{"collection":"Bible & Christianity","html_url":"https://unchartedknowledge.5gfusion.net/browse/bib/wb/ger/psa.htm","path":"bib/wb/ger/psa.htm","source_url":"https://sacred-texts.com/bib/wb/ger/psa.htm","text":"1:1 Wohl dem, der nicht wandelt im Rat der Gottlosen, noch tritt auf den Weg der S\u00fcnder, noch sitzt, da die Sp\u00f6tter sitzen,\n1:2 sondern hat Lust zum Gesetz des HERRN und redet von seinem Gesetz Tag und Nacht.\n1:3 Der ist wie ein Baum, gepflanzet an den Wasserb\u00e4chen, der seine Frucht bringet zu seiner Zeit, und seine Bl\u00e4tter verwelken nicht, und was er macht, das ger\u00e4t wohl.\n1:4 Aber so sind die Gottlosen nicht, sondern wie Spreu, die der Wind verstreuet.\n1:5 Darum bleiben die Gottlosen nicht im Gerichte, noch die S\u00fcnder in der Gemeine der Gerechten.\n1:6 Denn der HERR kennet den Weg der Gerechten, aber der Gottlosen Weg vergehet.\n2:1 Warum toben die Heiden, und die Leute reden so vergeblich?\n2:2 Die K\u00f6nige im Lande lehnen sich auf, und die HERREN ratschlagen miteinander wider den HERRN und seinen Gesalbten:\n2:3 Lasset uns zerrei\u00dfen ihre Bande und von uns werfen ihre Seile!\n2:4 Aber der im Himmel wohnet, lachet ihrer, und der HERR spottet ihrer.\n2:5 Er wird einst mit ihnen reden in seinem Zorn, und mit seinem Grimm wird er sie schrecken.\n2:6 Aber ich habe meinen K\u00f6nig eingesetzt auf meinem heiligen Berg Zion.\n2:7 Ich will von einer solchen Weise predigen, da\u00df der HERR zu mir gesagt hat: Du bist mein Sohn, heute hab ich dich gezeuget.\n2:8 Heische von mir, so will ich dir die Heiden zum Erbe geben und der Welt Ende zum Eigentum.\n2:9 Du sollst sie mit einem eisernen Zepter zerschlagen; wie T\u00f6pfe sollst du sie zerschmei\u00dfen.\n2:10 So la\u00dft euch nun weisen, ihr K\u00f6nige, und la\u00dft euch z\u00fcchtigen, ihr Richter auf Erden!\n2:11 Dienet dem HERRN mit Furcht und freuet euch mit Zittern!\n2:12 K\u00fcsset den Sohn, da\u00df er nicht z\u00fcrne und ihr umkommet auf dem Wege; denn sein Zorn wird bald anbrennen. Aber wohl allen, die auf ihn trauen!\n3:1 Ein Psalm Davids, da er floh vor seinem Sohn Absalom.\n3:2 Ach, HERR, wie ist meiner Feinde so viel, und setzen sich so viele wider mich!\n3:3 Viele sagen von meiner Seele: Sie hat keine Hilfe bei Gott. Sela.\n3:4 Aber du, HERR, bist der Schild f\u00fcr mich, und der mich zu Ehren setzet und mein Haupt aufrichtet.\n3:5 Ich rufe an mit meiner Stimme den HERRN, so erh\u00f6ret er mich von seinem heiligen Berge. Sela.\n3:6 Ich liege und schlafe und erwache; denn der HERR h\u00e4lt mich.\n3:7 Ich f\u00fcrchte mich nicht vor viel Hunderttausenden, die sich umher wider mich legen.\n3:8 Auf HERR, und hilf mir, mein Gott; denn du schl\u00e4gst alle meine Feinde auf den Backen und zerschmetterst der Gottlosen Z\u00e4hne.\n4:1 Ein Psalm Davids, vorzusingen auf Saitenspielen.\n4:2 Erh\u00f6re mich, wenn ich rufe, Gott meiner Gerechtigkeit, der du mich tr\u00f6stest in Angst; sei mir gn\u00e4dig und erh\u00f6re mein Gebet!\n4:3 Liebe HERREN, wie lange soll meine Ehre gesch\u00e4ndet werden? Wie habt ihr das Eitle so lieb und die L\u00fcgen so gerne! Sela.\n4:4 Erkennet doch da\u00df der HERR seine Heiligen wunderlich f\u00fchret! Der HERR h\u00f6ret, wenn ich ihn anrufe.\n4:5 Z\u00fcrnet ihr, s\u00fcndiget nicht! Redet mit eurem Herzen auf eurem Lager und harret. Sela.\n4:6 Opfert Gerechtigkeit und hoffet auf den HERRN.\n4:7 Viele sagen: Wie sollt uns dieser weisen, was gut ist? Aber, HERR, erhebe \u00fcber uns das Licht deines Antlitzes!\n4:8 Du erfreuest mein Herz, ob jene gleich viel Wein und Korn haben.\n5:1 Ein Psalm Davids, vorzusingen f\u00fcr das Erbe.\n5:2 HERR, h\u00f6re meine Worte, merke auf meine Rede!\n5:3 Vernimm mein Schreien, mein K\u00f6nig und mein Gott; denn ich will vor dir beten.\n5:4 HERR, fr\u00fche wollest du meine Stimme h\u00f6ren; fr\u00fche will ich mich zu dir schicken und drauf merken.\n5:5 Denn du bist nicht ein Gott, dem gottlos Wesen gef\u00e4llt; wer b\u00f6se ist, bleibet nicht vor dir.\n5:6 Die Ruhmredigen bestehen nicht vor deinen Augen; du bist feind allen \u00dcbelt\u00e4tern.\n5:7 Du bringest die L\u00fcgner um; der HERR hat Greuel an den Blutgierigen und Falschen.\n5:8 Ich aber will in dein Haus gehen auf deine gro\u00dfe G\u00fcte und anbeten gegen deinem heiligen Tempel in deiner Furcht.\n5:9 HERR, leite mich in deiner Gerechtigkeit um meiner Feinde willen; richte deinen Weg vor mir her.\n5:10 Denn in ihrem Munde ist nichts Gewisses, ihr Inwendiges ist Herzeleid, ihr Rachen ist ein offenes Grab, mit ihren Zungen heucheln sie.\n5:11 Schuldige sie, Gott, da\u00df sie fallen von ihrem Vornehmen! Sto\u00dfe sie aus um ihrer gro\u00dfen \u00dcbertretung willen; denn sie sind dir widerspenstig.\n5:12 La\u00df sich freuen alle, die auf dich trauen; ewiglich la\u00df sie r\u00fchmen, denn du beschirmest sie; fr\u00f6hlich la\u00df sein in dir, die deinen Namen lieben!\n6:1 Ein Psalm Davids, vorzusingen auf acht Saiten.\n6:2 Ach, HERR, strafe mich nicht in deinem Zorn und z\u00fcchtige mich nicht in deinem Grimm!\n6:3 HERR, sei mir gn\u00e4dig, denn ich bin schwach; heile mich, HERR, denn meine Gebeine sind erschrocken,\n6:4 und meine Seele ist sehr erschrocken. Ach, du HERR, wie lange!\n6:5 Wende dich, HERR, und errette meine Seele; hilf mir um deiner G\u00fcte willen!\n6:6 Denn im Tode gedenkt man dein nicht; wer will dir in der H\u00f6lle danken?\n6:7 Ich bin so m\u00fcde vom Seufzen, ich schwemme mein Bette die ganze Nacht und netze mit meinen Tr\u00e4nen mein Lager.\n6:8 Meine Gestalt ist verfallen vor Trauern und ist alt worden; denn ich allenthalben ge\u00e4ngstet werde.\n6:9 Weichet von mir, alle \u00dcbelt\u00e4ter; denn der HERR h\u00f6ret mein Weinen,\n6:10 der HERR h\u00f6ret mein Flehen, mein Gebet nimmt der HERR an.\n7:1 Die Unschuld Davids, davon er sang dem HERRN von wegen der Worte des Mohren, des Jeminiten.\n7:2 Auf dich, HERR, traue ich, mein Gott! Hilf mir von allen meinen Verfolgern und errette mich,\n7:3 da\u00df sie nicht wie L\u00f6wen meine Seele erhaschen und zerrei\u00dfen, weil kein Erretter da ist.\n7:4 HERR, mein Gott, hab ich solches getan, und ist Unrecht in meinen H\u00e4nden;\n7:5 hab ich B\u00f6ses vergolten denen, so friedlich mit mir lebten, oder die, so mir ohne Ursache feind waren, besch\u00e4diget,\n7:6 so verfolge mein Feind meine Seele und ergreife sie und trete mein Leben zu Boden und lege meine Ehre in den Staub. Sela.\n7:7 auf, HERR, in deinem Zorn, erhebe dich \u00fcber den Grimm meiner Feinde und hilf mir wieder in das Amt, das du mir befohlen hast,\n7:8 da\u00df sich die Leute wieder zu dir sammeln; und um derselben willen komm wieder empor.\n7:9 Der HERR ist Richter \u00fcber die Leute. Richte mich, HERR, nach meiner Gerechtigkeit und Fr\u00f6mmigkeit.\n7:10 La\u00df der Gottlosen Bosheit ein Ende werden und f\u00f6rdere die Gerechten; denn du, gerechter Gott, pr\u00fcfest Herzen und Nieren.\n7:11 Mein Schild ist bei Gott, der den frommen Herzen hilft.\n7:12 Gott ist ein rechter Richter und ein Gott, der t\u00e4glich dr\u00e4uet.\n7:13 Will man sich nicht bekehren, so hat er sein Schwert gewetzt und seinen Bogen gespannet und zielet,\n7:14 und hat drauf gelegt t\u00f6dlich Gescho\u00df; seine Pfeile hat er zugerichtet zu verderben.\n7:15 Siehe, der hat B\u00f6ses im Sinn, mit Ungl\u00fcck ist er schwanger; er wird aber einen Fehl geb\u00e4ren.\n7:16 Er hat eine Grube gegraben und ausgef\u00fchrt und ist in die Grube gefallen, die er gemacht hat.\n7:17 Sein Ungl\u00fcck wird auf seinen Kopf kommen und sein Frevel auf seine Scheitel fallen.\n8:1 Ein Psalm Davids, vorzusingen auf der Githith.\n8:2 HERR, unser HERRSCher, wie herrlich ist dein Name in allen Landen, da man dir danket im Himmel!\n8:3 dem Munde der jungen Kinder und S\u00e4uglinge hast du eine Macht zugerichtet um deiner Feinde willen, da\u00df du vertilgest den Feind und den Rachgierigen.\n8:4 Denn ich werde sehen die Himmel, deiner Finger Werk, den Mond und die Sterne, die du bereitest.\n8:5 Was ist der Mensch, da\u00df du sein gedenkest; und des Menschen Kind, da\u00df du dich sein annimmst?\n8:6 Du wirst ihn lassen eine kleine Zeit von Gott verlassen sein. Aber mit Ehren und Schmuck wirst du ihn kr\u00f6nen.\n8:7 Du wirst ihn zum HERRN machen \u00fcber deiner H\u00e4nde Werk; alles hast du unter seine F\u00fc\u00dfe getan:\n8:8 Schafe und Ochsen allzumal, dazu auch die wilden Tiere,\n8:9 die V\u00f6gel unter dem Himmel und die Fische im Meer und was im Meer gehet.\n9:1 Ein Psalm Davids von der sch\u00f6nen Jugend, vorzusingen.\n9:2 Ich danke dem HERRN von ganzem Herzen und erz\u00e4hle alle deine Wunder.\n9:3 Ich freue mich und bin fr\u00f6hlich in dir und lobe deinen Namen, du Allerh\u00f6chster,\n9:4 da\u00df du meine Feinde hinter sich getrieben hast; sie sind gefallen und umkommen vor dir.\n9:5 Denn du f\u00fchrest mein Recht und Sache aus; du sitzest auf dem Stuhl ein rechter Richter.\n9:6 Du schiltst die Heiden und bringest die Gottlosen um; ihren Namen vertilgest du immer und ewiglich.\n9:7 Die Schwerter des Feindes haben ein Ende; die St\u00e4dte hast du umgekehret; ihr Ged\u00e4chtnis ist umkommen samt ihnen.\n9:8 Der HERR aber bleibt ewiglich; er hat seinen Stuhl bereitet zum Gericht.\n9:9 Und er wird den Erdboden recht richten und die Leute regieren rechtschaffen.\n9:10 Und der HERR ist des Armen Schutz, ein Schutz in der Not.\n9:11 Darum hoffen auf dich, die deinen Namen kennen; denn du verl\u00e4ssest nicht, die dich, HERR, suchen.\n9:12 Lobet den HERRN, der zu Zion wohnet; verk\u00fcndiget unter den Leuten sein Tun!\n9:13 Denn er gedenkt und fragt nach ihrem Blut; er vergisset nicht des Schreiens der Armen.\n9:14 HERR, sei mir gn\u00e4dig; siehe an mein Elend unter den Feinden, der du mich erhebest aus den Toren des Todes,\n9:15 auf da\u00df ich erz\u00e4hle all deinen Preis in den Toren der Tochter Zion, da\u00df ich fr\u00f6hlich sei \u00fcber deine Hilfe.\n9:16 Die Heiden sind versunken in der Grube, die sie zugerichtet hatten; ihr Fu\u00df ist gefangen im Netz, das sie gestellet hatten.\n9:17 So erkennet man, da\u00df der HERR Recht schaffet. Der Gottlose ist verstrickt in dem Werk seiner H\u00e4nde durchs Wort. Sela.\n9:18 Ach, da\u00df die Gottlosen m\u00fc\u00dften zur H\u00f6lle gekehret werden, alle Heiden, die Gottes vergessen!\n9:19 Denn er wird des Armen nicht so ganz vergessen, und die Hoffnung der Elenden wird nicht verloren sein ewiglich.\n9:20 HERR, stehe auf, da\u00df Menschen nicht \u00dcberhand kriegen; la\u00df alle Heiden vor dir gerichtet werden!\n10:1 HERR, warum trittst du so ferne, verbirgest dich zur Zeit der Not?\n10:2 Weil der Gottlose \u00dcbermut treibet, mu\u00df der Elende leiden. Sie h\u00e4ngen sich aneinander und erdenken b\u00f6se T\u00fccke.\n10:3 Denn der Gottlose r\u00fchmet sich seines Mutwillens, und der Geizige segnet sich und l\u00e4stert den HERRN.\n10:4 Der Gottlose ist so stolz und zornig, da\u00df er nach niemand fraget; in allen seinen T\u00fccken h\u00e4lt er Gott f\u00fcr nichts.\n10:5 Er f\u00e4hret fort mit seinem Tun immerdar; deine Gerichte sind ferne von ihm; er handelt trotzig mit allen seinen Feinden.\n10:6 Er spricht in seinem Herzen: Ich werde nimmermehr daniederliegen; es wird f\u00fcr und f\u00fcr keine Not haben.\n10:7 Sein Mund ist voll Fluchens, Falsches und Trugs; seine Zunge richtet M\u00fche und Arbeit an.\n10:8 Er sitzt und lauert in den H\u00f6fen; er erw\u00fcrget die Unschuldigen heimlich; seine Augen halten auf die Armen.\n10:9 Er lauert im Verborgenen, wie ein L\u00f6we in der H\u00f6hle; er lauert, da\u00df er den Elenden erhasche, und erhaschet ihn, wenn er ihn in sein Netz zeucht.\n10:10 Er zerschl\u00e4gt und dr\u00fccket nieder und st\u00f6\u00dft zu Boden den Armen mit Gewalt.\n10:11 Er spricht in seinem Herzen: Gott hat's vergessen; er hat sein Antlitz verborgen, er wird's nimmermehr sehen.\n10:12 Stehe auf, HERR Gott, erhebe deine Hand; vergi\u00df der Elenden nicht!\n10:13 Warum soll der Gottlose Gott l\u00e4stern und in seinem Herzen sprechen: Du fragst nicht danach?\n10:14 Du siehest ja, denn du schauest das Elend und Jammer; es stehet in deinen H\u00e4nden. Die Armen befehlen's dir; du bist der Waisen Helfer.\n10:15 Zerbrich den Arm des Gottlosen und suche das B\u00f6se, so wird man sein gottlos Wesen nimmer finden.\n10:16 Der HERR ist K\u00f6nig immer und ewiglich; die Heiden m\u00fcssen aus seinem Land umkommen.\n10:17 Das Verlangen der Elenden h\u00f6rest du, HERR; ihr Herz ist gewi\u00df, da\u00df dein Ohr drauf merket,\n10:18 da\u00df du Recht schaffest dem Waisen und Armen, da\u00df der Mensch nicht mehr trotze auf Erden.\n11:1 Ein Psalm Davids, vorzusingen. Ich traue auf den HERRN. Wie saget ihr denn zu meiner Seele, sie soll fliegen wie ein Vogel auf eure Berge?\n11:2 Denn siehe, die Gottlosen spannen den Bogen und legen ihre Pfeile auf die Sehne, damit heimlich zu schie\u00dfen die Frommen.\n11:3 Denn sie rei\u00dfen den Grund um; was soll der Gerechte ausrichten?\n11:4 Der HERR ist in seinem heiligen Tempel, des HERRN Stuhl ist im Himmel; seine Augen sehen drauf, seine Augenlider pr\u00fcfen die Menschenkinder.\n11:5 Der HERR pr\u00fcfet den Gerechten; seine Seele hasset den Gottlosen und die gerne freveln.\n11:6 Er wird regnen lassen \u00fcber die Gottlosen Blitz, Feuer und Schwefel und wird ihnen ein Wetter zu Lohn geben.\n11:7 Der HERR ist gerecht und hat Gerechtigkeit lieb, darum da\u00df ihre Angesichte schauen auf das da recht ist.\n12:1 Ein Psalm Davids, vorzusingen auf acht Saiten.\n12:2 Hilf, HERR, die Heiligen haben abgenommen, und der Gl\u00e4ubigen ist wenig unter den Menschenkindern.\n12:3 Einer redet mit dem andern unn\u00fctze Dinge und heucheln und lehren aus uneinigem Herzen.\n12:4 Der HERR wolle ausrotten alle Heuchelei und die Zunge, die da stolz redet,\n12:5 die da sagen: Unsere Zunge soll \u00fcberhand haben, uns geb\u00fchrt zu reden; wer ist unser HERR?\n12:6 Weil denn die Elenden verst\u00f6ret werden und die Armen seufzen, will ich auf, spricht der HERR; ich will eine Hilfe schaffen, da\u00df man getrost lehren soll.\n12:7 Die Rede des HERRN ist lauter, wie durchl\u00e4utert Silber im irdenen Tiegel, bew\u00e4hret siebenmal.\n12:8 Du, HERR, wollest sie bewahren und uns beh\u00fcten vor diesem Geschlecht ewiglich.\n13:1 Ein Psalm Davids, vorzusingen.\n13:2 HERR, wie lange willst du mein so gar vergessen? Wie lange verbirgest du dein Antlitz vor mir?\n13:3 Wie lange soll ich sorgen in meiner Seele und mich \u00e4ngsten in meinem Herzen t\u00e4glich? Wie lange soll sich mein Feind \u00fcber mich erheben?\n13:4 Schaue doch und erh\u00f6re mich, HERR, mein Gott! Erleuchte meine Augen, da\u00df ich nicht im Tode entschlafe,\n13:5 da\u00df nicht mein Feind r\u00fchme, er sei mein m\u00e4chtig worden, und meine Widersacher sich nicht freuen, da\u00df ich niederliege.\n13:6 Ich hoffe aber darauf, da\u00df du so gn\u00e4dig bist; mein Herz freuet sich, da\u00df du so gerne hilfest. Ich will dem HERRN singen, da\u00df er so wohl an mir tut.\n14:1 Ein Psalm Davids, vorzusingen. Die Toren sprechen in ihrem Herzen: Es ist kein Gott. Sie taugen nichts und sind ein Greuel mit ihrem Wesen. Da ist keiner, der Gutes tue.\n14:2 Der HERR schauet vom Himmel auf der Menschen Kinder, da\u00df er sehe, ob jemand klug sei und nach Gott frage.\n14:3 Aber sie sind alle abgewichen und allesamt unt\u00fcchtig; da ist keiner, der Gutes tue, auch nicht einer.\n14:4 Will denn der \u00dcbelt\u00e4ter keiner das merken, die mein Volk fressen, da\u00df sie sich n\u00e4hren, aber den HERRN rufen sie nicht an?\n14:5 Daselbst f\u00fcrchten sie sich; aber Gott ist bei dem Geschlecht der Gerechten.\n14:6 Ihr sch\u00e4ndet des Armen Rat; aber Gott ist seine Zuversicht.\n14:7 Ach, da\u00df die Hilfe aus Zion \u00fcber Israel k\u00e4me, und der HERR sein gefangen Volk erl\u00f6sete! So w\u00fcrde Jakob fr\u00f6hlich sein und Israel sich freuen.\n15:1 Ein Psalm Davids. HERR, wer wird wohnen in deiner H\u00fctte? Wer wird bleiben auf deinem heiligen Berge?\n15:2 Wer ohne Wandel einhergehet und recht tut und redet die Wahrheit von Herzen;\n15:3 wer mit seiner Zunge nicht verleumdet und seinem N\u00e4chsten kein Arges tut und seinen N\u00e4chsten nicht schm\u00e4het;\n15:4 wer die Gottlosen nichts achtet, sondern ehret die Gottesf\u00fcrchtigen; wer seinem N\u00e4chsten schw\u00f6ret und h\u00e4lt es;\n15:5 wer sein Geld nicht auf Wucher gibt und nimmt nicht Geschenke \u00fcber den Unschuldigen: wer das tut, der wird wohl bleiben.\n16:1 Ein g\u00fclden Kleinod Davids. Bewahre mich, Gott; denn ich traue auf dich.\n16:2 Ich habe gesagt zu dem HERRN: Du bist ja der HERR, ich mu\u00df um deinetwillen leiden.\n16:3 F\u00fcr die Heiligen, so auf Erden sind, und f\u00fcr die HERRLIchen; an denen habe ich all mein Gefallen.\n16:4 Aber jene, die einem andern nacheilen, werden gro\u00df Herzeleid haben. Ich will ihres Trankopfers mit dem Blut nicht opfern, noch ihren Namen in meinem Munde f\u00fchren.\n16:5 Der HERR aber ist mein Gut und mein Teil; du erh\u00e4ltst mein Erbteil.\n16:6 Das Los ist mir gefallen aufs Liebliche; mir ist ein sch\u00f6n Erbteil worden.\n16:7 Ich lobe den HERRN, der mir geraten hat; auch z\u00fcchtigen mich meine Nieren des Nachts.\n16:8 Ich habe den HERRN allezeit vor Augen; denn er ist mir zur Rechten, darum werde ich wohl bleiben.\n16:9 Darum freuet sich mein Herz, und meine Ehre ist fr\u00f6hlich, auch mein Fleisch wird sicher liegen.\n16:10 Denn du wirst meine Seele nicht in der H\u00f6lle lassen und nicht zugeben, da\u00df dein Heiliger verwese.\n16:11 Du tust mir kund den Weg zum Leben; vor dir ist Freude die F\u00fclle und lieblich Wesen zu deiner Rechten ewiglich.\n17:1 Ein Gebet Davids. HERR, erh\u00f6re die Gerechtigkeit, merke auf mein Geschrei, vernimm mein Gebet, das nicht aus falschem Munde gehet.\n17:2 Sprich du in meiner Sache und schaue du aufs Recht!\n17:3 Du pr\u00fcfest mein Herz und besuchest es des Nachts und l\u00e4uterst mich und findest nichts. Ich habe mir vorgesetzt, da\u00df mein Mund nicht soll \u00fcbertreten.\n17:4 Ich bewahre mich in dem Wort deiner Lippen vor Menschenwerk auf dem Wege des M\u00f6rders.\n17:5 Erhalte meinen Gang auf deinen Fu\u00dfsteigen, da\u00df meine Tritte nicht gleiten!\n17:6 Ich rufe zu dir, da\u00df du, Gott, wollest mich erh\u00f6ren; neige deine Ohren zu mir, h\u00f6re meine Rede!\n17:7 Beweise deine wunderliche G\u00fcte, du Heiland derer, die dir vertrauen, wider die, so sich wider deine rechte Hand setzen.\n17:8 Beh\u00fcte mich wie einen Augapfel im Auge; beschirme mich unter dem Schatten deiner Fl\u00fcgel\n17:9 vor den Gottlosen, die mich verst\u00f6ren, vor meinen Feinden, die um und um nach meiner Seele stehen.\n17:10 Ihre Fetten halten zusammen; sie reden mit ihrem Munde stolz.\n17:11 Wo wir gehen so umgeben sie uns; ihre Augen richten sie dahin, da\u00df sie uns zur Erde st\u00fcrzen,\n17:12 gleichwie ein L\u00f6we, der des Raubes begehrt, wie ein junger L\u00f6we, der in der H\u00f6hle sitzt.\n17:13 HERR, mache dich auf, \u00fcberw\u00e4ltige ihn und dem\u00fctige ihn; errette meine Seele von dem Gottlosen mit deinem Schwert,\n17:14 von den Leuten deiner Hand, HERR, von den Leuten dieser Welt, welche ihr Teil haben in ihrem Leben, welchen du den Bauch f\u00fcllest mit deinem Schatz, die da Kinder die F\u00fclle haben und lassen ihr \u00fcbriges ihren Jungen.\n17:15 Ich aber will schauen dein Antlitz in Gerechtigkeit; ich will satt werden, wenn ich erwache nach deinem Bilde.\n18:1 Ein Psalm vorzusingen, Davids, des HERRN Knechts, welcher hat dem HERRN die Worte dieses Liedes geredet zur Zeit, da ihn der HERR errettet hatte von der Hand seiner Feinde und von der Hand Sauls,\n18:2 und sprach: Herzlich lieb habe ich dich, HERR, meine St\u00e4rke,\n18:3 HERR, mein Fels, meine Burg, mein Erretter, mein Gott, mein Hort, auf den ich traue, mein Schild und Horn meines Heils, und mein Schutz!\n18:4 Ich will den HERRN loben und anrufen, so werde ich von meinen Feinden erl\u00f6set.\n18:5 Denn es umfingen mich des Todes Bande, und die B\u00e4che Belials erschreckten mich;\n18:6 der H\u00f6llen Bande umfingen mich, und des Todes Stricke \u00fcberw\u00e4ltigten mich.\n18:7 Wenn mir angst ist, so rufe ich den HERRN an und schreie zu meinem Gott, so erh\u00f6ret er meine Stimme von seinem Tempel, und mein Geschrei kommt vor ihn zu seinen Ohren.\n18:8 Die Erde bebete und ward bewegt, und die Grundfesten der Berge regeten sich und bebeten, da er zornig war.\n18:9 Dampf ging auf von seiner Nase und verzehrend Feuer von seinem Munde, da\u00df es davon blitzete.\n18:10 Er neigete den Himmel und fuhr herab, und Dunkel war unter seinen F\u00fc\u00dfen.\n18:11 Und er fuhr auf dem Cherub und flog daher; er schwebete auf den Fittichen des Windes.\n18:12 Sein Gezelt um ihn her war finster und schwarze dicke Wolken, darin er verborgen war.\n18:13 Vom Glanz vor ihm trenneten sich die Wolken mit Hagel und Blitzen.\n18:14 Und der HERR donnerte im Himmel, und der H\u00f6chste lie\u00df seinen Donner aus mit Hagel und Blitzen.\n18:15 Er scho\u00df seine Strahlen und zerstreuete sie; er lie\u00df sehr blitzen und schreckte sie.\n18:16 Da sah man Wasserg\u00fcsse, und des Erdbodens Grund ward aufgedeckt, HERR, von deinem Schelten, von dem Odem und Schnauben deiner Nase.\n18:17 Er schickte aus von der H\u00f6he und holete mich und zog mich aus gro\u00dfen Wassern.\n18:18 Er errettete mich von meinen starken Feinden, von meinen Hassern, die mir zu m\u00e4chtig waren,\n18:19 Die mich \u00fcberw\u00e4ltigten zur Zeit meines Unfalls; und der HERR ward meine Zuversicht.\n18:20 Und er f\u00fchrete mich aus in den Raum, er ri\u00df mich heraus; denn er hatte Lust zu mir.\n18:21 Der HERR tut wohl an mir nach meiner Gerechtigkeit; er vergilt mir nach der Reinigkeit meiner H\u00e4nde.\n18:22 Denn ich halte die Wege des HERRN und bin nicht gottlos wider meinen Gott.\n18:23 Denn alle seine Rechte hab ich vor Augen und seine Gebote werfe ich nicht von mir,\n18:24 sondern ich bin ohne Wandel vor ihm und h\u00fcte mich vor S\u00fcnden.\n18:25 Darum vergilt mir der HERR nach meiner Gerechtigkeit, nach der Reinigkeit meiner H\u00e4nde vor seinen Augen.\n18:26 Beiden Heiligen bist du heilig und bei den Frommen bist du fromm\n18:27 und bei den Reinen bist du rein und bei den Verkehrten bist du verkehrt.\n18:28 Denn du hilfst dem elenden Volk und die hohen Augen niedrigest du.\n18:29 Denn du erleuchtest meine Leuchte; der HERR, mein Gott, macht meine Finsternis licht.\n18:30 Denn mit dir kann ich Kriegsvolk zerschmei\u00dfen und mit meinem Gott \u00fcber die Mauern springen.\n18:31 Gottes Wege sind ohne Wandel; die Reden des HERRN sind durchl\u00e4utert. Er ist ein Schild allen, die ihm vertrauen.\n18:32 Denn wo ist ein Gott ohne dem HERRN? oder ein Hort ohne unsern Gott?\n18:33 Gott r\u00fcstet mich mit Kraft und macht meine Wege ohne Wandel.\n18:34 Er macht meine F\u00fc\u00dfe gleich den Hirschen und stellet mich auf meine H\u00f6he.\n18:35 Er lehret meine Hand streiten und lehret meinen Arm einen ehernen Bogen spannen.\n18:36 Und gibst mir den Schild deines Heils, und deine Rechte st\u00e4rket mich; und wenn du mich dem\u00fctigest, machst du mich gro\u00df.\n18:37 Du machst unter mir Raum zu gehen, da\u00df meine Kn\u00f6chel nicht gleiten.\n18:38 Ich will meinen Feinden nachjagen und sie ergreifen und nicht umkehren, bis ich sie umgebracht habe.\n18:39 Ich will sie zerschmei\u00dfen, und sollen mir nicht widerstehen; sie m\u00fcssen unter meine F\u00fc\u00dfe fallen.\n18:40 Du kannst mich r\u00fcsten mit St\u00e4rke zum Streit; du kannst unter mich werfen, die sich wider mich setzen:\n18:41 Du gibst mir meine Feinde in die Flucht, da\u00df ich meine Hasser verst\u00f6re.\n18:42 Sie rufen, aber da ist kein Helfer; zum HERRN, aber er antwortet ihnen nicht.\n18:43 Ich will sie zersto\u00dfen wie Staub vor dem Winde; ich will sie wegr\u00e4umen wie den Kot auf der Gasse.\n18:44 Du hilfst mir von dem z\u00e4nkischen Volk und machst mich ein Haupt unter den Heiden; ein Volk, das ich nicht kannte, dienet mir.\n18:45 Es gehorchet mir mit gehorsamen Ohren; ja, den fremden Kindern hat's wider mich gefehlet.\n18:46 Die fremden Kinder verschmachten und zappeln in ihren Banden:\n18:47 Der HERR lebet, und gelobet sei mein Hort; und der Gott meines Heils m\u00fcsse erhaben werden,\n18:48 der Gott, der mir Rache gibt und zwinget die V\u00f6lker unter mich,\n18:49 der mich errettet von meinen Feinden und erh\u00f6het mich aus denen, die sich wider mich setzen. Du hilfst mir von den Frevlern.\n18:50 Darum will ich dir danken, HERR, unter den Heiden und deinem Namen lobsingen,\n19:1 Ein Psalm Davids, vorzusingen.\n19:2 Die Himmel erz\u00e4hlen die Ehre Gottes, und die Feste verk\u00fcndiget seiner H\u00e4nde Werk.\n19:3 Ein Tag sagt's dem andern, und eine Nacht tut's kund der andern.\n19:4 Es ist keine Sprache noch Rede, da man nicht ihre Stimme h\u00f6re.\n19:5 Ihre Schnur gehet aus in alle Lande und ihre Rede an der Welt Ende; er hat der Sonne eine H\u00fctte in denselben gemacht.\n19:6 Und dieselbe gehet heraus, wie ein Br\u00e4utigam aus seiner Kammer, und freuet sich wie ein Held, zu laufen den Weg.\n19:7 Sie gehet auf an einem Ende des Himmels und l\u00e4uft um bis wieder an dasselbe Ende; und bleibt nichts vor ihrer Hitze verborgen.\n19:8 Das Gesetz des HERRN ist ohne Wandel und erquicket die Seele. Das Zeugnis des HERRN ist gewi\u00df und macht die Albernen weise.\n19:9 Die Befehle des HERRN sind richtig und erfreuen das Herz. Die Gebote des HERRN sind lauter und erleuchten die Augen.\n19:10 Die Furcht des HERRN ist rein und bleibt ewiglich. Die Rechte des HERRN sind wahrhaftig, allesamt gerecht.\n19:11 Sie sind k\u00f6stlicher denn Gold und viel feines Gold; sie sind s\u00fc\u00dfer denn Honig und Honigseim.\n19:12 Auch wird dein Knecht durch sie erinnert; und wer sie h\u00e4lt, der hat gro\u00dfen Lohn.\n19:13 Wer kann merken, wie oft er fehlet? Verzeihe mir die verborgenen Fehle!\n19:14 Bewahre auch deinen Knecht vor den Stolzen, da\u00df sie nicht \u00fcber mich herrschen; so werde ich ohne Wandel sein und unschuldig bleiben gro\u00dfer Missetat.\n20:1 Ein Psalm Davids, vorzusingen.\n20:2 Der HERR erh\u00f6re dich in der Not; der Name des Gottes Jakobs sch\u00fctze dich!\n20:3 Er sende dir Hilfe vom Heiligtum und st\u00e4rke dich aus Zion!\n20:4 Er gedenke all deines Speisopfers, und dein Brandopfer m\u00fcsse fett sein. Sela.\n20:5 Er gebe dir, was dein Herz begehret, und erf\u00fclle alle deine Anschl\u00e4ge!\n20:6 Wir r\u00fchmen, da\u00df du uns hilfst; und im Namen unsers Gottes werfen wir Panier auf. Der HERR gew\u00e4hre dir alle deine Bitte!\n20:7 Nun merke ich, da\u00df der HERR seinem Gesalbten hilft und erh\u00f6ret ihn in seinem heiligen Himmel; seine rechte Hand hilft gewaltiglich.\n20:8 Jene verlassen sich auf Wagen und Rosse; wir aber denken an den Namen des HERRN, unsers Gottes.\n20:9 Sie sind niedergest\u00fcrzt und gefallen; wir aber stehen aufgerichtet.\n21:1 Ein Psalm Davids, vorzusingen.\n21:2 HERR, der K\u00f6nig freuet sich in deiner Kraft, und wie sehr fr\u00f6hlich ist er \u00fcber deine Hilfe!\n21:3 Du gibst ihm seines Herzens Wunsch und weigerst nicht, was sein Mund bittet. Sela.\n21:4 Denn du \u00fcbersch\u00fcttest ihn mit gutem Segen; du setzest eine g\u00fcldene Krone auf sein Haupt.\n21:5 Er bittet dich ums Leben, so gibst du ihm langes Leben immer und ewiglich.\n21:6 Er hat gro\u00dfe Ehre an deiner Hilfe; du legest Lob und Schmuck auf ihn.\n21:7 Denn du setzest ihn zum Segen ewiglich, du erfreuest ihn mit Freuden deines Antlitzes.\n21:8 Denn der K\u00f6nig hoffet auf den HERRN und wird durch die G\u00fcte des H\u00f6chsten festbleiben.\n21:9 Deine Hand wird finden alle deine Feinde; deine Rechte wird finden, die dich hassen.\n21:10 Du wirst sie machen wie einen Feuerofen, wenn du dreinsehen wirst; der HERR wird sie verschlingen in seinem Zorn; Feuer wird sie fressen.\n21:11 Ihre Frucht wirst du umbringen vom Erdboden und ihren Samen von den Menschenkindern.\n21:12 Denn sie gedachten dir \u00dcbels zu tun, und machten Anschl\u00e4ge, die sie; nicht konnten ausf\u00fchren.\n21:13 Denn du wirst sie zur Schulter machen; mit deiner Sehne wirst du gegen ihr Antlitz zielen.\n22:1 Ein Psalm Davids, vorzusingen, von der Hindin, die fr\u00fche gejagt wird.\n22:2 Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen? Ich heule, aber meine Hilfe ist ferne.\n22:3 Mein Gott, des Tages rufe ich, so antwortest du nicht; und des Nachts schweige ich auch nicht.\n22:4 Aber du bist heilig, der du wohnest unter dem Lob Israels.\n22:5 Unsere V\u00e4ter hofften auf dich, und da sie hofften, halfest du ihnen aus.\n22:6 Zu dir schrieen sie und wurden errettet; sie hofften auf dich und nicht zuschanden.\n22:7 Ich aber bin ein Wurm und kein Mensch, ein Spott der Leute und Verachtung des Volks.\n22:8 Alle, die mich sehen, spotten mein, sperren das Maul auf und sch\u00fctteln den Kopf\n22:9 Er klage es dem HERRN, der helfe ihm aus und errette ihn, hat er Lust zu ihm!\n22:10 Denn du hast mich aus meiner Mutter Leibe gezogen; du warest meine Zuversicht, da ich, noch an meiner Mutter Br\u00fcsten war.\n22:11 Auf dich bin ich geworfen aus Mutterleibe; du bist mein Gott von meiner Mutter Leib an.\n22:12 Sei nicht ferne von mir, denn Angst ist nahe; denn es ist hie kein Helfer.\n22:13 Gro\u00dfe Farren haben mich umgeben, fette Ochsen haben mich umringet;\n22:14 ihren Rachen sperren sie auf wider mich wie ein br\u00fcllender und rei\u00dfender L\u00f6we.\n22:15 Ich bin ausgesch\u00fcttet wie Wasser; alle meine Gebeine haben sich zertrennet; mein Herz ist in meinem Leibe wie zerschmolzen Wachs.\n22:16 Meine Kr\u00e4fte sind vertrocknet wie ein Scherben, und meine Zunge klebet an meinem Gaumen; und du legest mich in des Todes Staub.\n22:17 Denn Hunde haben mich umgeben, und der B\u00f6sen Rotte hat sich um mich gemacht; sie haben meine H\u00e4nde und F\u00fc\u00dfe durchgraben.\n22:18 Ich m\u00f6chte alle meine Beine z\u00e4hlen. Sie aber schauen und sehen ihre Lust an mir.\n22:19 Sie teilen meine Kleider unter sich und werfen das Los um mein Gewand.\n22:20 Aber du, HERR, sei nicht ferne; meine St\u00e4rke, eile, mir zu helfen!\n22:21 Errette meine Seele vom Schwert, meine Einsame von den Hunden!\n22:22 Hilf mir aus dem Rachen des L\u00f6wen und errette mich von den Einh\u00f6rnern.\n22:23 Ich will deinen Namen predigen meinen Br\u00fcdern, ich will dich in der Gemeine r\u00fchmen.\n22:24 R\u00fchmet den HERRN, die ihr ihn f\u00fcrchtet; es ehre ihn aller Same Jakobs, und vor ihm scheue sich aller Same Israels!\n22:25 Denn er hat nicht verachtet noch verschm\u00e4het das Elend des Armen und sein Antlitz vor ihm nicht verborgen, und da er zu ihm schrie h\u00f6rete er's.\n22:26 Dich will ich preisen in der gro\u00dfen Gemeine; ich will meine Gel\u00fcbde bezahlen vor denen, die ihn f\u00fcrchten.\n22:27 Die Elenden sollen essen, da\u00df sie satt werden, und die nach dem HERRN fragen, werden ihn preisen; euer Herz soll ewiglich leben.