{"collection":"Bible & Christianity","html_url":"https://unchartedknowledge.5gfusion.net/browse/bib/wb/ger/sa1.htm","path":"bib/wb/ger/sa1.htm","source_url":"https://sacred-texts.com/bib/wb/ger/sa1.htm","text":"1:1 Es war ein Mann von Ramathaim-Zophim, vom Gebirge Ephraim, der hie\u00df Elkana, ein Sohn Jerohams, des Sohns Elihus, des Sohns Thohus, des Sohns Zuphs, welcher von Ephrath war.\n1:2 Und er hatte zwei Weiber; eine hie\u00df Hanna, die andere Peninna. Peninna aber hatte Kinder, und Hanna hatte keine Kinder.\n1:3 Und derselbe Mann ging hinauf von seiner Stadt zu seiner Zeit, da\u00df er anbetete und opferte dem HERRN Zebaoth zu Silo. Daselbst waren aber Priester des HERRN Hophni und Pinehas, die zween S\u00f6hne Elis.\n1:4 Da es nun eines Tages kam, da\u00df Elkana opferte, gab er seinem Weibe Peninna und allen ihren S\u00f6hnen und T\u00f6chtern St\u00fccke.\n1:5 Aber Hanna gab er ein St\u00fcck traurig; denn er hatte Hanna lieb; aber der HERR hatte ihren Leib verschlossen.\n1:6 Und ihre Widerw\u00e4rtige betr\u00fcbte sie und trotzte ihr sehr, da\u00df der HERR ihren Leib verschlossen h\u00e4tte.\n1:7 Also ging es alle Jahre, wenn sie hinaufzog zu des HERRN Haus, und betr\u00fcbte sie also; so weinete sie dann und a\u00df nichts.\n1:8 Elkana aber, ihr Mann, sprach zu ihr: Hanna, warum weinest du, und warum issest du nichts, und warum gehabt sich dein Herz so \u00fcbel? Bin ich dir nicht besser denn zehn S\u00f6hne?\n1:9 Da stund Hanna auf, nachdem sie gegessen hatte zu Silo und getrunken. (Eli aber, der Priester, sa\u00df auf einem Stuhl an der Pfoste des Tempels des HERRN.)\n1:10 Und sie war von Herzen betr\u00fcbt und betete zum HERRN und weinete.\n1:11 Und gelobte ein Gel\u00fcbde und sprach: HERR Zebaoth, wirst du deiner Magd Elend ansehen und an mich gedenken und deiner Magd nicht vergessen und wirst deiner Magd einen Sohn geben, so will ich ihn dem HERRN geben sein Leben lang, und soll kein Schermesser auf sein Haupt kommen.\n1:12 Und da sie lange betete vor dem HERRN, hatte Eli acht auf ihren Mund.\n1:13 Denn Hanna redete in ihrem Herzen; allein ihre Lippen regten sich, und ihre Stimme h\u00f6rete man nicht. Da meinte Eli, sie w\u00e4re trunken,\n1:14 und sprach zu ihr: Wie lange willst du trunken sein? La\u00df den Wein von dir kommen, den du bei dir hast!\n1:15 Hanna aber antwortete und sprach: Nein, mein HERR, ich bin ein betr\u00fcbt Weib. Wein und stark Getr\u00e4nke hab ich nicht getrunken, sondern habe mein Herz vor dem HERRN ausgesch\u00fcttet.\n1:16 Du wollest deine Magd nicht achten wie ein loses Weib; denn ich habe aus meinem gro\u00dfen Kummer und Traurigkeit geredet bisher.\n1:17 Eli antwortete und sprach: Gehe hin mit Frieden! Der Gott Israels wird dir geben deine Bitte, die du von ihm gebeten hast.\n1:18 Sie sprach: La\u00df deine Magd Gnade finden vor deinen Augen. Also ging das Weib hin ihres Weges und a\u00df und sah nicht mehr so traurig.\n1:19 Und des Morgens fr\u00fche machten sie sich auf, und da sie angebetet hatten vor dem HERRN, kehreten sie wieder um und kamen heim gen Ramath. Und Elkana erkannte sein Weib Hanna; und der HERR gedachte an sie.\n1:20 Und da etliche Tage um waren, ward sie schwanger und gebar einen Sohn und hie\u00df ihn Samuel; denn ich habe ihn von dem HERRN gebeten.\n1:21 Und da der Mann Elkana hinaufzog mit seinem ganzen Hause, da\u00df er dem HERRN opferte das Opfer zur Zeit gew\u00f6hnlich, und sein Gel\u00fcbde,\n1:22 zog Hanna nicht mit hinauf, sondern sprach zu ihrem Manne: Bis der Knabe entw\u00f6hnet werde, so will ich ihn bringen, da\u00df er vor dem HERRN erscheine und bleibe daselbst ewiglich.\n1:23 Elkana, ihr Mann, sprach zu ihr: So tue, wie dir's gef\u00e4llt; bleibe, bis du ihn entw\u00f6hnest; der HERR best\u00e4tige aber, was er geredet hat! Also blieb das Weib und s\u00e4ugete ihren Sohn, bis da\u00df sie ihn entw\u00f6hnete.\n1:24 Und brachte ihn mit ihr hinauf, nachdem sie ihn entw\u00f6hnet hatte, mit drei Farren, mit einem Epha Mehl und einer Flasche Weins; und brachte ihn in das Haus des HERRN zu Silo. Der Knabe aber war noch jung.\n1:25 Und sie schlachteten einen Farren und brachten den Knaben zu Eli.\n1:26 Und sie sprach: Ach, mein HERR, so wahr deine Seele lebet, mein HERR, ich bin das Weib, das hie bei dir stund und bat den HERRN,\n1:27 da ich um diesen Knaben bat. Nun hat der HERR meine Bitte gegeben, die ich von ihm bat.\n1:28 Darum gebe ich ihn dem HERRN wieder sein Leben lang, weil er vom HERRN erbeten ist. Und sie beteten daselbst den HERRN an.\n2:1 Und Hanna betete und sprach: Mein Herz ist fr\u00f6hlich in dem HERRN, mein Horn ist erh\u00f6het in dem HERRN. Mein Mund hat sich weit aufgetan \u00fcber meine Feinde; denn ich freue mich deines Heils.\n2:2 Es ist niemand heilig, wie der HERR; au\u00dfer dir ist keiner; und ist kein Hort, wie unser Gott ist.\n2:3 Lasset euer gro\u00df R\u00fchmen und Trotzen, lasset aus eurem Munde das Alte; denn der HERR ist ein Gott, der es merket, und l\u00e4\u00dft solch Vornehmen nicht gelingen.\n2:4 Der Bogen der Starken ist zerbrochen, und die Schwachen sind umg\u00fcrtet mit St\u00e4rke.\n2:5 Die da satt waren, sind ums Brot verkauft worden, und die Hunger litten, hungert nicht mehr, bis da\u00df die Unfruchtbare sieben gebar, und die viel Kinder hatte, abnahm.\n2:6 Der HERR t\u00f6tet und machet lebendig, f\u00fchret in die H\u00f6lle und wieder heraus.\n2:7 Der HERR machet arm und machet reich; er niedriget und erh\u00f6het.\n2:8 Er hebet auf den D\u00fcrftigen aus dem Staub und erh\u00f6het den Armen aus dem Kot, da\u00df er ihn setze unter die F\u00fcrsten und den Stuhl der Ehren erben lasse. Denn der Welt Ende sind des HERRN, und er hat den Erdboden drauf gesetzet.\n2:9 Er wird beh\u00fcten die F\u00fc\u00dfe seiner Heiligen; aber die Gottlosen m\u00fcssen zunichte werden in Finsternis; denn viel Verm\u00f6gen hilft doch niemand.\n2:10 Die mit dem HERRN hadern, m\u00fcssen zugrunde gehen; \u00fcber ihnen wird er donnern im Himmel. Der HERR wird richten der Welt Ende und wird Macht geben seinem K\u00f6nige und erh\u00f6hen das Horn seines Gesalbten.\n2:11 Elkana aber ging hin gen Ramath in sein Haus, und der Knabe war des HERRN Diener vor dem Priester Eli.\n2:12 Aber die S\u00f6hne Elis waren b\u00f6se Buben; die fragten nicht nach dem HERRN,\n2:13 noch nach dem Recht der Priester an das Volk. Wenn jemand etwas opfern wollte, so kam des Priesters Knabe, weil das Fleisch kochte, und hatte eine Kreuel mit drei Zacken in seiner Hand;\n2:14 und stie\u00df in den Tiegel, oder Kessel, oder Pfanne, oder Topf; und was er mit der Kreuel hervorzog, das nahm der Priester davon. Also taten sie dem ganzen Israel, die daselbst hinkamen zu Silo.\n2:15 Desselbengleichen, ehe denn sie das Fett anz\u00fcndeten, kam des Priesters Knabe und sprach zu dem, der das Opfer brachte: Gib mir das Fleisch, dem Priester zu braten; denn er will nicht gekocht Fleisch von dir nehmen, sondern roh.\n2:16 Wenn dann jemand zu ihm sagte: La\u00df das Fett anz\u00fcnden, wie sich's heute geb\u00fchrt, und nimm danach, was dein Herz begehrt, so sprach er zu ihm: Du sollst mir's jetzt geben; wo nicht, so will ich's mit Gewalt nehmen.\n2:17 Darum war die S\u00fcnde der Knaben sehr gro\u00df vor dem HERRN; denn die Leute l\u00e4sterten das Speisopfer des HERRN.\n2:18 Samuel aber war ein Diener vor dem HERRN; und der Knabe war umg\u00fcrtet mit einem leinenen Leibrock.\n2:19 Dazu machte ihm seine Mutter einen kleinen Rock und brachte ihn ihm hinauf zu seiner Zeit, wenn sie mit ihrem Mann hinaufging, zu opfern die Opfer zu seiner Zeit.\n2:20 Und Eli segnete Elkana und sein Weib und sprach: Der HERR gebe dir Samen von diesem Weibe um die Bitte, die sie vom HERRN gebeten hat. Und sie gingen an ihren Ort.\n2:21 Und der HERR suchte Hanna heim, da\u00df sie schwanger ward; und gebar drei S\u00f6hne und zwo T\u00f6chter. Aber Samuel, der Knabe, nahm zu bei dem HERRN.\n2:22 Eli aber war sehr alt und erfuhr alles, was seine S\u00f6hne taten dem ganzen Israel, und da\u00df sie schliefen bei den Weibern, die da dieneten vor der T\u00fcr der H\u00fctte des Stifts.\n2:23 Und er sprach zu ihnen: Warum tut ihr solches? Denn ich h\u00f6re euer b\u00f6ses Wesen von diesem ganzen Volk.\n2:24 Nicht, meine Kinder das ist nicht ein gut Geschrei, das ich h\u00f6re. Ihr machet des HERRN Volk \u00fcbertreten.\n2:25 Wenn jemand wider einen Menschen s\u00fcndiget, so kann's der Richter schlichten. Wenn aber jemand wider den HERRN s\u00fcndiget, wer kann f\u00fcr ihn bitten? Aber sie gehorchten ihres Vaters Stimme nicht, denn der HERR hatte Willen, sie zu t\u00f6ten.\n2:26 Aber der Knabe Samuel ging und nahm zu; und war angenehm bei dem HERRN und bei den Menschen.\n2:27 Es kam aber ein Mann Gottes zu Eli und sprach zu ihm: So spricht der HERR: Ich habe mich offenbaret deines Vaters Hause, da sie noch in \u00c4gypten waren in Pharaos Hause,\n2:28 und habe ihn daselbst mir erw\u00e4hlet vor allen St\u00e4mmen Israels zum Priestertum, da\u00df er opfern sollte auf meinem Altar und R\u00e4uchwerk anz\u00fcnden und den Leibrock vor mir tragen; und habe deines Vaters Hause gegeben alle Feuer der Kinder Israel.\n2:29 Warum l\u00f6ckest du denn wider meine Opfer und Speisopfer, die ich geboten habe in der Wohnung? Und du ehrest deine S\u00f6hne mehr denn mich, da\u00df ihr euch m\u00e4stet von dem Besten aller Speisopfer meines Volks Israel.\n2:30 Darum spricht der HERR, der Gott Israels: Ich habe geredet, dein Haus und deines Vaters Haus sollten wandeln vor mir ewiglich. Aber nun spricht der HERR: Es sei ferne von mir, sondern wer mich ehret, den will ich auch ehren; wer aber mich verachtet, der soll wieder verachtet werden.\n2:31 Siehe, es wird die Zeit kommen, da\u00df ich will entzweibrechen deinen Arm und den Arm deines Vaters Hauses, da\u00df kein Alter sei in deinem Hause.\n2:32 Und wirst sehen deinen Widerw\u00e4rtigen in der Wohnung in allerlei Gut, das Israel geschehen wird; und wird kein Alter sein in deines Vaters Hause ewiglich.\n2:33 Doch will ich aus dir niemand von meinem Altar ausrotten, auf da\u00df deine Augen verschmachten und deine Seele sich gr\u00e4me; und alle Menge deines Hauses sollen sterben, wenn sie M\u00e4nner worden sind.\n2:34 Und das soll dir ein Zeichen sein, das \u00fcber deine zween S\u00f6hne, Hophni und Pinehas, kommen wird: auf einen Tag werden sie beide sterben.\n2:35 Ich aber will mir einen treuen Priester erwecken, der soll tun, wie es meinem Herzen und meiner Seele gef\u00e4llt; dem will ich ein best\u00e4ndig Haus bauen, da\u00df er vor meinem Gesalbten wandele immerdar.\n2:36 Und wer \u00fcbrig ist von deinem Hause, der wird kommen und vor jenem niederfallen um einen silbernen Pfennig und St\u00fcck Brots und wird sagen: Lieber, la\u00df mich zu einem Priesterteil, da\u00df ich einen Bissen Brot esse.\n3:1 Und da Samuel, der Knabe, dem HERRN dienete unter Eli, war des HERRN Wort teuer zu derselbigen Zeit, und war wenig Weissagung.\n3:2 Und es begab sich, zur selben Zeit lag Eli an seinem Ort, und seine Augen fingen an dunkel zu werden, da\u00df er nicht sehen konnte.\n3:3 Und Samuel hatte sich geleget im Tempel des HERRN, da die Lade Gottes war, ehe denn die Lampe Gottes verlosch.\n3:4 Und der HERR rief Samuel. Er aber antwortete: Siehe, hie bin ich.\n3:5 Und lief zu Eli und sprach: Siehe, hie bin ich, du hast mich gerufen. Er aber sprach: Ich habe dich nicht gerufen; gehe wieder hin und lege dich schlafen. Und er ging hin und legte sich schlafen.\n3:6 Der HERR rief abermal: Samuel! Und Samuel stund auf und ging zu Eli und sprach: Siehe, hie bin ich, du hast mich gerufen. Er aber sprach: Ich habe dich nicht gerufen, mein Sohn; gehe wieder hin und lege dich schlafen.\n3:7 Aber Samuel kannte den HERRN noch nicht, und des HERRN Wort war ihm noch nicht offenbaret.\n3:8 Und der HERR rief Samuel aber zum drittenmal. Und er stund auf und ging zu Eli und sprach: Siehe, hie bin ich, du hast mich gerufen. Da merkte Eli, da\u00df der HERR dem Knaben rief,\n3:9 und sprach zu ihm: Gehe wieder hin und lege dich schlafen; und so du gerufen wirst, so sprich: Rede, HERR; denn dein Knecht h\u00f6ret. Samuel ging hin und legte sich an seinen Ort.\n3:10 Da kam der HERR und trat dahin und rief wie vormals: Samuel, Samuel! Und Samuel sprach: Rede, denn dein Knecht h\u00f6ret.\n3:11 Und der HERR sprach zu Samuel: Siehe, ich tue ein Ding in Israel, da\u00df, wer das h\u00f6ren wird, dem werden seine beiden Ohren gellen.\n3:12 An dem Tage will ich erwecken \u00fcber Eli, was ich wider sein Haus geredet habe; ich will's anfahen und vollenden.\n3:13 Denn ich hab's ihm angesagt, da\u00df ich Richter sein will \u00fcber sein Haus ewiglich um der Missetat willen, da\u00df er wu\u00dfte, wie seine Kinder sich sch\u00e4ndlich hielten, und hatte nicht einmal sauer dazu gesehen.\n3:14 Darum habe; ich dem Hause Eli geschworen, da\u00df diese Missetat des Hauses Eli soll nicht vers\u00f6hnet werden weder mit Opfer noch mit Speisopfer ewiglich.\n3:15 Und Samuel lag bis an den Morgen; und tat die T\u00fcr auf am Hause des HERRN. Samuel aber f\u00fcrchtete sich, das Gesicht Eli anzusagen.\n3:16 Da rief ihm Eli und sprach: Samuel, mein Sohn! Er antwortete: Siehe, hie bin ich.\n3:17 Er sprach: Was ist das Wort, das dir gesagt ist? Verschweige mir nichts. Gott tue dir dies und das, wo du mir etwas verschweigest, das dir gesagt ist!\n3:18 Da sagte es ihm Samuel alles an und verschwieg ihm nichts. Er aber sprach: Es ist der HERR; er tue, was ihm wohlgef\u00e4llt!\n3:19 Samuel aber nahm zu, und der HERR war mit ihm; und fiel keines unter allen seinen Worten auf die Erde.\n3:20 Und ganz Israel, von Dan an bis gen Berseba, erkannte, da\u00df Samuel ein treuer Prophet des HERRN war.\n3:21 Und der HERR erschien hinfort zu Silo; denn der HERR war Samuel offenbaret worden zu Silo durch das Wort des HERRN.\n4:1 Und Samuel fing an zu predigen dem ganzen Israel. Israel aber zog aus den Philistern entgegen in den Streit; und lagerten sich bei Eben-Ezer. Die Philister aber hatten sich gelagert zu Aphek\n4:2 und r\u00fcsteten sich gegen Israel. Und der Streit teilete sich weit. Und Israel ward vor den Philistern geschlagen, und schlugen in der Ordnung im Felde bei viertausend Mann.\n4:3 Und da das Volk ins Lager kam, sprachen die \u00c4ltesten Israels: Warum hat uns der HERR heute schlagen lassen vor den Philistern? La\u00dft uns zu uns nehmen die Lade des Bundes des HERRN von Silo und la\u00dft sie, unter uns kommen, da\u00df sie uns helfe von der Hand unserer Feinde.\n4:4 Und das Volk sandte gen Silo und lie\u00df von dannen holen die Lade des Bundes des HERRN Zebaoth, der \u00fcber den Cherubim sitzet. Und waren da die zween S\u00f6hne Elis mit der Lade des Bundes Gottes, Hophni und Pinehas.\n4:5 Und da die Lade des Bundes des HERRN in das Lager kam, jauchzete das ganze Israel mit einem gro\u00dfen Jauchzen, da\u00df die Erde erschallete.\n4:6 Da aber die Philister h\u00f6reten das Geschrei solches Jauchzens, sprachen sie: Was ist das Geschrei solches gro\u00dfen Jauchzens in der Ebr\u00e4er Lager? Und da sie erfuhren, da\u00df die Lade des HERRN ins Lager kommen w\u00e4re,\n4:7 f\u00fcrchteten sie sich und sprachen: Gott ist ins Lager kommen; und sprachen weiter: Wehe uns! denn es ist vorhin nicht also gestanden.\n4:8 Wehe uns! Wer will uns erretten von der Hand dieser m\u00e4chtigen G\u00f6tter? Das sind die G\u00f6tter, die \u00c4gypten schlugen mit allerlei Plage in der W\u00fcste.\n4:9 So seid nun getrost und M\u00e4nner, ihr Philister, da\u00df ihr nicht dienen m\u00fcsset den Ebr\u00e4ern, wie sie euch gedienet haben. Seid M\u00e4nner und streitet!\n4:10 Da stritten die Philister, und Israel ward geschlagen, und ein jeglicher floh in seine H\u00fctte. Und es war eine sehr gro\u00dfe Schlacht, da\u00df aus Israel fielen drei\u00dfigtausend Mann Fu\u00dfvolks.\n4:11 Und die Lade Gottes ward genommen, und die zween S\u00f6hne Elis, Hophni und Pinehas, starben.\n4:12 Da lief einer von Benjamin aus dem Heer und kam gen Silo desselben Tages; und hatte seine Kleider zerrissen und hatte Erde auf sein Haupt gestreuet.\n4:13 Und siehe, als er hineinkam, sa\u00df Eli auf dem Stuhl, da\u00df er auf den Weg s\u00e4he; denn sein Herz war zaghaft \u00fcber der Lade Gottes. Und da der Mann in die Stadt kam, sagte er's an; und die ganze Stadt schrie.\n4:14 Und da Eli das laute Schreien h\u00f6rete, fragte er: Was ist das f\u00fcr ein laut Get\u00fcmmel? Da kam der Mann eilend und sagte es Eli an.\n4:15 (Eli aber war achtundneunzig Jahre alt, und seine Augen waren dunkel, da\u00df er nicht sehen konnte.)\n4:16 Der Mann aber sprach zu Eli: Ich komme und bin heute aus dem Heer geflohen. Er aber sprach: Wie gehet es zu, mein Sohn?\n4:17 Da antwortete der Verk\u00fcndiger und sprach: Israel ist geflohen vor den Philistern, und ist eine gro\u00dfe Schlacht im Volk geschehen; und deine zween S\u00f6hne, Hophni und Pinehas, sind gestorben; dazu die Lade Gottes ist genommen.\n4:18 Da er aber der Lade Gottes gedachte, fiel er zur\u00fcck vom Stuhl am Tor und brach seinen Hals entzwei und starb; denn er war alt und ein schwerer Mann. Er richtete aber Israel vierzig Jahre.\n4:19 Seine Schnur aber, Pinehas Weib, war schwanger und sollte schier geliegen. Da sie das Ger\u00fccht h\u00f6rete, da\u00df die Lade Gottes genommen und ihr Schw\u00e4her und Mann tot w\u00e4re, kr\u00fcmmete sie sich und gebar, denn es kam sie ihr Wehe an.