen werden.\n16:19 Und der HERR, nachdem er mit ihnen geredet hatte, ward er aufgehoben gen Himmel und sitzet zur rechten Hand Gottes.\n16:20 Sie aber gingen aus und predigten an allen Orten. Und der HERR wirkte mit ihnen und bekr\u00e4ftigte das Wort durch mitfolgende Zeichen.","title":"German Bible: Mark","type":"page"}