\n22:28 Es werde gedacht aller Welt Ende, da\u00df sie sich zum HERRN bekehren, und vor ihm anbeten alle Geschlechter der Heiden.\n22:29 Denn der HERR hat ein Reich, und er herrschet unter den Heiden.\n22:30 Alle Fetten auf Erden werden essen und anbeten; vor ihm werden Kniee beugen alle, die im Staube liegen, und die, so k\u00fcmmerlich leben.\n22:31 Er wird einen Samen haben, der ihm dienet; vom HERRN wird man verk\u00fcndigen zu Kindeskind.\n23:1 Ein Psalm Davids. Der HERR ist mein Hirte; mir wird nichts mangeln.\n23:2 Er weidet mich auf einer gr\u00fcnen Aue und f\u00fchret mich zum frischen Wasser.\n23:3 Er erquicket meine Seele; er f\u00fchret mich auf rechter Stra\u00dfe um seines Namens willen.\n23:4 Und ob ich schon wanderte im finstern Tal, f\u00fcrchte ich kein Ungl\u00fcck; denn du bist bei mir, dein Stecken und Stab tr\u00f6sten mich.\n23:5 Du bereitest vor mir einen Tisch gegen meine Feinde. Du salbest mein Haupt mit \u00d6l und schenkest mir voll ein.\n23:6 Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang, und ich werde bleiben im Hause des HERRN immerdar.\n24:1 Ein Psalm Davids. Die Erde ist des HERRN, und was drinnen ist, der Erdboden, und was drauf wohnet.\n24:2 Denn er hat ihn an die Meere gegr\u00fcndet und an den Wassern bereitet.\n24:3 Wer wird auf des HERRN Berg gehen? und wer wird stehen an seiner heiligen St\u00e4tte?\n24:4 Der unschuldige H\u00e4nde hat und reines Herzens ist; der nicht Lust hat zu loser Lehre und schw\u00f6ret nicht f\u00e4lschlich.\n24:5 Der wird den Segen vom HERRN empfahen und Gerechtigkeit von dem Gott seines Heils.\n24:6 Das ist das Geschlecht, das nach ihm fraget, das da suchet dein Antlitz, Jakob. Sela.\n24:7 Machet die Tore weit und die T\u00fcren in der Welt hoch, da\u00df der K\u00f6nig der Ehren einziehe!\n24:8 Wer ist derselbe K\u00f6nig der Ehren? Es ist der HERR, stark und m\u00e4chtig, der HERR, m\u00e4chtig im Streit.\n24:9 Machet die Tore weit und die T\u00fcren in der Welt hoch, da\u00df der K\u00f6nig der Ehren einziehe!\n24:10 Wer ist derselbe K\u00f6nig der Ehren? Es ist der HERR Zebaoth, er ist der K\u00f6nig der Ehren. Sela.\n25:1 Ein Psalm Davids. Nach dir, HERR, verlanget mich.\n25:2 Mein Gott, ich hoffe auf dich. La\u00df mich nicht zuschanden werden, da\u00df sich meine Feinde nicht freuen \u00fcber mich!\n25:3 Denn keiner wird zuschanden, der dein harret; aber zuschanden m\u00fcssen sie werden, die losen Ver\u00e4chter.\n25:4 HERR, zeige mir deine Wege und lehre mich deine Steige!\n25:5 Leite mich in deiner Wahrheit und lehre mich; denn du bist der Gott, der mir hilft; t\u00e4glich harre ich dein.\n25:6 Gedenke, HERR, an deine Barmherzigkeit und an deine G\u00fcte, die von der Welt her gewesen ist.\n25:7 Gedenke nicht der S\u00fcnden meiner Jugend und meiner \u00dcbertretung; gedenke aber mein nach deiner Barmherzigkeit um deiner G\u00fcte willen!\n25:8 Der HERR ist gut und fromm, darum unterweiset er die S\u00fcnder auf dem Wege.\n25:9 Er leitet die Elenden recht und lehret die Elenden seinen Weg.\n25:10 Die Wege des HERRN sind eitel G\u00fcte und Wahrheit denen, die seinen Bund und Zeugnis halten.\n25:11 Um deines Namens willen, HERR, sei gn\u00e4dig meiner Missetat, die da gro\u00df ist!\n25:12 Wer ist der, der den HERRN f\u00fcrchtet? Er wird ihn unterweisen den besten Weg.\n25:13 Seine Seele wird im Guten wohnen, und sein Same wird das Land besitzen.\n25:14 Das Geheimnis des HERRN ist unter denen, die ihn f\u00fcrchten, und seinen Bund l\u00e4\u00dft er sie wissen.\n25:15 Meine Augen sehen stets zu dem HERRN denn er wird meinen Fu\u00df aus dem Netze ziehen.\n25:16 Wende dich zu mir und sei mir gn\u00e4dig; denn ich bin einsam und elend.\n25:17 Die Angst meines Herzens ist gro\u00df; f\u00fchre mich aus meinen N\u00f6ten!\n25:18 Siehe an meinen Jammer und Elend und vergib mir alle meine S\u00fcnde!\n25:19 Siehe, da\u00df meiner Feinde so viel ist und hassen mich aus Frevel.\n25:20 Bewahre meine Seele und errette mich; la\u00df mich nicht zuschanden werden, denn ich traue auf dich.\n25:21 Schlecht und recht, das beh\u00fcte mich; denn ich harre dein.\n25:22 Gott, erl\u00f6se Israel aus aller, seiner Not!\n26:1 Ein Psalm Davids. HERR, schaffe mir Recht, denn ich bin unschuldig. Ich hoffe auf den HERRN, darum werde ich nicht fallen.\n26:2 Pr\u00fcfe mich, HERR, und versuche mich; l\u00e4utere meine Nieren und mein Herz!\n26:3 Denn deine G\u00fcte ist vor meinen Augen, und ich wandele in deiner Wahrheit.\n26:4 Ich sitze nicht bei den eiteln Leuten und habe nicht Gemeinschaft mit den Falschen.\n26:5 Ich hasse die Versammlung der Boshaftigen und sitze nicht bei den Gottlosen.\n26:6 Ich wasche meine H\u00e4nde mit Unschuld und halte mich, HERR, zu deinem Altar,\n26:7 da man h\u00f6ret die Stimme des Dankens und da man prediget alle deine Wunder.\n26:8 HERR, ich habe lieb die St\u00e4tte deines Hauses und den Ort, da deine Ehre wohnet.\n26:9 Raffe meine Seele nicht hin mit den S\u00fcndern, noch mein Leben mit den Blutd\u00fcrstigen,\n26:10 welche mit b\u00f6sen T\u00fccken umgehen und nehmen gerne Geschenke.\n26:11 Ich aber wandele unschuldig. Erl\u00f6se mich und sei mir gn\u00e4dig!\n26:12 Mein Fu\u00df gehet richtig. Ich will dich loben, HERR, in den Versammlungen.\n27:1 Ein Psalm Davids. Der HERR ist mein Licht und mein Heil; vor wem sollt ich mich f\u00fcrchten? Der HERR ist meines Lebens Kraft; vor wem sollte mir grauen?\n27:2 Darum, so die B\u00f6sen, meine Widersacher und Feinde, an mich wollen, mein Fleisch zu fressen, m\u00fcssen sie anlaufen und fallen.\n27:3 Wenn sich schon ein Heer wider mich legt, so f\u00fcrchtet sich dennoch mein Herz nicht; Wenn sich Krieg wider mich erhebt, so verlasse ich mich auf ihn.\n27:4 Eins bitte ich vom HERRN, das h\u00e4tte ich gerne, da\u00df ich im Hause des HERRN bleiben m\u00f6ge mein Leben lang, zu schauen die sch\u00f6nen Gottesdienste des HERRN und seinen Tempel zu besuchen.\n27:5 Denn er deckt mich in seiner H\u00fctte zur b\u00f6sen Zeit, er verbirget mich heimlich in seinem Gezelt und erh\u00f6het mich auf einem Felsen;\n27:6 und wird nun erh\u00f6hen mein Haupt \u00fcber meine Feinde, die um mich sind; so will ich in seiner H\u00fctte Lob opfern, ich will singen und lobsagen dem HERRN.\n27:7 HERR, h\u00f6re meine Stimme, wenn ich rufe; sei mir gn\u00e4dig und erh\u00f6re mich!\n27:8 Mein Herz h\u00e4lt dir vor dein Wort: Ihr sollt mein Antlitz suchen. Darum suche ich auch, HERR, dein Antlitz.\n27:9 Verbirg dein Antlitz nicht vor mir und versto\u00dfe nicht im Zorn deinen Knecht; denn du bist meine Hilfe. La\u00df mich nicht und tu nicht von mir die Hand ab, Gott, mein Heil!\n27:10 Denn mein Vater und meine Mutter verlassen mich; aber der HERR nimmt mich auf.\n27:11 HERR weise mir deinen Weg und leite mich auf richtiger Bahn um meiner Feinde willen.\n27:12 Gib mich nicht in den Willen meiner Feinde; denn es stehen falsche Zeugen wider mich und tun mir unrecht ohne Scheu.\n27:13 Ich glaube aber doch, da\u00df ich sehen werde das Gute des HERRN im Lande der Lebendigen.\n27:14 Harre des HERRN! Sei getrost und unverzagt und harre des HERRN!\n28:1 Ein Psalm Davids. Wenn ich rufe zur dir, HERR, mein Hort, so schweige mir nicht, auf da\u00df nicht, wo du schweigest, ich gleich werde denen, die in die H\u00f6lle fahren.\n28:2 H\u00f6re die Stimme meines Flehens, wenn ich zu dir schreie, wenn ich meine H\u00e4nde aufhebe zu deinem heiligen Chor.\n28:3 Zeuch mich nicht hin unter den Gottlosen und unter den \u00dcbelt\u00e4tern, die freundlich reden mit ihrem N\u00e4chsten und haben B\u00f6ses im Herzen.\n28:4 Gib ihnen nach ihrer Tat und nach ihrem b\u00f6sen Wesen; gib ihnen, nach den Werken ihrer H\u00e4nde; vergilt ihnen, was sie verdienet haben!\n28:5 Denn sie wollen nicht achten auf das Tun des HERRN noch auf die Werke seiner H\u00e4nde; darum wird er sie zerbrechen und nicht bauen.\n28:6 Gelobet sei der HERR; denn er hat erh\u00f6ret die Stimme meines Flehens.\n28:7 Der HERR ist meine St\u00e4rke und mein Schild; auf ihn hoffet mein Herz, und mir ist geholfen; und mein Herz ist fr\u00f6hlich, und ich will ihm danken mit meinem Liede.\n28:8 Der HERR ist ihre St\u00e4rke; er ist die St\u00e4rke, die seinem Gesalbten hilft.\n28:9 Hilf deinem Volk und segne dein Erbe; und weide sie und erh\u00f6he sie ewiglich!\n29:1 Ein Psalm Davids. Bringet her dem HERRN, ihr Gewaltigen bringet her dem HERRN Ehre und St\u00e4rke!\n29:2 Bringet dem HERRN Ehre seines Namens; betet an den HERRN in heiligem Schmuck!\n29:3 Die Stimme des HERRN gehet auf den Wassern; der Gott der Ehren donnert, der HERR auf gro\u00dfen Wassern.\n29:4 Die Stimme des HERRN gehet mit Macht; die Stimme des HERRN gehet herrlich.\n29:5 Die Stimme des HERRN zerbricht die Zedern; der HERR zerbricht die Zedern im Libanon\n29:6 und machet sie l\u00f6cken wie ein Kalb, Libanon und Sirion wie ein junges Einhorn.\n29:7 Die Stimme des HERRN h\u00e4uet wie Feuerflammen.\n29:8 Die Stimme des HERRN erreget die W\u00fcste; die Stimme des HERRN erreget die W\u00fcste Kades.\n29:9 Die Stimme des HERRN erreget die Hindinnen und entbl\u00f6\u00dfet die W\u00e4lder. Und in seinem Tempel wird ihm jedermann Ehre sagen.\n29:10 Der HERR sitzt, eine Sintflut anzurichten. Und der HERR bleibt ein K\u00f6nig in Ewigkeit.\n29:11 Der HERR wird seinem Volk Kraft geben; der HERR wird sein Volk segnen mit Frieden.\n30:1 Ein Psalm, zu singen von der Einweihung des Hauses Davids.\n30:2 Ich preise dich, HERR, denn du hast mich erh\u00f6het und l\u00e4ssest meine Feinde sich nicht \u00fcber mich freuen.\n30:3 HERR, mein Gott, da ich schrie zu dir, machtest du mich gesund.\n30:4 HERR, du hast meine Seele aus der H\u00f6lle gef\u00fchret; du hast mich lebendig behalten, da die in die H\u00f6lle fuhren.\n30:5 Ihr Heiligen, lobsinget dem HERRN; danket und preiset seine Heiligkeit!\n30:6 Denn sein Zorn w\u00e4hret einen Augenblick, und er hat Lust zum Leben; den Abend lang w\u00e4hret das Weinen, aber des Morgens die Freude.\n30:7 Ich aber sprach, da mir's wohl ging: Ich werde nimmermehr daniederliegen.\n30:8 Denn, HERR, durch dein Wohlgefallen hast du meinen Berg stark gemacht. Aber da du dein Antlitz verbargest, erschrak ich.\n30:9 Ich will, HERR, rufen zu dir; dem HERRN will ich flehen.\n30:10 Was ist n\u00fctze an meinem Blut, wenn ich tot bin? Wird dir auch der Staub danken und deine Treue verk\u00fcndigen?\n30:11 HERR, h\u00f6re und sei mir gn\u00e4dig; HERR, sei mein Helfer!\n30:12 Du hast mir meine Klage verwandelt in einen Reigen; du hast meinen Sack ausgezogen und mich mit Freuden geg\u00fcrtet,\n31:1 Ein Psalm Davids, vorzusingen.\n31:2 HERR, auf dich traue ich. La\u00df mich nimmermehr zuschanden werden; errette mich durch deine Gerechtigkeit!\n31:3 Neige deine Ohren zu mir, eilend hilf mir! Sei mir ein starker Fels und eine Burg, da\u00df du mir helfest.\n31:4 Denn du bist mein Fels und meine Burg, und um deines Namens willen wollest du mich leiten und f\u00fchren.\n31:5 Du wollest mich aus dem Netze ziehen, das sie mir gestellet haben; denn du bist meine St\u00e4rke.\n31:6 In deine H\u00e4nde befehle ich meinen Geist; du hast mich erl\u00f6set, HERR, du treuer Gott.\n31:7 Ich hasse, die da halten auf lose Lehre; ich hoffe aber auf den HERRN.\n31:8 Ich freue mich und bin fr\u00f6hlich \u00fcber deiner G\u00fcte, da\u00df du mein Elend ansiehest und erkennest meine Seele in der Not\n31:9 und \u00fcbergibst mich nicht in die H\u00e4nde des Feindes; du stellest meine F\u00fc\u00dfe auf weiten Raum.\n31:10 HERR, sei mir gn\u00e4dig, denn mir ist angst; meine Gestalt ist verfallen vor Trauern, dazu meine Seele und mein Bauch.\n31:11 Denn mein Leben hat abgenommen vor Tr\u00fcbnis und meine Zeit vor Seufzen; meine Kraft ist verfallen vor meiner Missetat, und meine Gebeine sind verschmachtet.\n31:12 Es gehet mir so \u00fcbel, da\u00df ich bin eine gro\u00dfe Schmach worden meinen Nachbarn und eine Scheu meinen Verwandten; die mich sehen auf der Gasse, fliehen vor mir.\n31:13 Mein ist vergessen im Herzen wie eines Toten; ich bin worden wie ein zerbrochen Gef\u00e4\u00df.\n31:14 Denn viele schelten mich \u00fcbel, da\u00df jedermann sich vor mir scheuet; sie ratschlagen miteinander \u00fcber mich und denken mir das Leben zu nehmen.\n31:15 Ich aber, HERR, hoffe auf dich und spreche: Du bist mein Gott.\n31:16 Meine Zeit stehet in deinen H\u00e4nden. Errette mich von der Hand meiner Feinde und von denen, die mich verfolgen.\n31:17 La\u00df leuchten dein Antlitz \u00fcber deinen Knecht; hilf mir durch deine G\u00fcte!\n31:18 HERR, la\u00df mich nicht zuschanden werden; denn ich rufe dich an. Die Gottlosen m\u00fcssen zuschanden und geschweiget werden in der H\u00f6lle.\n31:19 Verstummen m\u00fcssen falsche M\u00e4uler, die da reden wider den Gerechten, steif, stolz und h\u00f6hnisch.\n31:20 Wie gro\u00df ist deine G\u00fcte, die du verborgen hast denen, die dich f\u00fcrchten, und erzeigest denen, die vor den Leuten auf dich trauen.\n31:21 Du verbirgest sie heimlich bei dir vor jedermanns Trotz; du verdeckest sie in der H\u00fctte vor den z\u00e4nkischen Zungen.\n31:22 Gelobet sei der HERR, da\u00df er hat eine wunderliche G\u00fcte mir bewiesen in einer festen Stadt!\n31:23 Denn ich sprach in meinem Zagen: Ich bin von deinen Augen versto\u00dfen; dennoch h\u00f6retest du meines Flehens Stimme, da ich zu dir schrie.\n31:24 Liebet den HERRN, alle seine Heiligen! Die Gl\u00e4ubigen beh\u00fctet der HERR und vergilt reichlich dem, der Hochmut \u00fcbet.\n32:1 Eine Unterweisung Davids. Wohl dem, dem die \u00dcbertretungen vergeben sind, dem die S\u00fcnde bedecket ist!\n32:2 Wohl dem Menschen, dem der HERR die Missetat nicht zurechnet, in des Geist kein Falsch ist!\n32:3 Denn da ich's wollte verschweigen, verschmachteten meine Gebeine durch mein t\u00e4glich Heulen.\n32:4 Denn deine Hand war Tag und Nacht schwer auf mir, da\u00df mein Saft vertrocknete, wie es im Sommer d\u00fcrre wird. Sela.\n32:5 Darum bekenne ich dir meine S\u00fcnde und verhehle meine Missetat nicht. Ich sprach: Ich will dem HERRN meine \u00dcbertretung bekennen. Da vergabest du mir die Missetat meiner S\u00fcnde. Sela.\n32:6 Daf\u00fcr werden dich alle Heiligen bitten zur rechten Zeit; darum, wenn gro\u00dfe Wasserfluten kommen, werden sie nicht an dieselbigen gelangen.\n32:7 Du bist mein Schirm; du wollest mich vor Angst beh\u00fcten, da\u00df ich errettet, ganz fr\u00f6hlich r\u00fchmen k\u00f6nnte. Sela.\n32:8 Ich will dich unterweisen und dir den Weg zeigen, den du wandeln sollst; ich will dich mit meinen Augen leiten.\n32:9 Seid nicht wie Rosse und M\u00e4uler, die nicht verst\u00e4ndig sind, welchen man Zaum und Gebi\u00df mu\u00df ins Maul legen, wenn sie nicht zu dir wollen.\n32:10 Der Gottlose hat viel Plage; wer aber auf den HERRN hoffet, den wird die G\u00fcte umfahen.\n32:11 Freuet euch des HERRN und seid fr\u00f6hlich, ihr Gerechten, und r\u00fchmet, alle ihr Frommen!\n33:1 Freuet euch des HERRN, ihr Gerechten! Die Frommen sollen ihn sch\u00f6n preisen.\n33:2 Danket dem HERRN mit Harfen und lobsinget ihm auf dem Psalter von zehn Saiten!\n33:3 Singet ihm ein neues Lied; machet es gut auf Saitenspielen mit Schalle!\n33:4 Denn des HERRN Wort ist wahrhaftig, und was er zusagt, das h\u00e4lt er gewi\u00df.\n33:5 Er liebet Gerechtigkeit und Gericht. Die Erde ist voll der G\u00fcte des HERRN.\n33:6 Der Himmel ist durchs Wort des HERRN gemacht und all sein Heer durch den Geist seines Mundes.\n33:7 Er h\u00e4lt das Wasser im Meer zusammen wie in einem Schlauch und legt die Tiefe ins Verborgene.\n33:8 Alle Welt f\u00fcrchte den HERRN, und vor ihm scheue sich alles, was auf dem Erdboden wohnet!\n33:9 Denn er spricht, so geschieht's; so er gebeut, so stehet's da.\n33:10 Der HERR macht zunichte der Heiden Rat und wendet die Gedanken der V\u00f6lker.\n33:11 Aber der Rat des HERRN bleibet ewiglich, seines Herzens Gedanken f\u00fcr und f\u00fcr.\n33:12 Wohl dem Volk, des der HERR ein Gott ist, das Volk, das er zum Erbe erw\u00e4hlet hat!\n33:13 Der HERR schauet vom Himmel und siehet aller Menschen Kinder.\n33:14 Von seinem festen Thron siehet er auf alle, die auf Erden wohnen.\n33:15 Er lenket ihnen allen das Herz, er merket auf alle ihre Werke.\n33:16 Einem K\u00f6nige hilft nicht seine gro\u00dfe Macht; ein Riese wird nicht errettet durch seine gro\u00dfe Kraft;\n33:17 Rosse helfen auch nicht, und ihre gro\u00dfe St\u00e4rke errettet nicht.\n33:18 Siehe, des HErm Auge siehet auf die, so ihn f\u00fcrchten, die auf seine G\u00fcte hoffen,\n33:19 da\u00df er ihre Seele errette vom Tode und ern\u00e4hre sie in der Teurung.\n33:20 Unsere Seele harret auf den HERRN; er ist unsere Hilfe und Schild.\n33:21 Denn unser Herz freuet sich sein, und wir trauen auf seinen heiligen Namen.\n33:22 Deine G\u00fcte, HERR, sei \u00fcber uns, wie wir auf dich hoffen.\n34:1 Ein Psalm Davids, da er seine Geb\u00e4rde verstellete vor Abimelech, der ihn von sich trieb, und er wegging.\n34:2 Ich will den HERRN loben allezeit; sein Lob soll immerdar in meinem Munde sein.\n34:3 Meine Seele soll sich r\u00fchmen des HERRN, da\u00df die Elenden h\u00f6ren und sich freuen.\n34:4 Preiset mit mir den HERRN und la\u00dft uns miteinander seinen Namen erh\u00f6hen!\n34:5 Da ich den HERRN suchte, antwortete er mir und errettete mich aus aller meiner Furcht.\n34:6 Welche ihn ansehen und anlaufen, deren Angesicht wird nicht zuschanden.\n34:7 Da dieser Elende rief, h\u00f6rete der HERR und half ihm aus allen seinen N\u00f6ten.\n34:8 Der Engel des HERRN lagert sich um die her, so ihn f\u00fcrchten, und hilft ihnen aus.\n34:9 Schmecket und sehet, wie freundlich der HERR ist! Wohl dem, der auf ihn trauet!\n34:10 F\u00fcrchtet den HERRN, ihr seine Heiligen; denn die ihn f\u00fcrchten, haben keinen Mangel.\n34:11 Die Reichen m\u00fcssen darben und hungern; aber die den HERRN suchen, haben keinen Mangel an irgendeinem Gut.\n34:12 Kommt her, Kinder, h\u00f6ret mir zu! Ich will euch die Furcht des HERRN lehren.\n34:13 Wer ist, der gut Leben begehrt und gerne gute Tage h\u00e4tte?\n34:14 Beh\u00fcte deine Zunge vor B\u00f6sem und deine Lippen, da\u00df sie nicht falsch reden.\n34:15 La\u00df vom B\u00f6sen und tue Gutes, suche Frieden und jage ihm nach.\n34:16 Die Augen des HERRN sehen auf die Gerechten und seine Ohren auf ihr Schreien.\n34:17 Das Antlitz aber des HERRN stehet \u00fcber die, so B\u00f6ses tun, da\u00df er ihr Ged\u00e4chtnis ausrotte von der Erde.\n34:18 Wenn die (Gerechten) schreien, so h\u00f6ret der HERR und errettet sie aus all ihrer Not.\n34:19 Der HERR ist nahe bei denen, die zerbrochenes Herzens sind, und hilft denen, die zerschlagen Gem\u00fct haben.\n34:20 Der Gerechte mu\u00df viel leiden; aber der HERR hilft ihm aus dem allem.\n34:21 Er bewahret ihm alle seine Gebeine, da\u00df deren nicht eins zerbrochen wird.\n34:22 Den Gottlosen wird das Ungl\u00fcck t\u00f6ten, und die den Gerechten hassen, werden Schuld haben.\n35:1 Ein Psalm Davids. HERR, hadere mit meinen Haderern; streite wider meine Bestreiter!\n35:2 Ergreife den Schild und Waffen und mache dich auf, mir zu helfen!\n35:3 Z\u00fccke den Spie\u00df und sch\u00fctze mich wider meine Verfolger! Sprich zu meiner Seele: Ich bin deine Hilfe.\n35:4 Es m\u00fcssen sich sch\u00e4men und geh\u00f6hnet werden, die nach meiner Seele stehen; es m\u00fcssen zur\u00fcckkehren und zuschanden werden, die mir \u00fcbelwollen.\n35:5 Sie m\u00fcssen werden wie Spreu vor dem Winde, und der Engel des HERRN sto\u00dfe sie weg.\n35:6 Ihr Weg m\u00fcsse finster und schl\u00fcpfrig werden, und der Engel des HERRN verfolge sie.\n35:7 Denn sie haben mir ohne Ursache gestellet ihre Netze, zu verderben, und haben ohne Ursache meiner Seele Gruben zugerichtet.\n35:8 Er m\u00fcsse unversehens \u00fcberfallen werden, und sein Netz, das er gestellet hat, m\u00fcsse ihn fahen und m\u00fcsse drinnen \u00fcberfallen werden.\n35:9 Aber meine Seele m\u00fcsse sich freuen des HERRN und fr\u00f6hlich sein auf seine Hilfe.\n35:10 Alle meine Gebeine m\u00fcssen sagen: HERR, wer ist deinesgleichen? Der du den Elenden errettest von dem, der ihm zu stark ist, und den Elenden und Armen von seinen R\u00e4ubern.\n35:11 Es treten frevele Zeugen auf, die zeihen mich, des ich nicht schuldig bin.\n35:12 Sie tun mir Arges um Gutes, mich in Herzeleid zu bringen.\n35:13 Ich aber, wenn sie krank waren, zog einen Sack an, tat mir wehe mit Fasten und betete von Herzen stets.\n35:14 Ich hielt mich, als w\u00e4re es mein Freund und Bruder; ich ging traurig wie einer, der Leid tr\u00e4gt \u00fcber seine Mutter.\n35:15 Sie aber freuen sich \u00fcber meinen Schaden und rotten sich; es rotten sich die Hinkenden wider mich ohne meine Schuld; sie rei\u00dfen und h\u00f6ren nicht auf.\n35:16 Mit denen, die da heucheln und spotten um des Bauchs willen, bei\u00dfen sie ihre Z\u00e4hne zusammen \u00fcber mich.\n35:17 HERR, wie lange willst du zusehen? Errette doch meine Seele aus ihrem Get\u00fcmmel und meine Einsame von den jungen L\u00f6wen.\n35:18 Ich will dir danken in der gro\u00dfen Gemeine und unter viel Volks will ich dich r\u00fchmen.\n35:19 La\u00df sich nicht \u00fcber mich freuen, die mir unbillig feind sind, noch mit den Augen spotten, die mich ohne Ursache hassen.\n35:20 Denn sie trachten, Schaden zu tun und suchen falsche Sachen wider die Stillen im Lande;\n35:21 und sperren ihr Maul weit auf wider mich und sprechen: Da, da! das sehen wir gerne.\n35:22 HERR, du siehest es, schweige nicht; HERR, sei nicht ferne von mir!\n35:23 Erwecke dich und wache auf zu meinem Recht und zu meiner Sache, mein Gott und HERR!\n35:24 HERR, mein Gott, richte mich nach deiner Gerechtigkeit, da\u00df sie sich \u00fcber mich nicht freuen.\n35:25 La\u00df sie nicht sagen in ihrem Herzen: Da, da! das wollten wir. La\u00df sie nicht sagen: Wir haben ihn verschlungen.\n35:26 Sie m\u00fcssen sich sch\u00e4men und zu Schanden werden, alle, die sich meines \u00dcbels freuen; sie m\u00fcssen mit Schande und Scham gekleidet werden, die sich wider mich r\u00fchmen.\n35:27 R\u00fchmen und freuen m\u00fcssen sich, die mir g\u00f6nnen, da\u00df ich recht behalte, und immer sagen: Der HERR m\u00fcsse hoch gelobet sein, der seinem Knechte wohl will!\n35:28 Und meine Zunge soll reden von deiner Gerechtigkeit und dich t\u00e4glich preisen.\n36:1 Ein Psalm Davids, des HERRN Knechts, vorzusingen.\n36:2 Es ist von Grund meines Herzens von der Gottlosen Wesen gesprochen, da\u00df keine Gottesfurcht bei ihnen ist.\n36:3 Sie schm\u00fccken sich untereinander selbst, da\u00df sie ihre b\u00f6se Sache f\u00f6rdern und andere verunglimpfen.\n36:4 Alle ihre Lehre ist sch\u00e4dlich und erlogen; sie lassen sich auch nicht weisen, da\u00df sie Gutes t\u00e4ten,\n36:5 sondern sie trachten auf ihrem Lager nach Schaden und stehen fest auf dem b\u00f6sen Wege und scheuen kein Arges.\n36:6 HERR, deine G\u00fcte reicht, soweit der Himmel ist, und deine Wahrheit, soweit die Wolken gehen.\n36:7 Deine Gerechtigkeit stehet wie die Berge Gottes und dein Recht wie gro\u00dfe Tiefe. HERR, du hilfst Menschen und Vieh.\n36:8 Wie teuer ist deine G\u00fcte, Gott, da\u00df Menschenkinder unter dem Schatten deiner Fl\u00fcgel trauen!\n36:9 Sie werden trunken von den reichen G\u00fctern deines Hauses, und du tr\u00e4nkest sie mit Wollust als mit einem Strom.\n36:10 Denn bei dir ist die lebendige Quelle, und in deinem Licht sehen wir das Licht.\n36:11 Breite deine G\u00fcte \u00fcber die, die dich kennen, und deine Gerechtigkeit \u00fcber die Frommen.\n36:12 La\u00df mich nicht von den Stolzen untertreten werden, und die Hand der Gottlosen st\u00fcrze mich nicht,\n37:1 Ein Psalm Davids. Erz\u00fcrne dich nicht \u00fcber die B\u00f6sen; sei nicht neidisch \u00fcber die \u00dcbelt\u00e4ter!\n37:2 Denn wie das Gras werden sie bald abgehauen und wie das gr\u00fcne Kraut werden sie verwelken.\n37:3 Hoffe auf den HERRN und tue Gutes; bleibe im Lande und n\u00e4hre dich redlich.\n37:4 Habe deine Lust am HERRN; der wird dir geben, was dein Herz w\u00fcnschet.\n37:5 Befiehl dem HERRN deine Wege und hoffe auf ihn; er wird's wohl machen\n37:6 und wird deine Gerechtigkeit hervor bringen wie das Licht und dein Recht wie den Mittag.\n37:7 Sei stille dem HERRN und warte auf ihn! Erz\u00fcrne dich nicht \u00fcber den, dem sein Mutwille gl\u00fccklich fortgehet.\n37:8 Stehe ab vom Zorn und la\u00df den Grimm; erz\u00fcrne dich nicht, da\u00df du auch \u00fcbel tust.\n37:9 Denn die B\u00f6sen werden ausgerottet; die aber des HERRN harren, werden das Land erben.\n37:10 Es ist noch um ein kleines, so ist der Gottlose nimmer; und wenn du nach seiner St\u00e4tte sehen wirst, wird er weg sein.\n37:11 Aber die Elenden werden das Land erben und Lust haben in gro\u00dfem Frieden.\n37:12 Der Gottlose dr\u00e4uet dem Gerechten und bei\u00dfet seine Z\u00e4hne zusammen \u00fcber ihn.\n37:13 Aber der HERR lachet sein; denn er siehet, da\u00df sein Tag kommt.\n37:14 Die Gottlosen ziehen das Schwert aus und spannen ihren Bogen, da\u00df sie f\u00e4llen den Elenden und Armen und schlachten die Frommen.\n37:15 Aber ihr Schwert wird in ihr Herz gehen, und ihr Bogen wird zerbrechen.\n37:16 Das Wenige, das ein Gerechter hat, ist besser denn das gro\u00dfe Gut vieler Gottlosen.\n37:17 Denn der Gottlosen Arm wird zerbrechen; aber der HERR erh\u00e4lt die Gerechten.\n37:18 Der HERR kennet die Tage der Frommen, und ihr Gut wird ewiglich bleiben.\n37:19 Sie werden nicht zuschanden in der b\u00f6sen Zeit, und in der Teurung werden sie genug haben.\n37:20 Denn die Gottlosen werden umkommen, und die Feinde des HERRN, wenn sie gleich sind wie eine k\u00f6stliche Aue, werden sie doch vergehen, wie der Rauch vergehet.\n37:21 Der Gottlose borget und bezahlet nicht; der Gerechte aber ist barmherzig und milde.\n37:22 Denn seine Gesegneten erben das Land; aber seine Verfluchten werden ausgerottet.\n37:23 Von dem HERRN wird solches Mannes Gang gef\u00f6rdert und hat Lust an seinem Wege.\n37:24 F\u00e4llt er, so wird er nicht weggeworfen; denn der HERR erh\u00e4lt ihn bei der Hand.\n37:25 Ich bin jung gewesen und alt worden und habe noch nie gesehen den Gerechten verlassen oder seinen Samen nach Brot gehen.\n37:26 Er ist allezeit barmherzig und leihet gerne; und sein Same wird gesegnet sein.\n37:27 La\u00df vom B\u00f6sen und tue Gutes, und bleibe immerdar.\n37:28 Denn der HERR hat das Recht lieb und verl\u00e4\u00dft seine Heiligen nicht; ewiglich werden sie bewahret; aber der Gottlosen Same wird ausgerottet.\n37:29 Die Gerechten erben das Land und bleiben ewiglich drinnen.\n37:30 Der Mund des Gerechten redet die Weisheit, und seine Zunge lehret das Recht.\n37:31 Das Gesetz seines Gottes ist, in seinem Herzen, seine Tritte gleiten nicht.\n37:32 Der Gottlose lauert auf den Gerechten und gedenkt ihn zu t\u00f6ten.\n37:33 Aber der HERR l\u00e4\u00dft ihn nicht in seinen H\u00e4nden und verdammt ihn nicht, wenn er verurteilt wird.\n37:34 Harre auf den HERRN und halte seiner Weg, so wird er dich erh\u00f6hen, da\u00df du das Land erbest; du wirst's sehen, da\u00df die Gottlosen ausgerottet werden.\n37:35 Ich habe gesehen einen Gottlosen, der war trotzig und breitete sich aus und gr\u00fcnete wie ein Lorbeerbaum.\n37:36 Da man vor\u00fcberging, siehe, da war er dahin; ich fragte nach ihm, da ward er nirgend funden.\n37:37 Bleibe fromm und halte dich recht, denn solchem wird's zuletzt wohlgehen.\n37:38 Die \u00dcbertreter aber werden vertilget miteinander, und die Gottlosen werden zuletzt ausgerottet.\n37:39 Aber der HERR hilft den Gerechten; der ist ihre St\u00e4rke in der Not.\n37:40 Und der HERR wird ihnen beistehen und wird sie erretten; er wird sie von den Gottlosen erretten und ihnen helfen; denn sie trauen auf ihn.\n38:1 Ein Psalm Davids zum Ged\u00e4chtnis.\n38:2 HERR, strafe mich nicht in deinem Zorn und z\u00fcchtige mich nicht in deinem Grimm!\n38:3 Denn deine Pfeile stecken in mir, und deine Hand dr\u00fccket mich.\n38:4 Es ist nichts Gesundes an meinem Leibe vor deinem Dr\u00e4uen, und ist kein Friede in meinen Gebeinen vor meiner S\u00fcnde.\n38:5 Denn meine S\u00fcnden gehen \u00fcber mein Haupt, wie eine schwere Last sind sie mir zu schwer worden.\n38:6 Meine Wunden stinken und eitern vor meiner Torheit.\n38:7 Ich gehe krumm und sehr geb\u00fcckt; den ganzen Tag gehe ich traurig.\n38:8 Denn meine Lenden verdorren ganz, und ist nichts Gesundes an meinem Leibe.\n38:9 Es ist mit mir gar anders und bin sehr zersto\u00dfen. Ich heule vor Unruhe meines Herzens.\n38:10 HERR, vor dir ist alle meine Begierde und mein Seufzen ist dir nicht verborgen.\n38:11 Mein Herz bebet, meine Kraft hat mich verlassen, und das Licht meiner Augen ist nicht bei mir.\n38:12 Meine Lieben und Freunde stehen gegen mich und scheuen meine Plage, und meine N\u00e4chsten treten ferne.\n38:13 Und die mir nach der Seele stehen, stellen mir; und die mir \u00fcbel wollen, reden, wie sie Schaden tun wollen, und gehen mit eitel Listen um.\n38:14 Ich aber mu\u00df sein wie ein Tauber und nicht h\u00f6ren, und wie ein Stummer, der seinen Mund nicht auftut.\n38:15 Und mu\u00df sein wie einer, der nicht h\u00f6ret und der keine Widerrede in seinem Munde hat.\n38:16 Aber ich harre, HERR, auf dich; du, HERR, mein Gott, wirst erh\u00f6ren.\n38:17 Denn ich denke, da\u00df sie ja sich nicht \u00fcber mich freuen. Wenn mein Fu\u00df wankete; w\u00fcrden sie sich hoch r\u00fchmen wider mich.\n38:18 Denn ich bin zu Leiden gemacht, und mein Schmerz ist immer vor mir.\n38:19 Denn ich zeige meine Missetat an und sorge f\u00fcr meine S\u00fcnde.\n38:20 Aber meine Feinde leben und sind m\u00e4chtig; die mich unbillig hassen, sind gro\u00df.\n38:21 Und die mir Arges tun um Gutes, setzen sich wider mich, darum da\u00df ich ob dem Guten halte.\n38:22 Verla\u00df mich nicht, HERR, mein Gott; sei nicht ferne von mir!\n39:1 Ein Psalm Davids, vorzusingen, f\u00fcr Jeduthun.\n39:2 Ich habe mir vorgesetzt, ich will mich h\u00fcten, da\u00df ich nicht s\u00fcndige mit meiner Zunge. Ich will meinen Mund z\u00e4umen, weil ich mu\u00df den Gottlosen so vor mir sehen.\n39:3 Ich bin verstummet und still und schweige der Freuden und mu\u00df mein Leid in mich fressen.\n39:4 Mein Herz ist entbrannt in meinem Leibe, und wenn ich dran gedenke, werde ich entz\u00fcndet; ich rede mit meiner Zunge.\n39:5 Aber, HERR, lehre doch mich, da\u00df es ein Ende mit mir haben mu\u00df, und mein Leben ein Ziel hat und ich davon mu\u00df.\n39:6 Siehe, meine Tage sind einer Hand breit bei dir, und mein Leben ist wie nichts vor dir. Wie gar nichts sind alle Menschen, die doch so sicher leben! Sela.\n39:7 Sie gehen daher wie ein Schemen und machen ihnen viel vergeblicher Unruhe; sie sammeln und wissen nicht, wer es kriegen wird.\n39:8 Nun, HERR, wes soll ich mich tr\u00f6sten? Ich hoffe auf dich.\n39:9 Errette mich von aller meiner S\u00fcnde und la\u00df mich nicht den Narren ein Spott werden.\n39:10 Ich will schweigen und meinen Mund nicht auftun; du wirst's wohlmachen.\n39:11 Wende deine Plage von mir; denn ich bin verschmachtet von der Strafe deiner Hand.\n39:12 Wenn du einen z\u00fcchtigest um der S\u00fcnde willen, so wird seine Sch\u00f6ne verzehret wie von Motten. Ach, wie gar nichts sind doch alle Menschen! Sela.