\n4:20 Und da sie jetzt starb, sprachen die Weiber, die neben ihr stunden: F\u00fcrchte dich nicht, du hast einen jungen Sohn. Aber sie antwortete nichts und nahm's auch nicht zu Herzen.\n4:21 Und sie hie\u00df den Knaben Ikabod und sprach: Die HERRLIchkeit ist dahin von Israel; weil die Lade Gottes genommen war und ihr Schw\u00e4her und ihr Mann.\n4:22 Und sprach abermal: Die HERRLIchkeit ist dahin von Israel; denn die Lade Gottes ist genommen.\n5:1 Die Philister aber nahmen die Lade Gottes und brachten sie von Eben-Ezer gen Asdod,\n5:2 in das Haus Dagons, und stelleten sie neben Dagon.\n5:3 Und da die von Asdod des andern Morgens fr\u00fche aufstunden, fanden sie Dagon auf seinem Antlitz liegen auf der Erde vor der Lade des HERRN. Aber sie nahmen den Dagon und setzten ihn wieder an seinen Ort.\n5:4 Da sie aber des andern Morgens fr\u00fche aufstunden, fanden sie Dagon abermal auf seinem Antlitz liegen auf der Erde vor der Lade des HERRN, aber sein Haupt und seine beiden H\u00e4nde abgehauen auf der Schwelle, da\u00df der Rumpf allein drauf lag.\n5:5 Darum treten die Priester Dagons und alle, die in Dagons Haus gehen, nicht auf die Schwelle Dagons zu Asdod bis auf diesen Tag.\n5:6 Aber die Hand des HERRN ward schwer \u00fcber die von Asdod und verderbete sie und schlug Asdod und alle ihre Grenzen an heimlichen Orten.\n5:7 Da aber die Leute zu Asdod sahen, da\u00df es so zuging, sprachen sie: La\u00dft die Lade des Gottes Israels nicht bei uns bleiben; denn seine Hand ist zu hart \u00fcber uns und unsern Gott Dagon.\n5:8 Und sandten hin und versammelten alle F\u00fcrsten der Philister zu sich und sprachen: Was sollen wir mit der Lade des Gottes Israels machen? Da antworteten sie: Lasset die von Gath die Lade des Gottes Israels umhertragen.\n5:9 Und sie trugen die Lade des Gottes Israels umher. Da sie aber dieselbe umhertrugen, ward durch die Hand des HERRN in der Stadt ein sehr gro\u00dfer Rumor, und schlug die Leute in der Stadt, beide klein und gro\u00df, und kriegten heimliche Plage an heimlichen Orten.\n5:10 Da sandten sie die Lade des HERRN gen Ekron. Da aber die Lade Gottes gen Ekron kam, schrieen die von Ekron: Sie haben die Lade Gottes umhergetragen zu mir, da\u00df sie mich t\u00f6te und mein Volk.\n5:11 Da sandten sie hin und versammelten alle F\u00fcrsten der Philister und sprachen: Sendet die Lade des Gottes Israels wieder an ihren Ort, da\u00df sie mich und mein Volk nicht t\u00f6te. Denn die Hand Gottes machte einen sehr gro\u00dfen Rumor mit W\u00fcrgen in der ganzen Stadt.\n5:12 Und welche Leute nicht starben, die wurden geschlagen an heimlichen Orten, da\u00df das Geschrei der Stadt auf gen Himmel ging.\n6:1 Also war die Lade des HERRN sieben Monde im Lande der Philister.\n6:2 Und die Philister riefen ihren Priestern und Weissagern und sprachen: Was sollen wir mit der Lade des HERRN machen? Lehret uns, womit sollen wir sie an ihren Ort senden?\n6:3 Sie sprachen: Wollt ihr die Lade des Gottes Israels senden, so sendet sie nicht leer, sondern sollt ihr vergelten ein Schuldopfer, so werdet ihr gesund werden und wird euch kund werden, warum seine Hand nicht von euch l\u00e4\u00dft.\n6:4 Sie aber sprachen: Welches ist das Schuldopfer, das wir ihm geben sollen? Sie antworteten: F\u00fcnf g\u00fcldene \u00c4rse und f\u00fcnf g\u00fcldene M\u00e4use nach der Zahl der f\u00fcnf F\u00fcrsten der Philister; denn es ist einerlei Plage gewesen \u00fcber euch alle und \u00fcber eure F\u00fcrsten.\n6:5 So m\u00fcsset ihr nun machen gleiche Gestalt euren \u00c4rsen und euren M\u00e4usen, die euer Land verderbet haben, da\u00df ihr dem Gott Israels die Ehre gebet; vielleicht wird seine Hand leichter werden \u00fcber euch und \u00fcber euren Gott und \u00fcber euer Land.\n6:6 Warum verstocket ihr euer Herz, wie die \u00c4gypter und Pharao ihr Herz verstockten? Ist's nicht also, da er sich an ihnen beweisete, lie\u00dfen sie sie fahren, da\u00df sie hingingen?\n6:7 So nehmet nun und machet einen neuen Wagen und zwo junge s\u00e4ugende K\u00fche, auf die nie kein Joch kommen ist, und spannet sie an den Wagen und lasset ihre K\u00e4lber hinter ihnen daheim bleiben.\n6:8 Und nehmet die Lade des HERRN und legt sie auf den Wagen; und die g\u00fcldenen Kleinode, die ihr ihm zum Schuldopfer gebt, tut in ein K\u00e4stlein neben ihre Seiten und sendet sie hin und lasset sie gehen.\n6:9 Und sehet ihr zu. Gehet sie hinauf dem Wege ihrer Grenze gen Beth-Semes, so hat er uns all das gro\u00dfe \u00dcbel getan. Wo nicht, so werden wir wissen, da\u00df seine Hand uns nicht ger\u00fchrt hat, sondern es ist uns ohngef\u00e4hr widerfahren.\n6:10 Die Leute taten also und nahmen zwo junge s\u00e4ugende K\u00fche und spanneten sie an einen Wagen und behielten ihre K\u00e4lber daheim.\n6:11 Und legten die Lade des HERRN auf den Wagen und das K\u00e4stlein mit den g\u00fcldenen M\u00e4usen und mit den Bildern ihrer \u00c4rse.\n6:12 Und die K\u00fche gingen stracks Weges zu Beth-Semes zu auf einer Stra\u00dfe; und gingen und bl\u00f6keten und wichen nicht, weder zur Rechten noch zur Linken. Und die F\u00fcrsten der Philister gingen ihnen nach bis an die Grenze Beth-Semes.\n6:13 Die Beth-Semiter aber schnitten eben in der Weizenernte im Grunde; und huben ihre Augen auf und sahen die Lade und freueten sich, dieselbe zu sehen.\n6:14 Der Wagen aber kam auf den Acker Josuas, des Beth-Semiters, und stund daselbst stille. Und war ein gro\u00dfer Stein daselbst. Und sie spalteten das Holz vom Wagen und opferten die K\u00fche dem HERRN zum Brandopfer.\n6:15 Die Leviten aber huben die Lade des HERRN herab und das K\u00e4stlein, das neben dran war, darinnen die g\u00fcldenen Kleinode waren, und setzten sie auf den gro\u00dfen Stein. Aber die Leute zu Beth-Semes opferten dem HERRN desselben Tages Brandopfer und andere Opfer.\n6:16 Da aber die f\u00fcnf F\u00fcrsten der Philister zugesehen hatten, zogen sie wiederum gen Ekron desselben Tages\n6:17 Dies sind aber die g\u00fcldenen \u00c4rse, die die Philister dem HERRN zum Schuldopfer gaben: Asdod einen, Gasa einen, Asklon einen, Gath einen und Ekron einen.\n6:18 Und g\u00fcldene M\u00e4use nach der Zahl aller St\u00e4dte der Philister unter den f\u00fcnf F\u00fcrsten, beide der gemauerten St\u00e4dte und D\u00f6rfer, und bis an das gro\u00dfe Abel, darauf sie die Lade des HERRN lie\u00dfen, bis auf diesen Tag, auf dem Acker Josuas, des Beth-Semiters.\n6:19 Und etliche zu Beth-Semes wurden geschlagen, darum da\u00df sie die Lade des HERRN gesehen hatten. Und er schlug des Volks f\u00fcnfzigtausend und siebenzig Mann. Da trug das Volk Leid, da\u00df der HERR so eine gro\u00dfe Schlacht im Volk getan hatte.\n6:20 Und die Leute zu Beth-Semes sprachen: Wer kann stehen vor dem HERRN, solchem heiligen Gott? und zu wem soll er von uns ziehen?\n6:21 Und sie sandten Boten zu den B\u00fcrgern Kiriath-Jearims, und lie\u00dfen ihnen sagen: Die Philister haben die Lade des HERRN wiedergebracht; kommt herab und holet sie zu euch hinauf.\n7:1 Also kamen die Leute von Kiriath-Jearim und holeten die Lade des HERRN hinauf und brachten sie ins Haus Abinadabs zu Gibea; und seinen Sohn Eleasar heiligten sie, da\u00df er der Lade des HERRN h\u00fctete.\n7:2 Und von dem Tage an, da die Lade des HERRN zu Kiriath-Jearim blieb, verzog sich die Zeit so lange, bis zwanzig Jahre wurden; und das ganze Haus Israel weinete vor dem HERRN.\n7:3 Samuel aber sprach zu dem ganzen Hause Israel: So ihr euch mit ganzem Herzen bekehret zu dem HERRN, so tut von euch die fremden G\u00f6tter und Astharoth und richtet euer Herz zu dem HERRN und dienet ihm allein, so wird er euch erretten aus der Philister Hand.\n7:4 Da taten die Kinder Israel von sich Baalim und Astharoth und dieneten dem HERRN allein.\n7:5 Samuel aber sprach: Versammelt das ganze Israel gen Mizpa, da\u00df ich f\u00fcr euch bitte zum HERRN.\n7:6 Und sie kamen zusammen gen Mizpa und sch\u00f6pften Wasser und gossen es aus vor dem HERRN; und fasteten denselben Tag und sprachen daselbst: Wir haben dem HERRN ges\u00fcndiget. Also richtete Samuel die Kinder Israel zu Mizpa.\n7:7 Da aber die Philister h\u00f6reten, da\u00df die Kinder Israel zusammenkommen waren gen Mizpa, zogen die F\u00fcrsten der Philister hinauf wider Israel. Da das die Kinder Israel h\u00f6reten, f\u00fcrchteten sie sich vor den Philistern\n7:8 und sprachen zu Samuel: La\u00df nicht ab, f\u00fcr uns zu schreien zu dem HERRN, unserm Gott, da\u00df er uns helfe aus der Philister Hand.\n7:9 Samuel nahm ein Milchl\u00e4mmlein und opferte dem HERRN ein ganz Brandopfer und schrie zum HERRN f\u00fcr Israel; und der HERR erh\u00f6rete ihn.\n7:10 Und indem Samuel das Brandopfer opferte, kamen die Philister herzu, zu streiten wider Israel. Aber der HERR lie\u00df donnern einen gro\u00dfen Donner \u00fcber die Philister desselben Tages und schreckte sie, da\u00df sie vor Israel geschlagen wurden.\n7:11 Da zogen die M\u00e4nner Israels aus von Mizpa und jagten die Philister und schlugen sie bis unter Beth-Kar.\n7:12 Da nahm Samuel einen Stein und setzte ihn zwischen Mizpa und Sen; und hie\u00df ihn Eben-Ezer und sprach: Bis hieher hat uns der HERR geholfen.\n7:13 Also wurden die Philister ged\u00e4mpfet und kamen nicht mehr in die Grenze Israels; und die Hand des HERRN war wider die Philister, solange Samuel lebte.\n7:14 Also wurden Israel die St\u00e4dte wieder, die die Philister ihnen genommen hatten, von Ekron an bis gen Gath samt ihren Grenzen; die errettete Israel von der Hand der Philister; denn Israel hatte Frieden mit den Amoritern.\n7:15 Samuel aber richtete Israel sein Leben lang.\n7:16 Und zog j\u00e4hrlich umher zu Bethel und Gilgal und Mizpa. Und wenn er Israel an allen diesen Orten gerichtet hatte,\n7:17 kam er wieder gen Ramath, denn da war sein Haus; und richtete Israel daselbst und bauete dem HERRN daselbst einen Altar.\n8:1 Da aber Samuel alt ward, setzte er seine S\u00f6hne zu Richtern \u00fcber Israel.\n8:2 Sein erstgeborner Sohn hie\u00df Joel und der andere Abia; und waren Richter zu Berseba.\n8:3 Aber seine S\u00f6hne wandelten nicht in seinem Wege, sondern neigeten sich zum Geiz und nahmen Geschenk und beugeten das Recht.\n8:4 Da versammelten sich alle \u00c4ltesten in Israel und kamen gen Ramath zu Samuel.\n8:5 Und sprachen zu ihm: Siehe, du bist alt worden, und deine S\u00f6hne wandeln nicht in deinen Wegen; so setze nun einen K\u00f6nig \u00fcber uns, der uns richte, wie alle Heiden haben.\n8:6 Das gefiel Samuel \u00fcbel, da\u00df sie sagten: Gib uns einen K\u00f6nig, der uns richte. Und Samuel betete vor dem HERRN.\n8:7 Der HERR aber sprach zu Samuel: Gehorche der Stimme des Volks in allem, das sie zu dir gesagt haben; denn sie haben nicht dich, sondern mich verworfen, da\u00df ich nicht soll K\u00f6nig \u00fcber sie sein.\n8:8 Sie tun dir, wie sie immer getan haben von dem Tage an, da ich sie aus \u00c4gypten f\u00fchrete; bis auf diesen Tag, und haben mich verlassen und andern G\u00f6ttern gedienet.\n8:9 So gehorche nun ihrer Stimme. Doch bezeuge ihnen und verk\u00fcndige ihnen das Recht des K\u00f6nigs, der \u00fcber sie herrschen wird.\n8:10 Und Samuel sagte alle Worte des HERRN dem Volk, das von ihm einen K\u00f6nig forderte.\n8:11 Das wird des K\u00f6nigs Recht sein, der \u00fcber euch herrschen wird: Eure S\u00f6hne wird er nehmen zu seinem Wagen und Reitern, die vor seinem Wagen her traben,\n8:12 und zu Hauptleuten \u00fcber tausend und \u00fcber f\u00fcnfzig und zu Ackerleuten, die ihm seinen Acker bauen, und zu Schnittern in seiner Ernte, und da\u00df sie seinen Harnisch, und was zu seinem Wagen geh\u00f6ret, machen.\n8:13 Eure T\u00f6chter aber wird er nehmen, da\u00df sie Apothekerinnen, K\u00f6chinnen und B\u00e4ckerinnen seien.\n8:14 Eure besten \u00c4cker und Weinberge und \u00d6lg\u00e4rten wird er nehmen und seinen Knechten geben.\n8:15 Dazu von eurer Saat und Weinbergen wird er den Zehnten nehmen und seinen K\u00e4mmerern und Knechten geben.\n8:16 Und eure Knechte und M\u00e4gde und eure feinsten J\u00fcnglinge und eure Esel wird er nehmen und seine Gesch\u00e4fte damit ausrichten.\n8:17 Von euren Herden wird er den Zehnten nehmen, und ihr m\u00fcsset seine Knechte sein.\n8:18 Wenn ihr dann schreien werdet zu der Zeit \u00fcber euren K\u00f6nig, den ihr euch erw\u00e4hlet habt; so wird euch der HERR zu derselbigen Zeit nicht erh\u00f6ren.\n8:19 Aber das Volk weigerte sich, zu gehorchen der Stimme Samuels, und sprachen: Mitnichten, sondern es soll ein K\u00f6nig \u00fcber uns sein,\n8:20 da\u00df wir seien auch wie alle andern Heiden, da\u00df uns unser K\u00f6nig richte und vor uns her ausziehe, wenn wir unsere Kriege f\u00fchren.\n8:21 Da gehorchte Samuel alle dem, das das Volk sagte, und sagte es vor den Ohren des HERRN.\n8:22 Der HERR aber sprach zu Samuel: Gehorche ihrer Stimme und mache ihnen einen K\u00f6nig! Und Samuel sprach zu den M\u00e4nnern Israels: Gehet hin, ein jeglicher in seine Stadt!\n9:1 Es war aber ein Mann von Benjamin mit Namen Kis, ein Sohn Abiels, des Sohns Zerors, des Sohns Bechoraths, des Sohns Apiahs, des Sohns eines Mannes Jemini, ein weidlicher Mann.\n9:2 Der hatte einen Sohn mit Namen Saul; der war ein junger feiner Mann, und war kein feinerer unter den Kindern Israel, eines Hauptes l\u00e4nger denn alles Volk.\n9:3 Es hatte aber Kis, der Vater Sauls, seine Eselinnen verloren; und er sprach zu seinem Sohne Saul: Nimm der Knaben einen mit dir, mache dich auf, gehe hin und suche die Eselinnen!\n9:4 Und er ging durch das Gebirge Ephraim und durch das Land Salisa, und fanden sie nicht; sie gingen durch das Land Saalim, und sie waren nicht da; sie gingen durchs Land Jemini und fanden sie nicht.\n9:5 Da sie aber kamen ins Land Zuph, sprach Saul zu dem Knaben, der mit ihm war: Komm, la\u00df uns wieder heimgehen; mein Vater m\u00f6chte von den Eselinnen lassen und f\u00fcr uns sorgen.\n9:6 Er aber sprach: Siehe, es ist ein ber\u00fchmter Mann Gottes in dieser Stadt; alles, was er sagt, das geschiehet. Nun la\u00df uns dahin gehen; vielleicht sagt er uns unsern Weg, den wir gehen.\n9:7 Saul aber sprach zu seinem Knaben: Wenn wir schon hingehen, was bringen wir dem Manne? Denn das Brot ist dahin aus unserem Sack; so haben wir sonst keine Gabe, die wir dem Mann Gottes bringen. Was haben wir?\n9:8 Der Knabe antwortete Saul wieder und sprach: Siehe, ich habe ein Vierteil eines silbernen Sekels bei mir; den wollen wir dem Mann Gottes geben, da\u00df er uns unsern Weg sage.\n9:9 Vorzeiten in Israel, wenn man ging, Gott zu fragen, sprach man: Kommt, la\u00dft uns gehen zu dem Seher! Denn die man jetzt Propheten hei\u00dft, die hie\u00df man vorzeiten Seher.\n9:10 Saul sprach zu seinem Knaben: Du hast wohl geredet; komm, la\u00df uns gehen! Und da sie hingingen zu der Stadt, da der Mann Gottes war,\n9:11 und zur Stadt hinaufkamen, fanden sie Dirnen, die herausgingen, Wasser zu sch\u00f6pfen. Zu denselben sprachen sie: Ist der Seher hie?\n9:12 Sie antworteten ihnen und sprachen: Ja, siehe, da ist er; eile, denn er ist heute in die Stadt kommen, weil das Volk heute zu opfern hat auf der H\u00f6he.\n9:13 Wenn ihr in die Stadt kommt, so werdet ihr ihn finden, ehe denn er hinaufgehet auf die H\u00f6he zu essen. Denn das Volk wird nicht essen, bis er komme, sintemal er segnet das Opfer; danach essen die, so geladen sind. Darum so gehet hinauf, denn jetzt werdet ihr ihn eben antreffen.\n9:14 Und da sie hinauf zur Stadt kamen und mitten in der Stadt waren, siehe, da ging Samuel heraus ihnen entgegen und wollte auf die H\u00f6he gehen.\n9:15 Aber der HERR hatte Samuel seinen Ohren offenbaret einen Tag zuvor, ehe denn Saul kam, und gesagt:\n9:16 Morgen um diese Zeit will ich einen Mann zu dir senden aus dem Lande Benjamin; den sollst du zum F\u00fcrsten salben \u00fcber mein Volk Israel, da\u00df er mein Volk erl\u00f6se von der Philister Hand. Denn ich habe mein Volk angesehen, und sein Geschrei ist vor mich kommen.\n9:17 Da nun Samuel Saul ansah, antwortete ihm der HERR: Siehe, das ist der Mann, davon ich dir gesagt habe, da\u00df er \u00fcber mein Volk herrsche.\n9:18 Da trat Saul zu Samuel unter dem Tor und sprach: Sage mir, wo ist hie des Sehers Haus?\n9:19 Samuel antwortete Saul und sprach: Ich bin der Seher; gehe vor mir hinauf auf die H\u00f6he, denn ihr sollt heute mit mir essen: morgen will ich dich lassen gehen, und alles, was in deinem Herzen ist, will ich dir sagen.\n9:20 Und um die Eselinnen, die du vor dreien Tagen verloren hast, bek\u00fcmmere dich jetzt nicht; sie sind gefunden. Und wes wird sein alles, was das Beste ist in Israel? Wird's nicht dein und deines Vaters ganzen Hauses sein?\n9:21 Saul antwortete: Bin ich nicht ein Sohn von Jemini und von den geringsten St\u00e4mmen Israels, und mein Geschlecht das kleinste unter allen Geschlechtern der St\u00e4mme Benjamin? Warum sagst du denn mir solches?\n9:22 Samuel aber nahm Saul und seinen Knaben und f\u00fchrete sie in die E\u00dflaube und setzte sie obenan unter die, so geladen waren, deren war bei drei\u00dfig Mann.\n9:23 Und Samuel sprach zu dem Koch: Gib her das St\u00fcck, das ich dir gab und befahl, du solltest es bei dir behalten.\n9:24 Da trug der Koch eine Schulter auf, und das daran hing. Und er legte es Saul vor und sprach: Siehe, das ist \u00fcberblieben; lege vor dich und i\u00df; denn es ist auf dich behalten eben auf diese Zeit, da ich das Volk lud. Also a\u00df Saul mit Samuel des Tages.\n9:25 Und da sie hinabgingen von der H\u00f6he zur Stadt, redete er mit Saul auf dem Dache.\n9:26 Und stunden fr\u00fche auf; und da die Morgenr\u00f6te aufging, rief Samuel dem Saul auf dem Dache und sprach: Auf! da\u00df ich dich gehen lasse. Und Saul machte sich auf, und die beiden gingen miteinander hinaus, er und Samuel.\n9:27 Und da sie kamen hinab an der Stadt Ende, sprach Samuel zu Saul: Sage dem Knaben, da\u00df er vor uns hingehe (und er ging vorhin); du aber stehe jetzt stille, da\u00df ich dir kundtue, was Gott gesagt hat.\n10:1 Da nahm Samuel ein \u00d6lglas und go\u00df auf sein Haupt und k\u00fcssete ihn und sprach: Siehest du, da\u00df dich der HERR zum F\u00fcrsten \u00fcber sein Erbteil gesalbet hat?\n10:2 Wenn du jetzt von mir gehest, so wirst du zween M\u00e4nner finden bei dem Grabe Rahels in der Grenze Benjamins zu Zelzah, die werden zu dir sagen: Die Eselinnen sind gefunden, die du zu suchen bist gegangen; und siehe, dein Vater hat die Esel aus der Acht gelassen und sorget um euch und spricht: Was soll ich um meinen Sohn tun?\n10:3 Und wenn du dich von dannen f\u00fcrba\u00df wendest, so wirst du kommen zu der Eiche Thabor; daselbst werden dich antreffen drei M\u00e4nner, die hinaufgehen zu Gott gen Bethel. Einer tr\u00e4gt drei B\u00f6cklein, der andere drei St\u00fccke Brots, der dritte eine Flasche mit Wein.\n10:4 Und sie werden dich freundlich gr\u00fc\u00dfen und dir zwei Brote geben. Die sollst du von ihren H\u00e4nden nehmen.\n10:5 Danach wirst du kommen auf den H\u00fcgel Gottes, da der Philister Lager ist; und wenn du daselbst in die Stadt kommst, wird dir begegnen ein Haufe Propheten von der H\u00f6he herabkommend und vor ihnen her ein Psalter und Pauken und Pfeifen und Harfen, und sie weissagend.\n10:6 Und der Geist des HERRN wird \u00fcber dich geraten, da\u00df du mit ihnen weissagest; da wirst du ein anderer Mann werden.\n10:7 Wenn dir nun diese Zeichen kommen, so tue, was dir unter H\u00e4nden kommt; denn Gott ist mit dir.\n10:8 Du sollst aber vor mir hinabgehen gen Gilgal; siehe, da will ich zu dir hinabkommen, zu opfern Brandopfer und Dankopfer. Sieben Tage sollst du harren, bis ich zu dir komme und dir kundtue, was du tun sollst.\n10:9 Und da er seine Schultern wandte, da\u00df er von Samuel ging, gab ihm Gott ein ander Herz; und kamen alle diese Zeichen auf denselben Tag.\n10:10 Und da sie kamen an den H\u00fcgel, siehe, da kam ihm ein Prophetenhaufe entgegen; und der Geist Gottes geriet \u00fcber ihn, da\u00df er unter ihnen weissagete.\n10:11 Da ihn aber sahen alle, die ihn vorhin gekannt hatten, da\u00df er mit den Propheten weissagete, sprachen sie alle untereinander: Was ist dem Sohne Kis geschehen? Ist Saul auch unter den Propheten?\n10:12 Und einer daselbst antwortete und sprach: Wer ist ihr Vater? Daher ist das Sprichwort kommen: Ist Saul auch unter den Propheten?\n10:13 Und da er ausgeweissaget hatte, kam er auf die H\u00f6he.\n10:14 Es sprach aber Sauls Vetter zu ihm und zu seinem Knaben: Wo seid ihr hingegangen? Sie antworteten: Die Eselinnen zu suchen; und da wir sahen, da\u00df sie nicht da waren, kamen wir zu Samuel.\n10:15 Da sprach der Vetter Sauls: Sage mir, was sagte euch Samuel?\n10:16 Saul antwortete seinem Vetter: Er sagte uns, da\u00df die Eselinnen gefunden w\u00e4ren. Aber von dem K\u00f6nigreich sagte er ihm nicht, was Samuel gesagt hatte.\n10:17 Samuel aber berief das Volk zum HERRN gen Mizpa\n10:18 und sprach zu den Kindern Israel: So sagt der HERR, der Gott Israels: Ich habe Israel aus \u00c4gypten gef\u00fchret und euch von der \u00c4gypter Hand errettet und von der Hand aller K\u00f6nigreiche, die euch zwangen.\n10:19 Und ihr habt heute euren Gott verworfen, der euch aus all eurem Ungl\u00fcck und Tr\u00fcbsal geholfen hat, und sprechet zu ihm: Setze einen K\u00f6nig \u00fcber uns! Wohlan, so tretet nun vor den HERRN nach euren St\u00e4mmen und Freundschaften.\n10:20 Da nun Samuel alle St\u00e4mme Israels herzubrachte, ward getroffen der Stamm Benjamin.\n10:21 Und da er den Stamm Benjamin herzubrachte mit seinen Geschlechtern, ward getroffen das Geschlecht Matris, und ward getroffen Saul, der Sohn Kis. Und sie suchten ihn, aber sie fanden ihn nicht.\n10:22 Da fragten sie f\u00fcrder den HERRN: Wird er auch noch herkommen? Der HERR antwortete: Siehe, er hat sich unter die F\u00e4sser versteckt.\n10:23 Da liefen sie hin und holeten ihn von dannen. Und da er unter das Volk trat, war er eines Haupts l\u00e4nger denn alles Volk.\n10:24 Und Samuel sprach zu allem Volk: Da sehet ihr, welchen der HERR erw\u00e4hlet hat, denn ihm ist keiner gleich in allem Volk. Da jauchzte alles Volk und sprach: Gl\u00fcck zu dem K\u00f6nige!\n10:25 Samuel aber sagte dem Volk alle Rechte des K\u00f6nigreichs und schrieb's in ein Buch und legte es vor den HERRN. Und Samuel lie\u00df alles Volk gehen, einen jeglichen in sein Haus.\n10:26 Und Saul ging auch heim gen Gibea; und ging mit ihm des Heers ein Teil, welcher Herz Gott r\u00fchrete.\n10:27 Aber etliche lose Leute sprachen: Was sollte uns dieser helfen? Und verachteten ihn und brachten ihm kein Geschenk. Aber er tat, als h\u00f6rete er's nicht.\n11:1 Es zog aber herauf Nahas, der Ammoniter, und belagerte Jabes in Gilead. Und alle M\u00e4nner zu Jabes sprachen zu Nahas: Mache einen Bund mit uns, so wollen wir dir dienen.\n11:2 Aber Nahas, der Ammoniter, antwortete ihnen: Darin will ich mit euch einen Bund machen, da\u00df ich euch allen das rechte Auge aussteche und mache euch zuschanden unter dem ganzen Israel.\n11:3 Da sprachen zu ihm die \u00c4ltesten zu Jabes: Gib uns sieben Tage, da\u00df wir Boten senden in alle Grenzen Israels; ist dann niemand, der uns errette, so wollen wir zu dir hinausgehen.\n11:4 Da kamen die Boten gen Gibea zu Saul und redeten solches vor den Ohren des Volks. Da hub alles Volk seine Stimme auf und weinete.\n11:5 Und siehe, da kam Saul vom Felde hinter den Rindern her und sprach: Was ist dem Volk, da\u00df es weinet? Da erz\u00e4hlten sie ihm die Sache der M\u00e4nner von Jabes.\n11:6 Da geriet der Geist Gottes \u00fcber ihn, als er solche Worte h\u00f6rete, und sein Zorn ergrimmete sehr.\n11:7 Und nahm ein Paar Ochsen und zerst\u00fcckte sie und sandte in alle Grenzen Israels durch die Boten und lie\u00df sagen: Wer nicht auszeucht, Saul und Samuel nach, des Rindern soll man also tun. Da fiel die Furcht des HERRN auf das Volk, da\u00df sie auszogen, gleich als ein einiger Mann.\n11:8 Und machte die Ordnung zu Basek. Und der Kinder, Israel waren dreihundertmal tausend Mann, und der Kinder Juda drei\u00dfigtausend.\n11:9 Und sie sagten den Boten, die kommen waren: Also sagt den M\u00e4nnern zu Jabes in Gilead: Morgen soll euch Hilfe geschehen, wenn die Sonne beginnet hei\u00df zu scheinen. Da die Boten kamen und verk\u00fcndigten das den M\u00e4nnern zu Jabes, wurden sie froh.\n11:10 Und die M\u00e4nner Jabes sprachen: Morgen wollen wir zu euch hinausgehen, da\u00df ihr uns tut alles, was euch gef\u00e4llt.\n11:11 Und des andern Morgens stellete Saul das Volk in drei Haufen; und kamen ins Lager um die Morgenwache und schlugen die Ammoniter, bis der Tag hei\u00df ward; welche aber \u00fcberblieben, wurden also zerstreuet, da\u00df ihrer nicht zween beieinander blieben.\n11:12 Da sprach das Volk zu Samuel: Wer sind sie, die da sagten: Sollte Saul \u00fcber uns herrschen? Gebet sie her, die M\u00e4nner, da\u00df wir sie t\u00f6ten!\n11:13 Saul aber sprach: Es soll auf diesen Tag niemand sterben; denn der HERR hat heute Heil gegeben in Israel.\n11:14 Samuel sprach zum Volk: Kommt, la\u00dft uns gen Gilgal gehen und das K\u00f6nigreich daselbst erneuern!\n11:15 Da ging alles Volk gen Gilgal; und machten daselbst Saul zum K\u00f6nige vor dem HERRN zu Gilgal und opferten Dankopfer vor dem HERRN. Und Saul samt allen M\u00e4nnern Israels freueten sich daselbst fast sehr.\n12:1 Da sprach Samuel zum ganzen Israel: Siehe, ich habe eurer Stimme gehorchet in allem, das ihr mir gesagt habt, und habe einen K\u00f6nig \u00fcber euch gemacht.\n12:2 Und nun siehe, da zeucht euer K\u00f6nig vor euch her. Ich aber bin alt und grau worden, und meine S\u00f6hne sind bei euch, und ich bin vor euch hergegangen von meiner Jugend auf bis auf diesen Tag.\n12:3 Siehe, hie bin ich, antwortet wider mich vor dem HERRN und seinem Gesalbten, ob ich jemandes Ochsen oder Esel genommen habe, ob ich jemand habe Gewalt oder Unrecht getan, ob ich von jemandes Hand ein Geschenk genommen habe und mir die Augen blenden lassen? so will ich's euch wiedergeben.\n12:4 Sie sprachen: Du hast uns keine Gewalt noch Unrecht getan und von niemandes Hand etwas genommen.\n12:5 Er sprach zu ihnen: Der HERR sei Zeuge wider euch und sein Gesalbter heutiges Tages, da\u00df ihr nichts in meiner Hand funden habt. Sie sprachen: Ja, Zeugen sollen sie sein.\n12:6 Und Samuel sprach zum Volk: Ja, der HERR, der Mose und Aaron gemacht hat und eure V\u00e4ter aus \u00c4gyptenland gef\u00fchret hat.\n12:7 So tretet nun her, da\u00df ich mit euch rechte vor dem HERRN \u00fcber aller Wohltat des HERRN, die er an euch und euren V\u00e4tern getan hat.\n12:8 Als Jakob nach \u00c4gypten kommen war, schrieen eure V\u00e4ter zu dem HERRN, und er sandte Mose und Aaron, da\u00df sie eure V\u00e4ter aus \u00c4gypten f\u00fchreten und sie an diesem Ort wohnen lie\u00dfen.\n12:9 Aber da sie des HERRN, ihres Gottes, verga\u00dfen, verkaufte er sie unter die Gewalt Sisseras, des Hauptmann zu Hazor, und unter die Gewalt der Philister und unter die Gewalt des K\u00f6nigs der Moabiter, die stritten wider sie.\n12:10 Und schrieen aber zum HERRN und sprachen: Wir haben ges\u00fcndiget, da\u00df wir den HERRN verlassen und Baalim und Astharoth gedienet haben; nun aber errette uns von der Hand unserer Feinde, so wollen wir dir dienen.\n12:11 Da sandte der HERR Jerubbaal, Bedan, Jephthah und Samuel und errettete euch von eurer Feinde H\u00e4nden umher und lie\u00df euch sicher wohnen.\n12:12 Da ihr aber sahet, da\u00df Nahas, der K\u00f6nig der Kinder Ammon, wider euch kam, sprachet ihr zu mir: Nicht du, sondern ein K\u00f6nig soll \u00fcber uns herrschen, so doch der HERR, euer Gott, euer K\u00f6nig war.\n12:13 Nun, da habt ihr euren K\u00f6nig, den ihr erw\u00e4hlet und gebeten habt; denn siehe, der HERR hat einen K\u00f6nig \u00fcber euch gesetzt.\n12:14 Werdet ihr nun den HERRN f\u00fcrchten und ihm dienen und seiner Stimme gehorchen und dem Munde des HERRN nicht ungehorsam sein, so werdet beide ihr und euer K\u00f6nig, der \u00fcber euch herrschet, dem HERRN, eurem Gott, folgen.\n12:15 Werdet ihr aber des HERRN Stimme nicht gehorchen, sondern seinem Munde ungehorsam sein, wird die Hand des HERRN wider euch und wider eure V\u00e4ter sein.\n12:16 Auch tretet nun her und sehet das gro\u00dfe Ding, das der HERR vor euren Augen tun wird.\n12:17 Ist nicht jetzt die Weizenernte? Ich will aber den HERRN anrufen, da\u00df er soll donnern und regnen lassen, da\u00df ihr inne werdet und sehen sollt das gro\u00dfe \u00dcbel, das ihr vor des HERRN Augen getan habt, da\u00df ihr euch einen K\u00f6nig gebeten habt.\n12:18 Und da Samuel den HERRN anrief, lie\u00df der HERR donnern und regnen desselben Tages. Da f\u00fcrchtete das ganze Volk sehr den HERRN und Samuel.\n12:19 Und sprachen alle zu Samuel: Bitte f\u00fcr deine Knechte den HERRN, deinen Gott, da\u00df wir nicht sterben; denn \u00fcber alle unsere S\u00fcnde haben wir auch das \u00dcbel getan, da\u00df wir uns einen K\u00f6nig gebeten haben.\n12:20 Samuel aber sprach zum Volk: F\u00fcrchtet euch nicht, ihr habt zwar das \u00dcbel alles getan; doch weichet nicht hinter dem HERRN ab, sondern dienet dem HERRN von ganzem Herzen.\n12:21 Und weichet nicht dem Eiteln nach; denn es n\u00fctzet nicht und kann nicht erretten, weil es ein eitel Ding ist.\n12:22 Aber der HERR verl\u00e4sset sein Volk nicht um seines gro\u00dfen Namens willen; denn der HERR hat angefangen, euch ihm selbst zum Volk zu machen.\n12:23 Es sei aber auch ferne von mir, mich also an dem HERRN zu vers\u00fcndigen, da\u00df ich sollte ablassen, f\u00fcr euch zu beten und euch zu lehren den guten und richtigen Weg.\n12:24 F\u00fcrchtet nur den HERRN und dienet ihm treulich von ganzem Herzen; denn ihr habt gesehen, wie gro\u00dfe Dinge er mit euch tut.\n12:25 Werdet ihr aber \u00fcbel handeln, so werdet beide, ihr und euer K\u00f6nig verloren sein.\n13:1 Saul war ein Jahr K\u00f6nig gewesen; und da er zwei Jahre \u00fcber Israel regieret hatte,\n13:2 erw\u00e4hlte er ihm dreitausend Mann aus Israel. Zweitausend waren mit Saul zu Michmas und auf dem Gebirge Bethel und eintausend mit Jonathan zu Gibea-Benjamin; das andere Volk aber lie\u00df er gehen, einen jeglichen in seine H\u00fctte.\n13:3 Jonathan aber schlug die Philister in ihrem Lager, das zu Gibea war; das kam vor die Philister. Und Saul lie\u00df die Posaune blasen im ganzen Lande und sagen: Das lasset die Ebr\u00e4er h\u00f6ren!\n13:4 Und ganz Israel h\u00f6rete sagen: Saul hat der Philister Lager geschlagen; denn Israel stank vor den Philistern. Und alles Volk schrie Saul nach gen Gilgal.\n13:5 Da versammelten sich die Philister, zu streiten mit Israel, drei\u00dfigtausend Wagen, sechstausend Reiter und sonst Volk, so viel wie Sand am Rande des Meers, und zogen herauf und lagerten sich zu Michmas, gegen Morgen vor Beth-Aven.\n13:6 Da das sahen die M\u00e4nner Israels, da\u00df sie in N\u00f6ten waren (denn dem Volk war bange), verkrochen sie sich in die H\u00f6hlen und Kl\u00fcfte und Felsen und L\u00f6cher und Gruben.\n13:7 Die Ebr\u00e4er aber gingen \u00fcber den Jordan ins Land Gad und Gilead. Saul aber war noch zu Gilgal, und alles Volk ward hinter ihm zag.\n13:8 Da harrete er sieben Tage auf die Zeit, von Samuel bestimmt. Und da Samuel nicht kam gen Gilgal, zerstreuete sich das Volk von ihm.\n13:9 Da sprach Saul: Bringet mir her Brandopfer und Dankopfer! Und er opferte Brandopfer.\n13:10 Als er aber das Brandopfer vollendet hatte, siehe, da kam Samuel. Da ging Saul hinaus ihm entgegen, ihn zu segnen.\n13:11 Samuel aber sprach: Was hast du gemacht? Saul antwortete: Ich sah, da\u00df das Volk sich von mir zerstreuete, und du kamest nicht zu bestimmter Zeit, und die Philister waren versammelt zu Michmas.\n13:12 Da sprach ich: Nun werden die Philister zu mir herabkommen gen Gilgal, und ich habe das Angesicht des HERRN nicht erbeten; da wagte ich's und opferte Brandopfer.\n13:13 Samuel aber sprach zu Saul: Du hast t\u00f6richt getan und nicht gehalten des HERRN, deines Gottes, Gebot, das er dir geboten hat; denn er h\u00e4tte dein Reich best\u00e4tiget \u00fcber Israel f\u00fcr und f\u00fcr.\n13:14 Aber nun wird dein Reich nicht bestehen. Der HERR hat ihm einen Mann ersucht nach seinem Herzen, dem hat der HERR geboten, F\u00fcrst zu sein \u00fcber sein Volk; denn du hast des HERRN Gebot nicht gehalten.\n13:15 Und Samuel machte sich auf und ging von Gilgal gen Gibea-Benjamin. Aber Saul z\u00e4hlete das Volk, das bei ihm war, bei sechshundert Mann.\n13:16 Saul aber und sein Sohn Jonathan und das Volk, das bei ihm war, blieben auf dem H\u00fcgel Benjamin. Die Philister aber hatten sich gelagert zu Michmas.\n13:17 Und aus dem Lager der Philister zogen drei Haufen, das Land zu verheeren. Einer wandte sich auf die Stra\u00dfe gen Ophra, ins Land Sual;\n13:18 der andere wandte sich auf die Stra\u00dfe Beth-Horon; der dritte wandte sich auf die Stra\u00dfe, die da langet an das Tal Zeboim, an der W\u00fcste.\n13:19 Es ward aber kein Schmied im ganzen Lande Israel erfunden, denn die Philister gedachten, die Ebr\u00e4er m\u00f6chten Schwert und Spie\u00df machen.\n13:20 Und mu\u00dfte ganz Israel hinabziehen zu den Philistern, wenn jemand hatte eine Pflugschar, Haue, Beil oder Sense zu sch\u00e4rfen.\n13:21 Und die Schneiden an den Sensen und Hauen und Gabeln und Beilen waren abgearbeitet und die Stacheln stumpf worden.\n13:22 Da nun der Streittag kam, ward kein Schwert noch Spie\u00df funden in des ganzen Volks Hand, das mit Saul und Jonathan war; nur Saul und sein Sohn hatten Waffen.\n13:23 Und der Philister Lager zog heraus vor Michmas \u00fcber.\n14:1 Es begab sich eines Tages, da\u00df Jonathan, der Sohn Sauls, sprach zu seinem Knaben, der sein Waffentr\u00e4ger war: Komm, la\u00df uns hin\u00fcbergehen zu der Philister Lager, das da dr\u00fcben ist. Und sagte es seinem Vater nicht an.\n14:2 Saul aber blieb zu Gibea am Ende unter einem Granatenbaum, der in der Vorstadt war; und des Volks, das bei ihm war, war bei sechshundert Mann.\n14:3 Und Ahia, der Sohn Ahitobs, Ikabods Bruder, Pinehas Sohn, des Sohns Elis, war Priester des HERRN zu Silo und trug den Leibrock an. Das Volk wu\u00dfte auch nicht, da\u00df Jonathan war hingegangen.\n14:4 Es waren aber an dem Wege, da Jonathan suchte, hin\u00fcberzugehen zu der Philister Lager, zween spitze Felsen, einer diesseits, der andere jenseits; der eine hie\u00df Bozez, der andere Senne.\n14:5 Und einer sah von Mitternacht gegen Michmas und der andere von Mittag gegen Gaba.\n14:6 Und Jonathan sprach zu seinem Waffentr\u00e4ger: Komm, la\u00df uns hin\u00fcbergehen zu dem Lager dieser Unbeschnittenen, vielleicht wird der HERR etwas durch uns ausrichten; denn es ist dem HERRN nicht schwer, durch viel oder wenig helfen.\n14:7 Da antwortete ihm sein Waffentr\u00e4ger: Tue alles, was in deinem Herzen ist; fahre hin, siehe, ich bin mit dir, wie dein Herz will.