\n39:13 H\u00f6re mein Gebet, HERR, und vernimm mein Schreien und schweige nicht \u00fcber meinen Tr\u00e4nen; denn ich bin beides, dein Pilgrim und dein B\u00fcrger, wie alle meine V\u00e4ter.\n40:1 Ein Psalm Davids, vorzusingen.\n40:2 Ich harrete des HERRN; und er neigete sich zu mir und h\u00f6rete mein Schreien\n40:3 und zog mich aus der grausamen Grube und aus dem Schlamm und stellete meine F\u00fc\u00dfe auf einen Fels, da\u00df ich gewi\u00df treten kann;\n40:4 und hat mir ein neu Lied in meinen Mund gegeben, zu loben unsern Gott. Das werden viele sehen und den HERRN f\u00fcrchten und auf ihn hoffen.\n40:5 Wohl dem, der seine Hoffnung setzt auf den HERRN und sich nicht wendet zu den Hoff\u00e4rtigen, und die mit L\u00fcgen umgehen.\n40:6 HERR, mein Gott, gro\u00df sind deine Wunder und deine Gedanken, die du an uns beweisest. Dir ist nichts gleich. Ich will sie verk\u00fcndigen und davon sagen, wiewohl sie nicht zu z\u00e4hlen sind.\n40:7 Opfer und Speisopfer gefallen dir nicht; aber die Ohren hast du mir aufgetan. Du willst weder Brandopfer noch S\u00fcndopfer.\n40:8 Da sprach ich: Siehe, ich komme; im Buch ist von mir geschrieben.\n40:9 Deinen Willen, mein Gott, tu ich gerne und dein Gesetz hab ich in meinem Herzen.\n40:10 Ich will predigen die Gerechtigkeit in der gro\u00dfen Gemeine; siehe, ich will mir meinen Mund nicht stopfen lassen, HERR, das wei\u00dfest du.\n40:11 Deine Gerechtigkeit verberge ich nicht in meinem Herzen; von deiner Wahrheit und von deinem Heil rede ich; ich verhehle deine G\u00fcte und Treue nicht vor der gro\u00dfen Gemeine.\n40:12 Du aber, HERR, wollest deine Barmherzigkeit von mir nicht wenden; la\u00df deine G\u00fcte und Treue allewege mich beh\u00fcten!\n40:13 Denn es hat mich umgeben Leiden ohne Zahl; es haben mich meine S\u00fcnden ergriffen, da\u00df ich nicht sehen kann; ihrer ist mehr denn Haare auf meinem Haupt, und mein Herz hat mich verlassen.\n40:14 La\u00df dir's gefallen, HERR, da\u00df du mich errettest; eile, HERR, mir zu helfen!\n40:15 Sch\u00e4men m\u00fcssen sich und zuschanden werden, die mir nach meiner Seele stehen, da\u00df sie die umbringen; zur\u00fcck m\u00fcssen sie fallen und zuschanden werden, die mir \u00dcbels g\u00f6nnen.\n40:16 Sie m\u00fcssen in ihrer Schande erschrecken, die \u00fcber mich schreien: Da, da!\n40:17 Es m\u00fcssen sich freuen und fr\u00f6hlich sein alle, die nach dir fragen; und die dein Heil lieben, m\u00fcssen sagen allewege: Der HERR sei hochgelobt!\n41:1 Ein Psalm Davids, vorzusingen.\n41:2 Wohl dem, der sich des D\u00fcrftigen annimmt! Den wird der HERR erretten zur b\u00f6sen Zeit.\n41:3 Der HERR wird ihn bewahren und beim Leben erhalten und ihm lassen wohlgehen auf Erden und nicht geben in seiner Feinde Willen.\n41:4 Der HERR wird ihn erquicken auf seinem Siechbette; du hilfst ihm von aller seiner Krankheit.\n41:5 Ich sprach: HERR, sei mir gn\u00e4dig, heile meine Seele; denn ich habe an dir ges\u00fcndiget.\n41:6 Meine Feinde reden Arges wider mich: Wann wird er sterben und sein Name vergehen?\n41:7 Sie kommen, da\u00df sie schauen, und meinen's doch nicht von Herzen, sondern suchen etwas, da\u00df sie l\u00e4stern m\u00f6gen, gehen hin und tragen's aus.\n41:8 Alle, die mich hassen, raunen miteinander wider mich und denken B\u00f6ses \u00fcber mich.\n41:9 Sie haben ein Bubenst\u00fcck \u00fcber mich beschlossen: Wenn er liegt, soll er nicht wieder aufstehen!\n41:10 Auch mein Freund, dem ich mich vertrauete, der mein Brot a\u00df, tritt mich unter die F\u00fc\u00dfe.\n41:11 Du aber, HERR, sei mir gn\u00e4dig und hilf mir auf, so will ich sie bezahlen.\n41:12 Dabei merke ich, da\u00df du Gefallen an mir hast, da\u00df mein Feind \u00fcber mich nicht jauchzen wird.\n41:13 Mich aber erh\u00e4ltst du um meiner Fr\u00f6mmigkeit willen und stellest mich vor dein Angesicht ewiglich.\n42:1 Eine Unterweisung der Kinder Korah, vorzusingen.\n42:2 Wie der Hirsch schreiet nach frischem Wasser, so schreiet meine Seele, Gott, zu dir.\n42:3 Meine Seele d\u00fcrstet nach Gott, nach dem lebendigen Gott. Wann werde ich dahin kommen, da\u00df ich Gottes Angesicht schaue?\n42:4 Meine Tr\u00e4nen sind meine Speise Tag und Nacht, weil man t\u00e4glich zu mir sagt: Wo ist nun dein Gott?\n42:5 Wenn ich denn des inne werde, so sch\u00fctte ich mein Herz heraus bei mir selbst; denn ich wollte gerne hingehen mit dem Haufen und mit ihnen wallen zum Hause Gottes mit Frohlocken und Danken unter dem Haufen, die da feiern.\n42:6 Was betr\u00fcbest du dich, meine Seele, und bist so unruhig in mir? Harre auf Gott; denn ich werde ihm noch danken, da\u00df er mir hilft mit seinem Angesicht.\n42:7 Mein Gott, betr\u00fcbt ist meine Seele in mir; darum gedenke ich an dich im Lande am Jordan und Hermonim, auf dem kleinen Berg.\n42:8 Deine Fluten rauschen daher, da\u00df hie eine Tiefe und da eine Tiefe brausen; alle deine Wasserwogen und Wellen gehen \u00fcber mich.\n42:9 Der HERR hat des Tages verhei\u00dfen seine G\u00fcte, und des Nachts singe ich ihm und bete zu Gott meines Lebens.\n42:10 Ich sage zu Gott, meinem Fels: Warum hast du mein vergessen? Warum mu\u00df ich so traurig gehen, wenn mein Feind mich dr\u00e4nget?\n42:11 Es ist als ein Mord in meinen Beinen, da\u00df mich meine Feinde schm\u00e4hen, wenn sie t\u00e4glich zu mir sagen: Wo ist nun dein Gott?\n43:1 Richte mich, Gott, und f\u00fchre meine Sache wider das unheilige Volk und errette mich von den falschen und b\u00f6sen Leuten.\n43:2 Denn du bist der Gott meiner St\u00e4rke; warum verst\u00f6\u00dfest du mich? Warum l\u00e4ssest du mich so traurig gehen, wenn mich mein Feind dr\u00e4nget?\n43:3 Sende dein Licht und deine Wahrheit, da\u00df sie mich leiten und bringen zu deinem heiligen Berg und zu deiner Wohnung,\n43:4 da\u00df ich hineingehe zum Altar Gottes, zu dem Gott, der meine Freude und Wonne ist, und dir, Gott; auf der Harfe danke, mein Gott!\n43:5 Was betr\u00fcbest du dich, meine Seele, und bist so unruhig in mir? Harre auf Gott; denn ich werde ihm noch danken, da\u00df er meines Angesichts Hilfe und mein Gott ist.\n44:1 Eine Unterweisung der Kinder Korah, vorzusingen,\n44:2 Gott, wir haben mit unsern Ohren geh\u00f6ret, unsere V\u00e4ter haben uns erz\u00e4hlet, was du getan hast zu ihren Zeiten vor alters.\n44:3 Du hast mit deiner Hand die Heiden vertrieben, aber sie hast du eingesetzt; du hast die V\u00f6lker verderbet, aber sie hast du ausgebreitet.\n44:4 Denn sie haben das Land nicht eingenommen durch ihr Schwert, und ihr Arm half ihnen nicht, sondern deine Rechte, dein Arm und das Licht deines Angesichts; denn du hattest Wohlgefallen an ihnen.\n44:5 Gott, du bist derselbe mein K\u00f6nig, der du Jakob Hilfe verhei\u00dfest.\n44:6 Durch dich wollen wir unsere Feinde zersto\u00dfen; in deinem Namen wollen wir untertreten, die sich wider uns setzen.\n44:7 Denn ich verlasse mich nicht auf meinen Bogen, und mein Schwert kann mir nicht helfen,\n44:8 sondern du hilfst uns von unsern Feinden und machest zuschanden, die uns hassen.\n44:9 Wir wollen t\u00e4glich r\u00fchmen von Gott und deinem Namen danken ewiglich. Sela.\n44:10 Warum verst\u00f6\u00dfest du uns denn nun und l\u00e4ssest uns zuschanden werden und zeuchst nicht aus unter unserm Heer?\n44:11 Du l\u00e4ssest uns fliehen vor unserm Feinde, da\u00df uns berauben, die uns hassen.\n44:12 Du l\u00e4ssest uns auffressen wie Schafe und zerstreuest uns unter die Heiden.\n44:13 Du verkaufest dein Volk umsonst und nimmst nichts drum.\n44:14 Du machst uns zur Schmach unsern Nachbarn, zum Spott und Hohn denen, die um uns her sind.\n44:15 Du machst uns zum Beispiel unter den Heiden, und da\u00df die V\u00f6lker das Haupt \u00fcber uns sch\u00fctteln.\n44:16 T\u00e4glich ist meine Schmach vor mir, und mein Antlitz ist voller Schande,\n44:17 da\u00df ich die Sch\u00e4nder und L\u00e4sterer h\u00f6ren und die Feinde und Rachgierigen sehen mu\u00df.\n44:18 Dies alles ist \u00fcber uns kommen, und haben doch dein nicht vergessen, noch untreulich in deinem Bunde gehandelt;\n44:19 unser Herz ist nicht abgefallen, noch unser Gang gewichen von deinem Wege,\n44:20 da\u00df du uns so zerschl\u00e4gest unter den Drachen und bedeckest uns mit Finsternis.\n44:21 Wenn wir des Namens unsers Gottes vergessen h\u00e4tten und unsere H\u00e4nde aufgehoben zum fremden Gott,\n44:22 das m\u00f6chte Gott wohl finden; nun kennet er ja unsers Herzens Grund.\n44:23 Denn wir werden ja um deinetwillen t\u00e4glich erw\u00fcrget und sind geachtet wie Schlachtschafe.\n44:24 Erwecke dich, HERR, warum schl\u00e4fst du? Wache auf und versto\u00dfe uns nicht so gar!\n44:25 Warum verbirgest du dein Antlitz, vergissest unsers Elends und Dranges?\n44:26 Denn unsere Seele ist gebeuget zur Erde; unser Bauch klebet am Erdboden.\n45:1 Ein Brautlied und Unterweisung der Kinder Korah von den Rosen, vorzusingen.\n45:2 Mein Herz dichtet ein feines Lied ich will singen von einem K\u00f6nige; meine Zunge ist ein Griffel eines guten Schreibers.\n45:3 Du bist der Sch\u00f6nste unter den Menschenkindern; holdselig sind deine Lippen; darum segnet dich Gott ewiglich.\n45:4 G\u00fcrte dein Schwert an deine Seite, du Held, und schm\u00fccke dich sch\u00f6n!\n45:5 Es m\u00fcsse dir gelingen, in deinem Schmuck. Zeuch einher der Wahrheit zu gut, und die Elenden bei Recht zu behalten, so wird deine rechte Hand Wunder beweisen.\n45:6 Scharf sind deine Pfeile, da\u00df die V\u00f6lker vor dir niederfallen mitten unter den Feinden des K\u00f6nigs.\n45:7 dein Stuhl bleibt immer und ewig; das Zepter deines Reichs ist ein gerades Zepter.\n45:8 Du liebest Gerechtigkeit und hassest gottlos Wesen; darum hat dich, Gott, dein Gott gesalbet mit Freuden\u00f6le, mehr denn deine Gesellen.\n45:9 Deine Kleider sind eitel Myrrhen, Aloe und Kezia, wenn du aus den elfenbeinernen Pal\u00e4sten dahertrittst in deiner sch\u00f6nen Pracht.\n45:10 In deinem Schmuck gehen der K\u00f6nige T\u00f6chter; die Braut stehet zu deiner Rechten in eitel k\u00f6stlichem Golde.\n45:11 H\u00f6re, Tochter, schaue drauf und neige deine Ohren; vergi\u00df deines Volks und deines Vaters Haus,\n45:12 so wird der K\u00f6nig Lust an deiner Sch\u00f6ne haben; denn er ist dein HERR, und sollst ihn anbeten.\n45:13 Die Tochter Zor wird mit Geschenk da sein, die Reichen im Volk werden vor dir flehen.\n45:14 Des K\u00f6nigs Tochter ist ganz herrlich inwendig; sie ist mit g\u00fcldenen St\u00fccken gekleidet.\n45:15 Man f\u00fchret sie in gestickten Kleidern zum K\u00f6nig; und ihre Gespielen, die Jungfrauen, die ihr nachgehen, f\u00fchret man zu dir.\n45:16 Man f\u00fchret sie mit Freuden und Wonne, und gehen in des K\u00f6nigs Palast.\n45:17 Anstatt deiner V\u00e4ter wirst du Kinder kriegen; die wirst du zu F\u00fcrsten setzen in aller Welt.\n46:1 Ein Lied der Kinder Korah von der Jugend, vorzusingen.\n46:2 Gott ist unsere Zuversicht und St\u00e4rke, eine Hilfe in den gro\u00dfen N\u00f6ten, die uns getroffen haben.\n46:3 Darum f\u00fcrchten wir uns nicht, wenngleich die Welt unterginge und die Berge mitten ins Meer s\u00e4nken,\n46:4 wenngleich das Meer w\u00fctete und wallete und von seinem Ungest\u00fcm die Berge einfielen. Sela.\n46:5 Dennoch soll die Stadt Gottes fein lustig bleiben mit ihren Br\u00fcnnlein, da die heiligen Wohnungen des H\u00f6chsten sind.\n46:6 Gott ist bei ihr drinnen, darum wird sie wohl bleiben; Gott hilft ihr fr\u00fche.\n46:7 Die Heiden m\u00fcssen verzagen und die K\u00f6nigreiche fallen; das Erdreich mu\u00df vergehen, wenn er sich h\u00f6ren l\u00e4\u00dft.\n46:8 Der HERR Zebaoth ist mit uns, der Gott Jakobs ist unser Schutz. Sela.\n46:9 Kommt her und schauet die Werke des HERRN, der auf Erden solch Zerst\u00f6ren anrichtet,\n46:10 der den Kriegen steuert in aller Welt, der Bogen zerbricht, Spie\u00dfe zerschl\u00e4gt und Wagen mit Feuer verbrennt.\n46:11 Seid stille und erkennet, da\u00df ich Gott bin! Ich will Ehre einlegen unter den Heiden, ich will Ehre einlegen auf Erden.\n47:1 Ein Psalm, vorzusingen, der Kinder Korah.\n47:2 Frohlocket mit H\u00e4nden, alle V\u00f6lker, und jauchzet Gott mit fr\u00f6hlichem Schall!\n47:3 Denn der HERR, der Allerh\u00f6chste, ist erschrecklich, ein gro\u00dfer K\u00f6nig auf dem ganzen Erdboden.\n47:4 Er wird die V\u00f6lker unter uns zwingen und die Leute unter unsere F\u00fc\u00dfe.\n47:5 Er erw\u00e4hlet uns zum Erbteil, die HERRLIchkeit Jakobs, den er liebet. Sela.\n47:6 Gott f\u00e4hret auf mit Jauchzen und der HERR mit heller Posaune.\n47:7 Lobsinget, lobsinget Gott; lobsinget, lobsinget unserm K\u00f6nige!\n47:8 Denn Gott ist K\u00f6nig auf dem ganzen Erdboden; lobsinget ihm kl\u00fcglich!\n47:9 Gott ist K\u00f6nig \u00fcber die Heiden; Gott sitzt auf seinem heiligen Stuhl.\n48:1 Ein Psalmlied der Kinder Korah.\n48:2 Gro\u00df ist der HERR und hoch ber\u00fchmt in der Stadt unsers Gottes, auf seinem heiligen Berge.\n48:3 Der Berg Zion ist wie ein sch\u00f6n Zweiglein, des sich das ganze Land tr\u00f6stet; an der Seite gegen Mitternacht liegt die Stadt des gro\u00dfen K\u00f6nigs.\n48:4 Gott ist in ihren Pal\u00e4sten bekannt, da\u00df er der Schutz sei.\n48:5 Denn siehe, K\u00f6nige sind versammelt und miteinander vor\u00fcbergezogen.\n48:6 Sie haben sich verwundert, da sie solches sahen; sie haben sich entsetzt und sind gest\u00fcrzt.\n48:7 Zittern ist sie daselbst angekommen, Angst wie eine Geb\u00e4rerin.\n48:8 Du zerbrichst Schiffe im Meer durch den Ostwind.\n48:9 Wie wir geh\u00f6ret haben, so sehen wir's an der Stadt des HERRN Zebaoth, an der Stadt unsers Gottes; Gott erh\u00e4lt dieselbige ewiglich. Sela\n48:10 Gott, wir warten deiner G\u00fcte in deinem Tempel.\n48:11 Gott, wie dein Name, so ist auch dein Ruhm, bis an der Welt Ende; deine Rechte ist voll Gerechtigkeit.\n48:12 Es freue sich der Berg Zion, und die T\u00f6chter Judas seien fr\u00f6hlich um deiner Rechte willen.\n48:13 Macht euch um Zion und umfahet sie; z\u00e4hlet ihre T\u00fcrme!\n48:14 Leget Flei\u00df an ihre Mauern und erh\u00f6het ihre Pal\u00e4ste, auf da\u00df man davon verk\u00fcndige bei den Nachkommen,\n49:1 Ein Psalm der Kinder Korah, vorzusingen.\n49:2 H\u00f6ret zu, alle V\u00f6lker; merket auf, alle, die in dieser Zeit leben,\n49:3 beide gemein Mann und HERREN, beide reich und arm miteinander.\n49:4 Mein Mund soll von Weisheit reden und mein Herz von Verstand sagen.\n49:5 Wir wollen einen guten Spruch h\u00f6ren und ein fein Gedicht auf der Harfe spielen.\n49:6 Warum sollt ich mich f\u00fcrchten in b\u00f6sen Tagen, wenn mich die Missetat meiner \u00dcbertreter umgibt?\n49:7 Die sich verlassen auf ihr Gut und trotzen auf ihren gro\u00dfen Reichtum.\n49:8 Kann doch ein Bruder niemand erl\u00f6sen noch Gott jemand vers\u00f6hnen;\n49:9 denn es kostet zu viel, ihre Seele zu erl\u00f6sen, da\u00df er's mu\u00df lassen anstehen ewiglich,\n49:10 ob er auch gleich lange lebet und die Grube nicht siehet.\n49:11 Denn man wird sehen, da\u00df solche Weisen doch sterben, sowohl als die Toren und Narren umkommen, und m\u00fcssen ihr Gut andern lassen.\n49:12 Das ist ihr Herz, da\u00df ihre H\u00e4user w\u00e4hren immerdar, ihre Wohnungen bleiben f\u00fcr und f\u00fcr und haben gro\u00dfe Ehre auf Erden.\n49:13 Dennoch k\u00f6nnen sie nicht bleiben in solcher W\u00fcrde, sondern m\u00fcssen davon wie ein Vieh.\n49:14 Dies ihr Tun ist eitel Torheit; noch loben's ihre Nachkommen mit ihrem Munde Sela.\n49:15 Sie liegen in der H\u00f6lle wie Schafe, der Tod naget sie; aber die Frommen werden gar bald \u00fcber sie herrschen, und ihr Trotz mu\u00df vergehen, in der H\u00f6lle m\u00fcssen sie bleiben.\n49:16 Aber Gott wird meine Seele erl\u00f6sen aus der H\u00f6lle Gewalt; denn er hat mich angenommen. Sela.\n49:17 La\u00df dich's nicht irren, ob einer reich wird, ob die HERRLIchkeit seines Hauses gro\u00df wird.\n49:18 Denn er wird nichts in seinem Sterben mitnehmen, und seine HERRLIchkeit wird ihm nicht nachfahren.\n49:19 sondern er tr\u00f6stet sich dieses guten Lebens und preiset es, wenn einer nach guten Tagen trachtet.\n49:20 So fahren sie ihren V\u00e4tern nach und sehen das Licht nimmermehr.\n50:1 Ein Psalm Assaphs. Gott der HERR, der M\u00e4chtige, redet und ruft der Welt von Aufgang der Sonne bis zum Niedergang.\n50:2 Aus Zion bricht an der sch\u00f6ne Glanz Gottes.\n50:3 Unser Gott kommt und schweiget nicht. Fressend Feuer gehet vor ihm her und um ihn her ein gro\u00df Wetter.\n50:4 Er ruft Himmel und Erde, da\u00df er sein Volk richte.\n50:5 Versammelt mir meine Heiligen, die den Bund mehr achten denn Opfer.\n50:6 Und die Himmel werden seine Gerechtigkeit verk\u00fcndigen; denn Gott ist Richter. Sela.\n50:7 H\u00f6re, mein Volk, la\u00df mich reden, Israel; la\u00df mich unter dir zeugen: Ich, Gott, bin dein Gott.\n50:8 Deines Opfers halben strafe ich dich nicht; sind doch deine Brandopfer sonst immer vor mir.\n50:9 Ich will nicht von deinem Hause Farren nehmen, noch B\u00f6cke aus deinen St\u00e4llen;\n50:10 denn alle Tiere im Walde sind mein und Vieh auf den Bergen, da sie bei tausend gehen.\n50:11 Ich kenne alles Gev\u00f6gel auf den Bergen, und allerlei Tier auf dem Felde ist vor mir.\n50:12 Wo mich hungerte, wollt ich dir nicht davon sagen; denn der Erdboden ist mein und alles, was drinnen ist.\n50:13 Meinest du, da\u00df ich Ochsenfleisch essen wolle, oder Bocksblut trinken?\n50:14 Opfere Gott Dank und bezahle dem H\u00f6chsten deine Gel\u00fcbde!\n50:15 Und rufe mich an in der Not, so will ich dich erretten, so sollst du mich preisen.\n50:16 Aber zum Gottlosen spricht Gott: Was verk\u00fcndigest du meine Rechte und nimmst meinen Bund in deinen Mund,\n50:17 so du doch Zucht hassest und wirfst meine Worte hinter dich?\n50:18 Wenn du einen Dieb siehest, so l\u00e4ufst du mit ihm und hast Gemeinschaft mit den Ehebrechern.\n50:19 Dein Maul l\u00e4ssest du B\u00f6ses reden, und deine Zunge treibet Falschheit.\n50:20 Du sitzest und redest wider deinen Bruder, deiner Mutter Sohn verleumdest du.\n50:21 Das tust du, und ich schweige. Da meinest du, ich werde sein gleich wie du. Aber ich will dich strafen und will dir's unter Augen stellen.\n50:22 Merket doch das, die ihr Gottes vergesset, da\u00df ich nicht einmal hinrei\u00dfe, und sei kein Retter mehr da.\n50:23 Wer Dank opfert, der preiset mich; und da ist der Weg, da\u00df ich ihm zeige das Heil Gottes.\n51:1 Ein Psalm Davids, vorzusingen,\n51:2 da der Prophet Nathan zu ihm kam, als er war zu Bathseba eingegangen.\n51:3 Gott, sei mir gn\u00e4dig nach deiner G\u00fcte und tilge meine S\u00fcnden nach deiner gro\u00dfen Barmherzigkeit!\n51:4 Wasche mich wohl von meiner Missetat und reinige mich von meiner S\u00fcnde!\n51:5 Denn ich erkenne meine Missetat, und meine S\u00fcnde ist immer vor mir.\n51:6 An dir allein hab ich ges\u00fcndiget und \u00fcbel vor dir getan, auf da\u00df du recht behaltest in deinen Worten und rein bleibest, wenn du gerichtet wirst.\n51:7 Siehe, ich bin aus s\u00fcndlichem Samen gezeuget, und meine Mutter hat mich in S\u00fcnden empfangen.\n51:8 Siehe, du hast Lust zur Wahrheit, die im Verborgenen liegt; du l\u00e4ssest mich wissen die heimliche Weisheit.\n51:9 Ents\u00fcndige mich mit Ysopen, da\u00df ich rein werde; wasche mich, da\u00df ich schneewei\u00df werde.\n51:10 La\u00df mich h\u00f6ren Freude und Wonne, da\u00df die Gebeine fr\u00f6hlich werden, die du zerschlagen hast.\n51:11 Verbirg dein Antlitz von meinen S\u00fcnden und tilge alle meine Missetat.\n51:12 Schaffe in mir, Gott, ein rein Herz und gib mir einen neuen, gewissen Geist.\n51:13 Verwirf mich nicht von deinem Angesichte und nimm deinen Heiligen Geist nicht von mir.\n51:14 Tr\u00f6ste mich wieder mit deiner Hilfe, und der freudige Geist enthalte mich.\n51:15 Denn ich will die \u00dcbertreter deine Wege lehren, da\u00df sich die S\u00fcnder zu dir bekehren.\n51:16 Errette mich von den Blutschulden, Gott, der du mein Gott und Heiland bist, da\u00df meine Zunge deine Gerechtigkeit r\u00fchme.\n51:17 HERR, tue meine Lippen auf, da\u00df mein Mund deinen Ruhm verk\u00fcndige!\n51:18 Denn du hast nicht Lust zum Opfer, ich wollte dir's sonst wohl geben; und Brandopfer gefallen dir nicht.\n51:19 Die Opfer, die Gott gefallen, sind ein ge\u00e4ngsteter Geist; ein ge\u00e4ngstet und zerschlagen Herz wirst du, Gott, nicht verachten.\n52:1 Eine Unterweisung Davids, vorzusingen,\n52:2 da Doeg, der Edomiter, kam und sagte Saul an und sprach: David ist in Ahimelechs Haus kommen.\n52:3 Was trotzest du denn, du Tyrann, da\u00df du kannst Schaden tun, so doch Gottes G\u00fcte noch t\u00e4glich w\u00e4hret?\n52:4 Deine Zunge trachtet nach Schaden und schneidet mit L\u00fcgen wie ein scharf Schermesser.\n52:5 Du redest lieber B\u00f6ses denn Gutes und falsch denn recht. Sela.\n52:6 Du redest gern alles, was zu Verderben dienet, mit falscher Zunge.\n52:7 Darum wird dich Gott auch ganz und gar zerst\u00f6ren und zerschlagen und aus der H\u00fctte rei\u00dfen und aus dem Lande der Lebendigen ausrotten. Sela.\n52:8 Und die Gerechten werden's sehen und sich f\u00fcrchten und werden sein lachen:\n52:9 Siehe, das ist der Mann, der Gott nicht f\u00fcr seinen Trost hielt, sondern verlie\u00df sich auf seinen gro\u00dfen Reichtum und war m\u00e4chtig, Schaden zutun.\n53:1 Eine Unterweisung Davids, im Chor umeinander vorzusingen.\n53:2 Die Toren sprechen in ihrem Herzen: Es ist kein Gott. Sie taugen nichts und sind ein Greuel worden in ihrem b\u00f6sen Wesen. Da ist keiner, der Gutes tut.\n53:3 Gott schauet vom Himmel auf der Menschen Kinder, da\u00df er sehe, ob jemand klug sei, der nach Gott frage.\n53:4 Aber sie sind alle abgefallen und allesamt unt\u00fcchtig. Da ist keiner, der Gutes tue, auch nicht einer.\n53:5 Wollen denn die \u00dcbelt\u00e4ter ihnen nicht sagen lassen, die mein Volk fressen, da\u00df sie sich n\u00e4hren? Gott rufen sie nicht an.\n53:6 Da f\u00fcrchten sie sich aber, da nicht zu f\u00fcrchten ist; denn Gott zerstreuet die Gebeine der Treiber. Du machst sie zuschanden; denn Gott verschm\u00e4het sie.\n54:1 Eine Unterweisung Davids, vorzusingen auf Saitenspielen,\n54:2 da die von Siph kamen und sprachen zu Saul: David hat sich bei uns verborgen.\n54:3 Hilf mir, Gott, durch deinen Namen und schaffe mir Recht durch deine Gewalt.\n54:4 Gott, erh\u00f6re mein Gebet; vernimm die Rede meines Mundes!\n54:5 Denn Stolze setzen sich wider mich, und Trotzige stehen mir nach meiner Seele und haben Gott nicht vor Augen. Sela.\n54:6 Siehe, Gott stehet mir bei; der HERR erh\u00e4lt meine Seele.\n54:7 Er wird die Bosheit meinen Feinden bezahlen. Zerst\u00f6re sie durch deine Treue!\n55:1 Eine Unterweisung Davids, vorzusingen auf Saitenspielen.\n55:2 Gott, h\u00f6re mein Gebet und verbirg dich nicht vor meinem Flehen.\n55:3 Merke auf mich und erh\u00f6re mich, wie ich so kl\u00e4glich zage und heule,\n55:4 da\u00df der Feind so schreiet, und der Gottlose dr\u00e4nget; denn sie wollen mir einen T\u00fcck beweisen und sind mir heftig gram.\n55:5 Mein Herz \u00e4ngstet sich in meinem Leibe, und des Todes Furcht ist auf mich gefallen.\n55:6 Furcht und Zittern ist mich ankommen, und Grauen hat mich \u00fcberfallen.\n55:7 Ich sprach: O, h\u00e4tte ich Fl\u00fcgel wie Tauben, da\u00df ich fl\u00f6ge und etwa bliebe!\n55:8 Siehe, so wollt ich mich ferne weg machen und in der W\u00fcste bleiben. Sela.\n55:9 Ich wollt eilen, da\u00df ich entr\u00f6nne vor dem Sturmwind und Wetter.\n55:10 Mache ihre Zunge uneins, HERR, und la\u00df sie untergehen; denn ich sehe Frevel und Hader in der Stadt.\n55:11 Solches gehet Tag und Nacht um und um in ihren Mauern; es ist M\u00fche und Arbeit drinnen.\n55:12 Schadentun regieret drinnen, L\u00fcgen und Tr\u00fcgen l\u00e4\u00dft nicht von ihrer Gasse.\n55:13 Wenn mich doch mein Feind sch\u00e4ndete, wollt ich's leiden, und wenn mir mein Hasser pochte, wollt ich mich vor ihm verbergen;\n55:14 du aber bist mein Geselle, mein Pfleger und mein Verwandter,\n55:15 die wir freundlich miteinander waren unter uns; wir wandelten im Hause Gottes zu Haufen.\n55:16 Der Tod \u00fcbereile sie, und m\u00fcssen lebendig in die H\u00f6lle fahren; denn es ist eitel Bosheit unter ihrem Haufen.\n55:17 Ich aber will zu Gott rufen, und der HERR wird mir helfen.\n55:18 Des Abends, Morgens und Mittags will ich klagen und heulen, so wird er meine Stimme h\u00f6ren.\n55:19 Er erl\u00f6set meine Seele von denen, die an mich wollen, und schaffet ihr Ruhe; denn ihrer ist viel wider mich.\n55:20 Gott wird h\u00f6ren und sie dem\u00fctigen, der allwege bleibt. Sela. Denn sie werden nicht anders und f\u00fcrchten Gott nicht.\n55:21 Denn sie legen ihre H\u00e4nde an seine Friedsamen und entheiligen seinen Bund.\n55:22 Ihr Mund ist gl\u00e4tter denn Butter und haben doch Krieg im Sinn; ihre Worte sind gelinder denn \u00d6l und sind doch blo\u00dfe Schwerter.\n55:23 Wirf dein Anliegen auf den HERRN! Der wird dich versorgen und wird den Gerechten nicht ewiglich in Unruhe lassen.\n56:1 Ein g\u00fclden Kleinod Davids von der stummen Taube unter den Fremden, da ihn die Philister griffen zu Gath.\n56:2 Gott, sei mir gn\u00e4dig, denn Menschen wollen mich versenken; t\u00e4glich streiten sie und \u00e4ngsten mich.\n56:3 Meine Feinde versenken mich t\u00e4glich; denn viele streiten wider mich stolziglich.\n56:4 Wenn ich mich f\u00fcrchte, hoffe ich auf dich.\n56:5 Ich will Gottes Wort r\u00fchmen; auf Gott will ich hoffen und mich nicht f\u00fcrchten; was sollte mir Fleisch tun?\n56:6 T\u00e4glich fechten sie meine Worte an; all ihre Gedanken sind, da\u00df sie mir \u00fcbel tun.\n56:7 Sie halten zuhauf und lauern und haben acht auf meine Fersen, wie sie meine Seele erhaschen.\n56:8 Was sie B\u00f6ses tun, das ist schon vergeben. Gott, sto\u00dfe solche Leute ohne alle Gnade hinunter!\n56:9 Z\u00e4hle meine Flucht, fasse meine Tr\u00e4nen in deinen Sack! Ohne Zweifel, du z\u00e4hlest sie.\n56:10 Dann werden sich meine Feinde m\u00fcssen zur\u00fcckkehren, wenn ich rufe; so werde ich inne, da\u00df du mein Gott bist.\n56:11 Ich will r\u00fchmen Gottes Wort, ich will r\u00fchmen des HERRN Wort.\n56:12 Auf Gott hoffe ich und f\u00fcrchte mich nicht; was k\u00f6nnen mir die Menschen tun?\n56:13 Ich habe dir, Gott, gelobet, da\u00df ich dir danken will.\n57:1 Ein g\u00fclden Kleinod Davids, vorzusingen, da\u00df er nicht umk\u00e4me, da er vor Saul floh in die H\u00f6hle.\n57:2 Sei mir gn\u00e4dig, Gott, sei mir gn\u00e4dig! Denn auf dich trauet meine Seele und unter dem Schatten deiner Fl\u00fcgel habe ich Zuflucht, bis da\u00df das Ungl\u00fcck vor\u00fcbergehe.\n57:3 Ich rufe zu Gott, dem Allerh\u00f6chsten, zu Gott, der meines Jammers ein Ende macht.\n57:4 Er sendet vom Himmel und hilft mir von der Schmach meines Versenkers. Sela. Gott sendet seine G\u00fcte und Treue.\n57:5 Ich liege mit meiner Seele unter den L\u00f6wen. Die Menschenkinder sind Flammen; ihre Z\u00e4hne sind Spie\u00dfe und Pfeile und ihre Zungen scharfe Schwerter.\n57:6 Erhebe dich, Gott, \u00fcber den Himmel und deine Ehre \u00fcber alle Welt!\n57:7 Sie stellen meinem Gange Netze und dr\u00fccken meine Seele nieder; sie graben vor mir eine Grube und fallen selbst drein. Sela.\n57:8 Mein Herz ist bereit, Gott, mein Herz ist bereit, da\u00df ich singe und lobe.\n57:9 Wach auf, meine Ehre, wach auf, Psalter und Harfe! Fr\u00fche wille ich aufwachen.\n57:10 HERR, ich will dir danken unter den V\u00f6lkern, ich will dir lobsingen unter den Leuten.\n57:11 Denn deine G\u00fcte ist, soweit der Himmel ist, und deine Wahrheit, soweit die Wolken gehen.\n58:1 Ein g\u00fclden Kleinod Davids, vorzusingen, da\u00df er nicht umk\u00e4me.\n58:2 Seid ihr denn stumm, da\u00df ihr nicht reden wollt, was recht ist; und richten, was gleich ist, ihr Menschenkinder?\n58:3 Ja, mutwillig tut ihr unrecht im Lande und gehet stracks durch mit euren H\u00e4nden zu freveln.\n58:4 Die Gottlosen sind verkehrt von Mutterleibe an; die L\u00fcgner irren von Mutterleib an.\n58:5 Ihr W\u00fcten ist gleich wie das W\u00fcten einer Schlange, wie eine taube Otter, die ihr Ohr zustopft,\n58:6 da\u00df sie nicht h\u00f6re die Stimme des Zauberers, des Beschw\u00f6rers, der wohl beschw\u00f6ren kann.\n58:7 Gott, zerbrich ihre Z\u00e4hne in ihrem Maul; zersto\u00dfe, HERR, die Backenz\u00e4hne der jungen L\u00f6wen!\n58:8 Sie werden zergehen wie Wasser, das dahinfleu\u00dft. Sie zielen mit ihren Pfeilen, aber dieselben zerbrechen.\n58:9 Sie vergehen, wie eine Schnecke verschmachtet; wie eine unzeitige Geburt eines Weibes sehen sie die Sonne nicht.\n58:10 Ehe eure Dornen reif werden am Dornstrauche, wird sie ein Zorn so frisch wegrei\u00dfen.\n58:11 Der Gerechte wird sich freuen, wenn er solche Rache siehet, und wird seine F\u00fc\u00dfe baden in des Gottlosen Blut,\n59:1 Ein g\u00fclden Kleinod Davids, da\u00df er nicht umk\u00e4me, da Saul hinsandte und lie\u00df sein Haus bewahren, da\u00df er ihn t\u00f6tete.\n59:2 Errette mich, mein Gott, von meinen Feinden und sch\u00fctze mich vor denen, so sich wider mich setzen!\n59:3 Errette mich von den \u00dcbelt\u00e4tern und hilf mir von den Blutgierigen!\n59:4 Denn siehe, HERR, sie lauern auf meine Seele; die Starken sammeln sich wider mich ohne meine Schuld und Missetat.\n59:5 Sie laufen ohne meine Schuld und bereiten sich. Erwache und begegne mir und siehe drein!\n59:6 Du, HERR, Gott Zebaoth, Gott Israels, wache auf und suche heim alle Heiden; sei der keinem gn\u00e4dig, die so verwegene \u00dcbelt\u00e4ter sind! Sela.\n59:7 Des Abends la\u00df sie wiederum auch heulen wie die Hunde und in der Stadt umherlaufen.\n59:8 Siehe, sie plaudern miteinander; Schwerter sind in ihren Lippen: Wer sollt es h\u00f6ren?\n59:9 Aber du, HERR, wirst ihrer lachen und aller Heiden spotten.\n59:10 Vor ihrer Macht halt ich mich zu dir; denn Gott ist mein Schutz.\n59:11 Gott erzeigt mir reichlich seine G\u00fcte; Gott l\u00e4\u00dft mich meine Lust sehen an meinen Feinden.\n59:12 Erw\u00fcrge sie nicht, da\u00df es mein Volk nicht vergesse; zerstreue sie aber mit deiner Macht, HERR, unser Schild, und sto\u00dfe sie hinunter!\n59:13 Ihre Lehre ist eitel S\u00fcnde, und verharren in ihrer Hoffart und predigen eitel Fluchen und Widersprechen.\n59:14 Vertilge sie ohne alle Gnade! Vertilge sie, da\u00df sie nichts seien und inne werden, da\u00df Gott HERRSCher sei in Jakob, in aller Welt. Sela.\n59:15 Des Abends la\u00df sie wiederum auch heulen wie die Hunde und in der Stadt umherlaufen.\n59:16 La\u00df sie hin und herlaufen um Speise und murren, wenn sie nicht satt werden.\n59:17 Ich aber will von deiner Macht singen und des Morgens r\u00fchmen deine G\u00fcte; denn du bist mein Schutz und Zuflucht in meiner Not.\n60:1 Ein g\u00fclden Kleinod Davids, vorzusingen, von einem g\u00fcldenen Rosenspan zu lehren,\n60:2 da er gestritten hatte mit den Syrern zu Mesopotamien und mit den Syrern von Zoba; da Joab umkehrete und schlug der Edomiter im Salztal zw\u00f6lftausend.\n60:3 Gott, der du uns versto\u00dfen und zerstreuet hast und zornig warest, tr\u00f6ste uns wieder!\n60:4 Der du die Erde bewegt und zerrissen hast, heile ihre Br\u00fcche, die so zerschellet ist.\n60:5 Denn du hast deinem Volk ein Hartes erzeigt; du hast uns einen Trunk Weins gegeben, da\u00df wir taumelten.\n60:6 Du hast aber doch ein Zeichen gegeben denen, die dich f\u00fcrchten, welches sie aufwarfen und sie sicher machte. Sela.\n60:7 Auf da\u00df deine Lieben erledigt werden, so hilf nun mit deiner Rechten und erh\u00f6re uns!\n60:8 Gott redet in seinem Heiligtum, des bin ich froh, und will teilen Sichem und abmessen das Tal Suchoth.\n60:9 Gilead ist mein, mein ist Manasse, Ephraim ist die Macht meines Haupts, Juda ist mein F\u00fcrst,\n60:10 Moab ist mein Wascht\u00f6pfen, meinen Schuh strecke ich \u00fcber Edom, Philist\u00e4a jauchzet zu mir.\n60:11 Wer will mich f\u00fchren in eine feste Stadt? Wer geleitet mich bis nach Edom?\n60:12 Wirst du es nicht tun, Gott, der du uns verst\u00f6\u00dfest und zeuchst nicht aus, Gott, auf unser Heer?\n61:1 Ein Psalm Davids, vorzusingen auf einem Saitenspiel.\n61:2 H\u00f6re, Gott, mein Geschrei und merke auf mein Gebet!\n61:3 Hienieden auf Erden rufe ich zu dir, wenn mein Herz in Angst ist, du wollest mich f\u00fchren auf einen hohen Felsen.\n61:4 Denn du bist meine Zuversicht, ein starker Turm vor meinen Feinden.\n61:5 Ich will wohnen in deiner H\u00fctte ewiglich und trauen unter deinen Fittichen. Sela.\n61:6 Denn du, Gott, h\u00f6rest meine Gel\u00fcbde; du belohnest die wohl, die deinen Namen f\u00fcrchten.\n61:7 Du gibst einem K\u00f6nige langes Leben, da\u00df seine Jahre w\u00e4hren immer f\u00fcr und f\u00fcr,\n61:8 da\u00df er immer sitzen bleibet vor Gott. Erzeige ihm G\u00fcte und Treue, die ihn beh\u00fcten.\n62:1 Ein Psalm Davids f\u00fcr Jeduthun, vorzusingen.\n62:2 Meine Seele ist stille zu Gott, der mir hilft.\n62:3 Denn er ist mein Hort, meine Hilfe, mein Schutz, da\u00df mich kein Fall st\u00fcrzen wird, wie gro\u00df er ist.\n62:4 Wie lange stellet ihr alle einem nach, da\u00df ihr ihn erw\u00fcrget, als eine hangende Wand und zerrissene Mauer?\n62:5 Sie denken nur, wie sie ihn d\u00e4mpfen, flei\u00dfigen sich der L\u00fcge, geben gute Worte, aber im Herzen fluchen sie. Sela.\n62:6 Aber meine Seele harret nur auf Gott; denn er ist meine Hoffnung.\n62:7 Er ist mein Hort, meine Hilfe und mein Schutz, da\u00df ich nicht fallen werde.\n62:8 Bei Gott ist mein Heil, meine Ehre, der Fels meiner St\u00e4rke; meine Zuversicht ist auf Gott.\n62:9 Hoffet auf ihn allezeit, lieben Leute, sch\u00fcttet euer Herz vor ihm aus! Gott ist unsere Zuversicht. Sela.\n62:10 Aber Menschen sind doch ja nichts, gro\u00dfe Leute fehlen auch; sie w\u00e4gen weniger denn nichts, soviel ihrer ist.\n62:11 Verlasset euch nicht auf Unrecht und Frevel; haltet euch nicht zu solchem, das nichts ist. F\u00e4llt euch Reichtum zu, so h\u00e4nget das Herz nicht dran.\n62:12 Gott hat ein Wort geredet, das habe ich etlichemal geh\u00f6ret, da\u00df Gott allein m\u00e4chtig ist.\n63:1 Ein Psalm Davids, da er war in der W\u00fcste.\n63:2 Gott, du bist mein Gott; fr\u00fche wache ich zu dir. Es d\u00fcrstet meine Seele nach dir, mein Fleisch verlanget nach dir, in einem trockenen und d\u00fcrren Lande, da kein Wasser ist.\n63:3 Daselbst sehe ich nach dir in deinem Heiligtum, wollte gerne schauen deine Macht und Ehre.\n63:4 Denn deine G\u00fcte ist besser denn Leben. Meine Lippen preisen dich.\n63:5 Daselbst wollte ich dich gerne loben mein Leben lang und meine H\u00e4nde in deinem Namen aufheben.\n63:6 Das w\u00e4re meines Herzens Freude und Wonne, wenn ich dich mit fr\u00f6hlichem Munde loben sollte.\n63:7 Wenn ich mich zu Bette lege, so denke ich an dich; wenn ich erwache, so rede ich von dir.\n63:8 Denn du bist mein Helfer, und unter dem Schatten deiner Fl\u00fcgel r\u00fchme ich.\n63:9 Meine Seele hanget dir an; deine rechte Hand erh\u00e4lt mich.\n63:10 Sie aber stehen nach meiner Seele, mich zu \u00fcberfallen; sie werden unter die Erde hinunterfahren.\n63:11 Sie werden ins Schwert fallen und den F\u00fcchsen zuteil werden.\n64:1 Ein Psalm Davids, vorzusingen.\n64:2 H\u00f6re, Gott, meine Stimme in meiner Klage; beh\u00fcte mein Leben vor dem grausamen Feinde!\n64:3 Verbirg mich vor der Sammlung der B\u00f6sen, vor dem Haufen der \u00dcbelt\u00e4ter,\n64:4 welche ihre Zunge sch\u00e4rfen wie ein Schwert, die mit ihren giftigen Worten zielen wie mit Pfeilen,\n64:5 da\u00df sie heimlich schie\u00dfen den Frommen; pl\u00f6tzlich schie\u00dfen sie auf ihn ohne alle Scheu.\n64:6 Sie sind k\u00fchn mit ihren b\u00f6sen Anschl\u00e4gen und sagen, wie sie Stricke legen wollen, und sprechen: Wer kann sie sehen?\n64:7 Sie erdichten Schalkheit und halten's heimlich, sind verschlagen und haben geschwinde R\u00e4nke.\n64:8 Aber Gott wird sie pl\u00f6tzlich schie\u00dfen, da\u00df ihnen wehe tun wird.\n64:9 Ihre eigene Zunge wird sie f\u00e4llen, da\u00df ihrer spotten wird, wer sie siehet.\n64:10 Und alle Menschen, die es sehen, werden sagen: Das hat Gott getan, und merken, da\u00df es sein Werk sei.\n65:1 Ein Psalm Davids, zum Lied vorzusingen.\n65:2 Gott, man lobet dich in der Stille zu Zion und dir bezahlt man Gel\u00fcbde.\n65:3 Du erh\u00f6rest Gebet, darum kommt alles Fleisch zu dir.\n65:4 Unsere Missetat dr\u00fccket uns hart; du wollest unsere S\u00fcnde vergeben.\n65:5 Wohl dem, den du erw\u00e4hlest und zu dir l\u00e4ssest, da\u00df er wohne in deinen H\u00f6fen! Der hat reichen Trost von deinem Hause, deinem heiligen Tempel.\n65:6 Erh\u00f6re uns nach der wunderlichen Gerechtigkeit, Gott, unser Heil, der du bist Zuversicht aller auf Erden und ferne am Meer;\n65:7 der die Berge fest setzt in seiner Kraft und ger\u00fcstet ist mit Macht;\n65:8 der du stillest das Brausen des Meers, das Brausen seiner Wellen, und das Toben der V\u00f6lker,\n65:9 da\u00df sich entsetzen, die an denselben Enden wohnen, vor deinen Zeichen. Du machst fr\u00f6hlich, was da webet, beide des Morgens und Abends.\n65:10 Du suchest das Land heim und w\u00e4sserst es und machest es sehr reich. Gottes Br\u00fcnnlein hat Wassers die F\u00fclle. Du l\u00e4ssest ihr Getreide wohlgeraten, denn also bauest du das Land.\n65:11 Du tr\u00e4nkest seine Furchen und feuchtest sein Gepfl\u00fcgtes; mit Regen machst du es weich und segnest sein Gew\u00e4chs.\n65:12 Du kr\u00f6nest das Jahr mit deinem Gut und deine Fu\u00dftapfen triefen von Fett.\n65:13 Die Wohnungen in der W\u00fcste sind auch fett, da\u00df sie triefen, und die H\u00fcgel sind umher lustig.\n66:1 Ein Psalmlied, vorzusingen. Jauchzet Gott, alle Lande!\n66:2 Lobsinget zu Ehren seinem Namen; r\u00fchmet ihn herrlich!\n66:3 Sprechet zu Gott: Wie wunderlich sind deine Werke! Es wird deinen Feinden fehlen vor deiner gro\u00dfen Macht.\n66:4 Alles Land bete dich an und lobsinge dir, lobsinge deinem Namen. Sela.\n66:5 Kommt her und sehet an die Werke Gottes, der so wunderlich ist mit seinem Tun unter den Menschenkindern.\n66:6 Er verwandelt das Meer ins Trockne, da\u00df man zu Fu\u00df \u00fcber das Wasser gehet; des freuen wir uns in ihm.\n66:7 Er herrschet mit seiner Gewalt ewiglich; seine Augen schauen auf die V\u00f6lker. Die Abtr\u00fcnnigen werden sich nicht erh\u00f6hen k\u00f6nnen. Sela.\n66:8 Lobet, ihr V\u00f6lker, unsern Gott; lasset seinen Ruhm weit erschallen,\n66:9 der unsere Seelen im Leben beh\u00e4lt und l\u00e4\u00dft unsere F\u00fc\u00dfe nicht gleiten.\n66:10 Denn, Gott, du hast uns versucht und gel\u00e4utert, wie das Silber gel\u00e4utert wird.\n66:11 Du hast uns lassen in den Turm werfen; du hast auf unsere Lenden eine Last gelegt;\n66:12 du hast Menschen lassen \u00fcber unser Haupt fahren; wir sind in Feuer und Wasser kommen; aber du hast uns ausgef\u00fchrt und erquicket.\n66:13 Darum will ich mit Brandopfern gehen in dein Haus und dir meine Gel\u00fcbde bezahlen,\n66:14 wie ich meine Lippen habe aufgetan und mein Mund geredet hat in meiner Not.\n66:15 Ich will dir feiste Brandopfer tun von gebrannten Widdern; ich will opfern Rinder mit B\u00f6cken. Sela.\n66:16 Kommt her, h\u00f6ret zu, alle, die ihr Gott f\u00fcrchtet; ich will erz\u00e4hlen, was er an meiner Seele getan hat.\n66:17 Zu ihm rief ich mit meinem Munde und preisete ihn mit meiner Zunge.\n66:18 Wo ich Unrechts vorh\u00e4tte in meinem Herzen, so w\u00fcrde der HERR nicht h\u00f6ren.\n66:19 Darum erh\u00f6ret mich Gott und merket auf mein Flehen.\n66:20 Gelobt sei Gott, der mein Gebet nicht verwirft noch seine G\u00fcte von mir wendet.\n67:1 Ein Psalmlied, vorzusingen auf Saitenspielen.\n67:2 Gott sei uns gn\u00e4dig und segne uns; er lasse uns sein Antlitz leuchten, Sela,\n67:3 da\u00df wir auf Erden erkennen seinen Weg, unter allen Heiden sein Heil.\n67:4 Es danken dir; Gott, die V\u00f6lker; es danken dir alle V\u00f6lker.\n67:5 Die V\u00f6lker freuen sich und jauchzen, da\u00df du die Leute recht richtest und regierest die Leute auf Erden. Sela.\n67:6 Es danken dir, Gott, die V\u00f6lker; es danken dir alle V\u00f6lker.\n67:7 Das Land gibt sein Gew\u00e4chs. Es segne uns Gott, unser Gott!\n68:1 Ein Psalmlied Davids, vorzusingen.\n68:2 Es stehe Gott auf, da\u00df seine Feinde zerstreuet werden, und die ihn hassen, vor ihm fliehen.\n68:3 Vertreibe sie, wie der Rauch vertrieben wird; wie das Wachs zerschmilzt vom Feuer, so m\u00fcssen umkommen die Gottlosen vor Gott.\n68:4 Die Gerechten aber m\u00fcssen sich freuen und fr\u00f6hlich sein vor Gott und von Herzen sich freuen.\n68:5 Singet Gott, lobsinget seinem Namen! Machet Bahn dem, der da sanft herf\u00e4hrt! Er hei\u00dft HERR; und freuet euch vor ihm,\n68:6 der ein Vater ist der Waisen und ein Richter der Witwen. Er ist Gott in seiner heiligen Wohnung,\n68:7 ein Gott, der den Einsamen das Haus voll Kinder gibt, der die Gefangenen ausf\u00fchret zu rechter Zeit und l\u00e4\u00dft die Abtr\u00fcnnigen bleiben in der D\u00fcrre.\n68:8 Gott, da du vor deinem Volk herzogest, da du einhergingest in der W\u00fcste, Sela,\n68:9 da bebete die Erde, und die Himmel troffen vor diesem Gott in Sinai, vor dem Gott, der Israels Gott ist.\n68:10 Nun aber gibst du, Gott, einen gn\u00e4digen Regen, und dein Erbe, das d\u00fcrre ist, erquickest du,\n68:11 da\u00df deine Tiere drinnen wohnen k\u00f6nnen. Gott, du labest die Elenden mit deinen G\u00fctern.\n68:12 Der HERR gibt das Wort mit gro\u00dfen Scharen Evangelisten.\n68:13 Die K\u00f6nige der Heerscharen sind untereinander Freunde, und die Hausehre teilet den Raub aus.\n68:14 Wenn ihr zu Felde lieget, so gl\u00e4nzet es als der Tauben Fl\u00fcgel, die wie Silber und Gold schimmern.\n68:15 Wenn der Allm\u00e4chtige hin und wieder unter ihnen K\u00f6nige setzet, so wird es helle, wo es dunkel ist.\n68:16 Der Berg Gottes ist ein fruchtbarer Berg, ein gro\u00df und fruchtbar Gebirge.\n68:17 Was h\u00fcpfet ihr gro\u00dfen Gebirge? Gott hat Lust, auf diesem Berge zu wohnen, und der HERR bleibt auch immer daselbst.\n68:18 Der Wagen Gottes ist viel tausendmal tausend; der HERR ist unter ihnen im heiligen Sinai.\n68:19 Du bist in die H\u00f6he gefahren und hast das Gef\u00e4ngnis gefangen; du hast Gaben empfangen f\u00fcr die Menschen, auch die Abtr\u00fcnnigen, da\u00df Gott der HERR dennoch daselbst bleiben wird.\n68:20 Gelobet sei der HERR t\u00e4glich! Gott legt uns eine Last auf, aber er hilft uns auch. Sela.\n68:21 Wir haben einen Gott, der da hilft, und den HERRN HERRN, der vom Tode errettet.\n68:22 Aber Gott wird den Kopf seiner Feinde zerschmei\u00dfen samt ihrem Haarsch\u00e4del, die da fortfahren in ihrer S\u00fcnde.\n68:23 Doch spricht der HERR: Ich will unter den Fetten etliche holen; aus der Tiefe des Meers will ich etliche holen.\n68:24 Darum wird dein Fu\u00df in der Feinde Blut gef\u00e4rbet werden, und deine Hunde werden es lecken.\n68:25 Man siehet, Gott, wie du einherzeuchst, wie du, mein Gott und K\u00f6nig, einherzeuchst im Heiligtum.\n68:26 Die S\u00e4nger gehen vorher, danach die Spielleute unter den M\u00e4gden, die da pauken.\n68:27 Lobet Gott den HERRN in den Versammlungen f\u00fcr den Brunn Israels.\n68:28 Da herrschet unter ihnen der kleine Benjamin, die F\u00fcrsten Judas mit ihren Haufen, die F\u00fcrsten Sebulons, die F\u00fcrsten Naphthalis.\n68:29 Dein Gott hat dein Reich aufgerichtet. Dasselbe wollest du, Gott, uns st\u00e4rken; denn es ist dein Werk.\n68:30 Um deines Tempels willen zu Jerusalem werden dir die K\u00f6nige Geschenke zuf\u00fchren.\n68:31 Schilt das Tier im Rohr, die Rotte der Ochsen unter ihren K\u00e4lbern, die da zertreten um Geldes willen. Er zerstreuet die V\u00f6lker, die da gerne kriegen.\n68:32 Die F\u00fcrsten aus \u00c4gypten werden kommen, Mohrenland wird seine H\u00e4nde ausstrecken zu Gott.\n68:33 Ihr K\u00f6nigreiche auf Erden, singet Gott, lobsinget dem HERRN, Sela,\n68:34 dem, der da f\u00e4hrt im Himmel allenthalben von Anbeginn. Siehe, er wird seinem Donner Kraft geben.\n68:35 Gebt Gott die Macht! Seine HERRLIchkeit ist in Israel und seine Macht in den Wolken.\n69:1 Ein Psalm Davids von den Rosen, vorzusingen.\n69:2 Gott, hilf mir; denn das Wasser gehet mir bis an die Seele.\n69:3 Ich versinke in tiefem Schlamm, da kein Grund ist; ich bin im tiefen Wasser, und die Flut will mich ers\u00e4ufen.\n69:4 Ich habe mich m\u00fcde geschrieen, mein Hals ist heisch; das Gesicht vergehet mir, da\u00df ich so lange mu\u00df harren auf meinen Gott.\n69:5 Die mich ohne Ursache hassen, der ist mehr, denn ich Haare auf dem Haupt habe. Die mir unbillig feind sind und mich verderben, sind m\u00e4chtig. Ich mu\u00df bezahlen, das ich nicht geraubt habe.\n69:6 Gott, du wei\u00dfest meine Torheit, und meine Schulden sind dir nicht verborgen.\n69:7 La\u00df nicht zuschanden werden an mir, die dein harren, HERR, HERR Zebaoth! La\u00df nicht schamrot werden an mir, die dich suchen, Gott Israels!\n69:8 Denn um deinetwillen trage ich Schmach, mein Angesicht ist voller Schande.\n69:9 Ich bin fremd worden meinen Br\u00fcdern und unbekannt meiner Mutter Kindern.\n69:10 Denn ich eifere mich schier zu Tod um dein Haus; und die Schmach derer, die dich schm\u00e4hen, fallen auf mich.\n69:11 Und ich weine und faste bitterlich; und man spottet mein dazu.\n69:12 Ich hab einen Sack angezogen; aber sie treiben das Gesp\u00f6tt draus.\n69:13 Die im Tor sitzen, waschen von mir, und in den Zechen singet man von mir.\n69:14 Ich aber bete, HERR, zu dir zur angenehmen Zeit. Gott, durch deine gro\u00dfe G\u00fcte, erh\u00f6re mich mit deiner treuen Hilfe!\n69:15 Errette mich aus dem Kot, da\u00df ich nicht versinke, da\u00df ich errettet werde von meinen Hassern und aus dem tiefen Wasser,\n69:16 da\u00df mich die Wasserflut nicht ers\u00e4ufe und die Tiefe nicht verschlinge und das Loch der Grube nicht \u00fcber mir zusammengehe.\n69:17 Erh\u00f6re mich, HERR, denn deine G\u00fcte ist tr\u00f6stlich; wende dich zu mir nach deiner gro\u00dfen Barmherzigkeit\n69:18 und verbirg dein Angesicht nicht vor deinem Knechte; denn mir ist angst; erh\u00f6re mich eilend!\n69:19 Mache dich zu meiner Seele und erl\u00f6se sie; erl\u00f6se mich um meiner Feinde willen!\n69:20 Du wei\u00dfest meine Schmach, Schande und Scham; meine Widersacher sind alle vor dir.\n69:21 Die Schmach bricht mir mein Herz und kr\u00e4nket mich. Ich warte, ob es jemand jammerte, aber da ist niemand; und auf Tr\u00f6ster, aber ich finde keine.\n69:22 Und sie geben mir Galle zu essen und Essig zu trinken in meinem gro\u00dfen Durst.\n69:23 Ihr Tisch m\u00fcsse vor ihnen zum Strick werden, zur Vergeltung und zu einer Falle!\n69:24 Ihre Augen m\u00fcssen finster werden, da\u00df sie nicht sehen; und ihre Lenden la\u00df immer wanken!\n69:25 Geu\u00df deine Ungnade auf sie, und dein grimmiger Zorn ergreife sie!\n69:26 Ihre Wohnung m\u00fcsse w\u00fcste werden, und sei niemand, der in ihren H\u00fctten wohne!\n69:27 Denn sie verfolgen, den du geschlagen hast, und r\u00fchmen, da\u00df du die Deinen \u00fcbel schlagest.\n69:28 La\u00df sie in eine S\u00fcnde \u00fcber die andere fallen, da\u00df sie nicht kommen zu deiner Gerechtigkeit.\n69:29 Tilge sie aus dem Buch der Lebendigen, da\u00df sie mit den Gerechten nicht angeschrieben werden.\n69:30 Ich aber bin elend, und mir ist wehe. Gott, deine Hilfe sch\u00fctze mich!\n69:31 Ich will den Namen Gottes loben mit einem Liede und will ihn hoch ehren mit Dank.\n69:32 Das wird dem HERRN ba\u00df gefallen denn ein Farr, der H\u00f6rner und Klauen hat.\n69:33 Die Elenden sehen und freuen sich; und die Gott suchen, denen wird das Herz leben.\n69:34 Denn der HERR h\u00f6ret die Armen und verachtet seine Gefangenen nicht.\n69:35 Es lobe ihn Himmel, Erde und Meer und alles, was sich drinnen reget.\n69:36 Denn Gott wird Zion helfen und die St\u00e4dte Judas bauen, da\u00df man daselbst wohne und sie besitze.\n70:1 Ein Psalm Davids, vorzusingen zum Ged\u00e4chtnis.\n70:2 Eile, Gott, mich zu erretten, HERR, mir zu helfen!\n70:3 Es m\u00fcssen sich sch\u00e4men und zuschanden werden, die nach meiner Seele stehen; sie m\u00fcssen zur\u00fcckkehren und geh\u00f6hnet werden, die mir \u00fcbels w\u00fcnschen,\n70:4 da\u00df sie m\u00fcssen wiederum zu Schanden werden, die da \u00fcber mich schreien: Da, da!\n70:5 Freuen und fr\u00f6hlich m\u00fcssen sein an dir, die nach dir fragen; und die dein Heil lieben, immer sagen: Hochgelobt sei Gott!\n71:1 HERR, ich traue auf dich; la\u00df mich nimmermehr zuschanden werden!\n71:2 Errette mich durch deine Gerechtigkeit und hilf mir aus; neige deine Ohren zu mir und hilf mir!\n71:3 Sei mir ein starker Hort, dahin ich immer fliehen m\u00f6ge, der du zugesagt hast, mir zu helfen; denn du bist mein Fels und meine Burg.\n71:4 Mein Gott, hilf mir aus der Hand des Gottlosen, aus der Hand des Ungerechten und Tyrannen.\n71:5 Denn du bist meine Zuversicht, HERR HERR, meine Hoffnung von meiner Jugend an.\n71:6 Auf dich habe ich mich verlassen von Mutterleibe an; du hast mich aus meiner Mutter Leibe gezogen. Mein Ruhm ist immer von dir.\n71:7 Ich bin vor vielen wie ein Wunder; aber du bist meine starke Zuversicht.\n71:8 La\u00df meinen Mund deines Ruhmes und deines Preises voll sein t\u00e4glich.\n71:9 Verwirf mich nicht in meinem Alter; verla\u00df mich nicht, wenn ich schwach werde.\n71:10 Denn meine Feinde reden wider mich, und die auf meine Seele halten, beraten sich miteinander\n71:11 und sprechen: Gott hat ihn verlassen; jaget nach und ergreifet ihn, denn da ist kein Erretter!\n71:12 Gott, sei nicht ferne von mir; mein Gott, eile mir zu helfen!\n71:13 Sch\u00e4men m\u00fcssen sich und umkommen, die meiner Seele wider sind; mit Schande und Hohn m\u00fcssen sie \u00fcbersch\u00fcttet werden, die mein Ungl\u00fcck suchen.\n71:14 Ich aber will immer harren und will immer deines Ruhmes mehr machen.\n71:15 Mein Mund soll verk\u00fcndigen deine Gerechtigkeit, t\u00e4glich dein Heil, die ich nicht alle z\u00e4hlen kann.\n71:16 Ich gehe einher in der Kraft des HERRN HERRN; ich preise deine Gerechtigkeit allein.\n71:17 Gott, du hast mich von Jugend auf gelehret; darum verk\u00fcndige ich deine Wunder.\n71:18 Auch verla\u00df mich nicht, Gott, im Alter, wenn ich grau werde, bis ich deinen Arm verk\u00fcndige Kindeskindern und deine Kraft allen, die noch kommen sollen.\n71:19 Gott, deine Gerechtigkeit ist hoch, der du gro\u00dfe Dinge tust. Gott, wer ist dir gleich?\n71:20 Denn du l\u00e4ssest mich erfahren viel und gro\u00dfe Angst und machst mich wieder lebendig und holest mich wieder aus der Tiefe der Erde herauf.\n71:21 Du machst mich sehr gro\u00df und tr\u00f6stest mich wieder.\n71:22 So danke ich auch dir mit Psalterspiel f\u00fcr deine Treue, mein Gott; ich lobsinge dir auf der Harfe, du Heiliger in Israel.\n71:23 Meine Lippen und meine Seele, die du erl\u00f6set hast, sind fr\u00f6hlich und lobsingen dir.\n71:24 Auch dichtet meine Zunge t\u00e4glich von deiner Gerechtigkeit. Denn sch\u00e4men m\u00fcssen sich und zuschanden werden, die mein Ungl\u00fcck suchen.\n72:1 Des Salomo. Gott, gib dein Gericht dem K\u00f6nige und deine Gerechtigkeit des K\u00f6nigs Sohne,\n72:2 da\u00df er dein Volk bringe zur Gerechtigkeit und deine Elenden rette.\n72:3 La\u00df die Berge den Frieden bringen unter das Volk und die H\u00fcgel die Gerechtigkeit.\n72:4 Er wird das elende Volk bei Recht erhalten und den Armen helfen und die L\u00e4sterer zerschmei\u00dfen.\n72:5 Man wird dich f\u00fcrchten, solange die Sonne und der Mond w\u00e4hret, von Kind zu Kindeskindern.\n72:6 Er wird herabfahren, wie der Regen auf das Fell, wie die Tropfen, die das Land feuchten.\n72:7 Zu seinen Zeiten wird bl\u00fchen der Gerechte und gro\u00dfer Friede, bis da\u00df der Mond nimmer sei.\n72:8 Er wird herrschen von einem Meer bis ans andere und von dem Wasser an bis zur Welt Ende.\n72:9 Vor ihm werden sich neigen die in der W\u00fcste; und seine Feinde werden Staub lecken.\n72:10 Die K\u00f6nige am Meer und in den Inseln werden Geschenke bringen; die K\u00f6nige aus Reicharabien und Seba werden Gaben zuf\u00fchren.\n72:11 Alle K\u00f6nige werden ihn anbeten, alle Heiden werden ihm dienen.\n72:12 Denn er wird den Armen erretten, der da schreiet, und den Elenden, der keinen Helfer hat.\n72:13 Er wird gn\u00e4dig sein den Geringen und Armen, und den Seelen der Armen wird er helfen.\n72:14 Er wird ihre Seele aus dem Trug und Frevel erl\u00f6sen, und ihr Blut wird teuer geachtet werden vor ihm.\n72:15 Er wird leben, und man wird ihm vom Gold aus Reicharabien geben. Und man wird immerdar vor ihm beten, t\u00e4glich wird man ihn loben.\n72:16 Auf Erden, oben auf den Bergen, wird das Getreide dick stehen; seine Frucht wird beben wie Libanon und wird gr\u00fcnen in den St\u00e4dten wie Gras auf Erden.\n72:17 Sein Name wird ewiglich bleiben; solange die Sonne w\u00e4hret, wird sein Name auf die Nachkommen reichen, und werden durch denselben gesegnet sein; alle Heiden werden ihn preisen.\n72:18 Gelobet sei Gott der HERR, der Gott Israels, der alleine Wunder tut;\n72:19 und gelobet sei sein herrlicher Name ewiglich; und alle Lande m\u00fcssen seiner Ehre voll werden! Amen, Amen.\n72:20 Ein Ende haben die Gebete Davids, des Sohns Isais.\n73:1 Ein Psalm Assaphs. Israel hat dennoch Gott zum Trost, wer nur reines Herzens ist.\n73:2 Ich aber h\u00e4tte schier gestrauchelt mit meinen F\u00fc\u00dfen, mein Tritt h\u00e4tte beinahe geglitten.\n73:3 Denn es verdro\u00df mich auf die Ruhmredigen, da ich sah, da\u00df es den Gottlosen so wohl ging.\n73:4 Denn sie sind in keiner Fahr des Todes, sondern stehen fest wie ein Palast.\n73:5 Sie sind nicht in Ungl\u00fcck wie andere Leute und werden nicht wie andere Menschen geplagt.\n73:6 Darum mu\u00df ihr Trotzen k\u00f6stlich Ding sein, und ihr Frevel mu\u00df wohlgetan hei\u00dfen.\n73:7 Ihre Person br\u00fcstet sich wie ein fetter Wanst; sie tun, was sie nur gedenken.\n73:8 Sie vernichten alles und reden \u00fcbel davon, und reden und l\u00e4stern hoch her.\n73:9 Was sie reden, das mu\u00df vom Himmel herab geredet sein; was sie sagen, das mu\u00df gelten auf Erden.\n73:10 Darum f\u00e4llt ihnen ihr P\u00f6bel zu und laufen ihnen zu mit Haufen wie Wasser\n73:11 und sprechen: Was sollte Gott nach jenen fragen? Was sollte der H\u00f6chste ihrer achten?\n73:12 Siehe, das sind die Gottlosen; die sind gl\u00fcckselig in der Welt und werden reich.\n73:13 Soll's denn umsonst sein, da\u00df mein Herz unstr\u00e4flich lebt und ich meine H\u00e4nde in Unschuld wasche\n73:14 und bin geplagt t\u00e4glich, und meine Strafe ist alle Morgen da?\n73:15 Ich h\u00e4tte auch schier so gesagt wie sie; aber siehe, damit h\u00e4tte ich verdammt alle deine Kinder, die je gewesen sind.\n73:16 Ich gedacht ihm nach, da\u00df ich's begreifen m\u00f6chte; aber es war mir zu schwer\n73:17 bis da\u00df ich ging in das Heiligtum Gottes und merkte auf ihr Ende.\n73:18 Aber du setzest sie aufs Schl\u00fcpfrige und st\u00fcrzest sie zu Boden.\n73:19 Wie werden sie so pl\u00f6tzlich zunichte! Sie gehen unter und nehmen ein Ende mit Schrecken.\n73:20 Wie ein Traum, wenn einer erwachet, so machst du, HERR, ihr Bild in der Stadt verschm\u00e4het.\n73:21 Aber es tut mir wehe im Herzen und sticht mich in meinen Nieren,\n73:22 da\u00df ich mu\u00df ein Narr sein und nichts wissen und mu\u00df wie ein Tier sein vor dir.\n73:23 Dennoch bleibe ich stets an dir; denn du h\u00e4ltst mich bei meiner rechten Hand,\n73:24 du leitest mich nach deinem Rat und nimmst mich endlich mit Ehren an.\n73:25 Wenn ich nur dich habe, so frage ich nichts nach Himmel und Erde.\n73:26 Wenn mir gleich Leib und Seele verschmachtet, so bist du doch, Gott, allezeit meines Herzens Trost und mein Teil.\n73:27 Denn, siehe, die von dir weichen, werden umkommen; du bringest um alle, die wider dich huren.\n73:28 Aber das ist meine Freude, da\u00df ich mich zu Gott halte und meine Zuversicht setze auf den HERRN HERRN, da\u00df ich verk\u00fcndige all dein Tun.\n74:1 Eine Unterweisung Assaphs. Gott, warum verst\u00f6\u00dfest du uns so gar und bist so grimmig zornig \u00fcber die Schafe deiner Weide?\n74:2 Gedenk an deine Gemeine, die du vor alters erworben und dir zum Erbteil erl\u00f6set hast, an den Berg Zion, da du auf wohnest.\n74:3 Tritt auf sie mit F\u00fc\u00dfen und sto\u00dfe sie gar zu Boden. Der Feind hat alles verderbet im Heiligtum.\n74:4 Deine Widerw\u00e4rtigen br\u00fcllen in deinen H\u00e4usern und setzen ihre G\u00f6tzen drein.\n74:5 Man siehet die \u00c4xte oben her blicken, wie man in einen Wald hauet,\n74:6 und zerhauen alle seine Tafelwerke mit Beil und Barten.\n74:7 Sie verbrennen dein Heiligtum, sie entweihen die Wohnung deines Namens zu Boden.\n74:8 Sie sprechen in ihrem Herzen: La\u00dft uns sie pl\u00fcndern! Sie verbrennen alle H\u00e4user Gottes im Lande.\n74:9 Unsere Zeichen sehen wir nicht, und kein Prophet predigt mehr, und kein Lehrer lehret uns mehr.\n74:10 Ach, Gott, wie lange soll der Widerw\u00e4rtige schm\u00e4hen und der Feind deinen Namen so gar verl\u00e4stern?\n74:11 Warum wendest du deine Hand ab und deine Rechte von deinem Scho\u00df so gar?\n74:12 Aber Gott ist mein K\u00f6nig von alters her, der alle Hilfe tut, so auf Erden geschieht.\n74:13 Du zertrennest das Meer durch deine Kraft und zerbrichst die K\u00f6pfe der Drachen im Wasser.\n74:14 Du zerschl\u00e4gst die K\u00f6pfe der Walfische und gibst sie zur Speise dem Volk in der Ein\u00f6de.\n74:15 Du l\u00e4ssest quellen Brunnen und B\u00e4che; du l\u00e4ssest versiegen starke Str\u00f6me.\n74:16 Tag und Nacht ist dein; du machest, da\u00df beide Sonn und Gestirn ihren gewissen Lauf haben.\n74:17 Du setzest einem jeglichen Lande seine Grenze; Sommer und Winter machest du.\n74:18 So gedenke doch des, da\u00df der Feind den HERRN schm\u00e4het, und ein t\u00f6richt Volk l\u00e4stert deinen Namen.\n74:19 Du wollest nicht dem Tier geben die Seele deiner Turteltaube und deiner elenden Tiere nicht so gar vergessen.\n74:20 Gedenk an den Bund; denn das Land ist allenthalben j\u00e4mmerlich verheeret, und die H\u00e4user sind zerrissen.\n74:21 La\u00df den Geringen nicht mit Schanden davongehen, denn die Armen und Elenden r\u00fchmen deinen Namen.\n74:22 Mache dich auf, Gott, und f\u00fchre aus deine Sache; gedenk an die Schmach, die dir t\u00e4glich von den Toren widerf\u00e4hret.\n74:23 Vergi\u00df nicht des Geschreies deiner Feinde; das Toben deiner Widerw\u00e4rtigen wird je l\u00e4nger je gr\u00f6\u00dfer.\n75:1 Ein Psalm und Lied Assaphs, da\u00df er nicht umk\u00e4me, vorzusingen.\n75:2 Wir danken dir, Gott, wir danken dir und verk\u00fcndigen deine Wunder, da\u00df dein Name so nahe ist.\n75:3 Denn zu seiner Zeit so werde ich recht richten.\n75:4 Das Land zittert und alle, die drinnen wohnen; aber ich halte seine S\u00e4ulen fest. Sela.\n75:5 Ich sprach zu den Ruhmredigen: R\u00fchmet nicht so! und zu den Gottlosen: Pochet nicht auf Gewalt!\n75:6 Pochet nicht so hoch auf eure Gewalt, redet nicht halsstarrig,\n75:7 es habe keine Not, weder von Aufgang noch von Niedergang, noch von dem Gebirge in der W\u00fcste.\n75:8 Denn Gott ist Richter, der diesen niedriget und jenen erh\u00f6het.\n75:9 Denn der HERR hat einen Becher in der Hand und mit starkem Wein voll eingeschenkt und schenkt aus demselben; aber die Gottlosen m\u00fcssen alle trinken und die Hefen aussaufen.\n75:10 Ich aber will verk\u00fcndigen ewiglich und lobsingen dem Gott Jakobs.\n76:1 Ein Psalmlied Assaphs, auf Saitenspiel vorzusingen.\n76:2 Gott ist in Juda bekannt, in Israel ist sein Name herrlich.\n76:3 Zu Salem ist sein Gezelt und seine Wohnung zu Zion.\n76:4 Daselbst zerbricht er die Pfeile des Bogens, Schild, Schwert und Streit. Sela.\n76:5 Du bist herrlicher und m\u00e4chtiger denn die Raubeberge.\n76:6 Die Stolzen m\u00fcssen beraubet werden und entschlafen, und alle Krieger m\u00fcssen die H\u00e4nde lassen sinken.\n76:7 Von deinem Schelten, Gott Jakobs, sinkt in Schlaf beide Ro\u00df und Wagen.\n76:8 Du bist erschrecklich. Wer kann vor dir stehen, wenn du z\u00fcrnest?\n76:9 Wenn du das Urteil l\u00e4ssest h\u00f6ren vom Himmel, so erschrickt das Erdreich und wird still,\n76:10 wenn Gott sich aufmacht, zu richten, da\u00df er helfe allen Elenden auf Erden. Sela.\n76:11 Wenn Menschen wider dich w\u00fcten, so legest du Ehre ein; und wenn sie noch mehr w\u00fcten, bist du auch noch ger\u00fcstet.\n76:12 Gelobet und haltet dem HERRN eurem Gott, alle, die ihr um ihn her seid; bringet Geschenke dem Schrecklichen,\n77:1 Ein Psalm Assaphs f\u00fcr Jeduthun, vorzusingen.\n77:2 Ich schreie mit meiner Stimme zu Gott; zu Gott schreie ich, und er erh\u00f6ret mich.\n77:3 In der Zeit meiner Not suche ich den HERRN; meine Hand ist des Nachts ausgereckt und l\u00e4\u00dft nicht ab; denn meine Seele will sich nicht tr\u00f6sten lassen.\n77:4 Wenn ich betr\u00fcbt bin, so denke ich an Gott; wenn mein Herz in \u00c4ngsten ist; so rede ich. Sela.\n77:5 Meine Augen h\u00e4ltst du, da\u00df sie wachen; ich bin so ohnm\u00e4chtig, da\u00df ich nicht reden kann.\n77:6 Ich denke der alten Zeit, der vorigen Jahre.\n77:7 Ich denke des Nachts an mein Saitenspiel und rede mit meinem Herzen; mein Geist mu\u00df forschen.\n77:8 Wird denn der HERR ewiglich versto\u00dfen und keine Gnade mehr erzeigen?\n77:9 Ist's denn ganz und gar aus mit seiner G\u00fcte? und hat die Verhei\u00dfung ein Ende?\n77:10 Hat denn Gott vergessen, gn\u00e4dig zu sein, und seine Barmherzigkeit vor Zorn verschlossen? Sela.\n77:11 Aber doch sprach ich: Ich mu\u00df das leiden; die rechte Hand des H\u00f6chsten kann alles \u00e4ndern.\n77:12 Darum gedenk ich an die Taten des HERRN; ja, ich gedenke an deine vorigen Wunder\n77:13 und rede von allen deinen Werken und sage von deinem Tun.\n77:14 Gott dein Weg ist heilig. Wo ist so ein m\u00e4chtiger Gott, als du, Gott, bist?\n77:15 Du bist der Gott, der Wunder tut; du hast deine Macht beweiset unter den V\u00f6lkern.\n77:16 Du hast dein Volk erl\u00f6set gewaltiglich, die Kinder Jakobs und Josephs. Sela.\n77:17 Die Wasser sahen dich, Gott; die Wasser sahen dich und \u00e4ngsteten sich, und die Tiefen tobeten.\n77:18 Die dicken Wolken gossen Wasser; die Wolken donnerten, und die Strahlen f\u00fchren daher.\n77:19 Es donnerte im Himmel; deine Blitze leuchteten auf dem Erdboden; das Erdreich regte sich und bebete davon.\n77:20 Dein Weg war im Meer und dein Pfad in gro\u00dfen Wassern, und man sp\u00fcrete doch deinen Fu\u00df nicht.\n78:1 Eine Unterweisung Assaphs. H\u00f6re, mein Volk, mein Gesetz; neiget eure Ohren zu der Rede meines Mundes!