\n14:8 Jonathan sprach: Wohlan, wenn wir hin\u00fcberkommen zu den Leuten und ihnen ins Gesicht kommen,\n14:9 werden sie dann sagen: Stehet stille, bis wir an euch gelangen, so wollen wir an unserm Ort stehen bleiben und nicht zu ihnen hinaufgehen.\n14:10 Werden sie aber sagen: Kommt zu uns herauf, so wollen wir zu ihnen hinaufsteigen, so hat sie uns der HERR in unsere H\u00e4nde gegeben. Und das soll uns zum Zeichen sein.\n14:11 Da sie nun der Philister Lager beide ins Gesicht kamen, sprachen die Philister: Siehe, die Ebr\u00e4er sind aus den L\u00f6chern gegangen, darin sie sich verkrochen hatten.\n14:12 Und die M\u00e4nner im Lager antworteten Jonathan und seinem Waffentr\u00e4ger und sprachen: Kommt herauf zu uns, so wollen wir's euch wohl lehren. Da sprach Jonathan zu seinem Waffentr\u00e4ger: Steige mir nach; der HERR hat sie gegeben in die H\u00e4nde Israels.\n14:13 Und Jonathan kletterte mit H\u00e4nden und mit F\u00fc\u00dfen hinauf, und sein Waffentr\u00e4ger ihm nach. Da fielen sie vor Jonathan danieder, und sein Waffentr\u00e4ger w\u00fcrgete ihm immer nach,\n14:14 also da\u00df die erste Schlacht, die Jonathan und sein Waffentr\u00e4ger tat, war bei zwanzig Mann, beinahe eine halbe Hufe Ackers, die ein Joch treibet.\n14:15 Und es kam ein Schrecken ins Lager auf dem Felde und im ganzen Volk des Lagers, und die streifenden Rotten erschraken auch, also da\u00df das Land erbebete; denn es war ein Schrecken von Gott.\n14:16 Und die W\u00e4chter Sauls zu Gibea-Benjamin sahen, da\u00df der Haufe zerrann und verlief sich und ward zerschmissen.\n14:17 Saul sprach zu dem Volk, das bei ihm war: Z\u00e4hlet und besehet, wer von uns sei weggegangen. Und da sie z\u00e4hleten, siehe, da war Jonathan und sein Waffentr\u00e4ger nicht da.\n14:18 Da sprach Saul zu Ahia: Bringe herzu die Lade Gottes (denn die Lade Gottes war zu der Zeit bei den Kindern Israel).\n14:19 Und da Saul noch redete mit dem Priester, da ward das Get\u00fcmmel und das Laufen in der Philister Lager gr\u00f6\u00dfer. Und Saul sprach zum Priester: Zeuch deine Hand ab.\n14:20 Und Saul rief und alles Volk, das mit ihm war, und kamen zum Streit; und siehe, da ging eines jeglichen Schwert wider den andern, und war ein sehr gro\u00df Get\u00fcmmel.\n14:21 Auch die Ebr\u00e4er, die vorhin bei den Philistern gewesen waren und mit ihnen im Lager hinaufgezogen waren umher, taten sich zu Israel, die mit Saul und Jonathan waren.\n14:22 Und alle M\u00e4nner von Israel, die sich auf dem Gebirge Ephraim verkrochen hatten, da sie h\u00f6reten, da\u00df die Philister flohen, strichen hinter ihnen her im Streit.\n14:23 Also half der HERR zu der Zeit Israel. Und der Streit w\u00e4hrete bis gen Beth-Aven.\n14:24 Und da die M\u00e4nner Israels matt waren desselben Tages, beschwor Saul das Volk und sprach: Verflucht sei jedermann, wer etwas isset bis zu Abend, da\u00df ich mich an meinen Feinden r\u00e4che! Da a\u00df das ganze Volk nichts.\n14:25 Und das ganze Land kam in den Wald. Es war aber Honig im Felde.\n14:26 Und da das Volk hineinkam in den Wald, siehe, da flo\u00df der Honig. Aber niemand tat desselben mit der Hand zu seinem Munde; denn das Volk f\u00fcrchtete sich vor dem Eide.\n14:27 Jonathan aber hatte nicht geh\u00f6ret, da\u00df sein Vater das Volk beschworen hatte, und reckte seinen Stab aus, den er in seiner Hand hatte, und tunkte mit der Spitze in den Honigseim und wandte seine Hand zu seinem Munde; da wurden seine Augen wacker.\n14:28 Da antwortete einer des Volks und sprach: Dein Vater hat das Volk beschworen und gesagt: Verflucht sei jedermann, der heute etwas isset! Und das Volk war matt worden.\n14:29 Da sprach Jonathan: Mein Vater hat das Land geirret; sehet, wie wacker sind meine Augen worden, da\u00df ich ein wenig dieses Honigs gekostet habe.\n14:30 Weil aber das Volk heute nicht hat m\u00fcssen essen von der Beute seiner Feinde, die es funden hat, so hat auch nun die Schlacht nicht gr\u00f6\u00dfer werden k\u00f6nnen wider die Philister.\n14:31 Sie schlugen aber die Philister des Tages von Michmas bis gen Ajalon. Und das Volk ward sehr matt.\n14:32 Und das Volk richtete die Ausbeute zu und nahmen Schafe und Rinder und K\u00e4lber; und schlachteten's auf der Erde und a\u00dfen's so blutig.\n14:33 Da verk\u00fcndigte man Saul: Siehe, das Volk vers\u00fcndiget sich an dem HERRN, da\u00df es Blut isset. Er sprach: Ihr habt \u00fcbel getan; w\u00e4lzet her zu mir jetzt einen gro\u00dfen Stein.\n14:34 Und Saul sprach weiter: Zerstreuet euch unter das Volk und saget ihnen, da\u00df ein jeglicher seinen Ochsen und seine Schafe zu mir bringe; und schlachtet es allhie, da\u00df ihr's esset und euch nicht vers\u00fcndiget an dem HERRN mit dem Blut essen. Da brachte alles Volk ein jeglicher seinen Ochsen mit seiner Hand herzu des Nachts und schlachteten es daselbst.\n14:35 Und Saul bauete dem HERRN einen Altar. Das ist der erste Altar, den er dem HERRN bauete.\n14:36 Und Saul sprach: La\u00dft uns hinabziehen den Philistern nach bei der Nacht und sie berauben, bis da\u00df licht Morgen wird, da\u00df wir niemand von ihnen \u00fcberlassen. Sie antworteten: Tue alles, was dir gef\u00e4llt. Aber der Priester sprach: La\u00dft uns hieher zu Gott nahen!\n14:37 Und Saul fragte Gott: Soll ich hinabziehen, den Philistern nach? und willst du sie geben in Israels H\u00e4nde? Aber er antwortete ihm zu der Zeit nicht.\n14:38 Da sprach Saul: La\u00dft herzutreten alle Haufen es Volks, und erfahret und sehet, an welchem die S\u00fcnde sei zu dieser Zeit;\n14:39 denn so wahr der HERR lebet, der Heiland Israels, und ob sie gleich an meinem Sohn Jonathan w\u00e4re, so soll er sterben. Und niemand antwortete ihm aus dem ganzen Volk.\n14:40 Und er sprach zu dem ganzen Israel: Seid ihr auf jener Seite; ich und mein Sohn Jonathan wollen sein auf dieser Seite. Das Volk sprach zu Saul: Tue, was dir gef\u00e4llt.\n14:41 Und Saul sprach zu dem HERRN, dem Gott Israels: Schaffe Recht! Da ward Jonathan und Saul getroffen; aber das Volk ging frei aus.\n14:42 Saul sprach: Werfet \u00fcber mich und meinen Sohn Jonathan. Da ward Jonathan getroffen.\n14:43 Und Saul sprach zu Jonathan: Sage mir, was hast du getan? Jonathan sagte es ihm und sprach: Ich habe ein wenig Honigs gekostet mit dem Stabe, den ich in meiner Hand hatte; und siehe, ich mu\u00df darum sterben.\n14:44 Da sprach Saul: Gott tue mir dies und das, Jonathan, du mu\u00dft des Todes sterben.\n14:45 Aber das Volk sprach zu Saul: Sollte Jonathan sterben, der ein solch gro\u00df Heil in Israel getan hat? Das sei ferne! So wahr der HERR lebet, es soll kein Haar von seinem Haupt auf die Erde fallen; denn Gott hat's heute durch ihn getan. Also erl\u00f6sete das Volk Jonathan, da\u00df er nicht sterben mu\u00dfte.\n14:46 Da zog Saul herauf von den Philistern, und die Philister zogen an ihren Ort.\n14:47 Aber da Saul das Reich \u00fcber Israel eingenommen hatte, stritt er wider alle seine Feinde umher: wider die Moabiter, wider die Kinder Ammon, wider die Edomiter, wider die K\u00f6nige Zobas, wider die Philister; und wo er sich hinwandte, da \u00fcbte er Strafe.\n14:48 Und machte ein Heer und schlug die Amalekiter und errettete Israel von der Hand aller, die sie zwackten.\n14:49 Saul aber hatte S\u00f6hne: Jonathan, Iswi, Malchisua. Und seine zwo T\u00f6chter hie\u00dfen also: die erstgeborne Merob und die j\u00fcngste Michal.\n14:50 Und das Weib Sauls hie\u00df Ahinoam, eine Tochter Ahimaaz. Und sein Feldhauptmann hie\u00df Abner, ein Sohn Ners, Sauls Vetters.\n14:51 Kis aber war Sauls Vater; Ner aber, Abners Vater, war ein Sohn Abiels.\n14:52 Es war aber ein harter Streit wider die Philister, solange Saul lebte. Und wo Saul sah einen starken und r\u00fcstigen Mann, den nahm er zu sich.\n15:1 Samuel aber sprach zu Saul: Der HERR hat mich gesandt, da\u00df ich dich zum K\u00f6nig salbete \u00fcber sein Volk Israel; so h\u00f6re nun die Stimme der Worte des HERRN.\n15:2 So spricht der HERR Zebaoth: Ich habe bedacht, was Amalek Israel tat, und wie er ihm den Weg verlegte, da er aus \u00c4gypten zog.\n15:3 So zeuch nun hin und schlage die Amalekiter und verbanne sie mit allem, das sie haben. Schone seiner nicht, sondern t\u00f6te beide Mann und Weib, Kinder und S\u00e4uglinge, Ochsen und Schafe, Kamele und Esel.\n15:4 Saul lie\u00df solches vor das Volk kommen; und er z\u00e4hlete sie zu Thelaim, zweihunderttausend Fu\u00dfvolks und zehntausend Mann aus Juda.\n15:5 Und da Saul kam zu der Amalekiter Stadt, machte er einen Hinterhalt am Bach\n15:6 und lie\u00df dem Keniter sagen: Gehet hin, weichet und ziehet herab von den Amalekitern, da\u00df ich euch nicht mit ihnen aufr\u00e4ume; denn ihr tatet Barmherzigkeit an allen Kindern Israel, da sie aus \u00c4gypten zogen. Also machten sich die Keniter von den Amalekitern.\n15:7 Da schlug Saul die Amalekiter von Hevila an bis gen Sur, die vor \u00c4gypten liegt.\n15:8 Und griff Agag, der Amalekiter K\u00f6nig, lebendig, und alles Volk verbannete er mit des Schwerts Sch\u00e4rfe.\n15:9 Aber Saul und das Volk schonte des Agag, und was gute Schafe und Rinder und gem\u00e4stet war, und der L\u00e4mmer und alles, was gut war, und wollten's nicht verbannen; was aber schn\u00f6de und unt\u00fcchtig war, das verbanneten sie.\n15:10 Da geschah des HERRN Wort zu Samuel und sprach:\n15:11 Es reuet mich, da\u00df ich Saul zum K\u00f6nige gemacht habe; denn er hat sich hinter mir abgewandt und meine Worte nicht erf\u00fcllet. Des ward Samuel zornig und schrie zu dem HERRN die ganze Nacht.\n15:12 Und Samuel machte sich fr\u00fche auf, da\u00df er Saul am Morgen begegnete. Und ihm ward angesagt, da\u00df Saul gen Karmel kommen w\u00e4re und h\u00e4tte ihm ein Siegeszeichen aufgerichtet und w\u00e4re herumgezogen und gen Gilgal hinabkommen.\n15:13 Als nun Samuel zu Saul kam, sprach Saul zu ihm: Gesegnet seiest du dem HERRN! Ich habe des HERRN Wort erf\u00fcllet.\n15:14 Samuel antwortete: Was ist denn das f\u00fcr ein Bl\u00f6ken der Schafe in meinen Ohren und ein Br\u00fcllen der Rinder, die ich h\u00f6re?\n15:15 Saul sprach: Von den Amalekitern haben sie sie gebracht; denn das Volk verschonete der besten Schafe und Rinder um des Opfers willen des HERRN, deines Gottes; das andere haben wir verbannet.\n15:16 Samuel aber antwortete Saul: La\u00df dir sagen, was der HERR mit mir geredet hat diese Nacht. Er sprach: Sage her!\n15:17 Samuel sprach: Ist's nicht also, da du klein warest vor deinen Augen, wurdest du das Haupt unter den St\u00e4mmen Israels, und der HERR salbte dich zum K\u00f6nig \u00fcber Israel?\n15:18 Und der HERR sandte dich auf den Weg und sprach: Zeuch hin und verbanne die S\u00fcnder, die Amalekiter, und streite wider sie, bis du sie vertilgest.\n15:19 Warum hast du nicht gehorchet des HERRN Stimme, sondern hast dich zum Raube gewandt und \u00fcbel gehandelt vor den Augen des HERRN?\n15:20 Saul antwortete Samuel: Habe ich doch der Stimme des HERRN gehorchet und bin hingezogen des Weges, den mich der HERR sandte; und habe Agag, der Amalekiter K\u00f6nig, gebracht und die Amalekiter verbannet.\n15:21 Aber das Volk hat des Raubes genommen, Schafe und Rinder, das Beste unter dem Verbanneten, dem HERRN, deinem Gott, zu opfern in Gilgal.\n15:22 Samuel aber sprach: Meinest du, da\u00df der HERR Lust habe am Opfer und Brandopfer als am Gehorsam der Stimme des HERRN? Siehe, Gehorsam ist besser denn Opfer und Aufmerken besser denn das Fett von Widdern;\n15:23 denn Ungehorsam ist eine Zaubereis\u00fcnde, und Widerstreben ist Abg\u00f6tterei und G\u00f6tzendienst. Weil du nun des HERRN Wort verworfen hast, hat er dich auch verworfen, da\u00df du nicht K\u00f6nig seiest.\n15:24 Da sprach Saul zu Samuel: Ich habe ges\u00fcndiget, da\u00df ich des HERRN Befehl und deine Worte \u00fcbergangen habe; denn ich f\u00fcrchtete das Volk und gehorchte ihrer Stimme.\n15:25 Und nun vergib mir die S\u00fcnde und kehre mit mir um, da\u00df ich den HERRN anbete.\n15:26 Samuel sprach zu Saul: Ich will nicht mit dir umkehren; denn du hast des HERRN Wort verworfen, und der HERR hat dich auch verworfen, da\u00df du nicht K\u00f6nig seiest \u00fcber Israel.\n15:27 Und als sich Samuel umwandte, da\u00df er wegginge, ergriff er ihn bei einem Zipfel seines Rocks, und er zerri\u00df.\n15:28 Da sprach Samuel zu ihm: Der HERR hat das K\u00f6nigreich Israels heute von dir gerissen und deinem N\u00e4chsten gegeben, der besser ist denn du.\n15:29 Auch l\u00fcgt der Held in Israel nicht und gereuet ihn nicht; denn er ist nicht ein Mensch, da\u00df ihn etwas gereuen sollte.\n15:30 Er aber sprach: Ich habe ges\u00fcndiget; aber ehre mich doch jetzt vor den \u00c4ltesten meines Volks und vor Israel; und kehre mit mir um, da\u00df ich den HERRN, deinen Gott, anbete.\n15:31 Also kehrete Samuel um und folgte Saul nach, da\u00df Saul den HERRN anbetete.\n15:32 Samuel aber sprach: La\u00df her zu mir bringen Agag, der Amalekiter K\u00f6nig! Und Agag ging zu ihm getrost und sprach: Also mu\u00df man des Todes Bitterkeit vertreiben.\n15:33 Samuel sprach: Wie dein Schwert Weiber ihrer Kinder beraubet hat, also soll auch deine Mutter ihrer Kinder beraubet sein unter den Weibern. Also zerhieb Samuel den Agag zu St\u00fccken vor dem HERRN in Gilgal.\n15:34 Und Samuel ging hin gen Ramath; Saul aber zog hinauf zu seinem Hause zu Gibea-Saul.\n15:35 Und Samuel sah Saul f\u00fcrder nicht mehr bis an den Tag seines Todes. Aber doch trug Samuel Leid um Saul, da\u00df den HERRN gereuet hatte, da\u00df er Saul zum K\u00f6nige \u00fcber Israel gemacht hatte.\n16:1 Und der HERR sprach zu Samuel: Wie lange tr\u00e4gst du Leid um Saul, den ich verworfen habe, da\u00df er nicht K\u00f6nig sei \u00fcber Israel? F\u00fclle dein Horn mit \u00d6l und gehe hin, ich will dich senden zu dem Bethlehemiter Isai; denn unter seinen S\u00f6hnen habe ich mir einen K\u00f6nig ersehen.\n16:2 Samuel aber sprach: Wie soll ich hingehen? Saul wird's erfahren und mich erw\u00fcrgen. Der HERR sprach: Nimm ein Kalb von den Rindern zu dir und sprich: Ich bin kommen, dem HERRN zu opfern.\n16:3 Und sollst Isai zum Opfer laden; da will ich dir weisen, was du tun sollst, da\u00df du mir salbest, welchen ich dir sagen werde.\n16:4 Samuel tat, wie ihm der HERR gesagt hatte, und kam gen Bethlehem. Da entsetzten sich die \u00c4ltesten der Stadt und gingen ihm entgegen und sprachen: Ist's Friede, da\u00df du kommest?\n16:5 Er sprach: Ja, ich bin kommen, dem HERRN zu opfern; heiliget euch und kommet mit mir zum Opfer! Und er heiligte den Isai und seine S\u00f6hne und lud sie zum Opfer.\n16:6 Da sie nun hereinkamen, sah er den Eliab an und gedachte, ob der vor dem HERRN sei sein Gesalbter.\n16:7 Aber der HERR sprach zu Samuel: Siehe nicht an seine Gestalt noch seine gro\u00dfe Person; ich habe ihn verworfen. Denn es gehet nicht, wie ein Mensch siehet. Ein Mensch siehet, was vor Augen ist, der HERR aber siehet das Herz an.\n16:8 Da rief Isai dem Abinadab und lie\u00df ihn vor Samuel \u00fcbergehen. Und er sprach: Diesen hat der HERR auch nicht erw\u00e4hlet.\n16:9 Da lie\u00df Isai vor\u00fcbergehen Samma. Er aber sprach: Diesen hat der HERR auch nicht erw\u00e4hlet.\n16:10 Da lie\u00df Isai seine sieben S\u00f6hne vor Samuel \u00fcbergehen. Aber Samuel sprach zu Isai: Der HERR hat der keinen erw\u00e4hlet.\n16:11 Und Samuel sprach zu Isai: Sind das die Knaben alle? Er sprach: Es ist noch \u00fcbrig der Kleinste; und siehe, er h\u00fctet der Schafe. Da sprach Samuel zu Isai: Sende hin und la\u00df ihn holen; denn wir werden uns nicht setzen, bis er hieher komme.\n16:12 Da sandte er hin und lie\u00df ihn holen. Und er war br\u00e4unlich, mit sch\u00f6nen Augen und guter Gestalt. Und der HERR sprach: Auf! und salbe ihn; denn der ist's.\n16:13 Da nahm Samuel sein \u00d6lhorn und salbete ihn mitten unter seinen Br\u00fcdern. Und der Geist des HERRN geriet \u00fcber David von dem Tage an und f\u00fcrder. Samuel aber machte sich auf und ging gen Rama.\n16:14 Der Geist aber des HERRN wich von Saul, und ein b\u00f6ser Geist vom HERRN machte ihn sehr unruhig.\n16:15 Da sprachen die Knechte Sauls zu ihm: Siehe, ein b\u00f6ser Geist von Gott macht dich sehr unruhig.\n16:16 Unser HERR sage seinen Knechten, die vor ihm stehen, da\u00df sie einen Mann suchen, der auf der Harfe wohl spielen k\u00f6nne, auf da\u00df, wenn der b\u00f6se Geist Gottes \u00fcber dich kommt, er mit seiner Hand spiele, da\u00df besser mit dir werde.\n16:17 Da sprach Saul zu seinen Knechten: Sehet nach einem Manne, der es wohl kann auf Saitenspiel, und bringet ihn zu mir.\n16:18 Da antwortete der Knaben einer und sprach: Siehe, ich habe gesehen einen Sohn Isais, des Bethlehemiten, der kann wohl auf Saitenspiel; ein r\u00fcstiger Mann und streitbar und verst\u00e4ndig in Sachen und sch\u00f6n, und der HERR ist mit ihm.\n16:19 Da sandte Saul Boten zu Isai und lie\u00df ihm sagen: Sende deinen Sohn David zu mir, der bei den Schafen ist!\n16:20 Da nahm Isai einen Esel mit Brot und ein Legel Weins und ein Ziegenb\u00f6cklein und sandte es Saul durch seinen Sohn David.\n16:21 Also kam David zu Saul und dienete vor ihm, und er gewann ihn sehr lieb, und er ward sein Waffentr\u00e4ger.\n16:22 Und Saul sandte zu Isai und lie\u00df ihm sagen: La\u00df David vor mir bleiben, denn er hat Gnade funden vor meinen Augen.\n16:23 Wenn nun der Geist Gottes \u00fcber Saul kam, so nahm David die Harfe und spielete mit seiner Hand; so erquickte sich Saul, und ward besser mit ihm, und der b\u00f6se Geist wich von ihm.\n17:1 Die Philister sammelten ihre Heere zum Streit und kamen zusammen zu Socho in Juda und lagerten sich zwischen Socho und Aseka, am Ende Damim.\n17:2 Aber Saul und die M\u00e4nner Israels kamen zusammen und lagerten sich im Eichgrunde; und r\u00fcsteten sich zum Streit gegen die Philister.\n17:3 Und die Philister stunden auf einem Berge jenseits und die Israeliten auf einem Berge diesseits, da\u00df ein Tal zwischen ihnen war.\n17:4 Da trat hervor aus den Lagern der Philister ein Riese mit Namen Goliath von Gath, sechs Ellen und einer Hand breit hoch;\n17:5 und hatte einen ehernen Helm auf seinem Haupt und einen schuppichten Panzer an, und das Gewicht seines Panzers war f\u00fcnftausend Sekel Erzes;\n17:6 und hatte eherne Beinharnische an seinen Schenkeln und einen ehernen Schild auf seinen Schultern.\n17:7 Und der Schaft seines Spie\u00dfes war wie ein Weberbaum und das Eisen seines Spie\u00dfes hatte sechshundert Sekel Eisens und sein Schildtr\u00e4ger ging vor ihm her.\n17:8 Und er stund und rief zu dem Zeuge Israels und sprach zu ihnen: Was seid ihr ausgezogen, euch zu r\u00fcsten in einen Streit? Bin ich nicht ein Philister und ihr Sauls Knechte? Erw\u00e4hlet einen unter euch, der zu mir herabkomme!\n17:9 Vermag er wider mich zu streiten, und schl\u00e4gt mich, so wollen wir eure Knechte sein; vermag ich aber wider ihn und schlage ihn, so sollt ihr unsere Knechte sein, da\u00df ihr uns dienet.\n17:10 Und der Philister sprach: Ich habe heutigestages dem Zeuge Israels Hohn gesprochen; gebt mir einen und la\u00dft uns miteinander streiten!\n17:11 Da Saul und ganz Israel diese Rede des Philisters h\u00f6reten, entsetzten sie sich und f\u00fcrchteten sich sehr.\n17:12 David aber war eines ephrathischen Mannes Sohn, von Bethlehem-Juda, der hie\u00df Isai, der hatte acht S\u00f6hne und war ein alter Mann zu Sauls Zeiten und war betagt unter den M\u00e4nnern.\n17:13 Und die drei gr\u00f6\u00dften S\u00f6hne Isais waren mit Saul in Streit gezogen und hie\u00dfen mit Namen: Eliab, der erstgeborne, Abinadab, der andere, und Samma, der dritte.\n17:14 David aber war der j\u00fcngste. Da aber die drei \u00e4ltesten mit Saul in den Krieg zogen,\n17:15 ging David wiederum von Saul, da\u00df er der Schafe seines Vaters h\u00fctete zu Bethlehem.\n17:16 Aber der Philister trat herzu fr\u00fche morgens und abends und stellete sich dar vierzig Tage.\n17:17 Isai aber sprach zu seinem Sohn David: Nimm f\u00fcr deine Br\u00fcder diese Epha Sangen und diese zehn Brote und lauf in das Heer zu deinen Br\u00fcdern,\n17:18 und diese zehn frischen K\u00e4se, und bringe sie dem Hauptmann; und besuche deine Br\u00fcder, ob's ihnen wohlgehe, und nimm, was sie dir befehlen.\n17:19 Saul aber und sie und alle M\u00e4nner Israels waren im Eichgrunde und stritten wider die Philister.\n17:20 Da machte sich David des Morgens fr\u00fche auf und lie\u00df die Schafe dem H\u00fcter und trug und ging hin, wie ihm Isai geboten hatte, und kam zur Wagenburg. Und das Heer war ausgezogen und hatte sich ger\u00fcstet, und schrieen im Streit.\n17:21 Denn Israel hatte sich ger\u00fcstet, so waren die Philister wider ihren Zeug auch ger\u00fcstet\n17:22 Da lie\u00df David das Gef\u00e4\u00df, das er trug, unter dem H\u00fcter der Gef\u00e4\u00dfe und lief zu dem Zeuge; und ging hinein und gr\u00fc\u00dfte seine Br\u00fcder.\n17:23 Und da er noch mit ihnen redete, siehe, da trat herauf der Riese mit Namen Goliath, der Philister von Gath, aus der Philister Zeug und redete wie vorhin; und David h\u00f6rete es.\n17:24 Aber jedermann in Israel, wenn er den Mann sah, floh er vor ihm und f\u00fcrchtete sich sehr.\n17:25 Und jedermann in Israel sprach: Habt ihr den Mann gesehen herauftreten? Denn er ist heraufgetreten, Israel Hohn zu sprechen. Und wer ihn schl\u00e4gt, den will der K\u00f6nig sehr reich machen und ihm seine Tochter geben und will seines Vaters Haus frei machen in Israel.\n17:26 Da sprach David zu den M\u00e4nnern, die bei ihm stunden: Was wird man dem tun, der diesen Philister schl\u00e4gt und die Schande von Israel wendet? Denn wer ist der Philister, dieser Unbeschnittene, der den Zeug des lebendigen Gottes h\u00f6hnet?\n17:27 Da sagte ihm das Volk wie vorhin: So wird man tun dem, der ihn schl\u00e4gt.\n17:28 Und Eliab, sein gr\u00f6\u00dfter Bruder h\u00f6rete ihn reden mit den M\u00e4nnern und ergrimmete mit Zorn wider David und sprach: Warum bist du herabkommen? und warum hast du die wenigen Schafe dort in der W\u00fcste verlassen? Ich kenne deine Vermessenheit wohl und deines Herzens Bosheit. Denn du bist herabkommen, da\u00df du den Streit sehest.\n17:29 David antwortete: Was habe ich denn nun getan? Ist mir's nicht befohlen?\n17:30 Und wandte sich von ihm gegen einen andern und sprach, wie er vorhin gesagt hatte. Da antwortete ihm das Volk wie vorhin.\n17:31 Und da sie die Worte h\u00f6reten, die David sagte, verk\u00fcndigten sie es vor Saul, und er lie\u00df ihn holen.\n17:32 Und David sprach zu Saul: Es entfalle keinem Menschen das Herz um deswillen; dein Knecht soll hingehen und mit dem Philister streiten.\n17:33 Saul aber sprach zu David: Du kannst nicht hingehen wider diesen Philister, mit ihm zu streiten; denn du bist ein Knabe, dieser aber ist ein Kriegsmann von seiner Jugend auf.\n17:34 David aber sprach zu Saul: Dein Knecht h\u00fctete der Schafe seines Vaters, und es kam ein L\u00f6we und ein B\u00e4r und trug ein Schaf weg von der Herde.\n17:35 Und ich lief ihm nach und schlug ihn und errettete es aus seinem Maul. Und da er sich \u00fcber mich machte, ergriff ich ihn bei seinem Bart und schlug ihn und t\u00f6tete ihn.\n17:36 Also hat dein Knecht geschlagen beide den L\u00f6wen und den B\u00e4ren. So soll nun dieser Philister, der Unbeschnittene, sein gleichwie deren einer, denn er hat gesch\u00e4ndet den Zeug des lebendigen Gottes.\n17:37 Und David sprach: Der HERR, der mich von dem L\u00f6wen und B\u00e4ren errettet hat, der wird mich auch erretten von diesem Philister.\n17:38 Und Saul sprach zu David: Gehe hin, der HERR sei mit dir! Und Saul zog David seine Kleider an und setzte ihm einen ehernen Helm auf sein Haupt und legte ihm einen Panzer an.\n17:39 Und David g\u00fcrtete sein Schwert \u00fcber seine Kleider und fing an zu gehen, denn er hatte es nie versucht. Da sprach David zu Saul: Ich kann nicht also gehen, denn ich bin's nicht gewohnt; und legte es von sich.\n17:40 Und nahm seinen Stab in seine Hand und erw\u00e4hlte f\u00fcnf glatte Steine aus dem Bach und tat sie in die Hirtentasche, die er hatte, und in den Sack, und nahm die Schleuder in seine Hand und machte sich zu dem Philister.\n17:41 Und der Philister ging auch einher und machte sich zu David, und sein Schildtr\u00e4ger vor ihm her.\n17:42 Da nun der Philister sah und schauete David an, verachtete er ihn. Denn er war ein Knabe, br\u00e4unlich und sch\u00f6n.\n17:43 Und der Philister sprach zu David: Bin ich denn ein Hund, da\u00df du mit Stecken zu mir kommst? Und fluchte dem David bei seinem Gott.\n17:44 Und sprach zu David: Komm her zu mir, ich will dein Fleisch geben den V\u00f6geln unter dem Himmel und den Tieren auf dem Felde!\n17:45 David aber sprach zu dem Philister: Du kommst zu mir mit Schwert, Spie\u00df und Schild; ich aber komme zu dir im Namen des HERRN Zebaoth, des Gottes des Zeuges Israels, den du geh\u00f6hnet hast.\n17:46 Heutigestages wird dich der HERR in meine Hand \u00fcberantworten, da\u00df ich dich schlage und nehme dein Haupt von dir und gebe den Leichnam des Heers der Philister heute den V\u00f6geln unter dem Himmel und dem Wild auf Erden, da\u00df alles Land inne werde, da\u00df Israel einen Gott hat,\n17:47 und da\u00df alle diese Gemeine inne werde, da\u00df der HERR nicht durch Schwert noch Spie\u00df hilft; denn der Streit ist des HERRN, und wird euch geben in unsere H\u00e4nde.\n17:48 Da sich nun der Philister aufmachte, ging daher und nahete sich gegen David, eilete David und lief vom Zeuge gegen den Philister.\n17:49 Und David tat seine Hand in die Tasche und nahm einen Stein daraus und schleuderte und traf den Philister an seine Stirn, da\u00df der Stein in seine Stirn fuhr, und er zur Erde fiel auf sein Angesicht.\n17:50 Also \u00fcberwand David den Philister mit der Schleuder und mit dem Stein; und schlug ihn und t\u00f6tete ihn. Und da David kein Schwert in seiner Hand hatte,\n17:51 lief er und trat zu dem Philister und nahm sein Schwert und zog es aus der Scheide und t\u00f6tete ihn und hieb ihm den Kopf damit ab. Da aber die Philister sahen, da\u00df ihr St\u00e4rkster tot war, flohen sie.\n17:52 Und die M\u00e4nner Israels und Judas machten sich auf und riefen und jagten den Philistern nach, bis man kommt ins Tal, und bis an die Tore Ekrons. Und die Philister fielen erschlagen auf dem Wege zu den Toren bis gen Gath und gen Ekron.\n17:53 Und die Kinder Israel kehreten um von dem Nachjagen der Philister und beraubten ihr Lager.\n17:54 David aber nahm des Philisters Haupt und brachte es gen Jerusalem; seine Waffen aber legte er in seine H\u00fctte.\n17:55 Da aber Saul David sah ausgehen wider den Philister, sprach er zu Abner, seinem Feldhauptmann: Wes Sohn ist der Knabe? Abner aber sprach: So wahr deine Seele lebet, K\u00f6nig, ich wei\u00df nicht.\n17:56 Der K\u00f6nig sprach: So frage danach, wes Sohn der J\u00fcngling sei.\n17:57 Da nun David wiederkam von der Schlacht des Philisters, nahm ihn Abner und brachte ihn vor Saul; und er hatte des Philisters Haupt in seiner Hand.\n17:58 Und Saul sprach zu ihm: Wes Sohn bist du, Knabe? David sprach: Ich bin ein Sohn deines Knechts Isai, des Bethlehemiten.\n18:1 Und da er hatte ausgeredet mit Saul, verband sich das Herz Jonathans mit dem Herzen Davids; und Jonathan gewann ihn lieb wie sein eigen Herz.\n18:2 Und Saul nahm ihn des Tages und lie\u00df ihn nicht wieder zu seines Vaters Haus kommen.\n18:3 Und Jonathan und David machten einen Bund miteinander; denn er hatte ihn lieb wie sein eigen Herz.\n18:4 Und Jonathan zog aus seinen Rock, den er anhatte, und gab ihn David, dazu seinen Mantel, sein Schwert, seinen Bogen und seinen G\u00fcrtel.\n18:5 Und David zog aus, wohin ihn Saul sandte, und hielt sich kl\u00fcglich. Und Saul setzte ihn \u00fcber die Kriegsleute; und er gefiel wohl allem Volk, auch den Knechten Sauls.\n18:6 Es begab sich aber, da er wiederkommen war von des Philisters Schlacht, da\u00df die Weiber aus allen St\u00e4dten Israels waren gegangen mit Gesang und Reigen dem K\u00f6nige Saul entgegen mit Pauken, mit Freuden und mit Geigen.\n18:7 Und die Weiber sangen gegeneinander und spielten und sprachen: Saul hat tausend geschlagen, aber David zehntausend.\n18:8 Da ergrimmete Saul sehr, und gefiel ihm das Wort \u00fcbel und sprach: Sie haben David zehntausend gegeben und mir tausend; das K\u00f6nigreich will noch sein werden.\n18:9 Und Saul sah David sauer an von dem Tage und fortan.\n18:10 Des andern Tages geriet der b\u00f6se Geist von Gott \u00fcber Saul und weissagete daheim im Hause; David aber spielte auf den Saiten mit seiner Hand, wie er t\u00e4glich pflegte. Und Saul hatte einen Spie\u00df in der Hand\n18:11 und scho\u00df ihn und gedachte: Ich will David an die Wand spie\u00dfen. David aber wandte sich zweimal von ihm.\n18:12 Und Saul f\u00fcrchtete sich vor David; denn der HERR war mit ihm und war von Saul gewichen.\n18:13 Da tat ihn Saul von sich und setzte ihn zum F\u00fcrsten \u00fcber tausend Mann; und er zog aus und ein vor dem Volk.\n18:14 Und David hielt sich kl\u00fcglich in all seinem Tun; und der HERR war mit ihm.\n18:15 Da nun Saul sah, da\u00df er sich so kl\u00fcglich hielt, scheuete er sich vor ihm.\n18:16 Aber ganz Israel und Juda hatte David lieb; denn er zog aus und ein vor ihnen her.\n18:17 Und Saul sprach zu David: Siehe, meine gr\u00f6\u00dfte Tochter Merob will ich dir zum Weibe geben; sei nur freudig und f\u00fchre des HERRN Kriege! Denn Saul gedachte: Meine Hand soll nicht an ihm sein, sondern die Hand der Philister.\n18:18 David aber antwortete Saul: Wer bin ich, und was ist mein Leben und Geschlecht meines Vaters in Israel, da\u00df ich des K\u00f6nigs Eidam werden soll?\n18:19 Da aber die Zeit kam, da\u00df Merob, die Tochter Sauls, sollte David gegeben werden, ward sie Adriel, dem Meholathiter, zum Weibe gegeben.\n18:20 Aber Michal, Sauls Tochter, hatte den David lieb. Da das Saul angesagt ward, sprach er: Das ist recht.\n18:21 Ich will sie ihm geben, da\u00df sie ihm zum Fall gerate, und der Philister H\u00e4nde \u00fcber ihn kommen. Und sprach zu David: Du sollst heute mit der andern mein Eidam werden.\n18:22 Und Saul gebot seinen Knechten: Redet mit David heimlich und sprechet: Siehe, der K\u00f6nig hat Lust zu dir, und alle seine Knechte lieben dich; so sei nun des K\u00f6nigs Eidam!\n18:23 Und die Knechte Sauls redeten solche Worte vor den Ohren Davids. David aber sprach: D\u00fcnket euch das ein Geringes sein, des K\u00f6nigs Eidam zu sein? Ich aber bin ein armer, geringer Mann.\n18:24 Und die Knechte Sauls sagten ihm wieder und sprachen: Solche Worte hat David geredet.\n18:25 Saul sprach: So saget zu David: Der K\u00f6nig begehret keine Morgengabe ohne hundert Vorh\u00e4ute von den Philistern, da\u00df man sich r\u00e4che an des K\u00f6nigs Feinden. Denn Saul trachtete, David zu f\u00e4llen durch der Philister Hand.\n18:26 Da sagten seine Knechte David an solche Worte und deuchte David die Sache gut sein, da\u00df er des K\u00f6nigs Eidam w\u00fcrde. Und die Zeit war noch nicht aus.\n18:27 Da machte sich David auf und zog hin mit seinen M\u00e4nnern und schlug unter den Philistern zweihundert Mann. Und David brachte ihre Vorhaute und vergn\u00fcgte dem K\u00f6nige die Zahl, da\u00df er des K\u00f6nigs Eidam w\u00fcrde. Da gab ihm Saul seine Tochter Michal zum Weibe.\n18:28 Und Saul sah und merkte, da\u00df der HERR mit David war. Und Michal, Sauls Tochter, hatte ihn lieb.\n18:29 Da f\u00fcrchtete sich Saul noch mehr vor David und ward sein Feind sein Leben lang.\n18:30 Und da der Philister F\u00fcrsten auszogen, handelte David kl\u00fcglicher denn alle Knechte Sauls, wenn sie auszogen, da\u00df sein Name hochgepreiset ward.\n19:1 Saul aber redete mit seinem Sohn Jonathan und mit allen seinen Knechten, da\u00df sie David sollten t\u00f6ten. Aber Jonathan, Sauls Sohn, hatte David sehr lieb;\n19:2 und verk\u00fcndigte es ihm und sprach: Mein Vater Saul trachtet danach, da\u00df er dich t\u00f6te. Nun, so bewahre dich morgen und bleibe verborgen und verstecke dich.\n19:3 Ich aber will herausgehen und neben meinem Vater stehen auf dem Felde, da du bist, und von dir mit meinem Vater reden; und was ich sehe, will ich dir kund tun.\n19:4 Und Jonathan redete das Beste von David mit seinem Vater Saul und sprach zu ihm: Es vers\u00fcndige sich der K\u00f6nig nicht an seinem Knechte David; denn er hat keine S\u00fcnde wider dich getan, und sein Tun ist dir sehr n\u00fctze;\n19:5 und er hat sein Leben in seine Hand gesetzt und schlug den Philister, und der HERR tat ein gro\u00df Heil dem ganzen Israel. Das hast du gesehen und dich des gefreuet. Warum willst du dich denn an unschuldigem Blut vers\u00fcndigen, da\u00df du David ohne Ursache t\u00f6test?\n19:6 Da gehorchte Saul der Stimme Jonathans und schwur: So wahr der HERR lebet, er soll nicht sterben!\n19:7 Da rief Jonathan David und sagte ihm alle diese Worte; und brachte ihn zu Saul, da\u00df er vor ihm war wie vorhin.\n19:8 Es erhub sich aber wieder ein Streit; und David zog aus und stritt wider die Philister und tat eine gro\u00dfe Schlacht, da\u00df sie vor ihm flohen.\n19:9 Aber der b\u00f6se Geist vom HERRN kam \u00fcber Saul; und er sa\u00df in seinem Hause und hatte einen Spie\u00df in seiner Hand; David aber spielte auf den Saiten mit der Hand.\n19:10 Und Saul trachtete, David mit dem Spie\u00df an die Wand zu spie\u00dfen. Er aber ri\u00df sich von Saul, und der Spie\u00df fuhr in die Wand. David aber floh und entrann dieselbige Nacht.\n19:11 Saul sandte aber Boten zu Davids Haus, da\u00df sie ihn bewahreten und t\u00f6teten am Morgen. Das verk\u00fcndigte dem David sein Weib Michal und sprach: Wirst du nicht diese Nacht deine Seele erretten, so mu\u00dft du morgen sterben.\n19:12 Da lie\u00df ihn Michal durchs Fenster hernieder, da\u00df er hinging, entfloh und entrann.\n19:13 Und Michal nahm ein Bild und legte es ins Bett; und legte ein Ziegenfell zu seinen H\u00e4upten und deckte es mit Kleidern zu.\n19:14 Da sandte Saul Boten, da\u00df sie David holeten. Sie aber sprach: Er ist krank.\n19:15 Saul aber sandte Boten, David zu besehen, und sprach: Bringet ihn herauf zu mir mit dem Bette, da\u00df er get\u00f6tet werde.\n19:16 Da nun die Boten kamen, siehe, da lag das Bild im Bette und ein Ziegenfell zu seinen H\u00e4upten.\n19:17 Da sprach Saul zu Michal: Warum hast du mich betrogen und meinen Feind gelassen, da\u00df er entrinne? Michal sprach zu Saul: Er sprach zu mir: La\u00df mich gehen, oder ich t\u00f6te dich!\n19:18 David aber entfloh und entrann; und kam zu Samuel gen Rama und sagte ihm an alles, was ihm Saul getan hatte. Und er ging hin mit Samuel, und blieben zu Najoth.\n19:19 Und es ward Saul angesagt: Siehe, David ist zu Najoth in Rama.\n19:20 Da sandte Saul Boten, da\u00df sie David holeten. Und sie sahen zween Ch\u00f6re Propheten weissagen, und Samuel war ihr Aufseher. Da kam der Geist Gottes auf die Boten Sauls, da\u00df sie auch weissagten.\n19:21 Da das Saul ward angesagt, sandte er andere Boten, die weissagten auch. Da sandte er die dritten Boten, die weissagten auch.