\n78:2 Ich will meinen Mund auftun zu Spr\u00fcchen und alte Geschichte aussprechen,\n78:3 die wir geh\u00f6ret haben und wissen und unsere V\u00e4ter uns erz\u00e4hlet haben,\n78:4 da\u00df wir's nicht verhalten sollen ihren Kindern, die hernach kommen, und verk\u00fcndigen den Ruhm des HERRN und seine Macht und Wunder, die er getan hat.\n78:5 Er richtete ein Zeugnis auf in Jakob und gab ein Gesetz in Israel, das er unsern V\u00e4tern gebot, zu lehren ihre Kinder,\n78:6 auf da\u00df die Nachkommen lerneten und die Kinder, die noch sollten geboren werden, wenn sie aufk\u00e4men, da\u00df sie es auch ihren Kindern verk\u00fcndigten,\n78:7 da\u00df sie setzten auf Gott ihre Hoffnung und nicht verg\u00e4\u00dfen der Taten Gottes und seine Gebote hielten,\n78:8 und nicht w\u00fcrden wie ihre V\u00e4ter, eine abtr\u00fcnnige und ungehorsame Art, welchen ihr Herz nicht fest war, und ihr Geist nicht treulich hielt an Gott;\n78:9 wie die Kinder Ephraim, so geharnischt den Bogen f\u00fchreten, abfielen zur Zeit des Streits.\n78:10 Sie hielten den Bund Gottes nicht und wollten nicht in seinem Gesetz wandeln,\n78:11 und verga\u00dfen seiner Taten und seiner Wunder, die er ihnen erzeiget hatte.\n78:12 Vor ihren V\u00e4tern tat er Wunder in \u00c4gyptenland, im Felde Zoan.\n78:13 Er zerteilete das Meer und lie\u00df sie durchhin gehen; und stellete das Wasser wie eine Mauer.\n78:14 Er leitete sie des Tages mit einer Wolke und des Nachts mit einem hellen Feuer.\n78:15 Er ri\u00df die Felsen in der W\u00fcste und tr\u00e4nkete sie mit Wasser die F\u00fclle;\n78:16 und lie\u00df B\u00e4che aus dem Felsen flie\u00dfen, da\u00df sie hinabflossen wie Wasserstr\u00f6me.\n78:17 Noch s\u00fcndigten sie weiter wider ihn und erz\u00fcrneten den h\u00f6chsten in der W\u00fcste;\n78:18 und versuchten Gott in ihrem Herzen, da\u00df sie Speise forderten f\u00fcr ihre Seelen;\n78:19 und redeten wider Gott und sprachen: Ja, Gott sollte wohl k\u00f6nnen einen Tisch bereiten in der W\u00fcste!\n78:20 Siehe, er hat wohl den Felsen geschlagen, da\u00df Wasser flossen und B\u00e4che sich ergossen; aber wie kann er Brot geben und seinem Volk Fleisch verschaffen?\n78:21 Da nun das der HERR h\u00f6rete, entbrannte er, und Feuer ging an in Jakob und Zorn kam \u00fcber Israel,\n78:22 da\u00df sie nicht glaubeten an Gott und hoffeten nicht auf seine Hilfe.\n78:23 Und er gebot den Wolken droben und tat auf die T\u00fcren des Himmels;\n78:24 und lie\u00df das Man auf sie regnen, zu essen, und gab ihnen Himmelbrot.\n78:25 Sie a\u00dfen Engelbrot; er sandte ihnen Speise die F\u00fclle.\n78:26 Er lie\u00df weben den Ostwind unter dem Himmel und erregte durch seine St\u00e4rke den S\u00fcdwind.\n78:27 Und lie\u00df Fleisch auf sie regnen wie Staub und V\u00f6gel wie Sand am Meer;\n78:28 und lie\u00df sie fallen unter ihr Lager allenthalben, da sie wohneten.\n78:29 Da a\u00dfen sie und wurden allzu satt; er lie\u00df sie ihre Lust b\u00fc\u00dfen.\n78:30 Da sie nun ihre Lust geb\u00fc\u00dfet hatten und sie noch davon a\u00dfen,\n78:31 da kam der Zorn Gottes \u00fcber sie und erw\u00fcrgete die Vornehmsten unter ihnen und schlug danieder die Besten in Israel.\n78:32 Aber \u00fcber das alles s\u00fcndigten sie noch mehr und glaubten nicht an seine Wunder.\n78:33 Darum lie\u00df er sie dahinsterben, da\u00df sie nichts erlangeten, und mu\u00dften ihr Leben lang geplaget sein.\n78:34 Wenn er sie erw\u00fcrgete, suchten sie ihn und kehreten sich fr\u00fche zu Gott\n78:35 und gedachten, da\u00df Gott ihr Hort ist und Gott der H\u00f6chste ihr Erl\u00f6ser ist,\n78:36 und heuchelten ihm mit ihrem Munde und logen ihm mit ihrer Zunge.\n78:37 Aber ihr Herz war nicht fest an ihm und hielten nicht treulich an seinem Bunde.\n78:38 Er aber war barmherzig und vergab die Missetat und vertilgte sie nicht; und wendete oft seinen Zorn ab und lie\u00df nicht seinen ganzen Zorn gehen.\n78:39 Denn er gedachte, da\u00df sie Fleisch sind, ein Wind, der dahinf\u00e4hret und nicht wiederkommt.\n78:40 Sie erz\u00fcrneten ihn gar oft in der W\u00fcste und entr\u00fcsteten ihn in der Ein\u00f6de.\n78:41 Sie versuchten Gott immer wieder und meisterten den Heiligen in Israel.\n78:42 Sie dachten nicht an seine Hand des Tages, da er sie erl\u00f6sete von den Feinden,\n78:43 wie er denn seine Zeichen in \u00c4gypten getan hatte und seine Wunder im Lande Zoan,\n78:44 da er ihr Wasser in Blut wandelte, da\u00df sie ihre B\u00e4che nicht trinken konnten;\n78:45 da er Ungeziefer unter sie schickte, die sie fra\u00dfen, und Kr\u00f6ten, die sie verderbeten,\n78:46 und gab ihr Gew\u00e4chs den Raupen und ihre Saat den Heuschrecken;\n78:47 da er ihre Weinst\u00f6cke mit Hagel schlug und ihre Maulbeerb\u00e4ume mit Schlo\u00dfen;\n78:48 da er ihr Vieh schlug mit Hagel und ihre Herden mit Strahlen;\n78:49 da er b\u00f6se Engel unter sie sandte in seinem grimmigen Zorn und lie\u00df sie toben und w\u00fcten und Leid tun;\n78:50 da er seinen Zorn lie\u00df fortgehen und ihre Seelen vor dem Tode nicht verschonete und lie\u00df ihr Vieh an der Pestilenz sterben;\n78:51 da er alle Erstgeburt in \u00c4gypten schlug, die ersten Erben in den H\u00fctten Hams.\n78:52 Und lie\u00df sein Volk ausziehen wie Schafe und f\u00fchrete sie wie eine Herde in der W\u00fcste.\n78:53 Und er leitete sie sicher, da\u00df sie sich nicht f\u00fcrchteten; aber ihre Feinde bedeckte das Meer.\n78:54 Und brachte sie in seine heilige Grenze, zu diesem Berge, den seine Rechte erworben hat.\n78:55 Und vor ihnen her die V\u00f6lker und lie\u00df ihnen das Erbe austeilen und lie\u00df in jener H\u00fctten die St\u00e4mme Israels wohnen.\n78:56 Aber sie versuchten und erz\u00fcrneten Gott, den H\u00f6chsten, und hielten seine Zeugnisse nicht;\n78:57 und fielen zur\u00fcck und verachteten alles, wie ihre V\u00e4ter, und hielten nicht, gleichwie ein loser Bogen;\n78:58 und erz\u00fcrneten ihn mit ihren H\u00f6hen und reizeten ihn mit ihren G\u00f6tzen.\n78:59 Und da das Gott h\u00f6rete, entbrannte er und verwarf Israel sehr,\n78:60 da\u00df er Seine Wohnung zu Silo lie\u00df fahren, die H\u00fctte, da er unter Menschen wohnete;\n78:61 und gab ihre Macht ins Gef\u00e4ngnis und ihre HERRLIchkeit in die Hand des Feindes;\n78:62 und \u00fcbergab sein Volk ins Schwert und entbrannte \u00fcber sein Erbe.\n78:63 Ihre junge Mannschaft fra\u00df das Feuer, und ihre Jungfrauen mu\u00dften ungefreiet bleiben.\n78:64 Ihre Priester fielen durchs Schwert, und waren keine Witwen, die da weinen sollten.\n78:65 Und der HERR erwachte wie ein Schlafender, wie ein Starker jauchzet, der vom Wein kommt,\n78:66 und schlug seine Feinde von hinten und h\u00e4ngete ihnen eine ewige Schande an.\n78:67 Und verwarf die H\u00fctte Josephs und erw\u00e4hlte nicht den Stamm Ephraim,\n78:68 sondern erw\u00e4hlete den Stamm Juda, den Berg Zion, welchen er liebte.\n78:69 Und bauete sein Heiligtum hoch, wie ein Land, das ewiglich fest stehen soll.\n78:70 Und erw\u00e4hlete seinen Knecht David und nahm ihn von den Schafst\u00e4llen;\n78:71 von den s\u00e4ugenden Schafen holte er ihn, da\u00df er sein Volk Jakob weiden sollte und sein Erbe Israel.\n78:72 Und er weidete sie auch mit aller Treue und regierte sie mit allem Flei\u00df.\n79:1 Ein Psalm Assaphs. HERR, es sind Heiden in dein Erbe gefallen, die haben deinen heiligen Tempel verunreiniget und aus Jerusalem Steinhaufen gemacht.\n79:2 Sie haben die Leichname deiner Knechte den V\u00f6geln unter dem Himmel zu fressen gegeben und das Fleisch deiner Heiligen den Tieren im Lande.\n79:3 Sie haben Blut vergossen um Jerusalem her wie Wasser; und war niemand, der begrub.\n79:4 Wir sind unsern Nachbarn eine Schmach worden, ein Spott und Hohn denen, die um uns sind.\n79:5 HERR, wie lange willst du so gar z\u00fcrnen und deinen Eifer wie Feuer brennen lassen?\n79:6 Sch\u00fctte deinen Grimm auf die Heiden, die dich nicht kennen, und auf die K\u00f6nigreiche, die deinen Namen nicht anrufen.\n79:7 Denn sie haben Jakob aufgefressen und seine H\u00e4user verw\u00fcstet.\n79:8 Gedenke nicht unserer vorigen Missetat; erbarm dich unser bald, denn wir sind fast d\u00fcnne worden.\n79:9 Hilf du uns, Gott, unser Helfer, um deines Namens Ehre willen; errette uns und vergib uns unsere S\u00fcnde um deines Namens willen!\n79:10 Warum l\u00e4ssest du die Heiden sagen: Wo ist nun ihr Gott? La\u00df unter den Heiden vor unsern Augen kund werden die Rache des Bluts deiner Knechte, das vergossen ist.\n79:11 La\u00df vor dich kommen das Seufzen der Gefangenen; nach deinem gro\u00dfen Arm behalte die Kinder des Todes.\n79:12 Und vergilt unsern Nachbarn siebenf\u00e4ltig in ihren Busen ihre Schmach, damit sie dich, HERR, geschm\u00e4het haben.\n79:13 Wir aber, dein Volk und Schafe deiner Weide, danken dir ewiglich und verk\u00fcndigen deinen Ruhm f\u00fcr und f\u00fcr.\n80:1 Ein Psalm Assaphs von den Spanrosen, vorzusingen.\n80:2 Du Hirte Israels, h\u00f6re, der du Joseph h\u00fctest wie der Schafe; erscheine, der du sitzest \u00fcber Cherubim!\n80:3 Erwecke deine Gewalt, der du vor Ephraim, Benjamin und Manasse bist, und komm uns zu Hilfe!\n80:4 Gott, tr\u00f6ste uns und la\u00df leuchten dein Antlitz, so genesen wir.\n80:5 HERR, Gott Zebaoth, wie lange willst du z\u00fcrnen \u00fcber dem Gebet deines Volks?\n80:6 Du speisest sie mit Tr\u00e4nenbrot und tr\u00e4nkest sie mit gro\u00dfem Ma\u00df voll Tr\u00e4nen.\n80:7 Du setzest uns unsern Nachbarn zum Zank, und unsere Feinde spotten unser.\n80:8 Gott Zebaoth, tr\u00f6ste uns! La\u00df leuchten dein Antlitz, so genesen wir.\n80:9 Du hast einen Weinstock aus \u00c4gypten geholet und hast vertrieben die Heiden und denselben gepflanzet.\n80:10 Du hast vor ihm die Bahn gemacht und hast ihn lassen einwurzeln, da\u00df er das Land erf\u00fcllet hat.\n80:11 Berge sind mit seinem Schatten bedeckt und mit seinen Reben die Zedern Gottes.\n80:12 Du hast sein Gew\u00e4chs ausgebreitet bis ans Meer und seine Zweige bis ans Wasser.\n80:13 Warum hast du denn seinen Zaun zerbrochen, da\u00df ihn zerrei\u00dfet alles, das vor\u00fcbergehet?\n80:14 Es haben ihn zerw\u00fchlet die wilden S\u00e4ue, und die wilden Tiere haben ihn verderbet.\n80:15 Gott Zebaoth, wende dich doch, schaue vom Himmel und siehe an und suche heim diesen Weinstock\n80:16 und halt ihn im Bau, den deine Rechte gepflanzet hat, und den du dir festiglich erw\u00e4hlet hast.\n80:17 Siehe drein und schilt, da\u00df des Brennens und Rei\u00dfens ein Ende werde!\n80:18 Deine Hand sch\u00fctze das Volk deiner Rechten und die Leute, die du dir festiglich erw\u00e4hlet hast,\n80:19 so wollen wir nicht von dir weichen. La\u00df uns leben, so wollen wir deinen Namen anrufen.\n81:1 Auf der Githith vorzusingen: Assaph.\n81:2 Singet fr\u00f6hlich Gott, der unsere St\u00e4rke ist; jauchzet dem Gott Jakobs!\n81:3 Nehmet die Psalmen und gebet her die Pauken, liebliche Harfen mit Psalter.\n81:4 Blaset im Neumonden die Posaunen, in unserm Fest der Laubr\u00fcste.\n81:5 Denn solches ist eine Weise in Israel und ein Recht des Gottes Jakobs.\n81:6 Solches hat er zum Zeugnis gesetzt unter Joseph, da sie aus \u00c4gyptenland zogen, und fremde Sprache geh\u00f6ret hatten,\n81:7 da ich ihre Schulter von der Last entlediget hatte, und ihre H\u00e4nde der T\u00f6pfe los wurden.\n81:8 Da du mich in der Not anriefest, half ich dir aus; und erh\u00f6rete dich, da dich das Wetter \u00fcberfiel, und versuchte dich am Haderwasser. Sela.\n81:9 H\u00f6re, mein Volk, ich will unter dir zeugen; Israel, du sollst mich h\u00f6ren,\n81:10 da\u00df unter dir kein anderer Gott sei, und du keinen fremden Gott anbetest.\n81:11 Ich bin der HERR, dein Gott, der dich aus \u00c4gyptenland gef\u00fchret hat. Tue deinen Mund weit auf, la\u00df mich ihn f\u00fcllen!\n81:12 Aber mein Volk gehorcht nicht meiner Stimme, und Israel will mein nicht.\n81:13 So hab ich sie gelassen in ihres Herzens D\u00fcnkel, da\u00df sie wandeln nach ihrem Rat.\n81:14 Wollte mein Volk mir gehorsam sein und Israel auf meinem Wege gehen,\n81:15 so wollte ich ihre Feinde bald d\u00e4mpfen und meine Hand \u00fcber ihre Widerw\u00e4rtigen wenden;\n81:16 und die den HERRN hassen, m\u00fc\u00dften an ihm fehlen; ihre Zeit aber w\u00fcrde ewiglich w\u00e4hren.\n82:1 Ein Psalm Assaphs. Gott stehet in der Gemeine Gottes und ist Richter unter den G\u00f6ttern.\n82:2 Wie lange wollt ihr unrecht richten und die Person der Gottlosen vorziehen? Sela.\n82:3 Schaffet Recht dem Armen und dem Waisen und helfet dem Elenden und D\u00fcrftigen zum Recht!\n82:4 den Geringen und Armen und erl\u00f6set ihn aus der Gottlosen Gewalt!\n82:5 Aber sie lassen ihnen nicht sagen und achten's nicht; sie gehen immer hin im Finstern; darum m\u00fcssen alle Grundfesten des Landes fallen.\n82:6 Ich habe wohl gesagt: Ihr seid G\u00f6tter und allzumal Kinder des H\u00f6chsten;\n82:7 aber ihr werdet sterben wie Menschen und wie ein Tyrann zugrunde gehen.\n82:8 Gott, mache dich auf und richte das Land; denn du bist Erbherr \u00fcber alle Heiden.\n83:1 Ein Psalmlied Assaphs.\n83:2 Gott, schweige doch nicht also und sei doch nicht so stille; Gott, halte doch nicht so inne!\n83:3 Denn siehe, deine Feinde toben, und die dich hassen, richten den Kopf auf.\n83:4 Sie machen listige Anschl\u00e4ge wider dein Volk und ratschlagen wider deine Verborgenen.\n83:5 Wohl her! sprechen sie, la\u00dft uns sie ausrotten, da\u00df sie kein Volk seien, da\u00df des Namens Israel nicht mehr gedacht werde!\n83:6 Denn sie haben sich miteinander vereiniget und einen Bund wider dich gemacht:\n83:7 die H\u00fctten der Edomiter und Ismaeliter, der Moabiter und Hagariter,\n83:8 der Gebaliter, Ammoniter und Amalekiter, die Philister, samt denen zu Tyrus;\n83:9 Assur hat sich auch zu ihnen geschlagen und helfen den Kindern Lot. Sela.\n83:10 Tu ihnen wie den Midianitern, wie Sissera, wie Jabin am Bach Kison,\n83:11 die vertilget wurden bei Endor und wurden zu Kot auf Erden.\n83:12 Mache ihre F\u00fcrsten wie Oreb und Seeb, alle ihre Obersten wie Sebah und Zalmuna,\n83:13 die da sagen: Wir wollen die H\u00e4user Gottes einnehmen.\n83:14 Gott, mache sie wie einen Wirbel, wie Stoppeln vor dem Winde!\n83:15 Wie ein Feuer den Wald verbrennet, und wie eine Flamme, die Berge anz\u00fcndet,\n83:16 also verfolge sie mit deinem Wetter und erschrecke sie mit deinem Ungewitter.\n83:17 Mache ihr Angesicht voll Schande, da\u00df sie nach deinem Namen fragen m\u00fcssen.\n83:18 Sch\u00e4men m\u00fcssen sie sich und erschrecken immer mehr und mehr und zuschanden werden und umkommen.\n84:1 Ein Psalm der Kinder Korah, auf der Githith vorzusingen.\n84:2 Wie lieblich sind deine Wohnungen, HERR Zebaoth!\n84:3 Meine Seele verlanget und sehnet sich nach den Vorh\u00f6fen des HERRN; mein Leib und Seele freuen sich in dem lebendigen Gott.\n84:4 Denn der Vogel hat ein Haus funden und die Schwalbe ihr Nest, da sie Junge hecken, n\u00e4mlich deine Alt\u00e4re, HERR Zebaoth, mein K\u00f6nig und mein Gott!\n84:5 Wohl denen, die in deinem Hause wohnen; die loben dich immerdar. Sela.\n84:6 Wohl den Menschen, die dich f\u00fcr ihre St\u00e4rke halten und von Herzen dir nach wandeln,\n84:7 die durch das Jammertal gehen und machen daselbst Brunnen. Und die Lehrer werden mit viel Segen geschm\u00fcckt.\n84:8 Sie erhalten einen Sieg nach dem andern, da\u00df man sehen mu\u00df, der rechte Gott sei zu Zion.\n84:9 HERR, Gott Zebaoth, h\u00f6re mein Gebet; vernimm es, Gott Jakobs! Sela.\n84:10 Gott, unser Schild, schaue doch; siehe an das Reich deines Gesalbten!\n84:11 Denn ein Tag in deinen Vorh\u00f6fen ist besser denn sonst tausend. Ich will lieber der T\u00fcr h\u00fcten in meines Gottes Hause, denn lange wohnen in der Gottlosen H\u00fctten.\n84:12 Denn Gott der HERR ist Sonne und Schild, der HERR gibt Gnade und Ehre; er wird kein Gutes mangeln lassen den Frommen.\n85:1 Ein Psalm der Kinder Korah, vorzusingen.\n85:2 HERR, der du bist vormals gn\u00e4dig gewesen deinem Lande und hast die Gefangenen Jakobs erl\u00f6set;\n85:3 der du die Missetat vormals vergeben hast deinem Volk und alle ihre S\u00fcnde bedecket, Sela;\n85:4 der du vormals hast all deinen Zorn aufgehoben und dich gewendet von dem Grimm deines Zorns;\n85:5 tr\u00f6ste uns, Gott, unser Heiland, und la\u00df ab von deiner Ungnade \u00fcber uns!\n85:6 Willst du denn ewiglich \u00fcber uns z\u00fcrnen und deinen Zorn gehen lassen immer f\u00fcr und f\u00fcr?\n85:7 Willst du uns denn nicht wieder erquicken, da\u00df sich dein Volk \u00fcber dir freuen m\u00f6ge?\n85:8 HERR, erzeige uns deine Gnade und hilf uns!\n85:9 Ach, da\u00df ich h\u00f6ren sollte, das Gott der HERR redet, da\u00df er Frieden zusagte seinem Volk und seinen Heiligen, auf da\u00df sie nicht auf eine Torheit geraten!\n85:10 Doch ist ja seine Hilfe nahe denen, die ihn f\u00fcrchten, da\u00df in unserm Lande Ehre wohne;\n85:11 da\u00df G\u00fcte und Treue einander begegnen, Gerechtigkeit und Friede sich k\u00fcssen;\n85:12 da\u00df Treue auf der Erde wachse, und Gerechtigkeit vom Himmel schaue;\n85:13 da\u00df uns auch der HERR Gutes tue, damit unser Land sein Gew\u00e4chs gebe;\n86:1 Ein Gebet Davids. HERR, neige deine Ohren und erh\u00f6re mich; denn ich bin elend und arm.\n86:2 Bewahre meine Seele; denn ich bin heilig. Hilf du, mein Gott, deinem Knechte, der sich verl\u00e4\u00dft auf dich!\n86:3 HERR, sei mir gn\u00e4dig; denn ich rufe t\u00e4glich zu dir.\n86:4 Erfreue die Seele deines Knechts; denn nach dir, HERR, verlanget mich.\n86:5 Denn du, HERR, bist gut und gn\u00e4dig, von gro\u00dfer G\u00fcte allen, die dich anrufen.\n86:6 Vernimm, HERR, mein Gebet und merke auf die Stimme meines Flehens.\n86:7 In der Not rufe ich dich an; du wollest mich erh\u00f6ren.\n86:8 HERR, es ist dir keiner gleich unter den G\u00f6ttern und ist niemand, der tun kann wie du.\n86:9 Alle Heiden, die du gemacht hast, werden kommen und vor dir anbeten, HERR, und deinen Namen ehren,\n86:10 da\u00df du so gro\u00df bist und Wunder tust und alleine Gott bist.\n86:11 Weise mir, HERR, deinen Weg, da\u00df ich wandele in deiner Wahrheit; erhalte mein Herz bei dem Einigen, da\u00df ich deinen Namen f\u00fcrchte!\n86:12 Ich danke dir, HERR, mein Gott, von ganzem Herzen und ehre deinen Namen ewiglich.\n86:13 Denn deine G\u00fcte ist gro\u00df \u00fcber mich, und hast meine Seele errettet aus der tiefen H\u00f6lle.\n86:14 Gott, es setzen sich die Stolzen wider mich, und der Haufe der Tyrannen stehet mir nach meiner Seele und haben dich nicht vor Augen.\n86:15 Du aber, HERR Gott, bist barmherzig und gn\u00e4dig, geduldig und von gro\u00dfer G\u00fcte und Treue.\n86:16 Wende dich zu mir, sei mir gn\u00e4dig; st\u00e4rke deinen Knecht mit deiner Macht und hilf dem Sohn deiner Magd!\n86:17 Tu ein Zeichen an mir, da\u00df mir's wohlgehe, da\u00df es sehen, die mich hassen, und sich sch\u00e4men m\u00fcssen, da\u00df du mir beistehest, HERR, und tr\u00f6stest mich.\n87:1 Ein Psalmlied der Kinder Korah. Sie ist fest gegr\u00fcndet auf den heiligen Bergen.\n87:2 Der HERR liebet die Tore Zions \u00fcber alle Wohnungen Jakobs.\n87:3 HERRLIche Dinge werden in dir geprediget, du Stadt Gottes. Sela.\n87:4 Ich will predigen lassen Rahab und Babel, da\u00df sie mich kennen sollen. Siehe, die Philister und Tyrer samt den Mohren werden daselbst geboren.\n87:5 Man wird zu Zion sagen, da\u00df allerlei Leute drinnen geboren werden, und da\u00df er, der H\u00f6chste, sie baue.\n87:6 Der HERR wird predigen lassen in allerlei Sprachen, da\u00df deren etliche auch daselbst geboren werden. Sela.\n87:7 Und die S\u00e4nger, wie am Reigen, werden alle in dir singen, eins ums andere.\n88:1 Ein Psalmlied der Kinder Korah, vorzusingen, von der Schwachheit der Elenden. Eine Unterweisung Hemans, des Esrahiten.\n88:2 HERR Gott, mein Heiland, ich schreie Tag und Nacht vor dir.\n88:3 La\u00df mein Gebet vor dich kommen; neige deine Ohren zu meinem Geschrei!\n88:4 Denn meine Seele ist voll Jammers, und mein Leben ist nahe bei der H\u00f6lle.\n88:5 Ich bin geachtet gleich denen, die zur H\u00f6lle fahren; ich bin wie ein Mann, der keine Hilfe hat.\n88:6 Ich liege unter den Toten verlassen, wie die Erschlagenen, die im Grabe liegen, deren du nicht mehr gedenkest, und sie von deiner Hand abgesondert sind.\n88:7 Du hast mich in die Grube hinuntergelegt, in die Finsternis und in die Tiefe.\n88:8 Dein Grimm dr\u00fccket mich, und dr\u00e4ngest mich mit allen deinen Fluten. Sela.\n88:9 Meine Freunde hast du ferne von mir getan; du hast mich ihnen zum Greuel gemacht. Ich liege gefangen und kann nicht auskommen.\n88:10 Meine Gestalt ist j\u00e4mmerlich vor Elend. HERR, ich rufe dich an t\u00e4glich; ich breite meine H\u00e4nde aus zu dir.\n88:11 Wirst du denn unter den Toten Wunder tun, oder werden die Verstorbenen aufstehen und dir danken? Sela.\n88:12 Wird man in Gr\u00e4bern erz\u00e4hlen deine G\u00fcte und deine Treue im Verderben?\n88:13 M\u00f6gen denn deine Wunder in Finsternis erkannt werden, oder deine Gerechtigkeit im Lande, da man nichts gedenket?\n88:14 Aber ich schreie zu dir, HERR, und mein Gebet kommt fr\u00fche vor dich,\n88:15 Warum verst\u00f6\u00dfest du, HERR, meine Seele und verbirgest dein Antlitz vor mir?\n88:16 Ich bin elend und ohnm\u00e4chtig, da\u00df ich so versto\u00dfen bin, und leide dein Schrecken, da\u00df ich schier verzage.\n88:17 Dein Grimm gehet \u00fcber mich, dein Schrecken dr\u00fccket mich.\n88:18 Sie umgeben mich t\u00e4glich wie Wasser und umringen mich miteinander.\n89:1 Eine Unterweisung Ethans, des Esrahiten.\n89:2 Ich will singen von der Gnade des HERRN ewiglich und seine Wahrheit verk\u00fcndigen mit meinem Munde f\u00fcr und f\u00fcr,\n89:3 und sage also: Da\u00df eine ewige Gnade wird aufgehen, und du wirst deine Wahrheit treulich halten im Himmel.\n89:4 Ich habe einen Bund gemacht mit meinem Auserw\u00e4hlten, ich habe David, meinem Knechte, geschworen:\n89:5 Ich will dir ewiglich Samen verschaffen und deinen Stuhl bauen f\u00fcr und f\u00fcr. Sela.\n89:6 Und die Himmel werden, HERR, deine Wunder preisen und deine Wahrheit in der Gemeine der Heiligen.\n89:7 Denn wer mag in den Wolken dem HERRN gleich gelten und gleich sein unter den Kindern der G\u00f6tter dem HERRN?\n89:8 Gott ist fast m\u00e4chtig in der Sammlung der Heiligen und wunderbarlich \u00fcber alle, die um ihn sind.\n89:9 HERR, Gott, Zebaoth, wer ist wie du, ein m\u00e4chtiger Gott? Und deine Wahrheit ist um dich her.\n89:10 Du herrschest \u00fcber das ungest\u00fcme Meer; du stillest seine Wellen, wenn sie sich erheben.\n89:11 Du schl\u00e4gst Rahab zu Tode; du zerstreuest deine Feinde mit deinem starken Arm.\n89:12 Himmel und Erde ist dein; du hast gegr\u00fcndet den Erdboden, und was drinnen ist.\n89:13 Mitternacht und Mittag hast du geschaffen; Thabor und Hermon jauchzen in deinem Namen.\n89:14 Du hast einen gewaltigen Arm; stark ist deine Hand und hoch ist deine Rechte.\n89:15 Gerechtigkeit und Gericht ist deines Stuhls Festung; Gnade und Wahrheit sind vor deinem Angesichte.\n89:16 Wohl dem Volk, das jauchzen kann! HERR, sie werden im Licht deines Antlitzes wandeln.\n89:17 Sie werden \u00fcber deinem Namen t\u00e4glich fr\u00f6hlich sein und in deiner Gerechtigkeit herrlich sein.\n89:18 Denn du bist der Ruhm ihrer St\u00e4rke und durch deine Gnade wirst du unser Horn erh\u00f6hen.\n89:19 Denn der HERR ist unser Schild, und der Heilige in Israel ist unser K\u00f6nig.\n89:20 Dazumal redetest du im Gesichte zu deinem Heiligen und sprachest: Ich habe einen Held erwecket, der helfen soll; ich habe erh\u00f6het einen Auserw\u00e4hlten aus dem Volk;\n89:21 ich habe funden meinen Knecht David, ich habe ihn gesalbet mit meinem heiligen \u00d6le.\n89:22 Meine Hand soll ihn erhalten, und mein Arm soll ihn st\u00e4rken.\n89:23 Die Feinde sollen ihn nicht \u00fcberw\u00e4ltigen, und die Ungerechten sollen ihn nicht d\u00e4mpfen,\n89:24 sondern ich will seine Widersacher schlagen vor ihm her, und die ihn hassen, will ich plagen.\n89:25 Aber meine Wahrheit und Gnade soll bei ihm sein, und sein Horn soll in meinem Namen erhaben werden.\n89:26 Ich will seine Hand ins Meer stellen und seine Rechte in die Wasser.\n89:27 Er wird mich nennen also: Du bist mein Vater, mein Gott und Hort, der mir hilft.\n89:28 Und ich will ihn zum ersten Sohn machen, allerh\u00f6chst unter den K\u00f6nigen auf Erden.\n89:29 Ich will ihm ewiglich behalten meine Gnade, und mein Bund soll ihm fest bleiben.\n89:30 Ich will ihm ewiglich Samen geben und seinen Stuhl, solange der Himmel w\u00e4hret, erhalten.\n89:31 Wo aber seine Kinder mein Gesetz verlassen und in meinen Rechten nicht wandeln,\n89:32 so sie meine Ordnungen entheiligen und meine Gebote nicht halten,\n89:33 will ich ihre S\u00fcnde mit der Rute heimsuchen und ihre Missetat mit Plagen.\n89:34 Aber meine Gnade will ich nicht von ihm wenden und meine Wahrheit nicht lassen fehlen.\n89:35 Ich will meinen Bund nicht entheiligen und nicht \u00e4ndern, was aus meinem Munde gegangen ist.\n89:36 Ich habe einst geschworen bei meiner Heiligkeit: Ich will David nicht l\u00fcgen.\n89:37 Sein Same soll ewig sein und sein Stuhl vor mir wie die Sonne;\n89:38 wie der Mond soll er ewiglich erhalten sein und gleichwie der Zeuge in den Wolken gewi\u00df sein. Sela.\n89:39 Aber nun verst\u00f6\u00dfest du und verwirfest und z\u00fcrnest mit deinem Gesalbten.\n89:40 Du verst\u00f6rest den Bund deines Knechtes und trittst seine Krone zu Boden.\n89:41 Du zerrei\u00dfest alle seine Mauern und l\u00e4ssest seine Festen zerbrechen.\n89:42 Es rauben ihn alle, die vor\u00fcbergehen; er ist seinen Nachbarn ein Spott worden.\n89:43 Du erh\u00f6hest die Rechte seiner Widerw\u00e4rtigen und erfreuest alle seine Feinde.\n89:44 Auch hast du die Kraft seines Schwerts weggenommen und l\u00e4ssest ihn nicht siegen im Streit.\n89:45 Du zerst\u00f6rest seine Reinigkeit und wirfest seinen Stuhl zu Boden.\n89:46 Du verk\u00fcrzest die Zeit seiner Jugend und bedeckest ihn mit Hohn. Sela.\n89:47 HERR, wie lange willst du dich so gar verbergen und deinen Grimm wie Feuer brennen lassen?\n89:48 Gedenke, wie kurz mein Leben ist! Warum willst du alle Menschen umsonst geschaffen haben?\n89:49 Wo ist jemand, der da lebet und den Tod nicht sehe, der seine Seele errette aus der H\u00f6lle Hand? Sela.\n89:50 HERR, wo ist deine vorige Gnade, die du David geschworen hast in deiner Wahrheit?\n89:51 Gedenke, HERR, an die Schmach deiner Knechte, die ich trage in meinem Scho\u00df von so vielen V\u00f6lkern allen,\n89:52 damit dich, HERR, deine Feinde schm\u00e4hen, damit sie schm\u00e4hen die Fu\u00dftapfen deines Gesalbten.\n90:1 Ein Gebet Moses, des Mannes Gottes.\n90:2 HERR Gott, du bist unsere Zuflucht f\u00fcr und f\u00fcr. Ehe denn die Berge worden und die Erde und die Welt geschaffen worden, bist du, Gott, von Ewigkeit zu Ewigkeit,\n90:3 der du die Menschen l\u00e4ssest sterben und sprichst: Kommt wieder, Menschenkinder!\n90:4 Denn tausend Jahre sind vor dir wie der Tag, der gestern vergangen ist, und wie eine Nachtwache.\n90:5 Du l\u00e4ssest sie dahinfahren wie einen Strom, und sind wie ein Schlaf, gleichwie ein Gras, das doch bald welk wird,\n90:6 das da fr\u00fche bl\u00fchet und bald welk wird und des Abends abgehauen wird und verdorret.\n90:7 Das macht dein Zorn, da\u00df wir so vergehen, und dein Grimm, da\u00df wir so pl\u00f6tzlich dahin m\u00fcssen.\n90:8 Denn unsere Missetat stellest du vor dich, unsere unerkannte S\u00fcnde ins Licht vor deinem Angesichte.\n90:9 Darum fahren alle unsere Tage dahin durch deinen Zorn; wir bringen unsere Jahre zu wie ein Geschw\u00e4tz.\n90:10 Unser Leben w\u00e4hret siebenzig Jahre, und wenn's hoch kommt, so sind's achtzig Jahre; und wenn's k\u00f6stlich gewesen ist, so ist's M\u00fche und Arbeit gewesen; denn es f\u00e4hret schnell dahin, als fl\u00f6gen wir davon.\n90:11 Wer glaubt es aber, da\u00df du so sehr z\u00fcrnest? und wer f\u00fcrchtet sich vor solchem deinem Grimm?\n90:12 Lehre uns bedenken, da\u00df wir sterben m\u00fcssen, auf da\u00df wir klug werden.\n90:13 HERR, kehre dich doch wieder zu uns und sei deinen Knechten gn\u00e4dig!\n90:14 F\u00fclle uns fr\u00fche mit deiner Gnade, so wollen wir r\u00fchmen und fr\u00f6hlich sein unser Leben lang.\n90:15 Erfreue uns nun wieder, nachdem du uns so lange plagest, nachdem wir so lange Ungl\u00fcck leiden.\n90:16 Zeige deinen Knechten deine Werke und deine Ehre ihren Kindern!\n90:17 Und der HERR, unser Gott, sei uns freundlich und f\u00f6rdere das Werk unserer H\u00e4nde bei uns; ja das Werk unserer H\u00e4nde wolle er f\u00f6rdern!\n91:1 Wer unter dem Schirm des H\u00f6chsten sitzt und unter dem Schatten des Allm\u00e4chtigen bleibt,\n91:2 der spricht zu dem HERRN: Meine Zuversicht und meine Burg, mein Gott, auf den ich hoffe!\n91:3 Denn er errettet mich vom Strick des J\u00e4gers und von der sch\u00e4dlichen Pestilenz.\n91:4 Er wird dich mit seinen Fittichen decken, und deine Zuversicht wird sein unter seinen Fl\u00fcgeln. Seine Wahrheit ist Schirm und Schild,\n91:5 da\u00df du nicht erschrecken m\u00fcssest vor dem Grauen des Nachts, vor den Pfeilen, die des Tages fliegen,\n91:6 vor der Pestilenz, die im Finstern schleicht, vor der Seuche, die im Mittag verderbet.\n91:7 Ob tausend fallen zu deiner Seite und zehntausend zu deiner Rechten, so wird es doch dich nicht treffen.\n91:8 Ja, du wirst mit deinen Augen deine Lust sehen und schauen, wie es den Gottlosen vergolten wird.\n91:9 Denn der HERR ist deine Zuversicht, der H\u00f6chste ist deine Zuflucht.\n91:10 Es wird dir kein \u00dcbels begegnen, und keine Plage wird zu deiner H\u00fctte sich nahen.\n91:11 Denn er hat seinen Engeln befohlen \u00fcber dir, da\u00df sie dich beh\u00fcten auf allen deinen Wegen,\n91:12 da\u00df sie dich auf den H\u00e4nden tragen und du deinen Fu\u00df nicht an einen Stein st\u00f6\u00dfest.\n91:13 Auf den L\u00f6wen und Ottern wirst du gehen und treten auf den jungen L\u00f6wen und Drachen.\n91:14 Er begehrt mein, so will ich ihm aushelfen; er kennet meinen Namen, darum will ich ihn sch\u00fctzen;\n91:15 er rufet mich an, so will ich ihn erh\u00f6ren. Ich bin bei ihm in der Not; ich will ihn herausrei\u00dfen und zu Ehren machen.\n91:16 Ich will ihn s\u00e4ttigen mit langem Leben und ihm zeigen mein Heil.\n92:1 Ein Psalmlied auf den Sabbattag.\n92:2 Das ist ein k\u00f6stlich Ding, dem HERRN danken und lobsingen deinem Namen, du H\u00f6chster,\n92:3 des Morgens deine Gnade und des Nachts deine Wahrheit verk\u00fcndigen,\n92:4 auf den zehn Saiten und Psalter, mit Spielen auf der Harfe.\n92:5 Denn, HERR, du l\u00e4ssest mich fr\u00f6hlich singen von deinen Werken, und ich r\u00fchme die Gesch\u00e4fte deiner H\u00e4nde.\n92:6 HERR, wie sind deine Werke so gro\u00df! Deine Gedanken sind so sehr tief.\n92:7 Ein T\u00f6richter glaubt das nicht, und ein Narr achtet solches nicht.\n92:8 Die Gottlosen gr\u00fcnen wie das Gras, und die \u00dcbelt\u00e4ter bl\u00fchen alle, bis sie vertilget werden immer und ewiglich.\n92:9 Aber du, HERR, bist der H\u00f6chste und bleibest ewiglich.\n92:10 Denn siehe, deine Feinde, HERR, siehe, deine Feinde werden umkommen; und alle \u00dcbelt\u00e4ter m\u00fcssen zerstreuet werden.\n92:11 Aber mein Horn wird erh\u00f6het werden wie eines Einhorns, und werde gesalbet mit frischem \u00d6le.\n92:12 Und mein Auge wird seine Lust sehen an meinen Feinden; und mein Ohr wird seine Lust h\u00f6ren an den Boshaftigen, die sich wider mich setzen.\n92:13 Der Gerechte wird gr\u00fcnen wie ein Palmbaum; er wird wachsen wie eine Zeder auf Libanon.\n92:14 Die gepflanzt sind in dem Hause des HERRN, werden in den Vorh\u00f6fen unsers Gottes gr\u00fcnen.\n92:15 Und wenn sie gleich alt werden, werden sie dennoch bl\u00fchen, fruchtbar und frisch sein,\n93:1 Der HERR ist K\u00f6nig und herrlich geschm\u00fcckt; der HERR ist geschm\u00fcckt und hat ein Reich angefangen, soweit die Welt ist, und zugerichtet, da\u00df es bleiben soll.\n93:2 Von dem an stehet dein Stuhl fest; du bist ewig.\n93:3 HERR, die Wasserstr\u00f6me erheben sich, die Wasserstr\u00f6me erheben ihr Brausen, die Wasserstr\u00f6me heben empor die Wellen.\n93:4 Die Wasserwogen im Meer sind gro\u00df und brausen greulich; der HERR aber ist noch gr\u00f6\u00dfer in der H\u00f6he.\n93:5 Dein Wort ist eine rechte Lehre. Heiligkeit ist die Zierde deines Hauses ewiglich.\n94:1 HERR Gott, des die Rache ist, Gott, des die Rache ist, erscheine!\n94:2 Erhebe dich, du Richter der Welt; vergilt den Hoff\u00e4rtigen, was sie verdienen!\n94:3 HERR, wie lange sollen die Gottlosen, wie lange sollen die Gottlosen prahlen\n94:4 und so trotziglich reden, und alle \u00dcbelt\u00e4ter sich so r\u00fchmen?\n94:5 HERR, sie zerschlagen dein Volk und plagen dein Erbe.\n94:6 Witwen und Fremdlinge erw\u00fcrgen sie und t\u00f6ten die Waisen\n94:7 und sagen: Der HERR siehet's nicht und der Gott Jakobs achtet's nicht.\n94:8 Merket doch, ihr Narren unter dem Volk, und ihr Toren, wann wollt ihr klug werden?\n94:9 Der das Ohr gepflanzet hat, sollte der nicht h\u00f6ren? Der das Auge gemacht hat, sollte der nicht sehen?\n94:10 Der die Heiden z\u00fcchtiget, sollte der nicht strafen? der die Menschen lehret, was sie wissen.\n94:11 Aber der HERR wei\u00df die Gedanken der Menschen, da\u00df sie eitel sind.\n94:12 Wohl dem, den du, HERR, z\u00fcchtigest und lehrest ihn durch dein Gesetz,\n94:13 da\u00df er Geduld habe, wenn's \u00fcbel gehet, bis dem Gottlosen die Grube bereitet werde.\n94:14 Denn der HERR wird sein Volk nicht versto\u00dfen noch sein Erbe verlassen.\n94:15 Denn Recht mu\u00df doch Recht bleiben, und dem werden alle frommen Herzen zufallen.\n94:16 Wer stehet bei mir wider die Boshaftigen? Wer tritt zu mir wider die \u00dcbelt\u00e4ter?\n94:17 Wo der HERR mir nicht h\u00fclfe, so l\u00e4ge meine Seele schier in der Stille.\n94:18 Ich sprach: Mein Fu\u00df hat gestrauchelt; aber deine Gnade, HERR, hielt mich.\n94:19 Ich hatte viel Bek\u00fcmmernisse in meinem Herzen; aber deine Tr\u00f6stungen erg\u00f6tzeten meine Seele.\n94:20 Du wirst ja nimmer eins mit dem sch\u00e4dlichen Stuhl, der das Gesetz \u00fcbel deutet.\n94:21 Sie r\u00fcsten sich wider die Seele des Gerechten und verdammen unschuldig Blut.\n94:22 Aber der HERR ist mein Schutz; mein Gott ist der Hort meiner Zuversicht.\n94:23 Und er wird ihnen ihr Unrecht vergelten und wird sie um ihre Bosheit vertilgen; der HERR, unser Gott, wird sie vertilgen.\n95:1 Kommt herzu, la\u00dft uns dem HERRN frohlocken und jauchzen dem Hort unsers Heils!\n95:2 Lasset uns mit Danken vor sein Angesicht kommen und mit Psalmen ihm jauchzen!\n95:3 Denn der HERR ist ein gro\u00dfer Gott und ein gro\u00dfer K\u00f6nig \u00fcber alle G\u00f6tter.\n95:4 Denn in seiner Hand ist, was die Erde bringet; und die H\u00f6hen der Berge sind auch sein.\n95:5 Denn sein ist das Meer, und er hat's gemacht; und seine H\u00e4nde haben das Trockne bereitet.\n95:6 Kommt, la\u00dft uns anbeten und knieen und niederfallen vor dem HERRN, der uns gemacht hat!\n95:7 Denn er ist unser Gott, und wir das Volk seiner Weide und Schafe seiner Hand. Heute, so ihr seine Stimme h\u00f6ret,\n95:8 so verstocket euer Herz nicht, wie zu Meriba geschah, wie zu Massa in der W\u00fcste,\n95:9 da mich eure V\u00e4ter versuchten, f\u00fchleten und sahen mein Werk,\n95:10 da\u00df ich vierzig Jahre M\u00fche hatte mit diesem Volk und sprach: Es sind Leute, deren Herz immer den Irrweg will, und die meine Wege nicht lernen wollen;\n95:11 da\u00df ich schwur in meinem Zorn: Sie sollen nicht zu meiner Ruhe kommen!\n96:1 Singet dem HERRN ein neues Lied; singet dem HERRN, alle Welt!\n96:2 Singet dem HERRN und lobet seinen Namen; prediget einen Tag am andern sein Heil!\n96:3 Erz\u00e4hlet unter den Heiden seine Ehre, unter allen V\u00f6lkern seine Wunder!\n96:4 Denn der HERR ist gro\u00df und hoch zu loben, wunderbarlich \u00fcber alle G\u00f6tter.\n96:5 Denn alle G\u00f6tter der V\u00f6lker sind G\u00f6tzen; aber der HERR hat den Himmel gemacht.\n96:6 Es stehet herrlich und pr\u00e4chtig vor ihm und gehet gewaltiglich und l\u00f6blich zu in seinem Heiligtum.\n96:7 Ihr V\u00f6lker, bringet her dem HERRN, bringet her dem HERRN Ehre und Macht!\n96:8 Bringet her dem HERRN die Ehre seinem Namen; bringet Geschenke und kommt in seine Vorh\u00f6fe!\n96:9 Betet an den HERRN in heiligem Schmuck; es f\u00fcrchte ihn alle Welt!\n96:10 Sagt unter den Heiden, da\u00df der HERR K\u00f6nig sei und habe sein Reich, soweit die Welt ist, bereitet, da\u00df es bleiben soll, und richtet die V\u00f6lker recht\n96:11 Himmel freue sich, und Erde sei fr\u00f6hlich; das Meer brause, und was drinnen ist;\n96:12 das Feld sei fr\u00f6hlich und alles, was drauf ist; und lasset r\u00fchmen alle B\u00e4ume im Walde\n96:13 vor dem HERRN; denn er kommt, denn er kommt, zu richten das Erdreich. Er wird den Erdboden richten mit Gerechtigkeit und die V\u00f6lker mit seiner Wahrheit.\n97:1 Der HERR ist K\u00f6nig; des freue sich das Erdreich, und seien fr\u00f6hlich die Inseln, soviel ihrer ist.\n97:2 Wolken und Dunkel ist um ihn her. Gerechtigkeit und Gericht ist seines Stuhles Festung:\n97:3 Feuer gehet vor ihm her und z\u00fcndet an umher seine Feinde.\n97:4 Seine Blitze leuchten auf den Erdboden; das Erdreich siehet und erschrickt.\n97:5 Berge zerschmelzen wie Wachs vor dem HERRN, vor dem HERRSCher des ganzen Erdbodens.\n97:6 Die Himmel verk\u00fcndigen seine Gerechtigkeit, und alle V\u00f6lker sehen seine Ehre.\n97:7 Sch\u00e4men m\u00fcssen sich alle, die den Bildern dienen und sich der G\u00f6tzen r\u00fchmen. Betet ihn an, alle G\u00f6tter!\n97:8 Zion h\u00f6ret es und ist froh; und die T\u00f6chter Judas sind fr\u00f6hlich, HERR \u00fcber deinem Regiment.\n97:9 Denn du, HERR, bist der H\u00f6chste in allen Landen; du bist sehr erh\u00f6het \u00fcber alle G\u00f6tter.\n97:10 Die ihr den HERRN liebet, hasset das Arge! Der HERR bewahret die Seelen seiner Heiligen; von der Gottlosen Hand wird er sie erretten.\n97:11 Dem Gerechten mu\u00df das Licht immer wieder aufgehen und Freude den frommen Herzen.\n97:12 Ihr Gerechten, freuet euch des HERRN; und danket ihm und preiset seine Heiligkeit!\n98:1 Ein Psalm. Singet dem HERRN ein neues Lied; denn er tut Wunder. Er sieget mit seiner Rechten und mit seinem heiligen Arm.\n98:2 Der HERR l\u00e4\u00dft sein Heil verk\u00fcndigen, vor den V\u00f6lkern l\u00e4\u00dft er seine Gerechtigkeit offenbaren.\n98:3 Er gedenket an seine Gnade und Wahrheit dem Hause Israel. Aller Welt Enden sehen das Heil unsers Gottes.\n98:4 Jauchzet dem HERRN, alle Welt; singet, r\u00fchmet und lobet!\n98:5 Lobet den HERRN mit Harfen, mit Harfen und mit Psalmen;\n98:6 mit Trommeten und Posaunen jauchzet vor dem HERRN, dem K\u00f6nige!\n98:7 Das Meer brause, und was drinnen ist, der Erdboden, und die drauf wohnen.\n98:8 Die Wasserstr\u00f6me frohlocken, und alle Berge seien fr\u00f6hlich\n98:9 vor dem HERRN; denn er kommt, das Erdreich zu richten. Er wird den Erdboden richten mit Gerechtigkeit und die V\u00f6lker mit Recht.\n99:1 Der HERR ist K\u00f6nig, darum toben die V\u00f6lker; er sitzet auf Cherubim, darum reget sich die Welt.\n99:2 Der HERR ist gro\u00df zu Zion und hoch \u00fcber alle V\u00f6lker.\n99:3 Man danke deinem gro\u00dfen und wunderbarlichen Namen, der da heilig ist.\n99:4 Im Reich dieses K\u00f6nigs hat man das Recht lieb. Du gibst Fr\u00f6mmigkeit; du schaffest Gericht und Gerechtigkeit in Jakob.\n99:5 Erhebet den HERRN, unsern Gott, betet an zu seinem Fu\u00dfschemel; denn er ist heilig.\n99:6 Mose und Aaron unter seinen Priestern und Samuel unter denen, die seinen Namen anrufen; sie riefen an den HERRN, und er erh\u00f6rete sie.\n99:7 Er redete mit ihnen durch eine Wolkens\u00e4ule. Sie hielten seine Zeugnisse und Gebote, die er ihnen gab.\n99:8 HERR, du bist unser Gott, du erh\u00f6retest sie; du, Gott, vergabest ihnen und straftest ihr Tun:\n99:9 Erh\u00f6het den HERRN, unsern Gott, und betet an zu seinem heiligen Berge; denn der HERR, unser Gott, ist heilig:\n100:1 Ein Dankpsalm. Jauchzet dem HERRN, alle Welt!\n100:2 Dienet dem HERRN mit Freuden; kommt vor sein Angesicht mit Frohlocken!\n100:3 Erkennet, da\u00df der HERR Gott ist! Er hat uns gemacht, und nicht wir selbst zu seinem Volk und zu Schafen seiner Weide.\n100:4 Gehet zu seinen Toren ein mit Danken, zu seinen Vorh\u00f6fen mit Loben; danket ihm, lobet seinen Namen!\n100:5 Denn der HERR ist freundlich, und seine Gnade w\u00e4hret ewig und seine Wahrheit f\u00fcr und f\u00fcr.\n101:1 Ein Psalm Davids. Von Gnade und Recht will ich singen und dir, HERR, lobsagen.\n101:2 Ich handle vorsichtig und redlich bei denen, die mir zugeh\u00f6ren, und wandle treulich in meinem Hause.\n101:3 Ich nehme mir keine b\u00f6se Sache vor. Ich hasse den \u00dcbertreter und lasse ihn nicht bei mir bleiben.\n101:4 Ein verkehret Herz mu\u00df von mir weichen; den B\u00f6sen leide ich nicht.\n101:5 Der seinen N\u00e4chsten heimlich verleumdet, den vertilge ich. Ich mag des nicht, der stolze Geb\u00e4rden und hohen Mut hat.\n101:6 Meine Augen sehen nach den Treuen im Lande, da\u00df sie bei mir wohnen, und habe gerne fromme Diener.\n101:7 Falsche Leute halte ich nicht in meinem Hause; die L\u00fcgner gedeihen nicht bei mir.\n101:8 Fr\u00fche vertilge ich alle Gottlosen im Lande, da\u00df ich alle \u00dcbelt\u00e4ter ausrotte aus der Stadt des HERRN.\n102:1 Ein Gebet des Elenden, so er betr\u00fcbt ist und seine Klage vor dem HERRN aussch\u00fcttet.\n102:2 HERR, h\u00f6re mein Gebet und la\u00df mein Schreien zu dir kommen!\n102:3 Verbirg dein Antlitz nicht vor mir in der Not; neige deine Ohren zu mir; wenn ich dich anrufe, so erh\u00f6re mich bald!\n102:4 Denn meine Tage sind vergangen wie ein Rauch, und meine Gebeine sind verbrannt wie ein Brand.\n102:5 Mein Herz ist geschlagen und verdorret wie Gras, da\u00df ich auch vergesse, mein Brot zu essen.\n102:6 Mein Gebein klebt an meinem Fleisch vor Heulen und Seufzen.\n102:7 Ich bin gleich wie eine Rohrdommel in der W\u00fcste; ich bin gleich wie ein K\u00e4uzlein in den verst\u00f6rten St\u00e4tten.\n102:8 Ich wache und bin wie ein einsamer Vogel auf dem Dache.\n102:9 T\u00e4glich schm\u00e4hen mich meine Feinde; und die mich spotten, schw\u00f6ren bei mir.\n102:10 Denn ich esse Asche wie Brot und mische meinen Trank mit Weinen\n102:11 vor deinem Dr\u00e4uen und Zorn, da\u00df du mich aufgehoben und zu Boden gesto\u00dfen hast.\n102:12 Meine Tage sind dahin wie ein Schatten; und ich verdorre wie Gras.\n102:13 Du aber, HERR, bleibest ewiglich und dein Ged\u00e4chtnis f\u00fcr und f\u00fcr.\n102:14 Du wollest dich aufmachen und \u00fcber Zion erbarmen; denn es ist Zeit, da\u00df du ihr gn\u00e4dig seiest, und die Stunde ist kommen.\n102:15 Denn deine Knechte wollten gerne, da\u00df sie gebauet w\u00fcrde, und s\u00e4hen gerne, da\u00df ihre Steine und Kalk zugerichtet w\u00fcrden;\n102:16 da\u00df die Heiden den Namen des HERRN f\u00fcrchten und alle K\u00f6nige auf Erden deine Ehre;\n102:17 da\u00df der HERR Zion bauet und erscheinet in seiner Ehre.\n102:18 Er wendet sich zum Gebet der Verlassenen und verschm\u00e4het ihr Gebet nicht.\n102:19 Das werde geschrieben auf die Nachkommen; und das Volk, das geschaffen soll werden, wird den HERRN loben.\n102:20 Denn er schauet von seiner heiligen H\u00f6he, und der HERR siehet vom Himmel auf Erden,\n102:21 da\u00df er das Seufzen des Gefangenen h\u00f6re und losmache die Kinder des Todes,\n102:22 auf da\u00df sie zu Zion predigen den Namen des HERRN und sein Lob zu Jerusalem,\n102:23 wenn die V\u00f6lker zusammenkommen und die K\u00f6nigreiche, dem HERRN zu dienen.\n102:24 Er dem\u00fctiget auf dem Wege meine Kraft; er verk\u00fcrzet meine Tage.\n102:25 Ich sage: Mein Gott, nimm mich nicht weg in der H\u00e4lfte meiner Tage! Deine Jahre w\u00e4hren f\u00fcr und f\u00fcr.\n102:26 Du hast vorhin die Erde gegr\u00fcndet, und die Himmel sind deiner H\u00e4nde Werk.\n102:27 Sie werden vergehen, aber du bleibest. Sie werden alle veralten wie ein Gewand; sie werden verwandelt wie ein Kleid, wenn du sie verwandeln wirst.\n102:28 Du aber bleibest, wie du bist, und deine Jahre nehmen kein Ende.\n103:1 Ein Psalm Davids. Lobe den HERRN, meine Seele, und was in mir ist, seinen heiligen Namen!\n103:2 Lobe den HERRN, meine Seele, und vergi\u00df nicht, was er dir Gutes getan hat,\n103:3 der dir alle deine S\u00fcnden vergibt und heilet alle deine Gebrechen,\n103:4 der dein Leben vom Verderben erl\u00f6set, der dich kr\u00f6net mit Gnade und Barmherzigkeit,\n103:5 der deinen Mund fr\u00f6hlich machet, und du wieder jung wirst wie ein Adler.\n103:6 Der HERR schaffet Gerechtigkeit und Gericht allen, die Unrecht leiden.\n103:7 Er hat seine Wege Mose wissen lassen, die Kinder Israel sein Tun.\n103:8 Barmherzig und gn\u00e4dig ist der HERR, geduldig und von gro\u00dfer G\u00fcte.\n103:9 Er wird nicht immer hadern, noch ewiglich Zorn halten.\n103:10 Er handelt nicht mit uns nach unsern S\u00fcnden und vergilt uns nicht nach unserer Missetat.\n103:11 Denn so hoch der Himmel \u00fcber der Erde ist, l\u00e4\u00dft er seine Gnade walten \u00fcber die, so ihn f\u00fcrchten.\n103:12 So ferne der Morgen ist vom Abend, l\u00e4sset er unsere \u00dcbertretung von uns sein.\n103:13 Wie sich ein Vater \u00fcber Kinder erbarmet, so erbarmet sich der HERR \u00fcber die, so ihn f\u00fcrchten.\n103:14 Denn er kennet, was f\u00fcr ein Gem\u00e4chte wir sind; er gedenket daran, da\u00df wir Staub sind.\n103:15 Ein Mensch ist in seinem Leben wie Gras; er bl\u00fchet wie eine Blume auf dem Felde.\n103:16 Wenn der Wind dar\u00fcber geht, so ist sie nimmer da, und ihre St\u00e4tte kennet sie nicht mehr.\n103:17 Die Gnade aber des HERRN w\u00e4hret von Ewigkeit zu Ewigkeit \u00fcber die, so ihn f\u00fcrchten, und seine Gerechtigkeit auf Kindeskind\n103:18 bei denen, die seinen Bund halten und gedenken an seine Gebote, da\u00df sie danach tun.\n103:19 Der HERR hat seinen Stuhl im Himmel bereitet, und sein Reich herrschet \u00fcber alles.\n103:20 Lobet den HERRN, ihr seine Engel, ihr starken Helden, die ihr seinen Befehl ausrichtet, da\u00df man h\u00f6re die Stimme seines Worts.\n103:21 Lobet den HERRN, alle seine Heerscharen, seine Diener, die ihr seinen Willen tut!\n103:22 Lobet den HERRN, alle seine Werke, an allen Orten seiner HERRSChaft! Lobe den HERRN, meine Seele!\n104:1 Lobe den HERRN, meine Seele! HERR, mein Gott, du bist sehr herrlich; du bist sch\u00f6n und pr\u00e4chtig geschm\u00fcckt.\n104:2 Licht ist dein Kleid, das du anhast. Du breitest aus den Himmel wie einen Teppich;\n104:3 du w\u00f6lbest es oben mit Wasser; du f\u00e4hrest auf den Wolken wie auf einem Wagen und gehest auf den Fittichen des Windes\n104:4 der du machest deine Engel zu Winden und deine Diener zu Feuerflammen;\n104:5 der du das Erdreich gr\u00fcndest auf seinen Boden, da\u00df es bleibt immer und ewiglich.\n104:6 Mit der Tiefe deckest du es wie mit einem Kleid, und Wasser stehen \u00fcber den Bergen.\n104:7 Aber von deinem Schelten fliehen sie, von deinem Donner fahren sie dahin.\n104:8 Die Berge gehen hoch hervor, und die Breiten setzen sich herunter zum Ort, den du ihnen gegr\u00fcndet hast.\n104:9 Du hast eine Grenze gesetzt, dar\u00fcber kommen sie nicht, und m\u00fcssen nicht wiederum das Erdreich bedecken.\n104:10 Du l\u00e4ssest Brunnen quellen in den Gr\u00fcnden, da\u00df die Wasser zwischen den Bergen hinflie\u00dfen,\n104:11 da\u00df alle Tiere auf dem Felde trinken und das Wild seinen Durst l\u00f6sche.\n104:12 An denselben sitzen die V\u00f6gel des Himmels und singen unter den Zweigen.\n104:13 Du feuchtest die Berge von oben her; du machest das Land voll Fr\u00fcchte, die du schaffest.\n104:14 Du l\u00e4ssest Gras wachsen f\u00fcr das Vieh und Saat zu Nutz den Menschen, da\u00df du Brot aus der Erde bringest,\n104:15 und da\u00df der Wein erfreue des Menschen Herz und seine Gestalt sch\u00f6n werde von \u00d6l, und das Brot des Menschen Herz st\u00e4rke;\n104:16 da\u00df die B\u00e4ume des HERRN voll Safts stehen, die Zedern Libanons, die er gepflanzet hat.\n104:17 Daselbst nisten die V\u00f6gel, und die Reiher wohnen auf den Tannen.\n104:18 Die hohen Berge sind der Gemsen Zuflucht und die Steinkl\u00fcfte der Kaninchen.\n104:19 Du machest den Mond, das Jahr danach zu teilen; die Sonne wei\u00df ihren Niedergang.\n104:20 Du machest Finsternis, da\u00df Nacht wird; da regen sich alle wilden Tiere,\n104:21 die jungen L\u00f6wen, die da br\u00fcllen nach dem Raub und ihre Speise suchen von Gott.\n104:22 Wenn aber die Sonne aufgehet, heben sie sich davon und legen sich in ihre L\u00f6cher.\n104:23 So gehet denn der Mensch aus an seine Arbeit und an sein Ackerwerk bis an den Abend.\n104:24 HERR, wie sind deine Werke so gro\u00df und viel! Du hast sie alle weislich geordnet und die Erde ist voll deiner G\u00fcter.\n104:25 Das Meer, das so gro\u00df und weit ist, da wimmelt's ohne Zahl, beide gro\u00dfe und kleine Tiere.\n104:26 Daselbst gehen die Schiffe; da sind Walfische, die du gemacht hast, da\u00df sie drinnen scherzen.\n104:27 Es wartet alles auf dich, da\u00df du ihnen Speise gebest zu seiner Zeit.\n104:28 Wenn du ihnen gibst, so sammeln sie; wenn du deine Hand auftust, so werden sie mit Gut ges\u00e4ttiget.\n104:29 Verbirgest du dein Angesicht, so erschrecken sie; du nimmst weg ihren Odem, so vergehen sie und werden wieder zu Staub.\n104:30 Du l\u00e4ssest aus deinen Odem, so werden sie geschaffen, und verneuerst die Gestalt der Erde.\n104:31 Die Ehre des HERRN ist ewig; der HERR hat Wohlgefallen an seinen Werken.\n104:32 Er schauet die Erde an, so bebet sie; er r\u00fchret die Berge an, so rauchen sie.\n104:33 Ich will dem HERRN singen mein Leben lang und meinen Gott loben, solange ich bin.\n104:34 Meine Rede m\u00fcsse ihm wohlgefallen. Ich freue mich des HERRN.\n104:35 Der S\u00fcnder m\u00fcsse ein Ende werden auf Erden, und die Gottlosen nicht mehr sein! Lobe den HERRN, meine Seele! Halleluja!\n105:1 Danket dem HERRN und prediget seinen Namen; verk\u00fcndiget sein Tun unter den V\u00f6lkern;\n105:2 singet von ihm und lobet ihn; redet von allen seinen Wundern;\n105:3 r\u00fchmet seinen heiligen Namen; es freue sich das Herz derer, die den HERRN suchen!\n105:4 Fraget nach dem HERRN und nach seiner Macht; suchet sein Antlitz allewege!\n105:5 Gedenket seiner Wunderwerke, die er getan hat, seiner Wunder und seines Worts,\n105:6 ihr, der Same Abrahams, seines Knechts, ihr Kinder Jakobs, seine Auserw\u00e4hlten!\n105:7 Er ist der HERR, unser Gott; er richtet in aller Welt.\n105:8 Er gedenket ewiglich an seinen Bund, des Worts, das er verhei\u00dfen hat auf viel tausend f\u00fcr und f\u00fcr\n105:9 den er gemacht hat mit Abraham, und des Eides mit Isaak,\n105:10 und stellete dasselbige Jakob zu einem Recht und Israel zum ewigen Bunde\n105:11 und sprach: Dir will ich das Land Kanaan geben, das Los eures Erbes,\n105:12 da sie wenig und geringe waren und Fremdlinge drinnen.\n105:13 Und sie zogen von Volk zu Volk, von einem K\u00f6nigreiche zum andern Volk.\n105:14 Er lie\u00df keinen Menschen ihnen Schaden tun und strafte K\u00f6nige um ihretwillen.\n105:15 Tastet meine Gesalbten nicht an und tut meinen Propheten kein Leid!\n105:16 Und er lie\u00df eine Teurung ins Land kommen und entzog allen Vorrat des Brots.\n105:17 Er sandte einen Mann vor ihnen hin; Joseph ward zum Knechte verkauft.\n105:18 Sie zwangen seine F\u00fc\u00dfe im Stock, sein Leib mu\u00dfte in Eisen liegen,\n105:19 bis da\u00df sein Wort kam und die Rede des HERRN ihn durchl\u00e4uterte.\n105:20 Da sandte der K\u00f6nig hin und lie\u00df ihn losgeben, der HERR \u00fcber V\u00f6lker hie\u00df ihn auslassen.\n105:21 Er setzte ihn zum HERRN \u00fcber sein Haus, zum HERRSCher \u00fcber alle seine G\u00fcter,\n105:22 da\u00df er seine F\u00fcrsten unterweisete nach seiner Weise und seine \u00c4ltesten Weisheit lehrete.\n105:23 Und Israel zog nach \u00c4gypten, und Jakob ward ein Fremdling im Lande Hams.\n105:24 Und er lie\u00df sein Volk sehr wachsen und machte sie m\u00e4chtiger denn ihre Feinde.\n105:25 Er verkehrete jener Herz, da\u00df sie seinem Volk gram wurden und dachten seine Knechte mit List zu d\u00e4mpfen.\n105:26 Er sandte seinen Knecht Mose, Aaron, den er hatte erw\u00e4hlet.\n105:27 Dieselben taten seine Zeichen unter ihnen und seine Wunder im Lande Hams.\n105:28 Er lie\u00df Finsternis kommen und machte es finster; und waren nicht ungehorsam seinen Worten.\n105:29 Er verwandelte ihre Wasser in Blut und t\u00f6tete ihre Fische.\n105:30 Ihr Land wimmelte Kr\u00f6ten heraus in den Kammern ihrer K\u00f6nige.\n105:31 Er sprach, da kam Ungeziefer, L\u00e4use, in allen ihren Grenzen.\n105:32 Er gab ihnen Hagel zum Regen, Feuerflammen in ihrem Lande;\n105:33 und schlug ihre Weinst\u00f6cke und Feigenb\u00e4ume und zerbrach die B\u00e4ume in ihren Grenzen.\n105:34 Er sprach, da kamen Heuschrecken und K\u00e4fer ohne Zahl.\n105:35 Und sie fra\u00dfen alles Gras in ihrem Lande und fra\u00dfen die Fr\u00fcchte auf ihrem Felde.\n105:36 Und schlug alle Erstgeburt in \u00c4gypten, alle ihre ersten Erben.\n105:37 Und f\u00fchrete sie aus mit Silber und Golde; und war kein Gebrechlicher unter ihren St\u00e4mmen.\n105:38 \u00c4gypten ward froh, da\u00df sie auszogen; denn ihre Furcht war auf sie gefallen.\n105:39 Er breitete eine Wolke aus zur Decke und ein Feuer des Nachts zu leuchten.\n105:40 Sie baten, da lie\u00df er Wachteln kommen; und er s\u00e4ttigte sie mit Himmelbrot.\n105:41 Er \u00f6ffnete den Felsen, da flossen Wasser aus, da\u00df B\u00e4che liefen in der d\u00fcrren W\u00fcste.\n105:42 Denn er gedachte an sein heiliges Wort, Abraham, seinem Knechte, geredet.\n105:43 Also f\u00fchrete er sein Volk aus mit Freuden und seine Auserw\u00e4hlten mit Wonne\n105:44 und gab ihnen die L\u00e4nder der Heiden, da\u00df sie die G\u00fcter der V\u00f6lker einnahmen\n105:45 auf da\u00df sie halten sollten seine Rechte und seine Gesetze bewahren. Halleluja!\n106:1 Halleluja! Danket dem HERRN; denn er ist freundlich, und seine G\u00fcte w\u00e4hret ewiglich.\n106:2 Wer kann die gro\u00dfen Taten des HERRN ausreden und alle seine l\u00f6blichen Werke preisen?\n106:3 Wohl denen, die das Gebot halten und tun immerdar recht!\n106:4 HERR, gedenke mein nach der Gnade, die du deinem Volk verhei\u00dfen hast; beweise uns deine Hilfe,\n106:5 da\u00df wir sehen m\u00f6gen die Wohlfahrt deiner Auserw\u00e4hlten und uns freuen, da\u00df es deinem Volk wohlgehet, und uns r\u00fchmen mit deinem Erbteil.\n106:6 Wir haben ges\u00fcndiget samt unsern V\u00e4tern; wir haben mi\u00dfgehandelt und sind gottlos gewesen.\n106:7 Unsere V\u00e4ter in \u00c4gypten wollten deine Wunder nicht verstehen; sie gedachten nicht an deine gro\u00dfe G\u00fcte und waren ungehorsam am Meer, n\u00e4mlich am Schilfmeer.\n106:8 Er half ihnen aber um seines Namens willen, da\u00df er seine Macht beweisete.\n106:9 Und er schalt das Schilfmeer, da ward's trocken; und f\u00fchrete sie durch die Tiefe wie in einer W\u00fcste;\n106:10 und half ihnen von der Hand des, der, sie hassete, und erl\u00f6sete sie von der Hand des Feindes\n106:11 Und die Wasser ers\u00e4uften ihre Widersacher, da\u00df nicht einer \u00fcberblieb.\n106:12 Da glaubten sie an seine Worte und sangen sein Lob.\n106:13 Aber sie verga\u00dfen bald seiner Werke; sie warteten nicht seines Rats.\n106:14 Und sie wurden l\u00fcstern in der W\u00fcste und versuchten Gott in der Ein\u00f6de.\n106:15 Er aber gab ihnen ihre Bitte und sandte ihnen genug, bis ihnen davor ekelte.\n106:16 Und sie emp\u00f6rten sich wider Mose im Lager, wider Aaron, den Heiligen des HERRN.\n106:17 Die Erde tat sich auf und verschlang Dathan und deckte zu die Rotte Abirams.\n106:18 Und Feuer ward unter ihrer Rotte angez\u00fcndet; die Flamme verbrannte die Gottlosen.\n106:19 Sie machten ein Kalb in Horeb und beteten an das gegossene Bild;\n106:20 und verwandelten ihre Ehre in ein Gleichnis eines Ochsen, der Gras isset.\n106:21 Sie verga\u00dfen Gottes, ihres Heilandes, der so gro\u00dfe Dinge in \u00c4gypten getan hatte,\n106:22 Wunder im Lande Hams und schreckliche Werke am Schilfmeer.\n106:23 Und er sprach, er wollte sie vertilgen, wo nicht Mose, sein Auserw\u00e4hlter, den Ri\u00df aufgehalten h\u00e4tte, seinen Grimm abzuwenden, auf da\u00df er sie nicht gar verderbete.\n106:24 Und sie verachteten das liebe Land; sie glaubten seinem Wort nicht\n106:25 und murreten in ihren H\u00fctten; sie gehorchten der Stimme des HERRN nicht.\n106:26 Und er hub auf seine Hand wider sie, da\u00df er sie niederschl\u00fcge in der W\u00fcste\n106:27 und w\u00fcrfe ihren Samen unter die Heiden und streuete sie in die L\u00e4nder.\n106:28 Und sie hingen sich an den Baal Peor und a\u00dfen von den Opfern der toten G\u00f6tzen\n106:29 und erz\u00fcrneten ihn mit ihrem Tun; da ri\u00df auch die Plage unter sie.\n106:30 Da trat zu Pinehas und schlichtete die Sache; da ward der Plage gesteuert,\n106:31 und ward ihm gerechnet zur Gerechtigkeit f\u00fcr und f\u00fcr ewiglich.\n106:32 Und sie erz\u00fcrneten ihn am Haderwasser; und sie zerplagten den Mose \u00fcbel.\n106:33 Denn sie betr\u00fcbten ihm sein Herz, da\u00df ihm etliche Worte entfuhren.\n106:34 Auch vertilgten sie die V\u00f6lker nicht, wie sie doch der HERR gehei\u00dfen hatte,\n106:35 sondern sie mengeten sich unter die Heiden und lernten derselben Werke\n106:36 und dieneten ihren G\u00f6tzen, die gerieten ihnen zum \u00c4rgernis.\n106:37 Und sie opferten ihre S\u00f6hne und ihre T\u00f6chter den Teufeln\n106:38 und vergossen unschuldig Blut, das Blut ihrer S\u00f6hne und ihrer T\u00f6chter, die sie opferten den G\u00f6tzen Kanaans, da\u00df das Land mit Blutschulden befleckt ward;\n106:39 und verunreinigten sich mit ihren Werken und hureten mit ihrem Tun.\n106:40 Da ergrimmete der Zorn des HERRN \u00fcber sein Volk und gewann einen Greuel an seinem Erbe\n106:41 und gab sie in die Hand der Heiden, da\u00df \u00fcber sie herrscheten, die ihnen gram waren.\n106:42 Und ihre Feinde \u00e4ngsteten sie; und wurden gedem\u00fctiget unter ihre H\u00e4nde.\n106:43 Er errettete sie oftmals; aber sie erz\u00fcrneten ihn mit ihrem Vornehmen und wurden wenig um ihrer Missetat willen.\n106:44 Und er sah ihre Not an, da er ihre Klage h\u00f6rete,\n106:45 und gedachte an seinen Bund, mit ihnen gemacht. Und reuete ihn nach seiner gro\u00dfen G\u00fcte\n106:46 und lie\u00df sie zur Barmherzigkeit kommen vor allen, die sie gefangen hatten.\n106:47 Hilf uns, HERR, unser Gott, und bringe uns zusammen aus den Heiden, da\u00df wir danken deinem heiligen Namen und r\u00fchmen dein Lob!\n106:48 Gelobet sei der HERR, der Gott Israels, von Ewigkeit zu Ewigkeit, und alles Volk spreche: Amen, Halleluja!\n107:1 Danket dem HERRN; denn er ist freundlich, und seine G\u00fcte w\u00e4hret ewiglich.\n107:2 Saget, die ihr erl\u00f6set seid durch den HERRN, die er aus der Not erl\u00f6set hat\n107:3 und die er aus den L\u00e4ndern zusammengebracht hat vom Aufgang, vom Niedergang, von Mitternacht und vom Meer;\n107:4 die irregingen in der W\u00fcste, in ungebahntem Wege, und fanden keine Stadt, da sie wohnen konnten,\n107:5 hungrig und durstig und ihre Seele verschmachtet;\n107:6 und sie zum HERRN riefen in ihrer Not, und er sie errettete aus ihren \u00c4ngsten\n107:7 und f\u00fchrete sie einen richtigen Weg, da\u00df sie gingen zur Stadt, da sie wohnen konnten:\n107:8 die sollen dem HERRN danken um seine G\u00fcte und um seine Wunder, die er an den Menschenkindern tut,\n107:9 da\u00df er s\u00e4ttiget die durstige Seele und f\u00fcllet die hungrige Seele mit Gutem.\n107:10 Die da sitzen mu\u00dften in Finsternis und Dunkel, gefangen im Zwang und Eisen,\n107:11 darum da\u00df sie Gottes Geboten ungehorsam gewesen waren und das Gesetz des H\u00f6chsten gesch\u00e4ndet hatten;\n107:12 darum mu\u00dfte ihr Herz mit Ungl\u00fcck geplagt werden, da\u00df sie dalagen, und ihnen niemand half;\n107:13 und sie zum HERRN riefen in ihrer Not, und er ihnen half aus ihren \u00c4ngsten\n107:14 und sie aus der Finsternis und Dunkel f\u00fchrete und ihre Bande zerri\u00df:\n107:15 die sollen dem HERRN danken um seine G\u00fcte und um seine Wunder, die er an den Menschenkindern tut,\n107:16 da\u00df er zerbricht eherne T\u00fcren und zerschl\u00e4gt eiserne Riegel.\n107:17 Die Narren, so geplaget waren um ihrer \u00dcbertretung willen und um ihrer S\u00fcnde willen,\n107:18 da\u00df ihnen ekelte vor aller Speise und wurden todkrank;\n107:19 und sie zum HERRN riefen in ihrer Not, und er ihnen half aus ihren \u00c4ngsten;\n107:20 er sandte sein Wort und machte sie gesund und errettete sie, da\u00df sie nicht starben:\n107:21 die sollen dem HERRN danken um seine G\u00fcte und um seine Wunder, die er an den Menschenkindern tut,\n107:22 und Dank opfern und erz\u00e4hlen seine Werke mit Freuden.\n107:23 Die mit Schiffen auf dem Meer fuhren und trieben ihren Handel in gro\u00dfen Wassern;\n107:24 die des HERRN Werke erfahren haben und seine Wunder im Meer,\n107:25 wenn er sprach und einen Sturmwind erregte, der die Wellen erhub,\n107:26 und sie gen Himmel fuhren und in den Abgrund fuhren, da\u00df ihre Seele vor Angst verzagte,\n107:27 da\u00df sie taumelten und wankten wie ein Trunkener und wu\u00dften keinen Rat mehr;\n107:28 und sie zum HERRN schrieen in ihrer Not, und er sie aus ihren \u00c4ngsten f\u00fchrete\n107:29 und stillete das Ungewitter, da\u00df die Wellen sich legten,\n107:30 und sie froh wurden, da\u00df es stille worden war, und er sie zu Lande brachte nach ihrem Wunsch:\n107:31 die sollen dem HERRN danken um seine G\u00fcte und um seine Wunder, die er an den Menschenkindern tut,\n107:32 und ihn bei der Gemeine preisen und bei den Alten r\u00fchmen.\n107:33 Die, welchen ihre B\u00e4che vertrocknet und die Wasserquellen versieget waren,\n107:34 da\u00df ein fruchtbar Land nichts trug um der Bosheit willen derer, die drinnen wohneten;\n107:35 und er das Trockne wiederum wasserreich machte und im d\u00fcrren Lande Wasserquellen;\n107:36 und die Hungrigen dahin gesetzt hat, da\u00df sie eine Stadt zurichteten, da sie wohnen k\u00f6nnten,\n107:37 und Acker bes\u00e4en und Weinberge pflanzen m\u00f6chten und die j\u00e4hrlichen Fr\u00fcchte kriegten;\n107:38 und er sie segnete, da\u00df sie sich fast mehreten, und ihnen viel Viehes gab;\n107:39 die, welch niedergedr\u00fcckt und geschw\u00e4cht waren von dem B\u00f6sen, der sie gezwungen und gedrungen hatte,\n107:40 da Verachtung auf die F\u00fcrsten gesch\u00fcttet war, da\u00df alles irrig und w\u00fcste stund;\n107:41 und er den Armen sch\u00fctzte vor Elend und sein Geschlecht wie eine Herde mehrete.