\n19:22 Da ging er selbst auch gen Rama; und da er kam zum gro\u00dfen Brunnen, der zu Seku ist, fragte er und sprach: Wo ist Samuel und David? Da ward ihm, gesagt: Siehe, zu Najoth in Rama.\n19:23 Und er ging daselbst hin gen Najoth in Rama. Und der Geist Gottes kam auch auf ihn; und ging einher und weissagte, bis er kam gen Najoth in Rama.\n19:24 Und er zog auch seine Kleider aus und weissagte auch vor Samuel; und fiel blo\u00df nieder den ganzen Tag und die ganze Nacht. Daher spricht man: Ist Saul auch unter den Propheten?\n20:1 David aber floh von Najoth zu Rama; und kam und redete vor Jonathan: Was habe ich getan? Was habe ich mi\u00dfgehandelt? Was habe ich ges\u00fcndiget vor deinem Vater, da\u00df er nach meinem Leben stehet?\n20:2 Er aber sprach zu ihm: Das sei ferne, du sollst nicht sterben. Siehe, mein Vater tut nichts, weder Gro\u00dfes noch Kleines, das er nicht meinen Ohren offenbare; warum sollte denn mein Vater dies vor mir verbergen? Es wird nicht so sein.\n20:3 Da schwur David weiter und sprach: Dein Vater wei\u00df wohl, da\u00df ich Gnade vor deinen Augen funden habe, darum wird er denken: Jonathan soll solches nicht wissen, es m\u00f6chte ihn bek\u00fcmmern. Wahrlich, so wahr der HERR lebet, und so wahr deine Seele lebet, es ist nur ein Schritt zwischen mir und dem Tode!\n20:4 Jonathan sprach zu David: Ich will an dir tun, was dein Herz begehret.\n20:5 David sprach zu ihm: Siehe, morgen ist der Neumond, da ich mit dem K\u00f6nige zu Tische sitzen sollte; so la\u00df mich, da\u00df ich mich auf dem Felde verberge bis an den Abend des dritten Tages.\n20:6 Wird dein Vater nach mir fragen, so sprich: David bat mich, da\u00df er gen Bethlehem, zu seiner Stadt, laufen m\u00f6chte; denn es ist ein j\u00e4hrlich Opfer daselbst dem ganzen Geschlechte.\n20:7 Wird er sagen: Es ist gut, so stehet es wohl um deinen Knecht. Wird er aber ergrimmen, so wirst du merken, da\u00df B\u00f6ses bei ihm beschlossen ist.\n20:8 So tue nun Barmherzigkeit an deinem Knechte; denn du hast mit mir, deinem Knechte, einen Bund im HERRN gemacht. Ist aber eine Missetat in mir, so t\u00f6te du mich; denn warum wolltest du mich zu deinem Vater bringen?\n20:9 Jonathan sprach: Das sei ferne von mir, da\u00df ich sollte merken, da\u00df B\u00f6ses bei meinem Vater beschlossen w\u00e4re, \u00fcber dich zu bringen, und sollte dir's nicht ansagen.\n20:10 David aber sprach: Wer will mir's ansagen, so dir dein Vater etwas Hartes antwortet?\n20:11 Jonathan sprach zu David: Komm, la\u00df uns hinaus aufs Feld gehen! Und gingen beide hinaus aufs Feld.\n20:12 Und Jonathan sprach zu David: HERR, Gott Israels, wenn ich erforsche an meinem Vater morgen und am dritten Tage, da\u00df es wohlstehet mit David, und nicht hinsende zu dir und vor deinen Ohren offenbare,\n20:13 so tue der HERR Jonathan dies und jenes. Wenn aber das B\u00f6se meinem Vater gef\u00e4llt wider dich, so will ich's auch vor deinen Ohren offenbaren und dich lassen, da\u00df du mit Frieden weggehest. Und der HERR sei mit dir, wie er mit meinem Vater gewesen ist!\n20:14 Tue ich's nicht, so tue keine Barmherzigkeit des HERRN an mir, weil ich lebe, auch nicht, so ich sterbe.\n20:15 Und wenn der HERR die Feinde Davids ausrotten wird, einen jeglichen aus dem Lande, so rei\u00dfe du deine Barmherzigkeit nicht von meinem Hause ewiglich.\n20:16 Also machte Jonathan einen Bund mit dem Hause Davids und sprach: Der HERR fordere es von der Hand der Feinde Davids!\n20:17 Und Jonathan fuhr weiter und schwur David, so lieb hatte er ihn; denn er hatte ihn so lieb als seine Seele.\n20:18 Und Jonathan sprach zu ihm: Morgen ist der Neumond, so wird man nach dir fragen; denn man wird dein vermissen, da du zu sitzen pflegest.\n20:19 Des dritten Tages aber komm bald hernieder und gehe an einen Ort, da du dich verbergest am Werkeltage, und setze dich bei den Stein Asel,\n20:20 so will ich zu seiner Seite drei Pfeile schie\u00dfen, als ich zum Sichermal sch\u00f6sse.\n20:21 Und siehe, ich will den Knaben senden: Gehe hin, suche die Pfeile! Werde ich zum Knaben sagen: Siehe, die Pfeile liegen hierw\u00e4rts hinter dir, hole sie! so komm, denn es ist Friede und hat keine Fahr, so wahr der HERR lebet.\n20:22 Sage ich aber zum J\u00fcnglinge: Siehe, die Pfeile liegen dortw\u00e4rts vor dir, so gehe hin, denn der HERR hat dich lassen gehen.\n20:23 Was aber du und ich miteinander geredet haben, da ist der HERR zwischen mir und dir ewiglich.\n20:24 David verbarg sich im Felde. Und da der Neumond kam, setzte sich der K\u00f6nig zu Tische zu essen.\n20:25 Da sich aber der K\u00f6nig gesetzt hatte an seinen Ort, Wie er vorhin gewohnt war, an der Wand, stund Jonathan auf, Abner aber setzte sich an die Seite Sauls. Und man vermissete Davids an seinem Ort.\n20:26 Und Saul redete des Tages nichts; denn er gedachte: Es ist ihm etwas widerfahren, da\u00df er nicht rein ist.\n20:27 Des andern Tages des Neumonden, da man Davids vermissete an seinem Ort, sprach Saul zu seinem Sohn Jonathan: Warum ist der Sohn Isais nicht zu Tische kommen, weder gestern noch heute?\n20:28 Jonathan antwortete Saul: Er bat mich, da\u00df er gen Bethlehem ginge,\n20:29 und sprach: La\u00df mich gehen, denn unser Geschlecht hat zu opfern in der Stadt, und mein Bruder hat mir's selbst geboten; habe ich nun Gnade vor deinen Augen funden, so will ich hinweg und meine Br\u00fcder sehen. Darum ist er nicht kommen zu des K\u00f6nigs Tisch.\n20:30 Da ergrimmete der Zorn Sauls wider Jonathan und sprach zu ihm: Du ungehorsamer B\u00f6sewicht! Ich wei\u00df wohl, da\u00df du den Sohn Isais auserkoren hast, dir und deiner unartigen Mutter zu Schanden.\n20:31 Denn solange der Sohn Isais lebet auf Erden, wirst du, dazu auch dein K\u00f6nigreich, nicht bestehen. So sende nun hin und la\u00df ihn herholen zu mir; denn er mu\u00df sterben.\n20:32 Jonathan antwortete seinem Vater Saul und sprach zu ihm: Warum soll er sterben? Was hat er getan?\n20:33 Da scho\u00df Saul den Spie\u00df nach ihm, da\u00df er ihn spie\u00dfete. Da merkte Jonathan, da\u00df bei seinem Vater g\u00e4nzlich beschlossen war, David zu t\u00f6ten.\n20:34 Und stund auf vom Tisch mit grimmigem Zorn und a\u00df desselben andern Tages des Neumonden kein Brot; denn er war bek\u00fcmmert um David, da\u00df ihn sein Vater also verdammte.\n20:35 Des Morgens ging Jonathan hinaus aufs Feld, dahin er David bestimmt hatte, und ein kleiner Knabe mit ihm.\n20:36 Und sprach zu dem Knaben: Lauf und suche mir die Pfeile, die ich schie\u00dfe! Da aber der Knabe lief, scho\u00df er einen Pfeil \u00fcber ihn hin.\n20:37 Und als der Knabe kam an den Ort, dahin Jonathan den Pfeil geschossen hatte, rief ihm Jonathan nach und sprach: Der Pfeil liegt dortw\u00e4rts vor dir.\n20:38 Und rief abermal ihm nach: Eile rasch und stehe nicht stille! Da las der Knabe Jonathans die Pfeile auf und brachte sie zu seinem HERRN.\n20:39 Und der Knabe wu\u00dfte nichts drum; allein Jonathan und David wu\u00dften um die Sache.\n20:40 Da gab Jonathan seine Waffe seinem Knaben und sprach zu ihm: Gehe hin und trag's in die Stadt.\n20:41 Da der Knabe hineinkam, stund David auf vom Ort gegen Mittag und fiel auf sein Antlitz zur Erde und betete dreimal an; und k\u00fcsseten sich miteinander und weineten miteinander, David aber am allermeisten.\n20:42 Und Jonathan sprach zu David: Gehe hin mit Frieden! Was wir beide geschworen haben im Namen des HERRN und gesagt: Der HERR sei zwischen mir und dir, zwischen meinem Samen und deinem Samen, das bleibe ewiglich.\n21:1 David aber kam gen Nobe zum Priester Ahimelech. Und Ahimelech entsetzte sich, da er David entgegenging, und sprach zu ihm: Warum kommst du allein und ist kein Mann mit dir?\n21:2 David sprach zu Ahimelech, dem Priester: Der K\u00f6nig hat mir eine Sache befohlen und sprach zu mir: La\u00df niemand wissen, warum ich dich gesandt habe und was ich dir befohlen habe. Denn ich habe auch meine Knaben etwa hie oder daher beschieden.\n21:3 Hast du nun was unter deiner Hand, ein Brot oder f\u00fcnf, die gib mir in meine Hand, oder was du findest.\n21:4 Der Priester antwortete David und sprach: Ich habe kein gemein Brot unter meiner Hand, sondern heilig Brot; wenn sich nur die Knaben von Weibern enthalten h\u00e4tten!\n21:5 David antwortete dem Priester und sprach zu ihm: Es sind die Weiber drei Tage uns versperret gewesen, da ich auszog, und der Knaben Zeug war heilig; ist aber dieser Weg unheilig, so wird er heute geheiliget werden an dem Zeuge.\n21:6 Da gab ihm der Priester des heiligen, weil kein ander Brot da war denn die Schaubrote, die man vor dem HERRN aufhub, da\u00df man ander frisch Brot auflegen sollte des Tages, da er die weggenommen hatte.\n21:7 Es war aber des Tages ein Mann drinnen versperret vor dem HERRN aus den Knechten Sauls mit Namen Doeg, ein Edomiter, der m\u00e4chtigste unter den Hirten Sauls.\n21:8 Und David sprach zu Ahimelech: Ist nicht hie unter deiner Hand ein Spie\u00df oder Schwert? Ich habe mein Schwert und Waffen nicht mit mir genommen; denn die Sache des K\u00f6nigs war eilend.\n21:9 Der Priester sprach: Das Schwert des Philisters Goliath, den du schlugest im Eichgrunde, das ist hie, gewickelt in einen Mantel hinter dem Leibrock. Willst du dasselbige, so nimm's hin, denn es ist hie kein anderes denn das. David sprach: Es ist seinesgleichen nicht; gib mir's!\n21:10 Und David machte sich auf und floh vor Saul; und kam zu Achis, dem K\u00f6nige zu Gath.\n21:11 Aber die Knechte Achis sprachen zu ihm: Das ist der David, des Landes K\u00f6nig, von dem sie sangen am Reigen und sprachen: Saul schlug tausend, David aber zehntausend.\n21:12 Und David nahm die Rede zu Herzen und f\u00fcrchtete sich sehr vor Achis, dem K\u00f6nige zu Gath.\n21:13 Und verstellete seine Geb\u00e4rde vor ihnen und kollerte unter ihren H\u00e4nden und stie\u00df sich an die T\u00fcr am Tor, und sein Geifer flo\u00df ihm in den Bart.\n21:14 Da sprach Achis zu seinen Knechten: Siehe, ihr sehet, da\u00df der Mann unsinnig ist; warum habt ihr ihn zu mir gebracht?\n21:15 Habe ich der Unsinnigen zu wenig, da\u00df ihr diesen herbr\u00e4chtet, da\u00df er neben mir rasete? Sollte der in mein Haus kommen?\n22:1 David ging von dannen und entrann in die H\u00f6hle Adullam. Da das seine Br\u00fcder h\u00f6reten und das ganze Haus seines Vaters, kamen sie zu ihm hinab daselbst hin.\n22:2 Und es versammelten sich zu ihm allerlei M\u00e4nner, die in Not und Schuld und betr\u00fcbtes Herzens waren; und er war ihr Oberster, da\u00df bei vierhundert Mann bei ihm waren.\n22:3 Und David ging von dannen gen Mizpe, in der Moabiter Land, und sprach zu der Moabiter K\u00f6nig: La\u00df meinen Vater und meine Mutter bei euch aus und ein gehen, bis ich erfahre, was Gott mit mir tun wird.\n22:4 Und er lie\u00df sie vor dem K\u00f6nige der Moabiter, da\u00df sie bei ihm blieben, solange David in der Burg war.\n22:5 Aber der Prophet Gad sprach zu David: Bleibe nicht in der Burg, sondern gehe hin und komm ins Land Juda. Da ging David hin und kam in den Wald Hareth.\n22:6 Und es kam vor Saul, da\u00df David und die M\u00e4nner, die bei ihm waren, w\u00e4ren hervorkommen. Als nun Saul wohnete zu Gibea unter einem Hain, in Rama, hatte er seinen Spie\u00df in der Hand und alle seine Knechte stunden neben ihm.\n22:7 Da sprach Saul zu seinen Knechten, die neben ihm stunden: H\u00f6ret, ihr Kinder Jeminis, wird auch der Sohn Isais euch alle \u00c4cker und Weinberge geben und euch alle \u00fcber tausend und \u00fcber hundert zu Obersten machen,\n22:8 da\u00df ihr euch alle verbunden habt wider mich, und ist niemand, der es meinen Ohren offenbarete, weil auch mein Sohn einen Bund gemacht hat mit dem Sohne Isais? Ist niemand unter euch, den es kr\u00e4nke meinethalben und meinen Ohren offenbare? Denn mein Sohn hat meinen Knecht wider mich auferwecket, da\u00df er mir nachstellet, wie es am Tage ist.\n22:9 Da antwortete Doeg, der Edomiter, der neben den Knechten Sauls stund, und sprach: Ich sah den Sohn Isais, da\u00df er gen Nobe kam zu Ahimelech, dem Sohn Ahitobs.\n22:10 Der fragte den HERRN f\u00fcr ihn und gab ihm Speise und das Schwert Goliaths, des Philisters.\n22:11 Da sandte der K\u00f6nig hin und lie\u00df rufen Ahimelech, den Priester, den Sohn Ahitobs, und seines Vaters ganzes Haus, die Priester, die zu Nobe waren. Und sie kamen alle zum K\u00f6nige.\n22:12 Und Saul sprach: H\u00f6re, du Sohn Ahitobs! Er sprach: Hie bin ich, mein HERR.\n22:13 Und Saul sprach zu ihm: Warum habt ihr einen Bund wider mich gemacht, du und der Sohn Isais, da\u00df du ihm Brot und Schwert gegeben und Gott f\u00fcr ihn gefraget hast, da\u00df du ihn erweckest, da\u00df er mir nachstelle, wie es am Tage ist?\n22:14 Ahimelech antwortete dem K\u00f6nige und sprach: Und wer ist unter allen deinen Knechten als David, der getreu ist und des K\u00f6nigs Eidam und gehet in deinem Gehorsam und ist herrlich gehalten in deinem Hause?\n22:15 Habe ich denn heute erst angefangen, Gott f\u00fcr ihn zu fragen? Das sei ferne von mir! Der K\u00f6nig lege solches seinem Knechte nicht auf in meines Vaters ganzem Hause; denn dein Knecht hat von all diesem nichts gewu\u00dft, weder Kleines noch Gro\u00dfes.\n22:16 Aber der K\u00f6nig sprach: Ahimelech du mu\u00dft des Todes sterben, du und deines Vaters ganzes Haus.\n22:17 Und der K\u00f6nig sprach zu seinen Trabanten, die neben ihm stunden: Wendet euch und t\u00f6tet des HERRN Priester; denn ihre Hand ist auch mit David, und da sie wu\u00dften, da\u00df er floh, haben sie mir's nicht er\u00f6ffnet. Aber die Knechte des K\u00f6nigs wollten ihre H\u00e4nde nicht an die Priester des HERRN legen, sie zu erschlagen.\n22:18 Da sprach der K\u00f6nig zu Doeg:. Wende du dich und erschlage die Priester. Doeg, der Edomiter, wandte sich und erschlug die Priester, da\u00df des Tages starben f\u00fcnfundachtzig M\u00e4nner, die leinene Leibr\u00f6cke trugen.\n22:19 Und die Stadt der Priester, Nobe, schlug er mit der Sch\u00e4rfe des Schwerts, beide Mann und Weib, Kinder und S\u00e4uglinge, Ochsen und Esel und Schafe.\n22:20 Es entrann aber ein Sohn Ahimelechs, des Sohns Ahitobs, der hie\u00df Abjathar, und floh David nach.\n22:21 Und verk\u00fcndigte ihm, da\u00df Saul die Priester des HERRN erw\u00fcrget h\u00e4tte.\n22:22 David aber sprach zu Abjathar: Ich wu\u00dfte es wohl an dem Tage, da der Edomiter Doeg da war, da\u00df er's w\u00fcrde Saul ansagen; ich bin schuldig an allen Seelen deines Vaters Hauses.\n22:23 Bleibe bei mir und f\u00fcrchte dich nicht! Wer nach meinem Leben stehet, der soll auch nach deinem Leben stehen, und sollst mit mir behalten werden.\n23:1 Und es ward David angesagt: Siehe, die Philister streiten wider Kegila und berauben die Tennen.\n23:2 Da fragte David den HERRN und sprach: Soll ich hingehen und diese Philister schlagen? Und der HERR sprach zu David: Gehe hin, du wirst die Philister schlagen und Kegila erretten\n23:3 Aber die M\u00e4nner bei David sprachen zu ihm: Siehe, wir f\u00fcrchten uns hie in Juda und wollen hingehen gen Kegila, zu der Philister Zeug?\n23:4 Da fragte David wieder den HERRN; und der HERR antwortete ihm und sprach: Auf, zeuch hinab gen Kegila; denn ich will die Philister in deine H\u00e4nde geben.\n23:5 Also zog David samt seinen M\u00e4nnern gen Kegila und stritt wider die Philister und trieb ihnen ihr Vieh weg; und tat eine gro\u00dfe Schlacht an ihnen. Also errettete David die zu Kegila.\n23:6 Denn da Abjathar, der Sohn Ahimelechs, floh zu David gen Kegila, trug er den Leibrock mit sich hinab.\n23:7 Da ward Saul angesagt, da\u00df David gen Kegila kommen w\u00e4re, und sprach: Gott hat ihn in meine H\u00e4nde \u00fcbergeben, da\u00df er verschlossen ist, nun er in eine Stadt kommen ist, mit Toren und Riegeln verwahret.\n23:8 Und Saul lie\u00df alles Volk rufen zum Streit hinnieder gen Kegila, da\u00df sie David und seine M\u00e4nner belegten.\n23:9 Da aber David merkte, da\u00df Saul B\u00f6ses \u00fcber ihn gedachte, sprach er zu dem Priester Abjathar: Lange den Leibrock her!\n23:10 Und David sprach: HERR, Gott Israels, dein Knecht hat geh\u00f6ret, da\u00df Saul danach trachte, da\u00df er gen Kegila komme, die Stadt zu verderben um meinetwillen.\n23:11 Werden mich auch die B\u00fcrger zu Kegila \u00fcberantworten in seine H\u00e4nde? Und wird aber Saul herab kommen, wie dein Knecht geh\u00f6ret hat? Das verk\u00fcndige, HERR, Gott Israels, deinem Knechte. Und der HERR sprach: Er wird herabkommen.\n23:12 David sprach: Werden aber die B\u00fcrger zu Kegila mich und meine M\u00e4nner \u00fcberantworten in die H\u00e4nde Sauls? Der HERR sprach: Ja.\n23:13 Da machte sich David auf samt seinen M\u00e4nnern, deren bei sechshundert waren, und zogen aus von Kegila und wandelten, wo sie hin konnten. Da nun Saul angesagt ward, da\u00df David von Kegila entronnen war, lie\u00df er sein Ausziehen anstehen.\n23:14 David aber blieb in der W\u00fcste, in der Burg, und blieb auf dem Berge in der W\u00fcste Siph. Saul aber suchte ihn sein Leben lang; aber Gott gab ihn nicht in seine H\u00e4nde.\n23:15 Und David sah, da\u00df Saul ausgezogen war, sein Leben zu suchen. Aber David war in der W\u00fcste Siph, in der Heide.\n23:16 Da machte sich Jonathan auf, der Sohn Sauls, und ging hin zu David in die Heide und st\u00e4rkte seine Hand in Gott;\n23:17 und sprach zu ihm: F\u00fcrchte dich nicht; meines Vaters Sauls Hand wird dich nicht finden, und du wirst K\u00f6nig werden \u00fcber Israel, so will ich der n\u00e4chste um dich sein; auch wei\u00df solches mein Vater wohl.