\n107:42 Solches werden die Frommen sehen und sich freuen; und aller Bosheit wird das Maul gestopft werden.\n107:43 Wer ist weise und beh\u00e4lt dies? So werden sie merken, wieviel Wohltat der HERR erzeiget.\n108:1 Ein Psalmlied Davids.\n108:2 Gott, es ist mein rechter Ernst; ich will singen und dichten, meine Ehre auch.\n108:3 Wohlauf, Psalter und Harfen! Ich will fr\u00fch auf sein.\n108:4 Ich will dir danken, HERR, unter den V\u00f6lkern, ich will dir lobsingen unter den Leuten.\n108:5 Denn deine Gnade reicht, soweit der Himmel ist, und deine Wahrheit, soweit die Wolken gehen.\n108:6 Erhebe dich, Gott, \u00fcber den Himmel und deine Ehre \u00fcber alle Lande,\n108:7 auf da\u00df deine lieben Freunde erlediget werden. Hilf mit deiner Rechten und erh\u00f6re mich!\n108:8 Gott redet in seinem Heiligtum; des bin ich froh und will Sichem teilen und das Tal Suchoth abmessen.\n108:9 Gilead ist mein, Manasse ist auch mein und Ephraim ist die Macht meines Haupts, Juda ist mein F\u00fcrst,\n108:10 Moab ist mein Wascht\u00f6pfen; ich will meinen Schuh \u00fcber Edom strecken; \u00fcber die Philister will ich jauchzen.\n108:11 Wer will mich f\u00fchren in eine feste Stadt? Wer wird mich leiten nach Edom?\n108:12 Wirst du es nicht tun, Gott, der du uns verst\u00f6\u00dfest und zeuchst nicht aus, Gott, mit unserm Heer?\n108:13 Schaffe uns Beistand in der Not, denn Menschenhilfe ist kein n\u00fctze.\n109:1 Ein Psalm Davids, vorzusingen. Gott, mein Ruhm, schweige nicht!\n109:2 Denn sie haben ihr gottloses und falsches Maul wider mich aufgetan und reden wider mich mit falscher Zunge.\n109:3 Und sie reden giftig wider mich allenthalben und streiten wider mich ohne Ursache.\n109:4 Daf\u00fcr, da\u00df ich sie liebe, sind sie wider mich; ich aber bete.\n109:5 Sie beweisen mir B\u00f6ses um Gutes und Ha\u00df um Liebe.\n109:6 Setze Gottlose \u00fcber ihn; und der Satan m\u00fcsse stehen zu seiner Rechten!\n109:7 Wer sich denselben lehren l\u00e4\u00dft, des Leben m\u00fcsse gottlos sein, und sein Gebet m\u00fcsse S\u00fcnde sein.\n109:8 Seiner Tage m\u00fcssen wenig werden, und sein Amt m\u00fcsse ein anderer empfangen.\n109:9 Seine Kinder m\u00fcssen Waisen werden und sein Weib eine Witwe.\n109:10 Seine Kinder m\u00fcssen in der Irre gehen und betteln und suchen, als die verdorben sind.\n109:11 Es m\u00fcsse der Wucherer aussaugen alles, was er hat; und Fremde m\u00fcssen seine G\u00fcter rauben.\n109:12 Und niemand m\u00fcsse ihm Gutes tun, und niemand erbarme sich seiner Waisen.\n109:13 Seine Nachkommen m\u00fcssen ausgerottet werden; ihr Name m\u00fcsse im andern Glied vertilget werden.\n109:14 Seiner V\u00e4ter Missetat m\u00fcsse gedacht werden vor dem HERRN, und seiner Mutter S\u00fcnde m\u00fcsse nicht ausgetilget werden.\n109:15 Der HERR m\u00fcsse sie nimmer aus den Augen lassen, und ihr Ged\u00e4chtnis m\u00fcsse ausgerottet werden auf Erden,\n109:16 darum da\u00df er so gar keine Barmherzigkeit hatte, sondern verfolgte den Elenden und Armen und den Betr\u00fcbten, da\u00df er ihn t\u00f6tete.\n109:17 Und er wollte den Fluch haben, der wird ihm auch kommen; er wollte des Segens nicht, so wird er auch ferne von ihm bleiben.\n109:18 Und zog an den Fluch wie sein Hemd; und ist in sein Inwendiges gegangen wie Wasser und wie \u00d6l in seine Gebeine.\n109:19 So werde er ihm wie ein Kleid, das er anhabe, und wie ein G\u00fcrtel, da er sich allewege mit g\u00fcrte.\n109:20 So geschehe denen vorn HERRN, die mir wider sind, und reden B\u00f6ses wider meine Seele.\n109:21 Aber du, HERR HERR, sei du mit mir um deines Namens willen; denn deine Gnade ist mein Trost; errette mich!\n109:22 Denn ich bin arm und elend; mein Herz ist erschlagen in mir.\n109:23 Ich fahre dahin wie ein Schatten, der vertrieben wird, und werde verjaget wie die Heuschrecken.\n109:24 Meine Kniee sind schwach von Fasten; und mein Fleisch ist mager und hat kein Fett.\n109:25 Und ich mu\u00df ihr Spott sein; wenn sie mich sehen, sch\u00fctteln sie ihren Kopf.\n109:26 Stehe mir bei, HERR, mein Gott; hilf mir nach deiner Gnade,\n109:27 da\u00df sie inne werden, da\u00df dies sei deine Hand, da\u00df du, HERR, solches tust.\n109:28 Fluchen sie, so segne du. Setzen sie sich wider mich, so m\u00fcssen sie zuschanden werden; aber dein Knecht m\u00fcsse sich freuen.\n109:29 Meine Widersacher m\u00fcssen mit Schmach angezogen werden und mit ihrer Schande bekleidet werden wie mit einem Rock.\n109:30 Ich will dem HERRN sehr danken mit meinem Munde und ihn r\u00fchmen unter vielen;\n109:31 denn er stehet dem Armen zur Rechten, da\u00df er ihm helfe von denen, die sein Leben verurteilen.\n110:1 Ein Psalm Davids. Der HERR sprach zu meinem HERRN: Setze dich zu meiner Rechten, bis ich deine Feinde zum Schemel deiner F\u00fc\u00dfe lege.\n110:2 Der HERR wird das Zepter deines Reichs senden aus Zion. HERRSChe unter deinen Feinden!\n110:3 Nach deinem Sieg wird dir dein Volk williglich opfern in heiligem, Schmuck. Deine Kinder werden dir geboren wie der Tau aus der Morgenr\u00f6te.\n110:4 Der HERR hat geschworen, und wird ihn nicht gereuen; Du bist ein Priester ewiglich nach der Weise Melchisedechs.\n110:5 Der HERR zu deiner Rechten wird zerschmei\u00dfen die K\u00f6nige zur Zeit seines Zorns.\n110:6 Er wird richten unter den Heiden; er wird gro\u00dfe Schlacht tun; er wird zerschmei\u00dfen das Haupt \u00fcber gro\u00dfe Lande.\n110:7 Er wird trinken vom Bach auf dem Wege; darum wird er das Haupt emporheben.\n111:1 Halleluja! Segen. Ich danke dem HERRN von ganzem Herzen im Rat der Frommen und in der Gemeine.\n111:2 Gro\u00df sind die Werke des HERRN; wer ihrer achtet, der hat eitel Lust daran.\n111:3 Was er ordnet, das ist l\u00f6blich und herrlich, und seine Gerechtigkeit bleibet ewiglich.\n111:4 Er hat ein Ged\u00e4chtnis gestiftet seiner Wunder, der gn\u00e4dige und barmherzige HERR.\n111:5 Er gibt Speise denen, so ihn f\u00fcrchten; er gedenket ewiglich an seinen Bund.\n111:6 Er l\u00e4\u00dft verk\u00fcndigen seine gewaltigen Taten seinem Volk, da\u00df er ihnen gebe das Erbe der Heiden.\n111:7 Die Werke seiner H\u00e4nde sind Wahrheit und Recht; alle seine Gebote sind rechtschaffen.\n111:8 Sie werden erhalten immer und ewiglich und geschehen treulich und redlich.\n111:9 Er sendet eine Erl\u00f6sung seinem Volk; er verhei\u00dfet, da\u00df sein Bund ewiglich bleiben soll. Heilig und hehr ist sein Name.\n111:10 Die Furcht des HERRN ist der Weisheit Anfang; das ist eine feine Klugheit; wer danach tut, des Lob bleibet ewiglich.\n112:1 Halleluja! Wohl dem, der den HERRN f\u00fcrchtet, der gro\u00dfe Lust hat zu seinen Geboten!\n112:2 Des Same wird gewaltig sein auf Erden; das Geschlecht der Frommen wird gesegnet sein.\n112:3 Reichtum und die F\u00fclle wird in ihrem Hause sein, und ihre Gerechtigkeit bleibet ewiglich.\n112:4 Den Frommen gehet das Licht auf in der Finsternis von dem Gn\u00e4digen, Barmherzigen und Gerechten.\n112:5 Wohl dem, der barmherzig ist und gerne leihet und richtet seine Sachen aus, da\u00df er niemand unrecht tue!\n112:6 Denn er wird ewiglich bleiben; des Gerechten wird nimmermehr vergessen.\n112:7 Wenn eine Plage kommen will, so f\u00fcrchtet er sich nicht; sein Herz hoffet unverzagt auf den HERRN.\n112:8 Sein Herz ist getrost und f\u00fcrchtet sich nicht, bis er seine Lust an seinen Feinden siehet.\n112:9 Er streuet aus und gibt den Armen; seine Gerechtigkeit bleibet ewiglich; sein Horn wird erh\u00f6het mit Ehren.\n112:10 Der Gottlose wird's sehen, und wird ihn verdrie\u00dfen; seine Z\u00e4hne wird er zusammenbei\u00dfen und vergehen. Denn was die Gottlosen gerne wollten, das ist verloren.\n113:1 Halleluja! Lobet, ihr Knechte des HERRN, lobet den Namen des HERRN!\n113:2 Gelobet sei des HERRN Name von nun an bis in Ewigkeit!\n113:3 Vom Aufgang der Sonne bis zu ihrem Niedergang sei gelobet der Name des HERRN!\n113:4 Der HERR ist hoch \u00fcber alle Heiden; seine Ehre gehet, soweit der Himmel ist.\n113:5 Wer ist, wie der HERR, unser Gott? Der sich so hoch gesetzt hat\n113:6 und auf das Niedrige siehet im Himmel und auf Erden;\n113:7 der den Geringen aufrichtet aus dem Staube und erh\u00f6het den Armen aus dem Kot,\n113:8 da\u00df er ihn setze neben die F\u00fcrsten, neben die F\u00fcrsten seines Volks;\n113:9 der die Unfruchtbare im Hause wohnen macht, da\u00df sie eine fr\u00f6hliche Kindermutter wird. Halleluja!\n114:1 Da Israel aus \u00c4gypten zog, das Haus Jakob aus dem fremden Volk,\n114:2 da ward Juda sein Heiligtum, Israel seine HERRSChaft.\n114:3 Das Meer sah und floh; der Jordan wandte sich zur\u00fcck;\n114:4 die Berge h\u00fcpfeten wie die L\u00e4mmer, die H\u00fcgel wie die jungen Schafe.\n114:5 Was war dir, du Meer, da\u00df du flohest, und du Jordan, da\u00df du dich zur\u00fcckwandtest;\n114:6 ihr Berge, da\u00df ihr h\u00fcpfetet wie die L\u00e4mmer, ihr H\u00fcgel, wie die jungen Schafe?\n114:7 Vor dem HERRN bebete die Erde, vor dem Gott Jakobs,\n114:8 der den Fels wandelte in Wassersee und die Steine in Wasserbrunnen.\n115:1 Nicht uns, HERR, nicht uns, sondern deinem Namen gib Ehre um deine Gnade und Wahrheit!\n115:2 Warum sollen die Heiden sagen: Wo ist nun ihr Gott?\n115:3 Aber unser Gott ist im Himmel; er kann schaffen, was er will.\n115:4 Jener G\u00f6tzen aber sind Silber und Gold, von Menschenh\u00e4nden gemacht.\n115:5 Sie haben M\u00e4uler und reden nicht; sie haben Augen und sehen nicht;\n115:6 sie haben Ohren und h\u00f6ren nicht; sie haben Nasen und riechen nicht;\n115:7 sie haben H\u00e4nde und greifen nicht; F\u00fc\u00dfe haben sie und gehen nicht und reden nicht durch ihren Hals.\n115:8 Die solche machen, sind gleich also, und alle, die auf sie hoffen.\n115:9 Aber Israel hoffe auf den HERRN; der ist ihre Hilfe und Schild.\n115:10 Das Haus Aaron hoffe auf den HERRN; der ist ihre Hilfe und Schild.\n115:11 Die den HERRN f\u00fcrchten, hoffen auch auf den HERRN; der ist ihre Hilfe und Schild.\n115:12 Der HERR denket an uns und segnet uns. Er segnet das Haus Israel; er segnet das Haus Aaron;\n115:13 er segnet, die den HERRN f\u00fcrchten, beide Kleine und Gro\u00dfe.\n115:14 Der HERR segne euch je mehr und mehr, euch und eure Kinder!\n115:15 Ihr seid die Gesegneten des HERRN, der Himmel und Erde gemacht hat.\n115:16 Der Himmel allenthalben ist des HERRN; aber die Erde hat er den Menschenkindern gegeben.\n115:17 Die Toten werden dich, HERR, nicht loben, noch die hinunterfahren in die Stille,\n115:18 sondern wir loben den HERRN von nun an bis in Ewigkeit. Halleluja!\n116:1 Das ist mir lieb, da\u00df der HERR meine Stimme und mein Flehen h\u00f6ret,\n116:2 da\u00df er sein Ohr zu mir neiget; darum will ich mein Leben lang ihn anrufen.\n116:3 Stricke des Todes hatten mich umfangen, und Angst der H\u00f6lle hatte mich getroffen; ich kam in Jammer und Not\n116:4 Aber ich rief an den Namen des HERRN: O HERR, errette meine Seele!\n116:5 Der HERR ist gn\u00e4dig und gerecht, und unser Gott ist barmherzig.\n116:6 Der HERR beh\u00fctet die Einf\u00e4ltigen. Wenn ich unterliege, so hilft er mir.\n116:7 Sei nun wieder zufrieden, meine Seele; denn der HERR tut dir Gutes.\n116:8 Denn du hast meine Seele aus dem Tode gerissen, mein Auge von den Tr\u00e4nen, meinen Fu\u00df vom Gleiten.\n116:9 Ich will wandeln vor dem HERRN im Lande der Lebendigen.\n116:10 Ich glaube, darum rede ich. Ich werde aber sehr geplagt.\n116:11 Ich sprach in meinem Zagen: Alle Menschen sind L\u00fcgner.\n116:12 Wie soll ich dem HERRN vergelten alle seine Wohltat, die er an mir tut?\n116:13 Ich will den heilsamen Kelch nehmen und des HERRN Namen predigen.\n116:14 Ich will meine Gel\u00fcbde dem HERRN bezahlen vor all seinem Volk.\n116:15 Der Tod seiner Heiligen ist wert gehalten vor dem HERRN.\n116:16 O HERR, ich bin dein Knecht; ich bin dein Knecht, deiner Magd Sohn. Du hast meine Bande zerrissen.\n116:17 Dir will ich Dank opfern und des HERRN Namen predigen.\n116:18 Ich will meine Gel\u00fcbde dem HERRN bezahlen vor all seinem Volk,\n116:19 in den H\u00f6fen am Hause des HERRN, in dir, Jerusalem. Halleluja!\n117:1 Lobet den HERRN, alle Heiden; preiset ihn, alle V\u00f6lker!\n117:2 Denn seine Gnade und Wahrheit waltet \u00fcber uns in Ewigkeit. Halleluja!\n118:1 Danket dem HERRN; denn er ist freundlich, und seine G\u00fcte w\u00e4hret ewiglich.\n118:2 Es sage nun Israel: Seine G\u00fcte w\u00e4hret\n118:3 Es sage nun das Haus Aaron: Seine G\u00fcte w\u00e4hret ewiglich.\n118:4 Es sagen nun, die den HERRN f\u00fcrchten: Seine G\u00fcte w\u00e4hret ewiglich.\n118:5 In der Angst rief ich den HERRN an, und der HERR erh\u00f6rete mich und tr\u00f6stete mich.\n118:6 Der HERR ist mit mir, darum f\u00fcrchte ich mich nicht; was k\u00f6nnen mir Menschen tun?\n118:7 Der HERR ist mit mir, mir zu helfen; und ich will meine Lust sehen an meinen Feinden.\n118:8 Es ist gut auf den HERRN vertrauen und sich nicht verlassen auf Menschen.\n118:9 Es ist gut auf den HERRN vertrauen und sich nicht verlassen auf F\u00fcrsten.\n118:10 Alle Heiden umgeben mich; aber im Namen des HERRN will ich sie zerhauen.\n118:11 Sie umgeben mich allenthalben; aber im Namen des HERRN will ich sie zerhauen.\n118:12 Sie umgeben mich wie Bienen, sie d\u00e4mpfen wie ein Feuer in Dornen; aber im Namen des HERRN will ich sie zerhauen.\n118:13 Man st\u00f6\u00dfet mich, da\u00df ich fallen soll; aber der HERR hilft mir.\n118:14 Der HERR ist meine Macht und mein Psalm und ist mein Heil.\n118:15 Man singt mit Freuden vom Sieg in den H\u00fctten der Gerechten. Die Rechte des HERRN beh\u00e4lt den Sieg;\n118:16 die Rechte des HERRN ist erh\u00f6het; die Rechte des HERRN beh\u00e4lt den Sieg.\n118:17 Ich werde nicht sterben, sondern leben und des HERRN Werk verk\u00fcndigen.\n118:18 Der HERR z\u00fcchtiget mich wohl, aber er gibt mich dem Tode nicht.\n118:19 Tut mir auf die Tore der Gerechtigkeit, da\u00df ich dahin eingehe und dem HERRN danke.\n118:20 Das ist das Tor des HERRN; die Gerechten werden dahin eingehen.\n118:21 Ich danke dir, da\u00df du mich dem\u00fctigest und hilfst mir.\n118:22 Der Stein, den die Bauleute verworfen, ist zum Eckstein worden.\n118:23 Das ist vom HERRN geschehen und ist ein Wunder vor unsern Augen.\n118:24 Dies ist der Tag, den der HERR macht; la\u00dft uns freuen und fr\u00f6hlich drinnen sein!\n118:25 O HERR, hilf, o HERR, la\u00df wohlgelingen!\n118:26 Gelobet sei, der da kommt im Namen des HERRN! Wir segnen euch, die ihr vom Hause des HERRN seid.\n118:27 Der HERR ist Gott, der uns erleuchtet. Schm\u00fccket das Fest mit Maien bis an die H\u00f6rner des Altars;\n118:28 Du bist mein Gott, und ich danke dir; mein Gott, ich will dich preisen.\n118:29 Danket dem HERRN; denn er ist freundlich, und seine G\u00fcte w\u00e4hret ewiglich.\n119:1 Wohl denen, die ohne Wandel leben, die im Gesetz des HERRN wandeln!\n119:2 Wohl denen, die seine Zeugnisse halten, die ihn von ganzem Herzen suchen!\n119:3 Denn welche auf seinen Wegen wandeln, die tun kein \u00dcbels.\n119:4 Du hast geboten, flei\u00dfig zu halten deine Befehle.\n119:5 O da\u00df mein Leben deine Rechte mit ganzem Ernst hielte!\n119:6 Wenn ich schaue allein auf deine Gebote, so werde ich nicht zuschanden.\n119:7 Ich danke dir von rechtem Herzen, da\u00df du mich lehrest die Rechte deiner Gerechtigkeit.\n119:8 Deine Rechte will ich halten; verla\u00df mich nimmermehr!\n119:9 Wie wird ein J\u00fcngling seinen Weg unstr\u00e4flich gehen? Wenn er sich h\u00e4lt nach deinen Worten.\n119:10 Ich suche dich von ganzem Herzen; la\u00df mich nicht fehlen deiner Gebote!\n119:11 Ich behalte dein Wort in meinem Herzen, auf da\u00df ich nicht wider dich s\u00fcndige.\n119:12 Gelobet seiest du, HERR! Lehre mich deine Rechte!\n119:13 Ich will mit meinen Lippen erz\u00e4hlen alle Rechte deines Mundes.\n119:14 Ich freue mich des Weges deiner Zeugnisse als \u00fcber allerlei Reichtum.\n119:15 Ich rede, was du befohlen hast, und schaue auf deine Wege.\n119:16 Ich habe Lust zu deinen Rechten und vergesse deine Worte nicht.\n119:17 Tu wohl deinem Knechte, da\u00df ich lebe und dein Wort halte.\n119:18 \u00d6ffne mir die Augen, da\u00df ich sehe die Wunder an deinem Gesetze.\n119:19 Ich bin ein Gast auf Erden; verbirg deine Gebote nicht vor mir!\n119:20 Meine Seele ist zermalmet vor Verlangen nach deinen Rechten allezeit.\n119:21 Du schiltst die Stolzen; verflucht sind, die deiner Gebote fehlen.\n119:22 Wende von mir Schmach und Verachtung; denn ich halte deine Zeugnisse.\n119:23 Es sitzen auch die F\u00fcrsten und reden wider mich; aber dein Knecht redet von deinen Rechten.\n119:24 Ich habe Lust zu deinen Zeugnissen; die sind meine Ratsleute.\n119:25 Meine Seele liegt im Staube; erquicke mich nach deinem Wort!\n119:26 Ich erz\u00e4hle meine Wege, und du erh\u00f6rest mich; lehre mich deine Rechte!\n119:27 Unterweise mich den Weg deiner Befehle, so will ich reden von deinen Wundern.\n119:28 Ich gr\u00e4me mich, da\u00df mir das Herz verschmachtet; st\u00e4rke mich nach deinem Wort!\n119:29 Wende von mir den falschen Weg und g\u00f6nne mir dein Gesetz.\n119:30 Ich habe den Weg der Wahrheit erw\u00e4hlet; deine Rechte hab ich vor mich gestellet.\n119:31 ich hange an deinen Zeugnissen; HERR, la\u00df mich nicht zuschanden werden!\n119:32 Wenn du mein Herz tr\u00f6stest, so laufe ich den Weg deiner Gebote.\n119:33 Zeige mir, HERR, den Weg deiner Rechte, da\u00df ich sie bewahre bis ans Ende.\n119:34 Unterweise mich, da\u00df ich bewahre dein Gesetz und halte es von ganzem Herzen.\n119:35 F\u00fchre mich auf dem Steige deiner Gebote; denn ich habe Lust dazu.\n119:36 Neige mein Herz zu deinen Zeugnissen und nicht zum Geiz.\n119:37 Wende meine Augen ab, da\u00df sie nicht sehen nach unn\u00fctzer Lehre, sondern erquicke mich auf deinem Wege.\n119:38 La\u00df deinen Knecht dein Gebot festiglich f\u00fcr dein Wort halten, da\u00df ich dich f\u00fcrchte!\n119:39 Wende von mir die Schmach, die ich scheue; denn deine Rechte sind lieblich.\n119:40 Siehe, ich begehre deiner Befehle; erquicke mich mit deiner Gerechtigkeit!\n119:41 HERR, la\u00df mir deine Gnade widerfahren, deine Hilfe nach deinem Wort,\n119:42 da\u00df ich antworten m\u00f6ge meinem L\u00e4sterer; denn ich verlasse mich auf dein Wort.\n119:43 Und nimm ja nicht von meinem Munde das Wort der Wahrheit; denn ich hoffe auf deine Rechte.\n119:44 Ich will dein Gesetz halten allewege, immer und ewiglich.\n119:45 Und ich wandle fr\u00f6hlich; denn ich suche deine Befehle.\n119:46 Ich rede von deinen Zeugnissen vor K\u00f6nigen und sch\u00e4me mich nicht;\n119:47 und habe Lust an deinen Geboten, und sind mir lieb;\n119:48 und hebe meine H\u00e4nde auf zu deinen Geboten, die mir lieb sind, und rede von deinen Rechten.\n119:49 Gedenke deinem Knechte an dein Wort, auf welches du mich l\u00e4ssest hoffen:\n119:50 Das ist mein Trost in meinem Elende; denn dein Wort erquicket mich.\n119:51 Die Stolzen haben ihren Spott an mir; dennoch weiche ich nicht von deinem Gesetz.\n119:52 HERR, wenn ich gedenke, wie du von der Welt her gerichtet hast, so werde ich getr\u00f6stet.\n119:53 Ich bin entbrannt \u00fcber die Gottlosen, die dein Gesetz verlassen.\n119:54 Deine Rechte sind mein Lied in dem Hause meiner Wallfahrt.\n119:55 HERR, ich gedenke des Nachts an deinen Namen und halte dein Gesetz.\n119:56 Das ist mein Schatz, da\u00df ich deine Befehle halte.\n119:57 Ich habe gesagt, HERR, das soll mein Erbe sein, da\u00df ich deine Wege halte.\n119:58 Ich flehe vor deinem Angesichte von ganzem Herzen; sei mir gn\u00e4dig nach deinem Wort!\n119:59 Ich betrachte meine Wege und kehre meine F\u00fc\u00dfe zu deinen Zeugnissen.\n119:60 Ich eile und s\u00e4ume mich nicht, zu halten deine Gebote.\n119:61 Der Gottlosen Rotte beraubet mich; aber ich vergesse deines Gesetzes nicht.\n119:62 Zur Mitternacht stehe ich auf, dir zu danken f\u00fcr die Rechte deiner Gerechtigkeit.\n119:63 Ich halte mich zu denen, die dich f\u00fcrchten und deine Befehle halten.\n119:64 HERR, die Erde ist voll deiner G\u00fcte; lehre mich deine Rechte!\n119:65 Du tust Gutes deinem Knechte, HERR, nach deinem Wort.\n119:66 Lehre mich heilsame Sitten und Erkenntnis; denn ich glaube deinen Geboten.\n119:67 Ehe ich gedem\u00fctiget ward, irrete ich; nun aber halte ich dein Wort.\n119:68 Du bist g\u00fctig und freundlich; lehre mich deine Rechte!\n119:69 Die Stolzen erdichten L\u00fcgen \u00fcber mich; ich aber halte von ganzem Herzen deine Befehle.\n119:70 Ihr Herz ist dick wie Schmeer; ich aber habe Lust an deinem Gesetz.\n119:71 Es ist mir lieb, da\u00df du mich gedem\u00fctiget hast, da\u00df ich deine Rechte lerne.\n119:72 Das Gesetz deines Mundes ist mir lieber denn viel tausend St\u00fcck Gold und Silber.\n119:73 Deine Hand hat mich gemacht und bereitet; unterweise mich, da\u00df ich deine Gebote lerne.\n119:74 Die dich f\u00fcrchten, sehen mich und freuen sich; denn ich hoffe auf dein Wort.\n119:75 HERR, ich wei\u00df, da\u00df deine Gerichte recht sind und hast mich treulich gedem\u00fctiget.\n119:76 Deine Gnade m\u00fcsse mein Trost sein, wie du deinem Knechte zugesagt hast.\n119:77 La\u00df mir deine Barmherzigkeit widerfahren, da\u00df ich lebe; denn ich habe Lust zu deinem Gesetz.\n119:78 Ach, da\u00df die Stolzen m\u00fc\u00dften zuschanden werden, die mich mit L\u00fcgen niederdr\u00fccken! Ich aber rede von deinem Befehl.\n119:79 Ach, da\u00df sich m\u00fc\u00dften zu mir halten, die dich f\u00fcrchten und deine Zeugnisse kennen!\n119:80 Mein Herz bleibe rechtschaffen in deinen Rechten, da\u00df ich nicht zuschanden werde.\n119:81 Meine Seele verlanget nach deinem Heil; ich hoffe auf dein Wort.\n119:82 Meine Augen sehnen sich nach deinem Wort und sagen: Wann tr\u00f6stest du mich?\n119:83 Denn ich bin wie eine Haut im Rauch; deiner Rechte vergesse ich nicht.\n119:84 Wie lange soll dein Knecht warten? Wann willst du Gericht halten \u00fcber meine Verfolger?\n119:85 Die Stolzen graben mir Gruben, die nicht sind nach deinem Gesetz.\n119:86 Deine Gebote sind eitel Wahrheit. Sie verfolgen mich mit L\u00fcgen; hilf mir!\n119:87 Sie haben mich schier umgebracht auf Erden; ich aber verlasse deine Befehle nicht.\n119:88 Erquicke mich durch deine Gnade, da\u00df ich halte die Zeugnisse deines Mundes.\n119:89 HERR, dein Wort bleibt ewiglich, soweit der Himmel ist;\n119:90 deine Wahrheit w\u00e4hret f\u00fcr und f\u00fcr. Du hast die Erde zugerichtet, und sie bleibt stehen.\n119:91 Es bleibet t\u00e4glich nach deinem Wort; denn es mu\u00df dir alles dienen.\n119:92 Wo dein Gesetz nicht mein Trost gewesen w\u00e4re, so w\u00e4re ich vergangen in meinem Elende.\n119:93 Ich will deine Befehle nimmermehr vergessen; denn du erquickest mich damit.\n119:94 Ich bin dein, hilf mir; denn ich suche deine Befehle.\n119:95 Die Gottlosen warten auf mich, da\u00df sie mich umbringen; ich aber merke auf deine Zeugnisse.\n119:96 Ich habe alles Dinges ein Ende gesehen; aber dein Gebot w\u00e4hret.\n119:97 Wie habe ich dein Gesetz so lieb! T\u00e4glich rede ich davon.\n119:98 Du machst mich mit deinem Gebot weiser, denn meine Feinde sind; denn es ist ewiglich mein Schatz.\n119:99 Ich bin gelehrter denn alle meine Lehrer; denn deine Zeugnisse sind meine Rede.\n119:100 Ich bin kl\u00fcger denn die Alten; denn ich halte deine Befehle.\n119:101 Ich wehre meinem Fu\u00df alle b\u00f6sen Wege, da\u00df ich dein Wort halte.\n119:102 Ich weiche nicht von deinen Rechten; denn du lehrest mich.\n119:103 Dein Wort ist meinem Munde s\u00fc\u00dfer denn Honig.\n119:104 Dein Wort macht mich klug; darum hasse ich alle falschen Wege,\n119:105 Dein Wort ist meines Fu\u00dfes Leuchte und ein Licht auf meinem Wege.\n119:106 Ich schw\u00f6re und will's halten, da\u00df ich die Rechte deiner Gerechtigkeit halten will.\n119:107 Ich bin sehr gedem\u00fctiget; HERR, erquicke mich nach deinem Wort!\n119:108 La\u00df dir gefallen, HERR, das willige Opfer meines Mundes und lehre mich deine Rechte.\n119:109 Ich trage meine Seele immer in meinen H\u00e4nden und ich vergesse deines Gesetzes nicht.\n119:110 Die Gottlosen legen mir Stricke; ich aber irre nicht von deinem Befehl.\n119:111 Deine Zeugnisse sind mein ewiges Erbe; denn sie sind meines Herzens Wonne.\n119:112 Ich neige mein Herz, zu tun nach deinen Rechten immer und ewiglich.\n119:113 Ich hasse die Flattergeister und liebe dein Gesetz.\n119:114 Du bist mein Schirm und Schild; ich hoffe auf dein Wort.\n119:115 Weichet von mir, ihr Boshaftigen; ich will halten die Gebote meines Gottes.\n119:116 Erhalte mich durch dein Wort, da\u00df ich lebe, und la\u00df mich nicht zuschanden werden \u00fcber meiner Hoffnung.\n119:117 St\u00e4rke mich, da\u00df ich genese, so will ich stets meine Lust haben an deinen Rechten.\n119:118 Du zertrittst alle, die deiner Rechte fehlen; denn ihre Tr\u00fcgerei ist eitel L\u00fcge.\n119:119 Du wirfst alle Gottlosen auf Erden weg wie Schlacken; darum liebe ich deine Zeugnisse.\n119:120 Ich f\u00fcrchte mich vor dir, da\u00df mir die Haut schauert, und entsetze mich vor deinen Rechten.\n119:121 Ich halte \u00fcber dem Recht und Gerechtigkeit; \u00fcbergib mich nicht denen, die mir wollen Gewalt tun!\n119:122 Vertritt du deinen Knecht und tr\u00f6ste ihn, da\u00df mir die Stolzen nicht Gewalt tun.\n119:123 Meine Augen sehnen sich nach deinem Heil und nach dem Wort deiner Gerechtigkeit.\n119:124 Handle mit deinem Knechte nach deiner Gnade und lehre mich deine Rechte!\n119:125 Ich bin dein Knecht; unterweise mich, da\u00df ich erkenne deine Zeugnisse!\n119:126 Es ist Zeit, da\u00df der HERR dazu tue; sie haben dein Gesetz zerrissen.\n119:127 Darum liebe ich dein Gebot \u00fcber Gold und \u00fcber fein Gold.\n119:128 Darum halte ich stracks alle deine Befehle; ich hasse allen falschen Weg.\n119:129 Deine Zeugnisse sind wunderbarlich; darum h\u00e4lt sie meine Seele.\n119:130 Wenn dein Wort offenbar wird, so erfreuet es und macht klug die Einf\u00e4ltigen.\n119:131 Ich tue meinen Mund auf und begehre deine Gebote; denn mich verlanget danach.\n119:132 Wende dich zu mir und sei mir gn\u00e4dig, wie du pflegst zu tun denen, die deinen Namen lieben.\n119:133 La\u00df meinen Gang gewi\u00df sein in deinem Wort und la\u00df kein Unrecht \u00fcber mich herrschen!\n119:134 Erl\u00f6se mich von der Menschen Frevel, so will ich halten deine Befehle.\n119:135 La\u00df dein Antlitz leuchten \u00fcber deinen Knecht und lehre mich deine Rechte!\n119:136 Meine Augen flie\u00dfen mit Wasser, da\u00df man dein Gesetz nicht h\u00e4lt.\n119:137 HERR, du bist gerecht und dein Wort ist recht.\n119:138 Du hast die Zeugnisse deiner Gerechtigkeit und die Wahrheit hart geboten.\n119:139 Ich habe mich schier zu Tode geeifert, da\u00df meine Widersacher deiner Worte vergessen.\n119:140 Dein Wort ist wohl gel\u00e4utert, und dein Knecht hat es lieb.\n119:141 Ich bin gering und verachtet, ich vergesse aber nicht deines Befehls.\n119:142 Deine Gerechtigkeit ist eine ewige Gerechtigkeit, und dein Gesetz ist Wahrheit.\n119:143 Angst und Not haben mich getroffen; ich habe aber Lust an deinen Geboten.\n119:144 Die Gerechtigkeit deiner Zeugnisse ist ewig; unterweise mich, so lebe ich.\n119:145 Ich rufe von ganzem Herzen; erh\u00f6re mich, HERR, da\u00df ich deine Rechte halte!\n119:146 Ich rufe zu dir; hilf mir, da\u00df ich deine Zeugnisse halte!\n119:147 Ich komme fr\u00fche und schreie; auf dein Wort hoffe ich.\n119:148 Ich wache fr\u00fche auf, da\u00df ich rede von deinem Wort.\n119:149 H\u00f6re meine Stimme nach deiner Gnade; HERR, erquicke mich nach deinen Rechten!\n119:150 Meine boshaftigen Verfolger wollen mir zu und sind ferne von deinem Gesetz.\n119:151 HERR, du bist nahe, und deine Gebote sind eitel Wahrheit.\n119:152 Zuvor wei\u00df ich aber, da\u00df du deine Zeugnisse ewiglich gegr\u00fcndet hast.\n119:153 Siehe mein Elend und errette mich; hilf mir aus, denn ich vergesse deines Gesetzes nicht.\n119:154 F\u00fchre meine Sache und erl\u00f6se mich; erquicke mich durch dein Wort!\n119:155 Das Heil ist ferne von den Gottlosen; denn sie achten deine Rechte nicht.\n119:156 HERR, deine Barmherzigkeit ist gro\u00df; erquicke mich nach deinen Rechten!\n119:157 Meiner Verfolger und Widersacher ist viel; ich weiche aber nicht von deinen Zeugnissen.\n119:158 Ich sehe die Ver\u00e4chter, und tut mir wehe, da\u00df sie dein Wort nicht halten.\n119:159 Siehe, ich liebe deine Befehle; HERR, erquicke mich nach deiner Gnade!\n119:160 Dein Wort ist nichts denn Wahrheit; alle Rechte deiner Gerechtigkeit w\u00e4hren ewiglich.\n119:161 Die F\u00fcrsten verfolgen mich ohne Ursache und mein Herz f\u00fcrchtet sich vor deinen Worten.\n119:162 ich freue mich \u00fcber dein Wort wie einer, der eine gro\u00dfe Beute kriegt.\n119:163 L\u00fcgen bin ich gram und habe Greuel daran; aber dein Gesetz habe ich lieb.\n119:164 Ich lobe dich des Tages siebenmal um der Rechte willen deiner Gerechtigkeit.\n119:165 Gro\u00dfen Frieden haben, die dein Gesetz lieben, und werden nicht straucheln.\n119:166 HERR, ich warte auf dein Heil und tue nach deinen Geboten.\n119:167 Meine Seele h\u00e4lt deine Zeugnisse und liebet sie fast.\n119:168 Ich halte deine Befehle und deine Zeugnisse; denn alle meine Wege sind vor dir.\n119:169 HERR, la\u00df meine Klage vor, dich kommen; unterweise mich nach deinem Wort!\n119:170 La\u00df mein Flehen vor dich kommen; errette mich nach deinem Wort!\n119:171 Meine Lippen sollen toben, wenn du mich deine Rechte lehrest.\n119:172 Meine Zunge soll ihr Gespr\u00e4ch haben von deinem Wort; denn alle deine Gebote sind recht.\n119:173 La\u00df mir deine Hand beistehen; denn ich habe erw\u00e4hlet deine Befehle.\n119:174 HERR, mich verlanget nach deinem Heil und habe Lust an deinem Gesetz.\n119:175 La\u00df meine Seele leben, da\u00df sie dich lobe, und deine Rechte mir helfen.\n119:176 Ich bin wie ein verirret und verloren Schaf; suche deinen Knecht; denn ich vergesse deiner Gebote nicht.\n120:1 Ein Lied im h\u00f6hern Chor. Ich rufe zu dem HERRN in meiner Not, und er erh\u00f6ret mich.\n120:2 HERR, errette meine Seele von den L\u00fcgenm\u00e4ulern und von den falschen Zungen!\n120:3 Was kann dir die falsche Zunge tun? und was kann sie ausrichten?\n120:4 Sie ist wie scharfe Pfeile eines Starken, wie Feuer in Wacholdern.\n120:5 Wehe mir, da\u00df ich ein Fremdling bin unter Mesech! Ich mu\u00df wohnen unter den H\u00fctten Kedars.\n120:6 Es wird meiner Seele lange, zu wohnen bei denen, die den Frieden hassen.\n120:7 Ich halte Frieden; aber wenn ich rede, so fahen sie Krieg an.\n121:1 Ein Lied im h\u00f6hern Chor. Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen, von welchen mir Hilfe kommt.\n121:2 Meine Hilfe kommt vom HERRN, der Himmel und Erde gemacht hat.\n121:3 Er wird deinen Fu\u00df nicht gleiten lassen; und der dich beh\u00fctet, schl\u00e4ft nicht.\n121:4 Siehe, der H\u00fcter Israels schl\u00e4ft noch schlummert nicht.\n121:5 Der HERR beh\u00fctet dich; der HERR ist dein Schatten \u00fcber deiner rechten Hand,\n121:6 da\u00df dich des Tages die Sonne nicht steche, noch der Mond des Nachts.