\n23:18 Und sie machten beide einen Bund miteinander vor dem HERRN. Und David blieb in der Heide, aber Jonathan zog wieder heim.\n23:19 Aber die Siphiter zogen hinauf zu Saul gen Gibea und sprachen: Ist nicht David bei uns verborgen in der Burg, in der Heide, auf dem H\u00fcgel Hachila, der zur Rechten liegt an der W\u00fcste?\n23:20 So komme nun der K\u00f6nig hernieder nach all seines Herzens Begehr, so wollen wir ihn \u00fcberantworten in des K\u00f6nigs H\u00e4nde.\n23:21 Da sprach Saul: Gesegnet seid ihr dem HERRN, da\u00df ihr euch mein erbarmet habt!\n23:22 So gehet nun hin und werdet es noch gewisser, da\u00df ihr wisset und sehet, an welchem Ort seine F\u00fc\u00dfe gewesen sind, und wer ihn daselbst gesehen habe; denn mir ist gesagt, da\u00df er listig ist.\n23:23 Besehet und erkundet alle \u00d6rter, da er sich verkreucht, und kommt wieder zu mir, wenn ihr's gewi\u00df seid, so will ich mit euch ziehen. Ist er im Lande, so will ich nach ihm forschen unter allen Tausenden in Juda.\n23:24 Da machten sie sich und gingen gen Siph vor Saul hin. David aber und seine M\u00e4nner waren in der W\u00fcste Maon, auf dem Gefilde zur Rechten der W\u00fcste.\n23:25 Da nun Saul hinzog mit seinen M\u00e4nnern zu suchen, ward es David angesagt; und er machte sich hinab in den Fels und blieb in der W\u00fcste Maon. Da das Saul h\u00f6rete, jagte er David nach in der W\u00fcste Maon.\n23:26 Und Saul mit seinen M\u00e4nnern ging an einer Seite des Berges, David mit seinen M\u00e4nnern an der andern Seite des Berges. Da David aber eilete, dem Saul zu entgehen, da umringete Saul samt seinen M\u00e4nnern David und seine M\u00e4nner, da\u00df er sie griffe.\n23:27 Aber es kam ein Bote zu Saul und sprach: Eile und komm; denn die Philister sind ins Land gefallen!\n23:28 Da kehrete sich Saul von dem Nachjagen Davids und zog hin den Philistern entgegen; daher hei\u00dft man den Ort Sela-Mahelkoth.\n23:29 Und David zog hinauf von dannen und blieb in der Burg Engedi.\n24:1 Da nun Saul wiederkam von den Philistern, ward ihm gesagt: Siehe, David ist in der W\u00fcste Engedi.\n24:2 Und Saul nahm dreitausend junger Mannschaft aus ganz Israel und zog hin, David samt seinen M\u00e4nnern zu suchen auf den Felsen der Gemsen.\n24:3 Und da er kam zu den Schafh\u00fcrden am Wege, war daselbst eine H\u00f6hle, und Saul ging hinein, seine F\u00fc\u00dfe zu decken. David aber und seine M\u00e4nner sa\u00dfen hinten in der H\u00f6hle.\n24:4 Da sprachen die M\u00e4nner Davids zu ihm: Siehe, da ist der Tag, davon der HERR dir gesagt hat: Siehe, ich will deinen Feind in deine H\u00e4nde geben, da\u00df du mit ihm tust, was dir gef\u00e4llt. Und David stund auf und schnitt leise einen Zipfel vom Rock Sauls.\n24:5 Aber danach schlug ihm sein Herz, da\u00df er den Zipfel Saul hatte abgeschnitten,\n24:6 und sprach zu seinen M\u00e4nnern: Das lasse der HERR ferne von mir sein, da\u00df ich das tun sollte und meine Hand legen an meinen HERRN, den Gesalbten des HERRN; denn er ist der Gesalbte des HERRN.\n24:7 Und David weisete seine M\u00e4nner von sich mit Worten und lie\u00df sie nicht wider Saul sich auflehnen. Da aber Saul sich aufmachte aus der H\u00f6hle und ging auf dem Wege,\n24:8 machte sich danach David auch auf und ging aus der H\u00f6hle; und rief Saul hinten nach und sprach: Mein HERR K\u00f6nig! Saul sah hinter sich. Und David neigte sein Antlitz zur Erde und betete an.\n24:9 Und sprach zu Saul: Warum gehorchest du Menschen Wort, die da sagen: David suchet dein Ungl\u00fcck?\n24:10 Siehe, heutigestages sehen deine Augen, da\u00df dich der HERR heute hat in meine Hand gegeben in der H\u00f6hle, und es ward gesagt, da\u00df ich dich sollte erw\u00fcrgen. Aber es ward dein verschonet, denn ich sprach: Ich will meine Hand nicht an meinen HERRN legen, denn er ist der Gesalbte des HERRN.\n24:11 Mein Vater, sieh doch den Zipfel von deinem Rock in meiner Hand, da\u00df ich dich nicht erw\u00fcrgen wollte, da ich den Zipfel von deinem Rock schnitt. Erkenne und sieh, da\u00df nichts B\u00f6ses in meiner Hand ist, noch keine \u00dcbertretung. Ich habe auch an dir nicht ges\u00fcndiget; und du jagest meine Seele, da\u00df du sie wegnehmest.\n24:12 Der HERR wird Richter sein zwischen mir und dir und mich an dir r\u00e4chen; aber meine Hand soll nicht \u00fcber dir sein.\n24:13 Wie man sagt nach dem alten Sprichwort: Von Gottlosen kommt Untugend. Aber meine Hand soll nicht \u00fcber dir sein.\n24:14 Wem zeuchst du nach, K\u00f6nig von Israel? Wem jagest du nach? Einem toten Hunde, einem einigen Floh?\n24:15 Der HERR sei Richter und richte zwischen mir und dir und sehe drein; und f\u00fchre meine Sache aus und rette mich von deiner Hand.\n24:16 Als nun David solche Worte zu Saul hatte ausgeredet, sprach Saul: Ist das nicht deine Stimme, mein Sohn David? Und Saul hub auf seine Stimme und weinete.\n24:17 Und sprach zu David: Du bist gerechter denn ich. Du hast mir Gutes beweiset, ich aber habe dir B\u00f6ses beweiset.\n24:18 Und du hast mir heute angezeiget, wie du Gutes an mir getan hast, da\u00df mich der HERR hatte in deine H\u00e4nde beschlossen, und du mich doch nicht erw\u00fcrget hast.\n24:19 Wie sollte jemand seinen Feind finden und ihn lassen einen guten Weg gehen? Der HERR vergelte dir Gutes f\u00fcr diesen Tag, das du an mir getan hast!\n24:20 Nun siehe, ich wei\u00df, da\u00df du K\u00f6nig werden wirst, und das K\u00f6nigreich Israels stehet in deiner Hand.\n24:21 So schw\u00f6re mir nun bei dem HERRN, da\u00df du nicht ausrottest meinen Samen nach mir und meinen Namen nicht austilgest von meines Vaters Haus.\n24:22 Und David schwur Saul. Da zog Saul heim; David aber mit seinen M\u00e4nnern machten sich hinauf auf die Burg.\n25:1 Und Samuel starb; und das ganze Israel versammelte sich, trugen Leid um ihn und begruben ihn in seinem Hause zu Rama. David aber machte sich auf und zog hinab in die W\u00fcste Paran.\n25:2 Und es war ein Mann zu Maon, und sein Wesen zu Karmel; und der Mann war fast gro\u00dfen Verm\u00f6gens und hatte dreitausend Schafe und tausend Ziegen. Und begab sich eben, da\u00df er seine Schafe beschor zu Karmel.\n25:3 Und er hie\u00df Nabal; sein Weib aber hie\u00df Abigail und war ein Weib guter Vernunft und sch\u00f6n von Angesicht; der Mann aber war hart und boshaftig in seinem Tun und war einer von Kaleb.\n25:4 Da nun David in der W\u00fcste h\u00f6rete, da\u00df Nabal seine Schafe beschor,\n25:5 sandte er aus zehn J\u00fcnglinge und sprach zu ihnen: Gehet hinauf gen Karmel, und wenn ihr zu Nabal kommt, so gr\u00fc\u00dfet ihn von meinetwegen freundlich\n25:6 und sprechet: Gl\u00fcck zu, Friede sei mit dir und deinem Hause und mit allem, das du hast!\n25:7 Ich habe geh\u00f6ret, da\u00df du Schafscherer hast. Nun, deine Hirten, die du hast, sind mit uns gewesen; wir haben sie nicht verh\u00f6hnet, und hat ihnen nichts gefehlet an der Zahl, solange sie zu Karmel gewesen sind.\n25:8 Frage deine J\u00fcnglinge darum, die werden's dir sagen; und la\u00df die J\u00fcnglinge Gnade finden vor deinen Augen, denn wir sind auf einen guten Tag kommen. Gib deinen Knechten und deinem Sohn David, was deine Hand findet.\n25:9 Und da die J\u00fcnglinge Davids hinkamen und von Davids wegen alle diese Worte mit Nabal geredet hatten, h\u00f6reten sie auf.\n25:10 Aber Nabal antwortete den Knechten Davids und sprach: Wer ist der David? und wer ist der Sohn Isais? Es werden jetzt der Knechte viel, die sich von ihren HERREN rei\u00dfen.\n25:11 Sollte ich mein Brot, Wasser und Fleisch nehmen, das ich f\u00fcr meine Scherer geschlachtet habe, und den Leuten geben, die ich nicht kenne, wo sie her sind?\n25:12 Da kehreten sich die J\u00fcnglinge Davids wieder auf ihren Weg; und da sie wieder zu ihm kamen, sagten sie ihm solches alles.\n25:13 Da sprach David zu seinen M\u00e4nnern: G\u00fcrte ein jeglicher sein Schwert um sich! Und ein jeglicher g\u00fcrtete sein Schwert um sich, und David g\u00fcrtete sein Schwert auch um sich, und zogen ihm nach hinauf bei vierhundert Mann; aber zweihundert blieben bei dem Ger\u00e4te.\n25:14 Aber der Abigail, Nabals Weibe, sagte an der J\u00fcnglinge einer und sprach: Siehe, David hat Boten gesandt aus der W\u00fcste, unsern HERRN zu segnen; er aber schnaubte sie an.\n25:15 Und sie sind uns doch sehr n\u00fctze Leute gewesen und haben uns nicht verh\u00f6hnet, und hat uns nichts gefehlet an der Zahl, solange wir bei ihnen gewandelt haben, wenn wir auf dem Felde waren,\n25:16 sondern sind unsere Mauern gewesen Tag und Nacht, solange wir der Schafe bei ihnen geh\u00fctet haben.\n25:17 So merke nun und siehe, was du tust; denn es ist gewi\u00df ein Ungl\u00fcck vorhanden \u00fcber unsern HERRN und \u00fcber sein ganzes Haus; und er ist ein heilloser Mann, dem niemand etwas sagen darf.\n25:18 Da eilete Abigail und nahm zweihundert Brote und zwei Legel Weins und f\u00fcnf gekochte Schafe und f\u00fcnf Scheffel Mehl und hundert St\u00fcck Rosinen und zweihundert St\u00fcck Feigen und lud es auf Esel.\n25:19 Und sprach zu ihren J\u00fcnglingen: Gehet vor mir hin; siehe, ich will kommen hernach. Und sie sagte ihrem Manne Nabal nichts davon.\n25:20 Und als sie auf dem Esel ritt und hinabzog im Dunkel des Berges, siehe, da begegnete ihr David und seine M\u00e4nner hinab, da\u00df sie auf sie stie\u00df.\n25:21 David aber hatte geredet: Wohlan, ich habe umsonst beh\u00fctet alles, was dieser hat in der W\u00fcste, da\u00df nichts gefehlet hat an allem, was er hat; und er bezahlete mir Gutes mit B\u00f6sem.\n25:22 Gott tue dies und noch mehr den Feinden Davids, wo ich diesem bis licht Morgen \u00fcberlasse einen, der an die Wand pisset, aus allem, das er hat!\n25:23 Da nun Abigail David sah, stieg sie eilend vom Esel und fiel vor David auf ihr Antlitz und betete an zur Erde.\n25:24 Und fiel zu seinen F\u00fc\u00dfen und sprach: Ach, mein HERR, mein sei diese Missetat, und la\u00df deine Magd reden vor deinen Ohren und h\u00f6re die Worte deiner Magd!\n25:25 Mein HERR setze nicht sein Herz wider diesen Nabal, den heillosen Mann; denn er ist ein Narr, wie sein Name hei\u00dft, und Narrheit ist bei ihm. Ich aber, deine Magd, habe die J\u00fcnglinge meines HERRN nicht gesehen, die du gesandt hast.\n25:26 Nun aber, mein HERR, so wahr der HERR lebet, und so wahr deine Seele lebet, der HERR hat dich verhindert, da\u00df du nicht k\u00e4mest wider das Blut, und hat dir deine Hand erl\u00f6set. So m\u00fcssen nun werden wie Nabal deine Feinde, und die meinem HERRN \u00fcbel wollen.\n25:27 Hie ist der Segen, den deine Magd meinem HERRN hergebracht hat; den gib den J\u00fcnglingen, die unter meinem HERRN wandeln.\n25:28 Vergib deiner Magd die \u00dcbertretung! Denn der HERR wird meinem HERRN ein best\u00e4ndig Haus machen, denn du f\u00fchrest des HERRN Kriege; und la\u00df kein B\u00f6ses an dir gefunden werden dein Leben lang.\n25:29 Und wenn sich ein Mensch erheben wird, dich zu verfolgen, und nach deiner Seele stehet, so wird die Seele meines HERRN eingebunden sein im B\u00fcndlein der Lebendigen bei dem HERRN, deinem Gott; aber die Seele deiner Feinde wird geschleudert werden mit der Schleuder.\n25:30 Wenn denn der HERR all das Gute meinem HERRN tun wird, das er dir geredet hat, und gebieten, da\u00df du ein Herzog seiest \u00fcber Israel,\n25:31 so wird's dem Herzen meines HERRN nicht ein Sto\u00df noch \u00c4rgernis sein, da\u00df du nicht Blut vergossen hast ohne Ursache und dir selber geholfen; so wird der HERR meinem HERRN wohltun, und wirst an deine Magd gedenken.\n25:32 Da sprach David zu Abigail: Gelobet sei der HERR, der Gott Israels, der dich heutigestages hat mir entgegengesandt!\n25:33 Und gesegnet sei deine Rede und gesegnet seiest du, da\u00df du mir heute erwehret hast, da\u00df ich nicht wider Blut kommen bin und mich mit eigener Hand erl\u00f6set habe.\n25:34 Wahrlich, so wahr der HERR, der Gott Israels, lebet, der mich verhindert hat, da\u00df ich nicht \u00fcbel an dir t\u00e4te, w\u00e4rest du nicht eilend mir begegnet, so w\u00e4re dem Nabal nicht \u00fcberblieben auf diesen lichten Morgen einer, der an die Wand pisset.\n25:35 Also nahm David von ihrer Hand, was sie ihm gebracht hatte, und sprach zu ihr: Zeuch mit Frieden hinauf in dein Haus; siehe, ich habe deiner Stimme gehorchet und deine Person angesehen.\n25:36 Da aber Abigail zu Nabal kam, siehe, da hatte er ein Mahl zugerichtet in seinem Hause wie eines K\u00f6nigs Mahl; und sein Herz war guter Dinge bei ihm selbst und er war sehr trunken. Sie aber sagte ihm nichts, weder Kleines noch Gro\u00dfes, bis an den lichten Morgen.\n25:37 Da es aber Morgen ward, und der Wein von Nabal kommen war, sagte ihm sein Weib solches. Da erstarb sein Herz in seinem Leibe, da\u00df er ward wie ein Stein.\n25:38 Und \u00fcber zehn Tage schlug ihn der HERR, da\u00df er starb.\n25:39 Da das David h\u00f6rete, da\u00df Nabal tot war, sprach er: Gelobet sei der HERR, der meine Schmach gerochen hat an dem Nabal und seinen Knecht enthalten hat vor dem \u00dcbel, und der HERR hat dem Nabal das \u00dcbel auf seinen Kopf vergolten. Und David sandte hin und lie\u00df mit Abigail reden, da\u00df er sie zum Weibe n\u00e4hme.\n25:40 Und da die Knechte Davids zu Abigail kamen gen Karmel, redeten sie mit ihr und sprachen: David hat uns zu dir gesandt, da\u00df er dich zum Weibe nehme.\n25:41 Sie stund auf und betete an auf ihr Angesicht zur Erde und sprach: Siehe, hie ist deine Magd, da\u00df sie diene den Knechten meines HERRN und ihre F\u00fc\u00dfe wasche.\n25:42 Und Abigail eilete und machte sich auf; und ritt auf einem Esel und f\u00fcnf Dirnen, die unter ihr waren; und zog den Boten Davids nach und ward sein Weib.\n25:43 Auch nahm David Ahinoam von Jesreel; und waren beide seine Weiber.\n25:44 Saul aber gab Michal, seine Tochter, Davids Weib, Phalti, dem Sohn Lais von Gallim.\n26:1 Die aber von Siph kamen zu Saul gen Gibea und sprachen: Ist nicht David verborgen auf dem H\u00fcgel Hachila vor der W\u00fcste?\n26:2 Da machte sich Saul auf und zog herab zur W\u00fcste Siph und mit ihm dreitausend junger Mannschaft in Israel, da\u00df er David suchte in der W\u00fcste Siph.\n26:3 Und lagerte sich auf dem H\u00fcgel Hachila, der vor der W\u00fcste liegt am Wege. David aber blieb in der W\u00fcste. Und da er sah, da\u00df Saul kam ihm nach in die W\u00fcste,\n26:4 sandte er Kundschafter aus und erfuhr, da\u00df Saul gewi\u00dflich kommen w\u00e4re.\n26:5 Und David machte sich auf und kam an den Ort, da Saul sein Lager hielt, und sah die St\u00e4tte, da Saul lag mit seinem Feldhauptmann Abner, dem Sohn Ners. Denn Saul lag in der Wagenburg und das Heervolk um ihn her.\n26:6 Da antwortete David und sprach zu Ahimelech, dem Hethiter, und zu Abisai, dem Sohne Zerujas, dem Bruder Joabs: Wer will mit mir hinab zu Saul ins Lager? Abisai sprach: Ich will mit dir hinab.\n26:7 Also kam David und Abisai zum Volk des Nachts. Und siehe, Saul lag und schlief in der Wagenburg, und sein Spie\u00df steckte in der Erde zu seinen H\u00e4upten. Abner aber und das Volk lag um ihn her.\n26:8 Da sprach Abisai zu David: Gott hat deinen Feind heute in deine Hand beschlossen; so will ich ihn nun mit dem Spie\u00df stechen in die Erde einmal, da\u00df er es nicht mehr bedarf.\n26:9 David aber sprach zu Abisai: Verderbe ihn nicht; denn wer will die Hand an den Gesalbten des HERRN legen und ungestraft bleiben?\n26:10 Weiter sprach David: So wahr der HERR lebet, wo der HERR nicht ihn schl\u00e4gt, oder seine Zeit kommt, da\u00df er sterbe, oder in einen Streit ziehe und komme um,\n26:11 so lasse der HERR ferne von mir sein, da\u00df ich meine Hand sollte an den Gesalbten des HERRN legen. So nimm nun den Spie\u00df zu seinen H\u00e4upten und den Wasserbecher und la\u00df uns gehen.\n26:12 Also nahm David den Spie\u00df und den Wasserbecher zu den H\u00e4upten Sauls und ging hin; und war niemand, der es sah noch merkte, noch erwachte, sondern sie schliefen alle. Denn es war ein tiefer Schlaf vom HERRN auf sie gefallen.\n26:13 Da nun David hin\u00fcber auf jenseit kommen war, trat er auf des Berges Spitze von ferne, da\u00df ein weiter Raum war zwischen ihnen.\n26:14 Und schrie das Volk an und Abner, den Sohn Ners, und sprach: H\u00f6rest du nicht, Abner? Und Abner antwortete und sprach: Wer bist du, da\u00df du so schreiest gegen dem K\u00f6nige?\n26:15 Und David sprach zu Abner: Bist du nicht ein Mann? und wer ist dein gleich in Israel? Warum hast du denn nicht beh\u00fctet deinen HERRN, den K\u00f6nig? Denn es ist des Volks einer hineinkommen, deinen HERRN, den K\u00f6nig, zu verderben.\n26:16 Es ist aber nicht fein, das du getan hast. So wahr der HERR lebet, ihr seid Kinder des Todes, da\u00df ihr euren HERRN, den Gesalbten des HERRN, nicht beh\u00fctet habt. Nun siehe, hie ist der Spie\u00df des K\u00f6nigs und der Wasserbecher, die zu seinen H\u00e4upten waren.\n26:17 Da erkannte Saul die Stimme Davids und sprach: Ist das nicht deine Stimme, mein Sohn David? David sprach: Es ist meine Stimme, mein HERR K\u00f6nig.\n26:18 Und sprach weiter: Warum verfolget mein HERR also seinen Knecht? Was habe ich getan, und was \u00dcbels ist in meiner Hand?\n26:19 So h\u00f6re doch nun mein HERR, der K\u00f6nig, die Worte seines Knechts: Reizet dich der HERR wider mich, so lasse man ein Speisopfer riechen; tun es aber Menschenkinder, so seien sie verflucht vor dem HERRN, da\u00df sie mich heute versto\u00dfen, da\u00df ich nicht hafte in des HERRN Erbteil, und sprechen: Gehe hin, diene andern G\u00f6ttern!