\n121:7 Der HERR beh\u00fcte dich vor allem \u00dcbel; er beh\u00fcte deine Seele!\n121:8 Der HERR beh\u00fcte deinen Ausgang und Eingang von nun an bis in Ewigkeit!\n122:1 Ein Lied Davids im h\u00f6hern Chor. Ich freue mich des, das mir geredet ist, da\u00df wir werden ins Haus des HERRN gehen,\n122:2 und da\u00df unsere F\u00fc\u00dfe werden stehen in deinen Toren, Jerusalem.\n122:3 ist gebauet, da\u00df es eine Stadt sei, da man zusammenkommen soll,\n122:4 da die St\u00e4mme hinaufgehen sollen, n\u00e4mlich die St\u00e4mme des HERRN, zu predigen dem Volk Israel, zu danken dem Namen des HERRN.\n122:5 Denn daselbst sitzen die St\u00fchle zum Gericht, die St\u00fchle des Hauses David.\n122:6 W\u00fcnschet Jerusalem Gl\u00fcck! Es m\u00fcsse wohlgehen denen, die dich lieben!\n122:7 Es m\u00fcsse Friede sein inwendig in deinen Mauern und Gl\u00fcck in deinen Pal\u00e4sten!\n122:8 Um meiner Br\u00fcder und Freunde willen will ich dir Frieden w\u00fcnschen.\n122:9 Um des Hauses willen des HERRN, unsers Gottes, will ich dein Bestes suchen.\n123:1 Ein Lied im h\u00f6hern Chor. Ich hebe meine Augen auf zu dir, der du im Himmel sitzest.\n123:2 Siehe, wie die Augen der Knechte auf die H\u00e4nde ihrer HERREN sehen, wie die Augen der Magd auf die H\u00e4nde ihrer Frauen, also sehen unsere Augen auf den HERRN, unsern Gott, bis er uns gn\u00e4dig werde.\n123:3 Sei uns gn\u00e4dig, HERR, sei uns gn\u00e4dig; denn wir sind sehr voll Verachtung.\n123:4 Sehr voll ist unsere Seele der Stolzen Spott und der Hoff\u00e4rtigen Verachtung.\n124:1 Ein Lied Davids im h\u00f6hern Chor. Wo der HERR nicht bei uns w\u00e4re, so sage Israel,\n124:2 wo der HERR nicht bei uns w\u00e4re, wenn die Menschen sich wider uns setzen,\n124:3 so verschl\u00e4ngen sie uns lebendig, wenn ihr Zorn \u00fcber uns ergrimmete,\n124:4 so ers\u00e4ufte uns Wasser, Str\u00f6me gingen \u00fcber unsere Seele;\n124:5 es gingen Wasser allzu hoch \u00fcber unsere Seele.\n124:6 Gelobet sei der HERR, da\u00df er uns nicht gibt zum Raube in ihre Z\u00e4hne!\n124:7 Unsere Seele ist entronnen wie ein Vogel dem Stricke des Voglers. Der Strick ist zerrissen, und wir sind los.\n124:8 Unsere Hilfe stehet im Namen des HERRN, der Himmel und Erde gemacht hat.\n125:1 Ein Lied im h\u00f6hern Chor. Die auf den HERRN hoffen, die werden nicht fallen, sondern ewiglich bleiben wie der Berg Zion.\n125:2 Um Jerusalem her sind Berge; und der HERR ist um sein Volk her von nun an bis in Ewigkeit.\n125:3 Denn der Gottlosen Zepter wird nicht bleiben \u00fcber dem H\u00e4uflein der Gerechten, auf da\u00df die Gerechten ihre Hand nicht ausstrecken zur Ungerechtigkeit.\n125:4 HERR, tu wohl den guten und frommen Herzen!\n125:5 Die aber abweichen auf ihre krummen Wege, wird der HERR wegtreiben mit den \u00dcbelt\u00e4tern. Aber Friede sei \u00fcber Israel!\n126:1 Ein Lied im h\u00f6hern Chor. Wenn der HERR die Gefangenen Zions erl\u00f6sen wird, so werden wir sein wie die Tr\u00e4umenden.\n126:2 Dann wird unser Mund voll Lachens und unsere Zunge voll R\u00fchmens sein. Da wird man sagen unter den Heiden: Der HERR hat Gro\u00dfes an ihnen getan.\n126:3 Der HERR hat Gro\u00dfes an uns getan; des sind wir fr\u00f6hlich.\n126:4 HERR, wende unser Gef\u00e4ngnis, wie du die Wasser gegen Mittag trocknest!\n126:5 Die mit Tr\u00e4nen s\u00e4en, werden mit Freuden ernten.\n126:6 Sie gehen hin und weinen und tragen edlen Samen und kommen mit Freuden und bringen ihre Garben.\n127:1 Ein Lied Salomos im h\u00f6hern Chor. Wo der HERR nicht das Haus bauet, so arbeiten umsonst, die dran bauen. Wo der HERR nicht die Stadt beh\u00fctet, so wachet der W\u00e4chter umsonst.\n127:2 Es ist umsonst, da\u00df ihr fr\u00fche aufstehet und hernach lange sitzet und esset euer Brot mit Sorgen; denn seinen Freunden gibt er's schlafend.\n127:3 Siehe, Kinder sind eine Gabe des HERRN, und Leibesfrucht ist ein Geschenk.\n127:4 Wie die Pfeile in der Hand eines Starken, also geraten die jungen Knaben.\n127:5 Wohl dem, der seinen K\u00f6cher derselben voll hat! Sie werden nicht zuschanden, wenn sie mit ihren Feinden handeln im Tor.\n128:1 Ein Lied im h\u00f6hern Chor. Wohl dem, der den HERRN f\u00fcrchtet und auf seinen Wegen gehet!\n128:2 Du wirst dich n\u00e4hren deiner H\u00e4nde Arbeit; wohl dir, du hast's gut!\n128:3 Dein Weib wird sein wie ein fruchtbarer Weinstock um dein Haus herum, deine Kinder wie die \u00d6lzweige um deinen Tisch her.\n128:4 Siehe, also wird gesegnet der Mann, der den HERRN f\u00fcrchtet.\n128:5 Der HERR wird dich segnen aus Zion, da\u00df du sehest das Gl\u00fcck Jerusalems dein Leben lang\n128:6 und sehest deiner Kinder Kinder. Friede \u00fcber Israel!\n129:1 Ein Lied im h\u00f6hern Chor. Sie haben mich oft gedr\u00e4nget von meiner Jugend auf, so sage Israel;\n129:2 sie haben mich oft gedr\u00e4nget von meiner Jugend auf; aber sie haben mich nicht \u00fcbermocht.\n129:3 Die Pfl\u00fcger haben auf meinem R\u00fccken geackert und ihre Furchen lang gezogen.\n129:4 Der HERR, der gerecht ist, hat der Gottlosen Seile abgehauen.\n129:5 Ach; da\u00df m\u00fc\u00dften zuschanden werden und zur\u00fcckkehren alle, die Zion gram sind!\n129:6 Ach, da\u00df sie m\u00fc\u00dften sein wie das Gras auf den D\u00e4chern, welches verdorret, ehe man es ausrauft,\n129:7 von welchem der Schnitter seine Hand nicht f\u00fcllet, noch der Garbenbinder seinen Arm voll,\n129:8 und die vor\u00fcbergehen, nicht sprechen: Der Segen des HERRN sei \u00fcber euch; wir segnen euch im Namen des HERRN!\n130:1 Ein Lied im h\u00f6hern Chor. Aus der Tiefe rufe ich, HERR, zu dir.\n130:2 HERR, h\u00f6re meine Stimme; la\u00df deine Ohren merken auf die Stimme meines Flehens!\n130:3 So du willst, HERR, S\u00fcnde zurechnen, HERR, wer wird bestehen?\n130:4 Denn bei dir ist die Vergebung, da\u00df man dich f\u00fcrchte.\n130:5 Ich harre des HERRN; meine Seele harret, und ich hoffe auf sein Wort.\n130:6 Meine Seele wartet auf den HERRN von einer Morgenwache bis zur andern.\n130:7 Israel hoffe auf den HERRN; denn bei dem HERRN ist die Gnade und viel Erl\u00f6sung bei ihm;\n130:8 und er wird Israel erl\u00f6sen aus allen seinen S\u00fcnden.\n131:1 Ein Lied Davids im h\u00f6hern Chor. HERR, mein Herz ist nicht hoff\u00e4rtig, und meine Augen sind nicht stolz, und wandle nicht in gro\u00dfen Dingen, die mir zu hoch sind.\n131:2 Wenn ich meine Seele nicht setzte und stillete, so ward meine Seele entw\u00f6hnet, wie einer von seiner Mutter entw\u00f6hnet wird.\n131:3 Israel hoffe auf den HERRN von nun an bis in Ewigkeit!\n132:1 Ein Lied im h\u00f6hern Chor. Gedenke, HERR, an David und an all sein Leiden,\n132:2 der dem HERRN schwur und gelobte dem M\u00e4chtigen Jakobs:\n132:3 Ich will nicht in die H\u00fctte meines Hauses gehen, noch mich aufs Lager meines Bettes legen,\n132:4 ich will meine Augen nicht schlafen lassen, noch meine Augenlider schlummern,\n132:5 bis ich eine St\u00e4tte finde f\u00fcr den HERRN; zur Wohnung dem M\u00e4chtigen Jakobs.\n132:6 Siehe, wir h\u00f6ren von ihr in Ephratha, wir haben sie funden auf dem Felde des Waldes.\n132:7 Wir wollen in seine Wohnung gehen und anbeten vor seinem Fu\u00dfschemel.\n132:8 HERR, mache dich auf zu deiner Ruhe, du und die Lade deiner Macht!\n132:9 Deine Priester la\u00df sich kleiden mit Gerechtigkeit und deine Heiligen sich freuen.\n132:10 Nimm nicht weg das Regiment deines Gesalbten um deines Knechts Davids willen.\n132:11 Der HERR hat David einen wahren Eid geschworen, davon wird er sich nicht wenden: Ich will dir auf deinen Stuhl setzen die Frucht deines Leibes.\n132:12 Werden deine Kinder meinen Bund halten und mein Zeugnis, das ich sie lehren werde, so sollen auch ihre Kinder auf deinem Stuhl sitzen ewiglich.\n132:13 Denn der HERR hat Zion erw\u00e4hlet und hat Lust, daselbst zu wohnen.\n132:14 Dies ist meine Ruhe ewiglich, hie will ich wohnen, denn es gef\u00e4llt mir wohl.\n132:15 Ich will ihre Speise segnen und ihren Armen Brots genug geben.\n132:16 Ihre Priester will ich mit Heil kleiden, und ihre Heiligen sollen fr\u00f6hlich sein.\n132:17 Daselbst soll aufgehen das Horn Davids; ich habe meinem Gesalbten eine Leuchte zugerichtet.\n132:18 Seine Feinde will ich mit Schanden kleiden; aber \u00fcber ihm soll bl\u00fchen seine Krone.\n133:1 Ein Lied Davids im h\u00f6hern Chor. Siehe, wie fein und lieblich ist's, da\u00df Br\u00fcder eintr\u00e4chtig beieinander wohnen!\n133:2 Wie der k\u00f6stliche Balsam ist, der vom Haupt Aarons herabfleu\u00dft in seinen ganzen Bart, der herabfleu\u00dft in sein Kleid,\n133:3 wie der Tau, der von Hermon herabf\u00e4llt auf die Berge Zion. Denn daselbst verhei\u00dft der HERR Segen und Leben immer und ewiglich.\n134:1 Ein Lied im h\u00f6hern Chor. Siehe, lobet den HERRN, alle Knechte des HERRN, die ihr stehet des Nachts im Hause des HERRN.\n134:2 Hebet eure H\u00e4nde auf im Heiligtum und lobet den HERRN!\n134:3 Der HERR segne dich aus Zion, der Himmel und Erde gemacht hat!\n135:1 Halleluja! Lobet den Namen des HERRN, lobet, ihr Knechte des HERRN,\n135:2 die ihr stehet im Hause des HERRN, in den H\u00f6fen des Hauses unsers Gottes!\n135:3 Lobet den HERRN, denn der HERR ist freundlich; lobsinget seinem Namen, denn er ist lieblich.\n135:4 Denn der HERR hat ihm Jakob erw\u00e4hlet, Israel zu seinem Eigentum.\n135:5 Denn ich wei\u00df, da\u00df der HERR gro\u00df ist und unser HERR vor allen G\u00f6ttern.\n135:6 Alles, was er will, das tut er, im Himmel, auf Erden, im Meer und in allen Tiefen;\n135:7 der die Wolken l\u00e4\u00dft aufgehen vom Ende der Erde, der die Blitze samt dem Regen macht, der den Wind aus heimlichen \u00d6rtern kommen l\u00e4\u00dft;\n135:8 der die Erstgeburten schlug in \u00c4gypten, beide der Menschen und des Viehes,\n135:9 und lie\u00df seine Zeichen und Wunder kommen \u00fcber dich, \u00c4gyptenland, \u00fcber Pharao und alle seine Knechte;\n135:10 der viel V\u00f6lker schlug und t\u00f6tete m\u00e4chtige K\u00f6nige,\n135:11 der Amoriter K\u00f6nig, und Og, den K\u00f6nig zu Basan, und alle K\u00f6nigreiche in Kanaan;\n135:12 und gab ihr Land zum Erbe, zum Erbe seinem Volk Israel.\n135:13 HERR, dein Name w\u00e4hret ewiglich; dein Ged\u00e4chtnis, HERR, w\u00e4hret f\u00fcr und f\u00fcr.\n135:14 Denn der HERR wird sein Volk richten und seinen Knechten gn\u00e4dig sein.\n135:15 Der Heiden G\u00f6tzen sind Silber und Gold, von Menschenh\u00e4nden gemacht.\n135:16 Sie haben M\u00e4uler und reden nicht; sie haben Augen und sehen nicht;\n135:17 sie haben Ohren und h\u00f6ren nicht; auch ist kein Odem in ihrem Munde.\n135:18 Die solche machen, sind gleich also, alle, die auf solche hoffen.\n135:19 Das Haus Israel lobe den HERRN. Lobet den HERRN, ihr vom Hause Aaron;\n135:20 ihr vom Hause Levi, lobet den HERRN; die ihr den HERRN f\u00fcrchtet, lobet den HERRN!\n135:21 Gelobet sei der HERR aus Zion, der zu Jerusalem wohnet! Halleluja!\n136:1 Danket dem HERRN, denn er ist freundlich; denn seine G\u00fcte w\u00e4hret ewig\n136:2 Danket dem Gott aller G\u00f6tter; denn seine G\u00fcte w\u00e4hret ewiglich.\n136:3 Danket dem HERRN aller HERREN; denn seine G\u00fcte w\u00e4hret ewiglich.\n136:4 Der gro\u00dfe Wunder tut alleine; denn seine G\u00fcte w\u00e4hret ewiglich.\n136:5 Der die Himmel ordentlich gemacht hat; denn seine G\u00fcte w\u00e4hret ewiglich.\n136:6 Der die Erde auf Wasser ausgebreitet hat; denn seine G\u00fcte w\u00e4hret ewiglich.\n136:7 Der gro\u00dfe Lichter gemacht hat; denn seine G\u00fcte w\u00e4hret ewiglich;\n136:8 die Sonne, dem Tage vorzustehen; denn seine G\u00fcte w\u00e4hret ewiglich;\n136:9 den Mond und Sterne, der Nacht vorzustehen; denn seine G\u00fcte w\u00e4hret ewiglich.\n136:10 Der \u00c4gypten schlug an ihren Erstgeburten; denn seine G\u00fcte w\u00e4hret ewiglich;\n136:11 und f\u00fchrete Israel heraus; denn seine G\u00fcte w\u00e4hret ewiglich;\n136:12 durch m\u00e4chtige Hand und ausgereckten Arm; denn seine G\u00fcte w\u00e4hret ewiglich.\n136:13 Der das Schilfmeer teilete in zwei Teile; denn seine G\u00fcte w\u00e4hret ewiglich;\n136:14 und lie\u00df Israel hindurchgehen; denn seine G\u00fcte w\u00e4hret ewiglich.\n136:15 Der Pharao und sein Heer ins Schilfmeer stie\u00df; denn seine G\u00fcte w\u00e4hret ewiglich.\n136:16 Der sein Volk f\u00fchrete durch die W\u00fcste; denn seine G\u00fcte w\u00e4hret ewiglich.\n136:17 Der gro\u00dfe K\u00f6nige schlug; denn seine G\u00fcte w\u00e4hret ewiglich;\n136:18 und erw\u00fcrgete m\u00e4chtige K\u00f6nige; denn seine G\u00fcte w\u00e4hret ewiglich;\n136:19 Sihon, der Amoriter K\u00f6nig; denn seine G\u00fcte w\u00e4hret ewiglich;\n136:20 und Og, den K\u00f6nig zu Basan; denn seine G\u00fcte w\u00e4hret ewiglich;\n136:21 und gab ihr Land zum Erbe; denn seine G\u00fcte w\u00e4hret ewiglich;\n136:22 zum Erbe seinem Knechte Israel; denn seine G\u00fcte w\u00e4hret ewiglich.\n136:23 Denn er dachte an uns, da wir untergedr\u00fcckt waren; denn seine G\u00fcte w\u00e4hret ewiglich;\n136:24 und erl\u00f6sete uns von unsern Feinden; denn seine G\u00fcte w\u00e4hret ewiglich.\n136:25 Der allem Fleisch Speise gibt; denn seine G\u00fcte w\u00e4hret ewiglich.\n136:26 Danket dem Gott vom Himmel; denn seine G\u00fcte w\u00e4hret ewiglich.\n137:1 An den Wassern zu Babel sa\u00dfen wir und weineten, wenn wir an Zion gedachten.\n137:2 Unsere Harfen hingen wir an die Weiden, die drinnen sind.\n137:3 Denn daselbst hie\u00dfen uns singen, die uns gefangen hielten, und in unserm Heulen fr\u00f6hlich sein: Lieber, singet uns ein Lied von Zion!\n137:4 Wie sollten wir des HERRN Lied singen in fremden Landen?\n137:5 Vergesse ich dein, Jerusalem, so werde meiner Rechten vergessen!\n137:6 Meine Zunge m\u00fcsse an meinem Gaumen kleben, wo ich dein nicht gedenke, wo ich nicht lasse Jerusalem meine h\u00f6chste Freude sein.\n137:7 HERR, gedenke der Kinder Edom am Tage Jerusalems, die da sagen: Rein ab, rein ab, bis auf ihren Boden!\n137:8 Du verst\u00f6rte Tochter Babel, wohl dem, der dir vergelte, wie du uns getan hast!\n137:9 Wohl dem, der deine jungen Kinder nimmt und zerschmettert sie an den Stein!\n138:1 Davids. Ich danke dir von ganzem Herzen; vor den G\u00f6ttern will ich dir lobsingen.\n138:2 Ich will anbeten zu deinem heiligen Tempel und deinem Namen danken um deine G\u00fcte und Treue; denn du hast deinen Namen \u00fcber alles herrlich gemacht durch dein Wort.\n138:3 Wenn ich dich anrufe, so erh\u00f6re mich und gib meiner Seele gro\u00dfe Kraft.\n138:4 Es danken dir, HERR, alle K\u00f6nige auf Erden, da\u00df sie h\u00f6ren das Wort deines Mundes,\n138:5 und singen auf den Wegen des HERRN, da\u00df die Ehre des HERRN gro\u00df sei.\n138:6 Denn der HERR ist hoch und siehet auf das Niedrige und kennet den Stolzen von ferne.\n138:7 Wenn ich mitten in der Angst wandle, so erquickest du mich und streckest deine Hand \u00fcber den Zorn meiner Feinde und hilfst mir mit deiner Rechten.\n138:8 Der HERR wird's ein Ende machen um meinetwillen. HERR, deine G\u00fcte ist ewig. Das Werk deiner H\u00e4nde wollest du nicht lassen!\n139:1 Ein Psalm Davids, vorzusingen. HERR, du erforschest mich und kennest mich.\n139:2 Ich sitze oder stehe auf, so wei\u00dfest du es: du verstehest meine Gedanken von ferne.\n139:3 Ich gehe oder liege, so bist du um mich und siehest alle meine Wege.\n139:4 Denn siehe, es ist kein Wort auf meiner Zunge, das du, HERR, nicht alles wissest.\n139:5 Du schaffest es, was ich vor oder hernach tue, und h\u00e4ltst deine Hand \u00fcber mir.\n139:6 Solche Erkenntnis ist mir zu wunderlich und zu hoch; ich kann's nicht begreifen.\n139:7 Wo soll ich hingehen vor deinem Geist und wo soll ich hinfliehen vor deinem Angesicht?\n139:8 F\u00fchre ich gen Himmel, so bist du da. Bettete ich mir in die H\u00f6lle, siehe, so bist du auch da.\n139:9 N\u00e4hme ich Fl\u00fcgel der Morgenr\u00f6te und bliebe am \u00e4u\u00dfersten Meer,\n139:10 so w\u00fcrde mich doch deine Hand daselbst f\u00fchren und deine Rechte mich halten.\n139:11 Spr\u00e4che ich: Finsternis m\u00f6ge mich decken, so mu\u00df die Nacht auch Licht um mich sein;\n139:12 denn auch Finsternis nicht finster ist bei dir, und die Nacht leuchtet wie der Tag, Finsternis ist wie das Licht.\n139:13 Denn du hast meine Nieren in deiner Gewalt, du warest \u00fcber mir in Mutterleibe.\n139:14 Ich danke dir dar\u00fcber, da\u00df ich wunderbarlich gemacht bin; wunderbarlich sind deine Werke, und das erkennet meine Seele wohl.\n139:15 Es war dir mein Gebein nicht verhohlen, da ich im Verborgenen gemacht ward, da ich gebildet ward unten in der Erde.\n139:16 Deine Augen sahen mich, da ich noch unbereitet war, und waren alle Tage auf dein Buch geschrieben, die noch werden sollten, und derselben keiner da war.\n139:17 Aber wie k\u00f6stlich sind vor mir, Gott, deine Gedanken! Wie ist ihrer so eine gro\u00dfe Summa!\n139:18 Sollt ich sie z\u00e4hlen, so w\u00fcrde ihrer mehr sein denn des Sandes. Wenn ich aufwache, bin ich noch bei dir.\n139:19 Ach, Gott, da\u00df du t\u00f6tetest die Gottlosen, und die Blutgierigen von mir weichen m\u00fc\u00dften!\n139:20 Denn sie reden von dir l\u00e4sterlich, und deine Feinde erheben sich ohne Ursache.\n139:21 Ich hasse ja, HERR, die dich hassen, und verdreu\u00dft mich auf sie, da\u00df sie sich wider dich setzen.\n139:22 Ich hasse sie in rechtem Ernst; darum sind sie mir feind.\n139:23 Erforsche mich, Gott, und erfahre mein Herz; pr\u00fcfe mich und erfahre, wie ich's meine;\n139:24 und siehe, ob ich auf b\u00f6sem Wege bin, und leite mich auf ewigem Wege.\n140:1 Ein Psalm Davids, vorzusingen.\n140:2 Errette mich, HERR, von den b\u00f6sen Menschen; beh\u00fcte mich vor den freveln Leuten,\n140:3 die B\u00f6ses gedenken in ihrem Herzen und t\u00e4glich Krieg erregen.\n140:4 Sie sch\u00e4rfen ihre Zunge wie eine Schlange; Otterngift ist unter ihren Lippen. Sela.\n140:5 Bewahre mich, HERR, vor der Hand der Gottlosen; beh\u00fcte mich vor den freveln Leuten, die meinen Gang gedenken umzusto\u00dfen.\n140:6 Die Hoff\u00e4rtigen legen mir Stricke und breiten mir Seile aus zum Netz und stellen mir Fallen an den Weg. Sela.\n140:7 Ich aber sage zum HERRN: Du bist mein Gott; HERR, vernimm die Stimme meines Flehens!\n140:8 HERR HERR, meine starke Hilfe, du beschirmest mein Haupt zur Zeit des Streits.\n140:9 HERR, la\u00df dem Gottlosen seine Begierde nicht; st\u00e4rke seinen Mutwillen nicht; sie m\u00f6chten sich's erheben. Sela.\n140:10 Das Ungl\u00fcck, davon meine Feinde ratschlagen, m\u00fcsse auf ihren Kopf fallen.\n140:11 Er wird Strahlen \u00fcber sie sch\u00fctten; er wird sie mit Feuer tief in die Erde schlagen, da\u00df sie nimmer nicht aufstehen.\n140:12 Ein b\u00f6ses Maul wird kein Gl\u00fcck haben auf Erden; ein frevelb\u00f6ser Mensch wird verjagt und gest\u00fcrzt werden.\n140:13 Denn ich wei\u00df, da\u00df der HERR wird des Elenden Sache und der Armen Recht ausf\u00fchren.\n141:1 Ein Psalm Davids. HERR, ich rufe zu dir; eile zu mir, vernimm meine Stimme, wenn ich dich anrufe!\n141:2 Mein Gebet m\u00fcsse vor dir taugen wie ein R\u00e4uchopfer, mein H\u00e4ndeaufheben wie ein Abendopfer.\n141:3 HERR, beh\u00fcte meinen Mund und bewahre meine Lippen!\n141:4 Neige mein Herz nicht auf etwas B\u00f6ses, ein gottlos Wesen zu f\u00fchren mit den \u00dcbelt\u00e4tern, da\u00df ich nicht esse von dem, das ihnen geliebt.\n141:5 Der Gerechte schlage mich freundlich und strafe mich; das wird mir so wohl tun als ein Balsam auf meinem Haupt. Denn ich bete stets, da\u00df sie mir nicht Schaden tun.\n141:6 Ihre Lehrer m\u00fcssen gest\u00fcrzt werden \u00fcber einen Fels; so wird man denn meine Lehre h\u00f6ren, da\u00df sie lieblich sei.\n141:7 Unsere Gebeine sind zerstreuet bis zur H\u00f6lle, wie einer das Land zerrei\u00dft und zerw\u00fchlet.\n141:8 Denn auf dich, HERR HERR, sehen meine Augen; ich traue auf dich; versto\u00dfe meine Seele nicht!\n141:9 Bewahre mich vor dem Stricke, den sie mir gelegt haben, und vor der Falle der \u00dcbelt\u00e4ter.\n141:10 Die Gottlosen m\u00fcssen in ihr eigen Netz fallen miteinander, ich aber immer vor\u00fcbergehen.\n142:1 Eine Unterweisung Davids zu beten, da er in der H\u00f6hle war.\n142:2 Ich schreie zum HERRN mit meiner Stimme; ich flehe dem HERRN mit meiner Stimme;\n142:3 ich sch\u00fctte meine Rede vor ihm aus und zeige an vor ihm meine Not.\n142:4 Wenn mein Geist in \u00c4ngsten ist, so nimmst du dich meiner an. Sie legen mir Stricke auf dem Wege, da ich auf gehe.\n142:5 Schaue zur Rechten, und siehe, da will mich niemand kennen. Ich kann nicht entfliehen; niemand nimmt sich meiner Seele an.\n142:6 HERR, zu dir schreie ich und sage: Du bist meine Zuversicht, mein Teil im Lande der Lebendigen.\n142:7 Merke auf meine Klage, denn ich werde sehr geplagt; errette mich von meinen Verfolgern, denn sie sind mir zu m\u00e4chtig.\n143:1 Ein Psalm Davids. HERR, erh\u00f6re mein Gebet; vernimm mein Flehen um deiner Wahrheit willen, erh\u00f6re mich um deiner Gerechtigkeit willen!\n143:2 Und gehe nicht ins Gericht mit deinem Knechte; denn vor dir ist kein Lebendiger gerecht.\n143:3 Denn der Feind verfolget meine Seele und zerschl\u00e4gt mein Leben zu Boden; er legt mich ins Finstere, wie die Toten in der Welt.\n143:4 Und mein Geist ist in mir ge\u00e4ngstet; mein Herz ist mir in meinem Leibe verzehret.\n143:5 Ich gedenke an die vorigen Zeiten; ich rede von allen deinen Taten und sage von den Werken deiner H\u00e4nde.\n143:6 Ich breite meine H\u00e4nde aus zu dir; meine Seele d\u00fcrstet nach dir wie ein d\u00fcrres Land. Sela.\n143:7 HERR, erh\u00f6re mich bald, mein Geist vergehet; verbirg dein Antlitz nicht von mir, da\u00df ich nicht gleich werde denen, die in die Grube fahren.\n143:8 La\u00df mich fr\u00fche h\u00f6ren deine Gnade; denn ich hoffe auf dich. Tu mir kund den Weg, darauf ich gehen soll; denn mich verlanget nach dir.\n143:9 Errette mich, mein Gott, von meinen Feinden; zu dir hab ich Zuflucht.\n143:10 Lehre mich tun nach deinem Wohlgefallen, denn du bist mein Gott; dein guter Geist f\u00fchre mich auf ebener Bahn.\n143:11 HERR, erquicke mich um deines Namens willen f\u00fchre meine Seele aus der Not um deiner Gerechtigkeit willen;\n143:12 und verst\u00f6re meine Feinde um deiner G\u00fcte willen und bringe um alle, die meine Seele \u00e4ngsten; denn ich bin dein Knecht.\n144:1 Ein Psalm Davids. Gelobet sei der HERR, mein Hort, der meine H\u00e4nde lehret streiten und meine F\u00e4uste kriegen,\n144:2 meine G\u00fcte und meine Burg, mein Schutz und mein Erretter, mein Schild, auf den ich traue, der mein Volk unter mich zwinget.\n144:3 HERR, was ist der Mensch, da\u00df du dich sein so annimmst, und des Menschen Kind, da\u00df du ihn so achtest?\n144:4 Ist doch der Mensch gleichwie nichts; seine Zeit f\u00e4hret dahin wie ein Schatten.\n144:5 HERR, neige deine Himmel und fahre herab; taste die Berge an, da\u00df sie rauchen!\n144:6 La\u00df blitzen und zerstreue sie; schie\u00dfe deine Strahlen und schrecke sie!\n144:7 Sende deine Hand von der H\u00f6he und erl\u00f6se mich und errette mich von gro\u00dfen Wassern, von der Hand der fremden Kinder,\n144:8 welcher Lehre ist kein n\u00fctze, und ihre Werke sind falsch.\n144:9 Gott, ich will dir ein neues Lied singen; ich will dir spielen auf dem Psalter von zehn Saiten\n144:10 der du den K\u00f6nigen Sieg gibst und erl\u00f6sest deinen Knecht David vom m\u00f6rderischen Schwert des B\u00f6sen.\n144:11 Erl\u00f6se mich auch und errette mich von der Hand der fremden Kinder, welcher Lehre ist kein n\u00fctze, und ihre Werke sind falsch,\n144:12 da\u00df unsere S\u00f6hne aufwachsen in ihrer Jugend wie die Pflanzen und unsere T\u00f6chter wie die ausgehauenen Erker, gleichwie die Pal\u00e4ste,\n144:13 und unsere Kammern voll seien, die herausgeben k\u00f6nnen einen Vorrat nach dem andern; da\u00df unsere Schafe tragen tausend und hunderttausend auf unsern D\u00f6rfern;\n144:14 da\u00df unsere Ochsen viel erarbeiten; da\u00df kein Schade, kein Verlust noch Klage auf unsern Gassen sei.\n144:15 Wohl dem Volk, dem es also gehet! Aber wohl dem Volk, des der HERR ein Gott ist!\n145:1 Ein Lob Davids. Ich will dich erh\u00f6hen, mein Gott, du K\u00f6nig, und deinen Namen loben immer und ewiglich.\n145:2 Ich will dich t\u00e4glich loben und deinen Namen r\u00fchmen immer und ewiglich.\n145:3 Der HERR ist gro\u00df und sehr l\u00f6blich, und seine Gr\u00f6\u00dfe ist unaussprechlich.\n145:4 Kindeskinder werden deine Werke preisen und von deiner Gewalt sagen.\n145:5 Ich will reden von deiner herrlichen, sch\u00f6nen Pracht und von deinen Wundern,\n145:6 da\u00df man solle reden von deinen herrlichen Taten und da\u00df man erz\u00e4hle deine HERRLIchkeit,\n145:7 da\u00df man preise deine gro\u00dfe G\u00fcte und deine Gerechtigkeit r\u00fchme.\n145:8 Gn\u00e4dig und barmherzig ist der HERR, geduldig und von gro\u00dfer G\u00fcte.\n145:9 Der HERR ist allen g\u00fctig und erbarmet sich aller seiner Werke.\n145:10 Es sollen dir danken, HERR, alle deine Werke, und deine Heiligen dich loben\n145:11 und die Ehre deines K\u00f6nigreichs r\u00fchmen und von deiner Gewalt reden,\n145:12 da\u00df den Menschenkindern deine Gewalt kund werde und die ehrliche Pracht deines K\u00f6nigreichs.\n145:13 Dein Reich ist ein ewiges Reich, und deine HERRSChaft w\u00e4hret f\u00fcr und f\u00fcr.\n145:14 Der HERR erh\u00e4lt alle, die da fallen, und richtet auf alle, die niedergeschlagen sind.\n145:15 Aller Augen warten auf dich, und du gibst ihnen ihre Speise zu seiner Zeit.\n145:16 Du tust deine Hand auf und erf\u00fcllest alles, was lebet, mit Wohlgefallen.\n145:17 Der HERR ist gerecht in allen seinen Wegen und heilig in allen seinen Werken.\n145:18 Der HERR ist nahe allen, die ihn anrufen, allen, die ihn mit Ernst anrufen.\n145:19 Er tut, was die Gottesf\u00fcrchtigen begehren, und h\u00f6ret ihr Schreien und hilft ihnen.\n145:20 Der HERR beh\u00fctet alle, die ihn lieben, und wird vertilgen alle Gottlosen.\n145:21 Mein Mund soll des HERRN Lob sagen, und alles Fleisch lobe seinen heiligen Namen immer und ewiglich!\n146:1 Halleluja! Lobe den HERRN, meine Seele!\n146:2 Ich will den HERRN loben, so lange ich lebe, und meinem Gott lobsingen, weil ich hie bin.\n146:3 Verlasset euch nicht auf F\u00fcrsten; sie sind Menschen, die k\u00f6nnen ja nicht helfen.\n146:4 Denn des Menschen Geist mu\u00df davon, und er mu\u00df wieder zu Erde werden; alsdann sind verloren alle seine Anschl\u00e4ge.\n146:5 Wohl dem, des Hilfe der Gott Jakobs ist, des Hoffnung auf dem HERRN, seinem Gott, stehet,\n146:6 der Himmel, Erde, Meer und alles, was drinnen ist, gemacht hat; der Glauben h\u00e4lt ewiglich;\n146:7 der Recht schaffet denen, so Gewalt leiden; der die Hungrigen speiset. Der HERR l\u00f6set die Gefangenen.\n146:8 Der HERR macht die Blinden sehend. Der HERR richtet auf, die niedergeschlagen sind. Der HERR liebet die Gerechten.\n146:9 Der HERR beh\u00fctet Fremdlinge und Waisen und erh\u00e4lt die Witwen; und kehret zur\u00fcck den Weg der Gottlosen.\n146:10 Der HERR ist K\u00f6nig ewiglich, dein Gott, Zion, f\u00fcr und f\u00fcr. Halleluja!\n147:1 Lobet den HERRN; denn unsern Gott loben, das ist ein k\u00f6stlich Ding; solch Lob ist lieblich und sch\u00f6n.\n147:2 Der HERR bauet Jerusalem und bringet zusammen die Verjagten in Israel.\n147:3 Er heilet, die zerbrochenes Herzens sind, und verbindet ihre Schmerzen.\n147:4 Er z\u00e4hlet die Sterne und nennet sie alle mit Namen.\n147:5 Unser HERR ist gro\u00df und von gro\u00dfer Kraft; und ist unbegreiflich, wie er regieret.\n147:6 Der HERR richtet auf die Elenden und st\u00f6\u00dfet die Gottlosen zu Boden.\n147:7 Singet umeinander dem HERRN mit Dank und lobet unsern Gott mit Harfen,\n147:8 der den Himmel mit Wolken bedeckt und gibt Regen auf Erden; der Gras auf Bergen wachsen l\u00e4\u00dft;\n147:9 der dem Vieh sein Futter gibt, den jungen Raben, die ihn anrufen.\n147:10 Er hat nicht Lust an der St\u00e4rke des Rosses noch Gefallen an jemandes Beinen.\n147:11 Der HERR hat Gefallen an denen, die ihn f\u00fcrchten, die auf seine G\u00fcte hoffen.\n147:12 Preise, Jerusalem, den HERRN; lobe, Zion, deinen Gott!\n147:13 Denn er macht fest die Riegel deiner Tore und segnet deine Kinder drinnen.\n147:14 Er schaffet deinen Grenzen Frieden und s\u00e4ttiget dich mit dem besten Weizen.\n147:15 Er sendet seine Rede auf Erden; sein Wort l\u00e4uft schnell.\n147:16 Er gibt Schnee wie Wolle, er streuet Reif wie Asche.\n147:17 Er wirft seine Schlo\u00dfen wie Bissen; wer kann bleiben vor seinem Frost?\n147:18 Er spricht, so zerschmilzt es; er l\u00e4\u00dft seinen Wind wehen, so tauet's auf.\n147:19 Er zeiget Jakob sein Wort, Israel seine Sitten und Rechte.\n147:20 So tut er keinen Heiden, noch l\u00e4\u00dft sie wissen seine Rechte. Halleluja!\n148:1 Halleluja! Lobet, ihr Himmel, den HERRN; lobet ihn in der H\u00f6he!\n148:2 Lobet ihn, alle seine Engel; lobet ihn, all sein Heer!\n148:3 Lobet ihn, Sonne und Mond; lobet ihn, alle leuchtenden Sterne!\n148:4 Lobet ihn, ihr Himmel allenthalben, und die Wasser, die oben am Himmel sind!\n148:5 Die sollen loben den Namen des HERRN; denn er gebeut, so wird's geschaffen.\n148:6 Er h\u00e4lt sie immer und ewiglich; er ordnet sie, da\u00df sie nicht anders gehen m\u00fcssen.\n148:7 Lobet den HERRN auf Erden, ihr Walfische und alle Tiefen;\n148:8 Feuer, Hagel, Schnee und Dampf, Sturmwinde, die sein Wort ausrichten;\n148:9 Berge und alle H\u00fcgel, fruchtbare B\u00e4ume und alle Zedern;\n148:10 Tier und alles Vieh, Gew\u00fcrm und V\u00f6gel;\n148:11 ihr K\u00f6nige auf Erden und alle Leute, F\u00fcrsten und alle Richter auf Erden;\n148:12 J\u00fcnglinge und Jungfrauen, Alte mit den Jungen\n148:13 sollen loben den Namen des HERRN; denn sein Name allein ist hoch; sein Lob gehet, soweit Himmel und Erde ist.\n148:14 Und er erh\u00f6het das Horn seines Volks. Alle seine Heiligen sollen loben, die Kinder Israel, das Volk, das ihm dienet, Halleluja!\n149:1 Halleluja! Singet dem HERRN ein neues Lied! Die Gemeine der Heiligen soll ihn loben.\n149:2 Israel freue sich des, der ihn gemacht hat; die Kinder Zion seien fr\u00f6hlich, \u00fcber ihrem K\u00f6nige!\n149:3 Sie sollen loben seinen Namen im Reigen, mit Pauken und Harfen sollen sie ihm spielen.\n149:4 Denn der HERR hat Wohlgefallen an seinem Volk; er hilft den Elenden herrlich.\n149:5 Die Heiligen sollen fr\u00f6hlich sein und preisen und r\u00fchmen auf ihren Lagern.\n149:6 Ihr Mund soll Gott erh\u00f6hen, und sollen scharfe Schwerter in ihren H\u00e4nden haben,\n149:7 da\u00df sie Rache \u00fcben unter den Heiden, Strafe unter den V\u00f6lkern,\n149:8 ihre K\u00f6nige zu binden mit Ketten und ihre Edlen mit eisernen Fesseln,\n149:9 da\u00df sie ihnen tun das Recht, davon geschrieben ist. Solche Ehre werden alle seine Heiligen haben. Halleluja!\n150:1 Halleluja! Lobet den HERRN in seinem Heiligtum; lobet ihn in der Feste seiner Macht!\n150:2 Lobet ihn in seinen Taten; lobet ihn in seiner gro\u00dfen HERRLIchkeit!\n150:3 Lobet ihn mit Posaunen; lobet ihn mit Psalter und Harfen!\n150:4 Lobet ihn mit Pauken und Reigen; lobet ihn mit Saiten und Pfeifen!\n150:5 Lobet ihn mit hellen Zimbeln; lobet ihn mit wohlklingenden Zimbeln!\n150:6 Alles, was Odem hat, lobe den HERRN! Halleluja!","title":"German Bible: Psalms","type":"page"}