\n26:20 So verfalle nun mein Blut nicht auf die Erde von dem Angesicht des HERRN. Denn der K\u00f6nig Israels ist ausgezogen, zu suchen einen Floh, wie man ein Rebhuhn jagt auf den Bergen.\n26:21 Und Saul sprach: Ich habe ges\u00fcndiget; komm wieder, mein Sohn David! Ich will dir kein Leid f\u00fcrder tun, darum da\u00df meine Seele heutigestages teuer gewesen ist in deinen Augen. Siehe, ich habe t\u00f6richt und sehr unweislich getan.\n26:22 David antwortete und sprach: Siehe, hie ist der Spie\u00df des K\u00f6nigs; es gehe der J\u00fcnglinge einer her\u00fcber und hole ihn.\n26:23 Der HERR aber wird einem jeglichen vergelten nach seiner Gerechtigkeit und Glauben. Denn der HERR hat dich heute in meine Hand gegeben, ich aber wollte meine Hand nicht an den Gesalbten des HERRN legen.\n26:24 Und wie heute deine Seele in meinen Augen ist gro\u00df geachtet gewesen, so werde meine Seele gro\u00df geachtet vor den Augen des HERRN und errette mich von aller Tr\u00fcbsal.\n26:25 Saul sprach zu David: Gesegnet seiest du, mein Sohn David; du wirst es tun und hinausf\u00fchren. David aber ging seine Stra\u00dfe, und Saul kehrete wieder an seinen Ort.\n27:1 David aber gedachte in seinem Herzen: Ich werde der Tage einen Saul in die H\u00e4nde fallen; es ist mir nichts besser, denn da\u00df ich entrinne in der Philister Land, da\u00df Saul von mir ablasse, mich f\u00fcrder zu suchen in allen Grenzen Israels; so werde ich seinen H\u00e4nden entrinnen.\n27:2 Und machte sich auf und ging hin\u00fcber, samt den sechshundert Mann, die bei ihm waren, zu Achis, dem Sohn Maochs, K\u00f6nige zu Gath.\n27:3 Also blieb David bei Achis zu Gath, mit seinen M\u00e4nnern, ein jeglicher mit seinem Hause; David auch mit seinen zweien Weibern, Ahinoam, der Jesreelitin, und Abigail, des Nabals Weibe, der Karmelitin.\n27:4 Und da Saul angesagt ward, da\u00df David gen Gath geflohen w\u00e4re, suchte er ihn nicht mehr.\n27:5 Und David sprach zu Achis: Hab ich Gnade vor deinen Augen funden, so la\u00df mir geben einen Raum in der St\u00e4dte einer auf dem Lande, da\u00df ich drinnen wohne; was soll dein Knecht in der k\u00f6niglichen Stadt bei dir wohnen?\n27:6 Da gab ihm Achis des Tages Ziklag. Daher ist Ziklag der K\u00f6nige Judas bis auf diesen Tag.\n27:7 Die Zeit aber, die David in der Philister Lande wohnete, ist ein Jahr und vier Monden.\n27:8 David aber zog hinauf samt seinen M\u00e4nnern und fiel ins Land der Gessuriter und Girsiter und Amalekiter; denn diese waren die Einwohner von alters her dieses Landes, als man kommt gen Sur, bis an \u00c4gyptenland.\n27:9 Da aber David das Land schlug, lie\u00df er weder Mann noch Weib leben, und nahm Schafe, Rinder, Esel, Kamele und Kleider; und kehrete wieder und kam zu Achis.\n27:10 Wenn denn Achis sprach: Seid ihr heute nicht eingefallen? so sprach David: Gegen den Mittag Judas und gegen den Mittag der Jerahmeeliter und gegen den Mittag der Keniter.\n27:11 David aber lie\u00df weder Mann noch Weib lebendig gen Gath kommen, und gedachte, sie m\u00f6chten wider uns reden und schw\u00e4tzen. Also tat David, und das war seine Weise, solange er wohnete in der Philister Lande.\n27:12 Darum glaubte Achis David und gedachte: Er hat sich stinkend gemacht vor seinem Volk Israel, darum soll er immer mein Knecht sein.\n28:1 Und es begab sich zu derselben Zeit, da\u00df die Philister ihr Heer versammelten, in Streit zu ziehen wider Israel. Und Achis sprach zu David: Du sollst wissen, da\u00df du und deine M\u00e4nner sollt mit mir ausziehen ins Heer.\n28:2 David sprach zu Achis: Wohlan, du sollst erfahren, was dein Knecht tun wird. Achis sprach zu David: Darum will ich dich zum H\u00fcter meines Haupts setzen mein Leben lang.\n28:3 Samuel aber war gestorben, und ganz Israel hatte Leid um ihn getragen und ihn begraben in seiner Stadt Rama. So hatte Saul aus dem Lande vertrieben die Wahrsager und Zeichendeuter.\n28:4 Da nun die Philister sich versammelten und kamen und lagerten sich zu Sunem, versammelte Saul auch das ganze Israel, und lagerten sich zu Gilboa.\n28:5 Da aber Saul der Philister Heer sah, f\u00fcrchtete er sich, und sein Herz verzagte sehr.\n28:6 Und er ratfragte den HERRN; aber der HERR antwortete ihm nicht, weder durch Tr\u00e4ume, noch durchs Licht, noch durch Propheten.\n28:7 Da sprach Saul zu seinen Knechten: Suchet mir ein Weib die einen Wahrsagergeist hat, da\u00df ich zu ihr gehe und sie frage. Seine Knechte sprachen zu ihm: Siehe, zu Endor ist ein Weib, die hat einen Wahrsagergeist.\n28:8 Und Saul wechselte seine Kleider und zog andere an; und ging hin, und zween andere mit ihm, und kamen bei der Nacht zum Weibe; und sprach: Lieber, weissage mir durch den Wahrsagergeist und bringe mir herauf, den ich dir sage.\n28:9 Das Weib sprach zu ihm: Siehe, du wei\u00dfest wohl, was Saul getan hat, wie er die Wahrsager und Zeichendeuter ausgerottet hat vom Lande; warum willst du denn meine Seele in das Netz f\u00fchren, da\u00df ich ert\u00f6tet werde?\n28:10 Saul aber schwur ihr bei dem HERRN und sprach: So wahr der HERR lebet, es soll dir dies nicht zur Missetat geraten.\n28:11 Da sprach das Weib: Wen soll ich dir denn heraufbringen? Er sprach: Bringe mir Samuel herauf.\n28:12 Da nun das Weib Samuel sah, schrie sie laut und sprach zu Saul: Warum hast du mich betrogen? Du bist Saul.\n28:13 Und der K\u00f6nig sprach zu ihr: F\u00fcrchte dich nicht, was siehest du? Das Weib sprach zu Saul: Ich sehe G\u00f6tter heraufsteigen aus der Erde.\n28:14 Er sprach: Wie ist er gestaltet? Sie sprach: Es kommt ein alter Mann herauf und ist bekleidet mit einem Seidenrock. Da vernahm Saul, da\u00df es Samuel war, und neigte sich mit seinem Antlitz zur Erde und betete an.\n28:15 Samuel aber sprach zu Saul: Warum hast du mich unruhig gemacht, da\u00df du mich heraufbringen l\u00e4ssest? Saul sprach: Ich bin sehr ge\u00e4ngstet, die Philister streiten wider mich, und Gott ist von mir gewichen und antwortet mir nicht, weder durch Propheten noch durch Tr\u00e4ume; darum habe ich dich lassen rufen, da\u00df du mir weisest, was ich tun solle.\n28:16 Samuel sprach: Was willst du mich fragen, weil der HERR von dir gewichen und dein Feind worden ist?\n28:17 Der HERR wird dir tun, wie er durch mich geredet hat, und wird das Reich von deiner Hand rei\u00dfen und David, deinem N\u00e4chsten, geben,\n28:18 darum da\u00df du der Stimme des HERRN nicht gehorchet und den Grimm seines Zorns nicht ausgerichtet hast wider Amalek hat dir der HERR solches jetzt getan.\n28:19 Dazu wird der HERR Israel mit dir auch geben in der Philister H\u00e4nde. Morgen wirst du und deine S\u00f6hne mit mir sein. Auch wird der HERR das Heer Israels in der Philister H\u00e4nde geben.\n28:20 Da fiel Saul zur Erde, so lang er war, und erschrak sehr vor den Worten Samuels, da\u00df keine Kraft mehr in ihm war; denn er hatte nichts gegessen den ganzen Tag und die ganze Nacht.\n28:21 Und das Weib ging hinein zu Saul und sah, da\u00df er sehr erschrocken war, und sprach zu ihm: Siehe, deine Magd hat deiner Stimme gehorchet und habe meine Seele in meine Hand gesetzt, da\u00df ich deinen Worten gehorchte, die du zu mir sagtest.\n28:22 So gehorche auch nun du deiner Magd Stimme. Ich will dir einen Bissen Brots vorsetzen, da\u00df du essest, da\u00df du zu Kr\u00e4ften kommest und deine Stra\u00dfe gehest.\n28:23 Er aber weigerte sich und sprach: Ich will nicht essen. Da n\u00f6tigten ihn seine Knechte und das Weib, da\u00df er ihrer Stimme gehorchte. Und er stund auf von der Erde und setzte sich aufs Bett.\n28:24 Das Weib aber hatte daheim ein gem\u00e4stet Kalb; da eilete sie und schlachtete es; und nahm Mehl und knetete es und buk es unges\u00e4uert.\n28:25 Und brachte es herzu vor Saul und vor seine Knechte. Und da sie gegessen hatten, stunden sie auf und gingen die Nacht.\n29:1 Die Philister aber versammelten alle ihre Heere zu Aphek; und Israel lagerte sich zu Ain in Jesreel.\n29:2 Und die F\u00fcrsten der Philister gingen daher mit Hunderten und mit Tausenden; David aber und seine M\u00e4nner gingen hinten nach bei Achis.\n29:3 Da sprachen die F\u00fcrsten der Philister: Was sollen diese Ebr\u00e4er? Achis sprach zu ihnen: Ist nicht das David, der Knecht Sauls, des K\u00f6nigs Israels, der nun bei mir gewesen ist Jahr und Tag, und habe nichts an ihm gefunden, seit der Zeit er abgefallen ist, bis her?\n29:4 Aber die F\u00fcrsten der Philister wurden zornig auf ihn und sprachen zu ihm: La\u00df den Mann umkehren und an seinem Ort bleiben, da du ihn hin bestellet hast, da\u00df er nicht mit uns hinabziehe zum Streit und unser Widersacher werde im Streit. Denn woran k\u00f6nnte er seinem HERRN ba\u00df Gefallen tun denn an den K\u00f6pfen dieser M\u00e4nner?\n29:5 Ist er nicht der David, von dem sie sangen am Reigen: Saul hat tausend geschlagen, David aber zehntausend?\n29:6 Da rief Achis David und sprach zu ihm: So wahr der HERR lebet, ich halte dich f\u00fcr redlich, und dein Ausgang und Eingang mit mir im Heer gef\u00e4llt mir wohl, und habe nichts Arges an dir gesp\u00fcret, seit der Zeit du zu mir kommen bist, bis her; aber du gef\u00e4llst den F\u00fcrsten nicht.\n29:7 So kehre nun um und gehe hin mit Frieden, auf da\u00df du nicht \u00fcbel tust vor den Augen der F\u00fcrsten der Philister.\n29:8 David aber sprach zu Achis: Was habe ich getan, und was hast du gesp\u00fcret an deinem Knechte, seit der Zeit ich vor dir gewesen bin, bis her, da\u00df ich nicht sollte kommen und streiten wider die Feinde meines HERRN, des K\u00f6nigs?\n29:9 Achis antwortete und sprach zu David: Ich wei\u00df wohl; denn du gef\u00e4llst meinen Augen, als ein Engel Gottes. Aber der Philister F\u00fcrsten haben gesagt: La\u00df ihn nicht mit uns hinauf in Streit ziehen.\n29:10 So mache dich nun morgen fr\u00fche auf, und die Knechte deines HERRN, die mit dir kommen sind; und wenn ihr euch morgen fr\u00fche aufgemacht habt, da\u00df licht ist, so gehet hin.\n29:11 Also machten sich David und seine M\u00e4nner fr\u00fche auf, da\u00df sie des Morgens hingingen und wieder in der Philister Land k\u00e4men. Die Philister aber zogen hinauf gen Jesreel.\n30:1 Da nun David des dritten Tages kam gen Ziklag mit seinen M\u00e4nnern, waren die Amalekiter hereingefallen zum Mittag und zu Ziklag und hatten Ziklag geschlagen und mit Feuer verbrannt;\n30:2 und hatten die Weiber draus weggef\u00fchret, beide klein und gro\u00df; sie hatten aber niemand get\u00f6tet, sondern weggetrieben und waren dahin ihres Weges.\n30:3 Da nun David samt seinen M\u00e4nnern zur Stadt kam und sah, da\u00df sie mit Feuer verbrannt war, und ihre Weiber, S\u00f6hne und T\u00f6chter gefangen waren,\n30:4 hub David und das Volk, das bei ihm war, ihre Stimme auf und weineten, bis sie nicht mehr weinen konnten.\n30:5 Denn Davids zwei Weiber waren auch gefangen, Ahinoam, die Jesreelitin, und Abigail, Nabals Weib, des Karmeliten.\n30:6 Und David war sehr ge\u00e4ngstet; denn das Volk wollte ihn steinigen, denn des ganzen Volks Seele war unwillig, ein jeglicher \u00fcber seine S\u00f6hne und T\u00f6chter. David aber st\u00e4rkte sich in dem HERRN, seinem Gott\n30:7 und sprach zu Abjathar, dem Priester, Ahimelechs Sohn: Bringe mir her den Leibrock. Und da Abjathar den Leibrock zu David gebracht hatte,\n30:8 fragte David den HERRN und sprach: Soll ich den Kriegsleuten nachjagen und werde ich sie ergreifen? Er sprach: Jage ihnen nach, du wirst sie ergreifen und Rettung tun.\n30:9 Da zog David hin und die sechshundert Mann, die bei ihm waren; und da sie kamen an den Bach Besor, blieben etliche stehen.\n30:10 David aber und die vierhundert Mann jagten nach; die zweihundert Mann aber, die stehen blieben, waren zu m\u00fcde, \u00fcber den Bach Besor zu gehen.\n30:11 Und sie fanden einen \u00e4gyptischen Mann auf dem Felde, den f\u00fchreten sie zu David und gaben ihm Brot, da\u00df er a\u00df, und tr\u00e4nkten ihn mit Wasser;\n30:12 und gaben ihm ein St\u00fcck Feigen und zwei St\u00fcck Rosinen. Und da er gegessen hatte, kam sein Geist wieder zu ihm; denn er hatte in dreien Tagen und dreien N\u00e4chten nichts gegessen und kein Wasser getrunken.\n30:13 David sprach zu ihm: Wes bist du? und woher bist du? Er sprach: Ich bin ein \u00e4gyptischer Knabe, eines Amalekiters Knecht; und mein HERR hat mich verlassen, denn ich war krank vor dreien Tagen.\n30:14 Wir sind hereingefallen zum Mittag Krethi und auf Juda und zum Mittag Kaleb und haben Ziklag mit Feuer verbrannt.\n30:15 David sprach zu ihm: Willst du mich hinabf\u00fchren zu diesen Kriegsleuten? Er sprach: Schw\u00f6re mir bei Gott, da\u00df du mich nicht t\u00f6test noch in meines HERRN Hand \u00fcberantwortest, so will ich dich hinabf\u00fchren zu diesen Kriegsleuten.\n30:16 Und er f\u00fchrete sie hinab. Und siehe, sie hatten sich zerstreuet auf der ganzen Erde, a\u00dfen und tranken und feierten \u00fcber all dem gro\u00dfen Raub, den sie genommen hatten aus der Philister und Judas Lande.\n30:17 Und David schlug sie von dem Morgen an bis an den Abend gegen den andern Tag, da\u00df ihrer keiner entrann, ohne vierhundert J\u00fcnglinge, die fielen auf die Kamele und flohen.\n30:18 Also errettete David alles, was die Amalekiter genommen hatten, und seine zwei Weiber;\n30:19 und fehlete an keinem, weder klein noch gro\u00df, noch S\u00f6hne, noch T\u00f6chter, noch Raub, noch alles, das sie genommen hatten: David brachte es alles wieder.\n30:20 Und David nahm die Schafe und Rinder und trieb das Volk vor ihm her; und sie sprachen: Das ist Davids Raub.\n30:21 Und da David zu den zweihundert M\u00e4nnern kam, die zu m\u00fcde gewesen, David nachzufolgen, und am Bach Besor geblieben waren, gingen sie heraus, David entgegen und dem Volk, das mit ihm war. Und David trat zum Volk und gr\u00fc\u00dfte sie freundlich.\n30:22 Da antworteten, was b\u00f6se und lose Leute waren unter denen, die mit David gezogen waren, und sprachen: Weil sie nicht mit uns gezogen sind, soll man ihnen nichts geben von dem Raube, den wir errettet haben, sondern ein jeglicher f\u00fchre sein Weib und seine Kinder und gehe hin.\n30:23 Da sprach David: Ihr sollt nicht so tun, meine Br\u00fcder, mit dem, das uns der HERR gegeben hat, und hat uns beh\u00fctet und diese Kriegsleute, die wider uns kommen waren, in unsere H\u00e4nde gegeben.\n30:24 Wer sollte euch darinnen gehorchen? Wie das Teil derjenigen, die in Streit hinabgezogen sind, so soll auch sein das Teil derjenigen, die bei dem Ger\u00e4te geblieben sind, und soll gleich geteilet werden.\n30:25 Das ist seit der Zeit und forthin in Israel eine Sitte und Recht worden bis auf diesen Tag.\n30:26 Und da David gen Ziklag kam, sandte er des Raubes den \u00c4ltesten in Juda, seinen Freunden, und sprach: Siehe, da habt ihr den Segen aus dem Raub der Feinde des HERRN;\n30:27 n\u00e4mlich denen zu Bethel, denen zu Ramoth am Mittage, denen zu Jathir,\n30:28 denen zu Aroer, denen zu Siphamoth, denen zu Esthemoa,\n30:29 denen zu Rachal, denen in St\u00e4dten der Jerahmeeliter, denen in St\u00e4dten der Keniter,\n30:30 denen zu Horma, denen zu Bor-Asan, denen zu Athach,\n30:31 denen zu Hebron und allen Orten, da David gewandelt hatte mit seinen M\u00e4nnern.\n31:1 Die Philister aber stritten wider Israel; und die M\u00e4nner Israels flohen vor den Philistern und fielen erschlagen auf dem Gebirge Gilboa.\n31:2 Und die Philister hingen sich an Saul und seine S\u00f6hne und schlugen Jonathan und Abinadab und Malchisua, die S\u00f6hne Sauls.\n31:3 Und der Streit ward hart wider Saul, und die Sch\u00fctzen trafen auf ihn mit Bogen; und ward sehr verwundet von den Sch\u00fctzen.\n31:4 Da sprach Saul zu seinem Waffentr\u00e4ger: Zeuch dein Schwert aus und erstich mich damit, da\u00df nicht diese Unbeschnittenen kommen und mich erstechen und treiben einen Spott aus mir. Aber sein Waffentr\u00e4ger wollte nicht; denn er f\u00fcrchtete sich sehr. Da nahm Saul das Schwert und fiel drein.\n31:5 Da nun sein Waffentr\u00e4ger sah, da\u00df Saul tot war, fiel er auch in sein Schwert und starb mit ihm.\n31:6 Also starb Saul und seine drei S\u00f6hne und sein Waffentr\u00e4ger und alle seine M\u00e4nner zugleich auf diesen Tag.\n31:7 Da aber die M\u00e4nner Israels, die jenseit des Grundes und jenseit des Jordans waren, sahen, da\u00df die M\u00e4nner Israels geflohen waren, und da\u00df Saul und seine S\u00f6hne tot waren, verlie\u00dfen sie die St\u00e4dte und flohen auch; so kamen die Philister und wohneten drinnen.\n31:8 Des andern Tages kamen die Philister, die Erschlagenen auszuziehen, und fanden Saul und seine drei S\u00f6hne liegen auf dem Gebirge Gilboa.\n31:9 Und hieben ihm sein Haupt ab und zogen ihm seine Waffen ab und sandten sie in der Philister Land umher, zu verk\u00fcndigen im Hause ihrer G\u00f6tzen und unter dem Volk.\n31:10 Und legten seinen Harnisch in das Haus Astharoths, aber seinen Leichnam hingen sie auf die Mauer zu Bethsan.\n31:11 Da die zu Jabes in Gilead h\u00f6reten, was die Philister Saul getan hatten,\n31:12 machten sie sich auf, was streitbare M\u00e4nner waren, und gingen die ganze Nacht und nahmen die Leichname Sauls und seiner S\u00f6hne von der Mauer Bethsans und brachten sie gen Jabes und verbrannten sie daselbst.\n31:13 Und nahmen ihre Gebeine und begruben sie unter dem Baum zu Jabes; und fasteten sieben Tage.","title":"German Bible: 1 Samuel","type":"page"}
